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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Nilly
Danksagungen: 37 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 71 Bewertungen
Bewertung vom 16.11.2020
Aller guten Dinge sind zwei
McFarlane, Mhairi

Aller guten Dinge sind zwei


sehr gut

Darf ich vorstellen? Laurie, Mitte 30, erfolgreiche Anwältin und in einer langjährigen Beziehung mit Dan (18 Jahre, um genau zu sein). Laurie ist glücklich und zufrieden… fast, denn sie wäre gerne Mutter. Und dann geschieht das Unglaubliche: Dan macht mit ihr Schluss! Das ist unfassbar. Laurie ist sehr verletzt. Zum Glück steht ihr aber ihre beste Freundin Emily mit Rat und Tat zur Seite.

Laurie versucht ihren Alltag wieder in Griff zu bekommen. Da schneit unverhofft der äußerst attraktive, arrogante und selbstverliebte Kollege Jamie in ihr Leben. Gemeinsam schmieden sie einen Plan… mit der skurrilen Idee und den entsprechenden Folgen hätte allerdings niemand gerechnet.

Wow! Der bissige, zynische und unglaubliche humorvolle Schreibstil der Autorin Mhairi McFarlane hat mich umgehauen. Der trockene Humor, gepaart mit den spritzigen Dialogen sind unschlagbar. Die Protagnisten haben Tiefgang und sind jeder für sich farbenfroh und authentisch. Aber nicht nur das Schmunzeln macht mit diesem Buch Spaß. Die Autorin schlägt auch tiefgründige Gedanken an. Die innere Haltung, der Blick für das Wesentliche und auch die Oberflächlichkeiten der heutigen Zeit werden thematisiert. Das Cover gefällt mir sehr gut. Es passt perfekt zu Lauries Persönlichkeit.

Die fluffige Story mit dem Tiefgang hat eigentlich die volle Punktzahl verdient. Aber ich muss gestehen, dass das erste drittel wirklich sehr zäh war… Aber danach nimmt das Buch absolut an Fahrt an und ich war echt traurig, dass es schon zu Ende war. Ich werde auf jeden Fall noch ein Buch dieser außergewöhnlichen Autorin lesen!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.10.2020
Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht
Petkovic, Andrea

Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht


sehr gut

Andrea Petkovic ist eine wunderbare Tennisspielerin. Ich habe sie schon oft spielen sehen und es war (fast) immer eine Freude. Ich war allerdings jetzt doch erstaunt, als ich ein Buch von ihr in den Händen hielt. Das musste ich unbedingt lesen

Bewertung vom 26.09.2020
Mein Familienkompass
Imlau, Nora

Mein Familienkompass


sehr gut

Nora Imlau hat mit dem „Familien Kompass“ einen besonderen Ratgeber geschaffen. Wer allerdings auf eine passende Schablone für alle Familienprobleme, Missverständnisse und Alltaghindernisse gehofft hat, wird hier enttäuscht. Die Autorin spricht sich für den individuellen Weg aus: es gibt kein falsch und richtig, schwarz und weiß. Sie versucht aber, den Leser an die Hand zu nehmen. Mit viel Verständnis und grundsätzlichen Hinterfragungen alter Erziehungsstile wird ein neuer Weg des Alltags aufgezeigt: Respekt, Liebe und Verständnis.

Für mich persönlich ist die Durchleuchtung der Gesellschaft und ihrer Grundsätze und -werte sehr interessant. Warum sind wir so wie wir sind? Was kann ich an mir, und somit auch für meine Kinder, ändern? Warum reagieren wir in manchen Situationen so unangebracht? Die Selbstreflektion ist ein schwieriger und langer Weg.

Das Cover ist gut gewählt. Das freundliche Bild der Autorin und die Hintergrundinformationen ihrer Person, lassen den Ratgeber sofort authentisch wirken. Allerding ist der Schreibstil und der Buchaufbau herausfordernd. Die kleine Schrift und die vollgepackten Seiten mit Informationen waren für mich überschwemmend. Man benötigt sehr hohe Konzentration, um auch wirklich den kompletten Inhalt zu registrieren und zu verinnerlichen. Das ist allerdings mein einziger Kritikpunkt. Der Ratgeber ist absolut empfehlenswert!

