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Insgesamt 333 Bewertungen
Bewertung vom 09.09.2015
Keplinger, Kody

Von wegen Liebe


sehr gut

Ich muss gestehen, dass ich dieses Buch nach ein paar Seiten wieder zuklappen wollte. Der einzige Grund, weshalb ich dies tun wollte war, dass ich gelesen habe, was das Wort „DUFF“ bedeutet. Oder eher gesagt, wie ich es lesen musste. Denn als Wesley sich in der Bar zu Bianca setzt und mit ihr redet, erklärt er ihr das sie eine DUFF ist und er nur mit ihr redet, weil ihre Freundinnen ihn sicher für sympathisch halten, wenn sie sehen das er mit ihrer DUFF redet. DUFF bedeutet soviel wie die unattraktive fette Freundin. Als ich das las, war ich irgendwie geschockt. Ich habe ja schon viele Jugendwörter etc. gehört, aber das hat mich dann doch geschockt. Beleidigungen hin und her. Klar einer im Freundeskreis muss wohl diese DUFF sein, denn es können nicht alle gleich gut aussehen. Ich glaube in meinem Freundeskreis wäre ich das dann wohl gewesen oder bin es noch. Allerdings habe ich mich nie so gesehen. Damals (als ich noch jung war^^) war das aber auch noch anders. Damals wurde eine direkte Beleidigung gewählt. Wir mussten uns keine Kürzel ausdenken. Vielleicht habe ich mich aber auch nie wie eine gefühlt, weil ich einfach tolle Freundinnen habe. Auch Bianca ist etwas geschockt, als Wesley ihr dieses Wort an den Kopf knallt und schüttet ihm ihre Cola ins Gesicht. Verdienter maßen, so unverschämt wie er ist. Doch dieses Wort lässt Bianca nicht mehr los und sie denkt viel darüber nach. Ihre Freundinnen merken das irgend etwas nicht stimmt, aber Bianca macht alles mit sich selber aus, weshalb sie ihnen auch nichts von der belastenden Situation mit Wesley erzählt. Als jedoch zu Hause alles zusammenbricht, was Bianca stützt, stürzt sie sich in eine Affäre mit Wesley. Sie haben Sex und das war es dann auch. Bianca möchte nicht das irgendjemand davon erfährt. Doch als sie ihren besten Freundinnen immer mehr aus dem Weg geht, werden diese zu Anfang stutzig. Sie fragen sie, ob etwas passiert ist. Doch da Bianca nicht über ihre Probleme reden will, ist sie dabei ihre Freundinnen zu vergraulen. Sie weiß nicht mehr, wie sie aus der Nummer rauskommen soll und auch das mit Wesley ist irgendwie anders geworden. Sie muss sich von ihm fernhalten. Wird es ihr gelingen?
Zu Anfang war ich erstaunt, dass Bianca sich auf eine Affäre mit Wesley einlässt. Er war beleidigend und er hat wahrscheinlich schon mit den meisten Mädchen ihrer Schule geschlafen. Aber Bianca sucht ja keine Beziehung. Sie will sich einfach nur ablenken. Und wenn wir ehrlich sind, ist Sex doch eine gute Möglichkeit alle seine Probleme zu vergessen, zumindest für einen kurzen Moment.
Im Nachhinein bin ich froh, dass ich dieses Buch nicht zugeklappt habe und es weiter gelesen habe, denn es war wirklich sehr schön zu lesen. Ich mag es ja, wenn zwei Personen sich gegenseitig necken. Es kann sehr lustig sein, dies zu tun.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.08.2015
Soost, Detlef D!

