Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: MinnieMay
Wohnort: Dortmund
Über mich:
Danksagungen: 27 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 39 Bewertungen
Bewertung vom 15.04.2011
Totengrund / Jane Rizzoli Bd.8
Gerritsen, Tess

Totengrund / Jane Rizzoli Bd.8


ausgezeichnet

Mit Totengrund präsentiert uns Tess Gerritsen bereits den achten Fall für Detective Jane Rizzoli. Diesmal ist Gerichtsmedizinerin Maura Isles selbst, um die sich diese Geschichte dreht und wir lesen das Buch aus zwei Perspektiven. Wir begleiten Maura Isles auf ihrem Überlebenskampf durch die verschneiten Berge und erleben Janes verzweifelte Suche nach ihrer Kollegin und Freundin.
Maura ist auf einen Kongress für Gerichtsmediziner in Wyoming und plant an dessen Ende einen spontanen Skiausflug mit einigen Freunden. Sie verfahren sich und landen in einem einsamen Einsiedlerdorf, welches völlig verlassen in einer Talsenke liegt. Fast gespenstisch ist es, sie spüren instinktiv, dass hier etwas Furchtbares geschehen sein muss. Abgeschnitten von der Außenwelt beginnt Mauras Kampf ums Überleben von sich und ihren Begleitern.
An dieser Stelle kommt Jane in die Geschichte, denn nachdem ihre Freundin nicht von ihrem Kongress zurückkehrt, beginnt sie mit der Suche nach ihr.
Das Buch ist eins der besten, welches ich bisher von der Autorin gelesen habe. Wieder schreibt sie eingängig und flüssig. Der Leser bekommt ein Gefühl für die Protagonisten, selbst die Nebenfiguren werden gut vorgestellt. Tess Gerritsen versteht es komplexe Geschichten zu schreiben mit genau dem richtigen Maß an Spannung und Gefühl. Totengrund ist zudem stellenweise regelrecht unheimlich und zerrt an den Nerven des Lesers.
Das Ende kommt nicht gänzlich unverhofft und ist dennoch gut erdacht, überraschend und mit der richtigen Dosis Dramatik versehen. Somit kann ich „Totengrund“ nur wärmstens weiterempfehlen und freue mich auf das Nächste Buch mit Jane (und Maura?)!

8 von 13 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 14.02.2011
Weggesperrt
Poppe, Grit

Weggesperrt


ausgezeichnet

Im Jahr 1988 wird Anja aus ihrem Leben gerissen. Nachdem ihre Mutter einen Ausreiseantrag aus der DDR stellt, wird sie als Staatsfeindin verhaftet und Anja kommt, ohne etwas getan zu haben in einen Jugendwerkshof, in dem sie lernen soll das sozialistische Gedankengut zu schätzen und sich der Masse anzupassen. Die Frage nach dem „Wieso“ beantwortet ihr dabei niemand.
Ein trauriger und leider wahrer Punkt aus unserer Geschichte wird in diesem Buch angesprochen. Zwar sind Protagonisten und Handlung frei erfunden, jedoch beschreiben sie leider den damals allzu realen Alltag in der DDR. Nicht nur Erwachsene wurden wegen „staatsfeindlichen“ Meinungen und Handlungen verfolgt oder eingesperrt, auch Kinder blieben nicht verschont. Wer nicht ins Bild passte wurde umerzogen und genau das soll in diesem Buch auch mit Anja geschehen.
Durch den leicht verständlichen Schreibstil und die Erklärungen am Ende des Buches, ist die Geschichte für Jugendliche ebenso spannend wie für erwachsene Leser.
Man hat Anteil an den Gefühlen und Gedanken der Protagonistin, was mich fast selbst in gewisser Weise betroffen gemacht hat.
„Weggesperrt“ ist ein fesselndes, schockierendes, bewegendes Buch mit genau der richtigen Mischung aus Spannung, Traurigkeit und Hoffnung.

