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Bewertungen

Insgesamt 228 Bewertungen
Bewertung vom 05.09.2019
Krankhafte Narzissten enttarnen
Strauch, Silvia Christine

Krankhafte Narzissten enttarnen


ausgezeichnet

Für mich war es grausam dieses Buch zu lesen, denn ich habe in den letzten Monaten erlebt was Narzissten mit ihren Opfern machen und wie diese darunter leiden und wohin das führen kann. Als Beobachter fühlt man sich hilflos. Man möchte dem Betroffenem helfen, doch dieser wird isoliert und man kommt gar nicht mehr an ihn heran. Die Opfer selber wissen oft sogar, dass das keine Liebe ist und das sie nicht mit diesem Narzissten zusammen sein wollen, trennen sich vielleicht sogar. Doch es ist wie eine Sucht. Immer wieder suchen sie die Bestätigung dieses Narzissten.Meistens sind die Betroffenen wunderbare Menschen, denen man nur das Beste wünscht. Man sagt ihnen, wie toll man einen findet oder erwähnt positive Eigenschaften. Diese Komplimente werden aber eher selten bis gar nicht angenommen.Sie sehen nicht, wie gut sie sind und sind sich nicht wert, diesen Narzissten zu verlassen. Sollte man sich nicht selbst so viel lieben, dass man sich etwas mehr wert ist?Allerdings haben Narzissten ihre Opfer sehr schnell so weit, dass sie sich wertlos fühlen, ohne das die Opfer dies vielleicht mitbekommen. Sie werden beleidigt und herabgewürdigt. Wenn die Narzissten einen doch so sehr missachten, warum bleiben sie dann bei ihren Opfern. Ganz einfach. Sie sind gar nicht in der Lage zu lieben und wollen dieses Opfer das sie quälen können. Sie brauchen ihr persönliches Spielzeug. Trennen sich die Opfer tatsächlich tut der Narzisst so, als sei dies nicht passiert. Das Opfer kommt schon wieder. Ich muss nur genug anrufen und so tun, als ob es mir leid tut. Menschen sind nur Mittel zum Zweck für Narzissten. Meistens haben diese sogar mehrere Partner nacheinander oder sogar nebeneinander. Sie halten sich ihre Opfer warm, damit sie, sollte sich ein Opfer vorübergehend trennen, zum anderen gehen können. Narzissten werden sich niemals ändern. Wenn sie zu einer Therapie bereit sind, dann aus anderen Gründen. Oft nutzen sie diese Therapie allerdings um mehr über die Menschen zu erfahren und sie dadurch später besser manipulieren zu können.Narzissten wollten am liebsten ihren Partner sofort heiraten und Kinder bekommen, denn mit diesen kann er seinen Partner auch noch erpressen. Das Narzissten ihre Kinder lieben werden, sollte man allerdings nicht glauben. Auch sie werden nur Mittel zum Zweck sein. Gibt es Menschen, die ihr Opfer lieben, werden sie dafür sorgen das man aus dem Weg geräumt wird. Egal wie. Sie verleumden einen oder sorgen dafür, dass das Opfer einen verleumdet. Es gibt nämlich nur die eine Wahrheit. Die des Narzissten. Dass das Opfer mehr geliebt wird, als der Narzisst selber, akzeptiert er nicht. Also entzieht er nicht nur seinem Opfer, sondern auch den Menschen, die es lieben, die Energie.Zum Glück haben manche Opfer immer Menschen im Hintergrund die jederzeit für einen da sein würden, auch, wenn sie sich lange zurückgezogen oder sich falsch verhalten haben. Trotzdem wird es für manche Opfer sehr schwer werden ihren Peiniger zu verlassen. Gerade, wenn der Kontakt nach Außen minimiert wird und derjenige zu isoliert ist.
Da hilft nur die klare Trennung. Keinen Kontakt, am besten überall blockieren und nicht reagieren, wenn etwas kommt. Und damit man selber nicht Rückfällig wird, die Nummer des Narzissten löschen oder sogar die Handynummer wechseln. Das wird die beste Möglichkeit sein. Mit einem Narzissten kann man nicht reden. Am besten wird sogar noch eine Therapie sein, die viele brauchen werden. Das ist nichts wofür sich jemand schämen müsste. Vielleicht hilft es sogar, wenn man sich bei der Trennung einweisen lässt, um sofort mithilfe eines Therapeuten zu lernen, wie man aus dieser Spirale wieder herauskommt. Als Bekannter von Opfern kann man leider nicht viel tun, außer da zu sein, falls das Opfer bereit ist.Für ein Opfer bete ich täglich und ich glaube an diesen Menschen. Ich glaube daran, dass er es schafft diesen Narzissten zu verlassen und hinter sich zu lassen und er das Leben führen kann, was er verdient hat.

