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Benutzername: Dandy
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Bewertungen

Insgesamt 63 Bewertungen
Bewertung vom 14.10.2018
Restsüße
Meimberg, Claudia

Restsüße


ausgezeichnet

Bei "Restsüße" von Claudia Meimberg handelt es sich um den Debütroman der Autorin.


Die Kölnerin Sarah lernt während ihrer Reise durch Neuseeland den Winzer Josh kennen. Beide wissen, dass Sarah in wenigen Wochen zurück nach Deutschland muss, doch aus ihrer unterwarteten Romanze wird schnell mehr.
Sie werden durch unterschiedliche Kontinente, Zeitzonen und dem normalen Leben getrennt.
Aber wen guter Wein Zeit braucht um zu reifen- wie viele Jahre braucht dann die Liebe?

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Sie ist sehr spannend, mit vielen Wendungen sehr emotional und flüssig geschrieben. Die Seiten fliegen nur so dahin.

Gefallen haben mir die Zeitsprünge. Prolog, fünf Jahre später usw..( hier möchte ich nicht zu viel verraten), ebenso die abwechselnde Erzählstränge von Josh und Sarah. So konnte ich als Leser den Alltag von Josh und Sarah parallel verfolgen.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Auch wenn man erahnen kann, wie die Geschichte ausgehen wird, ist es sehr interessant, emotional und spannend, am Leben der Hauptprotagonisten teilzuhaben. Auch noch Jahre nach ihrer Trennung können sie ihre Gefühle füreinander nicht überspielen, in dem sie z.B. ihr Glück mit anderen Partnern versuchen.

Die Protagonisten werden sehr gut beschrieben. Die Gefühle, Ängste, Verzweiflungen, Sehnsüchte die Sarah und Josh haben, werden sehr gut beschrieben. Ich konnte mit den Beiden sehr gut mitfühlen.
Auch die Nebencharaktere werden sehr gut beschrieben und spielen einen wichtige Rolle.

Neuseelands Landschaft wird ebenfalls sehr gut beschrieben, so dass ich mir alle Handlungsorte sehr gut vorstellen konnte.

Wer hier einen 08/15 Liebesroman erwartet wird enttäuscht. Hier geht es nicht um "Bettszenen", sondern um viel mehr.

Ich empfehle diese Buch weiter und vergebe 5 Sterne.

Bewertung vom 13.10.2018
Watsons Welt
Hausdorf, Haike

Watsons Welt


ausgezeichnet

Bei "Watsons Welt" von Haike Hausdorf handelt es sich den Debütroman der Autorin.

Der Appenzeller Schnaubrador Watson, lebt mit seinen zweibeinigen Mitbewohnern Kati und Tom glücklich und zufrieden zusammen. Bis eines Tages die Wohnungskündigung auf den Tisch flattert und Tom beschließt ein altes Haus zu kaufen.
Lebensklug und witzig berichtet Watson von den Umbauarbeiten, den sabotierten Urlaubsplanungen - und lässt den Leser dabei an seiner ganz eigenen Sicht auf die alltäglichen Dinge des Lebens teilhaben.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Ein sehr detailgetreues gezeichnetes Bild von Watson, man erkennt jedes Häärchen und besonders das Gesicht- einfach toll. Ein Lob an die Zeichnerin.

Die Geschichte hat mir von der ersten Seite an gefallen. Sie lässt sich sehr flüssig lesen und ist chronologisch aufgebaut.

Der Leser kann Watson , Kati, Tom und einige andere Menschen und Hunde ein Jahr lang begleiten. Sehr amüsant, abwechslungs- und ideenreich, was in diesem Jahr so alles geschieht.

Über Watsons Ansichten und Meinungen über uns Menschen musste ich sehr oft schmunzeln. Ganz abgesehen von seinen Aktionen, die nicht nur aus versehen passieren. Er weiß ganz genau wie er seine Mitbewohner, so nennt er sein Herrchen und Frauchen, auf trapp hält.

