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Benutzername: Cat83
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Bewertungen

Insgesamt 21 Bewertungen
Bewertung vom 04.12.2021
In ewiger Freundschaft / Oliver von Bodenstein Bd.10
Neuhaus, Nele

In ewiger Freundschaft / Oliver von Bodenstein Bd.10


ausgezeichnet

Nele Neuhaus hat einen neuen Fan!
„In ewiger Freundschaft“ war mein erstes Buch von Nele Neuhaus, wird aber sicherlich nicht das letzte bleiben. Ich habe lange keinen so guten deutschen Krimi mehr gelesen!
Das Setting innerhalb der Literaturszene ist für echte Bücherwürmer wie mich logischerweise optimal gewählt. Man erhält gute Einblicke in den Verlagsalltag und in das berufliche Beziehungsgeflecht zwischen Autoren, Agenten, Lektoren und Verlegern.
Die Figurenzeichnung hat mich ebenfalls überzeugt. Das Ermittlerteam kommt sympathisch aber nicht unfehlbar daher. Insgesamt harmonieren sie sehr gut miteinander, sind solidarisch und loyal. Das Privatleben der Hauptermittler Pia Sander und Oliver von Bodenstein wird angerissen, jedoch in einem Maße, das nicht von der eigentlichen Krimihandlung ablenkt.
Das Personal der Literaturszene ist eine gute Mischung aus schrägen Vögeln, machtstrebenden Karrieretypen und bodenständigen Charakteren.
Was mir besonders positiv aufgefallen ist, ist der wunderbare Sprachstil der Autorin. Der Text fließt so dahin, ohne zu haken oder „unrund“ zu wirken. Ideal zum Wegschmökern!

Bewertung vom 08.11.2021
Nico - Die Sängerin der Nacht / Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe Bd.19
Roth, Mari

Nico - Die Sängerin der Nacht / Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe Bd.19


sehr gut

Roman eines bewegten Lebens, leider oft ein bisschen zu oberflächlich
Anhand des Covers habe ich einen eher seicht dahinplätschernden Frauenroman erwartet. Das Leben der Christa Päffgen , später bekannt als „Nico“, ist jedoch alles andere leichte Unterhaltung. Der Roman erzählt von den zahlreichen Entbehrungen und Schicksalsschlägen, die Nico bereits seit der frühen Kindheit widerfahren sind. Schönheit kann auch ein Fluch sein – diese Erkenntnis wird im Buch immer wieder vermittelt.
Mir persönlich ist die Story zu oft zu sehr an der Oberfläche geblieben, die Innensicht der Protagonisten hat gefehlt. Gerade, weil dies ein Roman ist und keine Biografie, hätte es oft etwas tiefgründiger sein dürfen.
Leider behandelt der Roman nicht das komplette Leben der Nico, sondern lässt einen großen Part aus. Gerade dieser hätte mich jedoch sehr interessiert. Ich bin zudem nicht sicher, ob ich die im Roman geschilderte Frau wirklich als „Mutige Frau zwischen Kunst und Liebe“ bezeichnen würde. Für mich ist sie eher eine tragische Figur, gerade mit Blick auf die späteren Jahre.
Das Buch hat allerdings einen guten Einblick in die 50er und 60er Jahre gegeben. Eine bekannte Persönlichkeit folgt in diesem Buch auf die andere. Ich bekam zwischendurch richtig Lust, nach den verschiedenen Personen zu googeln und noch mehr über sie zu erfahren. Das ist der Autorin wirklich gut gelungen.

Bewertung vom 24.10.2021
Reality Show
Freytag, Anne

Reality Show


gut

Geniales Show-Konzept, in der Umsetzung etwas hinter den Erwartungen
Als eingefleischter Reality-Show-Fan war dieses Buch natürlich ein absolutes Muss für mich. Leider hatte ich doch etwas mehr erwartet.
Das Buch verfügt über ein beinahe unerschöpfliches Personenensemble mit entsprechend zahlreichen Einzelschicksalen und Hintergrundstories. Dies war aber überraschenderweise beim Lesen kein Problem. Ich habe mich gut eingefunden und die Personen jeweils korrekt einordnen können. Von einigen jedoch hätte man durchaus noch mehr erfahren wollen, was aber in der Geschichte gar nicht angelegt war.
Die Story baut sich gut auf, aber irgendwann ist sie dann auch schon wieder vorbei, ohne dass ich das Gefühl hatte, ich habe schon alles gelesen, was dazugehört. Oft erschienen mir Handeln und Motive der Protagonisten als sehr oberflächlich und realitätsfern.
Ich könnte mir die Story in der Tat richtig gut als TV-Serie vorstellen, da dann viele Figuren viel mehr Raum bekommen würden. Diese komplexe Handlung und so viele Figuren und Themen in ein 460-Seiten-Buch zu packen, ist meiner Meinung nicht zu 100% geglückt.

