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Benutzername: sk1
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Bewertungen

Insgesamt 173 Bewertungen
Bewertung vom 01.02.2019
Reise ins Eisland / Der Polarbären-Entdeckerclub Bd.1
Bell, Alex

Reise ins Eisland / Der Polarbären-Entdeckerclub Bd.1


weniger gut

Stella hat Geburtstag und wünscht sich nichts sehnlicher als endlich auch an einer Expedition teilzunehmen. Aber Mädchen sind erstens nicht erlaubt und zweitens möchte ihr Vater, dass Stella während seiner Abwesenheit bei ihrer Tante bleibt. Doch diese hat andere Pläne und will Stella auf ein Internat schicken, wo sie endlich wie ein normales Mädchen aufwachsen soll. So ändern sich die Pläne und Stella kann endlich auf Entdeckungsreise mitfahren.
Doch schon beginnt für sie und weitere Kinder eine katastrophe.sie werden von der Gruppe getrennt und sind mitten im Eis. Auf sich gestellt trotzen sie allen Gefahren und kämpfen gemeinsam in diesem Abenteuer.

Klingt gut? Ja, dachte ich auch. Aber als Erwachsene ist dieses Buch nicht wirklich spannend oder interessant. Ich lese oft und auch gerne Jugendbücher. Aber dann muss mich die Geschichte auch interessieren. Hier ist es ein langweiliges Abenteuer. Ich würde die Zielgruppe auf acht bis zehnjährige setzen. Aber ob die so ein dickes Buch alleine lesen, bezweifle ich.

FAZIT: für Kinder vielleicht interessant, für junge Leser eher nicht

Bewertung vom 29.01.2019
Totenblick
Heitz, Markus

Totenblick


ausgezeichnet

In Leipzig wird Kriminalhauptkommissar Peter Rhode zu einem "abgefahrenen" Tatort gerufen. In einem maroden Haus wird eine männliche Leiche entdeckt. Der Tatort ist eine alte Badewanne, die Leiche darin drapiert und zu einem Kunstwerk aufgebaut, die Augen sind weit geöffnet. Offenbar wurde der Mann geköpft und der Kopf dank eines Klebebandes wieder befestigt. Die Leiche wurde nur aufgrund eines anonymen Anrufes gefunden. Die Botschaft lautete "Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters - Beeilung, wenn Ihr etwas finden wollt".
Parallel zu dieser Story gibt es Ares, einen jungen Personal Trainer. Der Ex-Rocker hat einen Kunden, dessen Freund in Schwierigkeiten steckt. Er verspricht zu helfen und gerät dabei unwissentlich in die Schussbahn des Täters.

Für mich war dies das erste Buch von Markus Heitz, auch die Fantasy-Romane kenne ich bisher nicht. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig. Mir hat zum Beispiel total missfallen, dass Kommissar Rhode offenbar aufgrund von ADHS ein sehr schlechtes Namensgedächtnis hat. In jedem, wirklich in JEDEM Satz verdreht der Autor die Namen. Das hat mich anfangs so genervt, dass ich überlegt habe, das Buch zur Seite zu legen. Im Nachhinein betrachtet hab ich richtig entschieden. Zum einen lässt diese Namensschwäche im Laufe des Buches nach und zum anderen ist die Spannung sehr gut aufgebaut. Der Leser möchte wissen, wie es ausgeht.
Was mir total gut gefallen hat, waren die Wendungen und Tote, mit denen man nicht rechnet.
Kleiner Wermutstropfen: Das Ende fand ich etwas übertrieben. Hier hätte Herr Heitz nicht ganz so aufbauschen sollen, bzw. einige Seiten vorher aufhören sollen. Genauer möchte ich das hier nicht ausführen, da ich sonst spoilern müsste.

FAZIT: mein erster aber sicherlich nicht letzter Heitz

Bewertung vom 29.01.2019
Meine Seele so kalt
Mackintosh, Clare

Meine Seele so kalt


ausgezeichnet

Als in einer kalten Novembernacht der kleine Jakob überfahren wird, flieht der Fahrer und lässt die Mutter hilfesuchend zurück. Ein tragischer Unfall? Hätte man Jakob retten können? Warum hat der Fahrer nicht angehalten? DI Ray Stevens und seine Partnerin Kate ermitteln in diesem Fall der Fahrerflucht, bekommen aber keinerlei Hinweise. Als sie die Anweisung bekommen, den Fall einzustellen, kann Kate das nicht akzeptieren und ermittelt in ihrer Freizeit weiter. Sie stößt auf Indizien, die auch Ray überzeugen, die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Kann Jakobs Tod doch noch gesühnt werden und der Täter gefasst?

