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Benutzername: Liebeslenchen
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Bewertungen

Insgesamt 164 Bewertungen
Bewertung vom 06.11.2018
Es beginnt mit einem Blick / Redwood Love Bd.1
Moran, Kelly

Es beginnt mit einem Blick / Redwood Love Bd.1


ausgezeichnet

Als ich die Cover der REDWOOD LOVE-Trilogie zum ersten Mal gesehen habe, stiegen erste Vorurteile in mir auf und die Reihe landete in meiner imaginären “Ist mir zu kitschig”-Schublade. Der Werbeslogan “Drei Tierärzte zum Verlieben” klang für mich zu sehr nach Rosamunde Pilcher… Zum Glück hat mich die schiere Begeisterung vieler Blogger meine Voreingenommenheit über Bord werfen lassen, denn sonst hätte ich tatsächlich ein Jahreshighlight verpasst.

Schon nach den ersten gelesenen Abschnitten nahm mich die authentische Geschichte gefangen. Die Protagonistin Avery hat Ecken und Kanten und ist für den Leser nahbar, was sie sehr sympathisch macht. Frisch von ihrem ignoranten und gefühlskalten Mann getrennt zieht sie mit ihrer autistischen Tochter in das fiktive Städtchen Redwood. Einem malerischen Ort, wo jeder wirklich jeden kennt. Durch einen schicksalhaften Fund lernt sie Cade O’Grady kennen und sofort befürchtet sie, sich in den charismatischen Tierarzt zu verlieben. Was sie nicht ahnt, Cade hat sich vom ersten Moment an in sie verliebt.

Durch ihren mitreißenden Schreibstil und einem ständigen Perspektivenwechsel bringt die Autorin Kelly Moran den Lesern die Gefühlswelten von Avery und Cade nahe, gleichzeitig lernt man auch die Figuren kennen und lieben, die in den nächsten zwei Romanen im Mittelpunkt stehen. Man kann einfach nicht anders, als alle Charaktere ins Herz zu schließen. Und in der idyllischen Kleinstadt Redwood kann man sich nur wohlfühlen.

Von der ersten bis zur letzten Seite habe ich mit Avery und Cade mitgefiebert, gelitten, gehofft und mir ein Happy End für die beiden gewünscht. Für mich ist “REDWOOD LOVE. ES BEGINNT MIT EINEM BLICK” einfach der perfekte Liebesroman. Die Story ist intensiv, romantisch, tiefgründig, witzig und bezaubernd! Vor allem die authentischen und ungekünstelten Charaktere haben mein Herz im Sturm erobert und besonders gut finde ich, wie gefühlvoll und selbstverständlich sich Kelly Moran mit dem Thema Autismus beschäftigt.
Ich freue mich sehr, dass es noch zwei weitere Bände zu lesen gibt! REDWOOD LOVE ist definitiv eine große Leseempfehlung für alle Liebesroman-Fans!

Bewertung vom 16.10.2018
Hygge! Das neue Wohnglück
Hellweg, Marion

Hygge! Das neue Wohnglück


ausgezeichnet

Aktuell planen wir einige Renovierungen. Neben Pinterest und unterschiedlichen Interieur-Blogs als Hauptinspirationsquellen habe ich mir mit „Hygge! Das neue Wohnglück“ ein wundervolles Ideenbuch zugelegt und wer es skandinavisch gemütlich mag, wird dieses Buch genauso lieben und einige Inspirationen daraus umsetzen wollen.

:::: Was ist Hygge?

Hygge ist kein Stil und auch kein Möbelstück. Hygge ist ein Lebensgefühl das sich auf Lebensbereiche ausdehnen lässt und das die Seele dazu einlädt, das Leben zu genießen. Mittlerweile ist Hygge zum Synonym für einen gemütlichen, hellen Einrichtungsstil geworden. Mit hellen Möbel- und ausgewählten Deko- und Erinnerungsstücken kann man das Heim ganz schnell hyggelig einrichten. Das wichtigste Kriterium ist, dass man sich selbst wohlfühlt.