I make you sexy - Kochbuch


gut

Anhand des Klappentextes merkt man ja schon, dass dieses Buch sich am meisten wohl selber liebt. Ich persönlich bin mittlerweile gelangweilt von irgendwelchen „Stars“, die alle ein Abnahme- oder Sportbuch präsentieren oder dafür werben. Dieses hier ist von Detlef D! Soost. Ja, er hat viel abgenommen, das bestreite ich gar nicht. Er ist sportlich und ernährt sich sicherlich gesund. Aber genau, wie in einigen Fernsehformaten, wo es ums abnehmen geht ist dieses Buch frei von Kohlenhydraten. Natürlich hatten die Neandertaler sicher auch kein Brot, aber ich persönlich kann und möchte nicht auf Kohlenhydrate verzichten. Einige Ernährungsberater raten sogar dringend davon ab, auf Kohlenhydrate zu verzichten. Man muss sie nur gut Kombinieren. Theoretisch wollte ich dieses Programm auch 10 Wochen durchführen, jedoch hab ich vor Ende der ersten Woche aufgegeben. Das Frühstück bestand hier aus Gerichten, die ich eher zum Mittag essen würde, als morgens nach dem aufstehen. Für die Gerichte braucht man viele Zutaten und nicht alle sind Preisgünstig. Aber es gibt auch günstige Gerichte in diesem Buch, die man nachkaufen kann. Was mir in dem Buch außerdem fehlt ist, was ist mit Zwischenmahlzeiten, wie z.B. Kaffee. Soll man ihn nur zu den Mahlzeiten trinken, ist es egal, wenn man einen trinkt. Wie viel Zeit soll zwischen den Mahlzeiten vergehen. Genug Informationen bekommt man in diesem Buch nicht. Aber dafür ist ja auch die Werbung das man sich auf der angegebenen Seite für eine Monatliche Gebühr anmelden kann. Vielleicht bekommt man dort, was man braucht. Hier geht es mehr um die Rezepte, als um alles andere. Auch die Erfolgsberichte der Teilnehmer gleicht einer Werbekampagne. Alle schwärmen, aber keiner sagt, wie schwer die Umstellung wirklich ist. Wir reden hier von Kohlenhydratverzicht^^

Nun aber Erstmal zu dem Namen des Buches, oder der ganzen Kampagne. „ I make you sexy“ ?! Wer bestimmt, was sexy ist? Können dicke Menschen nicht sexy sein? Ich bin selber dick und an eingebildeten Tagen würde ich behaupten, ich bin verdammt sexy ^^
Naja, es ist natürlich Geschmackssache, aber ich denke kaum, das eine einzelne Person behaupten kann er macht jemanden sexy. Vielleicht macht er uns schlank, wenn er uns die 10 Wochen begleitet, uns beim Kochen zusieht und noch Sport mit uns macht, aber sexy?

Natürlich gibt es auch positive Dinge, die ich zu diesem Buch berichten kann, was meine Bewertung dann auch erklärt, denn die Herzen, die dieses Buch bekommt, sind allein für die Rezepte. Einige Rezepte sind wirklich gut und ich habe sie ausprobiert. Da ich selten Fisch esse und noch weniger die, die man in diesem Buch findet, habe ich geschaut, was ich gerne mag. Der Einkauf war günstiger, als gedacht, wobei ich dazu sagen muss das ich mir auch das passende rausgesucht habe.

Einige Mittagessen findet ihr bei „Männer- Specials So wirst du richtig satt!“ Falls ich es als Frau nicht kochen und essen durfte entschuldige ich mich hiermit vielmals. -Sarkasmus aus-
In diesem Teil findet ihr übrigens sehr leckere Gerichte, auch die Frauen. Zum Beispiel eine Thunfischpizza der etwas anderen Art, allerdings braucht man dafür 5 Dosen Thunfisch, was natürlich ins Geld geht.
Als Nachtisch oder Abendbrot kann man herrlich einen der Obst- Milch – Bausteine (Für die Energie nach dem Sport) zaubern.

Im Grunde hat dieses Buch also auch einige positive Seiten – die Rezepte. Meine Meinung? Vergesst das Konzept das dahinter steht und seht dieses Buch nur als Kochbuch an, denn es gibt sehr leckere, gesunde, einfache Dinge, die ihr nachmachen könnt und die sehr gut schmecken. Stresst euch nicht, genießt euer Frühstück ob mit oder ohne Kohlenhydrate. Anstatt Weißbrot nehmt Körnerbrot, anstatt Mett einfach ne Scheibe Putenwurst. Wir alle wissen, was gesund ist und was nicht, aber man soll sich ja auch nicht alles verbieten.

