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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Ninni
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Danksagungen: 8 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 26 Bewertungen
Bewertung vom 17.08.2020
Das war die schönste Zeit
Sanderson, Jane

Das war die schönste Zeit


ausgezeichnet

"Das war die schönste Zeit" ist die Liebesgeschichte von Alison und Dan und beginnt in den späten 70er Jahren.
Dan und Ali sind zwei Jugendliche mit unterschiedlichem familiärem Hintergrund. Alison und ihr Bruder wachsen bei der alkoholabhängigen Mutter mit wenig Geld auf. Daniel hingegen wächst wohlbehütet und ohne Geldsorgen auf. Die damals aktuelle Musik spielt eine große Rolle in ihrer Liebesgeschichte.
Nach einem schrecklichen Vorfall verlässt Alison überstürzt Sheffield und damit auch ihre erste große Liebe.

Nun 30 Jahre später sind beide verheiratet und haben Kinder. Sie ist eine erfolgreiche Autorin und er ist
Musikjournalist. Beide leben auf unterschiedlichen Kontinenten und haben sich seitdem nicht wieder gesehen. Durch
Zufall kommt Dan auf Alisons Twitteraccount und sie beginnen einander Songs zu schicken.
Nun fragen sie sich "Was, wenn all das, was hätte sein können,
noch vor dir liegt?"

Das Buch ist im Wechsel zwischen damals und heute geschrieben. Man bekommt die Gefühle von beiden mit und die Musik kommt nicht zu kurz. Denn das Besondere an dem Buch ist die Musik, die die beiden miteinander verbindet und mit der Spotify-Playlist kann man selber reinhören und das finde ich, gibt dem Buch einen ganz besonderen Tatsch.

Ein schönes Buch über die Liebe und die Musik, sehr zu empfehlen! :)

Bewertung vom 30.04.2020
Das Haus der Frauen
Colombani, Laetitia

Das Haus der Frauen


sehr gut

Paris, heute: Die Anwältin Solène begibt sich nach einem Burn-Out in psychologische Behandlung und wird angehalten, sich ehrenamtlich zu betätigen. So kommt sie in das Haus der Frauen in Paris, in dem sie für die Bewohner als Briefeschreiberin arbeiten soll. Sie lernt die vielen Schicksale der dort lebenden Frauen kennen und merkt bald, dass ihre Tätigkeit viel mehr ist, als schreiben für Frauen, die es nicht können.

Paris, 1925: die Offizierin der Heilsarmee, Blanche Peyron, setzt sich für Obdachlose und Arme ein, deren Not durch den Ersten Weltkrieg und Wirtschaftsprobleme entstanden ist. Viele davon sind Frauen und so gründet sie allen Widerständen zu Trotz den „Palais de la Femme“, der den Frauen auch 100 Jahre später noch Zuflucht bietet.

Das Buch lässt sich trotz des nicht einfachen Themas leicht lesen und berührt vor allem durch die vielen Einzelschicksale im heutigen Paris und den Schwierigkeiten, die Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf sich nehmen mussten.

Die Geschichte des Frauenhauses ist gut recherchiert, sollte meiner Meinung nach jedoch mehr im Vordergrund stehen. Das tut in diesem Buch Solène mit ihrem Leben; auch die Einzelschicksale der Frauen sind ein wenig Klischeehaft und nach Schablone geschrieben. Hier hat es mir ein wenig an Tiefe gefehlt. Probleme wie zum Beispiel die Genitalverstümmelung von Frauen in afrikanischen Ländern werden nur kurz und oberflächlich angerissen, auch wenn sie nicht das Hauptthema des Buches sein sollten.

Alles in allem ist es ein gut geschriebenes Buch, das gut und gerne noch ein paar Seiten länger hätte sein können. Ebenso ist mir das Cover ein wenig zu klischeehaft gestaltet.

Bewertung vom 05.11.2019
Hetty Flattermaus fliegt hoch hinaus / Hetty Flattermaus Bd.1
Roeder, Annette

Hetty Flattermaus fliegt hoch hinaus / Hetty Flattermaus Bd.1


ausgezeichnet

Die kleine Hetty wächst mit ihrer Fledermausmama Hulda in der Dachgaube auf. Ihre Mama hütet sie wo es nur geht und ist eine sehr führsorgliche Mutter, doch Hetty sieht das alles etwas anders und ist allzeit bereit für ein neues Abenteuer. Es werden kleine niedliche Details beschrieben, die man bei Kindern nur zu gut kennt, angefangen beim täglichen Waschen, denn Hetty findet das Ritual des Öhrchenputzen nicht gerade als ihre Lieblingsbeschäftigung.

