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Benutzername: Sandra8811
Wohnort: Bayern
Über mich: Lesesüchtig...
Danksagungen: 4 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 132 Bewertungen
Bewertung vom 17.12.2018
Ofirs Küche
Graizer, Ofir Raul

Ofirs Küche


ausgezeichnet

Viele großartige vegetarische Rezepte!

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich habe noch nie israelisch oder palästinensisch gegessen und wollte es mal ausprobieren. Ich konnte mir nichts darunter vorstellen.

Cover:
Das Cover finde ich großartig. Es zeigt Ofir in einer sehr traditionell aussehenden Küche mit vielen frischen Zutaten.

Inhalt/Vielfalt der Rezepte:
Das Buch beginnt mit einem kleinen Willkommenstext von Ofir in welchem er auch beschreibt, woher er kommt und wie er dazu kam. Danach folgen die Rezepte. Enthalten sind über 80 Rezepte für vegetarische Gerichte. Nicht nur Herzhaftes und Scharfes ist dabei, auch Rezepte für Nachspeisen wie z.B. Kuchen aus Zitrusfrüchten. Zwischen den Rezepten befinden sich immer wieder interessante Geschichten entweder zum Ursprung mancher Gerichte und warum sie im Buch gelandet sind, oder einfach Berichte über Ofirs Leben. Ganz hinten befindet sich noch die Rubrik „Das solltest du wissen“, sie enthält noch Informationen zu typischen Zutaten, Kräuter und eine Messtabelle.

Rezeptaufbau:
Jedes Rezept wird mit seinem Namen erwähnt, manchmal hat der Titel einen Untertitel, in welchem beschrieben wird, was das ist, z.B. „Igulim – Teigschnecken mit Tomaten und Oliven“. Ein Foto zeigt gleich, auf was man sich freuen kann :-). Auch gibt es eine Kurzbeschreibung der groben Arbeitsschritte, z.B. „Sauce kochen, Teig bestreichen & backen“. Danach folgt die Portionsgröße und wie viele Zutaten man benötigt. Die detaillierten Zubereitungsschritte dürfen natürlich auch nicht fehlen. Oft gibt es auch noch Tipps, diese können sich nicht nur auf empfohlene Beilagen beziehen, sondern auch zur Erleichterung mancher Arbeitsschritte oder zur Aufbewahrung.

Verwendete Zutaten:
Ich war überrascht als ich feststellte, dass sich den Großteil der Zutaten schon einmal benutzt habe bzw. ggf. sogar zuhause habe. Ich hatte ursprünglich noch exotischere Zutaten erwartet. Es werden viele Gewürze und viel Gemüse verwendet. Hier auch Zutaten wie Koriander, Kurkuma und Paprika. Andere Sachen die ich nicht kannte, z.B. Tahini oder Bulgur habe ich problemlos im gut bestückten Supermarkt bei uns im Nachbarort erwerben können. Die Rezepte sind aber wie gesagt größtenteils mit Zutaten die man schon kennt.

Zubereitungs- und Kochschritte:
Die Zubereitungsschritte sind super gut beschrieben. Ich würde mich eher als Kochanfänger bezeichnen und kam gut zurecht. Manchmal hätte ich mir Fotos von einzelnen Schritten gewünscht, aber wenn man sich den Text gut durchliest (am besten vorher auch mal ganz durchlesen und darüber nachdenken sowie die Tipps erkennen) kommt man klar.

Meine Meinung:
Ich bin absolut begeistert! Ich hatte exotischere Zutaten erwartet und auch komplexere Kochtechniken. Auch bin ich eigentlich totaler Fleischfresser, habe aber wirklich Spaß mit den vegetarischen Rezepten! Sie sind super lecker und einfach Nachzukochen. Es ist für jeden Geschmack was dabei und man kann auch in der Schärfe variieren. Ich habe jetzt einiges ausprobiert und mein klarer Favorit sind die Igulim – Teigschnecken mit Tomaten und Oliven. Die gab es in den letzten Wochen öfter ;-) Bei mir gewinnen sie zwar keinen Schönheitspreis, sind aber trotzdem super lecker.

Fazit:
Übersichtliche vegetarische Rezepte, überwiegend bekannte Zutaten, gut erklärte Zubereitungsschritte und für jeden was dabei. Zusätzlich noch nette Texte zur Herkunft. Ich bin begeistert und möchte dieses Buch in meiner Kochbuchsammlung nicht mehr missen!

