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kerstin_aus_obernbeck
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Ostwestfalen

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Insgesamt 87 Bewertungen
Bewertung vom 28.08.2025
Kuhn, Yuko

Onigiri


sehr gut

In den 1970er Jahren kommt die junge Japanerin Keiko nach Deutschland, um zu studieren. Sie lernt Karl kennen und auch wenn seine Eltern nicht begeistert sind, heiraten sie und gründen eine Familie. Die Ehe hält nicht, nach der Trennung bleiben die Kinder Kenta und Aki bei der Mutter, aber es gibt auch Kontakt zum Vater und seiner Familie.

Jahre später: Kenta ist überzeugter Single, Aki hat Felix geheiratet und sie haben zwei Kinder. In der letzten Zeit hat Keiko sich verändert, sie ist verwirrt, müde und erschöpft und die einst aktive Frau geht weniger aus dem Haus und hat Schwierigkeiten, sich im Alltag zurechtzufinden.

Es besteht ein enger Kontakt zu Keikos Bruder Masayuki und seiner Frau Akemi sowie zu Freunden. Wissend, dass es nicht mehr viele Möglichkeiten geben wird und Zeit endlich ist, organisiert Aki eine Reise für ihre Mutter und sich nach Japan - es wird nicht nur eine Reise in ein fernes Land.

„Bei uns zu Hause sitzt meine Mutter im Schaukelstuhl und liest in der immer gleichen Ausgabe der japanischen Zeitung, die wir von unserer Reise mitgebracht haben. Natsukashii, sagt sie. Das Wort ist schwer zu übersetzen, es ist ein Ausdruck für eine Wehmut, die gleichzeitig Glück und Trauer bedeutet.“ (S. 191)

Yuko Kuhn erzählt in Rückblenden aus dem Leben von Keiko, wie sie nach Deutschland gekommen ist, vom Hiersein, ohne jemals richtig anzukommen.

„Bis vor wenigen Jahren hatte ich mir nie Gedanken darüber gemacht, warum meine Mutter nach Deutschland gekommen war. Sie war einfach da. Und eine mutige Frau war sie für mich nie gewesen.“ (S.130)

Untrennbar damit verbunden ist das Heranwachsen von Kenta und Aki, irgendwo zwischen Schrankwand in Eiche rustikal bei Oma Gesine und Opa Ludwig und Misosuppe zuhause – zwei Welten, die sich berühren, jedoch nicht verbinden lassen.

In der Gegenwart sorgen sich Kenta und Aki um ihre Mutter, sie vergisst immer mehr und die Kinder stehen dem hilflos gegenüber. Aki möchte ihrer Mutter die Gelegenheit geben, noch einmal die Familie und Freunde in Japan zu besuchen. Die erste Nacht im Hotel ist Keiko verwirrt und ängstlich, erst nachdem die beiden in das Elternhaus zu Keikos Bruder umziehen, fühlt sie sich wohl und genießt die Zeit in Japan. Aki erfährt mehr aus ihrem Leben, versteht, warum sie seinerzeit nach Deutschland gegangen ist und wie neugierig auf das Leben ihre Mutter damals war.

„Ihr Anblick lässt mich an die junge Frau denken, die sie einmal war.“ (S.60)

Lebhafte Erinnerungen an zurückliegende Zeiten, Momente unerwartet reduzierter Emotionen, Diskussionen, ob ausreichend getrunken und gegessen wurde, nicht seltene „das hast du mir nie gesagt“ und immer wieder kleine Abschiede. Yuko Kuhn beschreibt Keikos Veränderungen und die damit verbundene Traurigkeit und auch das gelegentliche Leugnen der Situation von Kenta und Aki für mich sehr nachvollziehbar.

„Onigiri“ ist die Geschichte von Keiko, Aki und ihrer Familie, eine deutsch-japanische und persönliche Geschichte, jedoch erzählt die Autorin sie so treffend und nachvollziehbar, dass ich mich, auch wenn meine Geschichte und das Älterwerden meiner Eltern ähnlich und doch anders sind, darin wiederfinde.
Yoko Kuhn beschreibt leise und einfühlsam die Geschichte ihrer Familie und Kindheit – und von dem Leben ihrer Mutter. Sie erzählt davon, wie die Kulturen oftmals schwer vereinbar waren, von Mut, Traurigkeit, Einsamkeit und Liebe.

„Draußen vor dem Haus präge ich mir das Bild meiner Mutter neben ihrem Bruder ein, es wird vermutlich ihre letzte Begegnung sein.“ (S.160)

Mich hat diese Geschichte sehr berührt, ganz große Leseempfehlung!

