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Chattys Bücherblog
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Bretten

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Insgesamt 740 Bewertungen
Bewertung vom 04.11.2021
Schwarzkopf, Margarete von

Das doppelte Grab


ausgezeichnet

Entgegen meiner Erwartungen beginnt der Prolog mit einem historischen Hintergrund. Zeit der Handlung: um 1520. Der Leser erfährt die Hintergründe der im Klappentext angedeuteten Funde. Dann der Zeitsprung ins Hier und Heute und wieder der Verweis auf den Klappentext. Aber wer nun denkt, dass es ein ewuges Hinundherspringen wird, irrt sich gewaltig. Beide Handlungsstränge fügen sich perfekt ineinander, so dass beide die nötige Spannung besitzen um einen gewissen Sog aufzubauen. Ja, und von diesem Sog habe ich mich treiben lassen und hatte bis zur letzten Seite gerätselt, gehofft und gebangt. 

Der Autorin gelingt der Spagat zwischen Historie und Gegenwart nahezu perfekt. Warum nur nahezu? Nun ja, es gab einige Wiederholungen, gerade im gegenwärtigen Teil. Auch das mehrfache Nennen eine gewissen Fernsehsendung in der man Geld für Seltenheiten erhält, verhalf dem Krimi nicht zum perfekten Lesevergnügen. Dennoch fühlte ich mich sehr gut unterhalten, was durchaus auch auf den lockerleichten Schreibstil zurückzuführen ist. 


Fazit:

Auf über 360 Seiten lässt die Autorin eine historische Geschichte wieder auflesen. Man ist als Leser mittendrin, statt nur dabei! Da es für mich der erste Band mit der Kunsthistorikerin war, war ich sehr überrascht, wie geschickt die Vorgängergeschichten eingeflochten wurden. Ich hatte nie den Eindruck etwas verpasst zu haben. Nein, eher im Gegenteil. Ich habe durch diesen Krimi etwas gewonnen! Nämlich die Erkenntnis, dass Historie noch lange nicht Geschichte ist!

Bewertung vom 27.10.2021
Ferchländer, Beate

Das Nussstrudelkomplott


gut

Heute möchte ich euch einen Krimi vorstellen, der kein Auge trocken lässt. Die Rede ist von "Das Nussstrudelkomplott", dem ersten Band der Mehlspeisekrimi- Reihe von Beate Ferchländer.


Bereits das Cover verrät, dass es sich um einen Krimi mit regionalem Bezug handelt, und die Regionalität kommt darin nicht zu kurz. Was dem Leser bedingt durch das karierte Herz suggeriert wird, hat die Geschichte allerdings nicht zu bieten. Liebe, Treue, Ehrlichkeit? Nein, ganz im Gegenteil. 

Helene findet ihren Mann inzwischen zum Kotzen und möchte ihn loswerden. Sie könnte sich einfach scheiden lassen, jedoch würde sie dann ihre Traumvilla verlassen müssen. Also muss ein Plan zur Mannbeseitigung her. Tja, was wäre da einfacher, als Hermanns Nussallergie? Mit Hilfe ihrer Haushälterin gelingt ihr …. ach, mehr möchte ich nun wirklich nicht verraten.


Da ich den Schreibstil der Autorin bereits von "Sterbenstörtchen" kenne, wusste ich bereits über den Wortwitz und den leicht sarkastischen Unterton Bescheid. Aber gerade diesen Schreibstil finde ich bei solchen Krimiödien einfach klasse. Locker, leicht, pointiert, so wird Lesen zur absoluten Unterhaltung. Allerdings zeigt dieser Band auch ein paar kleinere Schwächen. Meinem Eindruck nach, hängt die Geschichte an manchen Stellen ziemlich. Es fehlt dann der Pepp und die Witzigkeit geht flöten. Dennoch schafft es die Autorin, die Handlung immer wieder in Schwung zu bringen, wenngleich sich das manchmal auch als etwas schwierig zeigt.


Fazit:

Mit "DAS NUSSSTRUDELKOMPLOTT" nimmt die Autorin ihren Leser auf über 250 Seiten mit in die Gedanken und Pläne ihrer Hauptprotagonistin, die ihren Mann loswerden möchte. Auf humorvolle Weise beschreibt BEATE FERCHLÄNDER die Demütigungen und daraus resultierenden Rachepläne, die durchaus nachvollziehbar sind. Stellenweise kommt sowohl der Spannungsbogen als auch der Witz etwas zum Erliegen, aber im Großen und Ganzen war es ein tolles Lesevergnügen. Vielen Dank für die gute Unterhaltung!