Bewertung vom 17.12.2018
Ewige Schuld / Kate Burkholder Bd.9
Castillo, Linda

Ewige Schuld / Kate Burkholder Bd.9


ausgezeichnet

Viele bildhafte Beschreibungen und mitreißende Story!

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich lese gerne Thriller und habe schon einige Bücher der Autorin im Buchhandel stehen sehen. Ich kannte zuvor noch kein Buch von Linda Castillo.

Cover:
Das Cover finde ich nicht ganz so ansprechend. Die Kutsche auf dem Bild deutet für mich eher auf einen historischen Roman hin. Die orangen Farbabstufungen finde ich dagegen ganz toll, da es irgendwie unheilvoll wirkt.

Inhalt:
Joseph King sitzt wegen Mordes an seiner Frau Naomi hinter Gitter. Als er ausbricht und Chief Katie Burkholder als Geisel genommen hat, wundert dies niemanden, da er auch vor dem Mord schon auffällig war. Er behauptet jedoch felsenfest, dass er seine Frau nicht ermordet hat und lässt Katie nur gehen, nachdem sie verspricht, sich seinen Fall noch einmal anzusehen. Als ehemalige Amische hat sie hier gar nicht so schlechte Karten, jemanden in der amischen Gemeinde zu finden, der ihr mehr Informationen geben kann.

Handlung und Thematik:
Ich hatte bisher noch nicht viel von den Amischen gehört und fand die Darstellung verständlich und realistisch. Die gesamte Handlung war sehr mitreißend und interessant Die Umsetzung der Autorin finde ich super gut. Es passierte einiges und es gibt auch die ein oder andere Überraschung. Ich kann das Thema des Buches leider nicht verraten, da ansonsten ggf. das Ende zu erahnen ist…

Charaktere:
Kate Burkholder ist eine mutige und starke Ermittlerin. Sie trennt ihr Privatleben von ihrem Berufsleben. Sie glaubt nicht einfach was man ihr erzählt, sondern macht sich selbst ein Bild und sie kämpft hartnäckig darum, dies zu schaffen. Das machte sie für mich gleich sympathisch.
Alle anderen agierenden Charaktere sind gut dargestellt, man ist sich nie sicher, wer auf Kates Seite steht oder wer ggf. nicht die Wahrheit spricht.

Schreibstil:
Durch den Schreibstil der Autorin flirrte die Spannung geradezu die ganze Zeit durchs Zimmer. Ich konnte gar nicht aufhören das Buch zu lesen. Durch die Ich-Perspektive kann man sich super gut in Kate Burkholder hineinversetzen. Linda Castillo hat viele Amische Begriffe integriert, was das Ganze noch greifbarer machte. Absolut begeistert haben mich vor allem ihre bildhaften Beschreibungen! Ich konnte die Umgebung direkt vor mir sehen, sehr detailreich und total realistisch. Die kurzen Kapitel haben erst recht dafür gesorgt, dass ich das Buch nicht weglegen konnte.

Persönliche Gesamtbewertung:
Mein erstes Buch von Linda Castillo und ich war sehr überrascht. Super viele bildliche Beschreibungen, interessante Story und mitreißender Handlungsstrang. Ich hatte das Buch in wenigen Stunden durch, weil ich durch die kurzen Kapitel nie aufhören wollte zu lesen. Ich kann das Buch empfehlen :-)

Bewertung vom 17.12.2018
Wo wir uns finden, 6 Audio-CDs
Sparks, Nicholas

Wo wir uns finden, 6 Audio-CDs


ausgezeichnet

Super romantisch! Hör-/Leseempfehlung für Lovestory-Fans!

Wie kam ich zu dem Hörbuch?
Ich habe das Hörbuch als Überraschungsgewinn erhalten. Ich habe bisher noch nichts von Nicholas Sparks gelesen/gehört.

Cover:
Aufgrund des Covers war ich irgendwie abgeschreckt von diesem Hörbuch. Es wirkt irgendwie langweilig und macht nicht den Eindruck, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt. Die dunklen Wolken lassen eher auf etwas Unheilvolles, Düsteres schließen.

