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Benutzername: Sandra8811
Wohnort: Bayern
Über mich: Lesesüchtiger Einhorn-Fan...
Danksagungen: 15 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 273 Bewertungen
Bewertung vom 10.09.2019
Totenweg / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.1
Fölck, Romy

Totenweg / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.1


gut

Netter Krimi für Zwischendurch

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich habe schon viel Positives über diese Krimiserie von Romy Fölck gehört und wollte mich nun selbst überzeugen.

Cover:
Das Cover finde ich für einen Krimi total gelungen. Es sticht durch di Farbkombination total heraus, ist aber dennoch düster und unheilvoll im Sinne eines Krimis. So kann man sich den Totenweg gut vorstellen.

Inhalt:
In Fridas Heimatdorf passieren einige komische Dinge und als ihr Vater niedergeschlagen wird, kehrt die junge Polizistin kurzzeitig zurück nach Hause. Dort holen sie die Erinnerungen an den Mord ihrer damaligen besten Freundin Marit schnell wieder ein. Hängen die aktuellen Geschehnisse mit dem Mord von damals zusammen?

Handlung und Thematik:
Am Anfang zog sich die Handlung etwas, aber ab ca. einem Drittel wurde es ein wenig interessanter. Schnell war mir klar, wer der Gesuchte ist und was für eine Art von Motiv er haben könnte. Ich behielt größtenteils recht, fand die Auflösung aber dann doch ganz nett. Ich würde nicht sagen, dass ich von Spannung geplagt war, es war aber nett zu Lesen. Die wirtschaftlichen Komponenten fand ich etwas anstrengend. Bis zu einer bestimmten Stelle fehlte mir einfach die Dramatik und die Not der Polizei. Ein guter Fall, der aber noch Luft nach oben hat.

Charaktere:
Frida hatte keine leichte Jugend, dennoch versucht sie das Beste aus ihrem Leben zu machen. Irgendwie fehlte mir aber bei ihr noch das gewisse Etwas.
Bjarne hingegen fand ich ganz gut. Er hat keine leichte Ehe und ist eher ein Einzelkämpfer. Dennoch greift er Frida etwas unter die Arme und führt sie an das ganze etwas mehr heran.

Schreibstil:
Das Buch ist sehr einfach geschrieben und lässt sich dadurch sehr schnell lesen. Leider fehlten mir stellenweise spannende Elemente. Anfangs fehlte mir noch ein wenig der Grund weiterzulesen und zwischendrin plätscherte es auch ein wenig dahin. Auch die Auflösung war keine große Überraschung. Ein wenig mehr bildliche Beschreibungen und noch mehr Gedanken der Protagonisten bei spannenden Stellen hätte ich mir gewünscht.

Persönliche Gesamtbewertung:
Ein netter Krimi für Zwischendurch, wer allerdings etwas richtig Spannendes und komplexer Konstruiertes braucht, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen.

Bewertung vom 10.09.2019
Von Sternen gekrönt / One True Queen Bd.1
Benkau, Jennifer

Von Sternen gekrönt / One True Queen Bd.1


ausgezeichnet

Ein wirklich episches Highlight! Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Der Titel klang vielversprechend und auch das Cover zog mich magisch an. Der Klappentext überzeugte mich dann endgültig.

Cover:
Ich liebe die Gold-Elemente und den Mix aus Blau, Rot und Gold. Das Cover ist der Hammer und auch das fast schon samtige Gefühl, wenn man das Buch in der Hand hält, ist toll.

Inhalt:
Mailin kämpft jeden Tag gegen Menschen, die ihre Schwester bereits aufgegeben haben. Als sie dann auf einmal in einer anderen Welt landet, hat sie nur eins im Kopf: Sie muss zurück um ihre Mutter und ihre Schwester nicht alleine zu lassen. Lyaskye lässt sie jedoch nicht so einfach los. Als sie dann erfährt, dass sie in diesem gefährlichen Land Königin werden soll, stellt sie fest, dass dies einem Todesurteil gleichkommt.

