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Nele33

Bewertungen

Insgesamt 832 Bewertungen
Bewertung vom 07.08.2023
Falkner, Tom

Gott ist böse


ausgezeichnet

WOW, was für ein Auftaktband zu einer neuen Thriller-Reihe von Tom Falkner.

Robert Forster meint als Psychoanalytiker der mit Schwerstverbrechern arbeitet schon alles gehört und erlebt zu haben. Bis zu dem Tag, als in einer seiner Sitzungen ein Klient vor seinen Augen in Stücke gerissen wird. Doch damit nicht genug: Sechs seiner Patienten werden entführt und der Entführer spielt ein grausames Spiel mit Forster: Geschieht nicht was er verlangt, stirbt jedes mal einer seiner Patienten.
Kommissarin Kayra Davari und Kriminaloberkommissarin Inga Jessen geben alles in ihrer Macht stehende um den wahnsinnigen Psychopathen zu stoppen. Kayra ist zielstrebbig und regelrecht verbissen in ihrer Arbeit und eine tolle Protagonistin.

Schon lange habe ich nicht mehr einen so spannenden Thriller gelesen. Der Schreibstil ist mehr als fesselnd und das Buch entpuppte sich als wahrer Page Turner. Es ist kaum zu glauben, dass es sich hier um ein Debut handelt, so authentisch und wie in einem Sog geschrieben, der mich als Lesserin ein wenig mit ins Geschehen gezogen hat.
Aufgrund der grausamen Details würde ich dieses Buch nur Lesern mit starken Nerven und einem gefestigten Magen empfehlen.

Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und ich freue mich nun auf einen weiteren Band des Autoren.

Bewertung vom 07.08.2023
Hillenbrand, Tom

Die Erfindung des Lächelns


gut

Von nele33
Die Erfindung des Lächelns von Tom Hillenbrand entführt den Leser in das Jahr 1911 als die Mona Lisa aus dem Louvre verschwand.

Im Louvre ist alles irgendwie eingefahren, die Wächter sind alt, schlafen während ihres Dienstes, niemand interessiert wirklich was im Museum gesschieht. Bis am 22. August 1911 der Platz derMona Lisa von Leornardo da Vinci leer ist. Dies versetzt das ganze Land in Aufruhr und Commissaire Juhel Lenoir bekommt die Aufgabe das Bild zu finden.
Er trifft bei seinen Ermittlungen auf die Creme de la Creme der großen Künstler dieser Zeit:
den Maler Pablo Picasso und den Dichter Guillaume Apollinaire, die Ausdruckstänzerin Isadora Duncan und ihren Guru, den Satanisten Aleister Crowley, die Musiker Igor Strawinsky und Claude Debussy, die brutalen Anarchisten der Bonnot-Bande und Frankreichs größten Detektiv, Alphonse Bertillon.
Doch wer kann ihm wirklich weiterhelfen?

Die Geschichte ist sehr facettenreich geschrieben, hat aber leider so viele Schauplätze und Personen, was mich häufig aus dem Lesefluss herausbrachte.
Die Zeit der sogenannten Belle Époque wird super eingefangen, transportiert und schafft so eine gute Atmosphäre.
Durch viele detailierte Beschreibungen konnte ich manches allerdings nicht so richtig zuordnen.

Dieses Buch konnte mich stellenweise in seinen Bann ziehen, verlor mich aber leider auch immer wieder

Bewertung vom 01.08.2023
Storm, Andreas

Die Akte Madrid / Lennard Lomberg Bd.2


gut

"Die Akte Madrid" ist der zweite Band um den Kunsthistoriker Lennar Lomberg.

Der deutsche Vereidigingsminister bittet Lomberg um Hilfe. Ein Bild, welches unter Beutekunst gelistet ist, war in durch ein Erbe in seinem Besitz.Lomberg macht sich auf nach Granada, wo er nach eigener Aussage " auch noch einen Koffer stehen hat" um das Bild zu finden.

Die Geschichte sprngt durch 3 Zeitebenen, von den 2016 in die 40-iger und 60-iger Jahre. Ein großes Thema ist dabei die Franco Diktatur und deren Verbindungen zu Deutschland. Lomberg bekommt es mit Abgründen zu tun, mit denen er nicht gerechnet hat.