Clare Mackintosh hat mich mit ihrem Debüt vollkommen überzeugt. Das Buch gliedert sich in zwei Teile. Beide Teile unterscheiden sich in der Schreibweise. Im zweiten musste ich mich daran gewöhnen, dass nicht in der Ich-Form sondern Du-Form geschrieben ist. Dies sorgt aber dafür, dass man in der Geschichte drin bleibt. Die Spannung ist im ganzen Buch zunächst eher mäßig, ich würde es so eigentlich nicht als Thriller bezeichnen und hab mich gewundert, warum es ein Psychothriller sein soll. Aber im Laufe der Geschichte entwickelt sich das Buch zu einem Psychotrip vom Feinsten. Der Leser wird mitgerissen und legt das Buch ab da nicht mehr aus der Hand.
Haben Sie also Geduld, falls es Ihnen anfangs langweilig erscheint. :-)

FAZIT: sehr starkes Debüt

Bewertung vom 29.01.2019
Oryon / Changers Bd.2
Cooper, T.; Glock, Allison

Oryon / Changers Bd.2


sehr gut

Ich beziehe mich hier auf den zweiten Band einer Reihe. Lesen Sie bitte also nur, wenn Sie Teil eins kennen ;-)

Der zweite Wechsel der Persönlichkeit steht für Ethan an. Nach einem Jahr Drew wird er nun zu Oryon, einem schwarzen schlaksigen Skater. Zunächst gefällt ihm das überhaupt nicht, aber wie schon beim ersten Mal muss er lernen, damit umzugehen. Und dieses Mal scheint es ja leichter zu sein, da er ja weiß, was mit ihm passiert. Er muss also quasi wieder ein Jahr lang mit seinem Change klarkommen.
Aber das bedeutet auch, dass er wieder von vorne anfängt, er ist wieder "der Neue" in der Schule. Er kennt zwar alle Schüler und Schülerinnen, darf sich ihnen aber nicht zu Erkennen geben. Schwierig wird es hier bei Audrey, das Mädchen, mit der als Drew sehr eng befreundet war. Auch bei deren Bruder fällt es ihm nicht leicht.
Oryon findet schnell neue Freunde und gewöhnt sich an sein neues Ich. Aber Audrey geht ihm nicht aus dem Kopf und gegen die Gesetze der Changers lässt er es zu, dass diese Freundschaft enger wird, als sie soll.

T Cooper hat meiner Meinung nach in diesem Buch nicht wirklich eine Fortsetzung geschrieben, sondern eher einen Parallelteil. Der Leser erfährt keine Neuigkeiten über die Rebellen, die Getreuen oder den RaCha. Auch ist dieser Teil nicht als Change-Jahr abgeschlossen, sondern stoppt mittendrin, ohne die Story zu beenden. Zum einen soll das sicherlich Lust auf mehr machen, weil es genau im spannenden Moment endet, zum anderen aber weiß der Leser bei Erscheinen des neuen Teils sicher nicht mehr, wie Band 2 ausgegangen ist. Ich rate Ihnen daher, Teil 2 und 3 hintereinander zu lesen.
Alles in allem ist dieser Band hier schwächer als der erste, lässt mich aber dennoch nicht daran zweifeln, dass ich Teil 3 lesen werde.

FAZIT: nicht mehr ganz so gut wie Teil eins - eher ein Parallelteil als eine Fortsetzung

Bewertung vom 29.01.2019
Erlöse mich / Joe O'Loughlin & Vincent Ruiz Bd.9
Robotham, Michael

Erlöse mich / Joe O'Loughlin & Vincent Ruiz Bd.9


ausgezeichnet

Marnie Logan trifft das Schicksal im Moment recht hart. Ihr Mann ist seit einem Jahr verschwunden, es gibt nicht die geringste Spur. Sie glaubt fest daran, dass er noch lebt. Allerdings hatte er Schulden bei zwielichten Gestalten. Und um diese zu begleichen, muss sich Marnie als Eskort-Girl verkaufen. Da sie aber zwei Kinder hat, will sie dies nicht länger machen und überlegt, das Geld von der Lebensversicherung in Anspruch zu nehmen, um die Schulden zu begleichen. Leider geht dies erst nach sieben Jahren, denn dann kann jemand vom Gesetz her für tot erklärt werden. Es sei denn, Marnie findet Freunde und Familie, die ihr helfen, Erklärungen abzugeben, dass sie glauben, dass Daniel tot ist. Aber das ist nicht so einfach. Daniels Eltern weigern sich. So macht Marnie sich auf die Suche nach anderen Unterlagen oder Hinweisen und stößt dabei auf ein rotes Buch, das Daniel für sie zum Geburtstag als Überraschung machen wollte. Darin befinden sich Artikel und Fotos von Leuten, die Marnie bereits lange kennt. Aber kaum einer der Menschen möchte Marnie wiedersehen. Sämtliche Leute haben schlechte Erfahrungen mit ihr oder durch sie gemacht. Marnie weiß sich nicht mehr zu helfen und bittet ihren Psychologen Joe O'Loughlin um Hilfe. Aber auch nach mehreren Sitzungen hat Joe immernoch das Gefühl, als verschweige Marnie ihm etwas. Schritt für Schritt kommt er der grausamen Wahrheit näher.