Handlung und Thematik:
Auch wenn die Handlung anfangs relativ vorhersehbar ist, so ist das Buch trotzdem spannend und mitreißend. Später gibt’s dann ein paar Überraschungen ;-) Die Welt die Jennifer Benkau hier erschaffen hat ist wirklich magisch, auch wenn nicht wirklich viel gezaubert wird. Ihre Idee hat etwas von Alice im Wunderland und ich möchte dringend zurück nach Lyaskye! Es passte alles gut zusammen und ich kam aus dem Lesen gar nicht mehr raus. Schön, wie die Autorin die Reise in die andere Welt und die Geschehnisse in der realen Welt aufgebaut hat. So bekommt das sogar eine Spur Realistisches. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung, das Ende war ja irgendwie fies…

Charaktere:
Ich bewunderte Mailin gleich zu Beginn des Buches. Sie setzt sich für ihre Schwester ein und damit sogar gegen ihre Mutter durch. Auch in Lyaskye blieb sie mutig. Sie handelte wie ich es getan hätte.
Liam finde ich einfach klasse konstruiert! Er ist nicht so leicht durchschaubar und hat ein bisschen was von einem Bad-Boy, allerdings nicht zu übertrieben. Er passt gut ins Bild.
Mein Lieblingscharakter ist allerdings Zouzou, auch wenn sie nur eine kleine Nebenrolle hat ;-)

Schreibstil:
Das Buch habe ich innerhalb weniger Stunden verschlungen. Durch den einfachen Schreibstil flogen die Seiten nur so dahin und es war trotzdem super spannend geschrieben. Die bildlichen Beschreibungen und die Ich-Perspektive von Mailin sorgten dafür, dass man sich gut reinträumen konnte. Die Personenkonstellationen und das Worldbuilding finde ich perfekt. Am tollsten fand ich, dass die Widmung auch in der Handlung eine Rolle spielt. Mich hat richtig die Sucht gepackt und ich kann das Buch gar nicht genug loben… Nach der letzten Seite war ich super traurig, als es schon zu Ende war.

Persönliche Gesamtbewertung:
Eines meiner Jahres-Highlights! Ich bin absolut süchtig nach Lyaskye und hoffe, bald dorthin zurückkehren zu können. Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 10.09.2019
Die Gärten von Monte Spina
Scriverius, Henrike

Die Gärten von Monte Spina


ausgezeichnet

Sehr mitreißende und bewegende Geschichte! Eines meiner Highlights im Jahr 2019 :-)

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich habe dieses Buch als Überraschungsbuch gewonnen.

Cover:
Das Cover fällt richtig auf und sticht durch die Blumen und die Insel sehr ins Auge. Es passt auch super zum Inhalt :-)

Inhalt:
Toni Anderson ist allein. Sowohl ihre Familie als auch ihr Ehemann sind tot. Sie verkriecht sich im Garten von Beaulieu House in England und tut dort, was sie am besten kann, nämlich Gärtnern. Als sie das Angebot erhält, auf einer kleinen einsamen Insel in Privatbesitzt von Maximilian Bror zu arbeiten, ändert sich für sie alles. Schafft sie es, auf dieser Insel der Einsamkeit zu heilen, obwohl der Besitzer ein absolut unsympathischer und kalter Mensch ist?

Handlung und Thematik:
Wenn ich ehrlich sein soll, hatte ich eine lockere gute Laune-Geschichte erwartet, die wie Friede-Freude-Eierkuchen abläuft. Es kam ganz anders und mich erwartete eine sehr emotionale Story, die nicht nur Freude und Trauer in mir hervorrief, sondern auch Wut. Ein absolut gelungenes Werk das sehr vielschichtig ist! Zwischendurch vermutete ich immer wieder eine Liebesgeschichte, aber als solche würde ich es im Nachhinein gar nicht bezeichnen. Die Autorin fesselte mich bereits beim Prolog und lies mich selbst nach der letzten Seite noch nicht los... Ich musste nach dem Lesen erstmal meine Gedanken sortieren und bin wirklich begeistert! Der Aufbau und die Umsetzung waren perfekt, schade, dass es schon vorbei ist…

Charaktere:
Toni ist wirklich eine tolle Person. Ihr Schmerz und ihre Einstellung sind absolut nachzuvollziehen. Durch ihre Liebe fürs Detail war sie mir gleich sympathisch.
Die Umsetzung von Max Bror war auch beeindruckend. Er ist super schwer einzuschätzen, da er manchmal wirklich absolut fies ist.
Mein Liebling neben den beiden war Lou, da sie mit ihrer frechen und wilden Art super ins Bild passte.

