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misspider

Bewertungen

Insgesamt 738 Bewertungen
Bewertung vom 24.11.2025
Greifenstein, Gina

Liebeskummer & Lametta


sehr gut

Genau das richtige Buch, um die Weihnachtszeit einzuläuten! Für mich hat hier alles gepasst, vor allem dass die Handlung so greifbar und bodenständig war und nicht in irgendwelchen abgehobenen Locations und mit stylischen Leuten in Top-Berufen spielte wie so viele andere Weihnachtsromanzen, die eine (durchaus schöne, aber eben doch nur) Traumwelt schaffen. Die Personen, die Probleme wirkten sehr nahbar und real, und so konnte ich mich voll auf die Geschichte einlassen, die gefühlt in der Nachbarschaft neben gespielt hat. Gut gefallen hat mir auch, dass die Romanze(n) nicht in den Vordergrund gestellt wurden, sondern sich ganz nebenbei entwickelten. Fazit: kitschiger Titel für einen wunderbar weihnachtlichen und herzlichen Wohlfühlroman.

Bewertung vom 24.11.2025
Meyer, Kai

Das Antiquariat am alten Friedhof


sehr gut

Dies ist der vierte Band aus der Feder von Kai Meyer, der rund um das Graphische Viertel in Leipzig spielt. Und auch wenn man die Bücher unabhängig voneinander lesen kann, hat es doch auf jeden Fall einen Mehrwert wenn man sie in Folge liest - Personen, die wieder dabei sind, Orte oder Ereignisse, auf die, wenn vielleicht auch nur als Nebenschauplatz, Bezug genommen wird. So habe ich mich sehr gefreut, Cornelius Frey erneut begegnen zu dürfen, auch wenn ich mir insgeheim eine grössere Rolle für ihn gewünscht hätte. Aber auch die Geschichte um die Freunde, die sich regelmässig zum Gedankenaustausch und Bücherklau treffen und schliesslich nach einer folgenreichen Nacht und in den Kriegswirren getrennter Wege gehen, hat mich zu fesseln gewusst. Die Mischung aus historischem Roman mit Krimi-Anteilen, alles eingebettet in einen literarischen Hintergrund, ist einfach perfekt ausbalanciert. Ein wenig überrascht hat mich der geradezu humorvolle Einstieg, aber auch im Verlauf des Buches blitzen immer wieder feine Kommentare vor allem in den Dialogen auf, die die überwiegend dramatische Schwere der Handlung und durchaus heftigen Schicksalsschläge etwas auflockern. Für mich eine gelungene Fortsetzung und ein absolut lesenswerter Roman.

Bewertung vom 19.11.2025
Martin, Andrea

Die wundersame Weihnachtsbande


ausgezeichnet

Die Geschichte ist einfach traumhaft schön, und die Illustrationen machen diesen Adventskalender zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die noch nicht ganz fertigen Kuscheltiere, von den anderen abfällig Schmuddeltiere genannt, machen sich auf die Suche nach dem Spielzeugmacher Salamander, der sie doch eigentlich in dieser letzten Nacht vor Weihnachten noch rechtzeitig fertigstellen wollte. Jedem der Kuscheltiere fehlt noch etwas - dem Fuchs der Mund, der Eule das Ohr, der Katze die Augen, der Schnecke die Nähte und dem Walross die Füllung - aber dafür ergänzen sie sich alle zusammen zu einem einfallsreichen und hilfsbereiten Team. Auf ihrer Suche begegnen sie freundlichen Tieren wie dem Eichhörnchen, aber auch Gefahren wie die Krähe lauern auf sie. Doch davon lässt sich diese bunte Weihnachtsbande nicht unterkriegen und verfolgt weiter unbeirrt ihre Mission, denn schließlich wollen auch sie an Weihnachten als Geschenk zu einem, ihrem, Kind kommen. Besonders gefallen haben mir die sehr menschlichen Eigenschaften der Tiere, die sie so sympathisch und liebenswert machen. Und es ist immer auch ein feiner Humor dabei, der beim Lesen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wie die Geschichte ausgeht wird hier natürlich nicht verraten, aber was wäre eine gute Weihnachtsgeschichte ohne ein magisches Ende? Fazit: unbedingt lesen und verzaubern lassen!