Dieser Band hat mich von vorne bis hinten absolut gefesselt. Von Beginn an ist es spannend, dem Leser wird vorgegaukelt, die Lösung läge sehr nahe, aber dem ist bei Weitem nicht so. Durch kuriose Wendungen schafft der Autor es, den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten und da lässt er es auch noch mal richtig krachen. Die knapp 450 Seiten bringen eine tolle Geschichte hervor, die ich gut und gern weiterempfehlen kann.

FAZIT: Wieder ein richtig spannender Roman von Herrn Robotham

Bewertung vom 17.01.2019
Winterkalt, 1 MP3-CD
Shepherd, Catherine

Winterkalt, 1 MP3-CD


ausgezeichnet

Auf einem Feld in mitten der Stadt steht eine wundervolle Eisskulptur. Niemand ahnt zunächst, dass sich in diesem Block eine Frau befindet. Die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz ist erschüttert. Um die Leiche zu obduzieren, muss sie langsam aufgetaut werden. Und als ihre neue Kollegin und sie endlich dazu kommen, hat der Mörder bereits erneut zugeschlagen und eine neue junge Frau in einer Skulptur drapiert. Kommissar Florian Kessler hat nur wenige Hinweise und das Team befürchtet, vor einer unlösbaren Aufgabe zu stehen.

Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Svenja Pages liest wundervoll. Sie versetzt ihre Stimme genau in die entsprechende Stimmlage, die sie gerade verkörpert, sei es eine finnische Gehilfin, eine französische Tanzlehrerin oder einen männlichen Kommissar. Das hat dazu geführt, dass der Hörer noch intensiver in die Geschichte eintauchen kann.
Die Story ist durchweg spannend, immer wieder gibt es einen kleinen neuen Hinweis, der zum Täter führen könnte und bis zum Ende ist nicht klar, wer tatsächlich der Täter ist. Das hat mir absolut gut gefallen. Die Beschreibung der Leichen hätte für mich persönlich noch detailierter sein können, ich mag es, wenn es in der Magengrube kribbelt, aber auch so war die Inszenierung dieses Plots sehr gut umgesetzt.
Ich möchte sehr gern mehr davon.

FAZIT: sehr gut gelesen, Hörer wird in den Bann gezogen und bis zum Ende festgehalten

Bewertung vom 01.01.2019
Tattoo / Carver & Lake Bd.1
Dyer, Ashley

Tattoo / Carver & Lake Bd.1


schlecht

Eine Serie von Frauenmorden erschüttert Liverpool. Die Stadt hat Angst, der Täter hat es auf junge Frauen abgesehen und tätowiert diese ante und post mortem. Sie nennen ihn den Dornenkiller, denn die Tattoos werden mit einem Dorn verursacht. Detective Seargent Ruth Lake versucht, den Täter zu finden und gleichzeitig ihren Partner zu schützen.

Der Anfang der Story hat mich noch voll mitgenommen. Er klang vielversprechend. Die Methode des Tötens, die Idee hinter der Geschichte, die Protagonisten - all das ist eigentlich in Ordnung und könnte ein sehr spannendes Buch werden. Leider konnten die Autoren dies nicht annähernd umsetzen. In dem Buch passiert fast nichts. Die Ermittlungen sind lahm und kommen überhaupt nicht voran. Und auf über 500 Seiten nichts zu erzählen ist schon eine Kunst. Am Ende ist es kurzfristig spannend, allerdings war es auch leider viel zu sehr durchschaubar, so dass ich mich ärgere, das Geld für ein Buch, wo mir das Cover megamäßig gefiel, ausgegeben zu haben.

