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Benutzername: Nilly
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Bewertungen

Insgesamt 62 Bewertungen
Bewertung vom 22.10.2013
99 Gründe, warum mein Kind weint
Pembroke, Greg

99 Gründe, warum mein Kind weint


sehr gut

Schon allein der Buchtitel " 99 Gründe warum mein Kind weint" spricht Bände! Der Autor Greg Pembroke ist auf die geniale Idee gekommen, Bilder seiner brüllenden Kinder auf Facebook zu posten. Schnell entstand daraus ein Blogg und jetzt dieses Buch.

Die ersten Seiten lassen den Leser kurz wissen, wie Greg auf die wunderbare Idee kam, seine Kinder zu fotografieren. Das besondere dabei: es geht nicht um die typischen smile-Bilder. Sondern um die Situationen die schon so manche Eltern auf die Palme gebracht haben. Das scheinbar grundlose Brüllen unserer Sprösslinge wurde hier festgehalten. Die köstlichen Bilder sind unterschiedlichen Themen zugeordnet wie zum Beispiel "Feinschmecker" und "Große Erwartungen". Der Autor kann zu jedem Themengebiet aus eigener Erfahrung berichten und aus dem Nähkästchen blaudern.

Ich bin von diesem Büchlein begeistert und war richtig traurig als ich die letzten Seiten aufgeschlagen hatte. (Habe mir dann den Spaß gegönnt einfach nochmal von vorne anzufangen...) Der Autor bringt sicherlich viele Eltern, und solche die es vielleicht mal werden wollen, zum Schmunzeln. Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich bei dem nächsten Brüllanfall einfach meine Kamera zücke und das Bild auf einen der freien Seiten einkleben werden.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich mir das Buch selbst nicht gekauft hätte. Der Preis ist recht hoch. Aber als Mitbringsel für "Leidensgenossen" finde ich es fantastisch.

Bewertung vom 17.03.2013
Totenkünstler / Detective Robert Hunter Bd.4
Carter, Chris

Totenkünstler / Detective Robert Hunter Bd.4


ausgezeichnet

Wenn Chris Carter wieder seine blutrünstige Feder schwinge lässt, darf der Leser sich auf einen knallharten, spannenden und mitreißenden Thriller freuen! „Totenkünstler“ ist bereits sein viertes Buch und steht seinen Vorgängern in nichts nach!

Die beiden Sonderermittler Detectiv Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia werden nur zu den richtig harten Mordfällen in Los Angeles gerufen. Dann, wenn Bestien der schlimmsten Sorte zugeschlagen haben. Auch dieses Mal lässt der Tatort jedem menschlichen Wesen das Blut in den Adern gefrieren: der pensionierter und sterbenskranke Staatsanwalt Derek Nicholson wurde ermordet. Sein Schlafzimmer ist mit Blut durchtränkt. Das schrecklichste Bild, was sich den Ermittlern allerdings zeigt, ist die Skulptur. Gemacht aus den Gliedmaßen des Opfers…

Hunter ist sich schnell sicher, dass er es hier mit einem außergewöhnlichen Mörder zu tun hat. Diese „Kunst“ hat etwas zu bedeuten und soll zu ihnen sprechen. Aber was will er mitteilen? Wird das Monster wieder zu schlagen?

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Der Leser bekommt einen intensiven Blick in die Gedankenwelt der Detectivs. Vor allem Hunter beeindruckt wieder durch seine schnelle Auffassungsgabe und seinen messerscharfen Verstand. Um die Ermittlungsarbeit voran zu treiben, bekommen die zwei das erste Mal Unterstützung: Alice. Die junge Dame ist intelligent und passt sehr gut in das Team. Die letztendliche Auflösung ist spannend und absolut unerwartet.

Der Schreibstil des Autors ist glasklar und lässt den Leser nur so über die Zeilen fliegen. Besonders mag ich die kurzen Kapitel. Am Ende eines Kapitels steigert Carter oftmals die Spannung ins unermessliche und man MUSS einfach weiter lesen!!! Ich denke, man muss nicht die vorherigen Bücher gelesen haben, um voll und ganz in diesen Fall einzutauchen. Allerdings muss man hier auch eine Warnung aussprechen: einmal Carter – immer Carter!