Das Buch ist sehr schön geschrieben und ist perfekt zum Vorlesen. Die leichten Sätze und Wortkonstellationen machen es für Kinder einfach den Inhalt zu verstehen und können sich so sehr schön in das Buch versetzen. Die bezaubernden Zeichnungen bestärken die Vorstellungskraft noch mehr und man fühlt sich mitten drin.

Ein sehr schön geschriebenes Kinderbuch zum Vorlesen, aber auch schon zum selberlesen geeignet. Durch die kurzen Kapitel werden die Kinder angeregt noch ein Kapitel zu lesen.

Meiner Meinung nach eine sehr süße Geschichte und nur zu empfehlen!

Bewertung vom 10.07.2019
ALLES WAS ICH DIR GEBEN WILL
Redondo, Dolores

ALLES WAS ICH DIR GEBEN WILL


gut

Álvaro Muniz de Davila stirbt bei einem Autounfall. Als sein Ehemann Manuel Ortigosa das erfährt, implodiert sein ganzes bisherigen Leben und alles, woran er bisher geglaubt hat. Manuel fährt nach Galicien, an den Unfallort, und erfährt dort, dass Álvaro jahrelang ein Doppelleben geführt hat und außerdem adileiger Herkunft ist. Manuel ist ziemlich geschockt vom Tod seines geliebten Mannes, aber auch ob der massiven Lügen. Schnell stellt sich zudem heraus, dass Alvaro ermordet wurde.
Manuel und Nogueira, ein Polizist frisch im Ruhestand versuchen nun den Mord aufzuklären.

Die Geschichte ist, wie die Dicke des Buchs schon voraussagt, äußerst detailliert beschrieben mit dem ein oder anderen Ausflug in Richtungen, die die Handlung nicht unbedingt vorantreiben. Ebenso kam mir der Roman nicht wie ein Kriminalroman vor, da er an manchen Ecken eher einer spanischen Telenovela geglichen hat und die Charaktere nicht immer einen großen Wiedererkennungswert hatten. Dennoch ist der Roman gut zu lesen und mit einigen eindrucksvollen Passagen geschmückt, die in einem die Lust wecken, nach Galicien zu reisen.

Größter Kritikpunkt des Buches ist jedoch die Vorhersehbarkeit der Geschichte. Dadurch hat sich das letzte Drittel ein wenig gezogen und war an manchen Stellen ein wenig langweilig, da recht offensichtlich war, wie die Geschichte zusammenhängt. Auch konnte ich manche Handlungen und Verhaltensweisen der Hauptperson nicht immer nachvollziehen und hatte Schwierigkeiten, mich in ihn hineinzuversetzten.

Interessant war jedoch, wie aktuelle Themen im Roman aufgegriffen und verarbeitet wurden.

Alles in allem ist es ein ganz netter Familienroman der gut geschrieben ist und Fans von dunklen Familiengeheimnissen sicher begeistern kann.

Bewertung vom 10.03.2019
Stella
Würger, Takis

Stella


ausgezeichnet

Ich möchte hier nicht zu viel vom Inhalt preisgeben, da ich selbst immer nichts vorweg genommen haben möchte:
Wir befinden uns im Jahr 1942 in Berlin. Der junge Friedrich wollte hier sein Kunststudium abschließen und lernt Kristin kennen. Sie ziehen nachts durch Berlin und Friedrich erfährt in einer dieser Nächte, dass Kristin gelogen hat. Ihr wahrer Name ist Stella und sie ist Jüdin. Sie wird von der Gestapo enttarnt und muss nun eine schweren Entscheidung treffen.

Der Autor schafft es historische Fakten mit einlaufen zu lassen, ohne daß es langweilig rüberkommt. Man kann in die Vergangenheit eintauchen und durch die Ich-Perspektive den Hauptfiguren sehr nah sein.
Man versetzt sich sehr schnell in die Zeit damals in Berlin hinein und fühlt mit Friedrich und Stella mit.

Wer historische Bücher mag, sollte das Buch auf alle Fälle lesen!!