Bewertung vom 28.08.2025
Konishi, Masateru

Die Bibliothek meines Großvaters


sehr gut

Falls ihr ein Buch für eine schöne Lese-Auszeit sucht, dann habe ich heute einen ganz wunderbaren Tipp für euch: „Die Bibliothek meines Großvaters“ von Masateru Konishi

„Alles, was auf der Welt geschieht, ist eine Geschichte.“ (S.42)

Kaede hat ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem 71-jährigen Großvater und kümmert sich liebevoll um den alten Mann, der sich vor gut einem halben Jahr plötzlich veränderte und bei dem eine besondere Form der Demenz festgestellt wurde. Die junge Lehrerin und der ehemalige Schuldirektor verbindet die Liebe zur klassischen Kriminalliteratur; immer, wenn es möglich ist, drehen sich ihre Gespräche um Werke von Agatha Christie bis hin zu Seishi Yokomizo und sie mögen es gemeinsam kleine Rätsel und wundersamen Begebenheiten auf den Grund zu gehen.

Zu Beginn bestellt Kaede bei einem antiquarischen Buchhandel ein Buch von Takeshi Setogawa und findet zwischen den Seiten Nachrufe des bekannten Literaturkritikers, mit dem ihr Großvater befreundet war. Was haben diese Zettel dort zu suchen? Es folgen ein mysteriöser Mord, eine verschwundene Lehrerin, ein Geist in einem Klassenzimmer – und die Gedankenspiele von Kaede und ihrem Großvater führen zu schlüssigen Erklärungen, als jedoch ihr Kollege Iwata Körperverletzung zur Last gelegt wird und Kaede von einem mysteriösen Menschen verfolgt wird und schwarze Rosen an ihrer Wohnungstür vorfindet, wird es gefährlich. Darüber hinaus scheint es ein Geheimnis um Kaedes Eltern zu geben und wie steht sie zu Iwatas Freund Shiki?

Das Buch ist am 14. August 2025 erschienen und wurde von Peter Aichinger-Fankhauser aus dem japanischen übersetzt. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön gestaltet, auf dem Bild schaut eine junge Frau einem älteren Mann hinterher und ich finde diese Darstellung sehr passend, denn neben den spannenden Rätseln ist es auch eine Geschichte von einem leisen Abschied.

„Es ist also überaus wichtig, dass Sie Ihren Angehörigen mit Sanftmut und Verständnis begegnen, ...“ (S.16)

Aber es gibt auch die Momente, in denen Kaede und ihr Großvater gemeinsam Rätsel lösen und ich kann mir gut vorstellen, wie wertvoll diese Erinnerungen für die junge Frau sind.

„Es war, als wäre er wieder der Großvater, den sie kannte.“ (S.24)

Ich bin keine Expertin, wenn es um Demenz geht und kann daher vom medizinischen Standpunkt nicht beurteilen, wie korrekt die Erklärungen des Autos sind. Ich kann jedoch sagen, dass die Gefühle und Sorgen von Kaede nachvollziehbar sind und sehr berühren.

„Schließlich stand stets die Möglichkeit im Raum, dass der aktuelle Zustand ausgerechnet diesmal unumkehrbar war und man nie wieder ein normales Gespräch mit dem Kranken führen könnte.“ (S.283)

Bei dem Buch handelt es sich um den ersten Teil einer Trilogie und ich bin schon gespannt, wie es weitergehen mag, denn es gibt einen Herzschmerz-Cliffhanger, dessen Auflösung mich sehr interessiert und ich möchte auch gern erleben, wie es Kaede und ihrem Großvater weiterhin ergehen wird.

Masateru Konishi erzählt einfühlsam in sechs Kapiteln schöne Geschichten, die zum einen durch die Rätsel und durch die Bezüge zu klassischen Krimis spannend sind, zum anderen durch die besondere Verbindung der Protagonisten und die einfühlsame Schilderung der Krankheit des Großvaters, berührt.

Ganz große, herzliche Leseempfehlung!

Bewertung vom 27.07.2025
Rehm Rozanes, Stephan

Oasis. 100 Seiten


ausgezeichnet

Oasis – 100 Seiten / Stephan Rehm Rozanes
 
„Es geht here and now um zwei mittelalte Herren – … -, nach denen zuletzt nur noch wenige Hähne gekräht haben, und deren zwei mehr als 30 Jahre alten Alben, die dazu zum Großteil aus recycelten Ideen aus den 60ern und 70ern zusammengeflickt waren. Warum schlagen heute weltweit Herzen höher, wenn diese Typen sich wieder zusammentun?“ (S.5)
 
Ich kann euch nicht sagen, wie es mit den weltweiten Herzschlägen ist, ich kann diesbezüglich nur von meinem Herz sprechen und das schlägt höher, weil ich Oasis einfach großartig finde!
 