Die Geschichte nicht nur von Tierliebhabern gelesen werden.
Ich habe 2 Katzen und bin Hunden eigentlich nicht so angetan, aber Watson würde ich sofort aufnehmen.
Haike Hausdorf hat eine wundervolle Geschichte geschrieben, die in keinster Weise unrealistisch wirkt.
Die Idee uns Leser an Watsons Gedanken teilhaben zu lassen- einfach grossartig.

Die Protagonisten sind durchweg sympathisch und hilfsbereit.

Die Geschichte ist in 20 Kapitel untereilt. Schon die Überschriften der Kapitel, lassen den Leser erahnen, um was es geht und welche Aktionen Watson sich einfallen lassen wird.

Ich empfehle dieses Buch weiter. Eine tolle Geschichte. Ich war etwas traurig, als ich das Buch fertig gelesen hatte. Gerne würde ich noch mehr von den Dreien lesen.

Bewertung vom 08.10.2018
Lied des Lebens
Vinterberg, Ann-Kristin

Lied des Lebens


ausgezeichnet

Bei " Lied des Lebens" von Ann-Kristin Vinterberg handelt es sich um einen sehr tollen Roman.


Bei der Auflösung der Wohnung ihrer Mutter findet Nora Briefe eines Unbekannten. Wieso hat ihre Mutter diese Briefe aufgehoben?
Sind sie von ihrem Vater und kann sie das Rätsel um die Identität ihres Vaters damit lösen?
Sie reist Hals über Kopf nach Dänemark. Dort trifft sie auf den Jazzmusiker Jonathan, der ihr Leben und ihre Pläne durcheinander bringt...

Die Geschichte wird in sich abwechselnden Zeitebenen erzählt.
Sehr gut finde ich, dass über jedem Kapitel das Datum und der Ort des Geschehens steht. So wusste ich gleich, mit welchem Erzählstrang es weiter geht.

Der Schreibstil ist sehr gut. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und der Plot ist gut konstruiert. Das Ende ist plausibel und überraschend.

Die Protagonisten sind sehr gut gezeichnet. Sie werden toll beschrieben und man lernt jeden einzelnen Stück für Stück kennen. Kann ihren Gedanken folgen und Gefühle miterleben und verstehen.

Ich habe Nora sehr gerne auf ihrem Abenteuer begleitet. Wie sie mit Hilfe von ....., der Wahrheit über ihren Vater immer Näher kommt,
Ihre Verzweiflung, innere Zerrissenheit, dass sie sich in den "Falschen" verliebt hat und ihrem inneren Kampf das richtige zu tun.

Bei dieser Geschichte wird sehr deutlich, wie es Menschen ( hier Nora) geht, die nicht wissen, wer ihr Vater ist. Sie haben ihr ganzes Leben lang, dass Gefühl dass etwas fehlt.
Ich bin froh, dass Nora endlich ihr Seelenheil gefunden hat.

Die Geschichte hat mich so gefesselt, dass ich das Buch an zwei Tagen ausgelesen habe.

Die Autorin hat eine sehr emotionale Geschichte geschrieben, bei der es um Vergebung, Loslassen und Aussöhnung geht.


Autor: Ann-Kristin Vinterberg

Bewertung vom 07.10.2018
Alchimie einer Mordnacht
Black, Benjamin; Banville, John

Alchimie einer Mordnacht


ausgezeichnet

Bei " Alchemie einer Mordnacht" von John Banville alias Benjamin Black handelt es sich um einen Kriminalroman, der im historischen Prag spielt.


Prag: Winter 1599
Um sein Glück zu machen, kommt der unehelicher Sohn des Bischofs von Regensburg, Christian Stern, ein junger Gelehrter und Alchimist nach Prag. Gleich in seiner ersten Nacht findet er die Leiche eines Mädchens in der Nähe der Burg.
Zunächst steht Christian in Verdacht, etwas mit dem Tod des Mädchens zu tun zu haben. Als Kaiser Rudolf auf Christian aufmerksam wird, beauftragt er Christian, die Ermittlungen zu übernehmen.


Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt.
Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, entspricht aber, so vermute ich, der Sprache der damaligen Zeit. Nach ein paar Seiten hatte ich mich daran gewöhnt und konnte die Geschichte sehr genießen und auf mich wirken lassen.

Die Figuren werden sehr ausführlich beschrieben, sodass ich mir jeden Einzelnen sehr gut vorstellen konnte. Das historische Prag und das Leben der Bewohner wird ebenfalls bis in´s Detail beschrieben.
Während dem Lesen fühlte ich mich in das Jahr 1599 versetzt und konnte mir das damalige Aussehen der Straßen, Häuser und Menschen sehr gut vorstellen.

Der Autor hat historische Fakten mit Fiktion sehr gut verbunden und auch, wie im Nachwort des Autors zu lesen, sind manche Personen aus den Federn des Autors entsprungen, manche gab es wirklich.
Dieses Wissen, macht die Geschichte für mich noch interessanter.

Herr Stern hat es nicht einfach bei der Aufklärung des Mordes . Er begegnet sehr vielen Intrigen, ist oft auf der falschen Fährte und muss Rückschläge bei seinen Ermittlungen einstecken.
Ich als Leser, war auch bis zum Schluß auf der falschen Spur.

Der Mordfall ist in dieser Geschichte eher der Nebenstrang. Der Hauptbestandteil der Geschichte, ist der historische Roman.

Ich gebe vergebe 5 Sterne, da das Buch in die Kategorie Kriminalroman eingeordnet wird.

Bewertung vom 06.10.2018
Kati Küppers und der entlaufene Filou
Steuten, Barbara

Kati Küppers und der entlaufene Filou


ausgezeichnet

Bei " Kati Küppers un der entlaufene Filou" von Barbara Steuten handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe.

In Niederbroich läuft Kati Küppers der Jack-Russel- Filou vor die Füße. und Kati nimmt ihn mit Nachhause. Bei einem Waldspaziergang findet Filou eine mit Maden befallene Leiche. Die Polizei kann die Leiche zuerst nicht identifizieren und auch die Rechtsmedizinerin Natalie stößt an ihre Grenzen. Da kann nur ihre Tante Biggi helfen, Professorin für Entomologie und Kati´s beste Freundin.
Kati steckt ihren Kopf immer weiter in die Ermittlungen, was Kommissar Rommerskirchen so gar nicht passt.

Auch ohne den ersten Band gelesen zu haben, kann man diesen Band lesen. Der Fall an sich ist neu und bei dem Privatleben der Protagonisten bekommt man recht schnell einen Durchblick.

Durch den tollen Schreibstil lässt sich die Geschichte sehr flüssig lesen. Die Spannung baut sich schon recht am Anfang auf und endet am Schluß der Geschichte.
Bis zum Schluß war ich auf dem Irrweg, wer der Täter oder die Täterin gewesen ist. Ein paar falsche Fährten, die die Autorin sehr gut eingearbeitet hat, tragen zur Spannung bei.

Die Protagonisten werden sehr gut beschrieben , ich konnte mir jede einzelne Person sehr gut vorstellen und ihren Gedanken folgen.

Filou ist der heimliche Star der Geschichte. Mit seinem tollen Charakter und seinem Gespür für bestimmte Situationen.


Die Mischung aus rheinischem Humor , Krimi und Einblicke in das Privatleben der Protagonisten stimmt.

Top aktuelle Themen, wie die Hitze schon am Jahresanfang, Pflegenotstand und Backfabriken machen die Geschichte realistischer.

Der Plot ist gut durchdacht, das Ende ist schlüssig und plausibel.

Ich empfehle dieses Buch weiter.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.10.2018
Wenn du für mich bist
Hedlund, Jody

Wenn du für mich bist


ausgezeichnet

Der Roman " Wenn Du für mich bist" von Jody Hedlund behandelt das Thema der Frauen, die wegen der Weltwirtschaftskrise 1857 von New York in den Westen umgesiedelt worden sind.