Inhalt:
Tru lebt in den Tiefen von Simbabwe, arbeitet in einem Safari-Park und ist mit seinem Leben zufrieden. Eines Tages erhält er einen Brief von einem Mann, der angibt sein Vater zu sein. Daraufhin reist er nach Amerika. Dort trifft er auf Hope, die gerade in einer Krise steckt. Gemeinsam erleben sie eine schöne Zeit und Liebe auf den ersten Blick.

Handlung und Thematik:
Eine typische Liebesgeschichte, in der man absolut Gefühlsachterbahn fährt. Nicholas Sparks zeigt super gut, dass man seine Chancen nutzen muss und es nie zu spät ist, etwas zu ändern. Super schön und absolut mitreißend! Die Story wirkte sehr realistisch und besonders das Ende fand ich sehr schön. Das Hörbuch wurde nicht langweilig, ich habs absolut durchgesuchtet ;-)

Charaktere:
Tru ist ein Abenteurer, er genießt sein Leben in vollen Zügen und er ergreift Chancen, wenn er sie sieht. Ich habe mich allein schon wegen seines Alltages in Simbabwe in ihn verliebt! Seine offene Art und sein Optimismus trugen auch dazu bei, dass er mir gleich sympathisch war.
Hope ist das glatte Gegenteil von Tru. Sie ist eher zurückhaltend in ihrem Optimismus, hütet sich vor Abenteuern und liebt Sicherheit. Trotzdem ist sie mir sympathisch.

Sprecher:
Alexander Wussow hat die Geschichte sehr schön vorgelesen. Er hat eine angenehme Stimme, war gut zu verstehen und hat die entsprechenden Gefühle gut wecken können. Einzig und allein an manchen Stellen war ich verwirrt, wer gerade spricht, ob Hope oder Tru. Hier hätte ich mir manchmal noch ein bisschen mehr Variation in der Stimme gewünscht, aber das ist Jammern auf hohem Niveau ;-)

Persönliche Gesamtbewertung:
Super schönes, absolut romantisches Hörbuch das Lust auf mehr macht. Ich kannte bisher noch keine Liebesgeschichte, die von einem Mann geschrieben wurde und war absolut überrascht, dass es so emotional wird! Ich muss wohl meine offensichtlich vorliegenden Vorurteile über Bord werfen! Absolute Hör-/Leseempfehlung für Fans von Lovestories!

Bewertung vom 17.12.2018
Feuer und Blut Bd.1
Martin, George R. R.

Feuer und Blut Bd.1


sehr gut

Geschichtsbuch-Feeling - wenig Gefühle, wenig wörtliche Rede und mehr Zitate

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich habe bereits viel von George R.R. Martin gehört, ein paar Folgen Game of Thrones gesehen und war nun neugierig auf dieses neue Buch. Ich habe zuvor noch keins der Das Lied von Eis und Feuer-Bücher gelesen.

Cover:
Das Cover ist genial, es wirkt edel, schlicht aber irgendwie auch aufwändig. Das Siegel hat Erhebungen, es fühlt sich daher auch besonders an. Das tollste am Cover ist, dass es sich zu einer Karte aufklappen lässt, die den Stammbaum der Targaryen zeigt.

Inhalt:
Familie Targaryen ist drei Jahrhunderte vor der Serie „Das Lied von Eis und Feuer“ die bedeutendste Herrscherfamilie. Beginnend mit der Eroberung des Kontinents Westeros durch Aegon Targaryen mithilfe seiner Drachen über Bürgerkriege und Rebellion wird alles durch Erzmaester Gyldayn erzählt.

Handlung und Thematik:
Man wird bereits am Anfang durch viele Wanderungen, Besatzungen und Heiraten mitten ins Geschehen gezogen. Es dauert etwas, bis man sich an den die Erzählweise gewöhnt. Alle Handlungen im Buch werden wie in einem Geschichtsbuch beschrieben. Es handelt sich um die Außensicht auf die Geschehnisse, nicht um ein „direktes Miterleben“. Besonders das Thema Erbfolge und die Konsequenzen, wenn man sein Erbe nicht plant werden oft thematisiert. Schön fand ich es, dass man wirklich den gesamten Stammbaum (zumindest bis zu dem Punkt an dem das Buch geht) mitverfolgt. Die Karte von Westeros zu Beginn und am Ende des Buches hilft, sich bei den vielen vorkommenden Orten zurechtzufinden. Leider sind manche Orte wie z.B. Valyria nicht auf den Karten zu finden. Auch fehlen mir die Drachen auf der Stammbaum-Karte, diese gehören für mich irgendwie zu den Targaryens dazu.