Bewertung vom 23.10.2021
Berling, Carla

Was nicht glücklich macht, kann weg


sehr gut

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, was nur dem Titel nach fröhlich klingt. Aber mal von vorn. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und war durchgängig begeistert. Ihr Wortwitz, ihr lockerleichter Schreibstil waren für mich immer Garant für unterhaltsame Lesestunden gewesen. 

Nun bin ich allerdings auf einen Roman gestoßen, der etwas melancholisch macht und fast schon eine November Depression auslöst, wäre da nicht kleine August (Enkel von Billie und Thilo), der durch seine kindliche Art ein bisschen für Auflockerung sorgt. Billig selbst hingegen wirkt oftmals sehr schwermütig, so dass auch recht schnell klar ist, weshalb der Kontakt zu ihrem Sohn nahezu zum Erliegen gekommen ist. 


Die kleinen dialektischen Einwürfe oder auch Einblicke in das Kölner Stadtleben frischen den Roman zwar gelegentlich etwas auf, dennoch bleibt Schwermut zwischen den Zeilen.


Fazit: 

Der Roman "Was nicht glücklich macht, kann weg" von Carla Berling zeigt auf seinen über 280 Seiten, wie sich das Leben verändern kann und wie wichtig es ist, immer ein Fünkchen Hoffnung in sich zu tragen. 

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.10.2021
Bennett, S J

Die unhöfliche Tote / Die Fälle Ihrer Majestät Bd.2


ausgezeichnet

Mein Leseeindruck / Fazit:

Dieses Mal möchte ich euch meinen Eindruck zum zweiten Band der humorvollen Cosy Crime Reihe mit der Queen mitteilen. Bereits der Reihenauftakt "DAS WINDSOR KOMPLOTT" hatte mich schon begeistert, so dass ich der Fortsetzung schon lange entgegen gefiebert habe. Kaum in Händen, gab es auch keine Halten mehr. 

Entgegen dem kräftigen Rot des ersten Bandes, blickt dem Leser nun ein kräftiges Türkis entgegen. Autor und Verlag möchten augenscheinlich auf jeden Fall auffallen, was ihnen meiner Meinung nach, damit auch gut gelingt. 

Aber kommen wir nun zu den ersten Seiten und damit verbunden auch zur Widmung der Autorin. Sie gedenkt und widmet mit diesem Buch dem verstorbenen Ehemann der Queen: Prinz Philipp, was ich als eine tolle Geste empfinde und mich sehr beeindruckt. Ich könnte fast schon sagen, dass die Autorin sich somit schon den ersten Stern meiner Bewertung gesichert hat. Aber halt, so einfach mach ich es ihr doch nicht, denn mein Fokus liegt auf der Story bzw. ihrem Unterhaltungswert.

Also weiter, und zwar mit dem Prolog. Dieser startet meiner Meinung nach, mit einem Lacher, der jedoch in hochgezogenen Augenbrauen endet. Wer war diese Tote, die Sir Simon Holcroft da entdeckt hatte? Aber die Autorin klärt nicht auf, sondern startet direkt mit dem ersten Kapitel und mit einer Zeitreise, nämlich drei Monate zuvor. Ein Gemälde fehlt! Die Queen ist sich ganz sicher, dass ihr ein Kunstwerk entwendet wurde. Und nun tritt auch wieder Rozie in Aktion, die ja bereits im Vorgängerband ihre Rolle hatte. Rozie macht sich auch umgehend an die Ermittlungen und lernt dabei sehr interessante Menschen und ihre Gewohnheiten kennen. 

Aber nicht nur das fehlende Gemälde beschäftigt die Königin, es gab ja auch noch die Tote. Hier bedient sich die Autorin vieler Wege, die zwar nicht immer spannend sind, aber sich dennoch gut in den Ablauf fügen. Und noch weitere kleine Handlungsstränge wurden verwoben. 

Witzig war übrigens, als sich die Queen, wie in Kindertagen, im Schrank versteckt hatte und prompt Ohrenzeuge eines Gesprächs wurde.