Stephan Rehm Rozanes erzählt auf 100 Seiten und in fünf Kapiteln von der Band aus Manchester, ihrem Aufstieg, großem Ruhm, ausverkauften Konzerten, wechselnden Besetzungen, Skandalen und Eskapaden, den Solo-Projekten „Beady Eye“ und „Noel Gallagher‘s High Flying Birds“ und dem „Battle of Britpop“ - und davon, wie zwei unkontrollierbare Riesen-Egos unter Zuhilfenahme einer Pflaume all das zerstörten.
 
„Primitiv, unbeholfen gereimt, teilweise idiotisch, aber lebensbejahend und eskapistisch. So muss Rock ’n’ Roll sein.“ (S.10)
 
Es ist klar, dass sich die Gallaghers mit ihrer ganz eigenen Lässigkeit elsterngleich und selbstverständlich für ihre Songs bei R.E.M., T-Rex oder den Beatles bedient haben, es bessere Sänger und bessere Songwriter gibt. Auch davon erzählt „100 Seiten – Oasis“
 
Das Buch zu lesen fühlt sich an, als ob man mit einem guten Freund über großartige Musik spricht, dem Autor gelingt es aller bestens die Faszination für Oasis auf den Punkt zu bringen, ehrlich und direkt, keinesfalls seltsam oder anbiedernd, sondern großartig formuliert und man spürt, dass auch er das „Supersonic-Feeling“ verinnerlicht hat. Stephan Rehm Rozanes erzählt in dem Buch nicht nur über eine großartige Band – er erzählt von einem Lebensgefühl!

„Der Job dieser Band ist es heute daher ganz gewiss nicht, Deep Cuts zu präsentieren, sondern das alte Lebensgefühl von Cool Britannia zu bedienen.“ (S. 6)
 
Und ich lasse mich von diesem Lebensgefühl gern anstecken und mitreißen und es hat schon seine Gründe, dass das Album „Morning Glory“ mit wenigen Unterbrechungen seit 2017 über 700 Wochen in den Top 100 ist.
Wenn Damon Albarn heute sagt: „Oasis won the battle, the war, the campaing, everything“ spiegelt es mein Empfinden wider, das „Song 2“ für alle Zeiten ein großartiges Lied sein wird, Oasis jedoch mit „Champagne Supernova“, „She’s electric“ oder „Live forever“ Lieder für die Ewigkeit geschrieben haben. Und damit man davon auch keins übersieht, findet sich in dem Buch natürlich auch eine Diskographie und eine Playlist.
 
Wunderbar zu lesen ist auch das Kapitel, in dem der Autor über seine Begegnungen mit Oasis berichtet.

„Liam ist trotz seiner Aura anschlussfähig. Ein Kind im Manne.“ (S. 20)
 
Und ja, wenn er die Dackel vom Aussterben retten will, dann sollte man den Mann davon nicht abhalten!

Wieder einmal ein großartiger neuer Band aus der 100 Seiten Serie aus dem Reclam Verlag, die mich mit Büchern zu Themen aller Art immer wieder gut unterhält!

Ganz große Leseempfehlung!

Bewertung vom 09.06.2025
Karl, Dirk

Kojoten in dunklen Gassen


ausgezeichnet

Kojoten in dunklen Gassen / Dirk Karl
 
Die 80er Jahre haben Leo Mahler, Phil Grindlmayer und Thomas „Toto“ Theuerkorn im Kampf gegen die Grausamkeiten der Pubertät sowie in der tiefen Verehrung zum Heavy Metal zu untrennbaren Komplizen zusammengeschmiedet.
Aber nichts ist für die Ewigkeit, das Leben, die Liebe und andere in der Jugend nicht vorhersehbare Kapriolen haben dazu geführt, dass sich ihre Wege getrennt haben. Leo hat Stuttgart vor Jahren verlassen, als Journalist ein umtriebiges Leben geführt und in eine vermögende Familie eingeheiratet. Phil und Toto sind der Stadt treu geblieben, während Toto einen fein sortieren Plattenladen betreibt macht Phil im verwegenen Outfit auf seinem Bonanzarad die City unsicher und steuert substanzenunterstützt auf einen frühen Feierabend zu.
 
Aber nun ist Leo zurück, sein Höhenflug wurde zu einer Bruchladung und er hadert mit der Situation. Er bemüht sich vergeblich Kontakt zu seiner Tochter aufzunehmen, ebenso erscheint es unwahrscheinlich, dass das einstige metalllastige Dreigestirn wieder zusammenfindet. Silke, eine ehemalige Mitschülerin der drei Metalheads bringt die Reunion von Leo und Phil auf den Weg und die Monsters of Rock zelebrieren standesgemäß mit Getreidesprudel-all you can drink und Vinylexzessen ihr Wiedersehen.
 
Wenn nun auch noch Toto wieder dabei wäre, wäre es perfekt.
Aber dann schleicht sich der Teufel unerwartet durch einen hochgeklappten Toilettendeckel in ihr Leben – ist es zu spät, um die Fehler der Vergangenheit zu verzeihen?
 
