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Benutzername: Kleine_Raupe


Bewertungen

Insgesamt 25 Bewertungen
Bewertung vom 26.09.2020
Kinder backen mit Christina
Bauer, Christina

Kinder backen mit Christina


ausgezeichnet

Christina Bauer lebt mit ihrer Familie in Österreich, bewirtschaftet einen Bauernhof mit Ferienwohnungen und bietet ihren Gästen leckere Backwaren aus der eigenen Küche. Mittlerweile hat sie mehrere Backbücher veröffentlicht, einen eigenen YouTube-Kanal etc. Ich bin ein Fan von Christina, seit ich dank einem ihrer Bücher das Brotbacken für mich entdeckt habe.
Auch ihr neues Buch „Kinder backen mit Christina“ hat mich direkt angesprochen, da ich selber eine kleine Tochter habe, die gerne in der Küche hilft. Das Buch ist in drei Teile gegliedert: Eine Warenkunde, der Rezeptteil und ein Teil, in dem beschrieben wird, wie Christina und ihre Familie auf dem Bauernhof leben. Ich kann nur sagen, ich bin begeistert! Bei der Warenkunde haben sowohl meine Tochter als auch ich noch etwas gelernt. Die Rezepte sind wunderbar ausgewählt und liebevoll gestaltet und - was natürlich am wichtigsten ist - total lecker und gelingsicher! Auch der Teil über das Leben auf dem Bauernhof hat uns sehr gut gefallen und wir haben eine Menge gelernt!

Fazit: Danke liebe Christina, für dieses wunderbare Buch! Meine Tochter und ich backen nun noch lieber zusammen und werden sicherlich jedes Rezept ausprobieren!

Bewertung vom 26.09.2020
Mein Familienkompass
Imlau, Nora

Mein Familienkompass


ausgezeichnet

Das richtige Buch zur richtigen Zeit


Nora Imlau legt mit diesem Buch einen Familienratgeber vor, der für mich genau zur richtigen Zeit kommt, denn wir haben vor kurzem unser zweites Kind bekommen und unsere Große ist gerade voll in der Autonomiephase. Wir kommen als Eltern täglich an unsere Grenzen und ich frage mich täglich, was ich eigentlich will: Welche Regeln brauchen unsere Kinder und warum? Wie möchte ich meine Kinder erziehen und welche Werte möchte ich ihnen vermitteln? Wie schaffe ich es, dabei auch noch Zeit für mich zu haben, in meiner Mutterrolle aufzugehen, mich aber als eigenständigen Menschen nicht zu verlieren? Genau hier setzt der Familienkompass an. Nora Imlau erklärt, dass es nicht Den Einen Eltern- bzw. Familienratgeber geben kann, denn alle Familien sind unterschiedlich. Wichtig für Familien ist es, sich nicht mit anderen zu vergleichen (z.B. auf Instagram), sondern einen eigenen Weg zu finden. Dabei soll dieses Buch helfen, als Kompass sozusagen. Für ein gelungenes Familienleben ist es wichtig, dass man sich auf gemeinsame Werte und Ziele einigt und dass bei jedem Mitglied geschaut wird, was er oder sie braucht, um glücklich zu sein.
Nora Imlau führt Beispiele aus ihrem eigenen Familienleben an, auch für Situationen, in denen etwas nicht ideal verlief. Sie geht auf die bindungs- bzw. bedürfnisorientierte Erziehung ein und etabliert den Begriff der zugewandten Elternschaft. Sie behandelt ihre Leserschaft nie von oben herab, sondern schreibt aus ihrer Erfahrung als vierfache Mutter, der auch Fehler unterlaufen. Man fühlt sich als Leser verstanden und angenommen.

Fazit: Ein wichtiges Buch, das hilft, als Familie nach einem gemeinsamen Weg zu suchen, mit dem möglichst alle zufrieden und einverstanden sind. Wenn man sich als Eltern mal wieder allein auf offener See fühlt und die Wellen des Familienlebens drohen, über einem zusammenzustürzen, dann sollte man zu diesem Buch greifen, denn es ist wirklich ein Kompass, der einem den Weg zeigen kann.