Fazit:

Die unhöfliche Tote von S.J.Bennett ist der zweite Band der royalen Reihe, in der die Queen von Großbritannien zur Ermittlerin wird. Es ist ein wahres Vergnügen, zusammen mit der königlichen Familie, durch den Buckingham Palace zu streichen, wenn auch nur gedanklich. Auf über 360 Seiten schafft die Autorin eine nahezu heimelige Atmosphäre. Das Leben der Bediensteten am Hof werden sehr detailliert beschrieben, ob es mit der Realität jedoch übereinstimmt kann ich (leider) nicht beurteilen. Es liest sich jedenfalls sehr realistisch, so dass die einzelnen Charakteren und Szenen nachvollziehbar wirken. Ich fühlte mich durchgängig gut unterhalten und hoffe auf einen baldigen Nachfolgeband.

Bewertung vom 18.10.2021
Schier, Petra

Das Kreuz des Pilgers / Pilger Bd.1


sehr gut

Ich habe dieses Mal zu einem Buch gegriffen, von dem ich erst während des Lesens erfahren habe, dass es der inzwischen vierte Band der Kreuz-Saga ist. Die Autorin, die mir übrigens bereits durch die ADELINA REIHE bekannt ist, schafft es aber gekonnt, Reiheneulingen in die Geschichte einzubinden. Kleine Rückblenden, die nicht zuviel verraten, sondern eher neugierig machen, finden Ihren Platz auf den ersten Seiten des Buches. 

Es gab zwar hin und wieder ein paar kleine Hänger, die jedoch umgehend wieder ausgebügelt wurden, so dass die Geschichte stets am Laufen war.

Die Protagonisten wurden detailliert charakterisiert und dargestellt, so dass meine anfängliche Verwirrung schnell aufgehoben wurde. Alleine das Personenverzeichnis zu Beginn, gibt Aufschluss, welche Charakteren eine übergeordnete Rolle spielen. Jedoch beschränkt sich die eigentliche Handlung auf Reinhild, Palmiro und Conlin und natürlich auf das Kreuz. Da ich die Vorgängerbände nicht kenne, bin ich auch ziemlich unbedarft an dieses Buch gegangen. Nun, nach dem Lesegenuss, habe ich soviel interessantes über dieses faszinierende, wenngleich auch etwas fantasievollen, Kreuz erfahren, dass ich nehr darüber wissen möchte. Und wie könnte ich es besser tun, als die drei Vorgängerbände zu lesen.

Abschließend kann ich sagen, dass mir dieser über 500seitige Roman sehr gut gefallen hat. Ein paar kleine Hänger, hier und da ein paar Wiederholungen, aber dennoch eine interessante Geschichte mit drei überaus interessanten Protagonisten. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung mit weiteren "Erleuchtungen" des Kreuzes.

Bewertung vom 12.10.2021
Windgassen, Antje

Königin Olga. Die Zarentochter auf dem württembergischen Thron


sehr gut

Heute greife ich zu einem weiteren historischen Roman, der eigentlich eher eine Romanbiografie ist. Da ich aus Baden-Württemberg komme, war mir Königin Olga durchaus ein Begriff. Nun diese Biografie lesen zu dürfen, war mir ein großes Vergnügen. 

Obwohl der Klappentext meiner Meinung nach, zuvieles preisgibt, möchte ich noch ein bisschen auf den Romananteil der Biografie eingehen. Im Prolog stellt sich Olga selbst vor. Im weiteren Verlauf zeigen sich ihre Gedanken dann in jeweils kursiv gedruckt. 

Dieses Buch startet mit der Geburt Olgas. Ihr Name: Großfürstin Olga Nikolajewna Romanowa, zeigt schon ihr blaues Blut. Geboren wurde sie am 11.09.1822 in St. Petersburg.

Im Jahr 1843 sollte Olga auf Wunsch ihrer Eltern nun endlich heiraten. Prinz Friedrich von Württemberg, den Bruder ihrer Tante Elena Pawlowna. Aber Olga hatte kein Interesse an ihm, zumal sie noch verlobt war. Weitere Hochzeitskandidaten folgten. Aber dann kam Karl, zu dem eine tiefe Freundschaft entstand. Schon bald läuteten die Hochzeitsglocken. Leider war Karl eher Männern zugeneigt. Dennoch hielt Olga ihm die Treue.

