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Benutzername: Curin
Wohnort: Bielefeld
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Danksagungen: 14 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 293 Bewertungen
Bewertung vom 11.02.2019
Das Erwachen / H.O.M.E. Bd.1
Siegmund, Eva

Das Erwachen / H.O.M.E. Bd.1


gut

Zoe ist Schülerin an einer Eliteakademie, wo sie für eine spätere Mission ausgebildet wird. Als sie dann plötzlich in einem Krankenhaus aufwacht, meint sie erst, eine weitere Prüfung ihrer Lehrer bestehen zu müssen. Jedoch muss sie erfahren, dass sie angeblich schon seit Jahren im Koma liegt und sich wohl alles nur eingebildet hat. Doch sagt man ihr wirklich die Wahrheit?
,,H.o.m.e. - Das Erwachen" ist eine Dystopie, die mitten in Deutschland spielt und das Thema Wasserknappheit aufgreift. Ich erwartete vor dem Lesen eine spannende Handlung mit vielen Überraschungen, doch leider blieb die Geschichte meistens flach und bis auf wenige gute Momente konnte mich die Autorin nicht überzeugen.
Alles wird aus der Sicht von Zoe geschildert und man bekommt anfangs einen kleinen Einblick in die Zeit in der Akademie und erlebt auch mit, wie sie plötzlich aus dem Koma erwacht.
Was hier noch so vielversprechend beginnt, entwickelt sich schnell zu einer vorhersehbaren Handlung, die für mich nicht immer ganz logisch war. Es gibt jedoch immer wieder gute Szenen, wo gerade die Auswirkungen der Wasserknappheit im Alltag der Berliner Bevölkerung richtig verdeutlicht werden. Gerade diese Momente sind immer wieder schnell vorbei und werden nicht ausgebaut, wodurch aus meiner Sicht viel Potenzial verschenkt wird.
Zoe ist ein junges Mädchen, die einen sehr merkwürdigen Charakter hat. Auf der einen Seite wirkt sie taff und stark, aber dann wieder nachgiebig und fast schon hilflos. Ich wurde mit ihr nicht warm und fand auch ihre Beziehung zu Jonah, einem jungen Mann aus der Academy mehr als seltsam.
Sympatisch waren mir nur ihr kleiner Bruder und Kip, der zwar ein bisschen schräg, aber irgendwie nett und nicht so verbissen rüber kommt. Er wirkte auf mich am authentischsten.
Eva Siegmund schreibt passend für ein Jugendbuch sehr kurzweilig und gut lesbar. Leider verschenkt sie viel Potenzial durch oftmals unlogische und vorhersehbare Teile in der Handlung und Figuren, die nicht echt rüber kommen. Generell finde ich die Idee zu dem Roman sehr gut, aber es hapert doch deutlich an der Umsetzung. Gerade das Ende habe ich als haarsträubend und wenig überzeugend empfunden.
Insgesamt ist ,,H.o.m.e - Das Erwachen" eine Dystopie, die aus meiner Sicht noch nicht ganz ausgreift ist. Ich empfehle sie deshalb nur bedingt weiter.

