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Benutzername: Kissss
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Bewertungen

Insgesamt 116 Bewertungen
Bewertung vom 09.05.2013
The Strain Volume 1
Lapham, David

The Strain Volume 1


gut

Der Kontakt zu der Boeing 777 auf dem JFK International Airport in New York bricht wenige Minuten nach der Landung ab. Polizei und die Leute von der Seuchenbekämpfung sind sofort zur Stelle, darunter Dr. Ephraim Goodweather, der entsetzt feststellen muss, dass alle Menschen an Bord der Maschine tot sind. Alle bis auf drei und die benehmen sich bald sehr eigentümlich...

Optisch reißt dieses Werk zwar keine Bäume aus, dafür passt das Düstere der Illustrationen gut zur Geschichte. Schwarz dominiert die Bilder und neben dem Rot des Blutes sind die Farben eher kühl. Dadurch kommen die Verletzungen besser zur Geltung und wirken noch schockierender. Auf Hintergründe wird weitgehend verzichtet und auch sonst sieht man wenig von der Umgebung. Durch unterschiedliche Perspektiven und die "Bewegungen" der Figuren wirken die Szenen dynamisch. Übrigens sind die Protagonisten eher einfach, aber gut zu unterscheiden. Die Oma, der Nazi und einige andere ältere Herrschaften sehen allerdings seltsam aus mit diesen Wülsten im Gesicht und Falten, die eher wie Kratzer aussehen. Seitenzahlen fehlen. Printed in China.

Die Handlung ist sehr konventionell und birgt dadurch keinerlei Überraschungen. Wie üblich wird die Bedrohung zu spät erkannt, niemand glaubt Ephraim und seiner Kollegin Nora und es stellt sich die Frage, wie die "Seuche" eingedämmt werden kann. Nach dem eher müden Einstieg nimmt die Handlung jedoch Fahrt auf und da den Figuren ein Privatleben zugestanden wurde, sind sie mir inzwischen sympathisch und ich würde daher schon gerne erfahren, wie es mit ihnen weitergeht. Der zweite Sammelband erscheint im Juni diesen Jahres, der Abschlussband (Vol. III) kommt hingegen erst 2014.

Bewertung vom 01.05.2013
The Stuff of Legend Book 3: A Jester's Tale
Smith, Brian; Raicht, Mike

The Stuff of Legend Book 3: A Jester's Tale


ausgezeichnet

Die Gruppe bricht langsam auseinander: Max blieb im Dschungel zurück, Jester ist auf der verzweifelten Suche nach der Prinzessin und der Rest versucht, sich den Weg aus der Dunkelheit freizukämpfen...

Endlich lernt man den Jungen ein wenig kennen, für den die Spielzeuge solch große Gefahren auf sich nehmen. Wozu der Boogeyman ihn braucht, wird allerdings noch immer nicht verraten. Dafür gibt es jede Menge Auseinandersetzungen, eine tragische Liebesgeschichte, ein unverhofftes Wiedersehen und viele lose Enden, bei denen nicht anzusehen ist, wie und wann sie weitergeführt werden. Meiner Meinung nach ist "A Jester's Tale" rundum gelungen.

Bewertung vom 01.05.2013
Dead Space
Johnston, Antony

Dead Space


ausgezeichnet

Bram Neumann arbeitet als P-Sec Sergeant für das private Unternehmen CEC, welches auf fernen Planeten nach Rohstoffen sucht, um diese anschließend abzubauen. Als Teil der Sicherheitsmannschaft obliegt es ihm, die seltsamen Vorfälle zu untersuchen, die seit dem Fund eines sogenannten Markers auftreten. Verbale Auseinandersetzungen und immer öfter auch Ausbrüche offener Gewalt machen ihm zu schaffen und die Sekte der Unitologists, die ihre gesamte Religion auf Alienartefakten wie den Marker aufgebaut hat, will diesen jetzt für sich...

Optisch gefällt mir "Dead Space" ausnehmend gut, schließlch habe ich es gekauft, weil Ben Templesmith sein Können beigesteuert hat. Dabei sind die Figuren nicht sonderlich realistisch mit ihren klauengleichen Händen, den großen Augen und den ungelenken Bewegungen. Auch sonst sind die Illustrationen wenig detailliert, Hintergründe fehlen oft ganz und vieles wird nur angedeutet. Trotzdem transportieren die Bilder eine genial unheimliche Stimmung, aufgrund der herrschenden Düsternis, der spärlichen Beleuchtung, welche vor allem die vor Angst aufgerissenen Augen hervorhebt und die grotesk mutierten Gestalten, deren Formen man oft nur erahnen kann.

Die beiden ersten "Dead Space"-Spiele habe ich schon durch und bin gerade am dritten Teil. Was könnte mir ein Comic noch bieten? Nun, zunächst einmal erfährt man hier die Vorgeschichte, also die Geschehnisse kurz bevor die USS Ishimura bei der Minenkolonie ankam. Es treten neue Charaktere auf, bei denen man wider besseren Wissens hofft, sie mögen dieses Grauen überleben. Das macht diesen Comic so aufregend und durch die teils unscharfen Zeichnungen kann man die Panik und die Hektik der Verfolgten sehr gut nachvollziehen. Außerdem gibt es eine Erklärung dafür, wie der Marker auf den Menschen wirkt, der Lasercutter hat seinen ersten Auftritt, ebenso wie Issac Clarke. Meiner Meinung nach hält "Dead Space" das, was es verspricht: Es ist spannend, blutig und fängt die klaustrophobische Stimmung des Vorbildes gut ein.