Schreibstil:
Das Buch ist so super einfach geschrieben, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Dennoch ist es absolut nicht langweilig und es passiert einiges Unerwartetes. Ich bin total begeistert, auch vom passenden Ende. Die bildlichen Beschreibungen sorgten dafür, dass man sich alles gut vorstellen kann. Durch die Ich-Perspektive von Toni kann man sich gut in sie hineinversetzen. Ich habe mich in Monte Spina verliebt und bin traurig, dass das Buch doch relativ kurz ist. Ich hätte gerne noch länger die Handlungen von Toni, Max und den anderen verfolgt. Mir war es definitiv zu wenig und ich hoffe, Henrike Scriverius hat Blut geleckt und schreibt weiter bzw. noch ein Buch :-) Sie hat bewiesen, dass sie definitiv eine gute Autorin ist

Persönliche Gesamtbewertung:
Ich bin absolut begeistert! Ein sehr emotionales Buch mit sehr authentischen Charakteren und einigen unerwarteten Geschehnissen. Von mir gibt’s ganz klar eine Leseempfehlung und ich wünsche mir, dass dieses Buch nicht das letzte von Henrike Scriverius ist ;-)

Bewertung vom 03.09.2019
Brennende Narben / Mara Billinsky Bd.3 (eBook, ePUB)
Born, Leo

Brennende Narben / Mara Billinsky Bd.3 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Nächster Pageturner von Leo Born! Leseempfehlung!

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich bin Fan von der Krähe und freue mich über jeden neuen Fall für sie.

Cover:
Die Krähe auf dem Cover passt perfekt zur Ermittlerin. Durch den roten Titel auf dem ansonsten schwarz-weißen Cover erkennt man auch schnell, dass es sich um einen Thriller handeln muss. Es passt perfekt zu den anderen beiden Teilen!

Inhalt:
Der grausame Tod einer Prostituierten und ein Bombenanschlag auf einen Kleinlaster halten die Ermittler Mara Billinsky und Jan Rosen in Atem. Ob ihr geheimer Informant wirklich nur Gutes im Sinn hat? Des Weiteren kämpft Mara noch immer mit dem Tod ihrer Mutter. Der ungeklärte Fall lässt ihr keine Ruhe. Ob sie dem Mörder endlich auf die Spur kommt?

Handlung und Thematik:
Wie bereits von Leo Born gewohnt, ist auch dieses Buch wieder sehr spannend und packend. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, es ist ein echter Pageturner! Die Geschehnisse häufen sich auch diesmal wieder und um Ende kommt es zu einem rasanten Höhepunkt. Die Handlung ist schlüssig und passt total gut. Für mich waren die Ereignisse nicht immer vorhersehbar und selbst die Teile die ich erahnt hatte, waren irgendwie überraschend, weil man mittendrin zum Zweifeln anfängt. Ein wirklich gelungener Thriller, ich wüsste nicht, was man sich noch mehr wünschen könnte! Auch wenn man ihn wohl als eigenständigen Band lesen könnte, baut er doch sehr auf Fragen der ersten beiden Bände auf.

Charaktere:
Mara ist wie gewohnt sympathisch! Ihre ruppige und direkte Art ist sehr faszinierend und ich liebe sie einfach! Man muss Mara einfach gerne haben, da sie nicht einfach eine 0-8-15 Ermittlerin ist. Sie ist einfach besonders.
Jan Rosen hat auch eine gute Entwicklung durchgemacht. Er war immer schon sympathisch, aber jetzt hat er sich seinen Platz neben Mara so richtig verdient.

Schreibstil:
Leo überzeugt noch immer mit seinem flüssigen und spannenden Schreibstil. Die Kapitel haben die ideale Länge und ich konnte das Buch vor Spannung kaum weglegen. Seine sehr bildhaften Beschreibungen haben mir auch hier wieder stellenweise ziemliche Gänsehaut bereitet. Auch hier war es wieder so, als würde man direkt danebenstehen. Einfach großartig!

Persönliche Gesamtbewertung:
Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung für alle Thriller-Fans! Enthält für mich alles was ein guter Thriller braucht: Spannung, grausame Beschreibungen, einen guten Plot, eine überzeugende und besondere Ermittlerin sowie unvorhergesehene Ereignisse.

Bewertung vom 03.09.2019
Wir gegen euch
Backman, Fredrik

Wir gegen euch


ausgezeichnet

Passende Fortsetzung die uns wieder nach Björnstadt bringt und sehr emotional ist

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich habe bereits viel Gutes vom Autor gehört und wollte mich selbst überzeugen. Außerdem mag ich Bücher, in denen Menschen zusammenfinden.