:::: Das Konzept des Buches

Die Autorin Marion Hellweg hat sowohl ihr Leben als auch ihr Heim hyggelig gestaltet. Auf etwa 158 prallgefüllten Seiten erzählt sie viel über das Hygge-Gefühl und stellt in einzelnen Homestorys Blogger und Interieurdesigner vor, die ihr persönliches Wohnglück gefunden haben. Neben den wundervoll bebilderten Homestorys kommen weitere Personen zu Wort, die sich mit dem wundervollen Wohntrend auskennen und es verstehen, Hygge zu leben.
Es gibt unzählige Beispiele und Anregungen, mit denen man die eigenen vier Wände hyggeliger machen kann.

:::: Meine Meinung

Für mich ist dieses Buch die perfekte Inspirationsquelle. Natürlich kann man den Wohnstil der Bloggerinnen nicht eins zu eins übernehmen, doch beim Durchblättern kommen schnell kleine Ideen, die man durchaus umsetzen kann oder die dazu animieren Möbel neu zu arrangieren. Wichtig ist, es muss einem selbst und nicht anderen gefallen. Schließlich soll man selbst das Wohlfühlglück, für das Hygge steht, spüren und erleben.

Besonders interessant finde ich die Homestorys und die Fotos der hyggelig eingerichteten Räume und Häuser. Mehr Gemütlichkeit geht nicht. Zwischendurch verrät die Autorin einzelne DIY-Dekoideen und schlägt auch günstige Dekostücke (z.B. von Ikea) vor. Am Ende hat sie in einem Verzeichnis ihre Lieblingsshops und die ihrer Meinung nach besten “Nordic-Living-Hersteller” aufgezählt. Wer es also ernst mit Hygge meint, findet spätestens in diesen Listen die passenden Elemente für die eigenen vier Wände.

Bewertung vom 04.10.2018
Die Hüter des Todes / Scythe Bd.1
Shusterman, Neal

Die Hüter des Todes / Scythe Bd.1


gut

Verstörend geniale Grundidee. Doch der Funke wollte nicht überspringen…

Als ich das erste Mal den Klappentext von Neal Shustermans “Scythe” las, hat mich die Story schon gepackt. Eine Idee, die gar nicht so weit weg von der Realität zu sein scheint.

Die Thematik ist verstörend und faszinierend zugleich. Natürlich hat jeder schon einmal darüber nachgedacht, wie schön es wäre, ewig zu leben. Mit den Problemen, die dadurch auftauchen würden, konfrontiert Neil Shusterman seine Leser gnadenlos. Was die Natur zuvor bestimmt hat, übernehmen nun andere Menschen und es ist heftig mitzuerleben, wenn die Scythe ihren ausgewählten Opfern gegenübertreten. Es erscheint einfach so ungerecht. Dass das System von skrupellosen und mordlustigen Scythe ausgenutzt wird, ist nur schwer zu ertragen.

Obwohl die Handlung einnehmend, und sowohl der Plot als auch die Charaktere stark sind, macht es der nüchterne und langatmige Schreibstil von Shusterman schwer, am Lesen zu bleiben. Besonders im Anfang war es für mich eine Herausforderung dranzubleiben. Ganz ehrlich, ich habe sogar an Abbruch gedacht. Doch die allgemeine Begeisterung anderer Blogger hat mich durchhalten lassen. Schließlich wollte ich selbst gerne wissen, was an dieser Geschichte so großartig ist (abgesehen vom Klappentext, der mich direkt begeistern konnte). Trotz der einnehmenden Storyline und dem ständigen Perspektivenwechsel hatte ich beim Lesen das Gefühl, die Charaktere nur oberflächlich kennenzulernen. Auch wenn ich insgesamt viel mehr erwartet habe, geht diese düstere Fantasygeschichte unter die Haut. Den zweiten Band möchte ich allerdings nicht lesen.

Bewertung vom 17.09.2018
attracted / The Brightest Stars Bd.1
Todd, Anna

attracted / The Brightest Stars Bd.1


schlecht

Trotz vieler Vorbehalte im Vorfeld hat mich die polarisierende "AFTER"-Serie von Anna Todd damals gut unterhalten und streckenweise sogar extrem fesseln können. Daher warte ich seit der großen Verlagsankündigung gespannt auf den ersten Roman ihrer neuen Buchreihe "THE BRIGHTEST STARS".

Doch dieses Mal wuchs mit den Seiten nicht die Begeisterung, sondern die Langeweile. Das verborgene Potenzial der Story und das der Charaktere wurden von Anna Todd scheinbar nicht erkannt, denn das gesamte Leseerlebnis ist unfassbar flach und nichtssagend.