Bewertung vom 07.02.2019
Das Tal der Puppen
Susann, Jacqueline

Das Tal der Puppen


sehr gut

1945: Die junge Anne möchte ihrer Heimatstadt entfliehen und träumt von einem unabhängigen Leben in New York. Dort beginnt sie, bei dem bekannten Staranwalt Henry Bellamy zu arbeiten und lernt Neely und Jennifer kennen, die beide ganz nach oben wollen. Bald schon geraten alle drei in einen Strudel des Erfolgs, der nicht nur gute Seiten in ihnen hervorbringt... .
Jacqueline Susan hat diesen Roman vor über 50 Jahren veröffentlicht, aber er hat nichts an Aktualität und Brisanz verloren. Auch wenn viele Szenen darin die Leute heute nicht mehr so schockieren wie früher, sieht man doch noch sehr deutlich, wie schwer der Aufstieg zum erfolgreichen Star ist und zu welchen Mitteln dabei gegriffen wird.
Anne ist die eigentliche Protagonistin des Buches und war auch meine Lieblingsfigur. Sie kommt zwar gerade zu Anfang ein wenig naiv rüber, aber sie hat das Herz am rechten Fleck und ist für die damalige Zeit sehr modern eingestellt. Sie möchte nicht wie alle anderen Frauen in ihrem Alter jung heiraten, sondern unabhängig sein. Leider gerät sie im Verlauf der Handlung immer wieder an falsche Menschen und begegnet dem verhängnisvollen Lyon Burke.
Während Anne einfach Klasse besitzt, sind ihre Freundinnen Neely und Jennifer immer nur auf ihren eigenen Vorteil aus. Gerade an den beiden kann man später sehr gut sehen, wie schnell der Erfolg einem zu Kopf steigen kann und das dann oft nur noch Drogen und Schlafmittel helfen, um tagsüber die gewohnte Leistung abrufen zu können.
Jacqueline Susann schreibt sehr flüssig und obwohl das Buch mit seinen ca. 600 Seiten sehr dick ist, kann man es verhältnismäßig schnell durchlesen. Man möchte einfach immer wissen, wie es mit den Figuren weitergeht und was als nächstes passiert. So ist das Buch nie langatmig, sondern regelrecht spannend und auch unterhaltsam.
Jedoch gibt es auch Stellen im Roman, wo ich kurz das Buch zuschlagen musste, weil es dann doch ein bisschen viel war.
Insgesamt ist ,,Das Tal der Puppen" ein spannender und wie ich finde auch realistischer Roman, der einfach zeigt, wie es oft wirklich im Showbusiness aussieht. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.

Bewertung vom 04.02.2019
So verführerisch / Broken Darkness Bd.1
O'Keefe, M.

So verführerisch / Broken Darkness Bd.1


sehr gut

Auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann ist Annie McKay auf einem Trailerpark gelandet. In ihrem Wohnwagen klingelt plötzlich ein fremdes Handy und am anderen Ende der Leitung ist ein Mann namens Dylan, der ihr allein mit seiner Stimme und seiner Art Vertrauen einflösst. Bald schon entsteht zwischen den beiden ein intimes Verhältnis, welches sich am Telefon abspielt... .
Die Autorin hat hier eine etwas düstere erotische Geschichte geschrieben, die viel Spannung enthält, aber teilweise auch etwas zu klischeehaft rüberkommt. Man erlebt die Handlung meistens aus der Sicht von Annie, die wirklich Schlimmes hinter sich hat und einfach nur einen Neuanfang will. Dabei ist sie in dem heruntergekommenen Trailerpark gestrandet, wo sie mehr und mehr auch mit den anderen Bewohnern in Kontakt kommt.
Mir persönlich hat Annie sehr leid getan und man sieht bei ihr deutlich, wie schwer es für Frauen ist, von einem brutalen Mann wegzukommen. Die Autorin lässt sie leider oft ein bisschen klischeehaft als das unschuldige Mädchen vom Land rüberkommen, dass sich auf den bösen Jungen Dylan einlässt, den sie nur vom Telefon kennt. Genau das ist auch einer meiner Kritikpunkte, denn eigentlich würde man ja erwarten, dass sie sich nicht wieder so schnell auf einen Mann, dazu noch auf einen Fremden, einlässt.
In nur wenigen Kapiteln erlebt man Dylan, der auch eine schlimme Vergangenheit hat und sehr zurückgezogen lebt. Er ist der typische Badboy, der reich ist, Probleme hat, aber sehr männlich und dominant rüber kommt. Als Figur mochte ich ihn allerdings sehr gerne.
Die Autorin schreibt sehr gut lesbar mit vielen Details und hat geschafft, auch neben der eigentlichen Telefonbeziehung zwischen den Protagonisten eine tolle Nebenhandlung zu entwerfen. So besteht das Buch nicht nur aus erotischen Szenen, sondern lebt auch von Annies Erlebnissen auf dem Trailerpark, wo sie unterschiedliche Leute, wie den alten Mann Ben kennen lernt. Mir persönlich waren einige Szenen im Buch zu viel des Guten und alle, die keine Bücher mit Erotik mögen, sollten hier die Finger von lassen.
Auch gab es im Roman eine Stelle, wo Annie Dylan etwas aus ihrer Vergangenheit erzählt, was ich eindeutig als Missbrauch deuten würde. Leider wurde von den Figuren genau dieses Erlebnis eher als heiß und erregend dargestellt, was aus meiner Sicht absolut nicht in Ordnung ist.
Gerade im zweiten Teil des Buches, wo die Beziehung zwischen den beiden sich noch weiter entwickelt, aber immer wieder ins Stocken gerät, entstanden bei mir viele Fragezeichen. Hier schafft es die Autorin nicht, glaubhafte Erklärungen abzuliefern. Auch den Cliffhänger am Ende der Geschichte fand ich natürlich fies, aber ich hatte mit der Situation ehrlich gesagt schon irgendwie gerechnet.
Insgesamt ist ,,Broken Darkness" ein spannender und unterhaltsamer Roman mit kleinen Schwächen. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.