„Die Musik, die du liebst, sagt alles über dich aus. Ohne eine eigene gefestigte Meinung hast du keinen Charakter, kein Rückgrat.“ (S.83)
So sieht es aus!

Wenn man mit AC/DC, Motörhead, Iron Maidon und Co., dem Metal der 80er etwas anfangen kann, dann sind die Gespräche, die die Protagonisten in dem Buch führen mit vielen Flashbacks verbunden und sorgen beim Lesen für eigene Erinnerungen, sei es vinyl- oder konzertartiger Natur - und natürlich auch ans Erwachsenwerden.

„Musik war ein kostbares Gut, das noch eine gewisse Wertigkeit hatte und nicht überall und jederzeit selbstverständlich zur Verfügung stand.“ (S.36)
Ich erinnere mich noch gut an diese Zeit und waren wir nicht alle

„Headbanger mit Bartflaum auf der Suche nach der Gebrauchsanweisung für das Erwachsenwerden.“ (S.25) ?

Wie in den Büchern des Autors üblich gibt es auch in diesem Roman wieder amtlich schräge Vögel – und einen, der als ihr Vorsitzender angesehen werden kann. Ich war von Anfang an #teamphil und sehe ihn lebhaft vor mir mit dem gelben Bonanzarad, dem Patronengurt und der gewagt kurzen Gerd Müller-Gedächtnis-Hose. Daher nehme ich es ihm auch nur semi-krumm, dass er in Oasis nur „Gehypte Hochvakuumparkas“ (S.183) sieht (was natürlich nicht stimmt).
 
Wie sich Dirk Karl so einen großartigen Scheiß ausdenkt, ist mir unerklärlich, aber ich feier’ es total und bin wieder einmal von dieser ganz anderen Art zu erzählen aller bestens unterhalten worden und absolut begeistert!
 
Wieder einmal eine großartige, maximal musiklastige Geschichte von Dirk Karl und ich bin begeistert! Die Freundschaft von Leo, Phil und Toto wird nachvollziehbar erzählt, angereichert ist diese Geschichte mit jeder Menge Musik, so dass der Roman auch ein wunderbarer Soundtrack des Heavy Metals der 80er ist - und wer vielleicht nicht mehr alle Lieder von damals auf dem Schirm hat kann die Trackliste im Anhang als Fahrschein back to the 80s nutzen.
 
Ganz große Leseempfehlung!  


„Es war nicht schick, es war Überzeugung, so wie sie alles voller Überzeugung damals konsequent angegangen sind.“ (S.38)
Dass mit der Überzeugung gilt auch noch heute und darum lege ich euch aus ehrlicher Überzeugung auch die anderen Bücher von Dirk Karl ans Herz:
 
Black Mustang Squad
White Shark Squad
Klabauternächte
 
Großartig Geschichten voller Musik, mit weirden Charakteren, schräg und mit hohem Unterhaltungspotential.

Bewertung vom 26.05.2025
September, Wolf

Hunter B. Holmes - Eine Leiche zum Geburtstag


ausgezeichnet

Hunter B. Holmes – Eine Leiche zum Geburtstag / Wolf September

Die London Cosy Crime Reihe von Wolf September geht mit „Hunter B. Holmes - Eine Leiche zum Geburtstag“ in die vierte Runde und ich habe mich gefreut, dem sympathischen Ermittler erneut zu begegnen.

Hunter ist mit seinem Partner Steven, dem Butler Godric sowie David, Roberta und Lee, die für ihn mehr als nur KollegInnen sind auf dem Weg nach Rosemoor Hall, dem Anwesen der Familie Holmes, um dort seinen 44. Geburtstag zu feiern. Auf Bitten seiner Mutter, zu der er einen guten Kontakt hat, hat Hunter der Feier und dem Besuch in Rosemoor Hall zugestimmt, auch wenn das Verhältnis zu seinem Bruder und Vater eher überschaubar ist, insbesondere letzterer hat Vorbehalte hinsichtlich des privaten und beruflichen Lebensentwurfes seines Sohns.

Für Hunter ist die Reise nach Hause auch ein Trip in die Vergangenheit, in seinem Heimatort trifft er viele Menschen, die sich über das Wiedersehen freuen, aber es gibt auch andere Momente.

Das Fest wird ein voller Erfolg, aber der nächste Morgen bringt schlagartige Ernüchterung, als auf dem Anwesen der Holmes die Leiche des unbeliebten örtlichen Polizeichefs Charlie Fenton gefunden wird.