New York und Illinois 1857:
Die Hamburger Bäckersfamilie Neumann hoffte auf ein besseres Leben und immigrierte in die USA. Nach dem Tod ihrer Eltern ist Elise für ihre jüngere Geschwister verantwortlich. Als New York von einer Finanzkrise erschüttert wird, werden Arbeitsplätze rar und Elise muss sich im Westen eine neue Arbeitsstelle suchen. Dort werden Arbeitskräfte dringend gesucht.
Für Elise scheint sich das Blatt zu wenden als sie den Städteplaner Thornton trifft. Sie ahnt nicht, dass dessen Vater ihn und seinen Bruder zu einem Wettstreit angestiftet hat. Thornton möchte diesen um jeden Preis gewinnen, egal was es kostet...


Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Durch den flüssigen Schreibstil, dem tollen Satzbau und der liebevollen Erzählweise hat mich die Geschichte sofort in den Bann gezogen.

Besonders interessant finde ich , dass die Geschichte von ..... ( möchte nicht zu viel verraten ) auf wahre Vorfälle basiert. Im Nachwort erfährt man sehr viel über die Zustände, wie es den Frauen damals erging.

Die Geschichte wird in verschiedenen, sich abwechselnden Handlungssträngen erzählt, die irgendwann ineinander fließen und ein ganzes ergeben.

Elise´s Part hat mich richtig mitgenommen. Die Verzweiflung, die Hoffnung, die Sorgen, der Kampf um´s Überleben - ich konnte richtig mit ihr Mitfühlen und wurde von Seite zu Seite neugieriger wie es mit ihr weitergeht.

Sehr gefallen haben mir die Dialoge zwischen Elise und Thornton. Diese sind sehr spritzig, amüsant und zum Schmunzeln. Man merkt wie Elise gegenüber Thornton immer selbstbewusster wird.

Die Liebesgeschichte zwischen .... und ..... beginnt sehr langsam. Die Verzweiflung der Beiden, da sie aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten kommen spürt man richtig. Es prickelt zwischen den Beiden, aber hat ihre Liebe eine Zukunft???
Die Autorin hat hier eine besondere Geschichte erschaffen- ohne Bettszenen. Dies finde ich in einem historischen Roman wichtig, dass der Mittelpunkt mehr auf die Gefühle zu einander gelegt wird,

Der historische Hintergrund hat mir sehr gut gefallen und zum Nachdenken angeregt. Was diese Frauen, für einen sehr geringen Lohn, alles über sich ergehen lassen mussten, weit weg von ihren Familien. Wie das Leben viele Immigranten ausgesehen hat.
Tolle Geschichtsstunde.

Etwa enttäuscht hat mich das Ende der Geschichte. Der Wettstreit, die Beziehung zwischen.... und... werden aufgelöst. Leider ist der Verbleib von Elise´s Geschwister noch offen. Dies wird wahrscheinlich im nächsten Band aufgelöst.

Ich vergebe 5 Sterne und empfehle dieses Buch weiter.

Bewertung vom 29.09.2018
Der Himmel über den Black Mountains
Zöbeli, Alexandra

Der Himmel über den Black Mountains


ausgezeichnet

Bei "Der Himmel über den Black Mountains" von Alexandra Zöbeli handelt es sich um einen sehr facettenreichen Roman.


Emma und ihre Tante Milly hatten seit Jahren keinen Kontakt mehr zueinander. Als Milly starb, vermachte sie Emma eine Menge Geld und ihre Farm in den Black Mountains. Diese darf Emma aber nur behalten, wenn sie ein Jahr lang zur Probe auf der Farm lebt.
Da die Beziehung zu ihrem Freund in einer schweren Phase steckt, ihr Job sie nicht mehr richtig erfüllt, lässt sich Emma auf das Abenteuer ein.
Sie bringt die Farm, mit Hilfe ihrer neuen Nachbarn, dem gut aussehenden Tierarzt Ben und dem Polizisten Jack, auf Vordermann. Schon bald knistert es zwischen Emma und Jack. Doch Jack hütet ein Geheimnis, das sie beide in Gefahr bringen könnte.....