Bewertung vom 19.04.2020
Ein wenig Glaube
Butler, Nickolas

Ein wenig Glaube


sehr gut

Nickolas Butler beschreibt in seinem neuesten Buch „Ein wenig Glaube“, was fanatischer Glaube mit Menschen anrichten kann. Das Ehepaar Lyle und Peg Hovde lebt in Wisconsin. Ihre Adoptivtochter Shiloh hat sich von ihrem Freund getrennt und ist deswegen wieder bei ihren Eltern eingezogen, zusammen mit ihrem fünfjährigen Sohn Isaac. Lyle und Peg sind darüber sehr glücklich und kümmern sich aufopferungsvoll um ihren Enkel. Shiloh hingegen entfernt sich immer mehr von ihren Eltern. Grund dafür ist ihr Beitritt in eine Glaubensgemeinschaft, die sich „Bund des Flusstälerlandes“ nennt und ihre Beziehung zu Steven, der Prediger dieser Gemeinschaft. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass es sich bei dem Bund um eine Sekte handelt. Lyle und Peg müssen hilflos mitansehen, wie ihre Tochter und ihr Enkel immer mehr in die Fänge dieser Sekte geraten.
Dies war mein erstes Buch von Nickolas Butler und es hat mich sehr beeindruckt. Die Stärken des Autors liegen auf jeden Fall in der Charakterisierung seiner Figuren und in den äußerst anschaulichen, oft schon poetischen Beschreibungen und Vergleichen. Das einfache, ruhige Leben im ländlichen Wisconsin wird sehr gut dargestellt, der Autor nimmt sich viel Zeit für die Beschreibung seiner Figuren und ihres Innenlebens.
Das waren die Punkte, die mir sehr gefallen und mich beeindruckt haben. Leider hat das Buch auch einige Schwächen. Da es aus Lyles Sicht geschrieben ist, erfährt man wenig über Shilohs Ansichten. Was bewegt diese Frau, sich dieser Sekte anzuschließen und die Gesundheit ihres Kindes aufs Spiel zu setzen? Ich habe keine Antwort auf diese Frage bekommen, die Figur blieb mir sehr fremd, hier ist dem Autor die Charakterisierung leider nicht besonders gut gelungen. Vielleicht wäre es hilfreich gewesen, wenn einige Kapitel aus Shilohs Sicht geschrieben worden wären. Auch hätte ich gerne mehr Hintergrundinfos über die Sekte und ihre Arbeitsweise bekommen. Hier wird man als Leser allerdings völlig im Dunkeln gelassen, weswegen ich auch Shilohs Entwicklung und ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen konnte.

Fazit: Ein Buch, das mich mit seiner bildgewaltigen Sprache und mit seiner starken Hauptfigur beeindruckt hat. Leider verliert sich der Autor hin und wieder in seinen Beschreibungen und die Charakterisierung von Nebenfiguren bleibt auf der Strecke, sodass man ihre Beweggründe nicht nachvollziehen kann. Ich vergebe gerne vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 19.04.2020
Alfie und der Clownfisch
Bell, Davina

Alfie und der Clownfisch


gut

Der kleine Alfie will sich als Seestern verkleiden und zu einer Kostümparty in der Schule gehen. Er merkt jedoch, dass er Angst hat und sich nicht traut, genau wie bei einem Sportwettkampf vor einiger Zeit. Seine Mutter geht mit ihm ins Aquarium, wo Alfie einen Clownfisch entdeckt, der sich ängstlich hinter einigen Korallen versteckt. Alfie identifiziert sich mit dem kleinen Fisch, auch er muss sich manchmal vor der Welt verstecken. Bei der nächsten Kostümparty möchte er jedoch gerne dabei sein – und zwar als Clownfisch.
Meine Erwartungen an das Bilderbuch „Alfie und der Clownfisch“ von Davina Bell waren recht hoch, da mir die Leseprobe sehr gut gefallen hat und das Buch als bestes australisches Bilderbuch 2018 ausgezeichnet wurde. Außerdem finde ich die Botschaft des Buches unheimlich wichtig: Es ist in Ordnung, schüchtern und ängstlich zu sein. In meiner Kindheit hätte ich mir mehr solcher Bücher gewünscht, da ich eben selbst ein schüchternes und ängstliches Kind war.
Ich muss allerdings sagen, dass mir bei diesem Buch mehrere Aspekte nicht gefallen haben. Ich mag Bilderbücher mit wenig Text, aber hier hätte es gerne etwas mehr sein dürfen. Vieles ist nur impliziert: Welche Gefühle hat Alfie und warum? Wie gehen seine Eltern damit um? Warum kann ihm ein kleiner Clownfisch helfen? Ich könnte diese Dinge natürlich meinem Kind selbst erläutern, hatte aber auf mehr Unterstützung durch das Buch gehofft. So kommt auch die Botschaft für mich nicht wirklich klar und deutlich rüber, was ich schade finde. Außerdem stimmt der Klappentext nicht mit dem Buch überein: In der Inhaltsangabe heißt es, Alfie würde sich auf die nächste Kostümparty trauen, dies ist jedoch nicht der Fall, er träumt nur davon. Hier hätte ich mir ein Erfolgserlebnis für Alfie gewünscht. Hinzu kommt noch, dass ich die Farbgebung nicht besonders gelungen finde, aber das ist eher nebensächlich. Auch meine dreijährige Tochter konnte sich leider nicht so besonders für das Buch begeistern.