Bewertung vom 17.11.2025
Kohlhaas, Daniel

Je tiefer der Wald


sehr gut

Eigentlich bin ich nicht so ein großer Fan von psychologischen Thrillern, aber die Kurzbeschreibung an diesem Buch hat mich neugierig gemacht. Und schon nach kürzester Zeit hat mich die Geschichte total gefesselt und ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Auch wenn einige Wendungen nicht ganz glaubwürdig wirken und vor allem die Polizei mehrfach unfähig erscheinen lässt, wurde die Spannung konstant hochgehalten und meine Vermutungen wurden ein ums andere Mal über den Haufen geworfen, weil der Autor äußerst geschickt falsche Fährten legt und in die Irre führt. Am besten hat mir die Figur des Psychologen Vinzenz Reker gefallen, der das Mädchen Leni betreut und versucht sie zum Sprechen zu bringen, um die Umstände ihres Verschwindens vor zehn Jahren herauszufinden und wie sie jetzt plötzlich wieder auftauchen konnte. Dabei hat Lenis Wohl für ihn immer höchste Priorität, während alle anderen Beteiligten manchmal zu sehr auf ihr eigenes Schicksal und ihre eigenen Wünsche fixiert waren. Die Mutter Julia reagierte mehrfach leicht hysterisch, was aber angesichts der Situation nicht verwunderlich war. Auch ihre eigene Kindheit blitzte immer wieder durch und lieferte plausible Erklärungen für ihr Verhalten sowohl in der Vergangenheit als auch der Gegenwart. Der Vater Sebastian wirkte wie ein wandelndes Pulverfass, war in seiner Verzweiflung für mich aber absolut überzeugend. Der neue Partner der Mutter, machte auf mich einen fast übergriffigen, unangenehm einnehmenden Eindruck und wirkte daher von Anfang an dubios und teils auch verdächtig. Gelungen fand ich die Konstellation aus Vinzenz, seiner "Fahrerin", die fast wie eine Privatdetektivin Ermittlungsarbeiten für ihn übernahm, und der Ermittlerin, die zwischen Staatsanwalt, Eltern und Vinzenz immer wieder vermitteln musste. Hier gab es auch fast humorvolle Momente in den Dialogen, die die vorherrschende Anspannung etwas auflockerten. Die Auflösung war schlüssig und schockierend, aber letztlich nicht wirklich überraschend, da dieser Handlungsstrang zuletzt immer mehr Raum einnahm und somit die Bedeutung vorwegnahm. Insgesamt hat mir dieser Thriller ausgesprochen gut gefallen, zeigt er doch dass es immer noch neue Ideen abseits der ausgetretenen Pfade im Bereich Psycho-Thriller gibt. Einer Fortsetzung, in der vor allem Vinzenz wieder in Erscheinung tritt, wäre ich nicht abgeneigt.

Bewertung vom 17.11.2025
Borison, B. K.

Good Spirits


weniger gut

Leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen, dabei war die Kurzbeschreibung so überaus vielversprechend. Ich hatte mir ganz viel moderne Weihnachtsgeschichte ala Scrooge versprochen, aber die Handlung versandete immer wieder in langweiligen Schmacht- und Liebesszenen zwischen den beiden Protagonisten. Die Reisen in die Vergangenheit wirkten willkürlich eingestreut und so recht wollte das Geheimnis, weshalb Nolan ausgerechnet bei Harriet herumspuken musste, einfach nicht in die Gänge kommen. Selbst die dann doch noch erreichte Auflösung wirkte auf mich halbherzig, auch wenn sie dann doch schon lange vorhersehbar und durchaus schlüssig war. Irgendwie lag das Buch einfach überhaupt nicht auf meiner Wellenlänge, und vor allem Harriet fand ich ziemlich nervig. Über weite Strecken passierte einfach viel zu wenig. Am meisten hat mich geärgert, dass der Weihnachsklassiker so viel Potential geboten hätte, welches hier nur im Ansatz genutzt wurde, um dann doch wieder eine ziemlich banale Liebesgeschichte draus zu machen. Das ist meine persönliche Meinung zu dem Buch.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.11.2025
Pannen, Kai