Bewertung vom 25.08.2020
Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete
Cameron, Sharon

Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete


ausgezeichnet

Stefania ist eine Heldin. Ja, das ist sie wirklich. Das Buch „Das Mädchen, das ein Stück Welt rettet“ erzählt die wahre Geschichte einer sehr jungen Polin im 2. Weltkrieg, die mit viel Mut 13 Juden, ihrer kleinen Schwester und nicht zu Letzt sich selbst das Leben rettet.

Der schlichte und teilweise nüchterne Schreibstil ist sehr berührend und für diese Geschichte absolut passend. Oft stellt sich mir die Frage: Wie können Menschen das alles ertragen? Tod, Angst, Verlust, Hunger, Zukunftslosigkeit… All das musste Stefania und ihre Lieben aushalten. Jeden Tag… Aber bei all dem Dunkel gibt es auch Licht: Hilfe, Menschlichkeit, Liebe, Zuversicht. Die Autorin schafft es, den Leser in die schreckliche Zeit zu katapultieren. Die Schicksale sind real und deshalb darf auch dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte nie vergessen werden… aus Respekt und vor allem, dass so etwas nie wieder geschehen darf. Das Buch ist bedrückend und intensiv.

Die Autorin Sharon Cameron ist schon früh von Stefania und ihrer Geschichte gefangen. Aufwendig recherchiert sie in Polen und spricht mit Verwandten und Zeitzeugen. Die Schilderung, wie die Autorin das wunderbare Buch entstehen lies und auch die persönlichen Bilder der Familie Diamant haben mir sehr gut gefallen.

Bewertung vom 22.08.2020
Die Jagd beginnt! / Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer Bd.1
Stronk, Cally

Die Jagd beginnt! / Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer Bd.1


ausgezeichnet

Die Zwillinge Lukas und Marie werden 7 Jahre alt. Sie bekommen einen geheimnisvollen Brief… und los geht das Abenteuer! Es müssen Rätsel gelöst werden und Ganoven machen den beiden das Leben schwer. Ob Lukas und Marie das alles meistern?

Das Buch ist fantastisch für Erstleser geeignet. Der Schreibstil ist sehr leicht und verständlich. Auch die große Schrift macht es den Kids leicht, mit den Zwillingen mit zu fiebern. Die Seiten sind nicht überfrachtet und das Lesen macht einfach nur Spaß. Die Bilder passen super zu der Geschichte. Besonders die „Briefe“ machen viel Freude und steigern die Spannung! Aber das ist noch nicht alles: auch der Leser darf ein paar Rätsel lösen. Es wird also nie langweilig.

Die sympathische Familie samt Haustieren habe ich sofort ins Herz geschlossen. Die Zwillinge sind pfiffig und es macht einfach nur Spaß, das Buch zu lesen. Falls man daheim einen „Lese-Muffel“ sitzen hat, bekommt man diesen mit dieser Reihe sicherlich dazu, ein Buch in die Hand zu nehmen und auch zu Ende zu lesen… und vielleicht hat man plötzlich eine „Leseratte“

Bewertung vom 30.07.2020
Willkommen im Flanagans / Das Hotel unserer Träume Bd.1
Hellberg, Åsa

Willkommen im Flanagans / Das Hotel unserer Träume Bd.1


sehr gut

Wir befinden uns im Jahr 1929: Man stelle sich vor, man ist gerade 21 Jahre alt und lebt in Schweden an der Küste. In dem kleinen Dorf kennt und hilft man sich. Die Luft riecht nach Salz und Seetang… das Leben ist leicht und herrlich… Aber plötzlich verändert sich alles…

Genau das muss Linda erfahren. Aus dem Nichts ist sie Chefin des luxuriösen Hotels Flanagans in London. Das glanzvolle Hotel ist in finanzieller Schieflage und Frauen in Führungspositionen werden schlicht abgelehnt. Aber nicht nur diese scheinbar unlösbaren Aufgaben muss sich Linda stellen. Ihre Cousins machen ihr das Leben mit Intrigen zur Hölle. Aber Linda bekommt unverhofft Unterstützung!