Bewertung vom 30.08.2015
Moyes, Jojo

Ein ganzes halbes Jahr


ausgezeichnet

2007 hat der gesunde, lebenslustige Will einen tragischen Unfall. Er wird von einem Motorrad angefahren und erleidet schwere Verletzungen. Er ist Tetraplegiker und kann nur kaum merklich seine Hand bewegen. Ab dem Zeitpunkt ist er auf Unterstützung angewiesen.
Zwei Jahre später lernen wir die quirlige Louisa kennen, die ihren Job in einem Café sehr liebt. Doch als ihr Chef sie plötzlich kündigt, da das Café geschlossen wird, weiß sie nicht wohin. Der Weg führt sie in ein Jobcenter und nach einigem hin und her bekommt sie eine Stelle bei einem Schwerbehinderten. Sie ist sich nicht sicher ob sie die geeignete Person für diesen Job ist, doch ihr wird versichert das sie keinerlei Pflegerischen Tätigkeiten ausüben soll, sondern lediglich eine Art Freundin sein, die das Haus auch ein wenig in Ordnung hält. Dort lernt sie Will kennen, ihren neuen Arbeitgeber. Die beiden zicken sich erst ein wenig an, bevor sie sich wirklich die Möglichkeit geben sich kennenlernen und es bildet sich allmählich so eine Art Freundschaft. Irgendwann erfährt Lou, warum sie wirklich dort eingestellt wurde. Will hat versucht sich das Leben zu nehmen und sie ist eher eine Art Aufpasserin und sie soll ihn umstimmen, denn Will gibt seiner Familie nur sechs Monate, bevor sie ihm in die Schweiz zu Dignitas begleiten sollen, wo er sterben möchte. Louisa ist entsetzt, aber sie mag Will und will ihn mit aller Macht umstimmen. Wird sie es schaffen, ihn in sechs Monaten zu überzeugen, dass das Leben Lebenswert ist?!

Dieses Buch ist sehr Gefühlvoll geschrieben. Man merkt, wie viel die Autorin da hinein gesteckt hat. Ich habe sowohl gelacht, als auch mindestens soviel geweint. Es hat mich sehr berührt. Allerdings hatte ich auch selber mit mir einen Kampf, denn einerseits wollte ich als Leser, dass Louisa es schafft Will zu überzeugen und andererseits hab ich ihn einfach total verstanden, weshalb er diesen Weg gehen möchte. Ich persönlich muss gestehen, dass ich mir auch nicht vorstellen kann ein Leben wie Will zu führen. Ich habe viel Respekt vor den Menschen, die ihren Lebenswillen trotz allem nicht verlieren, aber ich selber könnte es mir einfach nicht vorstellen. Und ich bin der Meinung das kein anderer über seinen eigenen Tod entscheiden sollte, als man selber. Wie viele Menschen gibt es, die einen Suizid begehen? Vielleicht würden sie lieber Würdevoll in der Nähe ihrer liebsten sterben. Natürlich bin ich dafür das man vorher erst alles an Hilfe bekommt, die es gibt und alles versucht, aber es gibt eben auch Fälle in denen man nicht viel tun kann. Versteht mich nicht falsch. Ich glaube an Gott und das er etwas für jeden einzelnen geplant hat und ich glaube, dass er es ist, der uns erlösen sollte. Aber hat er gewollt, dass Menschen Leben müssen, die so nicht Leben können, weil es einfach nicht der Natur ihrer Person entspricht, die er selber geschaffen hat und diese Person nur noch unter Schmerzen leiden muss? Die Meinungen werden viel auseinander gehen und dies ist auch gut so.
Jojo Moyes hat es auf jedenfall geschafft das ich mir viele Gedanken darum mache und mich in diesem Buch verloren hatte. Zum Glück hatte ich genug Taschentücher zur Hand.