Weihnachtsspinnerei


ausgezeichnet

Da sind sie wieder: Karl-Heinz und Bisy präsentieren ein neues Abenteuer, und diesmal kehren sie gleich in doppelter Hinsicht zu den Wurzeln zurück: es gibt wieder eine Weihnachtsgeschichte, und diesmal erfahren wir etwas über die Kindheit unserer Krabbeltierhelden. Während Karl-Heinz sich als Netzhäkchen in einer Großfamilie behaupten muss, wird Bisy als Einzelfliege überbehütet und verwöhnt. Aber charakterlich haben die beiden auch jetzt schon das Herz auf dem rechten Fleck und sind unverkennbar und es gibt viele Wiedererkennungsmomente. Und so kommt es, dass sie sich Gedanken über Weihnachten bei der jeweils anderen Spezies machen und ob diese auch Geschenke bekommen. So startet das Weihnachtschaos, an dessen Ende zwei kleine große Helden wunderbar weihnachtliche Taten vollbracht haben. Das Buch verbreitet nicht nur Weihnachtsstimmung, sondern zeigt auf liebenswerte Art und Weise, dass es trotz vieler Unterschiede auch viele Gemeinsamkeiten gibt und Weihnachten mit der Familie eigentlich überall ähnlich chaotisch abläuft. Wie immer wird die Geschichte von wunderschön detailreichen Illustrationen begleitet, die uns einen Einblick in das Zuhause von Karl-Heinz und Bisy und ihren Familien geben. Eine tolle Ergänzung für alle alteingesessenen Fans oder ein wunderbarer Einstieg in die Reihe.

Bewertung vom 12.11.2025
Schnalke, Christian

Ich bin der beste Freund des Menschen


ausgezeichnet

Wer Bücher mag, wird dieses Buch lieben! Ich blättere es immer wieder durch und entdecke neue Details, die mich zum Schmunzeln oder Nachdenken bringen. Es gibt Illustrationen rund um das "Leben" von Büchern mit all ihren Höhen und Tiefen, Stärken und Schwächen sowie genial umgesetzte Anspielungen auf Literatur und Kunst. Man merkt jedem einzelnen Bild die Liebe zum Buch an, die Einfälle des Autors sind wirklich vielfältig und auf vielen Seiten erkenne ich auch mich bzw. mein Verhältnis zu Büchern wieder. Zu einigen der Motive hätte ich jetzt bitte gerne das passend bedruckte T-Shirt, außerdem gerne einen Kalender und nicht zu vergessen Postkarten, um bibliophile (und auch andere) Freunde damit zu beglücken. Ich bin restlos begeistert von diesem Buch der Bücher, das auf Anhieb einen festen Platz in meiner Bücherwelt eingenommen hat.