Man spürt ganz deutlich, dass sich Anna Todd besonders mit der Darstellung ihrer Protagonistin Karina Mühe gegeben hat. Für mein Empfinden hat sie sich zu sehr darauf versteift und der Schuss ging nach hinten los. Karinas ewiges Gedankenkarusell dreht sich stets um dieselben und banalsten Dinge. Dafür, dass sie unzählige Male betont, selbstständig, unabhängig und erwachsen zu sein, verhält sie sich wie eine vorpubertäre Jugendliche.

Aber nicht nur Karina, sondern auch Kael ist eine extrem blasse Hauptfigur. Bei Hardin aus der "AFTER"-Reihe spürte man beim Lesen sofort, wenn er den Raum betrat. Durch seine dominante Präsenz war es unmöglich, ihn zu übersehen. Kael hingegen ist das krasse Gegenteil. Man übersieht ihn. Und das Schlimmste, man vergisst ihn sogar. Dass diese Randerscheinung urplötzlich Karinas große Liebe wird, wirkte auf mich einfach nur konstruiert und unglaubwürdig. Von Leidenschaft und Romantik konnte ich überhaupt nichts spüren.

Vollkommen unverständlich war für mich Anna Todds Fokus. Sie zeigt dem Leser jede Schwachstelle von Karinas baufälligem Eigenheim auf und beschreibt den Geruch ihrer Duftkerzen bis ins kleinste Detail. Dabei vergisst sie komplett zu erwähnen, dass Kael, der kein Pfefferminzöl mag, eine dunkle Hautfarbe hat. Als plötzlich rassistische Bemerkungen von Nebencharakteren in Richtung Kael aufkamen, war ich perplex.
Hätte sie diese Problematik mehr in den Mittelpunkt gestellt und ihre Leser früher aufgeklärt, hätte sie vielleicht die fehlende Tiefe erzeugen können.

Ebenso negativ überrascht hat mich die Kulisse. Die gesamte Geschichte spielt in, an und auf einer amerikanischen Militärbasis. Das schwierige Leben als Soldat, sowie das der Angehörigen, spielen eine wichtige Rolle. Eigentlich eine interessante Thematik, doch auch hier haperte es an der Umsetzung. Anstatt einen neuen Blickwinkel zu erschaffen, fühlte ich mich auf den wenigen Schauplätzen eingeengt und gefangen.

Für mich war dieses Buch der absolute Reinfall. Anna Todd kann den hohen Erwartungen nicht standhalten und hat mit diesem Auftaktband eine nichtssagende Story veröffentlicht, die weder Gefühl noch Handlung hat. Allerdings hat die Protagonistin einen sehr guten Geschmack, was die Wahl ihrer Duftkerzen angeht (#Augenverdreh) ...

Bewertung vom 23.07.2018
Meghan
Morton, Andrew

Meghan


ausgezeichnet

## Ein sympathisches Porträt

Das Interesse an Meghan Markle, dem aktuell jüngsten Mitglied der Royals (die Geburt von Queen-Urenkelin Lena Elizabeth Tindall mal außen vor gelassen), ist auch Wochen nach der traumhaften Hochzeit mit Prinz Harry ungebrochen. Im Eiltempo liefert die Duchess of Sussex einen Auftritt nach dem anderen ab und ist an Herzlich- und Freundlichkeit scheinbar nicht zu übertreffen.

Doch wer ist Meghan wirklich? Wo kommt sie her und was treibt sie an? Das hat der renommierte britische Autor Andrew Morton, der Anfang der 90er-Jahre mit seinem weltweiten Bestseller “Diana, Princess of Wales” einen großen Erfolg feierte, versucht herauszufinden.

Mit einer angenehmen Leichtigkeit erzählt er von Meghans Leben, beginnend mit der persönlichen Geschichte ihrer Vorfahren. Im Anschluss an ihre Kindheit und ihrer Schulzeit widmet sich Morton ihrer beachtlichen Karriere und schließlich erzählt er alle bekannten und teils geheimen Details der anfangs sehr geheimen Beziehung mit Prinz Harry, die im November 2017 in der Verlobung gipfelt. Gespickt sind die Erzählungen mit privaten Einblicken, passenden O-Tönen und glaubhaften Beobachtungen. Dabei räumt Morton gekonnt mit einigen Gerüchten auf und beleuchtet geschickt Meghans Entwicklung von unterschiedlichen Seiten. Er zeichnet das Bild einer selbstbewussten, wunderschönen und charmanten jungen Frau, die eine unglaubliche Ausstrahlung haben muss.