Fazit: Eine schöne Idee für ein Kinderbuch, ich finde die Botschaft sehr wichtig, die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen. Trotzdem noch 3 von 5 Sternen und eine bedingte Leseempfehlung.

Bewertung vom 12.03.2020
Einsatzfahrzeuge
Kreimeyer-Visse, Marion

Einsatzfahrzeuge


gut

Meine Tochter und ich lieben die Bücher der WWW-Reihe und besitzen einige davon. Sie sind ein Garant für interessantes Sachwissen, das auf kindgerechte Weise vermittelt wird und bieten dazu noch schöne Illustrationen. Nun gibt es in dieser Reihe auch Soundbücher. Als erstes fällt die Dicke des Buches auf, die leider nicht den vielen Seiten geschuldet ist (es gibt 10 Seiten, also weniger als bei den herkömmlichen WWW-Büchern), sondern dem eingebauten Soundmodul. Das ist erstmal nicht ungewöhnlich, das Modul braucht nun mal Platz.
Positiv ist zu bemerken, dass die Illustrationen gewohnt schön sind und der Text altersentsprechend.
Nicht ganz so gelungen finde ich, dass die Geräusche mit einem Lichtsensor funktionieren (oder eben auch nicht). Wenn es im Raum zu dunkel ist, ertönt kein Geräusch. Das hätte man anders lösen können.
Was ich wirklich zu bemängeln habe: Die Geräusche finde ich nicht so besonders gut ausgewählt: Jeweils eine Sirene vom Feuerwehr- und Polizeiauto (hören sich ja nun mal gleich an), ein Hubschrauber, Wasserrauschen beim Feuerwehreinsatz und das Klappern einer Krankenwagenliege. Hier hatte ich irgendwie mehr erwartet. Und das trifft auch auf die Klappen zu, bei denen es keine Geräusche gibt. Die finde ich zum Teil einfach nur überflüssig. Ich musste teilweise mehrmals hinschauen, um den Unterschied zwischen geöffneter und geschlossener Klappe festzustellen (weil einfach zu wenig passiert).

Fazit: Liebe Autoren der WWW-Reihe, Lieber Ravensburger Verlag! Das könnt ihr besser! Vielleicht überarbeitet ihr die Bücher nochmal und überlegt euch für die nächsten ein paar originellere Geräusche. Für 15 Euro erwarte ich einfach ein bisschen mehr, deswegen gibt es nur 3 von 5 Sternen.

Bewertung vom 12.03.2020
Das Haus der Frauen
Colombani, Laetitia

Das Haus der Frauen


ausgezeichnet

Paris, Anfang der 20er Jahre: Blanche und Albin Peyron arbeiten für die Heilsarmee, für die Beiden ist es jedoch mehr als ein Job. Sie machen es sich zur Lebensaufgabe, benachteiligten Menschen zu helfen, wie zum Beispiel Flüchtlingen, Obdachlosen oder misshandelten Frauen. Als Blanche erfährt, dass ein riesiges Gebäude in Paris zum Verkauf steht, setzt sie sich in den Kopf, es für die Heilsarmee zu erwerben, es zu renovieren und daraus ein Wohnprojekt für Frauen zu machen. Gegen alle Widerstände setzt sie sich durch und es entsteht der Palais de la femme, das erste Frauenhaus der Geschichte.
Paris, in der Gegenwart. Die Anwältin Solène verliert nicht nur einen ihrer spektakulärsten Fälle, sondern muss auch mitansehen, wie ihr Klient daraufhin Selbstmord begeht. Dies wirft sie völlig aus der Bahn, sie steigt aus ihrem Job aus und beginnt eine Therapie. Ihr Therapeut rät ihr zu ehrenamtlichem Engagement, was bei Solène zunächst nicht für Begeisterung sorgt. Schließlich findet sie aber doch eine passende Stelle, nämlich als öffentliche Schreiberin im Palais de la femme. Anfangs fühlt sich Solène im Palais nicht wohl in ihrer Haut, die Frauen verunsichern sie und scheinen ihre Hilfe nicht in Anspruch nehmen zu wollen. Nach und nach kann Solène jedoch Vertrauen zu ihnen aufbauen, die Frauen nehmen ihre Hilfe in Anspruch und einige beginnen, Solène ihre Geschichte zu erzählen. Was Solène erfährt, ist zum Teil ungeheuerlich. Die Frauen haben teilweise unglaubliche Gewalt erfahren oder mussten aus verschiedenen Gründen aus ihren Heimatländern fliehen. Solène beginnt, sich immer mehr mit den verschiedenen Schicksalen auseinanderzusetzen und auch mit der Geschichte des Palastes…
Mir hat vor allem der Teil, der in der Gegenwart spielt, unglaublich gut gefallen. Es war auch interessant, etwas über Blanche und Albin Peyron und ihre Arbeit in der Heilsarmee zu erfahren, aber Solènes Geschichte und vor allem das Schicksal der verschiedenen Bewohnerinnen des Palastes haben mich bewegt und mich mehr als einmal zu Tränen gerührt.