6 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.08.2015
Pracht, Beate

Das Herz, unser Glücksmuskel


ausgezeichnet

In diesem Buch geht es nicht darum Druck zu ertragen oder mehr auszuhalten, sondern unser Leben so zu verändern, dass das Leben zu uns passt und der Druck von alleine geringer wird. Glück kommt nicht immer von alleine, aber wir haben die Möglichkeit das Glück durch positive Gefühle zu beeinflussen. Es geht auch nicht darum, das schmerzhafte zu verdrängen, sondern zu lernen damit umzugehen und die schönen Dinge wahrzunehmen und zu genießen. Beate Pracht stellt uns hier ein systematisches Trainingsprogramm zusammen aus Übungen für Körper, Emotionen, Geist und Beziehungen. Um einige Probleme des Alltags zu veranschaulichen gibt es sogar ein paar Beispiele, diewir alle kennen und dennoch reagieren wir oft falsch und dies löst eine Kettenreaktion aus. Wir kümmern uns heutzutage viel zu selten um uns selbst, um unsere Bedürfnisse und unsere Individualität. Körper und Geist gehören einfach zusammen. Ich habe diese beiden Jahrelang getrennt und habe deshalb massive Probleme beides wieder in Einklang zu bringen. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat, ist der Teil mit dem summen und singen. Dies soll den Körper entspannen. Jedoch hilft es nur, wenn man dabei nicht nachdenkt. Eine Freundin hat mir mal ein Schild geschenkt auf dem „ Sing like nobody is listening“ steht. Ein sehr guter Satz, wie ich finde. Denn nur, wenn wir frei von jedem Gedanken singen, kann es unsere Stimmung aufhellen. Ich selber merke dies oft. Auch wenn ich meine Nachbarn gerne mit meinem gesumme und gesinge quäle, aber, wenn ich wirklich nur bei mir bin und in voller Lautstärke trällere, ohne darüber nachzudenken, wie schief meine Töne und wie falsch der Text dabei ist, dann bin ich gleich viel besser drauf.
In einem Teil in dem Buch möchte Beate Pracht uns erklären, wie Gedanken sich auf die Realität auswirken. Doch dies tut sie anhand von Quantenphysik. Ich war die ganze Zeit so begeistert von ihrem Schreibstil und der Verständlichkeit, doch auf diesen Seiten habe ich leider nur Bahnhof verstanden.
In diesem Buch sind wirklich einige Übungen. Einige gehen schnell und brauchen nicht viel, andere nehmen ein wenig Zeit in Anspruch. Diese Übungen sind keine Pflicht. Sie zeigen nur das wir selber etwas ändern können und wenn es nur kleine Schritte sind, ist es auch nicht schlimm. Machen sie alles in ihrem Tempo. Auch ich muss einige Übungen davon täglich anwenden. Andere muss ich selber erst Testen. Ich hoffe ich werde meinen Lebensrhythmus finden.
Das Inhaltsverzeichnis hilft, wenn man mal wieder etwas nachschlagen möchte. Bei Ratgebern finde ich dies sehr nützlich, weil man nicht alles nochmal durchschauen muss, wenn man etwas bestimmtes sucht.
Ich persönlich habe gemerkt das Beate Pracht weiß wovon sie redet und habe mich gut aufgehoben gefühlt! Sie arbeitete 15 Jahre lang als Sporttherapeutin in einer Psychosomatischen Klinik, bevor sie 2007 ihr eigenes Unternehmen Gründet. Unter anderem bietet sie Erlebnisseminare an. Der Kern des Teams bilden Beate Pracht und ihre fünf Lamas Hannibal, Dancer, Caruso, Kasimir und Diego. Aber es sind auch ein paar nette Zweibeiner vertreten, wie z. B. Die Businesstrainerin Andrea Eikelmann. Jeder ist hier willkommen und wird herzlich in Empfang genommen, wie ich selber erfahren durfte. Man spürt das sie ihre Arbeit mit Mensch und Tier liebt. Das Gehege der Lamas befindet sich im Gesundheitspark Nienhausen in Gelsenkirchen. Beate Pracht arbeitet mit den unterschiedlichsten Menschen. Mit denen die unter Burn- out leiden, Führungskräften oder Menschen die einfach ein tolles Erlebnis machen wollen. Im therapeutischen Bereich arbeitet sie außerdem mit Menschen mit Behinderungen oder traumatisierten Menschen. Ganz wichtig ist hier, dass man sich wirklich auf das Erlebnis einlässt. Nur so kann man es wirklich genießen.
Auch wenn wir von Lamas viel lernen können, hat leider nicht jeder die Möglichkeit eines zu halten. Aber dafür gibt es ja die Prachtlamas.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.08.2015
Klementovic, Roman

Verspielt


sehr gut

Nachdem Martin völlig erschöpft, nach einem harten Arbeitstag nach Hause kommt, fehlt von Maria jede Spur. Komisch, dabei ist doch heute der Abend in der Woche, den sie immer gemeinsam verbringen. Nach einer Dusche schaut er die Post durch und erfährt, wieso Maria nicht zuhause ist. Sie wurde entführt.

