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Lisa

Bewertungen

Insgesamt 866 Bewertungen
Bewertung vom 30.11.2025
Klipp, Zora

Hej!


ausgezeichnet

Schwedische Klassiker sympathisch präsentiert

Für Fans der schwedischen Küche ist „Hej! Auf nach Schweden! Meine Lieblingsrezepte“ von Zora Klipp auf jeden Fall einen Blick wert. Das Buch bietet nämlich einen bunten Überblick über jede Menge Leckereien. Süß, herzhaft, schnell oder aufwendig, für jeden Geschmack ist ein Rezept dabei. Die Aufmachung des Kochbuchs ist dabei sehr ansprechend, übersichtliche Gestaltung, einladende Bilder und sympathisch persönliche Texte der Autorin. Auf die Angabe von Zubereitungszeiten wurde leider verzichtet und so muss man zunächst selbst überschlagen wie lange es dauert bis das Gericht auf dem Tisch steht. Die detaillierten und klaren Zubereitungsschritte sind hingegen super und holen auch mehr oder weniger Geübte ab. Geschmacklich waren alle nach gekochten Gerichte einfach nur fantastisch, allerdings werden oft dafür etwa Sahne oder Butter in großen Mengen verwendet. Für eine gesunde Alltagsküche halte ich das Buch deshalb weniger geeignet, aber für besondere Highlights oder auch Feste ist die Auswahl super. Wie authentisch die Rezepte letztlich sind fällt mir schwer einzuschätzen. Zora Klipp ist Deutsche und hat lediglich für ein Jahr als Au-Pair in Schweden gelebt. Erst für die Recherche für dieses Buch ist sie nochmal zurück gekehrt. Dennoch spürt man jeder Seite die große Liebe zur Landesküche und den dort lebenden Menschen an. Insgesamt hat mich das Konzept von „Hej! Auf nach Schweden!“ aber doch überzeugt, gerade was die nach gekochten Gerichte betrifft. Deshalb vergebe ich insgesamt 4 1/2 Sterne, welche ich auf 5 aufrunde.

Bewertung vom 30.11.2025
McDonnell, C. K.

Ring the Bells


ausgezeichnet

Weihnachtswahnsinn der besonderen Art

Mit „Ring the Bells“ erscheint bereits der 5. Band der Stranger Times Reihe und auch diesmal gelingt es Autor C.K.McDonnell problemlos eine außergewöhnliche, wie auch unterhaltsame Geschichte zu erzählen ohne das sich der Reiz abnutzt. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit macht dieses schaurig skurrile Weihnachtsspecial wirklich großen Spaß. Für Neueinsteiger ist das Mitkommen aber wahrscheinlich etwas schwierig, denn es gibt wirklich sehr viele Erzählstränge mit bekannten, aber auch einigen neuen Figuren. Die Handlung ist dabei recht ausgewogen zwischen persönlichen Belangen des liebgewonnenen Redaktionsteams und der neuen heraufziehenden Gefahr. Erstmals schlägt der Autor auch ernstere Töne an und schafft es mit nur wenigen Szenen sehr bewegende Kriegserfahrungen zu schildern. Der Schreibstil ist vollgepackt mit witzigen Details und jeder Menge satirischem Humor, wobei mir der Text diesmal etwas pointierter und weniger platt erschien. Erstaunlicherweise gelingt es gleichzeitig den Zauber der Weihnachtszeit, zusammen mit der zunehmenden Ausrichtung auf Konsum darzustellen. Gerade zum Ende hin wird es dann aber nochmal richtig verrückt und sehr amüsant. Für Fans der Reihe ist „Ring the Bells“ also ein absolutes Must-Read, welches ich gerne weiterempfehlen kann!

Bewertung vom 23.11.2025
Fast, Brooke

To Cage a Wild Bird


sehr gut

Actionreiche Dystopie mit vielen Stärken

Insgesamt hat mir „To Cage a Wild Bird“ der Autorin Brooke Fast richtig gut gefallen. Die Geschichte versprüht auf jeden Fall Panem Vibes, bleibt dabei aber trotzdem einzigartig. Gesellschaftskritische Belange stehen im Vordergrund, das weiterführende Worldbuilding dürfte aber gerne noch etwas ausführlicher sein, hier ist für zukünftige Bände noch Potential vorhanden. Super und wunderbar ausgereift sind hingegen schon jetzt die Charaktere. Diese wirken lebensecht und vielschichtig und zwar nicht nur die Hauptfiguren. Ein weiterer Pluspunkt der Handlung war für mich die spannungsvolle Dynamik. Dabei schafft es die Autorin Ernst zu bleiben und sorgt doch auch ohne allzu blutigen Details für Thrill bei den Jagden. Wer zudem ausführliche Liebesgeschichten mit viel Spice schätzt, ist hier genau richtig. Für meinen Geschmack hätte es zwar nicht jede dieser ausführlichen Szenen gebraucht, gut geschrieben waren sie dennoch. Auch sonst liest sich der Schreibstil fesselnd und lag mir sehr. Und so flog ich nur so durch die Geschichte und bin nun sehr gespannt wie es nun weitergeht. Aufgrund der kleineren Kritikpunkte ziehe ich einen Stern ab, trotzdem gibt es eine Leseempfehlung, für alle die Dystopien mögen.