Bewertung vom 21.08.2019
Du bist umwerfend!
Tissot, Sandra

Du bist umwerfend!


ausgezeichnet

Ich finde es Klasse, wenn solche Bücher eine Inhaltsangabe, wie dieses hier haben. So kann man schauen, was man benötigt und blättert zu der jeweiligen Seite. Jedoch würde ich empfehlen dieses Buch mindestens einmal ganz durchzulesen. Danach kann man das Buch immer wieder zur Hand nehmen, wenn man es braucht. Mir ist sofort aufgefallen, dass es sehr kompakt ist und somit auch einfach in die Handtasche gesteckt werden kann. Oft wissen wir in Alltagssituationen nicht weiter, doch dieser Ratgeber gibt uns einige Tipps mit auf den Weg.

Das Buch ist ein wunderbares Geschenk für jemanden, dem man einfach mal sagen möchte: Du bist umwerfend! - Du weißt es aber vielleicht noch nicht selber. Oder man schenkt es sich einfach selber, denn wir müssen uns auch einfach mal selber umwerfend finden. Dies hebt die Laune.

Der Ratgeber zeigt, was diese drei Worte mit dir und mit anderen macht, wenn man sie einfach mal jemandem sagt. Wie oft sagen wir das anderen? Gar nicht so oft würde ich meinen. Ich habe keine Probleme Komplimente zu machen, doch genau diese drei Worte sage ich viel zu selten. Wir müssen uns selber einfach mehr im Alltag beobachten und nicht immer nur erwarten, sondern auch geben. Aber am wichtigsten ist hier einfach, und das taucht immer wieder in allen Lebenslagen auf, die Macht der Gedanken. Ich selber setze sehr viel auf meine Gedanken und weiß, dass sie mein Handeln und auch das Geschehen beeinflussen können. Ich glaube einfach daran. Genau wie die Körperhaltung, hat auch die Gedankenwelt Einfluss auf unser Leben. Nicht nur ins Außen sondern auch für uns selber im inneren.

Dieses Buch ist verständlich geschrieben, hat kurze Absätze und auf mehreren Seiten oben Sprüche, die zum Nachdenken anregen. Und was mir sehr gut gefiel: es gab Platz für Notizen. So merkt man direkt, man kann selber mitarbeiten und dazu beitragen das man sich selbst bewusster wird. Man findet hier viele Hilfestellungen und jeder wird sich selber in manchen Zeilen wiederfinden. Ich selber bräuchte diesen Ratgeber nicht unbedingt. Ich bin mir selbst bewusst, auch wenn jeder mal an sich zweifelt. Aber auch ich nehme hier Ansätze mit, die ich verinnerlicht habe und die mich nur weiterbringen können. Wir selbst sind dafür verantwortlich, wie es uns geht und niemand anderer, also nehmt diesen Ratgeber als eine Hilfestellung euch selbst zu helfen und euch selbst bewusst zu werden.

Bewertung vom 16.08.2019
Brokenwood - Mord in Neuseeland - Staffel 1
Brokenwood-Mord In Neuseeland

Brokenwood - Mord in Neuseeland - Staffel 1


sehr gut

Wir haben hier vier Folgen, die man wahlweise auf Deutsch oder Englisch schauen kann. Jede Folge geht ca. eineinhalb Stunden, was schon recht lang ist. Positiv war für mich allerdings das die Zeit verflog. Ich hatte gar nicht das Gefühl, dass jede Folge so lange dauerte. Ich war so im Geschehen vertieft, dass das Ende mich jedes mal überraschte.
Die Kulisse war wunderschön. Viele grüne Außenbereiche mit atemberaubenden Aussichten. Was mir aber sehr negativ auffiel war das Städtchen an sich. Es wirkte tatsächlich wie eine Kulisse. Es wurden zwar ein oder zwei Menschen hier und da positioniert, aber es wirkte wie eine Geisterstadt. In jeder Daylie Soap wirkt die Kulisse belebter. Zum Glück spielten die meisten Szenen in den Ländlichen Gegenden.