Morton schafft es sogar, eine Prise Romantik in diese Biografie zu bringen. Besonders die liebevollen Passagen, die sich dem Kennenlernen von Meghan und Harry widmen, sprühen zwischen den Zeilen schier vor Romantik. Am Ende hat man den Eindruck, als habe das Schicksal Harry seine Seelengefährtin geschickt. Von außen betrachtet, liest sich diese Liebesgeschichte wirklich wie ein Märchen.

## Mein Fazit

Diese Biografie ist eine Empfehlung für alle, die mehr über Meghan und ihre persönliche Geschichte, mit allen Höhen und Tiefen, erfahren möchten. Mortons Werk liefert einen intensiven Rückblick auf ihre beachtliche Karriere bis hin zur royalen Romanze mit Prinz Harry, die schließlich in der Verlobung endet. Auf 32 Seiten befinden sich, passend zu Meghans Lebensabschnitten, einige Farbfotografien, die das Leseerlebnis abrunden. Für meinen Geschmack hätten es gerne noch mehr Bilder sein können.

Bewertung vom 17.06.2018
The Crown
Lacey, Robert

The Crown


ausgezeichnet

n der bisher teuersten und aufwendigsten Netflix-Produktion „The Crown“ dreht sich alles um das Leben der britischen Monarchin Queen Elizabeth II.

Schon immer habe ich eine Schwäche für die Royals und ich liebe Begleitbücher, die mir mehr von meinen Lieblingsserien erzählen. Auf diese Weise kann ich mich noch viel länger mit der Thematik beschäftigen und viel mehr Infos erfassen, als der gewöhnliche Zuschauer.

Zeitgleich mit dem Erscheinen der zweiten Staffel ist Ende letzten Jahres im Edel-Verlag das offizielle Begleitbuch zur ersten Staffel erschienen. Ein aufwendiges und opulentes Werk, das dem Namen des Verlags alle Ehre macht. Denn es ist außergewöhnlich informativ, mehr als umfangreich und sehr edel in der Aufmachung.

### The Crown. Die Serie.

Jede Staffel befasst sich mit einem Jahrzehnt aus dem Leben der Königin Elisabeth, beginnend mit ihrer Hochzeit im Jahr 1947. Von der ersten Sekunde an besticht diese Serie mit einem erstklassigen Schauspielcast, authentischen Kulissen sowie Kostümen, ansprechenden Dialogen und man erkennt sofort, dass „The Crown“ mehr als erstklassig produziert wurde.

Die historischen Begebenheiten bestimmen sowohl das Leben der Royals als auch den Handlungsablauf der einzelnen Folgen. Selbst wenn man als Zuschauer über die wichtigsten Ereignisse der englischen Geschichte Bescheid weiß, baut die Serie eine unterschwellige Spannung auf. Da man bei allen Schwierigkeiten und Entscheidungen stets an der Seite der Queen ist, nimmt man einen vollkommen neuen Blickwinkel ein und man kann nicht anders als zu denken, dass es in Wirklichkeit genau so gewesen sein muss.
Diese Sichtweise nahm mich vollkommen gefangen.

Auch wenn die Royals dieser Serienproduktion skeptisch gegenüberstehen, ist dieses Porträt genau das, was die Fans sehen möchten. Sie erzählt ein Stück englische Geschichte.

Ich liebe diese spannend erzählte Dokumentation und freue mich auf all die Staffeln, die noch folgen werden. So nah kam man der Queen noch nie.

### Wissen vertiefen. Das Buch zur Serie.

Auf etwa 380 gut gefüllten Seiten erzählt der renommierte Historiker und Biograf der Queen Robert Lacey vom Leben der jungen Prinzessin Elisabeth, die im Alter 25 Jahren als Prinzessin zu einem Staatsbesuch nach Kenia reist und als Königin von England zurückkehrt.

Das Buch beschäftigt sich der Reihe nach mit den einzelnen Folgen der Serie und ist prall gefüllt mit interessanten Porträts und spannenden historischen Hintergrundinformationen zum damaligen Weltgeschehen. Ergänzt werden diese mit Originalfotos und Set-Aufnahmen der TV-Serie.