Fast zur selben Zeit bekommt Klaus einen weiteren Brief, in dem steht, das seine Schwester Christine entführt worden sein soll. Klaus ist kein netter Mensch und er hat einige Feinde, doch wurde seine Schwester wirklich entführt, um ihn unter Druck zu setzen?

Die Regeln des Entführers sind klar:

Keine Polizei
niemand anderer darf davon erfahren
Jeden Abend um 23:59 Uhr kommt ein Anruf. Wird dieser angenommen, muss gesagt werden, weshalb ihre liebsten entführt worden sind.
Wird falsch geantwortet, bedeutet das den Tod
Wenn gar nicht geantwortet wird, bedeutet es große Schmerzen
Zweifelt er an der Ehrlichkeit, haben sie das Leben verspielt
Nach drei Tagen ohne (richtige) Antwort tötet er sie.



Mein erster Gedanke bei diesen Regeln: Wie soll man seinen Liebsten retten, wenn man keinen Anhaltspunkt hat und sich mit niemandem austauschen kann. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass zu wenig unternommen wird. Einzig Martin gräbt tiefer im Leben seiner Frau. Er hat es aber auch einfacher, da er mit dem Opfer zusammen wohnt. Klaus hatte es schwerer. Er wohnt nicht mit seiner Schwester zusammen und hat kaum Kontakt zu ihr. Allerdings hatte dieser auch eher sein wohl im Sinn, als das seiner Mitmenschen. Und doch merkte man so etwas wie Mitgefühl, als es um seine Schwester ging.

Robert Mück der Bezirksinspektor hat derweil mit anderen Problemen zu kämpfen. Die Unstimmigkeiten mit seinem Chef haben diesen veranlasst Mück zur Suchtermittlung versetzen zu lassen. Warum musste er sich auch immer mit ihm anlegen? Dort bekommt er es prompt mit Klaus zu tun, der in dubiose Geschäfte involviert sein soll. Er soll ihn unauffällig beschatten. Dies wird allerdings schwieriger als gedacht.
Mück hat mich fasziniert. Er hat mehr hinter manchen Dingen gesehen und ist ihnen nachgegangen. Nicht jeder würde so handeln, gerade weil er dadurch große Schwierigkeiten bekommen könnte.
Doch viel wichtiger ist. Können Martin und Klaus ihre Liebsten retten?!

Ich kämpfe mit mir, was diesen Krimi angeht. Einerseits war er sehr gut geschrieben, so das man sich nicht durchquälen musste. Der Inspektor war schlau und hat alles von ganz allein herausgefunden. Andererseits kam mir für einen Krimi diese Kriminalarbeit viel zu kurz und auch von den Opfern las man viel zu wenig, so das bei mir persönlich die Spannung ausblieb. Einzig am Schluss war ich dann mit mehr Herzblut beim lesen dabei. Man liest viel Wiener Akzent, was vielleicht nicht für jeden angenehm ist. Mir persönlich hat es ein wenig die Ernsthaftigkeit des Krimis genommen. Mir ist klar, das die Menschen in Wien wohl so reden, doch dies zu lesen fand ich persönlich etwas eigenartig.

Bewertung vom 03.08.2015
Seifried, Victoria L.

