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Benutzername: Sonnenschein
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Bewertungen

Insgesamt 82 Bewertungen
Bewertung vom 17.09.2020
Das Kind der Wellen
Martin, Rebecca

Das Kind der Wellen


ausgezeichnet

Die Tochter von Lisa ist in den Fluten des Meeres verschwunden. Lisa kann nicht wieder in ihre altes Lebens zurückkehren und kommt deshalb an die Nordsee in das Ferienhaus der Familie. Sie beginnt das Haus mit Hilfe des Schreiners Lars und seinem Sohn Jonas zu renovieren. Dabei findet Lisa Notizen zu einem Märchen über eine Meerjungfrau. Die drei haben den Verdacht, das es sich hier um Tatsachen handeln könnte. Sie finden heraus, das 1920 schon einmal eine Frau hier ihr Kind auf tragische Weise verloren hat. Und auch, dass die Einheimischen damals von Mord redeten.

Die Autorin Rebecca Martin lässt in diesem Roman wechselnd die Gegenwart und die Vergangenheit erzählen. Eine spannende Lektüre über Liebe, Leid und Familie, die interessant aufgebaut und flüssig geschrieben ist. Man kann sich wunderbar in die Geschichte mit all ihren Protagonisten hinein versetzen. "Das Kind der Wellen" ist eine fesselnde Unterhaltung, die ich gerne weiter empfehle.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.09.2020
Das Haus (eBook, ePUB)
Monti, Olivia

Das Haus (eBook, ePUB)


sehr gut

Ein Gebäude mit winzigen Wohnungen, das ist das Haus. Und mit dem Tod des Studenten Enis Al Agha beginnt hier das Unheil. Dann wird der ein oder andere weitere Mieter tot aufgefunden oder verschwindet spurlos. Da ist sich Frau Rauhaar sicher, einer der Hausbewohner kann nur der Mörder sein. Nadja Knoll, eine Parapsychologin, meint, das Haus könnte ein Unglückshaus sein. Ein verfluchter Ort, an dem das Haus selbst Schuld trägt. Hinter den Fällen ist jedenfalls kein Muster zu erkennen und die Polizei tappt im Dunkeln.

Wie in jedem größeren Mietshaus lässt die Autorin Olivia Monti auch in ihrem Krimi viele unterschiedliche Personen Einzug halten. Die Protagonisten, ihre Taten und ihr Handeln werden sehr bildlich dargestellt. Ein flüssiger Schreibstil lässt einen diese Lektüre kaum aus der Hand legen. Spannend und Interessant geht es hier auf Spurensuche und Mörderjagd. Der Krimi hat einen durchgängig roten Faden und ist eine fesselnde Unterhaltung.

Bewertung vom 13.09.2020
Jahresringe
Wagner, Andreas

Jahresringe


ausgezeichnet

Für Leonore ist Heimat der Wald in der Umgebung des kleinen Dorfes zwischen Köln und Aachen. Hier hat sie als ostpreußische Vertriebene Zuflucht und ein Zuhause gefunden. Aber als ihr Sohn Paul Zwölf Jahre alt ist passiert das Unglaubliche: der Braunkohleabbau beginnt. Ihr großer Trost, der Wald, muss weichen und das Dorf soll umgesiedelt werden. Später werden Pauls zwei Kinder sich als Gegner des Tagebaus gegenüber stehen. Der Sohn Jan ist Führer eines Schaufelradbagger-Giganten und die Tochter Sarah gehört zu den Hambacher-Forst-Besetzern.

Mit "Jahresringe" hat Andreas Wagner einen bemerkenswerten Debüt-Roman geschrieben. Es ist eine sehr beeindruckende Familiengeschichte über drei Generationen. Man kann sich hier wunderbar in die einzelnen Protagonisten hineinversetzen und die Motive zu deren Handeln und Taten sind gut nachvollziehbar. Der flüssige und unaufgeregte Schreibstil ist da noch zu erwähnen. Die Frage "Was bedeutet Heimat" ist in dieser berührenden Geschichte einfühlsam dargestellt. "Jahresringe" hat mir nicht nur sehr gut gefallen, sondern auch zum Nachdenken angeregt.