Im Jahr 1960 lernt der Leser auch noch 2 besondere Angestellte des Flanagans kennen. Emma und Elinor sind 2 moderne junge Frauen, die sich aus den verkrusteten Denkweisen befreien möchten. Jede hat ihre Zukunft genau im Blick. Selbstbestimmt und ohne Kompromisse gehen sie den Weg der Freiheit. Aber das Leben ist nicht immer planbar…

Der mitreißende Schreibstil und die unterschiedlichen Zeitepochen machen das Buch zu einer wahren Freude. Die Erzählstränge wechseln sich ab und man bekommt einen persönlichen Blick in das Leben der Protagonisten. Es ist wirklich unglaublich, wie die Gesellschaft zu dieser Zeit noch dachte. Farbige sind in Restaurants nicht erlaubt, Frauen sollen heiraten und Kinder bekommen. Wieder einmal muss ich innerlich danke an alle Kämpferinnen und Kämpfer sagen, die für uns und unsere Freiheiten mutig in den Widerstand gezogen sind.

Über den letzten Drittel des Buches war ich sehr überrascht. Hier haben sich plötzlich die Ereignisse nur so überschlagen: Liebe, Gewalt, Trennung, Unfall, Lösung, Schwangerschaft… bums! Das war mir einfach zu viel auf einmal und ich war überfordert. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin noch kurz vor Schluss ein Feuerwerk zünden wollte. Aber das ist nicht geglückt. Den einzelnen Themen konnte keinen Tiefgang gegeben werden – schade.

Ich freue mich dennoch auf die Fortsetzung und bin gespannt, wie das Leben der äußerst interessanten Frauen weitergeht!

Bewertung vom 05.07.2020
Die Frauen von der Purpurküste - Isabelles Geheimnis / Die Purpurküste Bd.1
Ziegler, Silke

Die Frauen von der Purpurküste - Isabelles Geheimnis / Die Purpurküste Bd.1


gut

Amélie ist eine erfolgreiche Autorin aus Heidelberg. Aber was nütz all der Ruhm, wenn das eigene Leben ein einziger Scherbenhaufen ist? Vor 3 Jahren hat Amélie ihre Familie verloren… durch einen Autounfall ist sie alleine. Der 2 Jährige Sohn und ihr Mann überleben die Tragödie nicht.

Es ist kaum verwunderlich, dass es Amélie kaum gelingt, den Alltag zu meistern. Sie existiert nur noch… Ihre Eltern machen sich große Sorgen und machen ihr einen Vorschlag: fahr nach Collioure! Aus dem kleinen Dorf an der französischen Côte Vermeille stammt Amélies Vater. Hier hat sie sich immer wohl gefühlt. Kurzerhand entschließt sie sich, genau das zu tun.

Allerdings ist nicht alles so, wie Amélie es sich in Frankreich vorgestellt hat. Dafür nimmt ihre französische Familie und ihre Freunde sie herzlich auf. Amélies Oma Isabelle übergibt ihr ein Tagebuch und meint nur: lies! Das Geheimnis der betagten Dame soll ans Licht kommen…

Das Buch ist in 2 Geschichten aufgeteilt. Zum einen das bewegte Leben von Amélie. Ihr Ängste, die Wut und die Verzweiflung. Zum anderen die berührende Geschichte von Isabelle. Die deutsche Besatzung in Frankreich wird lebhaft erzählt. Aber eines bringen beide Erzählstränge wieder zusammen: die Liebe!

Der Schreibstil ist flüssig und ohne Schnörkel. Mir hat allerdings teilweise die Tiefe der Charakter gefehlt. Es blieb doch viel an der Oberfläche. Die Beschreibungen aus dem Tagebuch fand ich deutlich lebendiger, als die Hauptgeschichte. Allerdings waren mir zum Schluss die ständigen Liebesbekundungen etwas zu viel

Bewertung vom 01.06.2020
Die Henkerstochter und der Fluch der Pest / Henkerstochter Bd.8
Pötzsch, Oliver

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest / Henkerstochter Bd.8


ausgezeichnet

Seuche – Quarantäne – Angst: Schlagwörter wie aus dem Jetzt. Aber die „Die Henkerstochter und der Fluch der Pest“ spielt im Jahr 1679! Durch Zufall hat der Autor Oliver Pötzsch wohl ein äußerst aktuelles Thema aufgegriffen. Die Menschheit hatte in der Vergangenheit schon oft mit Herausforderungen zu leben. Hier trifft die Pest Wien mit voller Wucht und breitet sich nach Bayern aus. Die Henkersfamilie Kuisl steckt plötzlich mittendrin in Krankheit, Verschwörung und wissenschaftlicher Erkenntnis.

