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Greenie_Apple

Bewertungen

Insgesamt 242 Bewertungen
Bewertung vom 16.04.2020
Litsek, Bastian

Das kleine Coronavirus Handbuch - Von A wie Klopapier bis Z wie Fledermaus (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Lachen ist gesund!

„Die Welt geht unter, aber wir haben Senf, Wurzelbürsten und medizinischen Badezusatz!“ - An dieses Zitat aus „Pappa ante Portas“ musste ich sofort denken, als es mit den Hamsterkäufen losging.
Wir ersetzen es einfach durch Klopapier, Nudeln und Mehl - und ich frage mich die ganze Zeit nur WARUM? Niemand sperrt uns wirklich ein, wir dürfen einkaufen gehen und ich wünsche allen Hamsterkäufern von Mehl die Motten an den Hals! Daher kam dieses Buch hier gerade goldrichtig.
Litsek gibt den coronageplagten Lesern in seinem Buch Antworten auf ‚überlebenswichtige‘ Fragen zu diesem Thema. Aber immer mit einer gehörigen Portion Sarkasmus. Und genau dafür liebe ich diese Broschüre, wie er es nennt, da ich mittlerweile genug Leute getroffen habe, die ihren Humor komplett verloren haben und in dieser für viele sicher auch harten Zeit lieber in Depressionen verfallen, statt sich ein kleines Stück Optimismus zu bewahren. Wobei ich Kapitel 23 leider tatsächlich selbst schon erlebt habe.
Ich konnte herzhaft lachen, es spricht mir aus der Seele und für alle, die sich noch ein klitzekleines bisschen Humor bewahrt haben oder wiederfinden wollen, ist es wirklich wärmstens zu empfehlen!

Bewertung vom 12.04.2020
Fröhling, Heike

Wo Wellen niemals enden


ausgezeichnet

Auf der Suche nach dem Leben

Katharina verlässt ihre Familie, weil sie ihnen nicht das gleiche Schicksal antun möchte, das sie mit ihrer Mutter ereilte. Diese verstarb schon früh an Demenz und Katharina kümmerte sich bis zu deren Tod rührend um sie, während sie nebenbei noch die Familie und die Arbeit zu bewältigen hatte. Ein eigenes Leben kannte und wollte sie nicht. Doch nachdem sich auch bei ihr die ersten Anzeichen der Krankheit zeigen, lässt sie ihr altes Leben hinter sich, gibt alles auf und landet über Umwege in Irland. Hier lernt sie das Leben von einer ganz anderen Seite kennen und lieben. Einen nicht unwesentlichen Teil trägt auch der Tierarzt Odhran dazu bei. Doch haben die beiden eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft? Als Katharina bereits nicht mehr daran glaubt, kommt es zu einer ungeahnten Wendung. Für welches Leben wird sie sich entscheiden?
Die Autorin entwirft eine Kulisse, in die man direkt hineinfallen kann. Man sieht die Bilder vor sich, träumt sich nach Irland, fühlt, liebt, lacht und leidet mit Katharina. Ihre innere Zerrissenheit hat mich mitgenommen auf eine Reise mit unbekanntem Ziel. Die unterschiedlichen Mentalitäten, die Herzlichkeit, mit der die Figuren Irlands beschrieben werden (und die Menschen dort sind wirklich so!) und im völligen Kontrast dazu das deutsche Spießbürgertum (natürlich sind wir nicht alle so! ;-)) kommen sehr gut rüber. Und nicht zuletzt natürlich auch die Tiere, die in der Geschichte vorkommen. Meiner Meinung nach hätte ihnen ruhig noch mehr Platz eingeräumt werden dürfen.
Das Cover dazu ist das Irland, wie ich es kennen und lieben gelernt habe in seiner Urwüchsigkeit. Einfach perfekt, da es auch meines Erachtens den Seelenzustand Katharinas gut beschreibt. Auf der einen Seite wirkt es irgendwie idyllisch, andererseits zeigt es aber auch eine gewisse irische Melancholie auf - das Haus liegt einsam an einer Klippe - eine ständige Gratwanderung.
Ich habe mir mehrfach die Frage gestellt, ob ich wie Katharina gehandelt hätte, ob ich wirklich alles einfach stehen und liegen lassen könnte. Ich denke nicht, ob wohl ich sie ein bisschen um das Leben in Irland beneidet habe, denn ich liebe dieses Land! Aber es gehört auch viel Mut dazu und natürlich hatte sie ihre besonderen Gründe, auch wenn ich nicht so überstürzt gehandelt hätte. Dennoch finde ich es faszinierend, mit wie wenig Sachen man doch eigentlich auskommen kann, wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert, wie unwichtig materielle Dinge eigentlich sind.
Ein wunderbares Buch zum Nachdenken über das Leben, die Liebe und wie schnell sich alles ändern kann.

