Benutzer
Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
MinnieMay
Wohnort: 
Dortmund

Bewertungen

Insgesamt 41 Bewertungen
Bewertung vom 01.01.2011
Das Wesen
Strobel, Arno

Das Wesen


ausgezeichnet

Einen wirklich spannenden, neuen Psychothriller hat Arno Strobel mit „Das Wesen“ geschaffen. Der Schreibstil ist dabei in einer Art und Weise fesselnd, dass es kaum gelingt, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen. Es ist schwer etwas zu der Geschichte zu erzählen, ohne dabei zu viel zu verraten, und deswegen denke ich sollte der Klappentext völlig ausreichen um den Leser auf diesen Thriller einzustimmen. Der Autor schafft es geschickt und mit viel Fingerspitzengefühl für seine Protagonisten, den Leser bis zum Schluss im unklaren zu lassen wem man trauen kann, ganz egal auf welcher Seite die Person anscheinend steht. Mit immer neuen Wendungen und Erkenntnissen weiß man erst auf der letzten Seite wirklich, was des Rätsels Lösung ist und dadurch entsteht nahezu ein Zwang weiterzulesen, bis zur letzten Zeile.
Mein Fazit: Ein gelungener und gut durchdachter Psychothriller mit dem Arno Strobel mich einmal mehr überzeugen konnte.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.12.2010
Rubinrot / Liebe geht durch alle Zeiten Bd.1
Gier, Kerstin

Rubinrot / Liebe geht durch alle Zeiten Bd.1


ausgezeichnet

Mein Lesejahr 2010 hat begonnen mit Kerstin Gier und im Laufe des Jahres habe ich viele ihrer Bücher verschlungen. Diese Autorin schafft es mir auch trübe Tage etwas zu versüßen und deswegen gehört sie nun auch auf meine ganz persönliche Liste „Petras-Gute-Laune-Bücher“.
Mit Rubinrot wagt sich Frau Gier sich in ein neues Genre, aber bleibt dabei ihrem Stil treu. Wieder finden wir eine romantische Geschichte mit vielen humorvollen Einlagen, so wunderbar abgerundet das sie nicht nur jungen Lesern Freude macht sondern auch jung gebliebenen. Sympathische und auch weniger sympathische Charaktere prägen die Erlebnisse von Gwendolyn, ihres Zeichens frisch gebackene Zeitreisende, und entführen uns in eine fantastische Geschichte. Nicht zu kompliziert, nicht zu komplex, und trotzdem spannend und gut durchdacht macht Rubinrot vor allem eins, Spaß beim Lesen.
Wer Kerstin Gier mag, wird hier auf seine Kosten kommen, wer sie noch nicht kennt, sollte das rasch ändern.

3 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 14.11.2010
Handbuch für Detektive
Berry, Jedediah

Handbuch für Detektive


ausgezeichnet

Dieses Buch ist nicht irgendeiner der modernen Krimis oder Thriller, es erinnert an die Klassiker unter den Kriminalromanen. Wenn man mit Charles Unwin durch das Buch und den Fall, der nie seiner sein sollte, stolpert, kommen einem fast von allein große Namen wie Sherlock Holmes und Miss Marple in den Sinn. Doch dieses Buch hier kupfert nicht ab, er verwebt feine Fäden miteinander zu einem Kriminalfall, bei dem am Ende nichts mehr wahr zu sein scheint. Jeder ist irgendwie verwickelt, keinem ist richtig zu trauen und erst ganz am Schluss, nachdem der Autor immer wieder geschickte Haken geschlagen und neue Wirrungen aufgebaut hat, kommt die Lösung. Von Anfang bis Ende gefüllt mit den unwahrscheinlichsten, fast surrealen Begebenheiten macht es Spaß Detektiv zu sein und mit Unwin die Rätsel zu entwirren. Der schon fast schwarze Humor und unzählige Anspielungen, sei es durch Namen der Protagonisten, Orte oder Beschreibungen, lockern die Geschichte etwas auf und bringen oft Momente zum schmunzeln mit sich.
Ein buch, welches ich jedem echten Kriminalroman-Liebhaber ans Herz lege.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 14.11.2010
Das alte Kind
Beck, Zoë