Bewertung vom 12.09.2020
Das Glück so leise
Lastella, Leonie

Das Glück so leise


sehr gut

Sam taucht nach zehn Jahren überraschend bei seiner Großmutter Henriette auf, um von ihr viel Geld zu fordern. Henriette ist die Gutsbesitzerin vom Gestüt Auweide. In dieser Idylle lebt sie mit der gehörlosen Lillian und deren Tochter. Lillian sieht in Sam eine Bedrohung und möchte ihn so schnell wie möglich wieder loswerden, denn für sie ist Henriette die Familie. Dach über Umwege bahnt sich das Glück auch hier seinen Gang.

Wechselnd wird in "Das Glück so leise" die Geschichte von Lillian und Sam erzählt. Die Autorin Leonie Lastella hat die Protagonisten wunderbar mit all ihren Wünschen, Fehlern, guten und vermeintlich schlechten Seiten dargestellt. Die Geschichte ist berührend und kurzweilig in einem flüssigen Schreibstil verfasst. Ich konnte mich gut hinein versetzen und habe diese lockere Unterhaltungs-Lektüre sehr genossen.

Bewertung vom 10.09.2020
Plant Tribe: Vom glücklichen Leben mit Pflanzen
Josifovic, Igor; De Graaff, Judith

Plant Tribe: Vom glücklichen Leben mit Pflanzen


ausgezeichnet

Die Bestsellerautoren Igor Josifovic und Judith de Graaff von den "Urban Jungle Bloggers" erzählen, wie Pflanzen unsere Wohnungen verschönern und bereichern. Meine Vorstellung von diesem Sachbuch war eine völlig Falsche und bin hier sehr positiv überrascht worden. Sicher, es werden Zimmerpflanzen vorgestellt mit kreativen Deko- und Stylingideen. Weiter geht es auch um den richtigen Standort, das Wässern und Düngen sowie um das Umtopfen und den Umgang mit Schädlingen. Aber es werden auch Pflanzen vorgestellt, die das Raumklima reinigen bzw. verbessern. Und dann werden noch verschiedene Personen in ihren jeweiligen Pflanzenoasen vorgestellt. Alles in Allem ein wunderschönes, modernes Buch über Zimmerpflanzen mit tollen Fotos von Jules Villbrandt. Es zeigt sich mal wieder, das wir auch unser Grün lieben müssen um gesund und glücklich zu sein.

Bewertung vom 02.09.2020
Schmiedeeisensommer
Schröder, Ursula

Schmiedeeisensommer


ausgezeichnet

Der Gutshof der Familie von Velendorff kann nur durch einen Investor gerettet werden. In Westfalen stehen die von Velendorffs 1860 vor dem finanziellen Ruin. Aus Düsseldorf kommt Rettung in Gestalt des vermögenden Jakob Kemper. Pauline von Velendorff kann durch eine Heirat mit ihm die Familie vor dem Abgrund retten. Nun ist Jakob Kemper jedoch nicht nur reich, er ist auch der uneheliche Sohn eines Dienstmädchens. Pauline stimmt einer Verbindung letztendlich zu und nach der Eheschließung kommt es in ihrem neu bezogenen Herrenhaus zu vorsichtigen Annäherungen. Doch Jakob steht Paulines Glauben skeptisch gegenüber und so drohen die anfänglichen Gefühle zu versanden. Eine ehemalige Geliebte Jakobs lassen weitere Zweifel in Pauline auftauchen.

Der Roman "Schmiedeeisensommer" von Ursula Schröder erzählt von zwei starken Protagonisten und Charakteren, die aus unterschiedlichen Verhältnissen stammen. Ein interessanter und unterhaltsamer Roman, der gut nachvollziehbar eine ungewöhnliche Partnerschaft aufzeigt. Ein flüssiger Schreibstil und die detaillierte Darstellung lassen noch genug Freiraum für die eigene Fantasie. Eine gute Unterhaltung ist diese Lektüre vor einem historischen Hintergrund allemal.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.09.2020
Aus allen Wolken fällt man auch mal weich
Korte, Valerie

Aus allen Wolken fällt man auch mal weich


ausgezeichnet

Das perfekte Leben von Julia spielt sich nur auf Instagram statt. In ihrem Online-Shop verkauft sie selbst designte Armbänder und mit denen setzt sie sich top gestylt in Szene. Tatsächlich aber lebt sie als alleinerziehende Mutter der kleinen Fee in einer kleinen Wohnung ohne jeden Luxus. Dann begegnet Julia dem Bildhauer Alex, den sie heimlich beobachtet.