Bewertung vom 15.11.2018
Bienenkönigin
Praxmayer, Claudia

Bienenkönigin


weniger gut

In der Bienenkönigin fasst die Autorin ein sehr wichtiges und auch aktuelles Thema auf, nämlich das Bienensterben. Auch die Idee der Geschichte ist an sich nicht schlecht, aber: hätte vorne nicht Thriller drauf gestanden, wäre ich von alleine nicht drauf gekommen, dass es einer ist. Für mich ist es ein Roman mit einer guten Idee, bei dem es aber an der Umsetzung mangeld.
Zuerst einmal: wieso probieren es deutsche Autoren immer wieder, ihre Geschichte in den USA spielen zu lassen? In 90% der Fälle, und so auch hier, wirken die Personen nicht authentisch, zu übertrieben und ohne die nötige Tiefe. So kann man sich als Leser kaum mit ihnen identifizieren, was bei mir auch bei der Hauptprotagonistin der Fall war. Zudem war ich von Mel ab einem gewissen Zeitpunkt genervt, ihre emotionalen Sprünge wirkten extrem und die Figur blieb durch das ganze Buch hinweg ein wenig farblos. Aber auch die anderen Akteure und Settings wirkten größtenteils sehr aufgesetzt, es war ein wenig, als würde man einen schlecht gemachten Kitschfilm schauen.
Um der Tatsache gerecht zu werden, ein Thriller zu sein, mangeld es dem Buch ein "wenig" an Tempo und, eine für einen Thriller vielleicht recht wichtige Note, an Spannung. Wenn man bei anderen Büchern das Problem hat, es nicht weglegen zu können, war hier das genau umgekehrte der Fall. Man wollte das Buch weglegen.
Fazit: ein Buch mit einem wichtigen Thema und einem schönen Cover. Und eher zähen 345 Seiten dazwischen.

Bewertung vom 01.09.2018
Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit
Douglas, Claire

Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit


gut

Frankie und Sophie waren unzertrennliche Freundinnen, bis Sophie spurlos verschwand. 18 Jahre danach findet man Leichenteile einer Frau, welche vermutlich zu Sophie gehören. Daniel und Frankie glauben nicht an einen Unfall und beginnen zusammen nachzuforschen, was damals wirklich geschah.

Man erfährt in dem Buch nach und nach die persönlichen Gedanken von Sophie, Daniel und Frankie, wodurch man sich gut einsetzen konnte.
Ich persönlich bin ein sehr großer Thriller-Fan, doch der Schreibstil hat mich während des Buches sehr gestört. Es wird im Wechsel von Sophie und Frankies Sicht geschrieben und ähnelt einem Tagebuch-Stil.
Die Autorin Claire Douglas bringt jedoch immer wieder unerwartete Wendungen in ihr Buch, womit ich nicht gerechnet hätte, obwohl ich anfangs dachte, das ich weiß wie die Story ausgeht.

Da mich der Schreibstil aber enorm gestört hat, leider nur 3 Sterne.

Bewertung vom 13.03.2018
Erbin des Lichts / Silberschwingen Bd.1
Bold, Emily

Erbin des Lichts / Silberschwingen Bd.1


weniger gut

Kurz vor ihrem 16. Geburtstag leidet die Schülerin Thorn plötzlich unter schweren Rückenschmerzen und sieht Dinge, die eigentlich nicht da sein können. Einer ihrer Mitschüler, Riley, erklärt ihr, dass sie eine Silberschwinge ist, ein Wesen mit Flügeln und übermenschlichen Kräften. Als Halb-Schwinge, Halb-Mensch ist sie jedoch dem Tode geweiht: Der Sohn des Clanoberhaupts, Lucien, soll Thorn ausschalten.

Das Buch trieft nur so von Klischees, was dem Leser allerdings klar sein sollte, wenn er sich auf einen Jugend-Roman mit Liebesgeschichte und Fantasy einlässt.

Ich hatte beim Lesen allerdings einige Schwierigkeiten mit der Protagonistin. Sie kam mir ziemlich dumm und naiv vor, was bei fast-16-jährigen in gewissem Maße noch tolerierbar ist, ich musste allerdings ein paar Mal zu oft beim Lesen mit den Augen rollen. Ihre Schlussfolgerungen und Handlungen auf (manchmal recht skurrile) Situationen waren einige Male nicht ganz nachvollziehbar.

Der andere Protagonist, Lucien, war schon etwas besser. Er hat immerhin seine Ideale gut vertreten, auch wenn er in Sachen Gefühlen sehr sprunghaft war, was dann wiederum auch sehr gestört hat. So ist er zu einem Zeitpunkt noch mit einer 16-jährigen Silberschwinge verlobt und kann Thorn nicht ausstehen, ändert aber innerhalb von ein paar Seiten seine Meinung komplett. Nicht sehr überzeugend.