Cover:
Das Cover passt perfekt zum ersten Teil. Die kleine Stadt die bescheiden die Nacht erleuchtet finde ich sehr gelungen. Es passt gut zu Björnstadt. Es wirkt sehr friedlich und idyllisch.

Inhalt:
Nachdem tragische Ereignisse die fest zusammenhaltende Kleinstadt Björnstadt entzweit haben, versuche alle es aufzuarbeiten und wieder zusammenzufinden. Leider gibt es noch immer Menschen die falsch spielen oder die Falschen unterstützen. Finden die Menschen aus Björnstadt dennoch wieder zusammen und können den starken Zusammenhalt wiederherstellen, der dringend für den Fortbestand notwendig ist?

Handlung und Thematik:
Auch dieser Teil war wieder total emotionsgeladen und bewegend. Ich konnte das Buch nicht weglegen, denn ich musste unbedingt wissen, wie es endet. Ich fand die Fortsetzung sogar besser als den ersten Teil „Stadt der großen Träume“, da ich hier den Aufbau noch packender fand. Diesmal plätscherte nichts und durch Backmans Ankündigungen war man immer neugierig, wann das besagte Ereignis eintrifft und wen es betrifft. Das Ende war schlüssig und hat total dazu gepasst. Diesmal waren auch wieder viele Eishockey-Momente dabei, allerdings fand ich sie nicht so aufdringlich wie bei der ersten Hälfte des ersten Teils. Fredrik Backman hat gut gezeigt, dass Ereignisse die Menschen voneinander entfernen können, sie aber auch wieder zueinander führen können. Ich bin übrigens davon überzeugt, dass man dieses Buch auch ohne Kenntnis des ersten Teils lesen könnte, da die Ereignisse beschrieben werden, die im ersten Teil dafür gesorgt haben, die Stadt auseinander zu bringen.

Charaktere:
Auch in der Fortsetzung lernte man wieder viele neue Seiten von den Leuten aus Björnstadt kennen. Es kommen eine Vielzahl an Charakteren vor, die ich gar nicht im Einzelnen vorstellen möchte. Mein Liebling in diesem Buch war eindeutig Benji. Er hatte aufgrund seiner Geschichte mein tiefstes Mitgefühl.

Schreibstil:
Wie bereits im ersten Band konnte man hier auch wieder total gut in die Stadt, die Personen und deren Hintergründe eintauchen. Fredrik Backman hat eine faszinierende Art und Weise, alles zu beschreiben. Es fühlte sich oft so an, als ob es sich um eine Dokumentation und nicht um eine Geschichte handelt. Auch hier wurde ich wieder total gepackt, ich hatte stellenweise Tränchen in den Augen, sei es aus Wut oder aus Trauer. Ein wirklich faszinierender Schreibstil.

Persönliche Gesamtbewertung:
Eine gelungene Fortsetzung, die jeder Fan von „Stadt der großen Träume“ lesen sollte! Auch für Quereinsteiger geeignet. Diesmal nicht ganz so Eishockey-lastig, oder aber ich habe mich bereits daran gewöhnt ;-) Ich fand die Fortsetzung sogar besser als den ersten Teil.

Bewertung vom 03.09.2019
Brot backen mit Christina
Bauer, Christina

Brot backen mit Christina


sehr gut

Super Backbuch, allerdings bei mir keine so großen Erfolge...

Warum habe ich mich für dieses Buch entschieden?
Ich habe bereits Christinas Buch „Kuchen Backen mit Christina“ zuhause und bin ein großer Fan ihrer Rezepte. Auch die Rezepte auf ihrem Blog hab ich schon öfter ausprobiert. An Brot habe ich mich bisher nicht rangewagt.

Cover:
Das Cover passt perfekt zu Christinas anderen Backbüchern. Mir gefällt vor allem der Leinenteil am Buchrücken und die Prägung des Titels. Man erkennt gleich, dass es ein Christina-Buch ist.

Inhalt/Vielfalt der Rezepte:
Das Buch enthält nicht nur über 50 verschiedene Rezepte für Brote, sondern auch nützliches Grundwissen. Vor allem die Mehlsorten-Erklärungen inklusive der Unterschiede zwischen deutschem und österreichischem Mehl sind sehr wertvoll! Auch Backutensilien, -techniken und wichtige Grundteige wie Hefeteig und Sauerteig werden erklärt. Die Brote sind unterteilt in verschiedene Kategorien: Brote ganz klassisch, alles Vollkorn, Brote mit Sauerteig, Brote mit wenig Hefe und viel Zeit, Brote ohne Kneten, Brot einmal anders und süße Brote. Hier dürfte für jeden was dabei sein.