Das alte Kind


ausgezeichnet

Schon vor dem lesen der ersten Zeile war ich im Bann dieses Thrillers. Allein der Gedanke daran, was die Protagonistinnen durchleben müssen, lässt mich schaudern.
Die Autorin bewegt sich mit geschickten Perspektivwechseln durch die Geschichte, beweist mit ihrem Sinn für Details literarischen Feinschliff. Die Handlung ist gut konstruiert, und selbst wenn ich oft geahnt habe worauf alles hinausläuft, gab es immer wieder unerwartete Szenen. Die gesponnenen Fäden werden letztlich wieder eingesammelt, jedoch nicht ohne die ein oder andere Frage offen zu lassen und Lust auf einen Nachfolger zu machen.
Auch wenn zum Ende hin manchmal bei mir das Gefühl aufkam, dass es vielleicht ein paar Zufälle zu viel gab, hat es Zoe Beck geschafft mich bis zur letzten Seite zu fesseln und das Spannungsniveau ein Buch hindurch oben zu halten.

Bewertung vom 14.11.2010
Die Bestie von Florenz
Preston, Douglas;Spezi, Mario

Die Bestie von Florenz


sehr gut

"Die Bestie von Florenz" ist kein Kriminalroman. Dieses Buch ist eine Mischung aus der Zusammenfassung eines wahren Falles und den Erfahrungsberichten der beiden Autoren.
Gut und glaubwürdig recherchiert erzählt Mario Spezi eine Geschichte, die dem Leser Gänsehaut bereitet, nicht zuletzt weil sie nicht fiktiv ist. Die sogenannte "Bestie von Florenz" ermordete im Laufe der 60er bis 80er Jahre insgesamt 14 Menschen, immer Paare und bis heute ist nicht geklärt wer dieser Mörder war. Dennoch gab es unzählige Prozesse, fragwürdige Beweisführungen und Verurteilungen. Mario Spezi und Douglas Preston kritisieren die Ermittlungsarbeit der italienischen Polizei und geraten dabei selbst ins Visier der Behörden. Das italienische Rechtssystem wirkt korrupt und inkompetent, so dass man nur hoffen kann hier eine Ausnahme vor sich zu haben.
Letztlich lässt dieses Buch den Leser mit einem mulmigen Gefühl zurück und der Gewissheit, dass die Morde weit mehr als 14 junge Leben zerstört haben. Unbedingt lesenswert und erschreckend real.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 14.11.2010
In weißer Stille / Kommissar Dühnfort Bd.2
Löhnig, Inge

In weißer Stille / Kommissar Dühnfort Bd.2


ausgezeichnet

Inge Löhnig hat mit "In weißer Stille" zum ersten Mal den Weg in mein Bücherregal gefunden und sicher nicht das letzte Mal dafür gesorgt, dass ich abends zu spät ins Bett gehe weil ein Buch mich nicht loslässt.
Die Geschichte ist eine von vielen, in der es um eine scheinbar heile Familie geht. Schnell beginnt die Fassade zu bröckeln und spätestens nachdem der zweite Mord geschieht, bleibt kein Zweifel mehr, dass es sich um eine Familientragödie handeln muss. Spannend bis zum Schluss erzählt die Autorin diese Geschichte und lässt lange offen wer der Täter ist. Ihre Ermittler werden immer wieder in neue Richtungen geschickt, nur um am Schluss vor noch mehr Fragen zu stehen. Neben dem Fall beeindrucken aber auch die Protagonisten durch Tiefgang und Vielschichtigkeit. Man bekommt Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Figuren und erlebt die Geschichte umso intensiver. Besonders Kommisar Dühnfort war mir von anfang an sympathisch. Er wirkt "echt" und nicht überzeichnet und hat neben dem Job auch noch mit den ganz alltäglichen Problemen des Lebens zu kämpfen.
Der Schluss des Buches war schon fast etwas gemein, hatte etwas von einem "Cliffhanger" und lässt mich auf eine schnelle Fortsetzung hoffen.
Fazit: Ein sehr guter Krimi mit starken Protagonisten und einem hohen Spannungslevel.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.07.2010
Grappa und die keusche Braut / Maria Grappa Bd.20
Wollenhaupt, Gabriella