Bewertung vom 17.11.2025
Perego, Carlotta

Carlottas vegane Küche


gut

Sehr Basic und eher für Anfänger:innen interessant

„Carlottas vegane Küche Easy und schnell. Über 80 Rezepte“ von Carlotta Perego eignet sich meiner Meinung hauptsächlich für alle die gerade selbst anfangen zu kochen oder erstmals in die vegane Küche schnuppern möchten. Das beginnt schon mit einer sehr langen gut 60 Seiten umfassenden Einleitung welche für mich persönlich keinen Mehrwert hatte. Ob man Aufräumtipps und Vorschläge zur Küchenorganisation in einem Kochbuch braucht, ist sicherlich Geschmackssache, aber auch die weiteren Tipps setzen einfach sehr weit unten an. Und letztlich gestalten sich so auch die Rezepte im Buch. Wer wie ich bereits auf eine solide Kochbuchsammlung zurück greifen kann, braucht dieses Buch nicht. Einige wenige Gerichte sind dabei durchaus speziell und toll, hier merkt man auch die Nähe zum Italienischen. Vieles wie zum Beispiel Cookies, die Reibekäsealternative oder das Kichererbsencurry habe ich so Ähnlich aber schon zu oft gesehen und ehrlich gesagt besitze ich auch bessere vegane Kochbücher welche mich in der Summe der Rezepte mehr begeistern können. Bereits auf dem Cover wirbt das Buch mit einfachen und schnellen Rezepten. Einfach und damit sehr Anfängerfreundlich sind diese auf jeden Fall. Richtig schnell sind gerade die vollwertigen Hauptgerichte aber nicht. Für alle getesteten Gerichte habe ich etwa eine Stunde benötigt, die Zeitangaben der Autorin sind dabei völlig daneben und meiner Meinung nach nicht realistisch. Auch die Backzeiten stimmen nicht immer. Ein schönes Detail ist es hingegen, dass es häufig Infos gibt wie lange die Gerichte im Kühlschrank haltbar sind und auch alternative Zutaten werden häufig aufgezählt. Alles in allem ist „Carlottas vegane Küche“ eine gute Wahl für ein erstes Kochbuch, da doch viele Basics abgedeckt werden. Wer allerdings schon länger kocht findet denke ich sinnvollere Neuanschaffungen. Alles in allem fällt mein Fazit deshalb ziemlich ernüchternd aus. Leider kann ich für das Werk der sympathischen italienischen Köchin nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

Bewertung vom 11.11.2025
Meyer, Kai

Das Antiquariat am alten Friedhof


sehr gut

Gelungene historische Atmosphäre, der Plot ist aber wenig fantasievoll

Irgendwie hatte ich bei „Das Antiquariat am alten Friedhof“ das Gefühl, der Zauber um die Reihe rund ums Graphische Viertel nutzt sich nun langsam ab. Vielleicht sollte Autor Kai Meyer langsam wieder etwas Neues beginnen. Was das historische Setting und die Detailgenauigkeit des Zeitgeistes betrifft, ist auch dieser Roman wieder auf den Punkt perfekt. Allerdings ist die eigentliche Handlung finde ich diesmal ziemlich profan und etwas uninspiriert. Abgesehen davon laufen diesmal viele bereits bekannte Handlungsorte und Charaktere hier zusammen. Obwohl ich alle vorherigen Bände gelesen habe, muss ich aber zugegeben, ich habe sicherlich nur einen Bruchteil der Anspielungen erkannt, auch deshalb weil die Lektüre doch schon etwas her ist. Die gut 500 Seiten hatten für mich auch immer wieder Längen, denn oft tritt die Handlung etwas auf der Stelle und es passiert nichts wirklich Neues.