Rezeptaufbau:
Ich liebe den Rezeptaufbau von Christinas Rezepten. Die Rezepte enthalten alle ein Bild, die Zubereitungsschritte, Zutaten, die Backtemperatur und die Backzeit. Zusätzlich sind immer wieder Tipps und weitere Hinweise zu finden. Nette Zeichnungen runden das Bild des Buches ab.

Verwendete Zutaten:
Fast alle Zutaten findet man in jedem gut bestückten Supermarkt. Es gibt einzelne Kleinigkeiten, die man nicht überall findet, aber hier ist auch eine Beschreibung dabei, wie man rankommt ;-) Es empfiehlt sich übrigens vor dem ersten Einkauf die Grundlagenkapitel zu lesen, da die Umrechnung der Mehlsorten von österreichisch auf deutsch unklar ist ;-)

Zubereitungs- und Backschritte:
Alle Schritte sind eindeutig beschrieben und leicht zu verstehen. Es gab nie etwas, das mir unklar war (ich habe bisher insgesamt 10 Brote, davon 3 verschiedene, gebacken).

Meine Meinung:
Ich war absolut begeistert von diesem Buch und konnte es kaum erwarten, mein erstes Brot zu backen. Leider wurde bereits das erste Brot (das einfache Weissbrot) innen nicht ganz durch. Es bestand den Klopftest und ich war absolut happy. Leider war es innen noch recht feucht. Anfangs dachte ich mir, dass mir das nichts macht, allerdings schimmelt es dadurch super schnell. Ich habe daraufhin dieses Brot noch weitere 5x gebacken. Dabei habe ich in der Backzeit variiert, die Hefe-Menge erhöht und ein anderes Blech (Loch-Backblech) verwendet. Leider führte nichts zum Erfolg. Ein ähnliches Ergebnis bekam ich beim Sportlerbrot. Auch hier habe ich noch 2 weitere Versuche gewagt. Den letzten Versuch startete ich mit den Schnellen Mini-Broten die man in einer Muffin-Form macht. Hier habe ich kurzzeitig aufeinander zwei Bleche reingeschoben und bei beiden war auch hier das gleiche Ergebnis. Ich habe nun leider keine Lust mehr und bin total demotiviert. Ich fürchte es muss an meinem Ofen liegen, denn andere hatten in der Lese- bzw. Backrunde nicht solche Probleme wie ich. Ich bin wohl einfach nicht die geborene Brotbäckerin. Ich werde das Buch aber aus optischen Gründen weiterhin im Regal behalten und vielleicht reizt es mich ja doch mal wieder, ein Brot zu backen.

Fazit:
Super Rezeptbuch, dessen Rezepte leider entweder nicht Idiotensicher oder nicht für jeden Backofen geeignet sind. Trotzdem kann ich es jedem empfehlen, sich mal an Broten zu versuchen. Die Rezepte sind super vielfältig und die Brote sehen top aus. Wenn sie (anders wie bei mir) auch noch perfekt gelingen, geht man wohl nie wieder zum Bäcker.

Bewertung vom 03.09.2019
Mörderisches Lavandou / Leon Ritter Bd.5
Eyssen, Remy

Mörderisches Lavandou / Leon Ritter Bd.5


sehr gut

Keine ruhige Nachsaison. Auch für Quereinsteiger in die Reihe geeignet

Cover:
Der düstere Himmel auf dem Bild und der eindeutige Titel verraten gleich, dass es sich um einen Krimi oder Thriller handeln muss. Ich finde das Cover gut gewählt, auch wenn man schon recht oft solche Kulissen auf Büchern sehen kann.

Inhalt:
Im kleinen Ort Le Lavandou sollte es eigentlich Ende der Ferienzeit etwas ruhiger und entspannender werden, allerdings nicht dieses Mal. Nicht nur, dass Rechtsmediziner Leon Ritter gerne seine Zeit mit etwas anderem verbringen würde als Leichen und Leichenteile zu obduzieren, auch gerät sein Privatleben und seine Familie auf einmal in Gefahr.