Der Mord fällt nicht in den Zuständigkeitsbereich von Hunter und seinem Team, die Ermittlungen werden von Cedric Thumble übernommen. Die Beiden kennen sich seit der Ausbildung und schon das erste Aufeinandertreffen nach langer Zeit zeigt, dass Cedric nicht gut auf Hunter zu sprechen ist. Diese Animositäten nehmen erheblich Einfluss auf die Morduntersuchungen und die Holmes geraten ins Visier des Ermittlers; Hunters Vater und sein Bruder Crispin werden des Mordes an Charlie Fenton verdächtigt und Hunter sind die Hände gebunden, wenn er kein Disziplinarverfahren riskieren will.

Wer hat Charlie Fenton ermordet?

Auch der vierte Teil der Hunter B. Holmes Reihe hat mich begeistert und ich habe ihn in einem Rutsch durchgelesen. Wolf September erzählt lebendig und mitreißend eine spannende Mordgeschichte in einer Umgebung, in der die Idylle trügt. Falsche Fährten und eine kluge Auflösung, dazu Charaktere, die mir von Buch zu Buch mehr ans Herz wachsen, sorgen für allerbeste Krimiunterhaltung!

Und wenn ich die letzten Seiten richtig interpretiere, gibt es ein Wiederlesen mit Hunter, Steven, Godric & Co. und das ist gut so, denn ich möchte sehr gerne wissen, wie es mit ihnen weitergeht.

Ganz große Leseempfehlung!

Bewertung vom 26.05.2025
Körner, Torsten

'Wir waren Heldinnen'


ausgezeichnet

„Wenn ich doch nur einmal Fußball spielen könnte wie die Männer, dachte sie dann, so mit einem Trikot in Gelb oder Blau, mit Stutzen und richtigen Schuhen, mit großen Toren und einem Netz dahinter.“ (S.11)

Mit diesem Wunsch ist Christa Kleinhans, geboren 1937 in Dortmund, nicht allein – jedoch ist ihr Weg, bis sie 2022 in die „Hall of Fame des deutschen Fußballs“ aufgenommen wird, voller Hürden, Willkür und alter Männer, die ihr statt eines Balls vor den Fuß lieber Steine in den Weg gelegt haben.

30. Juli 1955. In der Sitzung des Bundestags des DFB findet sich „Frauenfußball“ in dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“. Für das natürlich ausschließlich männlich besetzte Gremium eine einfache Frage, in einer flotten Abstimmung entscheiden die Herren, dass Fußball kein Frauensport sein kann und damit nur ja niemand auf die Idee kommt, sich dieser Entscheidung zu widersetzen,

„…untersagte der mächtige DFB seine Vereinen Frauenfußball anzubieten, ihm Plätze zur Verfügung zu stellen oder gar Schiedsrichter dafür abzustellen. Den Vereinen drohten empfindliche Strafen, wenn sie dieses Verbot nicht befolgten.“ (S.13)

Zack, erledigt, bitte keine Widerworte und flott zurück von der Kabine in die Küche.
Nee, ganz so war’s dann nämlich doch nicht, denn es gab viele begeisterte und talentierte Frauen, die sich das Fußballspielen nicht verbieten ließen und trotz Verbot und Widerstand Vereine gegründet und (Länder)Spiele organisiert haben.


Der DFB hat das Frauenfußball-Verbot am 31.10.1970 aufgehoben, eine Anerkennung der Leistungen von Frauen wie Christa Kleinhans oder Bärbel Wohlleben, die im Oktober 1974 als erste Frau für das „Tor des Monats“ ausgezeichnet worden ist, ging mit der Aufhebung des Verbotes jedoch nicht einher. Lange hielt sich hartnäckig die Frage:

„Ist das nun Sport oder Show?“ (S.78)

und Spielberichte in den Medien zeichneten sich überwiegend durch Spott und S*xismus und nicht durch Anerkennung der sportlichen Leistung aus.

Torsten Körner beschreibt in seinem Buch eine Szene aus „Wetten, dass…?“ in dem Paul Breitner von einer Kandidatin zum Torwandschießen herausgefordert wird und dieser die Gelegenheit vor dem großen Publikum nutzt, um seine Ansicht, dass er „Damenfußball absolut unästhetisch findet“ kundzutun. Geholfen hat es ihm nicht, er hat die Wette verloren.

„Wir waren Heldinnen“ ist alles andere als nur die Geschichte, wie Frauen den Fußball eroberten, es ist ein Buch über eine Gesellschaft im Wandel, über alte Männer und Männer mit altem Denken, über Gleichberechtigung und Völkerverständigung, zu der die deutschen Fußballfrauen mit ihren Spielen gegen die Niederlande einen wichtigen Beitrag geleistet haben.

„Ihr Herz schlug stetig und tapfer für den Ball, und es war rund.“ (S.14)

Durch Gespräche mit Zeitzeuginnen, Zeitungsartikel sowie Radio- und Fernsehberichte und Fotos wird das Buch zu einem lebhaften Leseerlebnis – und natürlich darf dabei auch nicht die Geschichte vom Kaffeeservice, dass der DFB den Spielerinnen 1989 zur Europameisterschaft geschenkt hat, fehlen.