Grappa und die keusche Braut / Maria Grappa Bd.20


ausgezeichnet

Mein erster Grappa-Krimi und es werden sicher weitere folgen. Polizeireporterin Grappa weiß mit Witz und Ironie umzugehen, versucht nie ihre Objektivität aus den Augen zu verlieren und ermittelt fast ebenso geschickt wie ihre "Kollegen" bei der Kripo.
Ein spannender Fall mit überraschendem Ausgang, der niemanden kalt lässt.

Bewertung vom 28.07.2010
Meine sehr italienische Familie
Bignardi, Daria

Meine sehr italienische Familie


sehr gut

Ein sehr gefühlvolles Buch, voller Erinnerungen, voller An- und Einsichten. Daria Bignardi schreibt über den Verlust ihrer Eltern, über ihre Kindheit in einer großen, weit verzweigten, chaotischen, italienischen Familie. Sie schreibt über ihre Mutter, mit all ihren wunderbaren und fürchterlichen Eigenschaften. Sie erinnert an ihren Vater, den liebenden, das Leben genießenden Mann. Man spürt die Liebe und den Schmerz des Verlustes in jeder Zeile. In ihrem Buch reist Frau Bignardi in die Vergangenheit, erzählt von längst vergessenen Sommern, von Zypressen im Garten und Micione, dem Kater. Einzig die vielen Namen und Orte, welche gerade im ersten Drittel auf den Leser einprasseln, sind erstmal schwer zuzuordnen.
Das Buch ist eine einfühlsame und liebevolle Würdigung ihrer Eltern und ihrer Familie, bringt oft zum schmunzeln und zeigt uns einmal mehr wie wichtig es ist, den Menschen die man liebt, kleine Makel zu verzeihen.

Bewertung vom 28.07.2010
Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran
Schmitt, Eric-Emmanuel

Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran


ausgezeichnet

"Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" ist Literatur, feinfühlig und unterhaltsam, genau das was meine Seele an grauen Tagen braucht. Charaktere, so einzigartig und überzeugend, eine Geschichte, traurig und schön und glaubhaft erzählt... Ohne zuviel über dieses Buch zu verraten, möchte ich es doch jedem ans Herz legen, der gern liest. Es hat in mir soviele Emotionen geweckt, mich zum lachen und zum weinen gebracht. Einziger Makel, die Lektüre ist recht kurz, nun möchte ich mehr von dem Autor lesen.

6 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.07.2010
Die Mütter-Mafia
Gier, Kerstin

Die Mütter-Mafia


ausgezeichnet

Von diesem Buch habe ich im Vorfeld viel gehört und gelesen. Nachdem mir zu Weihnachten dann ein anderes Werk von Kerstin Gier geschenkt wurde, kam ich zum ersten Mal in den Genuss ihres fröhlichen und unkomplizierten Schreibstils. Damit stand auch der Entschluss, die oft empfohlene „Mütter-Mafia“ zu lesen.
Die Bücher von Frau Gier machen einfach Spaß, bestechen durch viel Witz und wenig Ernsthaftigkeit. Solch heitere Literatur ist genau das richtige für stressige Tage, wenn man ein paar Schmunzler dringend nötig hat.Die Charaktere dieses Buches haben vielleicht nicht unbedingt viel Tiefgang, jedoch sind sie auch völlig unproblematisch. Die einen mag man, die anderen eher nicht.
Das Buch liest sich schnell, leicht verständlich und in dem ein oder anderen Protagonisten erkennt man vielleicht sogar alte Bekannte, oder gar sich selbst wieder.
Bücher von Kerstin Gier versüßen einem den Alltag, und die „Mütter-Mafia“ gehört dazu.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.