Das Buch kann gut auch unabhängig von den anderen Vorgängern gelesen werden, die eigentliche Geschichte ist in sich geschlossen und auch gut verständlich. Und wer zum ersten Mal in die Welt des Graphischen Viertels in Leipzig eintaucht, wird sowohl die Vorkriegszeit, als auch den Erzählstrang um 1945 historisch interessant finden. Der Schreibstil ist wie gewohnt und an und für sich liest sich der Roman auch angenehm und hin und wieder ziemlich spannend. Die Mysterieelemente sind auch diesmal dezent vorhanden und sorgen für leichten Grusel ohne jedoch richtig unheimlich zu geraten. Mein größter Kritikpunkt ist wirklich der Plot, früherer Geschichten waren in meinen Augen komplexer und auch mit mehr Alleinstellungsmerkmalen. Insgesamt vergebe ich für ganz viel Atmosphäre und einen tollen Schreibstil, gerade so noch 4 Sterne.

Bewertung vom 03.11.2025
Koppel, Benjamin

Großmutters Geheimnis


gut

Thematisch interessant, Umsetzung aber wenig überzeugend

„Großmutters Geheimnis“ war mein erstes Buch des Autoren Benjamin Koppel und wird wahrscheinlich auch das letzte bleiben. Dabei ist der Roman inhaltlich doch eigentlich richtig interessant. Es gibt zwei Zeitstränge, Großmutter Ruth erzählt aus ihrer Vergangenheit und Enkel Alexander begleiten wir 2015/16. An sich erst mal ein klassischer Aufbau welchen viele historische Romane nutzen. Der Einstieg war für mich allerdings in beiden Erzählsträngen holprig. Die Lebensgeschichte von Ruth ist zwar durchgehend interessant, am Anfang ist die Erzählung aber noch sehr sprunghaft und etwas diffus. Nach und nach gewinnt sie dann aber an Kraft und geht auch mehr und mehr in die Tiefe. Besonders der Aufenthalt im Durchgangslager Theresienstadt wird sehr bewegend und authentisch geschildert.

Mit dem aktuelleren Strang wurde ich im Gegenzug dazu nie richtig warm. Einfach alle drei Hauptfiguren waren mir dermaßen unsympathisch, zudem konnte ich Alexanders Verhalten Streckenweise überhaupt nicht nachvollziehen. Manches erklärt sich zwar im Handlungsverlauf, aber längst nicht alles. Dominiert wird dieser Teil der Geschichte von einer sehr detailliert geschilderten Kinderwunschbehandlung. Eigentlich ein total emotionales Thema, welches mich aber aufgrund der Charaktere wirklich kalt ließ. Nachdem mich der Roman im Mittelteil endlich auf beiden Ebenen fesseln konnte, ging es dann leider rasch wieder abwärts. Ein gelungenes Ende kann an und für sich ein Buch durchaus retten finde ich. Hier ist nun genau das Gegenteil passiert und der Autor hat es in meinen Augen einfach nur vermasselt. Ich will jetzt nicht ins Detail gehen um nicht zu Spoilern. Nur so viel, das Ende wirkt unausgegoren und schnell herunter geschrieben. Diese Auflösung wird der eigentlich tiefgründigen Geschichte in keiner Weise gerecht und ist absolut unglaubwürdig. Und so lässt mich „Großmutters Geheimnis“ leider ziemlich enttäuscht zurück. Insgesamt kann ich nicht mehr als 3 Sterne vergeben, schade denn das Thema hätte eigentlich mehr hergegeben.

Bewertung vom 27.10.2025
Lillegraven, Ruth

Düsteres Tal


ausgezeichnet

Fulminantes Finale einer besonderen Thriller-Reihe

In „Düsteres Tal“ der Autorin Ruth Lillegraven kommt die Geschichte rund um Clara Lofthus nun zum krönenden Abschluss. Und irgendwie führten die beiden vorherigen Bände, genau zu diesem Punkt. Für Fans der Reihe ist das Buch ein absolutes Must-Read, wobei ich die letztliche Auflösung wirklich gelungen finde. Trotz einer sehr komplexen Handlung, wirkt die Geschichte logisch und in sich stimmig. Auch thematisch, mit dem Bezug zur norwegischen Politik, sticht die Reihe positiv heraus. Für alle die psychologisch durchdachte Thriller, mit vielschichtigen Figuren mögen, ist das Buch perfekt. Der Schreibstil liest sich angenehm leicht und ich hatte keinerlei Schwierigkeiten mich wieder an alles zu erinnern, obwohl die Lektüre von "Dunkler Abgrund" gut ein Jahr her ist. Dank hohem Tempo und kontinuierlicher Spannung habe ich die Geschichte nur so verschlungen. Da ich insgesamt sehr zufrieden bin, vergebe ich natürlich gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 20.10.2025
Moser-Gattringer, Evelyn

Tierisch viel los!


