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Benutzername: nasa2000
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Bewertungen

Insgesamt 67 Bewertungen
Bewertung vom 29.09.2020
Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann!
Greiner, Lena;Padtberg-Kruse, Carola

Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann!


weniger gut

Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann! von Lena Greiner und Carola Padtberg sollte wieder eines ihrer Bücher mit witzigen Sammlungen voller verrückter Lehreranekdoten und Schulzeiterinnerungen von SPIEGEL Lesern sein. Es hätte wieder lustig werden sollen, doch mich hat es nicht angesprochen. Die Anekdoten und Geschichten waren teilweise schon extrem und ich konnte nur mit dem Kopf schütteln.  

Die Autorinnen versuchten mit aller Macht etwas lustiges zu produzieren und das auf kosten von Lehrern. Und im Endeffekt war es nicht mal lustig. Klar haben Lehrer ihre Spleens. Wer hat die aber nicht? Nur fällt es bei Lehrern vermehrt auf da sie einen Beruf gewählt haben, bei dem sie den ganzen Tag unter Beobachtung stehen. Allerdings war ich echt sprachlos was sich so mancher Lehrer dabei noch zusätzlich erlaubt. Auch fragt man sich automatisch bei so viel unqualifizierten Lehrern die hier beschrieben wurden, wie sie ihren Beruf über Jahrzehnte ausüben konnten.

Die Storys sind aber meist schon sehr alt die hier wieder gegeben wurden. Es waren vermehrt Kleine Berichte aus den 80iger und 90iger Jahren. Was das Buch etwas auflockerte und lustiger machte waren die Comichaften Illustrationen. Diese waren ansprechend und humorvoll. Mal gut das man solche Bücher nicht wie Romane an einem Stück lesen muss. So konnte man es Häppchenweise lesen und dabei den Kopf schütteln.

Bewertung vom 11.09.2020
Wer auf dich wartet (eBook, ePUB)
Lodge, Gytha

Wer auf dich wartet (eBook, ePUB)


sehr gut

Wer auf dich wartet ist der zweite Fall für DCI Jonah Sheens und sein Team. Nachdem ich den ersten Teil von Gytha Lodge gelesen habe und dieser mir sehr gut gefallen hat, freute ich mich auf dieses Buch. Und auch der zweite Teil konnte mich überzeugen. Er ist spannend und fesselt den Leser. 

Aidan will abends mit seiner Freundin Zoe skypen. Als die Verbindung steht sieht er nur einen leeren Raum. Zoe scheint im Badezimmer zu sein und plötzlich taucht ein Schatten auf. Aidan hört einen Kampf und dann ist es still. Ist Zoe was geschehen? Aidan hadert mit sich, meldet es aber der Polizei. Nur komisch das Aidan die Adresse seiner Freundin angeblich nicht kennt. Als die Polizei Zoes Wohnung ausfindig macht, finden sie die junge Frau tot in der Badewanne. War es Selbstmord oder doch Mord? 

Gytha Lodge hat einen leichten und sehr flüssigen Schreibstil, so kommt man gut in die Geschichte rein. Zudem erzählt sie die Geschichte auf zwei Zeitebenen und aus verschiedenen Blickwinkeln. So erfährt man wie die Polizei arbeitet, aber auch was in den letzten Monaten vor Zoes Tot geschah. 

Die Autorin beschreibt sehr eindrucksvoll die Polizeiarbeit und das nicht immer alles rund läuft. Sie schafft es auch den Leser zu verwirren und mögliche Motive zu streuen. Auch wenn ich schon etwas früher drauf kam wer und was hinter allem steckt fand ich es doch sehr spannend das Buch zu lesen. 

Die Autorin schafft es die Protagonisten alle sehr authentisch zu beschreiben und mit ihnen mitzufühlen. So hat es Freude gemacht am Fall mit zu rätseln und zu überlegen wer, wann, was gemacht hat. Die Protagonisten waren sehr nahe am Leser, was das Lesen zusätzlich erleichterte und einem dran bleiben ließ. 

Es war wirklich ein toller zweiter Krimifall den ich sehr gerne gelesen habe.

Bewertung vom 04.09.2020
Wings of Silver. Die Rache einer Frau endet nie / Golden Cage Bd.2
Läckberg, Camilla

Wings of Silver. Die Rache einer Frau endet nie / Golden Cage Bd.2


schlecht

Wings of Silver. Die Rache einer Frau ist schön und brutal von Camilla Läckberg ist der zweite Teil ihrer Golden Cage Reihe. Mir hat der erste Teil schon nicht so gut gefallen. Da ich aber die Autorin von anderen Bücher kenne und sie dort immer gut fand, wollte ich es nochmal probieren. Doch auch dieser Teil konnte mich nicht überzeugen.

Was positiv war ist der leichte Schreibstil der Autorin. So kam man gut in das Buch rein und konnte es auch schnell und flüssig lesen. Zudem schließt es nahtlos an den ersten Teil an. 