Dafür gefielen mir die Fälle sehr gut. Ich selber hätte, wie immer, einfach jeden eingesperrt bis einer gesteht. So viele Verdächtige, so viele Motive. Ich hätte das nicht alles ohne die gute Polizeiarbeit von Mike und Kristin herausgefunden. Zum Glück war es ihre und nicht meine Aufgabe. Die Mordfälle und das Vorgehen der beiden waren verständlich und man konnte ihnen folgen. Irgendwie war immer etwas los und auch, wenn Mike sehr behutsam mit allen beteiligten umging, so gab es auch jedes mal etwas Aufregung und es wurde in irgendeiner Weise spannend, was mich sehr überraschte. Das hätte ich nicht erwartet. Pro Folge wird ein Fall behandelt. Es gibt wechselnde aber auch feste Protagonisten.

Die Charaktere waren Klasse. Es gab da Mike Sheperd. Auf den ersten Blick wirkt er ein wenig komisch. Er redet mit den Toten, hört am liebsten Country-Musik und seine geliebte ist wohl am ehesten sein Auto, das er mit dem größtem Respekt behandelt. Doch lernt man ihn schnell kennen und sieht das er mit Herz und Verstand arbeitet, seine Kollegen herausfordert, damit sie dazulernen und jeden Menschen mit Respekt und Vorsicht behandelt. Mit den Frauen hatte er noch kein Glück, doch in Kristin Sims gewinnt er in der Serie eine gute Freundin. Oder wird daraus irgendwann doch mehr? Das würde mich wirklich interessieren. Vielleicht in einer weiteren Staffel. Beide sind sympathisch und es wird oft amüsant mit ihnen. Doch mein Lieblingsprotagonist war Jared. Er ist immer wieder dabei und wird zu einem guten Freund von Mike. Er wirkt süß und sympathisch und ist eine liebevolle, treue Seele. Ihn muss man einfach lieben. Allerdings hat er es faustdick hinter den Ohren und so kommt es das er immer wieder mit Insider- Wissen auftaucht und Mike damit hilft. Er kennt die Bewohner von Brokenwood sehr gut und ihm vertrauen sie Dinge an, die sie der Polizei niemals sagen würden.

Ich würde mich über eine zweite Staffel sehr freuen. Vielleicht wechselt Jared die Seiten und wird ein Polizist oder so etwas in der Art. Zwischen Kristin und Mike hat sich bis jetzt eine Freundschaft entwickelt, doch die beiden wirkten manchmal, als würden sie sich sticheln und somit flirten. Vielleicht passiert in dieser Richtung auch noch etwas. Ich wäre jedenfalls sehr gespannt. Die Kulisse für das Städtchen sollte aber dringend verbessert werden um echter zu wirken.

Bewertung vom 09.08.2019
STILL ALIVE - Sie weiß, wo sie dich findet
Douglas, Claire

STILL ALIVE - Sie weiß, wo sie dich findet


gut

Ich habe von der Autorin schon Missing gelesen und war von dem Thriller absolut fasziniert. Er hatte mich von vorne bis hinten gefesselt.
Leider konnte Still Alive da für mich nicht mithalten. Der Thriller war sehr ruhig und hat mich wenig fesseln können. Man lernt die Protagonisten langsam kennen und entwickelt seine eigenen Theorien, was passiert sein könnte und weshalb sich die seltsamen Geschehnisse häufen, die vorkommen. Doch richtig interessant wurde dieses Buch für mich leider erst im letzten drittel. Was sehr schade ist. Der Schreibstil ist auch hier sehr gelungen und man erkennt das Potential, jedoch hätte es einfach etwas spannender sein können.