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.01.2013
Wir sind doch Schwestern
Gesthuysen, Anne

Wir sind doch Schwestern


ausgezeichnet

Das Buch „Wir sind doch Schwestern“ hat mich berührt und gleichzeitig auch viel zum Nachdenken gebracht. Die Autorin, Anne Gesthuysen, erzählt herzlich und dennoch ohne Beschönigung das Leben ihrer drei interessanten Großtanten. Es ist für mich ein Geschenk, einen solch tiefen Blick in den bemerkenswerten Alltag der Damen blicken zu dürfen. Danke hierfür!

Gertrud wird 100 Jahre alt. Das ist für Katty, die Jüngste des Schwesterntrios, natürlich ein willkommener Grund wieder auf dem Tellemannshof ein richtiges Fest zu organisieren. Trotz ihren stolzen 80 Jahren ist das für sie überhaupt kein Problem. Paula, die mittlere Schwester, darf dabei natürlich nicht fehlen!

Und plötzlich steht der Leser in 3 Leben. Die Autorin gibt den starken Charakteren viel Zeit um ihre Geschichten in die Zukunft zu holen. Jede der dreien hat eine bewegende Lebensgeschichte hinter sich. Oft sind ihre Wege miteinander verbunden. Allerdings nicht immer im Guten… Stolz, Liebe, Ehre und Willenskraft begleitet dennoch alle. Viele Verluste und schlimme, für meine Generation kaum nachfühlbare Zeiten während der Kriege wurden irgendwie überlebt. Diese Angst und das ständige bibbern um das eigene Leben und das der Lieben muss kaum zum Aushalten gewesen sein.

Die Autorin gibt den Damen Stimmen mit Tiefgang. Wut und Ängste sind genauso intensiv beschrieben wie die Liebe und das Glück. Mit diesem Buch bekam ich einen fantastischen und dennoch bedrückenden Eindruck in die Vergangenheit. Einen für mich überaus passenden Satz zur Beschreibung dieses Buches (um genau zu sein über Paula) fand ich im Epilog: "Geboren im 19., gelebt, geliebt, gelacht und gelitten im 20. und gestorben im 21. Jahrhundert."

15 von 21 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.04.2012
Schwarze Schwäne
Westland, Daniel

Schwarze Schwäne


sehr gut

Jennifer ist 22 Jahre alt, studiert und arbeitet halbtags für eine Risikoforschung um ihr Studium zu finanzieren. Gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Jonas lebt sie in einer kleinen, aber feinen Studentenbude… das hört sich nach „NORMAL“ an. Aber weit gefehlt! Jennifer kommt unbeabsichtigt bei ihren Recherchen auf Internetseiten, die das Milliardenunternehmen GlobalENJ auf den Plan ruft. Was weiß diese Studentin und vor allem, was hat sie mit ihrem Wissen vor?

Jennifer versteht die Welt nicht mehr. Was soll sie denn gefährliches für GlobalENJ herausgefunden? Warum wird sie von skrupellosen Männern gejagt? Klar, sie hat schreckliches errechnet… der Untergang der Menschheit! Aber was hat das mit GlobalENJ zu tun? Nicht nur die Unwissenheit treibt die junge Frau um. Sie ist tot krank und wird bald sterben.

Der Autor Daniel Westland hat mit dem Bio-Thriller „Schwarze Schwäne“ einen informatives, aber niemals langatmiges Buch geschaffen. Die Aussage lässt auch den größten Ignoranten innehalten. Die Zusammenhänge des großen Ganzen sind erschreckend und zugleich faszinierend. Absolut logisch und verständlich wird das Ende der Menschheit mathematisch errechnet. Ich habe mir viele Gedanke über die grenzenlose „Dummheit“ der Menschen gemacht. Aber wie soll das gestoppt werden?

Der Schreibstil ist ab der ersten Seite mitreißend. Sofort ist der Leser gefangen in den Tiefen der Gesichte. Die Charakter der Protagonisten sind durchweg authentisch und sympathisch. Ich hatte schnell ein Bild vor mir. Romantik und Gefühle kommen ebenfalls nicht zu kurz. Das Cover und der Titel bekommen beim Lesen des Buches immer mehr Sinn und passen am Ende perfekt! Allerdings gibt es meiner Meinung nach auch ein paar Schwächen. Bei den spannenden Verfolgungsjagden fand ich es doch oft sehr unrealistisch, dass es eine junge Frau mit mehreren kampferprobten Männern gleichzeitig aufnimmt und fliehen kann. Aber das tut keinen Abbruch um zu sagen: super Thriller mit Hintergrund, absolut empfehlenswert!