Liebe zum Nachtisch


ausgezeichnet

Helena ist 26 Jahre alt und in einer festen Beziehung. Diese läuft jedoch nicht besonders gut. Ihr Freund beachtet sie kaum. Wenn sie in seine Wohnung möchte, muss sie den Hintereingang nutzen. Warum eigentlich? Selbst seine Schwester hat seinen Wohnungsschlüssel. Seit dem diese bei Rainer zu Besuch ist meldet er sich gar nicht mehr. Lügt er sie vielleicht an und betrügt sie? Oder ist er einfach nur ein Vollidiot? Sie hat keine Lust mehr zu Hause zu sitzen und die ganze Zeit ihr Handy anzustarren und zu warten das er sich bei ihr meldet. Sie ruft kurzerhand ihre beste Freundin Friederike an und fragt, ob sie etwas unternehmen. Zum Glück ist diese gerade in einer Themenbar und erklärt Helena den Weg dorthin. Im „KLO“, so heißt die Bar erblickt sie einen wunderschönen Mann an der Bar und möchte ihn ansprechen. Rainer interessiert sich ja sowieso nicht für sie, also kann sie sich auch ein wenig Bestätigung woanders holen. Doch als sie an der Bar ankommt ist er plötzlich verschwunden. Kurze Zeit später ist Helena so deprimiert, dass sie einfach nur noch nach Hause will, verabschiedet sich und läuft zum Busbahnhof. Dort taucht auch dieser schöne Mann wieder auf und stellt sich als Jeffrey vor. Spontan gehen die beiden spazieren, reden viel, verstehen sich sofort und verabreden sich für den nächsten Abend. Sie besuchen ein Planetarium und entfernen sich draußen von der Gruppe, um heißen, wilden Sex im Wald zu haben. Doch nach diesem Date müssen sie sich auch schon verabschieden, denn Jeff wird bald in der Firma seines Onkels arbeiten. In New York. Die nächsten Tage verbringt Helena mit Gedanken an Jeff und die gemeinsame kurze Zeit, bis ihr Kleiderschrank plötzlich auf sie fällt und sie kaum noch Luft bekommt. Dem Ende nah, denkt sie über ihr Leben nach. Hat sie wirklich ihre Zeit mit einem Mann verschwendet, der sie nicht genug Respektiert? Muss es wirklich so enden? Und wieso denkt sie mehr an Jeff, als an Rainer? Leider ist ihr Handy nach der Schrankattacke total geschrottet, dass sie Jeffrey nicht einfach anrufen kann, doch da sie ihn einfach nicht vergessen kann, ist sie das erste Mal in ihrem Leben mutig und bucht einen Flug nach New York. Sie weiß nicht wo er wohnt, sie weiß nicht wo er arbeitet und sie hat nicht mal seinen Nachnamen. Auch, wenn die Chancen nicht sehr groß sind ihn zu finden. Sie muss es versuchen und ihm ihre Liebe gestehen.

Ein sehr toller Roman, den man einfach so durchlesen könnte. Die Autorin erzählt diese Geschichte witzig und aufregend. Man hat das Gefühl man selber würde diese Dinge erleben und fiebert mit Helena. Ich persönlich habe mir nur gedacht. DAS ist wirklich mutig. Sie folgt einem Fremden Mann nach New York, den sie grade erst kennengelernt hat. Vielleicht war New York ja nur eine Ausrede für ihn, vielleicht will er sie gar nicht wiedersehen oder wollte nur eine Aufregende Nacht mit ihr. Die ganze Zeit wollte ich die Antwort auf meine eigenen Fragen und habe sie irgendwann auch bekommen. Die „7 Regeln gegen schlechte Laune“ von ihrer besten Freundin sind der Hammer, aber auch ihre eigene Idee, dass das Shoppen von der Krankenkasse finanziert werden sollte und wieso finde ich übrigends ausgesprochen logisch und ich denke das zumindest jede Frau mir zustimmen wird, wenn wir ein tägliches Budget fürs Shoppen verschrieben bekommen wollen!^^