Charaktere:
Es werden mega viele Charaktere beschrieben, leider nicht allzu persönlich, sondern mehr oberflächlich. Nicht nur Targaryens kommen vor, sondern auch viele andere Familien die man stellenweise schon von Das Lied von Eis und Feuer kennt. Auch viele Drachen werden erwähnt, sie sind allerdings nur Nebencharaktere.

Schreibstil:
Wie bereits unter „Handlung und Thematik“ beschrieben, ist das Buch mehr wie ein Geschichtsbuch geschrieben. Wer Gefühle, Gedanken und Hintergründe zu manchen Situationen oder Charakteren erwartet, wird enttäuscht. Es gibt so gut wie keine wörtliche Rede, sondern mehr Zitate und Berichte. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Anfangs war ich etwas erschlagen von der Menge an Orten, Personen und Geschehnissen. Wer das „Lied von Eis und Feuer“ kennt, tut sich hier vielleicht etwas leichter. Wenn man sich mal dran gewöhnt hat, ists ganz interessant. Es sind auch ein paar witzige Stellen dabei, die mich zum Schmunzeln gebracht haben, z.B. Tod durch Ausrutschen auf einer Darmschlinge.

Persönliche Gesamtbewertung:
Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, gefiel mir das Buch ganz gut. Ich denke, dass mir, dadurch dass ich „Das Lied von Eis und Feuer“ noch nicht (so gut) kannte, einiges noch sehr fremd vorkam. Trotzdem fand ich es sehr interessant und ich freue mich auf den zweiten Teil der Dilogie. Ich habe mir vorgenommen, die Serie „Das Lied von Eis und Feuer“ nachzuholen, weil mir der Aufbau der Welt und die fantastischen Ideen des Autors sehr gut gefallen. :-)

Bewertung vom 08.12.2018
Der letzte erste Song / First Bd.4
Iosivoni, Bianca

Der letzte erste Song / First Bd.4


ausgezeichnet

Mein erstes Buch der Firsts-Reihe und ich bin begeistert!

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen. Mir fielen die Firsts-Bücher schon ein paar Mal auf, aber besonders bei diesem Titel war ich sehr begeistert! Ich kannte zuvor noch keins der anderen Bücher.

Cover:
Die Cover der Firsts-Reihe finde ich alle besonders gelungen. Das Pärchen in schwarz—weiß und im Vordergrund den Titel mit den bunten Punkten finde ich auffällig, aber nicht zu überladen.

Inhalt:
Grace hat das Singen für immer aufgegeben. Als jedoch Masons Band eine Sängerin sucht, lässt sie sich überreden sich doch zu bewerben. Sie wird nicht nur Teil der Band sondern auch eine ganz besondere Freundin für Mason. Da beide vergeben sind, kann wohl nicht mehr daraus werden, oder doch?

Handlung und Thematik:
Bianca Iosivoni schaffte es, das Buch so aufzubauen, dass auch Leser direkt in die Story eintauchen können, die die Vorgänger-Bände nicht kennen. Die Handlung beginnt langsam, nimmt aber dann Fahrt auf. Einige emotionale Stellen sorgen dafür, dass man seine moralischen Vorsätze über Bord wirft und Grace nur sagen will: „Mach‘s doch einfach!“. Die Art und Weise wie Bianca Iosivoni die beiden zusammengeführt hat, fand ich großartig. Der Kampf gegen seine Selbstzweifel ist wichtig und wurde von der Autorin gut rübergebracht. Das letzte Drittel war der stärkste und emotionsreichste Teil des Buches. Ich war nur enttäuscht, als es dann so schnell vorbei war…

Charaktere:
Mason ist zu Beginn der gefühlte „Bad Boy“, der allerdings schnell zum gefühlvollen emotionalen Typen wechselt. Seine Fürsorglichkeit gegenüber Grace verschaffte ihm sofort einen Platz in meinem Herzen (vor allem mit seinem Hundeblick)!
Grace hatte es in ihrem Leben nicht leicht. Eine erfolgsfanatische Mutter und eine Schwester die zu weit weg ist machen es nicht leichter. Dennoch kämpft sie sich durch und überwindet ihre Ängste. Eine wahrlich starke Protagonistin!