Bewertung vom 25.03.2012
Der Boss
Netenjakob, Moritz

Der Boss


ausgezeichnet

Es fällt mir immer besonders schwer, die richtigen und vor allem ausdrucksstarken Worte für ein wirklich gelungenes Buch zu finden. Ich möchte dem mitreißenden Inhalt nämlich voll und Ganz gerecht werden! Das Buch „Der Boss“ stellt mich vor solch ein Problem. Der Autor Moritz Netenjakob hat nämlich einen richtig guten Job gemacht.

Der doch etwas durchgeknallte Daniel hat endlich seine Traumfrau Aylin gefunden. Natürlich will er sie heiraten. Aylin ist Türkin und stellt Daniel somit vor ungeahnte Probleme! Er wird nämlich nicht nur seine große Liebe ehelichen, sondern gleich die ganze Sippschaft.

Wenn das nicht schon Potential für eine richtig gute Story ist, kommen Daniels, wie soll ich sagen, überdurchschnittlich toleranten, außerordentlich Geschmack für Kunst habenden und freizügigen Althippies dazu. Eine Peinlichkeit jagt die nächste.

Das Buch trieft nur so von Übertreibungen. Der Autor hat genau den schmalen Grad getroffen, den Witz und die Komik nicht zu überladen und in das Lächerliche zu ziehen. Ganz im Gegenteil! Nicht nur einmal konnte ich mir ein lautes Lachen nicht verkneifen. Die türkische Familie ist absolut warmherzig und dadurch so nervig und manchmal einfach unerträglich! Ich könnte all die Tanten und Onkels einfach knuddeln. Daniels Familie hingegen ist so was von durchgeknallt. Kein normaler Mensch könnte es mit Erika und Rigobert lange aushalten – aber genau das macht die Familie so passend für dieses Buch.

Durch den flüssigen und lockeren Schreibstil bin ich nur so über die Seiten geflogen. Die gut gewählten Kapitel Bezeichnungen geben dem Buch noch mehr Pep. Ich haben den Vorgänger „Macho Man“ noch nicht gelesen. Das werde ich aber auf jeden Fall nachholen!

Ich finde es fantastisch, dass das deutsch-türkische Verhältnis durch ein Liebesverhältnis so sympathisch und liebevoll in dieses Buch gepackt worden ist. Jeder Mensch, egal welcher Herkunft, hat einfach seine Macken.

Mein Fazit: UNBEDINGT LESEN!!!!

25 von 50 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.02.2012
Opfertod / Kriminalpsychologin Lena Peters Bd.1
Winter, Hanna

Opfertod / Kriminalpsychologin Lena Peters Bd.1


gut

Die Profilerin Lena hat in Berlin einen neuen Job. Mehrere Frauenleichen wurden bestialisch zu gerichtet. Jetzt soll sie dieses mordende Monster endlich erwischen, da das Ermittlungsteam nicht mehr weiter kommt. Die Ermittlungsarbeiten sind im vollen Gange. Für Lena soll sich allerdings das Blatt schnell ändern. Dennoch arbeitet sie gekonnt mit Köpfchen und Mut gegen den Serienkiller an. Ihr Begleiter ist die ständige Angst, ein neues Opfer zu finden. Wie kann ER nur gestoppt werden??!!

Der Thriller „Opfertod“ ist ein gelungener Krimi mit einigen Schwächen. Ich kannte die Autorin Hanna Winter nicht, dennoch habe ich schon viele gutes über sie gelesen und gehört.

Zu erst die Stärken: Ich war schon nach den ersten Seiten in der Geschichte gefangen. Die Protagonistin Lena Peters ist mir absolut sympathisch. Sie hat eine dunkle Vergangenheit und dunkle Schatten, mit denen sie im Alltag kämpfen muss. Gleich am Anfang tritt Lena in mehrere Fettnäpfchen. Hier konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Durch den flüssigen Schreibstil fliegt man nur so durch die Zeilen. Die Gedankenwelten des Killers sind erschreckend und gleichzeitig faszinierend. Lena kommt immer wieder an ihre persönlichen Grenzen.