Bewertung vom 15.07.2015
Konrad, Sandra

Liebe machen


sehr gut

Meine Leser wissen, das ich sehr gerne Ratgeber über Liebe, Verhalten etc. lese. Natürlich steht in vielen das gleiche, doch es ist immer auch eine Auffrischung. Es ist sehr wichtig, wie ein Ratgeber geschrieben ist, denn dieser kann einen schnell langweilen oder zur Qual werden. Die Aufteilung dieses Buches hat mir sehr gut gefallen. Anhand des Inhaltsverzeichnis kann man auch einfach mal mittig aufschlagen, um die Dinge zu erfahren, die einen interessieren, oder eben manche Teile auszulassen, die einem nicht so zusagen. In dem Buch stehen viele verschiedene Fallbeispiele von Paaren, die in Frau Konrads Paartherapie kamen. Bei manchen konnte die Beziehung gerettet werden und bei anderen nicht. Dieses Gleichgewicht von schaffen und scheitern finde ich sehr gut, denn nicht immer kann man eine Beziehung retten. Auch die Fallbeispiele sind verständlich erklärt und manchmal weiß man schon, bevor es vorbei ist. Denn jeder hat für sich persönlich Dinge, die nicht mit einer Beziehung vereinbar sind. Für andere sind diese Gründe vielleicht kein Trennungsgrund und sie geben ihrem Partner eine zweite Chance. Schlecht wird es erst, wenn aus der zweiten Chance eine dritte, vierte, fünfte, … wird. Das die eigene Kindheit und die Rolle der Bezugspersonen eine Große Rolle spielt, war für mich nicht unbedingt etwas neues, allerdings habe ich diesen Zusammenhang, diese gravierenden Auswirkungen noch nie so detailliert und verständlich lesen dürfen. Wir werden im Kindesalter schon für unsere späteren Beziehungen geprägt. Vielleicht helfen diese Dinge auch dem Partner, wenn man solche Bindungs- bzw. Beziehungsprobleme hat besser zu verstehen, warum man so reagiert wie man reagiert und so ist, wie man ist. Wichtig ist, dass man mit seinem Partner darüber reden kann, denn nur so kann derjenige einem vielleicht auch Verständnis entgegenbringen. Doch noch wichtiger ist, sich selbst zu lieben. Denn wie will man jemand anderen lieben, wenn man dies nicht mal bei sich selber schafft?! Aber auch Selbstliebe kann nicht ohne fremde Liebe entstehen. Es ist wichtig jemanden zu haben, der an einen glaubt, oder einen liebt. Ob es ein Familienmitglied, ein Freund oder sogar ein Tier ist. Man bekommt immer einen Spiegel vorgesetzt aus dem man etwas lernt. Dieses Buch ist schonungslos ehrlich, was auch mich ein bisschen schockiert (aber positiv) hat. Ich habe viel über mich lernen dürfen durch dieses Buch. Nicht immer war es schön und ich selber musste über einiges nachdenken. Aber wollen wir das nicht auch? Etwas dazulernen? Etwas ändern? Nicht immer ist es einfach, meistens ist es sogar richtig hart und man muss alleine die Wahl treffen, was man aus diesen Erkenntnissen macht. Nicht immer geht dies von heute auf morgen, auch wenn es vielleicht das Beste wäre. Viele Menschen versuchen ihre Beziehung mit Kindern zu retten. Kinder ändern alles, aber die Beziehung nicht unbedingt ins positive. In diesem Buch findet ihr viele Tipps, die man auch ohne Paartherapeut beherzigen kann. Wenn es allerdings zu große Probleme sind, sollte man immer einen Fachmann zu Rate ziehen! Bei einem Streit ist es wichtig, auch mal zu versuchen sich in den Partner zu versetzten und somit ein wenig Verständnis für seine Sichtweise zu zeigen. In einem Fallbeispiel ging es um das Entschuldigen und Verzeihen. Beides sind sehr wichtige Dinge. Dieses Falbeispiel handelte aber über das Fremdgehen. Das mag jeder anders sehen, ob man einen Seitensprung verzeihen kann, oder nicht, das mag ich gar nicht abstreiten. Aber es ging darum es nicht immer wieder als Druckmittel einzusetzen, wie z. B. „ Du bist schon mal fremdgegangen“. Wenn man verzeiht, sollte man es nicht nur so dahin sagen, das ist mir vollkommen bewusst. Jedoch finde ich es verständlich, wenn dieses Thema des öfteren wieder auftritt, denn so etwas vergisst man nicht einfach so.

