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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Marilou
Wohnort: Erkrath
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Danksagungen: 3 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 65 Bewertungen
Bewertung vom 26.09.2019
Kastanienjahre
Baumheier, Anja

Kastanienjahre


ausgezeichnet

Licht und Schatten des Lebens
Die Autorin Anja Baumheier führt den Leser von diesem Buch durch mehrere Zeiten: die Handlung von diesem Roman beginnt im Winter 2018 in Paris. Elise Petersen lebt hier seit mehr als 20 Jahren und führt eine kleine Boutique im Montmartre. Gebürtig stammt sie aus Peleroich, ein kleines Dorf an der mecklenburgischen Ostseeküste. Da ist sie aufgewachsen und lernt dort auch die beiden Lieben ihres Lebens kennen.
Das Schicksal führt nun zurück in ihre alte Heimat und man erfährt als Leser wie es Elise in all den Jahren zu DDR Zeiten ergangen ist, mit allen Höhen und Tiefen sowie mit den „Licht- und Schattenseiten“ die es nun mal auch in der DDR gab.
Die Autorin beschreibt die Lebensart und Lebenseinstellung sehr eindrucksvoll, ihr Schreibstil ist erstaunlich bildhaft. Man kann sich sehr gut in die beteiligten Personen hineinversetzen und ihre Gefühle nachvollziehen.
Eingangs des Buches hat man eine Übersichtskarte von dem direkt an der Ostsee gelegenen Peleroich sowie eine namentliche Auflistung der Akteure und das, was sie sind / machen.
Ich finde dass dieses Buch sehr lesenswert ist, egal ob man im Osten oder im Westen von Deutschland aufgewachsen ist.

Bewertung vom 26.08.2019
Es wird Zeit
Kürthy, Ildikó von

Es wird Zeit


ausgezeichnet

Ein tolles Buch - lustig und traurig zugleich!
Das neue Buch „Es wird Zeit“ von der Autorin Ildikó von Kürthy ist einfach toll! Es geht unter die Haut, man muss mal lachen oder schmunzeln aber es kommen auch mal die Tränen. Das Thema als solches ist real: Freundschaften die auseinandergehen, eine Ehe die nach Jahren recht eintönig geworden ist, eine krebskranke Freundin welche man wiedergefunden hat, Missverständnisse welche sich aufklären und vieles mehr.
Zum Inhalt (Auszug aus einer Beschreibung der Autorin): Dieses Buch ist eine Reise und ein Versprechen. Es ist meine Liebeserklärung an die Freundschaft, an die Heimat und an das Leben, wenn es allmählich in die Jahre kommt. Es liegt mir am Herzen, wie kein anderes Buch zuvor. Es wird Zeit handelt von Judith, die in der Mitte ihres angenehm eintönigen Lebens zurückkehrt in ihre Heimatstadt und dort auf ein leeres Grab und die gut gehüteten Geheimnisse ihrer Vergangenheit stößt. «Vielleicht», denkt Judith, «hätte ich lieber nicht zurückkommen sollen.» Aber da ist es bereits zu spät.
Das Buch hat mich sehr gefesselt, ich nutzte jede freie Minute um weiterzulesen und habe sehr oft parallelen zu meiner Situation finden können welche mich dann auch zum Nachdenken brachten. Frau von Kürthy hat einen sehr flüssigen und einfühlsamen Schreibstil.
Dieses Buch kann ich zu 100% weiterempfehlen, und das nicht nur für Frauen welche auf die 50 zugehen oder diese magische Zahl bereits überschritten haben.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.07.2019
Der Geist von Cavinello d'Alba
Sesta, Caroline