Olgas Aussteuer war phänomenal. 250.000 Silberrubel, kostbare Möbel und Porzellan, mehr als 1000 Kristallgläser, Pelze, Kleider, Schmuck. Insgesamt mehr als 307 Kisten nur mit Aussteuer.

Am 06.10.1891 starb König Karl I von Württemberg in Schloss Bebenhausen, worauf Olga ihm am 30.10.1892 folgte. Ein ganzes Land trauerte um seine geliebte Königin. 

Abschließend möchte ich zum Ausdruck bringen, dass mir das Leben dieser Romanbiografie sehr viel Spaß gemacht macht. Wenngleich auch manche Stellen im Buch eher etwas nüchtern wirkten, hat es mir Olga und ihre Besonderheiten näher gebracht. 

Bewertung vom 11.10.2021
Maxian, Beate

Das Collier der Königin


ausgezeichnet

Ich habe heute zu einem Buch gegriffen, dessen Autorin mich schon lange mit ihren Romanen begeistert. Nicht nur "Die Tränen von Triest" und weitere historische Romane haben mich in ihren Bann gezogen. "DAS COLLIER DER KÖNIGIN" ist der aktuelle Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt. 

Da wäre zum einen Lea, in Wien 2019, deren Familie seit über 40 Jahren keinen Kontakt mehr zur Schwester ihrer Mutter hat und sich nun, durch das Geschenk der Tante wieder annähern.

Der zweite Handlungsstrang spielt in Paris zur Zeit der französischen Revolution. Dort treffen wir auf Isabelle und ihren Vater Jean-Luc Blanc, der Goldschmied ist. Eine Forderung auf Gleichheit muss er mit dem Tode bezahlen.

Die Autorin beweist mit diesem Roman, über 400 seitigen Roman,  wieder einmal, wie geschickt sie mit Worten spielen kann. Der bildhafte Schreibstil schafft eine Atmosphäre, die nahezu filmreif wäre. Man kann fast schon das Surren der Guillotine hören, wenn das Köpfen auf dem Marktplatz stattfindet. Aber auch das Jubeln der Menschen wurde so bildhaft beschrieben, dass man die Stimmen schon beinahe im Ohr hatte. Auch landschaftliche Details wurden so eingeflochten, dass die Flucht, aber auch das Leben in Paris bildhaft wurde und den beiden Handlungssträngen mehr Farbe eingehaucht hatte.

Wer sich vor zu vielen Protagonisten ängstigt, dem sei gesagt, dass die Autorin sich hier zweier Register bedient. Da wären zum Einen die fiktiven Persönlichkeiten, die die Geschichten rund werden lassen, zum Anderen gibt es aber auch die historischen Persönlichkeiten, die das geschichtliche Wissen an den Leser bringen. 

Abschließend kann ich sagen, dass mir dieser über 400 Seiten starke historische Roman sehr gut gefallen hat. Beide Handlungssträngen wirkten kein bisschen von Details überlagert, ganz im Gegenteil. Ich wollte immer mehr über das Collier erfahren und würde mich über eine Fortsetzung des Romans sehr freuen.  

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.10.2021
Raether, Till

Hausbruch / Kommissar Danowski Bd.6


schlecht

"Hausbruch" ist zwar mittlerweile der sechste Band der Reihe um den depressiven Ermittler Adam Danowski, jedoch war es mein erster Band, zugleich aber auch mein letzter Band dieser Reihe. 

Eigentlich hatte sich der Klappentext ganz interessant gelesen, jedoch war ich von der ersten Seite an, komplett irritiert. Irritiert, da die bisherigen Rezensionen alle von einem großartigen Ermittler berichteten, den ich leider noch nicht einmal durchschnittlich fand. Eine Geschichte, die komplett reizlos war und ein Schreibstil, der mir sehr träge vorkam, wohl auch, da erst ab ca. der Hälfte wirklich ein klitzekleines bisschen mehr Schwung in die Geschichte kam. Alles andere war einfach nur fad, so dass ich mich oft gefragt habe, weshalb Danowski so eine breit gefächerte Fangemeinde unter den Lesern hat.  

Zum Ende hin, habe ich nur noch jede 2 oder 3 Seite gelesen, da ich bis zum Schluß durchhalten wollte und die Hoffnung hatte, dass mich der Inhalt doch noch irgendwie packen würde. Aber weit gefehlt. 