Bewertung vom 04.02.2019
Die Sünden aus der Vergangenheit
Pettrey, Dani

Die Sünden aus der Vergangenheit


gut

Der ehemalige Scharfschütze Griffin McCray arbeitet als Park Ranger auf den Schlachtfeldern von Gettyburg und entdeckt dort eine Leiche. Gemeinsam mit der forensischen Anthropologin Dr. Finley Scott und dem FBI beginnt er zu ermitteln, doch irgendjemand möchte mit aller Gewalt verhindern, dass die Leiche identifiziert und der Mörder gefunden wird... .
Nachdem mich die ,,Alaska-Reihe" der Autorin schon sehr begeistert hat, waren meine Erwartungen bei dem neuen Buch von Dani Pettrey entsprechend hoch. Dieses Mal konnte sie mich zwar wieder mit glaubhaften und authentischen Figuren überzeugen, aber die Handlung wirkte auf mich teilweise unrealistisch und irgendwie auch übertrieben künstlich auf Spannung getrimmt.
Ich brauchte auch mehr Zeit als gewöhnlich bei einem Buch, um mich richtig einzulesen und mit den Figuren vertraut zu werden. Sie werden aus meiner zu schnell eingeführt und nötige Hintergrundinformationen werden oft erst spät beiläufig erwähnt. So war mir lange nicht klar, woher Griffin Parker und Declan vom FBI kennt und warum sie so verhalten miteinander umgehen.
Griffin und Finley sind die Figuren, die meistens im Mittelpunkt der Handlung stehen. Beide schleppen eine schwere Vergangenheit mit sich herum, die sie stark geprägt und verändert hat. Dennoch halten sie beide an ihrem Glauben an Gott fest, was durch immer wieder kleine Gebete in der Handlung deutlich wird.
Dani Pettrey schreibt wie gewohnt flüssig und gut lesbar. Allerdings gelingt es ihr diesmal nicht so gut, die verschiedenen Szenarien zu beschreiben. So konnte ich mir beispielsweise Gettyburg mit seinen Schlachtfelder nicht richtig vorstellen. Auch finde ich die Entwicklungen zwischen Griffin und Finley nicht sehr überzeugend dargestellt.
Insgesamt konnte mich ,,Die Sünden der Vergangenheit" nicht ganz überzeugen. Für bleibt dieses Buch weit hinter der Alaska-Reihe zurück. Dennoch empfehle ich es hier gerne weiter.