Fazit: Ein interessantes, bewegendes und wichtiges Buch, das auf die Missstände in unserer Gesellschaft aufmerksam macht. Es werden dringend mehr Hilfsprojekte wie der „Palais de la femme“ benötigt und Menschen wie Blanche und Albin Peyron, die sich völlig uneigennützig und benachteiligte Menschen einsetzen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 30.01.2020
Das Wolkenschiff (Das Wolkenschiff 1)
Hardy, Vashti

Das Wolkenschiff (Das Wolkenschiff 1)


ausgezeichnet

Die Zwillinge Arthur und Marie leben mit ihrem Vater Ernest Brightstorm, einem berühmten Entdecker in Lontown. Von seiner letzten Expedition mit einem Wolkenschiff nach Südpolaris kehrt Brightstorm nicht zurück. Angeblich soll der Entdecker ein anderes Schiff überfallen haben, bevor die gesamte Crew von wilden Bestien getötet wurde. Arthur und Marie können dies nicht glauben und heuern auf dem Wolkenschiff der Entdeckerin Harriet Culpfeffer an. Sie nehmen an der nächsten Expedition nach Südpolaris teil und wollen die Wahrheit über ihren Vater herausfinden. Ein waghalsiges Wettrennen beginnt, die Gegner sind dabei nicht nur die anderen Teilnehmer, sondern auch die Elemente...
Statt moderner Technik gibt es im Buch Wolkenschiffe und eiserne Arme, das Buch kann man deswegen dem Genre des Steampunk zuordnen. Meiner Meinung nach hat die Autorin nicht nur wunderbare Charaktere erschaffen, sondern zahlreiche einzigartige Ideen zu Papier gebracht! Besonders gut gefallen hat mir, dass hier Vertrauen und Familienzusammenhalt eine große Rolle spielen und dass es einen Held mit einer Behinderung gibt. Das Buch war ein Lesegenuss, spannend, originell und wunderbar zu lesen! Ich bin Arthur und Marie gerne auf die spannende Expedition gefolgt, weitere Bände würde ich auf jeden Fall lesen!

Fazit: Ein wunderbares Steampunk Abenteuer für Kinder ab 10 Jahren, mit liebevoll gezeichneten Charakteren und einer originellen und spannenden Geschichte. Fünf Sterne und eine begeisterte Leseempfehlung!

Bewertung vom 28.01.2020
Draussen
Klüpfel, Volker; Kobr, Michael

Draussen


weniger gut

Die sechzehnjährige Cayenne und ihr Bruder leben mit ihrem väterlichen Freund Stephan in einem Wohnwagen. Sie gehen nicht zur Schule, sondern werden von Stephan unterrichtet. Sie wechseln oft den Campingplatz und Stephan bringt ihnen alles über Überlebensstrategien in der Natur und Kampftechniken bei. Warum er dies tut, erfährt der Leser zunächst nicht, klar ist jedoch, dass er große Angst vor jemandem hat. Es gibt weitere Handlungsstränge, in denen es um Jürgen Wagner, einen korrupten Politiker und um Étienne, einen Soldaten in der Fremdenlegion geht.
Einen dicken Minuspunkt gibt es auf jeden Fall für die Nebenfiguren. Ob skrupelloser Politiker oder ketterauchender Journalist, der an Verschwörungstheorien glaubt, sie alle strotzen vor Klischees. Die Hauptfiguren sind etwas besser gelungen, leider war mir keine von ihnen sympathisch und ich konnte zu keiner eine Verbindung aufbauen. Leider fehlte mir auch größtenteils die Spannung bei diesem Thriller. Die Auflösung war ok, mehr aber auch nicht.