Ergänzend gibt es im Anhang Literaturtipps und ein Personenregister.

Torsten Körner erzählt in diesem großartigen Buch die Geschichte des Frauenfußballs beginnend in den frühen 50er Jahren bis zum ersten offiziellen Länderspiel am 10.11.1982. Ich habe eine Menge über Fußball erfahren, riesig viel Respekt vor den Frauen, die sich nicht haben unterkriegen lassen, ich war unfassbar wütend auf den DFB und allen, die den Frauen, dass Spielen verboten haben - das Buch hat mich wirklich begeistert, es ist eine wunderbare Hommage an bemerkenswerte Frauen!

Ganz große Leseempfehlung!

Bewertung vom 26.05.2025
Mohr, Kerstin

Eierlikör und tote Herzen


sehr gut

Loni und Anneliese sind wieder da und ich habe mich gefreut, es gibt ein Wiedersehen mit den beiden rüstigen Hobbydetektivinnen. Hurra!
 
In wenigen Tagen soll im Romantikhotel „Zum Räuberherz“ die Hochzeit von Constanze Engelhardt und Frederik von Thalheim stattfinden. Loni ist mit ihre Enkelin Emma, der Hochzeitsfotografin, vor Ort und Anneliese in Begleitung ihres Lebensgefährten Erich, der mit dem Familienoberhaupt der von Thalheims befreundet ist.
Die Braut ist extrem angespannt und behandelt ihr gesamtes Umfeld sehr unhöflich. Ihre Trauzeugin und beste Freundin Inga sowie Freds Freund und Trauzeuge Nick proben mit Emma und Loni die Hochzeitsfotos. Die Braut erwartet unter anderem ein Foto auf dem zu dem Hotelgelände gehörenden Rapunzelturm. Als Emma dort zu den Probeaufnahmen eintrifft, findet sie Inga dort tot vor.
 
War es ein Unfall oder doch Mord, ist Inga das richtige Opfer oder war vielmehr die Braut gemeint und es handelt sich um eine Verwechslung? Als es bald darauf eine weitere Leiche gibt, spitzt sich die Situation zu.
 
Loni und Anneliese beschließen den Fall zu lösen. Sie beginnen mit den Nachforschungen und erkennen, dass alle Anwesenden dunkle Geheimnisse haben. Werden sie herausfinden, was wirklich passiert ist?
 
Auch in ihrem 3. Fall laufen die Eierlikör-Fans Loni und Anneliese zu Höchstform auf, unterstützt von ihren Partnern Julius und Erich und im eifrigen Wettstreit mit den beiden Mühlbacher „Jung“-Detektiven Jupp und Willi.
Der Fall ist spannend, es gibt ebenso viele Hinweise wie falsche Fährten, so dass die Auflösung nicht einfach zu erraten, aber letztlich schlüssig ist … und auch der Eierlikör kommt nicht zu kurz, sei es im Kaffee, Tiramisu oder als Torte.
Nun muss ich ehrlich zugeben, dass ich beim Thema Eierlikör aus vielerlei Hinsicht raus bin – bei mir sorgt Likör eher für Müdigkeit, Anneliese und Loni hingegen scheint das weniger auszumachen, denn auch in diesem Fall laufen sie wieder zu Höchstform auf und zeigen eindrucksvoll, dass sie alles andere als zum alten Eisen gehören.
 
Wie großartig ist bitte die Szene beim Zumba? Umwerfend!
Und ich freue mich, dass beide ihr Glück gefunden haben, das habe ich mir nach dem letzten Buch irgendwie heimlich gewünscht und es ist schön, dass es so gekommen ist.
 
Da ich die etwas ruhigere Art mag, wäre ich, sofern ich mich entscheiden müsste, wahrscheinlich #teamloni – aber darauf kommt es letztlich gar nicht an und zusammen sind die beiden ein unschlagbares Team!

Ein kurzweiliger Krimi mit interessanten Charakteren und einer raffinierten Auflösung.
Fans von kurzweiligen Krimis mit Lokalkolorit kommen bei diesem Buch auf ihre Kosten, es bietet vergnügliche Unterhaltung und macht nicht nur Appetit auf Eierlikör, sondern auch auf ein Wiederlesen mit den beiden Hobbydetektivinnen!

Bewertung vom 15.05.2025
Robb, Brian J.

Depeche Mode


ausgezeichnet

Depeche Mode – Alle Alben, Alle Songs / Brian J. Robb

Basildon, Essex – Frühling 1980. Dave Gahan schließt sich Vince Clark, Martin Gore und Andrew Fletcher an, mit denen er das Interesse an elektronischer Musik teilt.
Zum Bandnamen inspiriert sie ein französisches Modemagazin – und die Geschichte wäre nicht komplett, wenn ich euch vorenthalten würde, dass der beste aller Roberts großen musikalischen Einfluss auf Vince Clark hatte.