Bewertung vom 02.02.2019
Winter
Schaefer, Barbara

Winter


ausgezeichnet

Während viele Menschen sich im Winter lieber verkriechen und auf den Frühling warten, freut sich Barbara Schaefer auf die kalte Jahreszeit und bereist Länder am liebsten, wenn dort die Seen zufrieren und der Schnee gefallen ist.
In diesem Buch erzählt sie von ihren vielen Reisen und erklärt viele Phänomene, wie die Entstehung des Polarlichts und was es mit der sogenannten Winterdepression auf sich hat.
,,Winter: Eine Liebeserklärung" ist ein wunderschön gestaltetes und zum Teil biographisch angehauchtes Buch, indem Barbara Schaefer einmal die die kalte Jahreszeit in den Mittelpunkt stellt. Ihr ist es nach wenigen Seiten gelungen, mich mit ihrer Liebe zum Winter anzustecken. Es ist einfach einerseits richtig spannend, was sie beispielsweise in einem Zug auf der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn und am Baikalsee erlebt, aber es ist auch unheimlich interessant, wie sie bestimmte Dinge rund um Kälte und Schnee erläutert.
Man hat beim lesen gar nicht das Gefühl, ein Sachbuch in der Hand zu halten und ich fühlte mich die ganze Zeit über gut unterhalten. Das Schöne ist hier auch, dass man alle Kapitel unabhängig voneinander lesen und so einfach nach Lust und Laune im Buch stöbern und sich einen Abschnitt herausgreifen kann.
Aus meiner Sicht gelingt es der Autorin sehr gut, den Winter in den Mittelpunkt zu stellen und damit auch deutlich zu machen, wie wichtig es ist, gegen den Klimawandel vorzugehen und diese ganz besondere Jahreszeit zu erhalten.
Insgesamt ist ,,Winter: Eine Liebeserklärung" ein sehr schönes und angenehm lesbares Buch, welches mir sehr gut gefallen hat. Auch als Geschenk eignet es sich sicher gut. Gerne empfehle ich es hier weiter.

Bewertung vom 01.02.2019
Wer ist Michael Swann?
Reardon, Bryan

Wer ist Michael Swann?


weniger gut

Als in einer New Yorker U-Bahnstation eine Bombe explodiert, ändert sich Julias Leben schlagartig. Eben hat sie noch mit ihrem Mann Michael telefoniert, der sich am Anschlagsort befand und erfährt dann, dass man ihn für einen der Täter hält. Doch kann es wirklich sein, dass ausgerechnet ihr Ehemann zu so einer Tat fähig ist oder verdächtigt man den Falschen?
Bryan Reardon hat hier einen Roman mit einem sehr aktuellem Thema geschrieben, der mich neugierig gemacht hat, aber leider meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Statt eines spannenden und rasanten Thriller, den ich mir gewünscht hätte, zieht der Autor viele Teile der Handlung in die Länge. So war das Buch für mich teilweise sehr zäh zu lesen und konnte mich überhaupt nicht mitreißen.
Sehr detailliert wird erzählt, wie Julia auf die Nachricht reagiert, dass ihr Mann am Tatort war. Hier wird tatsächlich sehr realistisch dargestellt, wie sie erst an der Hoffnung festhält, dass Michael noch leben könnte und alles dafür tut, um ihn zu finden. Selbst als sie damit konfrontiert wird, er könnte der Täter gewesen sein, hält sie zu ihm. Für mich war Julia die einzige Figur, die wirklich glaubhaft und authentisch rüber kam.
Einen großen Teil der Handlung wird auch aus der Sicht von Michael Swann erzählt. Hier wird haarklein berichtet, wie er aus der U-Bahnstation läuft und scheinbar hilflos und mit einem Gedächtnisverlust durch die Straßen irrt. Dabei verpasst ihn Julia später immer wieder nur kurz. Gerade diese Szenen habe ich als langweilig empfunden.
Bryan Reardon schreibt flüssig, aber geht an vielen Stellen zu sehr ins Detail. Seine Idee zum Buch ist eigentlich sehr gut, aber leider schafft er es nicht, sie wirklich authentisch umzusetzen und verliert sich darin, zu beschreiben, was seine Figuren gerade machen und denken und bringt dabei die Handlung nicht voran. Erst zum Schluss des Thrillers entsteht etwas Spannung und es gibt eine Wendung, die ich so nicht erwartet hätte.
Insgesamt ist ,,Wer ist Michael Swann" ein langatmiger Roman, aber für mich definitiv kein richtiger Thriller. Daher empfehle ich das Buch hier auch nur bedingt weiter.