FAZIT: für mich leider ein absoluter Fehlkauf

Bewertung vom 14.12.2018
Die Opfer, die man bringt / Sebastian Bergman Bd.6 3 MP3-CDs
Hjorth, Michael; Rosenfeldt, Hans

Die Opfer, die man bringt / Sebastian Bergman Bd.6 3 MP3-CDs


gut

In Uppsala werden eine Reihe von Frauen überfallen, eine von ihnen stirbt sogar. Die Frauen scheinen nichts gemeinsam zu haben. Das Team der Reichsmordkommission um Torkel Höglund bekommt Zuwachs von der örtlichen Polizei und als es schließlich nicht umhin kommt, den Kriminalpsychologen Sebastian Bergmann wieder einmal hinzuzuziehen, müssen sich die meisten der Teammitglieder zusammenreißen und ihre persönliche Abneigung gegen ihn zurückstellen. Ganz besonders für Vanja Litner ist das nicht einfach und sie gerät immer wieder mit ihm aneinander. Um des Falles Willen reißen sich jedoch alle Beteiligten zusammen, denn der Täter hat bereits erneut zugeschlagen.

Ich habe das Hörbuch gehört. Douglas Welbat hat bereits auch die anderen Bücher des Autorenduos gelesen. Mir gefällt die Art, wie er den Zuhörer in die Geschichte taucht und ihn fesselt - so die Story denn fesselnd ist.
Die Geschichte um die Überfälle beginnt sehr spannend und zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Was mir dabei allerdings dieses Mal ganz besonders ein Dorn im Auge ist, ist die private Geschichte. Sowohl von Vanja und Sebastian, als auch von Ursula, Torkel und nicht zuletzt auch von Billy. Für mich klingt es, als haben Hjorth&Rosenfeldt dieses Mal krampfhaft versucht, zum einen dieses Buch zu füllen und zum anderen einen Appetizer auf ein Folgebuch zu produzieren (ich möchte hier keinen Spoiler geben, aber jeder wird am Ende des Buches wissen, welches die nächste Geschichte sein wird). Die Erzählweise leidet darunter und die Spannung der eigentlichen Geschichte flacht durch die Einschübe immer wieder ab - schade.

FAZIT: Die Geschichte ist super spannend, aber es gibt viel zu viel nebenbei

Bewertung vom 21.11.2018
Wie tief ist deine Schuld
Ware, Ruth

Wie tief ist deine Schuld


sehr gut

Als Kate ihren Schulfreundinnen von damals eine Nachricht mit den Worten "Ich brauche Euch" sendet, ist für die drei sofort klar, dass es ernst ist. Schließlich haben sie sich seit Jahren nicht gesehen - seit der Geschichte damals. Und die Vergangenheit holt Isa, Fatima und Thea ein, als sie an der Mühle ankommen, in der Kate seit ihrer Kindheit lebt.

Ich kannte von Ruth Ware bereits Woman in Cabin10 und war davon echt begeistert, weil es so schöne Wendungen hatte, die den Leser überrascht haben. Hier ist es ähnlich. Die Geschichte beginnt erst schleppend, erst ab Seite 150 ca. packt es mich und ich bin neugierig, was genau da los war und warum. Ab da liest sich dann das Buch auch sehr fließend und bietet genug Spannung. Auch das Ende finde ich wieder überraschend - zumindest teilweise. Relativ schnell ist klar, was passiert ist, aber lange sind die Hintergründe verschlossen. Das gefällt mir sehr. Das Genre "Thriller" finde ich hier eher unpassend, da ich zu keiner Zeit überhaupt das Gefühl hatte, dass es meine Nerven berührt. Aber ein guter Krimi ist das auf jeden Fall.

FAZIT: guter Krimi

Bewertung vom 14.11.2018
Für immer und einen Herzschlag
Murray, Tamsyn

Für immer und einen Herzschlag


weniger gut

Eines vorweg: ich musste mich da ganz schön durchquälen.

Jonny ist seit Jahren krank und kann ohne eine Herztransplantation nicht mehr lange leben. Zu seinem großen Glück soll es dazu kommen, dass ein Spenderherz gefunden wird. Was Jonny nicht weiß: Es gehörte dem Bruder von Nia, der durch einen tragischen Unfall ums Leben kam. Jonny möchte wissen, von wem das Herz stammt und lernt Nia kennen. Was sich aus den beiden entwickelt, ist mehr als nur die Dankbarkeit Jonnys gegenüber Nias Familie.

Natürlich war mir klar, dass das Buch vorhersehbar ist und auch, wie die Geschichte konstruiert ist. Mit dem Gedanken, dass es ein Jugendbuch ist im Hinterkopf konnte ich schon das eine oder andere ausschalten. Aber irgendwie hat es für mich überhaupt keine Fahrt aufgenommen und plätscherte nur so vor sich hin. Mich hat es leider nicht mitgenommen. Stattdessen war mir das zu viel Geschnulze und zu viel Herzschmerz. Wahrscheinlich aber genau das, was junge Mädchen lesen wollen.

FAZIT: zuviel Gefühlsduselei und nimmt mich trotzdem nicht mit