Schon auf dem Demo-Tape aus dem Sommer 1980, findet sich der Klassiker „Photographic“ und zurecht bekommen sie einen Plattenvertrag. Das erste Album „Speak & Spell“ mit all time favourites wie „Just can’t get enough“ und „New Life“.
erscheint im November 1981. Es ist ein Beginn einer großen Karriere!

Noch in den 1980er Jahren werden fünf weitere Studioalben veröffentlicht, auf denen sich Songs wie „Everything counts“, „People are People“ oder „Strangelove“ befinden. 1990 erscheint mit „Violator“ ein absolutes Meisterwerk mit Liedern für die Ewigkeit.
Dann wird es etwas ruhiger um Dave, Martin, Alan und Andrew, aber sie sind immer da und die Fans sind ihnen treu. 1997 feiern sie nach turbulenten Zeiten mit „Ultra“ ein Comeback und bringen seitdem regelmäßig neue Alben heraus. Im Jahr 2023 ist „Memento Mori“ erschienen, DM füllen Hallen und Stadien – und das wird hoffentlich noch lange so bleiben!

Das Buch von Brian J. Robb hat mich begeistert, weil es von all den wunderbaren Liedern erzählt, die zum Soundtrack meines Lebens gehören, dabei liest es sich kurzweilig und interessant. Für mich ist es das ultimative Depeche Mode-Nachschlagewerk und die tollen Abbildungen ergänzen es ganz wunderbar!

Brillant recherchiert erzählt Brian J. Robb nicht nur die Geschichte aller Alben und Songs, ihrer Entstehung und Bedeutung, sondern auch der Band; von Höhenflügen und Abschieden, von wechselhaften, wilden Zeiten.
Das Buch bietet jede Menge Infos über Depeche Mode und ist ein Muss für jeden Fan!

Begeisterte Leseempfehlung!

Bewertung vom 15.05.2025
Bradley, Kaliane

Das Ministerium der Zeit


gut

Das Ministerium der Zeit / Kaliane Bradley

Eine junge Frau, deren Namen in der gesamten Geschichten nicht genannt wird, die bisher als Übersetzerin tätig war, bekommt einen Job in einem geheimnisvollen Ministerium.

Ihre Chefin zuckte die Schultern. „Zeitreisen“, sagte sie, als redeten wir von Kaffeemaschinen. „Willkommen im Ministerium.“(S.13)

Dem Geheimdienst und dem Ministerium ist es mit einem Portal gelungen, Menschen, die sich in der Vergangenheit in einer tödlichen Situation befunden haben, ins London der Gegenwart zu bringen; die Aufgabe der jungen Frau ist es als sogenannte „Brücke“ einen dieser Menschen beim Einleben zu begleiten.

Thomas Cardingham, ein Teilnehmer der Schlach von Naseby und Margaret Kremble, die zur Zeit der großen Pest in London gelebt hat, kommen aus dem 17. Jahrhundert, Anne Spencer erlebte 1793 die Französische Revolution und Arthur Reginald-Smyth hat im 1. Weltkrieg gekämpft. Sie bekommen jeweils eine eigene „Brücke“, die junge Frau wird sich um Graham Gore, Commander der Royal Navy und Polarforscher kümmern, der 1847 als Teilnehmer der Franklin-Expedition im Alter von 37 Jahren verstorben ist.

„Die Tatsache, dass ich mit einem viktorianischen Marineoffizier zusammenlebte, war schon verrückt genug.“ (S.119)

Aber nicht nur, dass sie ihm die Geschichte, die seit seinem Aufbruch in die Arktis passierte, nahebringen soll, veränderte Rollenbilder, technischer Fortschritt und moderne Kommunikation sind ebenfalls Teil des Einlebens – und auch wenn sich über all die Jahre viel verändert hat: die Liebe ist die größte Katastrophe von allen!

„Falls du jemals geliebt hast, bist du für den Rest deiner Tage eine Liebende.“ (S.280)

Ein schöner Satz aus dem Roman, der zum Glück nicht herzschmerzig ist - und das ist gut so; gleichwohl ich auch die "spicy Szenen" nicht gebraucht hätte, die Geschichte hätte auch ohne funktioniert.
"Funktionsstörungen" gab es für mich auch an der einen oder anderen Stelle, an denen mich Formulierungen und Sätze sehr irritiert haben, insbesondere die Bezeichnung „Expats“ für die Menschen aus der Vergangenheit hat mir nicht gefallen.

Der Roman ist vielschichtig, die Berichte über die Erfahrungen, die die Zeitgereisten beim Eingewöhnen machen und der Lovestory-Handlungsstrang lesen sich unterhaltsam, spannend wird es, als die Frage aufkommt, ob das Zeitreiseportal Wissenschaft oder Waffe ist - und als ein Kollege / Agent verschwindet und Graham, Arthur und Co. in Gefahr geraten.