Bewertung vom 27.01.2019
Fehltritt / Doggerland Bd.1
Adolfsson, Maria

Fehltritt / Doggerland Bd.1


sehr gut

Als die Frau ihres Chefs tot aufgefunden wird, muss Kommissarin Karen Eiken Hornby die Leitung des Ermittlungsteams übernehmen. Leider gibt es nur wenige konkrete Hinweise auf einen Täter und auch sonst war die Ermordete nicht sehr beliebt. Bald schon stellt Karen fest, dass irgendein Ereignis in der Vergangenheit etwas mit dem Tod der Frau zu tun hat... .
Mit ,,Doggerland" hat die Autorin Maria Adolfson nicht nur einen spannenden Kriminalroman geschrieben, sondern auch noch zusätzlich eine längst verschwundene Inselgruppe so mit eingebaut, als würde sie in unserer Zeit wirklich noch existieren. Man braucht zwar eine gewisse Zeit, um sich einzulesen und es gibt auch immer wieder längere Phasen, wo die Handlung feststeckt, aber dann passiert wieder etwas und man möchte unbedingt weiterlesen.
Die Protagonistin Karen ist von Anfang an keine Sympathieträgerin. Mich hat schon sehr gestört, dass sie morgens verkatert neben ihrem Chef aufwacht und dies vor den Kollegen verheimlicht. Andererseits wirkt sie durch solche Fehler auch sehr menschlich und irgendwie auch echt. Mir hat bei ihr die Art gefallen, wie sie ermittelt und wie sie ihr Gegenüber analysiert. Man merkt, dass sie schon sehr scharfsinnig ist und auch mal um die Ecke denkt.
Maria Adolfsson schreibt flüssig und gut lesbar und hat es wirklich geschafft, einen tollen Krimi zu schreiben. Allerdings hätte die Handlung noch spannender und weniger langatmig sein können. Manchmal hat man beim lesen einfach den Eindruck, es passiert seitenweise gar nichts. Gelungen ist allerdings die Beschreibung von Doggerland. Wenn man es nicht wüsste, würde man wirklich denken, dass es diese Inselgruppe in der Nordsee mit ihrer rauhen Landschaft und dem Austernfest tatsächlich gibt.
Insgesamt ist ,,Doggerland" ein guter und durchdachter Kriminalroman, der bis auf kleine Schwächen wirklich gut geschrieben ist. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.

Bewertung vom 18.01.2019
Das Schlaf-gut-Buch
Strunz, Ulrich

Das Schlaf-gut-Buch


sehr gut

Wer des Nachts nicht gut schläft, ist auch tagsüber nicht fit und kann nicht seine volle Leistung abrufen. Mit diesem weit verbreiteten Problem hat sich der Mediziner Dr. med. Strunz beschäftigt und zeigt in diesem Buch, wie man durch eine gezielte Ernährung, Sport und Entspannung in der Nacht wirklich zur Ruhe kommt und Schlafstörer bekämpft.
Von diesem Ratgeber habe ich erwartet, gut umsetzbare Tipps zur erhalten, die auch alltagstauglich sind und wirklich etwas bringen. Jetzt nach dem Lesen kann ich sagen, dass ich auf jeden Fall viel Neues zum Thema Schlaf gelernt habe und einiges für mich persönlich mitnehmen konnte.
Dr. med. Strunz erklärt in der ersten Hälfte des Buches viel Allgemeines über das Schlafen. Man erfährt, welche Phasen es dabei gibt, welche Hormone gebildet werden müssen und vor allem auch, womit wir selber oft unbewusst einen guten und tiefen Schlaf verhindern. Wer sich schon einmal selbst mit der Thematik beschäftigt oder andere Bücher dazu gelesen hat, wird hier sicherlich einiges wiedererkennen.
Besonders interessant waren für mich die Kapitel, in denen man ganz konkret erfährt, wie man sich richtig ernähren soll und was man weglassen soll. Dabei betont der Autor immer wieder, wie unnötig Kohlenhydrate sind und wie gut gesunde Fette und Proteine den Schlaf fördern.
Dr. med. Strunz schreibt gut verständlich und schafft es, einem die Inhalte wirklich näher zu bringen. Auch lässt er immer wieder Dankesbriefe seiner Patienten mit einfließen, die davon berichten, wie eine Umstellung ihnen geholfen hat. Ich konnte für mich persönlich zwar einige Tipps mitnehmen, aber fand das Buch im Gegensatz zu Strunz anderen Werken doch etwas schwächer.
Insgesamt ist ,, Das Schlaf-gut-buch" ein nützlicher Ratgeber, indem erklärt wird, wie der Schlafprozess abläuft und wie man selber zu einem guten Schlaf beitragen kann. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.