Die Geschichte ist eine Mischung aus Liebesroman, Krimi und "Kleine Farm". Dieser Mix macht die Geschichte sehr spannend bis hin zu einem atemberaubendem Ende.
Dass sich die Geschichte so entwickeln wird, habe ich nicht erwartet.

Der Schreibstil ist flüssig, teilweise mit humorvollen und ernsthaften Dialogen, Der Aufbau der Geschichte hat mir sehr gefallen, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Ich hatte das Gefühl Teil des Geschehens zu sein. Durch die tollen Beschreibungen der Örtlichkeiten, die gut ausgewählten Charakteren und dem bildlichen Schreibstil konnte ich mir alles sehr genau vorstellen.

Ich war von Seite zu Seite mehr gespannt, wie es mit Emma weitergeht. Ihre Pläne, Tierliebe, Herzlichkeit und Mut haben mir sehr gefallen.

Eine wahre Begebenheit wird in diesem Roman auch verarbeitet. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, nur soviel: Schafe .


Ich empfehle diese Buch weiter.

Bewertung vom 29.09.2018
Bluthaus / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.2
Fölck, Romy

Bluthaus / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.2


ausgezeichnet

Bei " Bluthaus" von Romy Fölck handelt es sich um die Fortsetzung von "Totenweg".

Als sich Frida Paulsen von ihrem letzten Fall zu Hause erholt, erhält sie einen Anruf von ihrer alten Freundin Jo. Diese hat in der letzten Nacht die Leiche einer Frau gefunden und nun ist sie davon überzeugt, dass man sie als Täterin in Verdacht hat.
Wenige Zeit später verschwindet Jo spurlos und Frida begibt sich auf die Suche nach ihr.
Die Spur führt Frida auf die Halbinsel Holnis zu einem einsam gelegenen Haus, das die Inselbewohner nur das Bluthus nennen. Eine Familie wurde vor vielen Jahren in diesem Haus grausam hingerichtet und den Täter hat man bis heute nicht gefunden ..

Beide Teile können unabhängig von einander gelesen werden . Der Fall ist neu und wird komplett gelöst, mit dem Privatleben der Ermittler kommt man auch mit, ohne den ersten Teil zu kennen.

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Mit jeder Seite wurde sie spannender bis hin zu einem atemberaubendem Finale.
Durch die vielen Wendungen im Fall, war ich bis zum Schluß auf der falschen Fährte- wer ist gut und wer ist böse?

Besonders gefiel mir dass die Geschichte in zwei Zeitebenen spielt, die sich ein paar Mal abwechseln.
Einmal das Jahr 1997 in dem etwas in dem Bluthaus geschah ( möchte hier nicht zu viel verraten) und einmal 2017 als Jo verschwand.
Beide Stränge fügen sich gegen Ende der Geschichte zusammen bis hin zu einem stimmigen Ende.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen.
Frida ist mir sehr sympathisch. Ich konnte ihre Verzweiflung , ihre Gewissensbisse und ihren Gedanken sehr gut verstehen.
Haverkorn hat eine schwere Zeit. Privat gibt es so einige Schicksalsschläge, die er verkraften muss und wird von seiner Vergangenheit eingeholt.
Jo konnte ich bis zum Schluss nicht durchschauen.

Durch die tollen Beschreibungen der Örtlichkeiten konnte ich mir die Handlungsorte sehr gut vorstellen.

Der Plot ist sehr gut durchdacht, die Geschichte ist plausibel, mit vielen Wendungen und bis zum Schluss sehr spannend.

Bewertung vom 23.09.2018
Aus finsterem Himmel
Kramp, Ralf

Aus finsterem Himmel


ausgezeichnet

Bei " Aus finsterem Himmel" von Ralf Kramp handelt es sich um das
8. Buch aus der Herbie Feldmann Reihe.

