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Benutzername: 
mari87
Wohnort: 
Euskirchen

Bewertungen

Insgesamt 26 Bewertungen
Bewertung vom 13.02.2016
Ich bin dann mal ganz anders
Schreiner, Jennifer

Ich bin dann mal ganz anders


gut

„Ich bin dann mal ganz anders“ ist ein Roman von Jennifer Schreiner, erschienen 2016.

Inhalt:
Anna ist Ende 20, Single, lebt noch bei ihrer Mutter, Dauerstudentin, tolpatschig und rothaarig. Sie ist ziemlich unzufrieden mit sich selbst und ihrer Familie. Ihre Schwester ist einfach nur perfekt und sie wird immer mit ihr verglichen. Annas Mutter mischt sich überall ein und ist kuppelwütig, arrangiert die schlimmsten Blind-Dates.
Nach einer unglücklichen Familienfeier beschließt Anna ihr Leben zu ändern. Ab sofort führt sie drei verschiedene Leben, optisch als auch charakterlich.

Meine Meinung:
Das Buch wirkt optisch frisch und modern. Die Aufmachung ist schön gemacht. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen. Die Charaktere haben ihre eigenen Persönlichkeiten. Die Handlung ist ziemlich witzig und frisch beschrieben.
Was mir nicht gut gefällt – es ist einfach zu viel des Guten. Die Szenen sind teilweise chaotisch und langatmig beschrieben. Es sind viele Klischees vorhanden, die zuerst lustig waren, aber nach der x-ten Wiederholung langweilig. Einige Szenen sind ziemlich unrealistisch und verwirrend dargestellt.

Fazit:
Von dem Buch habe ich insgesamt mehr erwartet, war dann leider nicht ganz meins gewesen.

Bewertung vom 11.02.2016
Der Bund der Zwölf
Pharo, Miriam

Der Bund der Zwölf


ausgezeichnet

„Der Bund der Zwölf ist ein Roman von Miriam Pharo, erschienen 2016.

Eine mysteriöse Krankheit geht durch Europa: Die Methusalem-Seuche, bei der Menschen in Sekunden Altern und an Alterschwäche sterben. Vincent und Magali betreiben in Paris einen Nachtclub und befürchten ausbleibende Kunden, wodrauf sie sich auf die Suche nach den Ursachen für die Seuche begeben. Eine spannende Suche beginnt. Ihre Suche birgt Gefahren, sie schaffen sich Freunde und gefährliche Feinde. Dazu lernen wir Annas Lebensgeschichte kennen. Sie ist eine stumme Musikerin aus dem Orchester „Die zwei Welten“. Mehr will ich zum Inhalt aber nicht verraten.

Ein fantastischer und fesselnder Roman. Ein spannender Zusammenhang aus Mystik, Magie, Musik, Liebe und Drama. Der Leser verreist in die goldenen 1920er Jahre und Paris. Die Protagonisten sind charakterstark und von der Autorin klar beschrieben. Das Cover ist sehr schön gestaltet. Ein historischer Kriminalroman, der absolut lesenswert ist.

Bewertung vom 05.02.2016
Muttergehäuse
Klemm, Gertraud

Muttergehäuse


ausgezeichnet

„Muttergehäuse“ ist ein Roman von Gertraud Klemm und ist 2016 im Kremayr & Scheriau Verlag erschienen.

Die Aufmachung ist im Hardcover und wirkt hochwertig und stabil. Das Cover hat ein ungewöhnliches Muster in blau-und orangtönen und sticht direkt ins Auge.

Der Titel ist auch außergwöhnlich. Er vermittelt Härte und Schutz gleichzeitig. So ungewöhnlich wie der Titel ist auch der Roman.

Es war mein erstes Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe.
Der Roman handelt von einer Frau mit unerfüllten Kinderwunsch, unglücklich mit den eigenen Körper und der Gesellschaft. Sie entscheidet sich zu Adoption. Ein schwieriges Thema und eher ein Tabuthema.
Es ist in drei große Kapitel unterteilt:
Mutter: Da handelt es sich um die kinderlose Frau, die mit ihrem Schicksal hadert, wütend auf ihren Körper ist.
Papier: Der Weg zur Adoption. Unglaublich komplizierte Weg über Papierberge und Bürokratie und dem Entsetzen der Gesellschaft, dass man sich dafür entscheidet.
Kind: Das Leben mit dem adoptierten Kind. Mutterglück und doch anders sein und auffallen müssen.

Der Roman hat mich im warsten Sinne des Wortes umgehauen und bewegt. So wortgewaltig. Man erlebt die Gefühle, Wut, Verzweiflung, Unglück der kinderlosen Protoganistin hautnah mit und kann sich sich in die schlimme Lage hineinversetzen. Auch die Hoffnung, Bürokratie, Anstrengungen zur Adoption. Das Glück mit dem adoptierten Kind, der Wut auf die Gesellschaft, die Adoption als was „anderes“ betrachten.

Es ist kein Roman, den man als Gute-Nacht-Geschichte lesen kann. Nein, ich musste viel nachdenken. Es sind viele Emotionen, die gelesen werden und hochkommen. Es gibt Ungerechtigkeit und Wut und die Gesellschaft, über die man beim Lesen nachdenkt. Mit hat das Buch sehr gut gefallen, ein Roman den ich so noch nicht gelesen habe und kann ihn trotz, oder wegen dem schwierigen Thema weiterempfehlen.