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Benutzername: sk1
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Bewertungen

Insgesamt 194 Bewertungen
Bewertung vom 01.07.2020
Mind Games
Deakin, Leona

Mind Games


ausgezeichnet

Der Ex Geheimagent Markus Jameson arbeitet seit einigen Jahren freiberuflich und wird dabei von seiner Freundin, der Psychologin Augusta Bloom unterstützt. Als Markus Schwester ihn um Hilfe bittet, weil eine Freundin von ihr plötzlich verschwunden ist und ihre Tochter zurück gelassen hat, lässt er sich nicht lange bitten und beginnt mit den Ermittlungen. Die beiden stellen schnell fest, dass nicht nur Lana eine Art Glückwunschkarte bekommen hat, aufgrunddesssen sie verschwand, sondern auch noch einige andere. Und nur die wenigstens kehren zurück.

Leona Deakin hat mit ihren Mindgames bei mir voll ins Schwarze getroffen. Ich war binnen kürzester Zeit in der Geschichte gefangen und wurde in einem Spannungsbogen bis zum Ende hin begleitet, ständig habe ich mit gefiebert und überlegt und gerätselt. Ich wusste zwar recht schnell, worauf es sicherlich hinausläuft, aber das tut hier keinen Abbruch. Die Story ist wahnsinnig flüssig geschrieben, das legt man nicht zwingend wieder weg. Die Charaktere sind toll, haben etwas geheimnisvolles, das nur bedingt zum Vorschein kommt. Sehr gut gefällt mir, dass das Buch ohne viel Schnickschnack aber mit sehr viel Psycho auskommt.

FAZIT: Für mich war das eine tolle Überraschung, gerne mehr davon!

Bewertung vom 05.03.2020
Dunkle Botschaft: Thriller
Shepherd, Catherine

Dunkle Botschaft: Thriller


ausgezeichnet

Die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz bekommt zur Autopsie eine junge Frau auf den Tisch, die in der Badewanne tödlich verunglückt ist. Zumindest ist das die These, die sich allerdings schnell als falsch erweist. Denn die Leiche hat eine Botschaft an sich, die Julia und ihr Freund, Kommissar Florian Kessler zeigen, dass sie schnellstmöglich den Täter finden müssen, bevor eine weitere Frau stirbt.

Ich liebe die Bücher von Catherine Shepherd, ich kann mich so richtig in dem Buch verlieren. Die Geschichte ist spannend, von Anfang bis Ende stimmig und das Ende ist passend und gut geschrieben. Ein bißchen mehr hätte ich mir detailliert beschriebene Tatort gewünscht, aber das ist kein Manko.

FAZIT: Sehr spannende Geschichte

Bewertung vom 03.03.2020
1965 / Thomas Engel Bd.1
Christos, Thomas

1965 / Thomas Engel Bd.1


ausgezeichnet

Thomas Engel, ein introvertierter Junge mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn, wird von seinem "Onkel", dem besten Freund seines Vates zur Polizei geholt. Sein erster Fall ist ein kleines Mädchen, das in einer Ruine abgelegt wurde, mit einem Taschentuch das Gesicht bedeckt, sexuell missbraucht. Was für die anderen Beamten schnell abgehakt wird, sieht für Thomas nach mehr aus und er stellt Nachforschungen an, die ihn bald in große Gefahr bringen sollten. Und die Ermittlungen gehen bis weithin in die Zeit des Führers zurück.

Hui, da hat es mir aber ein absolutes Lesehighlight in den Schoß geworfen. Eigentlich bin ich nicht diejenige, die gern Bücher mit geschichtlichem Hintergrund lesen oder die so weit zurückreichen. Aber hier hat mir sehr gut gefallen, dass der Autor immer hin-und herspringt. Zumidnest am Anfang spielen zwei Geschichten, eine zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges und eine in den 60er Jahren. Beide laufen natürlich später zusammen und bilden das Grundgerüst des Buches. Die Erzählweise hat mir sehr gut gefallen, das Buch liest sich sehr leicht und man kann es quasi verschlingen. Die Spannung - so sie denn ab der Hälfte aufkommt - flaut nicht mehr ab und hält sich bis zum Ende, die Auflösung gefällt mir gut und auch der Epilog ist passend. Einzig gestört hat mich die Zwischenepisode, die stark auf das Gefühlsleben von Thomas und Peggy eingeht, das hätte es nicht gebraucht, ist auch nicht förderlich für die Geschichte, aber manche mögen das eben.