Handlung und Thematik:
Zuerst möchte ich anmerken, dass ich bisher noch kein Buch von Remy Eyssen gelesen habe, obwohl ich seine Bücher schon mehrfach in der Hand gehalten habe. Die Handlung beginnt gemächlich, nimmt aber dann Fahrt auf. Man kann der Story gut folgen, auch wenn es mir manchmal schon etwas zu langsam voran ging. Am Anfang gab es einiges Vorgeplänkel, wodurch man sich aber vielleicht besser reinfinden kann in die Gegend und die Personen. Die Handlung war in sich stimmig und die Ermittlungen und Leons Bezug dazu hat gepasst.

Charaktere:
Leon war mir sympathisch. Vor allem die Konstellation seiner Familie fand ich cool. Die Dynamik zwischen ihm, Isabelle und ihrer Tochter Lilou fand ich klasse. Vor allem Lilou hat mir sehr gut gefallen.
Es kamen noch einige andere Charaktere vor, aber da ich (wie immer in Krimis und Thriller) nicht spoilern möchte, werden sie hier nicht beschrieben.

Schreibstil:
Remy Eyssen hat einen eher einfachen Schreibstil, der durch die ganzen französischen Wörter und Sätze doch sehr abwechslungsreich ist. Auch wenn ich die Bedeutung der Sätze oft nicht gleich direkt verstand, so konnte ich dem Buch gut folgen. Cool fand ich auch die Art der Beschreibungen: zuerst wird die schöne Gegend beschrieben und dann der erste Leichenteil-Fund. Man ist den Ermittlern zwar immer einen Schritt voraus, dennoch wars interessant. Manche Stellen waren etwas langwieriger, aber nicht so sehr, dass es arg störte. Übrigens Achtung für Tierliebhaber: Hier gibt es nicht nur tote Menschen, sondern auch Tiere ;-)

Persönliche Gesamtbewertung:
Ein spannendes Buch in der Provence. Auch wenn ich nicht immer Fan des Französischen bin, so hat mir das Buch gefallen. Die Handlung war schlüssig und vor allem Leon und seine Familie sehr sympathisch. Auch wenn manche Passagen ein bisschen schleppender waren, so war es das Buch trotzdem wert zu lesen!

Bewertung vom 03.09.2019
Stadt der großen Träume (eBook, ePUB)
Backman, Fredrik

Stadt der großen Träume (eBook, ePUB)


sehr gut

Es geht nicht nur um Eishockey…

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich habe den zweiten Teil erhalten und wollte nicht starten ohne den ersten Teil zu kennen.

Cover:
Das eisige Cover finde ich cool. Man sieht direkt, dass es um ein nördlicheres Land bzw. Stadt geht.

Inhalt:
Als ihre Jugendmannschaft ins Halbfinale einzieht, setzt die Kleinstadt Björnstadt viel auf die Eishockey-Mannschaft. Der Einzug ins Finale könnte für die kleine Stadt einen großen Aufschwung bedeuten. Eigentlich stand die Stadt immer für Zusammenhalt und Gemeinschaft. Dies ändert sich jedoch in einer einzigen Nacht gravierend.

Handlung und Thematik:
Zu Beginn ist die Handlung sehr Eishockey-lastig. Das konnte man aus dem Klappentext nicht wirklich rauslesen. Da Eishockey alles andere als interessant für mich ist, fiel mir der Einstieg doch etwas schwerer. Dennoch war mir das kleine Städtchen bald sehr sympathisch. Es wirkte alles ein wenig wie in „Die Arena“ von Stephen King. Es plätscherte anfangs auch ein wenig dahin, dann nahm die Handlung plötzlich Fahrt auf. Ich wurde dann total mitgerissen und konnte das Buch nicht mehr weglegen. Es ging plötzlich um Vertrauen, Zusammenhalt und darum, den Blick für das wirklich Wichtige nicht zu verlieren. Die Menschen verloren sich im Hype des Eishockeys und Verschlossen ihren Blick dafür, Straftaten zu erkennen und zu ahnden. Am Schluss will man eigentlich nur noch wissen, wie das ganze weitergeht.

Charaktere:
In diesem Buch kommen wahnsinnig viele Charaktere aus Björnstadt vor. Man erlebt die Geschichte aus super vielen Perspektiven. Die Schicksale und Handlungen sind eng miteinander verwoben, was der Autor super gut rübergebracht hat. Ich will eigentlich gar nicht auf einzelne Personen eingehen, da ich jeden für sich authentisch und gut fand. Es kommen einfach super viele Menschen mit verschiedenen Hintergründen vor, vom rücksichtlosen Geschäftsführer bis hin zur liebenden Mutter.