Geschickt verbindet der Autor die schreckliche Krankheit mit Morden und geheimen Intrigen. Er wirft den Leser nach Bayern und in das 17. Jahrhundert. Die Städte Kaufbeuren, Kemnat und Schongau werden detailgetreu beschrieben. Ich bin verwundert, wie die Menschen den Gestank ausgehalten haben und das es nicht noch mehr Seuchen gab… Die dunklen Geheimnisse lassen den Leser kaum mehr los. Die Charaktere werden mit viel Tiefgang beschrieben. Ich hatte schnell einen Draht zu den Protagonisten, obwohl ich die vorangegangen Bücher (noch) nicht gelesen haben. Die Gedankenwelt jedes einzelnen erklärt dessen Tun und lässt so manches Handeln besser verstehen. Selbst die nach außen hin brummigen und ungehobelten Kerle haben einen weichen und sympathischen Kern.

Dies ist mein erstes Buch von dem Autor Oliver Pötzsch. Ich bin bei historischen Romanen immer sehr kritisch. Oft plätschert der Inhalt nur vor sich hin und die Charaktere sind farblos. Aber die Geschichte um die Henkersfamilie Kuisl im Jahr 1679 hat mich sofort begeistert! Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Der Spannungsbogen, die menschlichen Tragödien und die Hintergrundinformationen sind wirklich außerordentlich miteinander verwoben. Die Vorgänger stehen schon alle auf meiner Merkliste!

Bewertung vom 04.05.2020
Wie uns die Liebe fand
Stihlé, Claire

Wie uns die Liebe fand


ausgezeichnet

Die Autorin Claire Stihlè hat mich mit ihrem Erstlingswerk „Wie uns die Liebe fand“ sehr beeindruckt! Der Schreibstil ist klar und ich hatte das Gefühl, dass ich gegenüber Madame Nan sitze. Gemütlich in einem Sessel mit einer starken Tasse Kaffee. Wenn ich mich sehr angestrengt haben, konnte ich sogar das Elsass und auch die leckeren Düfte aus der Küche riechen

Bewertung vom 22.10.2013
99 Gründe, warum mein Kind weint
Pembroke, Greg

99 Gründe, warum mein Kind weint


sehr gut

Schon allein der Buchtitel " 99 Gründe warum mein Kind weint" spricht Bände! Der Autor Greg Pembroke ist auf die geniale Idee gekommen, Bilder seiner brüllenden Kinder auf Facebook zu posten. Schnell entstand daraus ein Blogg und jetzt dieses Buch.

Die ersten Seiten lassen den Leser kurz wissen, wie Greg auf die wunderbare Idee kam, seine Kinder zu fotografieren. Das besondere dabei: es geht nicht um die typischen smile-Bilder. Sondern um die Situationen die schon so manche Eltern auf die Palme gebracht haben. Das scheinbar grundlose Brüllen unserer Sprösslinge wurde hier festgehalten. Die köstlichen Bilder sind unterschiedlichen Themen zugeordnet wie zum Beispiel "Feinschmecker" und "Große Erwartungen". Der Autor kann zu jedem Themengebiet aus eigener Erfahrung berichten und aus dem Nähkästchen blaudern.

Ich bin von diesem Büchlein begeistert und war richtig traurig als ich die letzten Seiten aufgeschlagen hatte. (Habe mir dann den Spaß gegönnt einfach nochmal von vorne anzufangen...) Der Autor bringt sicherlich viele Eltern, und solche die es vielleicht mal werden wollen, zum Schmunzeln. Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich bei dem nächsten Brüllanfall einfach meine Kamera zücke und das Bild auf einen der freien Seiten einkleben werden.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich mir das Buch selbst nicht gekauft hätte. Der Preis ist recht hoch. Aber als Mitbringsel für "Leidensgenossen" finde ich es fantastisch.