Libby und ihr Mann Jamie können eine Auszeit gut gebrauchen und so kommt es ganz gelegen, dass sie ein völlig fremder, durch einen Brief im Briefkasten um einen Haustausch bittet. Doch wird dieser Brief gar nicht hinterfragt. Sucht man sich so etwas nicht lieber aus dem Internet und trifft sich, bevor man so etwas durchzieht? Schließlich ziehen Fremde in die eigenen vier Wände, während man selber bei ihnen wohnt. Nicht, dass man durch ein kurzes treffen einen Menschen kennen würde, jedoch hat man sich zumindest mal gesehen. Aber auch dies trifft nicht zu. Es naiv zu nennen wäre hier noch untertrieben. Aber Libby und Jamie ziehen den Haustausch durch und zuerst finden sie auch gefallen an dieser atemberaubenden Villa. Jedoch passieren gruselige Dinge. Sie werden verfolgt und kommen fast um, doch das alles ist kein Grund für sie, diesen Urlaub abzubrechen. Erst ein Inspektor beendet diesen Haustausch.

Im zweiten Teil des Buches schauen wir dann in die Vergangenheit von Libby, dem Urlaub in Thailand und es tauchen langsam weitere Ungereimtheiten auf. Ab da kann man dann ein wenig rätseln. Als ich dann dahinterkam, was ein Teil der Wahrheit war, musste ich tatsächlich zuerst einmal das Buch zuklappen, um das ganze für mich umdrehen zu können. Ich habe es mir nämlich andersherum gedacht und musste das nun verarbeiten.
Im dritten Teil ging es dann wieder in die Gegenwart und dort wurde es dann auch spannender. Aber nicht weniger verwirrend. Leider! Und das Ende war für mich kein richtiges Ende. Sehr unbefriedigend.

Die Protagonisten waren ganz interessant.
Libby wirkte auf mich sehr ängstlich, obwohl sie ihre Schüler immer beschützte. Zwischendurch hatte ich die Vermutung, sie wäre vielleicht Schizophren. Dies bestätigte sich jedoch nicht. Alles was sie tat, tat sie aus gutem Grund.
Jamie war eher der ruhige, nette Mann von nebenan. Doch auch er hat seine Geheimnisse und eine Ex- Freundin, die ihr ganz eigenes Ding durchzieht. Jamies Familie steht voll und ganz hinter ihm, doch Libby lassen einige aus seiner Familie im Regen stehen, obwohl sie sonst keinen hat. Doch wem gelten die seltsamen Geschehnisse. Wer will den beiden etwas antun und wer ist Karen Fisher?

Bewertung vom 24.07.2019
Mord auf Shetland - Staffel 2 DVD-Box
Mord Auf Shetland

Mord auf Shetland - Staffel 2 DVD-Box


sehr gut

Hier haben wir drei DVDs auf denen je eine Folge in Spielfilmlänge zu sehen ist. Allerdings ist es nicht so, dass in jeder Folge ein Fall abgeschlossen ist. Es handelt sich hier um einen großen Fall für den die Ermittler sogar die Insel verlassen und nach Glasgow reisen müssen. Doch von Anfang an.
Eine Frau taucht besorgt bei der Polizei auf und berichtet von einem Mann mit dem sie Zeit auf der Shetland – Fähre verbracht hat. Er wollte ihr die Insel zeigen, doch nachdem sie aufwachte, war er verschwunden. Zuerst denken die Ermittler die Frau wurde einfach nur abserviert, doch als eine Kettenreaktion ausgelöst wird und ein Junge auf der Intensivstation landet, weil er Pillen aus dem Rücksack der vermissten Person zu sich genommen hat, fangen sie an den Mann zu suchen. Die Frau beobachtete am Abend zuvor, wie sich der Vermisste mit einem älteren Herren stritt. Das alles können keine Zufälle sein. Doch als dieser Verdächtige tot aufgefunden wird müssen sie die Insel verlassen, um diesen Fall zu lösen.

Tatsächlich konnte mich die zweite Staffel mehr überzeugen, als die Erste. Die Kulisse war wieder ein Traum und die Schauspieler einfach klasse. Die Inselbewohner sind einfach so rustikal. Sie wirken fast ein wenig gefühlskalt und stumpf. Aber da manche Häuser so weit von anderen entfernt sind, leben einige Inselbewohner sehr zurückgezogen und sind viel Umgang mit anderen nicht gewohnt. Auch im örtlichen Altersheim gibt es gruselige alte Menschen, die anderen drohen und Freude daran haben. Die Hauptcharaktere haben sich nicht viel verändert, doch beim Fall wurde ich des öfteren überrascht.