Fazit: Meine Erwartungen waren recht hoch, aufgrund der Erfahrung der beiden Autoren, der Klappentext klang vielversprechend, leider wurde das Buch meinen Erwartungen nicht gerecht. Zu wenig Spannung, schwache Figuren und auch kein überzeugender Plot. Ich kann leider nur 2 von 5 Sternen vergeben.

Bewertung vom 27.12.2019
Matilda und das Geheimnis der Buchwandler / Pages & Co. Bd.1
James, Anna

Matilda und das Geheimnis der Buchwandler / Pages & Co. Bd.1


sehr gut

Die elfjährige Matilda Pages, genannt Tilly, lebt bei ihren Großeltern, denen die Buchhandlung Pages & Co. gehört. Tilly ist eine Leseratte, aber bisher verlief ihr Leben in geordneten Bahnen, wenn man mal davon absieht, dass sie ihren Vater nie kennengelernt hat und ihre Mutter unter mysteriösen Umständen verschwand, als Tilly noch klein war. Eines Tages tauchen jedoch merkwürdige Personen bei Pages und Co. auf und Tilly stellt fest, dass es sich um die Hauptpersonen aus ihren Lieblingsbüchern handelt. Und plötzlich erwachen nicht mehr nur Figuren zum Leben, sondern ganze Geschichten und Tilly erkennt, dass sie eine Buchwandlerin ist - sie kann sich in Bücher hineinlesen. Gemeinsam mit ihrem Freund Oscar macht sie sich auf die Suche nach ihrer Mutter und schon bald erleben die Beiden nicht ganz ungefährliche Abenteuer...

Die Aufmachung des Buches ist sehr ansprechend und die Idee, sich in Bücher hineinlesen zu können, gefällt wohl jeder Leseratte, egal ob klein oder groß. An einigen Stellen wurde diese Idee auch gut umgesetzt, die Geschichte ist spannend und man begleitet Tilly und Oscar gerne in ihre Lieblingsbücher. Jedoch fand ich den Anfang des Buches etwas schleppend und auch andere Stellen haben ihre Längen, meistens wenn es um Erklärungen für das Buchwandeln geht. Auch aus der Suche nach Tillys Mutter hätte man mehr machen können.

Fazit: Ein nettes Buch für Kinder ab 10 Jahren. Schön finde ich, dass den Leserinnen und Lesern hier einige Kinderbuchklassiker nähergebracht werden. Die Idee des Buches gefällt mir, an der Umsetzung hapert es ein bisschen. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen, aufgerundet auf 4 Sterne.

Bewertung vom 27.12.2019
Mein schönstes Sachen suchen
Gernhäuser, Susanne

Mein schönstes Sachen suchen


sehr gut

Ich liebe die „Sachen suchen“ Reihe und meine Tochter ebenfalls, deswegen besitzen wir natürlich einige Bände. Dieser Jubiläumsband hat mich auch direkt angesprochen. Die Aufmachung ist sehr schön, das Buch ist etwas größer als die anderen der Reihe, die Seiten sind aus stabilem Karton und halten kleinen Kinderhänden gut stand.
Ich muss allerdings gestehen, dass ich die Inhaltsangabe nicht besonders aufmerksam gelesen habe. Es handelt sich hier wirklich nur um ein „Best of“ der Reihe, wir haben viele Szenen aus den anderen Büchern entdeckt. Für Fans der Reihe gibt es also nur sehr bedingt Neues zu entdecken, dessen sollte man sich bewusst sein. Mein Lesevergnügen wurde dadurch getrübt, das meiner Tochter eher nicht.
Was mich aber wirklich geärgert hat: Zwei der Suchbildchen sind auf den großen Bildern nicht zu finden, was daran liegt, dass die Bilder abgeschnitten wurden (wir besitzen die Bücher, aus denen die Szenen entnommen wurden und konnten vergleichen). Das finde ich nachlässig vom Verlag und dafür gibt es einen Punkt Abzug.

Fazit: Wer schon viele Bücher der Reihe besitzt, wird hier kaum etwas Neues entdecken, alle anderen sollten zugreifen, ein wirklich schönes Buch für Kinder ab 2 Jahren.