Schreibstil:
Fredrik Backman hat eine tolle Art, Personen und Situationen zu beschreiben. Er schafft es, dass man sich so fühlt, als wäre man mit dabei. Seine Charaktere sind sehr authentisch und die Perspektivenwechsel gelungen. Leider brauchte ich allerdings ein wenig, dies zu erkennen. Anfangs war die Story sehr langweilig für mich, da ich mich der Sport Eishockey absolut nicht interessiert. Als dann später die tiefgründigeren Themen wie Zusammenhalt, Verrat und eine zerstörte Gemeinschaftsdynamik ins Spiel kamen, war ich Feuer und Flamme. Ich kämpfte mit mehreren Emotionen und war begeistert, wie sehr es mich mitgerissen hat. Ich bin mir nicht sicher, ob er dies auch geschafft hätte, wenn der Anfang nicht der gewesen wäre, der er war.

Persönliche Gesamtbewertung:
Anfangs bereute ich es, das Buch angefangen zu haben, da mich Eishockey langweilt, aber das Durchhalten hat sich gelohnt. Sehr bewegendes Buch! Eine vielfältige Stadt mit einer Erzählweise und Personenvielfalt wie ich sie bisher nur aus „Die Arena“ von Stephen King kannte.

Bewertung vom 03.09.2019
Könige der Finsternis, 1 MP3-CD
Eames, Nicholas

Könige der Finsternis, 1 MP3-CD


ausgezeichnet

Vom Glück der Doofen… Witziges Fantasy-Abenteuer mit perfekter Sprecher-Besetzung

Warum habe ich mich für dieses Hörbuch entschieden?
Ich fand die Beschreibung cool und war neugierig.

Cover:
Das Cover passt super gut zum Inhalt. Es zeigt gut, dass es um ältere Typen geht, die sich wohl in den Kampf begeben werden. Ich finds cool!

Inhalt:
Die Saga war die gefürchtetste Söldnertruppe des ganzen Landes, zumindest vor einigen Jahren. Clay Cooper war einer von ihnen. Jetzt sind die Jungen am Werk. Leider läuft bei Gabriels Tochter einiges schief, sodass er Clay bittet, mit ihm die alte Truppe wieder zusammenzutrommeln und sich auf eine aussichtslose Rettungsmission begibt. Nur ein Dummer würde dazu ja sagen…

Handlung und Thematik:
Die Handlung an sich hat mich gleich gepackt. „Alte Opas“ die in den Krieg ziehen und dabei mehr Glück als Verstand haben. Das Ziel war allzeit klar, manchmal wurde ganz schön ausgeholt, aber trotzdem war es sehr interessant und mitreißend. Auch wenn die Wendungen nicht ganz überraschend kamen, hatte ich dennoch viel Spaß. Hauptsächlich war es sehr humorvoll und die Charaktere sind sehr besonders. Ich glaube allerdings, dass man sie auch nicht gernhaben kann, kommt ganz auf die Offenheit des Hörers an ;-) Man merkt dass es keine jungen Hüpfer sind, die Bäume ausreißen. Auch haben sie eine ganz unverblümte Äußerungsweise, die mir sehr zugesagt hat. Wer Liebe und Romantik sucht, ist hier an der falschen Stelle. Das Worldbuilding fand ich großartig, was mir allerdings ein wenig fehlte war eine Karte. Auch die Namen der Charaktere wären cool gewesen, da ich bei vielen unsicher bin, wie man sie schreibt. Eine Besonderheit fand ich auch die Vielfältigkeit der fantastischen Kreaturen. Nicht nur Menschen, Guhls, Lindwürmer, Drachen und Kobolde kamen vor, sondern auch z.B. ein Ettin. Den kannte ich bisher nur von D&D.