Bewertung vom 05.07.2015
Pommerening, Felicitas

Freunde fürs Lieben


ausgezeichnet

Ich muss gestehen, dass ich Fins Idee, mit seiner besten Freundin ein Kind zu bekommen, gar nicht so komisch finde. Ich finde es sogar sehr einleuchtend und ich finde, dass dieses Model sehr gut funktionieren kann. Freunde kennen sich sehr gut, vielleicht sogar besser, als es ein Partner jemals tun könnte. Man kennt die Fehler des anderen und weiß, ob man damit Leben kann oder nicht. Andererseits will man doch auch ein Kind aus Liebe zeugen, oder etwa nicht? Natürlich können auch Beziehungen oder Ehen auseinander gehen, aber der Anfangsgedanke sollte doch eine Zeugung aus Liebe sein und nicht eine aus Vernunft, weil man weiß es könnte weniger schiefgehen. Außerdem ändert ein Kind sehr vieles. Hält die Freundschaft dies aus? Ist man auch in Erziehungsfragen der selben Ansicht oder bekommt man es gemeinsam hin? Aber wie erklärt man einer neuen Beanntschaft, wie man sein Kind bekommen hat, wie es zuhause läuft? Und wie ist es, wenn ein neuer Partner auftaucht? Wie erklärt man dies dem Kind? Ist der andere Elternteil Eifersüchtig, obwohl man keine Beziehung hat? Und das wichtigste- Wie geht man damit um, wenn sich plötzlich einer der beiden in den anderen verliebt und diese Liebe unerwidert bleibt? Mir persönlich gefällt diese Idee eigentlich immer noch sehr gut. Aber nur eigentlich, denn ich bin da doch der altmodische Typ und möchte das mein Kind aus Liebe gezeugt wird. Ob es so kommen wird und ob diese Beziehung dann hält, steht natürlich auf einem anderen Stern. Ich denke, jeder muss selber wissen, was das Beste für einen ist!

Dieses Buch war einfach große Klasse! Ab und zu wäre ich am liebsten in das Buch gesprungen und hätte gerne den einen oder anderen in Schlamm geschubbst oder ihnen mal vor den Kopf geschlagen. Da das natürlich nicht ging, musste ich mir das ein oder andere mal eben selber an den Kopf schlagen. Ich wollte die Protagonisten einfach nur anschreien und sagen, was sie jetzt machen sollen. Aber das macht ein gutes Buch eben aus.

Bewertung vom 28.06.2015
Vieten, Michael E.

Der Fall Siebenschön / Christine Bernard Bd.1


ausgezeichnet

Christine Bernard hat ihre Eltern verloren, ihr Freund hat sie betrogen und sie hat vor kurzem ihre Arbeitsstelle gewechselt. Ganz schön viel für eine junge Frau, doch Christine gibt nicht so schnell auf. Nachdem ein Nachbar von Hartmut Schröder ihn bei der Polizei meldet, weil seine Frau Andrea Schröder und ihre sieben Kinder verschwunden sind, nehmen die Polizisten des K1 direkt den Fall auf und möchten Hartmut Schröder vernehmen. Doch schon bei dem ersten treffen, wehrt sich dieser ohne Grund. Auf dem Hof der Familie erblicken sie nur Verwahrlosung und Verwesen. Der Hund liegt schon Tod in der Wäschekammer und wird zerfressen.. Hartmut Schröder will nur mit Christine reden und nicht mit ihren männlichen Kollegen. Sie freut sich über ihre erste Chance sich richtig zu beweisen, doch verfolgt Herr Schröder einen ganz anderen Plan. Als sie einen weiteren Anhaltspunkt zum Aufenthalt der Familie haben durchsuchen sie das Grundstück erneut. Christine entdeckt dabei eine eigenartige Flüssigkeit und vergiftet sich dadurch mit einem Kontaktgift das sehr schnell wirkt. Ihr wird schwarz vor Augen. Wird sie es schaffen?

Ich muss gestehen, ich kann nicht viel über das Buch schreiben. Ab und zu hat man das ja. Es ist ein wirklich guter Krimi, der mir sehr gefallen hat. Aber ich habe nichts zu beanstanden oder irgendetwas, das man besonders erwähnen muss. Der Schreibstil ist Flüssig und das Buch liest sich wunderbar. Viele Charaktere aus Atemlos 1 und Atemlos 2 sind in diesem Buch zu finden, bleiben sich treu und werden einem immer sympathischer, was mir sehr gut gefallen hat. Und trotzdem kann man dieses Buch lesen, ohne die beiden anderen Teile zu kennen.