FAZIT: absolute Leseüberraschung

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.11.2019
Transfusion - Sie wollen dich nur heilen
Lubbadeh, Jens

Transfusion - Sie wollen dich nur heilen


sehr gut

Anfangs dachte ich noch "oh ne, diese Geschichte ist so fiktiv und entwickelt sich bestimmt in etwas, das du doof findest". Aber schon nach den ersten drei, vier Kapiteln war ich in der Story gefangen. Die Protagonistin Illi ist symphathisch, der Leser fiebert mit ihr mit und teilt ihre Gedanken. Die Wendungen, die es im Laufe des Buches gibt, gefallen mir sehr gut, sie machen das Ganze noch ne Ecke spannender. Das Ende kommt allerdings dann für mich sehr abrupt, als hätte der Autor es kappen müssen. Irgendwie fehlt dann zunächst auch die Erklärung. Und wenn ich den Epilog nicht gelesen hätte, hätte ich diese nicht entdeckt. Darin wird aber auch nicht alles erklärt, nur so viel, um es gerade zu verstehen. Hier hätte ich mir einen ausführlicheren Epilog gewünscht. Dennoch vergebe ich absolut verdiente vier Sterne. Das Buch hat mich absolut positiv überrascht und ich empfehle es sehr gern weiter.

FAZIT: eine absolute Leseüberraschung

Bewertung vom 16.10.2019
No Exit
Adams, Taylor

No Exit


ausgezeichnet

Es ist der 23.12. und die Studentin Darby Thorne ist mit ihrem alten klapprigen Auto unterwegs in ihre Heimatstadt, denn ihre Mom soll operiert werden. Doch ein Unwetter und der viele Schnee zwingt Darby dazu, an einer Raststätte Halt zu machen. Die Rettungskräfte und der Schneepflug sind unterwegs, doch bei den Wetterverhältnissen im tiefsten Colorado kann das dauern. Eine Nacht mit Fremden zu verbringen ist für Darby zwar unangenehm, aber machbar - wäre da nicht das gefesselte Mädchen, das Darby durch Zufall eingeschlossen in einem Transporter entdeckt. Die Erkenntnis, dass der Täter unter der Gruppe Fremden sein muss, trifft sie hart. Sie muss diese Nacht durchstehen und das Kind irgendwie retten. Wem kann sie trauen?

Angesprochen hat mich bei diesem Thriller von Taylor Adams das Cover. Der Klappentext sorgte dann für Neugierde. Erwartet habe ich eine Art Horrorbuch. Denn die beschriebene Szenerie könnte auch 1:1 aus einem Horrorfilm stammen. Wenn man im Nachhinein dann liest, dass der Autor eigentlich Filmregisseur ist und das Buch als Verfilmung schon in Arbeit, dann passt alles zusammen. Genauso erwarte ich Buch oder Film. Die Geschichte kommt langsam ins Rollen. Die Protagonistin lernt die Gruppe der Leute kennen, die dort ebenfalls festsitzen und tastet sie vorsichtig ab. Welcher ist der Entführer? Wem kann sie trauen? Und dann nimmt das Buch Fahrt auf. Die Spannung steigt und lässt den Leser bis zum Ende hin nicht los. Zwar habe ich zwischendurch gedacht "hat was von McGyver", aber irgendwie passte das und gehörte dazu. Die Schreibsweise ist schön flüssig, allerdings sind die Kapitel sehr lang. "Mal eben noch eines" ist nicht :-)
Die Wendungen - und es sind so einige - sind super. Ich habe mich jedesmal zuerst gewundert und dann gefreut, dass es so überrascht hat. Auch das Ende fand ich gut gelöst, den Nachspann angenehm.
Ich habe No Exit verschlungen - und freue mich auf mehr des Autors

FAZIT: Meine Leseüberraschung 2019

Bewertung vom 10.09.2019
Der Kinderflüsterer
North, Alex

Der Kinderflüsterer


weniger gut

In Featherbank verschwindet ein kleiner Junge spurlos. Schnell entstehen die Gerüchte, dass der "Kinderflüsterer" einen Komplizen haben muss. Denn vor zwanzig Jahren verschwanden bereits schon einmal fünf Kinder und wurden getötet. Der Mörder sitzt seit damals in Haft.
Tom Kennedy und sein Sohn Jake sind gerade erst hierher gezogen, um nach dem Tod von Ehefrau und Mutter ein neues Leben zu beginnen. Doch Jake benimmt sich sonderbar. Er hört ein Flüstern an seinem Fenster und spricht mit imaginären Freunden. Sein Vater nimmt ihn zunächst nicht ernst. Ein fataler Fehler - wie sich zeigen soll.