Die Schwächen: Etwas störend finde ich die häufigen Unterbrechungen durch einen Kapitelwechsel. Der Lesefluss ist hier unterbrochen und meiner Meinung nach ist es unsinnig, so viele Kapitel zu setzten. Außerdem ist die Auflösung nicht gelungen. Viel zu schnell und flapsig geht der Mörder ins Netz. Die wirklichen Hintergründe und die Abgründe werden kaum bis gar nicht in Augenschein genommen. Ich hatte das Gefühl, die Autorin muss auf Biegen und Brechen den Schlusssatz schreiben. Das ist wirklich sehr schaden, denn ansonsten hat mir das Buch gut gefallen. Etwas verwirrend finde ich auch den Rückentext. Dieser ist absolut unpassend.

Fazit: spannender Krimi mit Gruselfaktor, aber enttäuschenden Ende. Auf den Nachfolger bin ich allerdings trotzdem neugierig!

Bewertung vom 12.02.2012
Die Tote vom Naschmarkt / Sarah Pauli Bd.2
Maxian, Beate

Die Tote vom Naschmarkt / Sarah Pauli Bd.2


sehr gut

Der Wien-Krimi „Die Tote vom Naschmarkt“ ist ein pfiffiger Kriminalfall gepaart mit einer Reise durch die fantastische Stadt. Die Autorin hat einen guten Mittelweg geschaffen: der Lesefluss wird nicht durch einen aufdringlicher Dialekt unterbrochen und ich hatte nie das Gefühl, einen Stadtführer in den Händen zu halten. Dennoch kann sich der bekannte Wiener Flair voll entfalten.

Bei der sympathische Journalistin Sarah Pauli ist gerade so etwas wie Normalität eingetreten. Ihre Kolumne über den Aberglauben gewinnt an Beliebtheit und sie fühlt sich wohl. In Sarahs letzten „großen Story“ musste ihre Kollegin mit dem Leben bezahlen…

Als dann die Postsendung mit drei abgetrennten Fingern auf Sarahs Tisch landen, ist es mit dem gemütlichen Alltag schnell vorbei! Gehören die Finger der Toten, die auf dem Naschmarkt gefunden wurde? Was hat das alles mit dem Vergewaltigungsprozess zu tun?

Sarah kann ihre Neugierde und ihren Spürsinn nicht im Zaum halten. Sie wühlt und bringt erstaunliche Dinge ans Licht! Ihr großes Wissen an Symbolik ist ihr hier eine große Hilfe!

Der Leser bekommt auch einen interessanten Blick in die Gedankenwelt des Staranwalts Karlheinz Koban. Arroganz und Hochnäsigkeit scheinen fest mit ihm verbunden zu sein. Aber heißt es nicht: Hochmut kommt vor dem Fall!?

Ich bin ein großer Fan der Stadt Wien. Der Flair und die Menschen haben etwas Besonderes. Somit habe ich mich wirklich sehr über diesen Krimi gefreut. Die Autorin Beate Maxian und der erste Wien-Krimi „Tödliches Rendezvous“ waren mir bisher nicht bekannt. Die Autorin nimmt immer wieder Bezug auf den ersten Teil. Für mich steht fest: den muss ich auch lesen! Generell ist es wohl ratsam, um Sarahs Gedanken- und Gefühlswelt besser zu verstehen, dieses Buch zuerst zu lesen. Das finde ich ein kleinwenig schade.

Der Schreibstil ist gekonnt locker und passt in die Geschichte. Durch den häufigen Szenen- und Personenwechsel hat der Krimi Schwung und der Leser hat keine Zeit zum Abschweifen. Ich war ab der ersten Seite gefangen. Die Idee, den Aberglaube und die vielen Symboliken einzubauen, ist erfrischend und andersartig. Es hat mir gut gefallen. Die Lösung des Buches ist für mich als alte Krimi-Maus keine Überraschung. Dennoch hat die Autorin das Buch gekonnt zu Ende gebracht.

Fazit: Klasse Buch – ich werde es auf jeden Fall weiter empfehlen!

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.