Schreibstil:
Gefühlsachterbahn hoch drei (am Schluss)! Sowohl Prickel- als auch Sehnsuchts-Momente kann man in diesem Buch finden. Bianca Iosivonis Schreibstil ist großartig! Die Beschreibungen der Gedanken der Protagonisten fand ich sehr gelungen. Anfangs war es mir zwar minimal zu wenig Action, aber das hat der Schluss eindeutig wieder wett gemacht! Mein Favorit-Moment war der Teil, als Grace von ihrer fehlenden Unterwäsche berichtet hat, da hat es mich fast von der Couch gedreht.

Persönliche Gesamtbewertung:
Ein super Buch, das man auch als Reihenquereinsteiger gut lesen kann. Als Musikliebhaber sprach mich das Buch von der Grundhandlung her total an. Ich konnte gut folgen und das Buch ließ sich leicht lesen. Ich hatte trotzdem während des Lesens das Gefühl, dass es für die "Stammleser" der Reihe nochmal ein paar schöne Augenblicke mehr gab. Trotzdem kann ich das Buch allen Liebesroman-Lesern empfehlen ;-)

Bewertung vom 08.12.2018
Ein Geschenk von Bob / Bob, der Streuner Bd.3 (2 Audio-CDs)
Bowen, James

Ein Geschenk von Bob / Bob, der Streuner Bd.3 (2 Audio-CDs)


sehr gut

Die Bedeutung von wahrer Freundschaft, leider mit einem schwachen Sprecher

Wie kam ich zu dem Hörbuch?
Ich habe erst vor wenigen Wochen Bob der Streuer gelesen und dann den Film angesehen. Ich bin nun ein richtiger Bob-Fan!

Cover:
Bob ist auf diesem Bild super sympathisch getroffen! Er kuckt neugierig, aber selbstsicher in die Kamera. Das perfekte Bob-Weihnachtsbild!

Inhalt:
Ein besonders harter Winter verlangt Bob und James einiges ab. Dennoch lassen sich die beiden nicht unterkriegen, auch wenn das Geld für Heizung, Essen und Warmwasser knapp ist.

Handlung und Thematik:
Wieder eine herzerwärmende Geschichte von Bob und James. James Berichte über sein Leben mit Bob sind einfach schockierend ehrlich und mitreißend. Wie er seinen Kampf um ein besseres Leben beschreibt zerbricht einem das Herz. Er beweist wieder einmal, was für ein guter Freund Bob ist und wie sehr er ihm hilft.

Charaktere:
Sowohl Bob als auch James sind wieder super sympathisch. Auch in diesem Bericht erkennt man gut, wie schwer die beiden es im Jahre 2010 hatten. Besonders beeindruckend sind die Beschreibungen von Bob, man kann ihn sich super gut vorstellen und James‘ Annahmen bezüglich Bob’s Gedanken klingen schlüssig.

Sprecher:
Das einzige Manko dieses Hörbuches war wirklich der Sprecher Carlos Lobo. Ich wurde absolut nicht warm mit ihm. Besonders die Art wie er Geste aussprach hat ihn sehr unprofessionell wirken lassen. Bei ihm hörte sich Geste wie Gäste an. Auch andere Wörter und Passagen waren dabei, die ich schrecklich fand, aber Geste hat sich bei mir eingebrannt… Theoretisch hätte Carlos Lobo eine angenehme stimme, er las das Buch aber absolut gefühllos vor…

Persönliche Gesamtbewertung:
Wieder eine atemberaubende Story aber leider mit einer völlig falschen Sprecher-Besetzung. Das Wort Geste/Gäste hat sich bei mir eingebrannt und erinnert mich negativ an diesen Sprecher. Ich hätte mir doch lieber das Buch holen sollen… Der Rest war einfach perfekt!

Bewertung vom 08.12.2018
Lästige Liebe, 5 Audio-CDs
Ferrante, Elena

Lästige Liebe, 5 Audio-CDs


weniger gut

Leider absolut gar nicht mein Fall…

Wie kam ich zu dem Hörbuch?
Ich habe das Hörbuch als Überraschungsgewinn erhalten.