Das Erstlingswerk des Autors hat mich aufgrund des Titels sehr neugierig gemacht. Leider bin ich nicht wirklich zufrieden. Es kommt zwischendurch zwar Spannung auf, die aber auch leider schnell wieder abflacht. Alex North schafft es nicht, eine durchgehend düstere Stimmung zu erzeugen, die einen am Lesen hält. Zwar liest sich das Buch sehr einfach und unkompliziert, ohne dass man groß nachdenken muss, aber das sorgt auch dafür, dass die Charaktere nicht im Gedächtnis bleiben. Ich habe nach drei Tagen bereits vergessen, dass ich das Buch gelesen hatte. Bei einem Pageturner weiß ich nach Jahren noch, wie die Protagonisten heißen und was in der Story vorkam. Hier wird das sehr schnell im hintersten Winkel des Gehirns verschwinden.

FAZIT: weder aufregend noch spannungsgeladen

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.09.2019
Schwarzer See
Sager, Riley

Schwarzer See


sehr gut

Emma Davis ist 13 Jahre alt, als sie in ein Feriencamp kommt. Sie ist deutlich jünger als ihre Mitbewohnerinnen und doch freunden sie sich an. Vivian, die Anführerin, gibt sich wie eine ältere Schwester und weiht Emma in Geheimnisse des Camps ein. Doch nicht alle Geheimnisse teilen sie miteinander. Als Emma eines Morgens aufwacht, sind die drei Mädchen aus ihrer Hütte verschwunden. Auch 15 Jahre später kämpft Emma immer noch mit den Dämonen von damals. Als Fanny - die Besitzerin des Camps - sie einlädt, erneut teilzunehmen und als Lehrerin den Kindern malen beizubringen, überlegt Emma nicht lange. Sie will endlich wissen, was damals geschehen ist. Und beginnt zu forschen. Doch irgendjemand möchte nicht, dass Emma zu tief gräbt.

Ich bin an Schwarzer See ganz ohne Erwartungen herangegangen, ich kannte den Autor überhaupt nicht. Bis ich nachgeforscht habe, denn auf der Innenseite steht, es sei ein Pseudonym. Ja, das für Todd Ritter, der mit "Das Schweigen der Toten" damals schon meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Als Riley schreibt er nicht so eklig und detailiert, sondern legt wohl eher Wert auf Psychologie. Es gelingt ihm, mich in den Bann zu ziehen, obwohl die Geschichte nicht ungewöhnlich ist. Dennoch habe ich das Buch kaum weggelegt. Die Protagonistin Emma ist ist symphathisch und der Leser fiebert mit ihr mit. Der Schluss klingt zunächst ziemlich weit hergeholt, im Nachhinein, wenn er etwas gesackt ist und ich darüber nachdenke, finde ich den klasse. Das hatte ich nicht erwartet und genau das ist es, was mich an Büchern so reizt. Sie sind super, wenn sie unerwartet sind. Das ist hier gut gelungen. Fünf Sterne wären es geworden, wenn die Spannung noch mehr zu spüren gewesen wäre.

FAZIT: gewöhnliche Geschichte außergewöhnlich verpackt

Bewertung vom 10.09.2019
Es gibt kein Entkommen / Die Sekte Bd.1
Lindstein, Mariette

Es gibt kein Entkommen / Die Sekte Bd.1


weniger gut

Sofia Baumann gerät durch Zufall auf eine Veranstaltung, auf der der Redner sie sofort in den Bann zieht und dafür sorgt, dass sie alles stehen und liegen lässt und zu seiner Gruppe auf die Insel zieht, auf der er lebt. Zu spät erst merkt sie, dass es hier nicht so toll ist wie es zunächst schien. Sie ist in den Fängen einer Sekte. Wie soll sie entkommen?

Anfangs nahm die Geschichte schnell Fahrt auf und ich war zunächst begeistert. Aber leider ließ die Spannung schnell nach und baut sich dann auch nicht wieder auf. Kurz vor Schluss schafft es die Autorin etwas Spannung zu erzeugen, so daß ich zu Ende lesen wollte, wie es ausgeht. Aber das hätte ich mir klemmen können. Die Auflösung ist abrupt und leider unspektakulär. Als Titel wurde in der deutschen Übersetzung "Sofia Baumann Teil 1" geschrieben. Diese Geschichte ist aber abgeschlossen und Sofia ist keine Polizistin oder Journalistin, was den Schluss rechtfertigen würde, eine Nachfolge zu schreiben. Was soll das sein? Finde ich doof.