Bewertung vom 04.04.2020
Lerg, Andreas

Machs gut Dicker - Für Männer, die schlank, fit, stark und gesund werden wollen


weniger gut

Für Neueinsteiger in Ordnung

Das Buch vom Journalisten Andreas Lerg ist, wie er selbst mehrfach erwähnt, nichts wirklich Neues. Es ist eine recht gute Zusammenfassung für die, die sich noch nie mit dem Thema beschäftigt haben, für alle anderen eher eine kleine Auffrischung. Mich hat es vor allem gereizt, weil ich mich bereits viel mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt habe und sehen wollte, welche der vielen Theorien der Autor für sich verfolgt. Außerdem sollte es ja vor allem für Männer sein und ich habe einen zu Hause, der sich auch ein bisschen genauer mit der Materie beschäftigen wollte.
Lerg erzählt von seiner eigenen Situation, die ihn dazu bewegte, das Buch zu schreiben. Es geht um Nährstoffgruppen, Diätenwahn und warum dieser nichts bringt, Trainingstipps, die allerdings einigen Physiotherapeuten eher graue Haare bereiten würden, den Vergleich von Ernährungs-Apps, der mir prinzipiell ganz gut gefallen hat und Zielen und wie ich diese erreichen kann.
Lerg stellt für die Herren der Schöpfung Vergleiche mit Autos und Motoren an, um physiologische Sachverhalte anschaulich zu machen. Seine Aussagen greift er immer wieder auf, wie bei einer Lernspirale - mir persönlich waren es jedoch ein paar zu viele Wiederholungen, die die Lektüre unnötig in die Länge zogen.
Die Bilder haben mich und meine bessere Hälfte, für die das Buch eigentlich gedacht war, leider so gar nicht angesprochen und einige Abbildungen waren einfach zu klein oder in einer schlechten Auflösung.
Fazit: Die wichtigsten Regeln der Ernährung für Neulinge der Thematik gut verwendbar.

Bewertung vom 04.04.2020
Flieder, Sonja

Mein kleiner Apfelhof zum Glück / Fünf Alpakas für die Liebe Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Apfelkuchen, Alpakas und die große Liebe

Emma verliert ihre Arbeit und mit den Männern will es irgendwie auch nicht klappen. Also flüchtet sie aufs Land zu ihrer Oma Luise. Der gehört ein alter Hof mit Apfelgarten. Als Emma dort ankommt, findet sie ihre Oma verletzt in der Küche. Aber nicht nur sie, sondern auch ein paar Alpakas im Stall! Diese schließt Emma sofort in ihr Herz, im Gegensatz zu dem Tierarzt Lukas, bei dem sie von Anfang an auf Krawall gebürstet ist. Doch durch die Alpakas kommen sich die zwei schließlich näher. Als Emma erfährt, dass Luise kurz vor dem Bankrott steht, muss schnell eine Idee her, denn auf gar keinen Fall darf diese den Hof verlieren! Also schmiedet Emma einen Plan, der nicht ohne Folgen ist und ihre Beziehung zu Lukas auf eine harte Probe stellt.
Die Geschichte ist herrlich frisch erzählt, einfach mal für zwischendurch, man muss sich in die Figuren samt Alpakas und dem Bernhardiner Radetzky einfach verlieben! Oma Luise, die im Alter noch genau weiß, was sie will und sich nicht unterkriegen lässt. Emma, die ihr bisheriges Leben völlig auf den Kopf stellt und bei der man ein bisschen sehnsüchtig darüber nachdenkt, selbst auszusteigen und ein neues Leben auf dem Land zu beginnen. Lukas, den liebenswerten Tierarzt, der von Emmas kratzbürstiger Art nicht zu beeindrucken ist. Und natürlich Kalle und Frida, Oma Luises Freunde mit ihren liebenswürdigen Macken.
Fazit: Wer Inga Lindström mag, wird dieses Buch lieben!