Cover:
Das Cover finde ich irgendwie unheilvoll und mysteriös. Die abgebildete Stadt wirkt unfreundlich. Auf den ersten Blick scheint es, als wären die Häuser von der Sonne erleuchtet, aber es handelt sich nur um einen gelben Farbverlauf der leider nichts mit der Sonne zu tun hat, ansonsten würde man es mehr in den Fenstern erkennen können, es wirkt eher gestellt.

Inhalt:
Delias Mutter Amalia ist im Meer ertrunken. Daraufhin kehrte Delia in ihre verhasste Heimatstadt Neapel zurück um dem Tod ihrer Mutter auf die Spur zu kommen.

Handlung und Thematik:
Leider konnte mich das Hörbuch nicht wirklich fesseln. Es gab etliche Sprünge von der Gegenwart in die Vergangenheit und die Protagonistin war sich ihrer Gefühle wohl nie sicher. Ihr Ziel war eigentlich nicht erkennbar. Die Autorin hat gut die Thematik von psychischen Problemen aufgrund einer schweren Kindheit dargestellt, allerdings hätte ich mir mehr gewünscht, dass dies einem roten Faden folgt (so einen haben ich nämlich nicht erkannt). Das Ende war für mich genauso schwach wie der Anfang und der Mittelteil. Verglichen mit einer Autofahrt wirkte diese Story wie jemand der im Schritttempo fährt immer bremst, Zick-Zack fährt und dann in Moskau statt in Rom ankommt…

Charaktere:
Delia ist leider das absolute Gegenteil eines starken Charakters. Sie weiß nicht wer sie ist, was sie gern hat und was sie nicht gern hat. Sie handelte absolut unlogisch und machte Sachen, die sie eigentlich nicht tun will… Im Anschluss macht sie das glatte Gegenteil von dem was sie sich vorgenommen hat und erkennt, dass es falsch war.
Einige andere Charaktere kamen zwar vor, waren jedoch noch weniger (liebevoll) ausgearbeitet wie Delia.

Sprecher:
Das Highlight dieses Hörbuches war eindeutig die Sprecherin! Ich fand Eva Mattes Einsatz an Stimme perfekt. Sie war der Grund, warum ich nicht abgebrochen habe. Sie hat eine angenehme Stimme, der man gerne zuhört. Die Art und Weise wie sie manche Wörter ausspricht fand ich großartig! Man konnte ihr gut folgen und es gab nichts zu meckern.

Persönliche Gesamtbewertung:
Leider war die Handlung absolut gar nicht mein Fall. Auch die Charaktere fand ich unterdurchschnittlich. Die Sprecherin Eva Mattes fand ich hingegen grandios. Ich hoffe bald wieder etwas von ihr zu hören. Von Elena Ferrante habe ich erstmal genug. Theoretisch wäre der starke psychische Druck unter dem Delia litt interessant gewesen, allerdings verwirrten mich die Zeitsprünge und ich konnte keine Sympathie zu ihr aufbauen. Auch das Ende fand ich irgendwie schwach, da es von Anfang an auf so etwas hingedeutet hat. Absolut keine Überraschungen und keine spannenden Momente. Kann das Hörbuch leider nicht empfehlen.

Bewertung vom 08.12.2018
Der Aufstand / Vollendet Bd.2
Shusterman, Neal

Der Aufstand / Vollendet Bd.2


ausgezeichnet

Neal Shusterman's Repertoire ist noch lange nicht am Ende!

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?

Mir hat der erste Teil super gut gefallen, daher musste ich auch die Fortsetzung lesen. Auch andere Bücher des Autors (Scythe) finde ich super gut.

Cover:
Das Cover ist im Stil des ersten Covers. Leider finde ich das Gesicht irgendwie langweilig, das vom ersten Teil (Vollendet – Die Flucht) hat mir besser gefallen. Auch hier wird durch die „Teile“ die Umwandlungsthematik dargestellt.

Inhalt (Achtung, spoilert ggf. den ersten Teil!):
Connor und Risa sind aus dem Ernte-Camp entkommen. Auch haben sie es geschafft, das Höchstalter für die Umwandlung zu reduzieren. Leider wird ihr Leben dadurch nicht leichter. Connor kämpft mit seiner neuen Stellung als Admiral-Nachfolger, während Risa zur Fürsprecherin der Umwandlung wird. Was ist passiert? Finden die beiden wieder zusammen?