Jimmy ist immer noch der besorgte Stiefvater, der er in der ersten Staffel schon war. Das lässt ihn etwas menschlicher wirken. Er und der leibliche Vater von Cathy geraten immer wieder aneinander, obwohl beide nur das Beste für ihre Tochter wollen. Und auch er kümmert sich endlich mal um sein eigenes Leben und sorgt für frischen Wind.
Tosh ist schon in der ersten Staffel mein Lieblingscharakter gewesen und ist es auch hier wieder. Leider widerfährt ihr ein schreckliches Erlebnis während den Ermittlungen in Glasgow was selbst ich so nicht erwartet hätte. Und dann wird auch noch Intern gegen das Ermittler- Team gearbeitet. Doch wer will ihnen schaden und sorgt dafür, dass ihnen der Fall sogar entzogen wird?

Ich würde gerne wissen, wie es in manchen Dingen weitergeht. Besonders Tosh interessiert mich und würde ich gerne weiterhin sehen, was allerdings so oder so fragwürdig wäre. Doch tatsächlich wirkte das Ende der zweiten Staffel, als sei es auch das Ende der Serie. Ich bin sehr gespannt.

Bewertung vom 12.07.2019
One more Chance / One more Bd.1
Keeland, Vi; Ward, Penelope

One more Chance / One more Bd.1


sehr gut

Dieses Buch war von Anfang an einfach der Hammer. Ich habe die Schreibweise geliebt und konnte nicht aufhören zu lesen. Im ersten Teil wird alles aus Aubreys Sicht erzählt. Ich habe so viel gelacht in der ersten Hälfte. Man spürte sofort die Chemie zwischen Aubrey und Chance. Ihre Sticheleien haben das ganze aufgefrischt und sehr sympathisch gemacht. Nachdem Chance Aubey überredet hat, sie mit zu nehmen und nach Kalifornien zu bringen, erleben sie eine aufregende Zeit zusammen. Sie wollte ihr Leben nun eigentlich in Ruhe genießen, aber bis sie ihren neuen Job antreten muss, hat sie noch etwas Zeit, also lässt sie sich nicht nur auf eine gemeinsame Autofahrt mit ihm ein, sondern auf ein paar überraschende Tage.
Chance ist eine so große Ablenkung beim fahren, dass sie fast einen Autounfall baut und einen Ziegenbock überfährt. Liebe auf den ersten Blick! Kann Chance mit dem behaarten Tier überhaupt mithalten? Er gibt jedenfalls sein Bestes. Mit seinem Charakter bringt er Aubrey immer wieder zur Weißglut, aber auch ihr Körper reagiert auf ihn. Sie lässt ihn in ihr Leben und schließlich auch in ihr Herz, doch dann ist Chance spurlos verschwunden...

Im zweiten Teil lesen wir aus Chance` Sicht. Wieso ist er einfach so verschwunden? Für niemanden zu erreichen, außer für seine Schwester, für die er alles tun würde und fast getan hätte. Nun ist er wieder da und hat Aubrey nicht vergessen. Kann er nun einfach wieder in ihrem Leben auftauchen und ihr alles erklären, oder ist es mittlerweile zu spät?

Im Grunde würde ich sagen, dieses Buch ist einfach das perfekte Gesamtpaket. Es ist witzig und romantisch zugleich. Das Zwischenmenschliche, dass man liest, was sie erleben und wie sie miteinander umgehen, wirkt erotisch. Doch leider ist ab der Hälfte des Buches alles etwas zu viel. Es kommt einem fast so vor als würde es nur noch um das Sexuelle gehen. Als ob dies das Wichtigste dabei wäre. Dabei faszinierte am Anfang, dass die Neckereien anziehend wirkten und nicht das Gerede über den Sex. Das fand ich sehr schade. Und ich hätte gerne mehr über den Ziegenbock gelesen. Der war einfach ein Lebewesen für sich.