FAZIT: zieht sich wie Kaugummi, um ein unspektakuläres Ende zu präsentieren

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.09.2019
Erebos Bd.2
Poznanski, Ursula

Erebos Bd.2


ausgezeichnet

Nick Dunmore (den Lesern aus dem ersten Teil vielleicht noch im Kopf) ist mittlweile eine junger Mann Mitte 20 und studiert. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er durch Fotografenjobs. Als sich auf seinem Smartphone plötzlich eine App von selbst installiert, wundert er sich zunächst und will sie löschen. Das erscheint allerdings aussichtslos. Alle anderen Apps sind nicht mehr nutzbar (schön, dass die Autorin hier gängige Apps nennt, die tatsächlich auch auf meinem Smartphone sind). Er klickt das rote E an und erstarrt. "Willkommen bei Erebos, Nick Dunmore" steht da. Erebos hat ihn als Jugendlicher in seinen Bann gezogen und ist dann in der Realität sehr gefährlich geworden (mehr möchte ich auf Teil 1 nicht eingehen, um den Lesern die Möglichkeit zu geben, ihn nachzuholen). Was will das Spiel dieses Mal? Und warum ausgerechnet von ihm? Am liebsten würde er seinen Kumpel fragen, aber Erebos verbietet jegliche Unterhaltung dahingehend mit all seinen Freunden. Schnell kommt Nick dahinter, dass er sich nicht wehren kann und darauf angewiesen ist, Erebos zu spielen. Aber auch dieses Mal ist es wieder gefährlich. Wie weit geht Erebos dieses Mal?

In der "Fortsetzung" von Erebos bestimmt nicht der Spieler die Spielzeit- und Dauer, sondern das Spiel. Der Sucht nach Weiterspielen wird den Protagonisten Einhalt geboten, denn auf dem Bildschirm erscheint dann das Wort "Geduld" - so manche Spiele könnten es auch so elternfreundlich handhaben ;-). Obwohl der Suchtcharakter trotzdem da ist, auch für den Leser. Ich war so vertieft in die Geschichte, dass ich hätte mitspielen wollen. Die Schreibweise ist einfach so, dass man sich darin vertiefen kann. Obwohl ich Teil eins schon vor Jahren gelesen hatte und nicht mehr so ganz den Inhalt wusste, hatte ich den schon ziemlich am Anfang wieder auf dem Schirm. Es wird zum Teil darauf eingegangen. Wer den Teil nicht kennt, kann dennoch bedenkenlos Erebos 2 lesen. Die bauen NICHT aufeinander auf.

FAZIT: Gefangen in einem Spiel - als Leser - faszinierend

Bewertung vom 16.08.2019
Rotkäppchens Traum
Bentow, Max

Rotkäppchens Traum


ausgezeichnet

Eine ältere Dame entdeckt bei einem Spaziergang mit ihrem Hund im Wald eine junge Frau, nur bekleidet mit einem roten Mantel und mit Blut beschmiert. Sie weiß weder wie sie dorthin gelangt ist noch warum. Vor wem oder was läuft sie davon? "Mein Name ist Annie und ich bin 30 Jahre alt" ist das einzige, was die Frau sagen kann und dass sie offenbar aus Berlin kommt weiß sie auch noch. Die Gegend kommt ihr absolut unbekannt vor. Sie scheint ein traumatisches Erlebnis gehabt zu haben. Und sie will wissen, was das war. Langsam und bruchstückhaft erinnert sie sich - und gerät damit wieder in Gefahr.

Als ich angefangen habe, die Bücher von Max Bentow zu lesen, wusste ich noch nicht, dass mich seine Bücher (fast) immer begeistern werden. Aber mittlerweile ist der Autor für mich zu einem Spannungsgarant geworden. Seine Bücher triefen nicht vor zig Leichen oder detailliert dargestellten Mordszenarien sondern bauen ihren Spannungsbogen über Psychologie auf. Ich mag diese Art, sich in den Protagonisten rein zu denken und versuchen herauszufinden, was warum geschieht oder geschehen ist. Die Geschichte um Rotkäppchens Traum ist nicht brutal, sondern auf ihre eigene Art spannend. Bis zum Ende gibt es keine eindeutige Lösung und der Leser wird auch dann noch mit einer schönen Wendung überrascht.
Wer die Bücher von M. B. kennt und liebt, wird auch dieses Mal nicht enttäuscht sein. Wer Herrn Bentow noch nie gelesen hat, kann dies unabhängig von den anderen lesen. Es ist kein Teil einer Reihe.

FAZIT: Perfekt inszenierter Psychokrimi

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.