Der Geist von Cavinello d'Alba


ausgezeichnet

Märchenhafte Romantik
„Der Geist von Cavinello d'Alba“ ist ein sehr schöner romantischer und märchenhafter Roman den ich kaum aus der Hand legen konnte als ich einmal „mittendrin“ war. Kurz zum Inhalt gemäß Buchbeschreibung: Völlig unerwartet wird Cornelia, eine junge Konditorin, aus ihrem trauten Alltag in Essen an der Ruhr gerissen. Grund: Der Heiratsantrag ihres Freundes, wegen dem sie ihre Eltern um ihre Abstammungsurkunde bittet. So erfährt sie nicht nur um ihre wahre Identität. Auch ihr Erbe in der norditalienischen Region Piemont hat man ihr bislang verschwiegen. Soll sie sich diesem stellen? Falls ja, lastet auf ihr die ganze Verantwortung für ein imposantes Kastell aus dem Mittelalter, denn sie ist die letzte Nachfahrin eines uralten Adelsgeschlechts.
Cornelia hat Mut und nimmt das Erbe an. Doch da kommt einiges auf sie zu! Das Castello muss dringend saniert werden, doch das Barvermögen, welches ihr Vater ihr mit dem Castello hinterlassen hat, reicht nicht aus. Und dann ist da dieses Gemälde von einem jungen Mann namens Baldassare di Sodevalle in der Ahnengalerie, welches sie auf magische Art anzieht. Und dann hat sie das Gefühl, das nachts jemand im Gebäude war. Nach einer weiteren Nacht in der Ahnengalerie und dem Verzehr einer Flasche Wein glaubt sie dass dieser um Mitternacht aus dem Bild herauskommt, schreibt es natürlich erst mal dem Alkohol zu. Doch in den darauffolgenden Nächten wird sie eines besseren belehrt. Bis es dann zum Tag „X“ kommt…. und die beiden sich vereinen……

Bewertung vom 28.05.2019
Marina, Marina
Landau, Grit

Marina, Marina


ausgezeichnet

Ein schöner Ausflug in das Italien der sechziger Jahre
Marina, Marina! Dieses Lied von Rocco Granata war viele Jahre ein Ohrwurm und ich persönlich höre es heute immer noch gerne wenn mal Oldies aus dieser Zeit gespielt werden. Das Buch mit dem gleichnamigen Titel von Grit Landau ist wirklich eine Liebeserklärung an das damalige Italien und an das Leben! Die Handlung der Geschichte beginnt in dem kleinen Küstenort San Amato an der italienischen Riviera und fesselte mich von Anfang an. 20 Jahre Bella Italia, und zwar von 1960 bis 1980. Dabei geht es hier nicht nur um Amore, der Roman ist sehr abwechslungsreich und bietet einiges, unter anderem Untreue, Buße und die Erkenntnis dass das Schicksal es doch manchmal und überraschenderweise gut mit einem meint.
Die Autorin hat einen sehr flüssigen Schreibstil, die Beschreibung der Personen und Handlungsorte waren für mich sehr authentisch.
Das Cover ist ebenfalls bestens gelungen: eine junge und glücklich wirkende Frau auf einer Küstenmauer liegend, im Hintergrund die Idylle des Küstengebietes.
Dieser Roman ist ein wirklich schöner Ausflug in das Italien der sechziger Jahre und die darauffolgenden Jahre bis 1980!