Handlung und Thematik:
Wie bereits der erste Teil, ist auch hier wieder Spannung und Action angesagt! Nachdem ich im ersten Teil dachte, dass mich das Organspende-Thema nicht noch mehr schocken kann, hat es Neal Shusterman wieder geschafft, mich zu überraschen. Am beeindruckendsten und anregendsten fand ich den folgenden Satz: „Gewöhnt sich eine kranke Gesellschaft so sehr an ihre Krankheit, dass sie irgendwann nicht mehr weiß, wie es ist, gesund zu sein?“ (S. 338). Hier sieht man gut, mit welchen Fragen sich der Autor beschäftigt hat und wie tiefgründig der Roman wirklich ist (obwohl es „nur“ ein Jugendbuch ist).

Charaktere:
Die beiden altbekannten Charaktere Connor und Risa sind auch hier wieder mit am Start. Ich fühlte mich durch die beiden gleich wieder wie Zuhause ;-)
Auch zwei weitere spannende Charaktere kommen hinzu: Starkey und Cam. Beide sind mir gleich total unsympathisch gewesen, was ich total klasse finde. Bei Cam bin ich mir nicht sicher, ob es an meinen „Vorurteilen“ lag.

Schreibstil:
Neal Shustermen ist seinem Stil treu geblieben. Die Story ist spannend und mitreißend erzählt. Es gibt wieder einige Überraschungen. Gut fand ich das Quiz zu Beginn, so konnte man sich gleich wieder die verwendeten Begriffe wie Klatscher, Storchen, … ins Gedächtnis rufen. Auch die bekannten „Zitateinblendungen“ zwischen den Kapiteln waren wieder dabei. Ich hatte in diesem Buch mehr das Gefühl alles zu „Sehen“, ich denke daher, dass es mehr bildliche Beschreibungen gab als im ersten Teil. Auch hier waren die Kapitellängen wieder perfekt.

Persönliche Gesamtbewertung:
Ein Muss für alle, die bereits den ersten Teil gelesen haben. Ich bin mir nicht sicher, ob ich diesem Buch hätte folgen können, wenn ich „Vollendet – Die Flucht“ nicht gelesen hätte. Ich empfehle daher, zuerst den ersten Teil zu lesen. Ein gelungenes Jugendbuch mit einem brisanten Thema das jeden interessieren sollte. Ich freue mich schon sehr auf die nächsten beiden Teile!

Bewertung vom 08.12.2018
Vox
Dalcher, Christina

Vox


ausgezeichnet

Ein Roman, der mich wütend machte und bewegte

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Das Buch ist an vielen Stellen Diskussionsthema Nr. 1 gewesen, daher musste ich es auch lesen.

Cover:
Das Cover ist sehr einfach gehalten. Eine Frau, deren Mund vom roten X des Titels verdeckt wird deutet schon an, dass es sich um ein Sprechverbot handeln muss.

Inhalt:
Der falsche Präsident an der Macht kann dazu führen, dass die Welt wie wir sie kennen aus den Fugen gerät. Das Gesetz schreibt vor, dass jede Frau nur noch 100 Wörter am Tag sprechen und nicht mehr zur Arbeit gehen darf. Die Frauen werden unterdrückt und entmündigt.

Handlung und Thematik:
Die Unterdrückung der Frau hat mich noch nie so mitgenommen wie in diesem Roman. Ich war schockiert und wütend zugleich. Diese dystopische Vorstellung ist leider nicht ganz abwegig, wenn man sich so manche politischen Entwicklungen in der heutigen Zeit und auch in der Vergangenheit ansieht. Selbst wenn Änderungen gegen das Grundgesetz sind, schaffen manche Machthaber trotzdem diese durchzusetzen. Mir wurde während des Lesens immer wieder bewusst, dass ich ohne Wörter nicht leben könnte. Die Wörter und vor allem auch die Sprache machen den Menschen zu dem was er bzw. sie ist. Ab der Hälfte bekam das Buch einen leichten Thriller-Touch, das fand ich ganz spannend.