Die Sprache des Autors ist toll, doch ist er dabei auch sehr Detail verliebt, was meinen Lesefluss und auch den Spannungsaufbau massiv gestört hat.
Durch die Zeitsprünge und den vielen Protagonisten muss man sich beim Lesen sehr konzentrieren um den Faden nicht zu verlieren. Das Thema fand ich hochspannend, doch leider die Umsetzung nicht. Für mich hätte das Buch gut um 50 Seiten gekürzt werden können.

Als Kriminalroman würde ich das Buch nicht bezeichnen, da es nicht in erster Linie um Ermittlungen geht.

Mit einer Leseempfehlung tue ich mich schwer.
"Die Akte Madrid" ist der zweite Band um den Kunsthistoriker Lennar Lomberg.

Der deutsche Vereidigingsminister bittet Lomberg um Hilfe. Ein Bild, welches unter Beutekunst gelistet ist, war in durch ein Erbe in seinem Besitz.Lomberg macht sich auf nach Granada, wo er nach eigener Aussage " auch noch einen Koffer stehen hat" um das Bild zu finden.

Die Geschichte sprngt durch 3 Zeitebenen, von den 2016 in die 40-iger und 60-iger Jahre. Ein großes Thema ist dabei die Franco Diktatur und deren Verbindungen zu Deutschland. Lomberg bekommt es mit Abgründen zu tun, mit denen er nicht gerechnet hat.

Die Sprache des Autors ist toll, doch ist er dabei auch sehr Detail verliebt, was meinen Lesefluss und auch den Spannungsaufbau massiv gestört hat.
Durch die Zeitsprünge und den vielen Protagonisten muss man sich beim Lesen sehr konzentrieren um den Faden nicht zu verlieren. Das Thema fand ich hochspannend, doch leider die Umsetzung nicht. Für mich hätte das Buch gut um 50 Seiten gekürzt werden können.

Als Kriminalroman würde ich das Buch nicht bezeichnen, da es nicht in erster Linie um Ermittlungen geht.

Mit einer Leseempfehlung tue ich mich schwer.

Bewertung vom 31.07.2023
Geschke, Linus

Die Verborgenen


sehr gut

Eine scheinbar glückliche und harmonische Familie: So denken die Nachbarn von Sven und Franziska Hoffmann. Sie haben eine 17-jährige Teenie-Tochter, ein großes Haus und gute Jobs.

Doch der Schein trügt, alles ist nur äußere Fassade: In der Ehe kriselt es, beide haben sich nicht mehr viel zu sagen. Als in dem Haus seltsame Dinge vor sich gehen, Sachen verschwinden, Lebensmittel fehlen, bröckelt es gewaltig in der Fassade, jeder unterstellt dem anderen Schuld zu haben.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und verändern im Laufe der Story ihre Art.

Das Buch gliedert sich in zwei Abschnitte und ist in der Du-Form verfasst. Dieser Schreibstil ist passend zur Story gut ausgewählt. Nachdem mich das Loft nicht so begeistern konnte, habe ich mich von " Die Verborgenen" gut unterhalten gefühlt.

Als Thriller kann ich das Buch allerdings nicht bezeichnen, für mich handelt es sich eher um ein Drama und einen Gesellschaftskritischen Roman.

Bewertung vom 27.07.2023
Meyer, Chris

Der Follower / Tom-Bachmann-Serie Bd.3


ausgezeichnet

"Der Follower" ist der dritte Band um den Profiler und Seelenleser Tom Bachmann. Inhaltlich geht es um Influencer, die mit Followern bzw deren Klicks ihr Geld verdienen.

Lisa wendet sich an Bachmann, als eine Freundin angeblich nach Dubai ausgewandert ist und seitdem keinen einzigen Post mehr veröffentlicht hat.
Ihr letztes Foto auf ihren Account lässt sie stutzen, ist Melissa tot? Schnell wird klar, hier ist ein äußerst brutaler Serienmörder am Werk. Doch wieviele Morde gehen auf ihn schon zurück.

Bachmann muss sich auch in diesem Band wieder und wieder seiner grausamen Vergangenheit stellen und trifft auf seine alten Weggefährten seiner Kindheit.
Alle gestört und von seinem ausgebildet um zu morden.