Bewertung vom 28.04.2019
Madame Piaf und das Lied der Liebe
Marly, Michelle

Madame Piaf und das Lied der Liebe


ausgezeichnet

Eine kleine Person aber eine große Persönlichkeit!
Die Autorin Michelle Marly schreibt in diesem historischen Roman über eine kleine Person welche sich jedoch zu einer sehr großen Persönlichkeit entwickelte! Wer kennt sie und ihren Chansons nicht: Edith Piaf, die französische Sängerin, deren Interpretationen von Chansons und Balladen (zum Beispiel La vie en rose) sie weltberühmt machten. Ihr Gesangsstil schien die Tragödien ihres Lebens widerzuspiegeln. Und darum geht es auch in diesem tollen Buch. Man erfährt wie in Paris im Jahre 1944 nach dem Ende der deutschen Besetzung Edith Piaf der Kollaboration angeklagt wird. Es könnte sogar zu einem Auftrittsverbot für sie kommen. Sie versucht die Sache aufzuklären und lernt dabei Yves Montand kennen.
In diesem Buch erfährt man sehr viel von dieser außergewöhnlichen Frau, und das nicht nur aus der Zeit in der diese Geschichte handelt sondern auch aus ihrer Vergangenheit. Es ist der Autorin sehr gut gelungen dem Leser einen Einblick in das Leben dieser Künstlerin zu verschaffen und diesen mit in den Bann dieser Story einzubeziehen.
Durch den flüssigen Schreibstil kann man sich auch schnell in die damalige Zeit versetzen, man hat Orte und Personen quasi vor Augen.
Im Nachwort erfährt der Leser zusätzlich noch wie es mit Edith Piaf weiterging. Das finde ich sehr gut, so hat man nicht nur den Einblick in diesem Abschnitt ihres Lebens.
Das Cover ist sehr gut gelungen, es passt 1-A zu dieser Story!

Bewertung vom 23.03.2019
An den Ufern der Seine
Poirier, Agnès

An den Ufern der Seine


ausgezeichnet

Das mythische Jahrzehnt von Paris
Die Autorin Agnes Poirier beschreibt in ihren Buch „An den Ufern der Seine“ die magischen Jahre von 1940 bis 1950. In der Handlung geht es darum wie der intellektuelle Teil der Gesellschaft diese Zeit erlebte und was sie zu ihrem Tun und Handeln angetrieben hat.
Der Leser wird nicht nur auf eine spannende Zeitreise mitgenommen, man erfährt auch sehr viele Details aus dieser Zeit, die zumindest mir so im Detail nicht bekannt waren.
Zusätzlich zu dieser mitreißenden Geschichte gibt es sehr viele und präzise Informationen in diesem Buch. Einleitend findet der Leser eine stichpunktartige Chronologie mit Informationen aus den Jahren 1939 bis 1949, am Ende des Buches findet man Anmerkungen über mehrere Seiten sowie ein ausführliches Namensregister.
Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt! Das gut gelungene Cover spiegelt ein Teil der damaligen Zeit in der großen Metropole Paris wieder.

Bewertung vom 24.02.2019
Die Leben danach
Pierce, Thomas

Die Leben danach


sehr gut

Kann es ein Leben danach geben?
Die Hauptfigur in dem Buch „Die Leben danach“ von Thomas Pierce ist der Kreditberater Jim Byrd, ein absoluter Durchschnittstyp. Er lebt in Shula, das ist einer Kleinstadt in den Südstaaten. Eines Tages bleibt sein Herz stehen und er ist tot – wenn auch nur für wenige Minuten. Dies verändert sein Leben und er macht sich auf die Suche nach Antworten zu seiner Frage, was einem nach dem Tod erwartet.
Kann es ein Leben danach geben? Diese Frage habe ich mir beim Lesen und auch danach häufiger gestellt. Zum einen leben wir ja oft so als würde es nie enden, zum anderen gehen wir in uns und hinterfragen einiges wenn jemand stirbt der einem nahesteht. Doch Fakt ist aus meiner Sicht das wir das „jetzt und heute“ genießen sollten denn wir werden sicher nie erfahren ob / wie es „danach“ weitergeht.
Das Cover macht neugierig, was bedeuten diese Rahmen? Es regt, wie der Roman auch, zum Nachdenken an.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.02.2019
Allee unserer Träume
Gerold, Ulrike; Hänel, Wolfram