ausgezeichnet

So wird der eigenen Garten zum Wildtierparadies

In diesem tollen Gartenratgeber fokussiert sich Autorin Evelyn Moser-Gattringer voll und ganz darauf wie wir Gärten, Balkone und Terrassen wildtierfreundlicher gestalten können. „Tierisch viel los! So wird dein Garten zum Paradies für Wildtiere“ ist erfreulicherweise sehr praxisnah und überzeugt durch sehr konkrete Projekte und detaillierte Baupläne. Für jedes Budget und jede Größe ist hier etwas dabei. Neben aktiv gestalteten Umgebungen wird aber auch viel Wissen zum Schutz von Wildtieren vermittelt. Ganz nebenbei lernt man welchen Tierarten wir in Deutschland und Österreich überhaupt begegnen können und welche Maßnahmen ihnen wirklich helfen. Wer sowieso schon naturnah gärtnert wird viele der Ideen problemlos umsetzen können. Das Buch ist zwar ganz klar kein Gartenratgeber für Pflanzen und Gemüsebau, es vermittelt aber Wissen wie sich dies mit einer wildtierfreundlichen Umgebung kombinieren lässt. Auf jeden Fall habe ich durch die Lektüre sehr viel gelernt und auch durch den angenehmen und sympathischen Schreibstil der Autorin machte das Lesen viel Spaß. Alle die nun Lust auf dieses wichtige und interessante Thema bekommen haben, sollten unbedingt zu „Tierisch viel los!“ greifen. Ein wirklich toller Ratgeber, welcher von mir verdiente 5 Sterne erhält.

Bewertung vom 19.10.2025
Craig, Erin A.

Das Dreizehnte Kind


sehr gut

Märchenhaft mit leichtem Grusel

„Das Dreizehnte Kind“ von Erin A. Craig war für mich auf jeden Fall ein tolles Leseerlebnis. Die Geschichte versteht auf jeden Fall zu fesseln und auch der Schreibstil gefiel mir durchgehend richtig gut. Neben einigen Dingen die ich richtig toll fand, gibt es für mich aber auch den ein oder anderen kleinen Kritikpunkt. An und für sich ist die Geschichte einfach zauberhaft. Die Atmosphäre ist wirklich sehr lebendig und es macht großen Spaß Hazel über so viele Seiten hinweg zu begleiten. Trotz der Dicke des Buches stellten sich keine Längen ein. Auch die Handlung wird wirklich nicht langweilig, da manche von Hazels Entscheidungen für mich doch überraschend kamen und ihre Persönlichkeitsentwicklung überaus spannend ist. „Die wichtigste Wendung“ im Plot, worauf die Handlung wirklich lange hin fiebert, war für mich aber ziemlich offensichtlich. Und auch das Worldbuilding ist jetzt nicht wirklich grandios und bleibt eher diffus. Die Autorin fokussiert sich mehr auf ihre Charaktere, was dadurch ein großer Pluspunkt des Buches ist. Dennoch hätte ich mir eine stärkere Ausarbeitung der magischen Details, insbesondere was den Aspekt des dreizehnten Kindes betrifft, gewünscht. Perfekt in den Herbst passten für mich die leicht gruseligen Elemente, für mich waren diese soweit angemessen und zum Glück nicht übertrieben Horrorlastig. Wer gute Unterhaltung mit jugendlichen Figuren, einem Mix aus Spannung, Dramatik und Liebe sucht und dafür auf ein allzu detailliertes Worldbuilding verzichten kann, ist hier denke ich genau richtig. Insgesamt hat mir der Roman doch ziemlich gut gefallen, weshalb ich schlussendlich gute 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung vergebe.

Bewertung vom 16.10.2025
Emka, Susanne Maria

Mama Bär, es juckt so sehr!


ausgezeichnet

Baden macht Spaß

Was für ein tolles Bilderbuch! „Mama Bär, es juckt so sehr!“ aus dem neunmalklug Verlag hat uns wirklich richtig gut gefallen. Mein 2-Jähriger konnte der Geschichte gut folgen und mochte besonders die Badeszenen. Insgesamt ist das Buch wunderschön illustriert, die Naturtöne sind toll und auch die wenig überladenen Bilder machen es den Kleinen leicht, sich auf die Geschichte zu konzentrieren. Sprachlich passt der Text auf jeden Fall zur Altersempfehlung und auch die Reime lassen sich flüssig vorlesen. So vereinen sich Lesespaß und die Vermittlung von Wissen perfekt miteinander. Egal ob Bademuffel, oder Wasserratte, jedes Kind profitiert von diesem durchdachten Bilderbuch. Und auch die hochwertige Verarbeitung und die gut gewählte Kleinkind gerechte Größe, sorgen sicher dafür, dass wir das Buch noch lange gerne in die Hand nehmen und anschauen werden. Da wir rundum begeistert sind, vergeben wir gerne 5 Sterne und eine große Empfehlung!