Bewertung vom 13.01.2019
Jahre aus Seide / Das Schicksal einer Familie Bd.1
Renk, Ulrike

Jahre aus Seide / Das Schicksal einer Familie Bd.1


weniger gut

Als Kaufmannstochter genießt Ruth eine fast unbeschwerte Jugend und wächst behütet auf. Beim Händler Merländer lernt sie Seide zu verarbeiten und trifft dort auch Kurt, mit dem sie sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen kann. Doch mit der Machtergreifung Hitlers beginnt für die jüdische Familie eine schwere Zeit... .
,,Jahre aus Seide" ist der Auftakt einer Trilogie von Ulrike Renk, die hier die Geschichte einer jüdischen Familie erzählt, die auf einer wahren Begebenheit beruht. Für mich war es das erste Buch der Autorin und leider ist es ihr nicht ganz gelungen, mich zu begeistern und richtig zu überzeugen.
Allerdings merkt man schon, dass sie richtig gut recherchiert hat und so auch detailreich Ruth Meyers Geschichte erzählen kann. Dennoch kam die Atmosphäre der gesamten Zeit nicht richtig rüber und die Figuren wirkten auch nicht richtig echt und lebendig.
Ruth Meyer lernt man im Buch schon als Kind kennen und erlebt dann mit, wie ihr Interesse an Seide, aber auch an Kurt wächst. Sie war mir zwar sympatisch, aber sie hat auch eine etwas komische perfektionistische Art. Irgendwie wirkte ihr ganzer Charakter auf mich zu konstruiert.
Ulrike Renk schreibt zwar gut lesbar und einfach, aber irgendwie gelingt es ihr nicht, die richtige Atmosphäre zu kreieren und die Geschichte glaubhaft darzustellen. Auch habe ich die Dialoge in den Szenen nicht als natürlich, sondern als gestellt empfunden und konnte mir nicht vorstellen, dass sich jemand so unterhält. Eigentlich ist es sehr schade, dass das Buch so viele Schwächen hat, da das Thema wirklich immer noch wichtig ist und gerade in unserer Zeit nicht in Vergessenheit geraten darf.
Insgesamt konnte mich Ulrike Renk mit ,,Jahre aus Seide" nicht überzeugen. Daher empfehle ich das Buch hier nicht weiter.

Bewertung vom 11.01.2019
Miss Daisy und der Mord unter dem Mistelzweig / Miss Daisy Bd.11
Dunn, Carola

Miss Daisy und der Mord unter dem Mistelzweig / Miss Daisy Bd.11


gut

Über Weihnachten ist die frisch verheiratete Daisy Dalrymple gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihrer Familie auf ein Anwesen in Cornwall eingeladen. Neben einigen Unannehmlichkeiten verläuft das Fest in friedlichen Bahnen, doch dann wird in einer alten Kapelle eine Leiche gefunden... .
Für mich war das der erste Krimi aus der Reihe um Miss Daisy, der mich nur teilweise überzeugen konnte. Mir hat beim lesen allerdings gleich das historische Setting gefallen. Die Handlung spielt 1923 auf einem etwas veraltetem Anwesen, das etwas gruselig daher kommt und auch einige seltsame Bewohner hat. Dazu kommt durch den Schnee und das Weihnachtsfest noch eine gemütliche Stimmung auf.
Miss Daisy war mir von Anfang an sympatisch, aber so richtig echt und authentisch fand ich sie nicht. Ihre ganze Art wirkte auf mich zu konstruiert genauso wie viele Szenen im Buch, die mich nicht überzeugen konnten.
Carola Dunn schreibt gut lesbar und schafft es mit vielen Beschreibungen, einem das Anwesen sowie seine Bewohner und Gäste vor Augen zu malen. Leider ist die Handlung an vielen Stellen etwas zäh und es dauert auch lange, bis überhaupt so etwas wie Spannung aufkommt. Teilweise hat mich das Buch sogar gelangweilt und konnte mich nicht richtig unterhalten sowie meine Erwartungen erfüllen.
Insgesamt ist ,,Miss Daisy und der Mord unter dem Mistelzweig" ein stimmungsvolles Buch, aber für mich leider kein Kriminalroman. Deshalb empfehle ich es nur bedingt hier weiter.