Bewertung vom 03.04.2020
Lenze, Ulla

Der Empfänger


gut

Vom Hobbyfunker zum Spion

Das Buch „Der Empfänger“ von der Autorin Ulla Lenze nimmt den Leser mit auf die Reise des Deutschen Josef Klein, welcher vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs aus dem Ruhrgebiet nach New York auswandert. Zunächst noch Amateurfunker, der durch seine Leidenschaft die Amerikanerin Lauren kennenlernt, gerät er bald in die Fänge nationalsozialistischer Spionagenetzwerke. Sein Weg führt ihn zurück nach Deutschland zu seinem Bruder Carl und dessen Familie und schließlich nach Südamerika.
Den Krieg selbst bekommt ‚Joe‘, wie er in Amerika genannt wird, hauptsächlich nur in Form von Propagandafilmen mit.
Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich die vielen Zeitsprünge, wo teilweise Ereignisse angerissen, dann aber erst gegen Ende genau erläutert wurden. Da fehlten mir dann manchmal mehr Details und Tiefe. Insgesamt las sich das Buch aber dennoch recht flüssig, wenn man sich darauf eingestellt hatte.
Der Protagonist selbst zeigte sich mir irgendwie antriebs- und emotionslos. Er hinterfragt die Geschehnisse zwar und erzählt immer wieder, dass er unbedingt wieder in die USA einreisen möchte, aber er versucht stets, sich aus allen Situationen möglichst elegant herauszulavieren, wenn er wieder und wieder mit seinen Gegnern konfrontiert wird. Auch seine Beziehung zu Lauren ist anscheinend nicht wirklich tiefgründig. Vielleicht ist es aber auch eine gewisse Schutzhaltung der Menschheit gegenüber. Wenn ich keinen richtig an mich heranlasse, kann er mich auch nicht verletzen.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist das Cover. Es deutet für mich eine gewisse innere Zerrissenheit, aber auch gleichzeitig die äußerliche Unversehrtheit während des Krieges an und sieht insgesamt sehr edel aus.
Mein Fazit: Die Idee hat mir gut gefallen, ist aber meiner Meinung nach noch ausbaufähig, dennoch habe ich mich gut unterhalten.

Bewertung vom 29.03.2020
McGary, Megan

Das Beagle-Berufe-Buch


ausgezeichnet

Zaubert ein Lächeln ins Gesicht!

Dieses Buch besticht (fast) ganz ohne Worte. Darsteller sind absolut zauberhafte Beagles, ehemalige Laborversuchshunde, die ein neues Zuhause gefunden haben. In den verschiedensten Situationen auf Bildern festgehalten und mit einem passenden Berufsnamen versehen, sorgen sie für gute Laune nicht nur bei eingefleischten Beagle-Fans. Der heimliche Favorit war bei uns der Physiotherapeut. Es ist so schön zu sehen, was aus ihnen geworden ist und dass sie ihrem Schicksal entrinnen konnten. Und das Schöne - Der Erlös der Bücher kommt der Laborbeaglehilfe e.V. zugute.
Damit ist das Buch gleichermaßen ein Plädoyer gegen Tierversuche, die es leider noch viel zu oft und meist unnötigerweise gibt! Heutzutage gibt es schon genügend andere Möglichkeiten und für diese liebenswerten Wesen nehme ich notfalls gerne eine Falte mehr in Kauf, wenn ich ihm damit helfen kann. Zumal es seit Jahrhunderten ausreichend Erfahrungen mit Naturkosmetik gibt.
Damit zaubert es nicht nur dem Leser bzw. Betrachter ein Lächeln ins Gesicht, sondern auch allen Hunden, denen noch geholfen werden kann! Und wer bisher kein Fan dieser Rasse war, der ist es spätestens nach dem Durchblättern.

Bewertung vom 02.03.2020
Skye, Emily

Die Rückkehr des siebten Clans / Die geheime Drachenschule Bd.3


ausgezeichnet

Hogwarts bekommt Konkurrenz

Im dritten Band der Reihe um die Drachenreiter geht das erste Schuljahr für Henry und seine Freunde auf Sieben Feuer dem Ende entgegen. Wird der junge Drache Anonymus noch rechtzeitig einen Reiter finden, um das Feuer seines Clans entfachen zu können? Und was hat es mit dem Drachenorakel und Lucys Prophezeiung auf sich?
Wenn man das Buch liest, was auch recht gut funktioniert, wenn man die beiden ersten Bände nicht kennt, fühlt man sich fast ins Hogwarts Harry Potters versetzt, nur dass die Magie hier keine solch große Rolle spielt. Amüsant fand ich, dass die berühmte Schule in diesem Buch sogar Erwähnung findet.
Man fliegt nur so über die Seiten, obwohl für mich im Nachhinein eigentlich gar nicht so viel passiert ist. So kam mir der komplette Band eher wie ein großer Cliffhanger vor, was meiner Lesefreude aber keinen Abbruch tat.
Die einzelnen Charaktere nebst der Drachen sind wundervoll und einzigartig beschrieben und die Bilder und Rätsel- bzw. Quizseiten am Ende des Buches sind für Kinder ein toller Anreiz zum Lesen. Überhaupt ist der Text sehr flüssig zu lesen, so dass er für die angegebene Zielgruppe bis auf die englischen Namen in der Regel gut zu schaffen ist. Ein Buch, das Lust auf mehr macht und das nicht nur bei jungen Lesern!