Charaktere:
Jean ist (bedingt durch das neue System) Hausfrau und Mutter von vier Kindern. Die frühere Wissenschaftlerin bereut sehr, dass sie nicht für ihr Recht gekämpft hat, als sie noch die Möglichkeit hatte. Ich fieberte ab der ersten Seite total mit ihr mit. Sie ist mir super sympathisch und ich konnte ihre Hassgedanken total nachvollziehen.

Schreibstil:
Christina Dalcher hat einen sehr überzeugenden, realistischen und vor allem mitreißenden Schreibstil. Sie löste bei mir einen absoluten Hass auf die gesamte männliche Bevölkerung aus. Die Handlung ist durchaus denkbar, was total erschreckend ist. Die medizinischen Hintergründe im späteren Verlauf der Handlung wurden gut erklärt. Einzig und allein Zeitangaben zu Kapitelbeginn wären toll gewesen, da ich manchmal verwirrt war, wann die Autorin von der Vergangenheit berichtet und wann von der Gegenwart.

Persönliche Gesamtbewertung:
Dieser Roman löste bei mir Wut und Entsetzen aus. Die absolut mitreißende Story ist ein Muss für jede Frau. Christina Dalcher hat das Thema der Unterdrückung der Frau super dargestellt. Fehlende Zeitangaben verwirrten mich stellenweise, aber das ist wirklich ein Luxusproblem. Ich will mehr von Christina Dalcher lesen!

Bewertung vom 08.12.2018
Undying - Das Vermächtnis
Spooner, Meagan; Kaufman, Amie

Undying - Das Vermächtnis


ausgezeichnet

Meine Erwartungen wurden übertroffen! Spannender Auftakt.

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen.

Cover:
Ich liebe die Farbe Lila, daher finde ich das Cover sehr toll. Abgebildet sind zwei Personen, allerdings musste ich bei der oberen genauer hinsehen, um zu erkennen, dass es ein Mädchen ist und kein Vogel oder ähnliches. Die Muster deuten auf etwas Fantasy-mäßiges hin.

Inhalt:
Amelia ist als Plünderin auf den Planeten Gaia gereist um etwas Geld zu verdienen. Dabei trifft sie auf Jules, der aufgrund einer Botschaft eine Forschungsmission auf dem gleichen Planeten unterstützen will. Beide könnten nicht unterschiedlicher sein. Trotzdem hat keiner der beiden ohne den anderen eine Chance. Sie bilden eine Zweckgemeinschaft und erleben dabei ein ganz besonderes Abenteuer.

Handlung und Thematik:
Die Handlung ist sehr Science Fiction-haltig. Anfangs war ich skeptisch, allerdings hatte es mit der Zeit viel von Indiana Jones und es machte mir mehr und mehr Freude weiterzulesen. Eine schöne Geschichte darüber, dass auch Menschen, die sich anfangs nicht leiden können, zusammenhalten können.

Charaktere:
Amelia weiß wie es ist, nichts zu haben und für Gerechtigkeit zu kämpfen. Das machte sie gleich sympathisch. Auch Jules war mir gleich sympathisch, weil er einfach offen aber sehr ahnungslos (äußerte sich ja vor allem durch seine übertriebene neue Ausrüstung) war. Leider waren beide nicht ganz ehrlich zueinander, was mir einfach zeigte, dass es sich um sehr junge Leute handeln muss. Die beiden wuchsen mir ans Herz und ich fieberte immer mehr mit ihnen mit.

Schreibstil:
Das Buch ist leicht zu lesen und die Zeit verging damit sehr schnell. Man merkte nicht, dass es sich um zwei verschiedene Autorinnen handelt. Die Kapitel hatten eine gute Länge. Besonders die bildlichen Beschreibungen und die ausgeklügelten Rätsel fand ich genial. Auch die speziellen Wörter von Jules (z.B. Mehercule) waren super. Mir wurde mit diesem Buch nicht langweilig und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Persönliche Gesamtbewertung:
Auch wenn ich anfangs wegen des Science-Fiction-Szenarios skeptisch war, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Besonders die Rätsel und die bildlichen Beschreibungen fand ich gelungen. Fans von Indiana Jones könnten auch dieses Buch mögen. Die Charaktere sind sehr jugendlich im Verhalten, dennoch waren ihre Handlungen schlüssig. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.