"Aus allen Wolken fällt man auch mal weich" das ist genau das Motto, was man hier Julia nur wünschen kann. Dieser Roman ist natürlich ein locker, leichter Liebesroman. Aber er bietet noch viel mehr. Sympatische Protagonisten in die man sich auch wunderbar hineinversetzten kann. Und da ist noch der flüssige Schreibstil, mit dem Valerie Korte mit vielen kleinen, fantasievollen Geschichtchen einen sehr unterhaltsamen Roman geschrieben hat. Modern, witzig und äußerst unterhaltsam ist diese Lektüre, die man durchaus in einem Rutsch verschlingen kann.

Bewertung vom 31.08.2020
Dänische Schuld / Gitte Madsen Bd.2 (eBook, ePUB)
Gronover, Frida

Dänische Schuld / Gitte Madsen Bd.2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

In der dänischen Ferienidylle Marielyst tun sich dunkle Abgründe auf. Gitte Madsen hat sich gut in ihrer neuen Heimat und Beruf als Bestatterin eingelebt. Aber die Ruhe ist trügerisch, denn bei einem Restaurant-Besuch fällt ein anderer Gast tot vom Stuhl. Ehe Gitte sich versieht ermittelt sie in einem neuen Fall. Denn die Pilzvergiftung des Toten entpuppt sich schnell als ein Giftmord.

In "Dänische Schuld" lässt die Autorin Frida Gronover wieder einmal ihre Bestatterin Gitte Madsen über einen Mord stolpern. Nicht nur Gitte auch andere altbekannte Protagonisten tauchen hier wieder auf. Und es gibt viele neue Personen, die auch ausreichend dargestellt sind. Auf sympatische Art und Weise wird Gittes Leben nicht nur von der Mörderjagd beeinflusst. Auch ihr privates und berufliches Leben ist unterhaltsam zu lesen. Interessant, etwas skurril, spannend und immer flüssig geschrieben ist dieser Cosy-Krimi. Eine empfehlenswerte, kurzweilige Mörderjagd, die mir sehr gefallen hat.

Bewertung vom 31.08.2020
Gipskind
Kögl, Gabriele

Gipskind


ausgezeichnet

Andrea wächst in der engen bürgerlichen Welt der sechziger Jahre auf. Gabriele Kögls Roman zeichnet jedoch nicht nur ein Leben im familiären Korsett nach, sondern vor allem die Entwicklung eines starken Charakters und die gelingende Emanzipation der unterschätzten Bauerntochter zu einer selbstbestimmten jungen Frau.

In "Gipskind" wird das schwierige Leben eines Problemkindes bis zur jungen Erwachsenen aufgezeichnet. Und Gabriele Kögl gelingt dies auf eine interessante und auch spannende Art und Weise. Gleichzeitig emotional und unterhaltsam wird Andrea hier bei ihrer Entwicklung begleitet. Man konnte sich wunderbar in diese recht kleinbürgerliche Welt hineinversetzen. Ein flüssig zu lesender Schreibstil hat ebenfalls zum Gelingen dieses Romans beigetragen. Diese Lektüre werde ich sicher nochmals lesen, denn sie hat mir sehr gefallen.

Bewertung vom 30.08.2020
Die Richterin
Mischkulnig, Lydia

Die Richterin


weniger gut

Gabriele ist Richterin und somit in einer Machtposition. Sie trifft täglich Entscheidungen, die für Menschen von lebensbedeutender Wichtigkeit sind. Denn Gabriele kann Asyl gewähren. Und das bedeutet für die Asylsuchenden: können sie in dem Land, in dem sie Schutz suchen, bleiben?

Das soll hier ein feinsinniger Roman mit unterschwelligem Sog und psychologischem Tiefgang sein. In Lydia Mischkulnigs Roman "Die Richterin" habe ich dies leider vollkommen vermisst. Vielmehr geht es hier um die Geschichte einer Frau, die nun mal vom Beruf Richterin ist. Und hier verliert sich dann auch alles. Es geht hauptsächlich um irgendwelche privaten Dinge, die Ausführungen über ihr Richterdasein gibt es nur am Rande. Und in kurzen, regelmäßigen Abständen kam dann auch schon der nächste Gedankengang. Für mich fehlt in dieser Lektüre einfach der rote Faden. Und das sowie der Schreibstil hat mich auch beim Lesen sehr gelangweilt. Um als anspruchsvolle Literatur zu gelten, dazu gehört für mich mehr. Auch wenn ein wenig zum Nachdenken anregte, hier kann ich keine Empfehlung weiter geben.