Nachdem ich die Serie gesehen habe und schon tief beeindruckt war, hat die Lektüre dieses Buches meine Faszination nur noch vergrößert. Es ist einfach faszinierend mitzuerleben, wie aus der jungen unsicheren Frau, die es allen nur recht machen wollte, eine selbstbewusste Monarchin wird, die es geschafft hat, sich zu einer Zeit, in dem Männer die Welt dominierten, durchzusetzen. Mit den Jahren gewinnt sie immer mehr an Stärke und verdient sich Respekt. Zudem macht diese Serie mehr als bewusst, was es bedeutet, die Queen zu sein, kein Privatleben zu haben und sein Leben der Krone zu opfern. Ich ziehe meinen Hut vor ihr und kann sowohl die Serie als auch dieses großartige Begleitbuch jedem Windsor-Fan ans Herz legen!

### So nah kam man der Queen noch nie.

Mein Fazit: Das biografische Begleitbuch zur ersten Staffel der Netflix-Serie „The Crown“ ist eins der wohl aufwendigsten, fulminantesten und opulentesten Werke, das ich jemals gelesen habe. Es ist ein wahres Schmuckstück für jedes Buchregal und ein Must-have für alle Royal-Fans, die gerne einen intensiven Blick hinter die Kulissen werfen möchten.

Bewertung vom 06.06.2018
Wunder
Roberts,Julia/Wilson,Owen

Wunder


ausgezeichnet

Der wohl berührendste Film des Jahres ♥︎

Basierend auf Raquel J. Palacios einfühlsamen Debütroman erzählt der Kinder- und Jugendfilm WUNDER die ergreifende Geschichte des Außenseiters Auggie Pullman, der mit einer Fehlbildung auf die Welt kam und den Zuschauern spüren lässt, wie schrecklich es sich anfühlt, ausgegrenzt zu werden und wie schwierig es ist, mit der Engstirnigkeit vieler Menschen gelassen umzugehen.

Auggie habe ich schon vor einigen Jahren im Roman kennenlernen dürfen und selten habe ich einen solch mutigen Jungen durch eine Geschichte begleitet. (→ zur Rezension)

Dieser bittersüße Roman geht direkt ins Herz, er bedrückt und befreit zugleich. Meiner Meinung nach gehört dieses Buch in jedes Buchregal und unbedingt in JEDE Schulbibliothek.

Als ich mitbekam, dass WUNDER fürs Kino adaptiert werden soll, habe ich mir ehrlich Sorgen gemacht. Die Geschichte lebt durch die kraftvollen Worte der Autorin und die Emotionen, die man zwischen den Zeilen zu greifen bekommt. Ich konnte mir anfangs einfach nicht vorstellen, dass die Regisseure dieser schwierigen Aufgabe gerecht werden und diese brillante Story auch angemessen und würdevoll in einen Film verwandeln können.

Und was soll ich sagen, besser hätte man Auggies Geschichte nicht auf die Leinwand bringen können. Die Story ist unfassbar nah an der Romanvorlage. Die Schauspieler sind perfekt, sie übertreffen sogar noch meine eigenen Vorstellungen. Wie schon damals beim Buch fällt es mir auch jetzt unglaublich schwer, die richtigen Wort zu finden. WUNDER hat mich jetzt schon zum zweiten Mal aus der Bahn geworfen und dieser Film zählt von nun an zu meinen allerliebsten Filmen. Ich finde, dass man diesen weisen, mutigen, verletzlichen und heilsamen Film jedem Kind, jedem Jugendlichen und jedem Erwachsenen zeigen sollte. Auggies authentisch dargestelltes Schicksal sorgt dafür, dass man ein feinfühligeres Empfinden für sein Gegenüber bekommt. Durch seine Augen spürt man, wie sich Ausgrenzung und Mobbing anfühlt. Sein Mut gibt den Zuschauern unfassbar viel Kraft.

Ihr merkt, ich kann gar nicht aufhören, von diesem Film zu schwärmen. Meine Kinder und ich, wir lieben ihn einfach so sehr und wollen es am liebsten in die ganze Welt hinausschreien. SCHAUT EUCH BITTE DIESEN GRANDIOSEN FILM AN!!!!

5 von 10 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.06.2018
Vicious Love / Sinners of Saint Bd.1
Shen, L. J.