Bewertung vom 16.10.2021
Der Verrückte
Mankell, Henning

Der Verrückte


sehr gut

Schwedischer Nachkriegsroman mit aktueller Bedeutung
Der Roman ist bereits 1977 erstmals in Schweden veröffentlicht worden und wurde jetzt auch ins Deutsche übersetzt. Mankell erzählt die Geschichte von Bertil Kras, einem Arbeiter und Kommunisten, der nach einem Arbeitsunfall nach einer neuen Perspektive sucht. Er begibt sich an einen Ort, an dem zur Zeit des 2. Weltkrieges ein Lager stand, in dem viele seiner Parteigenossen inhaftiert waren. Jetzt nach dem Krieg schweigt die Gesellschaft darüber. Dieses Schweigen wird auch Bertil mehr und mehr zum Verhängnis. Wer steht in welcher Abhängigkeit zu wem und wem kann man trauen?
Ich brauchte einige Seiten um in die Geschichte hineinzukommen, aber dann war ich tatsächlich drin. Die reine Handlung kann man zwar nicht als actionreich oder spannungsgeladen bezeichnen, aber untergründig ist doch eine gewisse Spannung vorhanden. Ich war mehr und mehr daran interessiert, wie es mit Bertil und den anderen Dorfbewohnern weitergeht. Zum Ende zog sich die Geschichte meiner Meinung nach doch noch etwas, aber insgesamt war ich durchaus zufrieden.
Ich habe vorher von Henning Mankell ausschließlich Bücher der Wallander-Reihe gelesen, weshalb ich keinen Vergleich zu seinen anderen Romanen ziehen kann. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass „Der Verrückte“ bereits 1977 erschienen ist, hätte ich dies auch nicht vermutet. Die Sprache kommt durchaus zeitgemäß daher und auch die Thematik ist für mich nach wie vor eine aktuelle.

Bewertung vom 25.09.2021
Mord im Lesesaal
Mathies, Susanne

Mord im Lesesaal


gut

Solider Krimi
Die Story hat bereits sehr schnell an Fahrt aufgenommen und auch die Figuren wurden gut eingeführt. Die Spannung konnte über das gesamte Buch aufrechterhalten werden, was auch am teils sehr hohen Erzähltempo liegen mag.
Der Klappentext des Buches hat jedoch eigentlich ganz andere Erwartungen bei mir geweckt. Wenn dort steht: „Die Agatha Christie von Zürich“ dann weckt das gewisse Assoziationen – und die wurden meiner Meinung nach nicht erfüllt. Zudem steht dort, dass Krimi-Autorin Cressida Kandel ermittelt – auch das stimmt so eigentlich nicht. Denn, wenn man es genau nimmt, haben wir in diesem Buch nicht DIE EINE Ermittlerin, sondern so gut wie alle Protagonisten versuchen, an neue Informationen zu gelangen, um den Fall zu lösen.
Auch ist es für mich kein überzeugender „Zürich-Krimi“, da die Story auch fast in jeder anderen Stadt hätte spielen können.
Insgesamt hat mir das Buch aber durchaus gefallen. Ich habe stellenweise sehr geschmunzelt, da einige Szenen recht humorvoll erzählt wurden. Und auch die Spannung hat sich auf einem guten Level befunden.

Bewertung vom 19.09.2021
Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen
Hawkins, Paula

Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen


ausgezeichnet

Sehr gut – ein gelungener Spannungsroman in Page-Turner-Qualität!
Ich bin schwer begeistert von dem Buch und habe es deshalb auch fast an einem Stück durchgelesen. Das ist mal wieder ein Page-Turner, den man nicht mehr aus der Hand legen will. Der flüssige Schreibstil und die interessanten Charaktere tragen enorm dazu bei. Gern hätte das Buch noch etwas länger sein dürfen!
Man taucht ein in die verschiedenen Leben der Hauptfiguren und ist gefesselt von jedem einzelnen Schicksal. Die Spannung wird eher subtil erzeugt, aber sie ist da.
Das ist so ein typisches Buch, wo ich die Charaktere noch eine ganze Weile im Kopf haben und auch tatsächlich etwas vermissen werde. Es waren zwar die wenigsten dauerhaft sympathisch, aber vielleicht gerade deshalb sehr überzeugend und echt in ihrem Verhalten und ihren Motiven.
Für mich ein absolut empfehlenswertes Buch!

Bewertung vom 04.07.2021
Ostfriesische Jagd / Rupert undercover Bd.2
Wolf, Klaus-Peter