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 14.02.2011
So unselig schön / Kommissar Dühnfort Bd.3
Löhnig, Inge

So unselig schön / Kommissar Dühnfort Bd.3


ausgezeichnet

Lange habe ich den dritten Band mit Kommissar Dühnfort herbeigesehnt, nach dem spektakulären Ende des Vorgängers umso mehr. Nur gut, dass der Kommissar uns erhalten bleibt und weiter grübeln darf, denn so mag ich ihn.
„So unselig schön“ glänzt wieder durch einen feinen und brillanten Schreibstil. Die Polizei steht vor einem schockierenden Fall, denn ein Serientäter ermordet junge Frauen, enthauptet sie und entsorgt sie dann einfach. Spannend erzählt erleben wir die Geschichte aus der Perspektive der jungen Frau Vicky, die beim fotografieren in einer alten Brauerei eine Leiche entdeckt und aus Sicht von Dühnfort, der mit seinem Team einen verzweifelten Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn es scheint sich um einen Serientäter zu handeln.
Mir gefallen die Protagonisten, vor allem der Kommissar und Vicky, die auf eigene Faust versucht dem Täter auf die Schliche zu kommen.
Das Buch lässt sich eingängig lesen, ist sprachlich auf einem hohen Niveau und spannend bis zum Schluss, denn es gibt mehrere Tatverdächtige und jeder von ihnen wirkt schuldig.
Jeder, der gern gute deutsche Krimis liest, sollte sich die Bücher von Inge Löhnig unbedingt zulegen.

Bewertung vom 25.01.2011
Rattentanz
Tietz, Michael

Rattentanz


gut

Dieses Buch musste ich erst einmal ein wenig verdauen und bin auch heute noch hin- und hergerissen zwischen „großartig“ und „furchtbar“. Nun versuche ich meine Eindrücke, gewonnen beim lesen dieses Wälzers mal in Worte zu fassen.
Angefangen bei der Aufmachung des Buches (ich habe die Neuauflage als Taschenbuch gelesen) kann ich nichts bemängeln. Das Cover spricht an, die Taschenbuchvariante war eine gute Wahl in Anbetracht des mächtigen Inhalts und es ist gut und stabil gearbeitet.
Über 800 Seiten in kleiner Schrift, bei einem Buchformat, dass die herkömmliche Taschenbuchgröße überschreitet sind schon eine Herausforderung, und auch wenn der Autor sehr flüssig und eingängig schreibt, hätten sicher auch 500 Seiten ausgereicht um diese Geschichte zu erzählen. Die Idee ist gut, die Umsetzung spannend, grausam, erschreckend und eins schafft das Werk in jedem Fall, es regt zum nachdenken an.
Auch wenn ich der Meinung bin, dass die Menschheit besser ist als Michael Tietz sie sieht, und einfach glauben will das nicht jeder innerhalb kürzester Zeit alle Skrupel verliert, egoistisch und regelrecht bösartig wird ist es doch eine gelungene Umsetzung eines interessanten Themas. Es wirft die Frage auf wie abhängig wir uns bereits von der modernen Welt gemacht haben und ob ein Überleben, wie es vor 200 Jahren normal gewesen wäre auch heute möglich ist. Wenn alle Zivilisation so plötzlich zusammenbricht geht es aber, egal wie man es dreht und wendet, nicht ohne eine gehörige Dezimierung des menschlichen Lebens einher und genau das schildert Tietz in seinem Buch auf oft grausame Weise, manchmal vielleicht etwas zu brutal, aber durchaus realistisch.
Störend wirkte auf mich das neben der Familie Seger zu viele Hauptprotagonisten agieren und eine man dadurch rasch den Überblich verliert. Auch wirkt das Buch sehr detaillastig, zum Beispiel wenn Randfiguren allzu ausführlich beschrieben werden, nur um kurz darauf wieder aus der Geschichte zu verschwinden. Dadurch gerät man leicht in Versuchung einige Kapitel quer zu lesen. Wiederum interessant fand ich die kurzen Blicke zwischendrin, wie es im Rest der Welt aussieht.
Mein Fazit: Ein lesenswertes, etwas zu lang geratenes Buch und ein gelungenes Erstlingswerk.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.01.2011
Engel aus Eis / Erica Falck & Patrik Hedström Bd.5
Läckberg, Camilla