Charaktere:
Jeder einzelne Charakter ist sehr besonders. Alle haben eine direkte und offene Art, die mir sehr gut gefällt. Es wird nichts geschönt und sie sind keine Superhelden. Es gibt eigentlich keinen Charakter, den ich nicht mag. Alle wurden gut beschrieben, passten gut in die Story und waren einzigartig.
Meine Favoriten waren der Zauberer Mooq und der Wiedergänger Kit. Die beiden fand ich total genial. Ich könnte mir separate Geschichten zu den beiden gut vorstellen! Vielleicht schreibt der Autor ja noch was dahingehend? Wie oben schon beschrieben tue ich mich etwas hart mit den Namen, aber eigentlich ist das ein Luxusproblem, da man die Namen ja normalerweise nicht schreiben, sondern nur aussprechen muss ;-)

Sprecher:
Josef Vossenkuhl ist von nun an mein Lieblingssprecher bei (Fantasy-)Hörbüchern! Seine Stimme ist der Hammer und er ist die perfekte Besetzung! Er legte eine Wahnsinns-Vielfalt an den Tag, sodass wirklich jeder Charakter seine eigene Stimme hatte. Er schaffte es nicht nur sich wie jeder einzelne der Truppe anzuhören, sondern konnte auch Kobolde gut imitieren! Seine Intonation war einfach perfekt! Man konnte ihn immer gut verstehen und man verlor sich richtig in seinen Erzählungen. Er war mit vollem Herzen dabei und das spürte man auch!

Anmerkung, die nicht zu den anderen Kategorien passt: Die Tracklänge auf der MP3-CD ist relativ lang. Wenn man also einen nervösen Finger hat (so wie ich) und aus Versehen weiterschaltet, kann es schonmal sein, dass man erst wieder eine Zeit lang die richtige Stelle suchen muss.

Persönliche Gesamtbewertung:
Ein sehr gelungenes Abenteuer mit besonderen Charakteren, einem faszinierendem Worldbuilding und der perfekten Sprecher-Besetzung. Hörempfehlung für alle Fantasy-Fans ;-)

Bewertung vom 03.09.2019
Die Antwort auf Vielleicht
Winter, Hendrik

Die Antwort auf Vielleicht


ausgezeichnet

Berührende Geschichte mit authentischen Charakteren

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Das Buch bekam richtig gute Rezensionen, daher war ich neugierig.

Cover:
Das Cover fand ich auf den ersten Blick nicht ganz so ansprechend, nachdem ich allerdings die ganzen Kleinigkeiten entdeckt hatte, fand ich es sehr gelungen. Die Regentropfen, die auch Tränen sein könnten, oder auch die Bremer Stadtmusikanten. Es machte dann auf jeden Fall neugierig auf den Inhalt.

Inhalt:
Adam ist Taxifahrer und ausschließlich für Patientenfahrten zuständig. Er nennt sein Auto die Krebskarosse. Als eines Tages die junge Jessi bei ihm mitfährt, setzt er alles daran, ihr noch eine schöne letzte Zeit zu machen.

Handlung und Thematik:
Eine wahnsinnig berührende und emotionale Story. Der Autor hat mich bereits auf der ersten Seite in seinen Bann gezogen und mich weit bis nach der letzten Seite erst wieder losgelassen. Das Buch ging mir noch sehr nach und hat mich wirklich berührt. Der Autor hat sehr gut gezeigt, dass es sich lohnt für seine Träume zu kämpfen, erst recht, wenn man todkrank ist. Man sollte nichts auf später verschieben, denn dann könnte es vielleicht schon zu spät sein.

Charaktere:
Mein Lieblingscharakter im Buch war definitiv Vero. Ihr Berliner Dialekt und ihre Art hat mich einfach überzeugt. Ich konnte sie mir richtig gut vorstellen, sie war einfach etwas Besonderes!
Aber auch Adam war total toll. Seine Reaktionen und Gedanken wirkten sehr authentisch und machten ihn sympathisch. Er ist hilfsbereit und er versetzte sich in die Lage von Jessi. Ein Traumtyp!
Auch Jessi gefiel mir gut. Durch ihr Schicksal und ihre Art muss man sie einfach gerne haben.

Schreibstil:
Hendrik Winter packt so viel Gefühl ins Buch, dass man richtig merkt, wie sehr ihn das Thema berührt und dass er weiß, von was er schreibt. Er brachte Jessis Schicksal und ihre Handlungen super realistisch rüber. Auch die der anderen Charaktere waren authentisch. Durch seine Beschreibungen, die auch oft sehr bildlich waren, konnte man sich super gut in die Charaktere hineinversetzen und sich alles gut vorstellen. Das Buch berührte mich sehr. Die Kapitel hatten die ideale Länge und das Buch lies sich durch den einfachen Schreibstil total schnell lesen.

Persönliche Gesamtbewertung:
Es werden Tränchen fließen! Das Buch berührte mich sehr. Authentische Charaktere und berührende Schicksale. Von mir gibt’s definitiv eine Leseempfehlung!