Ostfriesische Jagd / Rupert undercover Bd.2


sehr gut

Das organisierte Verbrechen meets Ruperts
Der zweite Band von „Rupert Undercover“ diente mir als Einstieg in die Reihe. Obwohl mir rund die Hälfte der Charaktere noch unbekannt war, kam ich gut in die Story hinein. Vielleicht auch deshalb, da der andere Teil der Protagonisten, Figuren aus der Ann-Kathrin-Klaasen- sowie aus der Sommerfeldt-Reihe, mir umso bekannter war.
An sich war das Buch wieder einmal ein typischer Wolf, d.h. glaubwürdige Figuren treffen auf ostfriesischen Lokalkolorit und eine Atmosphäre aus Spannung und herrlicher Situationskomik.
Die Figur des Rupert ist mir durch diesen Roman sehr viel sympathischer geworden als bisher durch die Ann-Kathrin-Klaasen Reihe. Man ist viel näher an ihm dran und entdeckt dadurch deutlich mehr menschliche Züge an ihm.
Das Buch hat bei mir auf jeden Fall die Lust nach MEER geweckt. Es ist wieder einmal eine perfekte Lektüre für den Sommer. Auch bin ich schon gespannt, wie die Reihe weiter geht. Bis dahin werde ich mir erstmal den ersten Band der Undercover-Reihe besorgen. Den kann man auch nach diesem Buch ohne Bedenken lesen, da keine Einzelheiten zur vorherigen Handlung verraten wurden.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.06.2021
Tod auf dem Weingut Beauclaire / Ein Provence-Krimi
Longworth, Mary L.

Tod auf dem Weingut Beauclaire / Ein Provence-Krimi


gut

Leichte Krimilektüre, mit wenig Drive am Ende
Der dritte Band der Krimireihe rund um Untersuchungsrichter Antoine Verlaque und seine Lebensgefährtin und Juraprofessorin Marine Bonnet hat mich leider nicht ganz überzeugen können.
Die Atmosphäre Südfrankreichs wurde wie auch in den ersten beiden Bänden wunderbar beschrieben und hat eine regelrechte Sehnsucht nach Urlaub, Sonne, Meer und gutem Essen geweckt. Auch die Handlung begann recht vielversprechend mit mehreren Verbrechen, von denen man noch nicht recht wusste, ob und wie sie zusammenhängen könnten.
Das Ende zog sich dann jedoch meiner Meinung nach viel zu lang hin, um am Ende ziemlich unspektakulär zu verpuffen. Ich hatte tatsächlich überlegt, ob die Autorin das Buch am Schluss noch strecken wollte.
Nichtsdestotrotz würde ich das Buch denjenigen empfehlen, die die seichteren und leichteren Krimis mit viel Lokalkolorit und kulinarischen Einflüssen bevorzugen.
Dem nächsten Band der Reihe würde ich selbst ebenfalls noch eine Chance geben wollen.

Bewertung vom 12.06.2021
Die Wahrheit über ihn (eBook, ePUB)
Hendricks, Greer; Pekkanen, Sarah

Die Wahrheit über ihn (eBook, ePUB)


sehr gut

Fesselndes Verwirrspiel
Mit „The Wife beetween us“ bzw. "Die Wahrheit über ihn" ist dem Autorinnenduo Hendricks & Pekkanen ein echter Pageturner gelungen. Immer wenn ich dachte, nun sind die Zusammenhänge klar, kam doch wieder eine spannende Wendung oder eine ganz neue Facette, mit der man einfach nicht gerechnet hat.
Anfangs erinnerte mich das Buch noch etwas an „Girl on the Train“, doch dann entwickelte es sich in eine völlig andere Richtung. Leider kann man gar nicht mehr viel zu dem Buch sagen, ohne zu spoilern. Ich würde es auf jeden Fall jedem empfehlen, der auf die Bücher von Paula Hawkins und Gillian Flynn steht.

Bewertung vom 05.06.2021
Grabeskind / Alice Quentin Bd.4 (eBook, ePUB)
Rhodes, Kate

Grabeskind / Alice Quentin Bd.4 (eBook, ePUB)


gut

Guter Anfang, aber dann…
Grabeskind ist für mich der erste Krimi der Reihe rund um die Psychologin Alice Quentin. Wahrscheinlich wird es auch erstmal der letzte bleiben.
Ich fand das Buch anfangs eigentlich sehr spannend, sogar fast das erste Drittel lang. Die Psychologin Alice fungiert als Ich-Erzählerin und beschreibt aus dieser Perspektive ihren Arbeitsalltag. Auch über ihr Privatleben erfährt man eine Menge, was mir zu Beginn noch gut gefallen hat.
Doch irgendwann wurde es leider immer offensichtlicher, dass es mit dem Fall nicht vorangeht, außer dass VORSICHT, KLEINER SPOILER es immer neue Opfer gibt. Obwohl Alice scheinbar erfahren auf dem Gebiet der Polizei- bzw. Verbrechenspsychologie sein und ein Täterprofil angefertigt haben soll, scheint sie überhaupt keinen Plan zu haben, wer als Täter infrage kommt. Immer wieder werden die gleichen Personen befragt, ohne dass etwas dabei herauskommt. Im Gegenteil, es wird hingenommen, dass sie ihre Geheimnisse nicht preisgeben wollen.
Die Auflösung erscheint mir zudem sehr oberflächlich. Eine gute Erklärung für die Verstümmelungen der Leichen gibt es einfach nicht.
Meiner Meinung nach hätte es noch viel Luft nach oben gegeben. Selbst für eine „normale“ Ermittlerin hätte sich Alice bei dieser Ermittlung nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Aber von einer psychologisch geschulten Person hätte ich noch viel mehr erwartet.