Bewertung vom 06.07.2019
Für immer Rabbit Hayes
McPartlin, Anna

Für immer Rabbit Hayes


ausgezeichnet

Dies ist der Nachfolger des Romans „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ und überzeugt mich genauso, wenn nicht sogar mehr, als der erste Teil. Am Anfang erleben wir Rabbits Tod, doch damit ist ja nicht alles vorbei. Jetzt fängt es erst an. Ein ganz neues Leben. Ein Leben danach. Ein Leben nach dem Tod eines geliebten Menschen. Wir erleben diese Trauer aus den Sichten verschiedener Menschen, was mir sehr gut gefällt. Jeder erlebt den Verlust anders und geht anders damit um. Nicht jeder kann verstehen, wie jemand anders Trauert. Jeder muss seinen eigenen Weg und sein eigenes Tempo finden. Darf man wieder lachen und glücklich sein, oder muss ich ein schlechtes Gewissen haben? Natürlich darf man das. Und auch in Tagen der Trauer gibt es tolle Momente. Momente in denen man vielleicht zurückblickt und über gemeinsam erlebtes Lachen kann oder einfach dankbar ist. Diese Prozesse werden hier in dem Buch einfach toll beschrieben.

Ich liebe die Familie Hayes und ihren Anhang einfach! Die Charaktere sind so verschieden und passen so wunderbar zueinander. Und trotz all der Tragik schafft die Autorin eine tolle Art von Witz und Charme. Hier herrscht einfach ein ganz „normaler“ Familienwahnsinn. Eine typische Großfamilie, die sich streitet und sich uneinig ist. Wollen sie Rabbits Willen erfüllen, oder darf das Oberhaupt Molly einfach ihren Dickschädel durchsetzen und tun und lassen, was sie will? Allein der erste Termin beim Bestattungsunternehmen hätte fast weitere Leichen gefordert. Grace, die sich um alle sorgt, muss sich nun um sich selbst kümmern und Entscheidungen treffen, die von großer Bedeutung sind. Jack und Molly entfremden sich seit dem Tod ihres Kindes immer weiter voneinander und auch Davey kann sich nicht um den Rest seiner Familie kümmern, da er jetzt die Vaterrolle von Juliet übernehmen muss. Er zieht mit ihr nach Amerika, wo sie sich stark verändert. Sie ist ihm dankbar für alles, doch zieht sie sich zurück und erlebt ihren persönlichen Alptraum. Wird sie sich ihrem Onkel anvertrauen können?

Trotz, dass diese Familie so chaotisch ist, hat die Autorin sie super beschrieben. Sie können sich streiten so viel sie wollen. Sie lieben sich und würden alles füreinander machen. Tatsächlich könnte ich mir sogar einen dritten Teil vorstellen. Wir lassen uns einfach überraschen.

Bewertung vom 30.06.2019
Abgeschminkt - Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede - Die Frau, die Cindy aus Marzahn war (Ungekürzt) (MP3-Download)
Bessin, Ilka

Abgeschminkt - Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede - Die Frau, die Cindy aus Marzahn war (Ungekürzt) (MP3-Download)


ausgezeichnet

Dies ist das allererste Hörbuch das ich überhaupt höre. Ich finde es sehr schwierig Hörbücher zu kreieren. Wenn ich ein Hörbuch angemacht habe und die Stimme gefiel mir nicht, war es vorbei und ich habe es sofort wieder ausgemacht. Doch hier ging es um Ilka Bessin. Eine Frau, die für mich ein Ausnahmetalent ist. Es geht um ihr Leben, nicht um irgendeine erfundene Geschichte, und dazu liest sie es auch noch selbst mit dieser tollen Stimme. Dies war für mich die Entscheidung für das Hörbuch.
Obwohl sie vorliest, spürt man ihre Leidenschaft und muss trotz der Tragik in ihrem Leben viel lachen. Typisch Ilka Bessin – Humor eben. Diese Frau ist so sympathisch, einfach weil sie ist, wie sie ist. Auch, wenn zeitlich ein paar Sprünge sind, hatte ich sehr viel Freude beim zuhören.

Wir erfahren hier viel über ihre schwierige Kindheit. Von anderen Kindern gemieden oder ausgenutzt, fällt es ihr nicht leicht, ihren eigenen Weg zu finden. Auch zuhause bekommt sie keinen Trost und keine Zuwendung. Eher im Gegenteil, sie erfährt Ablehnung, Nichtachtung und Gewalt. Weil sie sich anders Gehör verschaffen will wird sie zum schwarzen Schaf der Familie. Für andere mögen ihre Erzählungen traurig und erschütternd sein und vielleicht sogar mitleiderregend. Für Sie war es normal. Sie kannte es einfach nicht anders. Selbstwertgefühl besaß sie nicht, Trost suchte sie im Essen. Doch Ilka ist dankbar. Dankbar für die schönen Momente, die es trotz allem gab.