Allee unserer Träume


ausgezeichnet

Ilses Kampf für die Allee ihrer Träume
Schon in der Kindheit ist Ilse etwas Besonderes: sie ist ein Kind geschiedener Eltern und das ist zu dieser Zeit (in den dreißiger Jahren) nichts Alltägliches. Ihr Vater und Großvater sind im Baugeschäft tätig und schon in frühester Jugend ist es ihr Ziel einmal Architektin zu werden. Doch der Großvater ist der Meinung dass Frauen die damals typische Frauenrolle zu übernehmen haben. Leider kann er davon auch Ilses Vater überzeugen. Doch die Mutter setzt sich dafür ein das Ilse unabhängig wird. Ilse macht das Abitur und besucht eine Hochschule für Baukunst. Die Jahre des Krieges sind beendet, nicht nur Berlin liegt in Trümmern. Ilse möchte „ihre“ Stadt Berlin wieder mit aufbauen, doch als einzige Frau inmitten vieler Architekten hat sie es nicht leicht. Sogar ihr Ehemann erpresst sie. Doch Ilse will das nicht hinnehmen, sie kämpft für ihre Träume und ein freies Leben.
Diese spannend und authentisch erzählte Geschichte hat mich sehr gefesselt, es ist ja pure Realität gewesen (gewesen?) dass Männer in bestimmten Berufen das Monopol hatten.
Die Autoren Ulrike Gerold und Wolfram Hänel schaffen es den Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen. Man fühlt sich in die damalige Zeit versetzt und ich litt bei diesen vielen Ungerechtigkeiten und tragischen Situationen mit der Protagonistin.
Das Cover zeigt eine junge Frau, im Hintergrund ist ein Abschnitt der Karl Marx Allee zu sehen. Sehr gut gelungen, es spiegelt die Handlung dieser Geschichte wieder.

Bewertung vom 20.12.2018
Die Schneeschwester
Lunde, Maja

Die Schneeschwester


ausgezeichnet

Eine wunderschöne Geschichte zur Weihnachtszeit
Das Buch „Die Schneeschwester“ ist eine wunderschöne Geschichte zur Weihnachtszeit. Und das aus meiner Sicht auch für Erwachsene! Die Story von Julian geht ans Herz und berührt ungemein: Bald ist Weihnachten und Julian hat am Heiligabend Geburtstag, er wird 10 Jahre alt. Doch in diesem Jahr sieht es so aus als wenn es kein Weihnachten geben wird, zumindest nicht für Julians Familie denn seine ältere Schwester ist in diesem Jahr gestorben und seine Eltern unternehmen erst mal gar nichts um eine Weihnachtsstimmung im Hause zu verbreiten. Doch dann trifft er auf Hedwig…..
Ein tolles Buch! Das interessant und auffallend schön gestaltete Cover hält was es verspricht. Auch innerhalb des Buches gibt es jede Menge toller Abbildungen welche von der norwegische Illustratorin und Künstlerin Lisa Aisato stammen. In diesen vielen Abbildungen spiegelt sich die berührende Geschichte von Julian wieder.
Ein wunderschönes Buch!

Bewertung vom 01.12.2018
Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9
Neuhaus, Nele

Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9


ausgezeichnet

Spannung pur bis zum Ende
Nele Neuhaus hat es wieder mal geschafft ihren Lesern einen spannenden Krimi mit Pia Sanders und Oliver von Bodenstein als Ermittlern vom K11 zu präsentieren. Die zwei machen wieder mal einen guten Job und die Story vom 9. Fall der beiden fesselt bis zum Ende: erst findet ein Mädchen in einer alten Fabrik eine halb verweste Leiche von dem ehemaligen Betreiber des Werks, Theodor Reifenrath. Doch dann gibt es weitere gruselige Funde und die Spurensicherung holt immer mehr schreckliche Details ans Tageslicht. Der Rechtsmediziner Henning Kirchhoff identifiziert einige der Opfer, welche offensichtlich schon vor Jahren ermordet wurden. Doch Pia ist überzeugt davon dass der Mörder noch unter den Lebenden ist und bald wieder zuschlagen wird.
Am Anfang des Buches gibt es ein Personenregister, somit kann man immer mal wieder nachlesen, wer hier wer ist.
Titel des Buches und das Cover passen optimal zu der Story und der Schreibstil ist wie von Nele Neuhaus gewohnt deutlich und unmissverständlich.
Empfehlenswert für alle Liebhaber von mitreißenden und fesselnden Krimis!