Faye hat ihr Leben neu aufgebaut. Sie hat eine erfolgreiche Firma, lebt ein luxusleben und ihr Ex-Mann sitzt wegen dem angeblichen Mord an ihrer Tochter im Gefängnis. Doch plötzlich ändert sich alles. Jemand versucht ihr die Firma wegzunehmen und dann bricht Jack aus dem Gefängnis aus. 

Wie bereits erwähnt gefiel mir das Buch aber nicht sonderlich gut. Es gibt dafür mehrere Gründe. Erstens war es für mich absolut nicht spannend sondern eher vorhersehbar und teilweise sehr langweilig. Zweitens wollte ich keinen Porno lesen sondern einen Thriller. Und dieses Buch strotzt nur so vor sehr detaillierten und unnötig langen Sexszenen. Drittens ist mir Faye zu naiv gewesen. Auch ihre überhebliche Art war mir nicht sympathisch. Die Autorin bedient hier ein Klischee von Reicher Frau die alles bekommt was man mit Geld kaufen kann, die immer säuft und ihr Kind vernachlässigt, aber der Meinung ist alles für das Kind zu tun. Um ihren Willen zu bekommen und sich und ihre Geheimnisse zu schützen geht Faye ungestraft über buchstäbliche Leichen. Dies ist ein Verhalten was ich absolut abstoßend finde und nicht toleriere. 

Das Ende deutet auf einen dritten Teil hin. Aber ehrlich gesagt kann man sich den auch sparen. Noch so eine skrupellose, abgedroschene, unrealistische, übertriebene und mit Sexszenen überfüllte Story brauche ich absolut nicht.

Bewertung vom 18.08.2020
Zeiten des Sturms / Sheridan Grant Bd.3
Neuhaus, Nele

Zeiten des Sturms / Sheridan Grant Bd.3


sehr gut

Zeiten des Sturms von Nele Neuhaus ist der dritte Teil und damit das letzte Buch der Sheridan Grant Trilogie. Ich habe die beiden anderen Teile zwar gelesen gehabt, finde aber das alles wichtige noch mal erwähnt wurde. Hier gibt Frau Neuhaus sich wirklich Mühe auch Neueinsteigern das Lesen zu erleichtern. Ich empfehle trotzdem die Vorgänger zu lesen. 

Sheridan Grant wollte eigentlich ein neues Leben beginnen und hat dafür mit allem aus ihrer Vergangenheit gebrochen. Sie steht kurz vor der Hochzeit mit Paul, doch sie ist nicht die glückliche Braut und sie erkennt das sie Paul gar nicht liebt. Dann holt sie ihre Vergangenheit wieder ein und sie muss einsehen das sie ihre Familie braucht und auch vermisst. Also kehrt sie in ihr Elternhaus zurück. Plötzlich tun sich unverhofft Chanen auf ihren großen Traum Sängerin zu werden zu verwirklichen. Aber Sheridan hat ein dunkles Geheimnis was alles zerstören kann. 

Wer Nele Neuhaus kennt, weiß das sie einen angenehmen Schreibstil hat. Sie beschreibt Orte, Situationen und die Personen sehr realistisch, so stellt sich sofort ein Kopfkino ein. So hat sich das Buch wieder gut lesen lassen. Sie bedient sich auch der Perspektivenwechsel um mehr Spannung und Abwechslung in das Buch reinzubringen. Die meiste Zeit wird aus Sheridans Sicht erzählt, aber es kommen auch immer wieder andere dazu. 

Wie schon bei den anderen Teilen fand ich es sehr extrem was diese junge Frau schon alles erlebt hat. Dies wirkt sehr konstruiert und unglaubwürdig. Sheridan wirkt sehr reif, aber gleichzeitig auch immer etwas naiv. Sie versucht es immer allen recht zu machen und tut Dinge die nicht immer gut sind. Gerade ihre Alkohol und Drogeneskapaden waren mir einfach zu viel. Sie lebt für ihren Traum und verliert sich selbst dabei. Aber auch einige Passagen zu dem Musikbusiness waren mir zu fachlich und trocken. Und ich habe diese Passagen oft nur überflogen. 

Das Buch vereint mehrere Genres. So findet man hier ein Drama, Krimi aber auch eine Liebensgeschichte. Gerade diese Mischung macht es sehr spannend und angenehm zu lesen.

Bewertung vom 05.08.2020
Schicksalssterne
Lark, Sarah

Schicksalssterne


gut

Schicksalssterne von Sarah Lark ist ein leichter Roman der einen in eine andere Zeit und ein fernes Land entführt. Ich lese sehr gerne die Bücher von Sarah Lark gerade ihre Neuseelandbücher haben es mir angetan, aus diesem Grund kam ich an dem Buch nicht vorbei. Aber auch weil der Anfang in meiner Heimat Hannover beginnt. Allerdings muss ich vorweg sagen, dass Sarah Lark bessere Bücher hat als Schicksalssterne. Ich habe es sehr gerne gelesen, es ist aber sehr Pferdelastig und das Ende war mir viel zu einfach und konstruiert. 