Vicious Love / Sinners of Saint Bd.1


schlecht

Auf dem ersten Blick bietet dieser Reihenauftakt genau die Vorzüge, die man von einem klassischen New-Adult-Roman auch erwartet. Die Story ist sexy, frech und leidenschaftlich. Sogar die Protagonisten entsprechen den klassischen Klischees. Emilia ist bitterarm, schüchtern und eine Einzelgängerin. Vicious ist reich, gut aussehend, arrogant, unnahbar und Emilia ist seine Schwachstelle. Eigentlich kann da nicht mehr viel schief gehen. Zumindest dachte ich genau das, bis ich die männliche Hauptfigur kennenlernen musste.

In diesem Genre ist es eigentlich ganz normal, dass sich beide Protagonisten gegen jede Regung von Gefühl und Art von Emotion sträuben. Allerdings sollte der Leser immer im Vorteil sein und zwischen den Zeilen herauslesen können, dass sie sich trotzdem von ganzen Herzen lieben.

Bei Vicious verhält es sich komplett anders. Von seiner Seite kommt reine Ablehnung. Er mobbt die Frau, die er anscheinend so sehr liebt. Er betrachtet sie als sein Eigentum, behandelt sie wie den letzten Dreck und lässt keine Gelegenheit aus, sie psychisch fertig zu machen und sie öffentlich bloß zu stellen. Ständig nutzt er ihre finanzielle Notlage und das Schicksal ihrer unheilbar kranken Schwester aus. Am allerschlimmsten sind aber seine Gedanken. Wortwörtlich denkt er, dass der Emilia HASST und verachtet.

Mein lieber Herr Gesangsverein!
Welche Leserin wünscht sich da noch, dass die beiden zueinanderfinden??? Solch krasse Gedanken füllen den Raum zwischen den Zeilen dermaßen aus, dass es dazwischen einfach nichts mehr zu interpretieren gibt.

Schnell wurde mir klar, dass dieser Geschichte etwas Essenzielles fehlt. Es fehlt ihr an Charme, Charakter und Gefühl. Die Protagonisten fühlen sich so distanziert an und besonders der männliche Hauptcharakter Vicious ist dermaßen unzugänglich, dass man beim Lesen regelrecht die Krise bekommt. Selten ist mir in meinen Lektüren ein dermaßen ätzender Protagonist begegnet. Im negativen Sinne überstrahlt er alles und lässt von der erwarteten romantischen Liebesgeschichte, die mit einem recht interessanten Setting und einer spannenden Thematik aufgebaut ist, nichts übrig.

Bewertung vom 26.04.2018
Wie die Stille unter Wasser / Romance Elements Bd.3
Cherry, Brittainy C.

Wie die Stille unter Wasser / Romance Elements Bd.3


ausgezeichnet

Eine herzzerreißende Geschichte mit einigen leisen Passagen

Mit ihrem emotionalen und schmerzerfüllten Liebesroman „Wie die Luft zum Atmen“ hat mich die junge amerikanische Autorin Brittainy C. Cherry vor etwa einem Jahr emotional umgehauen. Mit ihrer aktuellen Veröffentlichung hat sie mir erneut bewiesen, dass sie Geschichten fernab von 0815 entwerfen kann, die nicht in die klassischen Genreschubladen passen.

„Wie die Stille unter Wasser“ wird als dritter Band der „Romance Elements“-Serie beworben, hat aber rein gar nichts mit den Charakteren aus den anderen Bänden zu tun. Alle Teile sind in sich abgeschlossen und unabhängig voneinander lesbar.

Dieses Mal erzählt die junge Autorin die Geschichte der einst fröhlichen Maggie May, die in jungen Jahren eine erschütternde Erfahrung machen muss. Das Trauma, das dadurch ausgelöst wird, raubt ihr mit nur 10 Jahren die Stimme. Während ihre Geschwister und ihre Freunde in den nächsten Jahren erwachsen werden, ihr Leben leben und beginnen, ihre Träume zu verwirklichen, fesseln fürchterliche Flashbacks und Angstzustände Maggie May ans Haus, das sie seit den Ereignissen damals nicht mehr verlassen konnte.