Ein Spinner, ein Familiengeheimnis und ein uraltes Schauermärchen …
Ein Fall für Herbie und Julius.
Im Sommer ist in der Eifel die Zeit der Straßenbaustellen und Umleitungen. Hätte Herbie nicht einen Schleichweg benutzt, wäre im nicht dieses Tier vor sein Auto gelaufen. Julius , sein imaginärer Begleiter, freut sich über dieses Missgeschick.
Der Besitzer des Rindes, Marshal, hat seinen Hof zu einer echten Ranch umgebaut und verdonnert Herbie dazu, den Schaden abzuarbeiten.
Dabei verstrickt sich Herbie immer mehr in ein Netz von Verpflichtungen und gerät zwischen eine alte Fehde,
Als ein junger Rucksacktouristen, der an der Grundstücksgrenze des Marshals campiert hat, spurlos verschwindet, kommt der Verdacht auf, ob er womöglich ebenfalls zwischen die Fronten geraten ist?
Oder hat ihn der Ginstermann geholt, eine finstere Eifeler Sagengestalt, die in Gewitternächten ihr Unwesen treiben soll?


Auch ohne Kenntnis der Vorgängerbände kann man dieses Buch problemlos lesen, da der Fall, bzw das Abenteuer von Herbie und Julius neu sind und abgeschlossen werden.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da sich Herbie, durch seine tollpatschige Art, immer mehr in Schlamassel manövriert und ich gespannt war, was als nächstes kommt.

Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen. Die Spannung baut sich langsam auf , bis hin zu einem rasanten Ende mit vielen Wendungen.
Dadurch, dass Julius der imaginäre Freund von Herbie, immer wieder seinen Senf zu allen möglichen Situationen dazu gibt, musste ich oft schmunzeln.
Der Krimi wird dadurch sehr gut aufgelockert.

Durch die guten Beschreibungen der Ortschaften, Straßen und Landschaften kommt das Lokalkolorit nicht zu kurz und man kann sich sehr gut vorstellen wo Herbie und Co. sich gerade befinden.

Die Personen sind sehr skurril , werden trotz ihrer Spleens nicht ins Lächerliche gezogen. Sie tragen zu einer sehr abwechslungsreichen und spannenden Geschichte bei.

Die Geschichte ist plausibel, toll erzählt und die Spannung kommt nicht zu kurz.

Bewertung vom 22.09.2018
Der Buchmörder: Die Geschichte Des Pfarrers Johann Georg Tinius - Eines Verbrechers Aus Leidenschaft Und Büchergier
Breuer, Ralph P.

Der Buchmörder: Die Geschichte Des Pfarrers Johann Georg Tinius - Eines Verbrechers Aus Leidenschaft Und Büchergier


ausgezeichnet

Bei "Der Buchmörder" von Ralph P. Breuer handelt es sich um einen historischen Kriminalroman gepaart mit der wahren Geschichte des Magisters Johann Georg Tinius.


Ich bin gut in die Geschichte hinein gekommen. Durch den lockeren und interessanten Schreibstil flogen die Seiten nur so dahin und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Die Spannung steigt von Seite zu Seite. Der ist Text ist immer sehr nah am Geschehen, keine unnötigen Längen.

Sehr interessant finde ich die wahre Geschichte Tinius. Ich muss gestehen, ich habe bevor ich dieses Buch entdeckt haben, noch nichts von diesem Herren gehört.
Sein Werdegang wird sehr gut beschrieben. Man fühlt mit ihm richtig mit, wie seine "Büchersucht" immer grösseres Ausmaß annimmt, er immer verzweifelter wird , bis hin zu einem gigantischen Finalen.
So macht Geschichtsunterricht Spaß.

Während dem Lesen habe ich mich in´s 18. Jahrhundert hinein gesetzt gefühlt. Durch die tollen Beschreibungen des Autors, fühlte ich mich mitten im Geschehen.
Der Leser erfährt sehr viel aus dem Leben der Menschen, wie wertvoll, hier z.B. Bücher , waren.

Ich empfehle dieses Buch weiter. Für alle Leser, die einen historischen Krimi gepaart mit der Biographie Tinius lesen möchten.