Die Geschichte an sich ist eine gute Idee, jedoch meiner Meinung nach nicht bis zum Ende gedacht und auch nicht gut ausgeführt. Hierbei handelt es sich zwar um den ersten Band einer Reihe, dennoch gibt es einfach zu viele Informationen und Themen, die angeschnitten werden und nie zu Ende geführt werden. Das allfällige Liebesdreieck kommt natürlich auch vor, ist jedoch ebenfalls nicht überzeugend.

Ein letzter Punkt, der mich ziemlich aufgeregt hat, war die Sprache an manchen Stellen. Thorn scheint nicht in der Lage zu sein, normal reden oder schreien zu können. Sie ist immerzu am kreischen. Dieses Wort verursacht einem beim häufigen Lesen einiges an Kopfschmerzen. Und die Idee einer deutschen Autorin, die Handlung in den englischsprachigen Raum zu legen, ist an sich ja nicht verwerflich. Auch die Namensgebung der Protagonisten kann dementsprechend gerne gewählt werden. Mir hat es jedoch jedes Mal die Nackenhaare aufgestellt, wenn Lucien Thorn „meine kleine Dorne“ genannt hat. Das klingt leider wie eine unglaublich schlechte deutsche Übersetzung aus dem Englischen.

Bewertung vom 05.01.2018
Ivy und Abe
Enfield, Elizabeth

Ivy und Abe


weniger gut

Das Buch beschäftigt sich mit der Frage, ob es den einen richtigen Moment gibt, um den Partner des Lebens zu finden und wann der richtige Zeitpunkt ist, um sich zu verlieben.

Ivy und Abe begegnen sich in dem Buch in unterschiedlichen Situationen und zu verschiedenen Zeiten. Der Handlungsstrang verläuft dabei rückwärts, beginnend im Jahr 2026, als Ivy 71 Jahre alt ist und endet 1965, als sie noch ein Kind von 10 Jahren war.

Man erwartet ein Buch, bei dem sich ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Tatsächlich hat man jedoch 11 Kurzgeschichten, in denen die Protagonisten lediglich die gleichen Namen haben und ansonsten keinen Zusammenhang vorweisen. Nach zwei Kapiteln ist die aufgebaute Spannung leider weg und die übrigen Situationen sind zwar recht schön, aber meines Erachtens ein wenig langweilig. Die Geschichten wirken recht oberflächlich, schön wäre es gewesen, wenn in jeder Geschichte die gleichen Charaktere die Liebe immer ein wenig anders erlebt hätten (z.B. häusliche Gewalt, Thematisierung von Tabuthemen…).

Durch die Kürze der Geschichten fehlt es den einzelnen ein wenig an Tiefe und sie wirken recht farblos und ohne große Emotionen.

Alles in allem ist das Thema des Buches eine gute Idee (wenn auch keine neue) und meiner Meinung harkt es ein wenig an der Umsetzung

Bewertung vom 05.09.2017
Als die Träume in den Himmel stiegen
McVeigh, Laura

Als die Träume in den Himmel stiegen


ausgezeichnet

In dem Roman geht es um das Mädchen Samar und ihre Flucht aus Afghanistan. „Es gibt Reisen, die wir niemals unternehmen wollten. Und dennoch treten wir sie an, weil es der einzige Weg ist, um zu überleben. Dies ist meine Reise.“ Samar muss mit ihren Eltern und Geschwistern aus ihrem gelben Haus mit Mandelbaum in Kabul vor den Taliban flüchten und kommt in ein Dorf im Hindukusch. Doch auch von dort müssen sie fliehen, über die Grenzen des Landes hinaus. Und so sind sie gezwungen, eine Reise aufzunehmen, die sie sich so nie vorgestellt hatten und nicht wissen, wo sie hinführt.
Das Buch hat mich zeitweise wirklich sprach- und fassungslos zurückgelassen. Es war teilweise sehr erschreckend zu lesen, was ein so junges Mädchen in ihrem Alter schon alles erleben musste und durchzustehen hatte. Der Schreibstil des Buches war zu Beginn an ein wenig holprig und liegt irgendwo zwischen Kriegsroman und Familienroman, da über den Krieg aus Samars Sicht erzählt wird und ihr Stil sehr nüchtern und ohne große Gefühle ist. Sie erzählt oft distanziert von den Ereignissen und diese kommen auch Schlag auf Schlag, sodass manchmal ein wenig an Tiefe fehlt. Trotz allem hat mich das Buch sehr gefesselt und mitgenommen in eine Welt, die man hoffentlich selber nie erleben wird. Zurecht wird das Buch mit Khaled Hosseinis „Drachenläufer“ verglichen.