Bewertung vom 11.11.2025
Kingfisher

Dornenhecke


ausgezeichnet

Es war einmal...eine Prinzessin in einem Turm, die in ewigem Schlaf lag. Aber dies ist nicht ihre Geschichte! Dies ist die Geschichte von Krötling, die durch widrige Umstände an den Turm und die Prinzessin gebunden war und deren Schicksal es sein sollte, hier, versteckt in der Dornenhecke, die den Turm umgab, auszuharren. Doch eines Tages kam ein Ritter vorbei, der aus Langeweile das Geheimnis hinter der Dornenhecke ergründen wollte - und dabei Krötling begegnete. Was folgt, ist ein wunderschönes Märchen, das eine ganz andere Geschichte erzählt als die, die man zu kennen glaubt. Krötling ist bescheiden, zögerlich und überaus liebenswert. Ihre herzergreifende Geschichte hat mich sehr berührt und einmal mehr war ich für das Team Außenseiter und vermeintliche Monster. Vom ersten Moment an habe ich mit ihr mitgefiebert in der Hoffnung, dass sie aus ihrem Schicksal erlöst und ein Happy End erleben würde. Ob der Ritter dies zu erreichen vermag? Oder ob er sich der schönen Prinzessin zuwenden wird, wie es allgemeinhin üblich ist? Sehr bildhaft, mit viel Feingefühl und leisem Humor erzählt die Autorin ein fantastisches Märchen, das uns lehrt nicht dem ersten und äußerlichen Eindruck zu trauen, sondern hinter die Fassade zu blicken und die Schönheit im Verborgenen zu entdecken. Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich dieses fantastische Märchen verzaubert. Absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 10.11.2025
Engel, Henrike

Schatten über St. Pauli / Elbnächte Bd.2


ausgezeichnet

Das Buch setzt nahtlos da an, wo der erste Band aufgehört hat, und es geht genauso spannend und mitreißend weiter. Obwohl Louises Mann inzwischen im Gefängnis sitzt, scheint die Gefahr noch nicht ausgestanden zu sein, und auch die Nachforschungen Ellas zu Joshuas Schicksals sind nicht ohne Risiko. Einmal mehr beweisen die beiden Frauen Mitgefühl und großen Mut, auch wenn sie nicht immer mit Bedacht vorgehen. Und auch das Liebesleben von Louise und Ella bekommt gewaltigen Auftrieb. Einmal mehr habe ich den zweiten Band der Elbnächte verschlungen, der eine gekonnte Mischung aus Frauenschicksal, historischem Roman und Krimi bietet. Im Laufe der zwei Bücher haben Louise und Ella einen erstaunlichen und beachtlichen Wandel vollzogen, sind selbständig und selbstbestimmt geworden. Fazit: ein fesselnder Roman über zwei starke Frauen, die ihr Schicksal selbstbewusst in die eigene Hand nehmen in einer Zeit, als das noch unerhört neu war.

Bewertung vom 05.11.2025
Kinney, Wallis

A Dark and Secret Magic


gut

Das Buch bietet eine wunderschöne Mischung aus Cozy, Fantasy und Romance. Hekate (Kate) ist eine etwas chaotische, aber liebenswerte Person, doch ihr ruhiges, gewohntes Leben wird auf den Kopf gestellt, als sie die diesjährige große Halloween-Feier ausrichten soll und dann auch noch Matthew, den sie von früher kennt, auftaucht und um Zuflucht bittet. Der er einem Orden verbotener Magie angehört, ist er aber eigentlich ein Feind - doch das wird mit jedem Moment, den die beiden verbringen, schwerer zu glauben, denn Matthew setzt alles Daran, Kate zu beschützen. Und das ist auch nötig, denn plötzlich gerät Kate in den Fokus dunkler Mächte, und sie hat keine Ahnung wieso. Gemeinsam machen sich die beiden auf eine Schnitzeljagd, das Rätsel um Kates Mutter und ihre wahre Vergangenheit zu lösen.
Die Handlung hat mich wirklich mitgerissen, allerdings hätte ich mir die Geschichte noch düsterer und gefährlicher gewünscht. Dazu im Gegensatz standen die vielen cozy Momente, in denen Kate entweder kocht oder dekoriert und beides im Detail beschreibt - das war zwar nett, hat mich aber immer wieder aus dem "Mitfiebern" herausgerissen und die Spannung somit unterbrochen. Das Ende hat mir dafür gut gefallen, hat es doch nochmal richtig Fahrt aufgenommen und ein spektakuläres Finale geboten. Fazit: tolle Geschichte, aber ich hätte mir mehr düstere Action und weniger Heimeligkeit gewünscht.