Ilka vertraut uns ihre Wünsche an. Sie wollte immer zum Zirkus. Doch ihre berufliche Laufbahn war nicht einfach und beim Zirkus ist sie bis heute nicht. Ich liebe ihre schonungslose Ehrlichkeit. Als sie aus heiterem Himmel gekündigt wurde, rutschte sie in Hartz 4. Damit hat sie am eigenen Leib erfahren, worüber sie redet und darf auch Witze darüber machen. Denn sie weiß das Hartz 4 keine Lebensqualität ist, sondern ein überleben. Als sie die Rolle Cindy aus Marzahn erfand, half sie sich im Grunde selber ihr Leben zu verarbeiten. Wer kann das schon. Dazu gehört Mut und viel Talent! Doch auch in der Öffentlichkeit wird sie diskriminiert und nieder gemacht. Von Menschen ohne Verstand und Taktgefühl. Einem sollte klar sein das hinter jeder Kunstfigur ein echter Mensch steckt, der vielleicht zwar aus seinem Leben erzählt, aber irgendwann auch Feierabend hat. Nicht jede Kunstfigur kann man mit der Person dahinter vergleichen. Vielleicht ist auch alles nur erfunden. Auch Komiker sind nicht immer komisch. Auch Ilka berichtet uns von ihrem Höhenflug und geht dabei hart mit sich selbst ins Gericht. Sie verlor sich einfach irgendwann selbst und musste wichtige Entscheidungen treffen.

Danke liebe Ilka für dieses wunderbare Hörbuch. Danke das du mich an deinem Leben hast teilhaben lassen. Von deiner schwierigen Kindheit über die erste Liebe, endende Freundschaften, verlorenen Jobs, deine Zeit als Cindy aus Marzahn bis hin zu traurigen und emotionalen Abschieden. Danke, dass du immer gekämpft hast und heute der Mensch bist, der du bist. Mir persönlich ist es nicht wichtig, ob du in pink rumläufst. Ich liebe deinen Humor, deine schonungslose Ehrlichkeit und deine Wärme. Ich wünsche dir nur das Beste und hoffe, wir werden weiterhin von dir hören.

Bewertung vom 24.06.2019
Stockholm Requiem
Stockholm Requiem

Stockholm Requiem


gut

Mich konnte diese Serie leider nicht begeistern. Die einzelnen Folgen waren ziemlich lang und man hatte das Gefühl, die Ermittler kommen einfach nicht weiter. Ich hatte in fast jeder Folge einen Anflug von Langeweile und habe mich schnell ablenken lassen. Mir kam es einfach nicht so vor, als würde ich etwas verpassen. Jeder Fall schleifte so vor sich hin und es wurde nicht wirklich spannend oder aufregend. Es passierte nichts unvorhersehbares.

Von den Charakteren wuchs mir keiner so recht ans Herz. Jeder hat seine eigenen Probleme zuhause und auf dem Revier hat man das Gefühl das jeder jeden betrügt und jeder gegen jeden arbeitet, anstatt miteinander.
Fredrika ist eigentlich Musikerin, kann nach einem Autounfall aber nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten und so wechselt sie durch ihr Studium zur Sondereinheit der Stockholmer Polizei. Es ist für mich etwas unglaubwürdig, dass man da so einfach eine Stelle bekommt, doch eine wirkliche Vorgeschichte wird auch nicht erzählt. So weiß man auch nicht, wie es dazu kommt. Sie würde gerne ein Kind adoptieren, aber ihre Sachbearbeiterin hält ihren Beruf zu gefährlich und lehnt ihren Antrag ab. Findet sie eine andere Möglichkeit?
Ihre Kollegen Alex und Peder empfangen sie alles andere als freundlich in ihrem neuen Beruf. Dabei sollte man meinen, dass sich Erwachsene etwas besser verhalten. Doch die beiden haben Vorurteile gegen sie, da sie nur eine „Zivilistin“ ist, sind überheblich und ignorieren sie zu Anfang einfach. Das macht beide sehr unsympathisch. Im Grunde wollen doch alle das Gleiche und zwar jeden Fall lösen.
Besonders Peder, der zuhause zwei kleine Kinder und eine depressive Frau hat, lässt seinen ganzen Frust an allen anderen aus. Er hat keine Achtung vor Frauen und wirkt mürrisch und sehr düster.
Nur bei seinem geistig behinderten Bruder und seinen zwei Kindern zeigt er sein Herz.
Alex ist der vernünftigere von beiden und hat seine netten Momente. Allerdings hat auch er mit sich selbst und seiner Gesundheit zu kämpfen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich nach diesen Polizisten den Glauben an die Polizei verloren hätte, wenn ich nicht wüsste, dass das eine Serie ist. In jeder Folge wird ein Fall geklärt, doch schon beim ersten Fall wirkten die Ermittler nicht sehr kompetent. Auch das Ende der Serie ergab keinen Sinn für mich. Die drei Charaktere kommen zwar mittlerweile gut miteinander aus, doch diesen Prozess bekommen wir gar nicht so richtig mit, da die Zeit extrem springt zwischen den einzelnen Folgen. Ich könnte nicht behaupten, dass ich eine große Entwicklung miterlebt oder einen Charakter gut kennengelernt habe.