Auf den insgesamt rund 400 Seiten erlebt der Leser gemeinsam mit Maggie May alle Höhen und Tiefen, wobei Letztere in ihrem Leben natürlich dominieren. Ein wahrer Lichtblick ist Maggies bester Freund Brooks, der sie am besten kennt und sie auch ohne Worte versteht. Doch wie es der Lauf des Lebens will, muss auch Brooks sie eines Tages zurücklassen.

Beim Lesen hatte ich den berühmten Kloß im Hals und tatsächlich kullerte zwischendurch mal ein kleines Tränchen aus meinem Augenwinkel. Allerdings gab es auch einige langatmige Passagen, die mich emotional von der Story entfernt haben. Gleichzeitig passt die stagnierende Handlung perfekt zu Maggies eingefrorenem Lebenszustand. Die gesamte Tragweite ihres Schicksals und das stille Leiden ihrer Familie werden besonders zum Schluss hin deutlich und die Emotionen brachen bei mir beim Lesen der letzten Seiten erst richtig durch.

Die Stärke der Geschichte liegt definitiv in seiner ruhigen und eindringlichen Erzählart, die mich sogar über die aufkommenden kitschigen Entwicklungen am Ende locker hinwegsehen lassen.

Wer gerne tiefgründige Liebesromane fernab von den beliebten 0815-Bestsellern lesen möchte und auf große Emotionen steht, dem kann ich sowohl „Wie die Stille unter Wasser“ als auch „Wie die Luft zum Atmen“ ans Herz legen.

Bewertung vom 05.04.2018
Der Glanz der Dunkelheit / Die Chroniken der Verbliebenen Bd.4
Pearson, Mary E.

Der Glanz der Dunkelheit / Die Chroniken der Verbliebenen Bd.4


sehr gut

Der krönende Abschluss eines packenden Märchenabenteuers

Die ersten drei Bände der Fantasyreihe „Die Chroniken der Verbliebenen“ gehören zu den absolut spannendsten Büchern, die ich im letzten Jahr gelesen habe. Von der ersten Seite an hat mich das märchenhafte Abenteuer der Prinzessin Lia in seinen Bann gezogen. Allein die Storyline des Reihenauftakts „Der Kuss der Lüge“ hat mich verzaubert: Es geht um eine Prinzessin die vor ihrer Zwangsheirat flieht, um in der gefährlichen Wildnis ihre Bestimmung zu finden. Zur gleichen Zeit machen sich der verschmähte Prinz und ein Attentäter auf, um die verschollene Prinzessin zu finden. Beide Männer verschleiern ihre Identität und Lia verliebt sich in beide.
Besonders die Art und Weise, wie die Autorin die Identitäten der männlichen Charaktere im ersten Band verschleiert und auch vor den Lesern geheim hält, ist unvergleichlich gut.

In den USA besteht die Originalreihe eigentlich aus drei Teilen. Für den deutschen Markt wurde der Finalband, am wohl spannendsten Höhepunkt, aufgeteilt und mit „Der Glanz der Dunkelheit“ kommen wir auch endlich in den Genuss, das Finale zu erleben.

Natürlich setzt die Story lückenlos an das Ende des dritten Bandes an. Mit ihrem gewohnt einnehmenden Erzählstil konnte mich Mary E. Pearson erneut fesseln und ich war so gespannt zu erfahren, ob Lia wirklich ihre Bestimmung findet und natürlich auch, für welchen Mann sich ihr Herz am Ende entscheidet – für den Prinz oder den Attentäter (damit ich hier niemanden versehentlich spoiler, nenne ich lieber keine Namen).

Mit dem Handlungsfaden und den finalen Entwicklungen war ich insgesamt sehr zufrieden. Allerdings fühlte sich die gesamte Story eindeutig zu kurz an. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, regelrecht durch den Showdown gejagt zu werden. Ich muss leider auch zugeben, dass ich den poetischen teils kryptischen Eingebungen von Lia nicht immer folgen konnte.

## Fazit

Obwohl ich die Trennung des originalen Finalbandes für den deutschen Markt ziemlich unglücklich und ich die Handlung für einen einzelnen Band zu dünn finde, hat mich Lias düstere und märchenhafte Geschichte als Ganzes unglaublich gut unterhalten. Die volle Punktzahl bekommt „Der Glanz der Dunkelheit“ leider nicht, trotzdem kann ich allen Fantasyliebhabern, die Romane wie „Der Kuss des Kjer“ mögen, diese Reihe ans Herz legen.