Der Thriller an sich ist nichts für schwache Nerven und teilweise sehr eklig zu lesen, hier geht Meyer sehr in Details, die ich nicht unbedingt gebraucht hätte, da der Thriller vom Scheibstil und der Spannung ein echter Pageturner ist.
Die Gedankenwelt des Täters wird sehr eindrücklich und bedrückend beschrieben, ebenso die Angst und Panik der Opfer.

Eine gute Fortsetzung der Reihe um Tom Bachmann, lesenswert.

Bewertung vom 25.07.2023
Klein, Hendrik

#PAY. Wer stirbt, entscheidest du! (eBook, ePUB)


gut

Albert Zeiler Hauptkommissar hat einige Schiksalsschläge hinter sich und ist mittlerweile dem Alkohol mehr als zugetan. Emine, eine junge Kommissarin hat sich zum Ziel gesetzt mit ihm zu arbeiten und wird seine neue Partnerin. Kaum ist sie ihm vorgestellt, da bekommen sie es mit einem grausamen Mörder zu tun.
Die Internetnutzer entscheiden, wie schnell sein Opfer stirbt. Sind 100.000€ erreicht, erleidet sein Opfer live die unvorstellbarsten Qualen.
Emine und Alfred werden so schnell vor eine gemeinsame Herausforderung gestellt, die schier unlösbar erscheint. Einen Zusammenhang zwischen den Opfern finden sie lange Zeit nicht und die Technik macht es ihnen auch nicht leichter.

Bei der Bewertung des Buches bin ich diesmal wirklich zwiegespalten:

Auf der einen Seite konnte der Thriller mich fesseln, auf der anderen Seite gab es für mich doch einiges an "Nebenschauplätzen" , welche ich nicht benötigt hätte, da sie den Spannungsaufbau bei mir doch empfindlich störten.
Auch war der Schreibstil für mich stellenweise zu einfach und erklärend. Auf der anderen Seite war die Auflösung dann doch so stimmig, dass ich es nicht bereue, das Buch zu Ende gelesen zu haben.
Alfred als Protagonist war ein schwieriger Charakter, dessen Gedankengängen und vor allem Taten ich nicht immer zustimme konnte.

Insgesamt kann ich dem Buch eine Leseempfehlung aussprechen, da die Thematik wirklich spannend ist.

Bewertung vom 25.07.2023
Pickel, Juliane

Rattensommer


sehr gut

In "Rattensommer" hat die Autorin Julia Pickel einiges an Themen verpackt, was zum Erwachsenwerden dazu gehört.

Zwei Freundinnen erleben miteinander einen Sommer in dem sich alles verändert. Die erste Liebe, so schön, so ungewohnt, aber auch Angst machend. Trauer um verlorene Leichtigkeit, Wut über die Gesellschaft und Rachegedanken gegen den am Tod der Mutter der Einen verantwortlichen.

Die Geschichte ist auf die angegebene Altersklasse zugeschnitten, dies ist sowohl sprachlich, als auch stilistisch. Die Kapitel sind sehr kurz und haben mich am Lesen gehalten. Für mich als erwachsene Leserin war einiges vorhersehbar, aber dennoch im Kontext äußerst passend plaziert.

Rattensommer ist emotional, bedrückend und die Gedanken der Protagonistin erstaunlich ehrlich, offen und klar.

Das Ende ist für mich nachvollziehbar und dabei stimmig.

Insgesamt ein tolles Buch über die Suche nach sich selbst beim Erwachsen werden.

Bewertung vom 20.07.2023
Lüding, Kristina

Greta Garbo / Ikonen ihrer Zeit Bd.10 (eBook, ePUB)


sehr gut

Der Band um Greta Garbo ist der 9. Band aus der Buchreihe Ikonen ihrer Zeit und veranschaulicht auf eindruckvolle Weise die Entwicklung von Greta, die als 15 jährige nur einen Traum hatte: Schauspielerin zu werden.

Doch dahin ist es ein weiter Weg, die Familie ist arm und Greta muss anstatt zur Schule zu gehen Hüte verkaufen. Um ihren Traum zu verwirklichen spart sich jeden Pfennig um eine Schauspielausbildung an dem renommierten Königlichen Dramatischen Theaters zu machen. Als ein Regisseur auf sie aufmaerksam wird steht ihrer Karriere nichts mehr im Wege.Sie schafft den Sprung nach Hollywood-ein nie da gewesenes Phänomen.