In Rückblenden wird von der Franklin Expedition und den Erlebnissen von Graham Gore erzählt, den es tatsächlich gegeben hat. Das gefällt mir richtig gut.

„Alles, was jemals geschehen ist, hätte verhindert werden können, und nichts davon wurde verhindert. Das Einzige, das wir verändern können, ist die Zukunft. Glaub mir, wenn ich sage, das habe ich von der Zeitmaschine gelernt.“ (S.238)

Kaliane Bradley erzählt eine Geschichte, die situationsbedingt komische Momente hat, aber auch zum Nachdenken anregt – und natürlich ist sie auch für’s Herz (Stichwort: Junge trifft Mädchen)
Spannend wird es ebenfalls, denn so ein Portal bringt auch Gefahren mit sich, Waffe oder Wissenschaft, das ist hier die Frage!

Mich hat das Buch solide unterhalten.

Bewertung vom 03.05.2025
Yokomizo, Seishi

Der Inugami-Fluch / Kosuke Kindaichi ermittelt Bd.4


ausgezeichnet

Der Inugami-Fluch / Seisho Yokomizo

Tadaa!!! Kosuke Kindaichi ist wieder da und muss sich mit dem Inugami-Fluch beschäftigen.

Toyoichiro Wakabayashi, Anwalt der angesehenen Kanzlei von Kyozo Furudate erwartet, dass die Eröffnung des Testaments des kürzlich verstorbenen Seidenfabrikanten Sahei Inugami für Unfrieden in der Familie sorgen wird. Beunruhigt wendet er sich an den berühmten Privatdetektiven Kosuke Kindaichi und bittet ihn nach Nasu, wo sich das Anwesen der reichen Familie befindet. Doch noch bevor der Anwalt auf den Ermittler trifft und seine Bedenken mit ihm besprechen kann, kommt er auf mysteriöse Weise ums Leben – und dies ist nur der Anfang, denn nach der Verlesung des letzten Willens beginnt eine Serie grausamer Morde.

Gehen die Verbrechen von Saheis Töchtern, den Schwestern Matsuko, Takeko und Umeko aus, die das Erbe für ihre Söhne in Anspruch nehmen und gegen Tamayo Nonomiya, der Enkelin von Saheis Gönner Daini verteidigen wollen?
Wer ist Shizuma Aonuma, warum taucht dieser Name plötzlich im Testament auf?

Wird es Kosuke Kindaichi gelingen die Geheimnisse der Familie zu lüften und die Mordserie zu beenden?

Das Warten auf dieses neue Buch von Seishi Yokomizo hat sich absolut gelohnt, denn „Der Inugami-Fluch“ ist ein spannender und fesselnder Krimi, ein klassisches Whodunnit, das einfach nur großartig ist und allerfeinste Krimi-Unterhaltung bietet. Ich denke ja jedes Mal, dass es kaum besser werden kann und dann überzeugt mich der brillante Autor aufs Neue. Auch wenn man zunächst denken könnte, dass die Vielzahl an Personen eine gewisse Unübersichtlichkeit mit sich bringt, so ist das absolut nicht der Fall – und da auch in diesem Buch ein Personenregister ist, bekommt man leicht den Überblick. Mir gefällt ja auch immer das Glossar am Ende des Buches gut, da es ergänzende Erklärung zu der Geschichte selbst, sowie Land und Leuten bietet.

Seishi Yokomizo macht es einem leicht seine Bücher zu mögen, denn was er erzählt klingt nie an den Haaren herbeigezogen und konstruiert, sondern liest sich lebendig und klug. Mir gefällt besonders gut, dass er sich beim Erzählen Zeit lässt; auch wenn bereits auf den ersten Seiten Menschen Verbrechen zum Opfer fallen, entwickeln sich die Geschichten in einem angenehmen Tempo, sind weder zu trödelig noch zu hektisch.

Es ist spannend zu erleben, dass egal ob in Nasu oder St Mary Mead ein Mord passiert, die Beweggründe oftmals ähnlich sind und der Autor beschreibt seine Figuren, die Tathergänge und Motive nachvollziehbar und die Krimis enden mit Auflösungen, die nicht vorhersehbar waren, aber schlüssig sind.

Immer wieder faszinierend finde ich mit wie viel Phantasie der Autor seine Opfer zu Tode kommen lässt und noch mehr, in welcher besonderen Art und Weise sie aufgefunden werden. Selten wurden bizarre Leichen und grausame Leichenfunde so schön beschrieben!

Übersetzt wurde das Buch von Ursula Gräfe, sie macht die Geschichte auf wunderbare Weise erlesbar.

Ein wirklich genialer Krimi, der mir richtig gut gefallen hat. Ganz große Leseempfehlung!