Abschließend kann ich sagen, dass mich dieser über 300 Seiten starke Krimi sehr enttäuscht hat. Gähnende Langeweile mit einem trostlosen Ermittler. Mein erster Band mit dem Ermittler und zugleich auch mein letzter Band. 

Bewertung vom 04.10.2021
Browne, Reena

Aubreys End - Folge 2: Ein ungebetener Gast (eBook, ePUB)


sehr gut

"Ein ungebetener Gast" ist der zweite Band der Cosy-Crime Reihe, die auf einem Landgut, nämlich Aubreys End, spielt. Nachdem ich zwischenzeitlich einige andere Bücher gelesen habe, fiel mir der Wiedereinstieg in diese Reihe etwas schwer. Wohl, weil die Geschichten so leicht bekömmlich sind, dass sie einfach nicht nachhaltig bleiben.

Tess bzw. Sienna spielt am Anfang gar keine wirkliche Rolle. Erst ab der Hälfte, tritt sie stärker in Erscheinung und nimmt ihren Platz ein. Sehr angenehm fand ich die Darstellung, wie sie das Pferd aus seiner Lethargie holt und ihm die nötige Zuwendung gibt. Allerdings macht mir der Eifer, mit dem Lord Kilcane sich nach ihr erkundet etwas Kopfzerbrechen. Okay, hier könnte sich eine große Geschichte anbahnen, aber geht dann nicht der Reiz an der Geschichte flöten? Nun ja, es bleibt abzuwarten.

Durch den lockerleichten Schreibstil, war es einfach, den Handlungen zu folgen und gewisse Sympathien aufzubauen.

Nicht ganz so glücklich bin ich darüber, dass die Geschichte eigentlich mittendrin aufhört. Klar, es ist ein Fortsetzungsroman, dennoch finde ich, dass manchen Handlungsstränge besser abgeschlossen wären.

Abschließend kann ich sagen, dass mir dieser zweite Band der Aubreys End Reihe wieder gut gefallen hat. Er spiegelt das herrschaftliche Leben wider und lässt auch auf die damit verbundenen Umstände blicken. Alkohol, Spielsucht, Eifersucht, all diese Themen in den Handlungssträngen verarbeitet, so dass es spannend bleibt, welche Entwicklungen sich noch zutragen werden. 

Bewertung vom 02.10.2021
Kölpin, Regine

Fremde Ufer / Das Haus am Deich Bd.1


ausgezeichnet

Ich habe heute zu einem Buch gegriffen, dessen Autorin mich schon lange mit ihren Romanen beigeistert. Nicht nur "Der Nordseehof" sondern auch ihre "Oma" Reihe haben mich in ihren Bann gezogen. "FREMDE UFER" ist der erste Band zur Nordsee Reihe um zwei Freundinnen, die mit ihren Familien,vom zerbombten Stettin an die Nordsee gezogen sind. Beide Frauen scheinen sich dort nicht wirklich wohl zu fühlen, vermissen ihre Heimat und müssen sich neu finden. 

Anfangs habe ich mich mit den Protagonisten etwas schwer getan. Ich konnte einfach nicht den richtigen Draht zu ihnen finden. Sie und ihre Geschichten waren mir nicht griffig genug. Da das Leben der beiden Freundinnen sich ähneln, war es nicht immer einfach, die Familien und Vorkommnisse richtig zuzuordnen. Jedoch lösten sich diese Probleme schnell auf und vor mir hatte ich einen Roman, der mir an manchen Stellen ein Seufzen entlockte. 

Die Autorin beweist wiedermal, wie geschickt sie mit Worten umgehen kann. Ihr bildhafter Schreibstil macht es einfach, sich in Situationen und Szenen hineinzuversetzen und die Handlungen nachvollziehen zu können. Die Protagonisten sind detailliert beschrieben, so dass vor dem geistigen Auge die Personen immer klarer und deutlicher werden. Auch landschaftliche Details wurden gekonnt eingebunden, um der Geschichte etwas mehr Farbe einzuhauchen.

Abschließend kann ich sagen, dass mir dieser über 400 Seiten starke Reihenauftakt sehr gut gefallen hat. Die anfänglichen Schwierigkeiten wurden durch die interessante und vielschichtige Geschichte ausgeglichen, so dass ich mich voll und ganz dem Lesegenuss widmen konnte. Ich freue mich schon darauf, Erna und Frida in ihrem nächsten Lebensabschnitt begleiten zu dürfen.