Dabei inszeniert sie sich als unnahbar und blieb bis zu ihrem Tod 1990 geheimnisumwittert.
Die Autorin hat hier ein beeindruckemdes Bild einer Frau des letzen Jahrhundert geschaffen, die trotz ihres wahnsinnigen Erfolges anscheinend lebenslang sehr einsam geblieben ist.

Die Autorin Kristina Lüding hat m.E. hier sehr gut recherchiert und ein beeindruckendes Porträt einer starken und eigenwilligen Persönlichkeit geschrieben.

Von mir eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 20.07.2023
Engman, Pascal;Selåker, Johannes

Sommersonnenwende / Wolf und Berg ermitteln Bd.1


ausgezeichnet

Bei "Sommersonnenwende2 hat sich der erfogreiche Kriminalautor Pascal Engman mit dem Jornalisten Johannes Selåker zu einem Duo zusammen gefunden und einen spannenden Thriller geschrieben.

Der Sommer 1994 in Stockholm ist brütend heiß, die aufgeheizte Stimmung wird sehr dicht und atmosphärisch beschrieben. Der brutale Mord an einer Migrantin bringt den Ermittler Tomas Wolf an seine eigenen Grenzen und seine eigene Vergangenheit wird unliebsam heraufbeschworen. Hat er doch nach seinem UN-Einsatz einen schweren Rucksack mit sich herumzutragen. Die Frauenmorde lassen Flashbacks aufkommen, die er so nicht merh erwartet hat. Auf der anderen Seite recherchiert die Journalistin Vera Berg in den gleichen Fällen. Auch sie nicht ohne einen Rucksack, der manchmal ein wenig zu schwer erscheint.

Dieser Thriller ist sehr vielschichtig, beinhaltet viele unterschiedliche Themen ohne dabei überladen zu wirken. Die beiden Protagonisten Tomas Wolf und Vera Berg haben großes Potential für weitere Fälle und chrakterliche Entwicklungen, so dass ich mir eine Reihe mit den Beiden sehr gut vorstellen kann. Der Band "Wintersonnenwende" ist auch schon angekündigt.

Ein guter, solider und atmosphärischer Einstieg ist hier mehr als gelungen.

Bewertung vom 20.07.2023
Fölck, Romy

Düstergrab / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.6 (eBook, ePUB)


sehr gut

Bei " Düstergrab" der Autorin Romy Fölck handelt es sich um den 6. Band um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn.

Der Einstieg in das Buch ist sehr spannend und der Einstieg gelingt sofort mühelos. Frida war auf der Beerdigung eines ehemaligen Klassenkameradens. Der nachfolgende Morgen verläuft dann ganz anders als von ihr geplant. Sein Grab scheint geschändet worden zu sein. Was die Ermittler dann zu sehen bekommen übersteigt ihre Vorstellungskraft: Auf Björn wurde eine Leiche abgelegt. Doch nicht nur das, das Mädchen ist in Kleidung wie aus einer vergangenen Zeit gekleidet. Als sich heraustellt, dass es sich bei der Toten um Lilly handelt, ein Zwillingsmädchen, welches vor mittlerweile 4 Jahren mit ihrer Schwester aus einer Pflegefamilie verschwunden ist, läuft die Suche nach Sophie auf Hochtouren wieder an. Lebt Sophie noch? Eine verzwickte Aufgabe für Frida und ihren Kollegen Bootz.

Romy Fölck konnte mich auch mit diesem Band überzeugen, hat er doch einige Ebenen auf denen er erzählt wird. Besonders gefallen hat mir die erneute Zusammenarbeit mit ihrem ehemaligem Partner Haverkorn. Die gesamte Story ist atmosphärisch gut erzählt und die Protagonisten bringen mich mit ihre Privatleben doch einige Male zum schmunzeln. Auch wenn die Auflösung am Ende keine große Überraschung ist, so ist der Weg dorthin logisch und durchdacht.

Von mir eine klare Leseempfehlung bei Kenntnis der Vorgängerbände.