Engel aus Eis / Erica Falck & Patrik Hedström Bd.5


sehr gut

Camilla Läckberg hat mit „Engel aus Eis“ einen spannenden und gut recherchierten Krimi hingelegt, der vor allem durch seine Komplexität überzeugt.
Das Buch gliedert sich in Rückblenden und den aktuellen Fall und führt beide Erzählstränge am Ende zusammen, um an des Rätsels Lösung zu kommen. Mit immer neuen Wendungen wird der Spannungslevel hochgehalten und der ständige Wechsel zwischen den Zeiten und den Personen zwingt geradezu zum weiterlesen.
Der historische Teil dieses Buches wirkt gut recherchiert und mir gefällt wie die Autorin sich mit dem Thema auseinandersetzt und letztlich noch ein überraschendes Ende kreiert.
Der einzige Minuspunkt an diesem tollen, schwedischen Kriminalroman kommt durch das ganze Randgeschehen zustande, insbesondere die Entwicklung von dem Leiter der Polizeidienststelle Mellberg und den teilweise etwas überzeichnet wirkenden Kollegen. Hier hatte ich oft das Gefühl, die Handlung kommt nicht echt rüber, und es gibt einfach ein paar Zufälle zu viel in dem ganzen Geschehen.
„Engel aus Eis“ ist dennoch ein wirklich guter Krimi, der sich schnell und flüssig lesen lässt und den ich gerne weiterempfehle.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 01.01.2011
In Wahrheit wird viel mehr gelogen
Gier, Kerstin

In Wahrheit wird viel mehr gelogen


ausgezeichnet

Dieses Buch ist einer meiner absoluten Favoriten von Kerstin Gier, denn es ist so reich an Wortspielen, Ironie und intelligentem Humor, dass man kaum ernst bleibe kann beim Lesen. Dabei ist der Einstieg doch sehr traurig, denn Carolin wurde sehr jung zur Witwe und muss nun irgendwie den Kopf oben halten, obwohl alles über ihr einzustürzen droht.
Mit viel literarischem Geschick, ihrem unverwechselbaren Schreibstil und einer großen Portion Humor schafft dieses Buch dennoch immer wieder ein den Leser zum schmunzeln zu bringen. Carolin ist nicht allein, sie wird begleitet von ihrer Familie und einigen anderen sehr interessanten Charakteren, die ihr helfen wieder ins Leben zurück zu finden.
Die Fans der Mütter-Mafia kommen in diesem Buch zusätzlich auf ihre Kosten, trifft man doch immer wieder auf beliebte und weniger beliebte Figuren aus der bekannten Bücherreihe von Frau Gier. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen und hoffe noch mehr dieser Art von der Autorin lesen zu dürfen.

3 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 01.01.2011
Das Wesen
Strobel, Arno

Das Wesen


ausgezeichnet

Einen wirklich spannenden, neuen Psychothriller hat Arno Strobel mit „Das Wesen“ geschaffen. Der Schreibstil ist dabei in einer Art und Weise fesselnd, dass es kaum gelingt, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen. Es ist schwer etwas zu der Geschichte zu erzählen, ohne dabei zu viel zu verraten, und deswegen denke ich sollte der Klappentext völlig ausreichen um den Leser auf diesen Thriller einzustimmen. Der Autor schafft es geschickt und mit viel Fingerspitzengefühl für seine Protagonisten, den Leser bis zum Schluss im unklaren zu lassen wem man trauen kann, ganz egal auf welcher Seite die Person anscheinend steht. Mit immer neuen Wendungen und Erkenntnissen weiß man erst auf der letzten Seite wirklich, was des Rätsels Lösung ist und dadurch entsteht nahezu ein Zwang weiterzulesen, bis zur letzten Zeile.
Mein Fazit: Ein gelungener und gut durchdachter Psychothriller mit dem Arno Strobel mich einmal mehr überzeugen konnte.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.12.2010
Rubinrot / Liebe geht durch alle Zeiten Bd.1
Gier, Kerstin

Rubinrot / Liebe geht durch alle Zeiten Bd.1


ausgezeichnet

Mein Lesejahr 2010 hat begonnen mit Kerstin Gier und im Laufe des Jahres habe ich viele ihrer Bücher verschlungen. Diese Autorin schafft es mir auch trübe Tage etwas zu versüßen und deswegen gehört sie nun auch auf meine ganz persönliche Liste „Petras-Gute-Laune-Bücher“.
Mit Rubinrot wagt sich Frau Gier sich in ein neues Genre, aber bleibt dabei ihrem Stil treu. Wieder finden wir eine romantische Geschichte mit vielen humorvollen Einlagen, so wunderbar abgerundet das sie nicht nur jungen Lesern Freude macht sondern auch jung gebliebenen. Sympathische und auch weniger sympathische Charaktere prägen die Erlebnisse von Gwendolyn, ihres Zeichens frisch gebackene Zeitreisende, und entführen uns in eine fantastische Geschichte. Nicht zu kompliziert, nicht zu komplex, und trotzdem spannend und gut durchdacht macht Rubinrot vor allem eins, Spaß beim Lesen.
Wer Kerstin Gier mag, wird hier auf seine Kosten kommen, wer sie noch nicht kennt, sollte das rasch ändern.

3 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.