Bewertung vom 15.06.2019
Der Wind nimmt uns mit
Herzog, Katharina

Der Wind nimmt uns mit


ausgezeichnet

Katharina Herzog ist eine wunderbare Autorin. In jede ihrer Geschichten legt sie ihr ganzes Herz und auch so wird dieses Werk entstanden sein. Man spürt richtig die Insel. Ich selber war zwar noch nie auf La Gomera, doch meine Tante ist tatsächlich eine Aussteigerin, die dort gelandet ist. Ich weiß von den Märkten, auf denen meine Tante sogar selbst von Hand gemachtes verkauft und von Trommelsessions am Strand habe ich sogar ein Video gesehen. Auch das esoterische, was man in diesem Buch las, würde ich, ohne es bis jetzt selbst erlebt zu haben so unterschreiben, denn auch das wird meine Tante dorthin gezogen haben.

Die Geschichte ist wunderschön. Maya hat nach außen hin einen starken Charakter. Sie reist, und wird dafür noch bezahlt. Für viele sicher ein Traum. Doch ständig unterwegs sein und unter dem Druck zu stehen, man muss etwas Gutes darüber berichten. So gut, dass andere es lesen möchten, ist nicht einfach. Als Buchblogger lebt man nicht vom Schreiben. Ich liebe es, wenn ihr meine Rezensionen lest und noch mehr von mir lesen möchtet. Aber ich schreibe freiwillig. Und auch, wenn ich dafür auch hin und wieder Rezensionsexemplare bekomme, werde ich nicht pro Zeile oder für Rezensionen bezahlt. Es ist ein Hobby. Für Maya ist es ihre Existenz. Sie ist von Lesern abhängig. Wenn sie mal einen Tag nichts schreibt, hat sie gleich Angst, sie könnte Leser verlieren und dadurch keine Aufträge mehr bekommen.
Doch, was Maya nicht sieht ist, dass sie sich nicht nur selber stresst, sondern auch vor sich selber davonläuft, oder es versucht. Denn man kann nicht vor Problemen und schon gar nicht vor sich selber davon laufen. Und so muss auch Maya feststellen, dass sie irgendwann eingeholt wird. Als sie von einer Affäre schwanger wird merkt sie, dass sie so nicht weiter machen kann. Sie sucht den Vater über ihren Blog und hofft auf ihre Leserschaft. Diese treibt sie nach La Gomera, auf die Insel, auf der ihre Adoptivmutter lebt. Widerwillig fliegt sie hin, um den Erzeuger des Kindes zu finden, doch von Anfang an begegnen ihr bekiffte Hippies und andere vergessliche Menschen, die ihr nicht weiterhelfen. Dazu muss sie auf dieser kleinen Insel auch noch damit rechnen, dass sie ihrer Mutter begegnet. Sie versucht alles, um das zu verhindern und begegnet dabei sehr interessanten Menschen...

Ein tolles Buch voller Gefühl und Charme. Maya wirkt zwar manchmal etwas abweisend und zurückgezogen, doch nach und nach öffnet auch sie sich auf dieser Insel und kommt endlich aus sich heraus. Und auch, wenn sie sich wie ein bockiger Teenager verhält, hat sie trotzdem mein Herz erobert, indem sie durch ihre Umgebung aufblüht.