Hannover 1910: Julius ist gerne Offizier und gerade als Reiter sehr begabt. Als er die jüdische Bankierstochter Mia kennen lernt, verbindet die beiden sofort ihre Leidenschaft zu den Pferden die beiden. Aus Freundschaft wird Zuneigung und dann Liebe, aber diese steht durch Mias Religion unter einem denkbar schlechten Stern. Die beiden beschließen zu Heiraten und nach Neuseeland auszuwandern und dort Pferde zu züchten. Doch auch da läuft nicht alles gut. Vor allem als der erste Weltkrieg ausbricht ist es für die Deutschen sehr schwer. Julius und Mia werden getrennt deportiert. Zum Glück haben sie Willie, eine junge engagierte Frau die für die beiden die Pferdezucht weiter führt. Doch Willie verfolgt auch erbarmungslos ihre eigenen Wege. 

Die Grundstory und der Schreibstil sind sehr angenehm und leicht. Mal fühlt sich sofort in die Zeit versetzt und erlebt alles mit den Protagonisten mit. Allerdings war es für mich als unwissende was Pferde angeht anfangs sehr schwer am Ball zu bleiben, da die Autorin viele Fachbegriffe benutzt und sehr detailliert von Pferden im allgemeinen berichtet. Dies hatte schon fast Lehrbuchartige Anwandlungen. 

Was mir sehr gut gefallen hat, war das man die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven geschildert bekommt. Dabei wird mal die Sicht von Julius und Mia aufgezeigt, mal die Sicht von Willie. Und bei jedem Abschnitt weiß man nie was gerade bei den anderen Protagonisten läuft. Erst am Ende klärt sich alles auf und der Leser bekommt so einen Einblick in die Persönlichkeiten der Protagonisten. So war mir Mia sehr sympathisch und ich habe mit ihr gelitten, gehofft und gekämpft. Sie hat für mich die stärkste Entwicklung durch gemacht. Julius hätte ich am liebsten des Öfteren geschüttelt und angeschrien. Er war mir zu leicht beeinflussbar und hat sich zu sehr darauf verlassen das andere schon alles richten werden. Willie war mir anfangs sympathisch hat sich aber schon nach kurzer Zeit in ein unsympathische Protagonistin verwandelt. Sie war mir zu durchtrieben und hinterhältig. 

Was ich auch sehr schade fand war dass die Kultur der Maori in diesem Buch so gar nicht vorkamen. Es gab kaum Kontakt mit ihnen und auch thematisiert wurden sie nicht. Es gab einen eingeschobenen Absatz der erklärte wer die Maori sind und wie sie leben, mehr nicht. 

Mich hat das Buch stellenweise gut unterhalten und ich konnte es auch schnell und gut lesen. Was hauptsächlich an dem Schreibstil von Sarah Lark liegt. Es ist ein netter Roman der einen in ein fernes Land entführt und eine manchmal dramatische Entwicklung hat wodurch auch eine gewisse Spannung aufkommt. Für mich persönlich war es zu sehr mit Pferde Fachwissen verbunden und auch teilweise zu konstruiert und vorhersehbar. Am Ende ging mir zu viel zu glatt über die Bühne.

Bewertung vom 03.08.2020
Zugvögel
McConaghy, Charlotte

Zugvögel


sehr gut

Zugvögel von Charlotte McConaghy ist ein Roman der den Leser mit in die Zukunft nimmt und aufzeichnet wie das Leben ohne Tiere auf der Welt ist. Normalerweise lese ich keine Zukunftsromane oder Science-Fiction, aber dieser Roman hat mir im großen und ganzen ganz gut gefallen. 

Durch den Klimawandel und den Menschen an sich sind fast alle Tiere ausgestorben. Noch gibt es ein paar Küstenseeschwalben und Franny hat sich zur Aufgabe gesetzt diese von ihrem Startpunkt in Grönland bis zu ihrem Ziel in die Antarktis zu folgen. Dies tut sie mit Hilfe eines Fischerbootes und einer sehr exzentrischen Crew. Franny lässt sich allein von den Vögeln leiten doch egal wo sie hinkommt vor ihrer Vergangenheit kann sie nicht fliehen. 

Das Buch hat einen angenehmen Schreibstil so hat sich das Buch schnell und gut lesen lassen. Es ist in drei Teile aufgeteilt und immer wieder wird der Leser in die Vergangenheit von Frannys Leben zurückversetzt. Durch diese Rückblicke und der Gegenwärtigen Handlung ist das Buch spannend und kurzweilig. Auch die Kapitellängen sind sehr angenehm. Man ist von der ersten Seite mittendrin. Auch wenn mir ungefähr bei der hälfte des Buches schon klar war, was ins Frannys Vergangenheit geschehen ist war es doch sehr schön es zu lesen. 

Was mir nicht so gut gefallen hat waren teilweise die Protagonisten die alle durchweg sehr exzentrisch waren. So konnte ich nicht viel mit Frannys Freiheitsliebe und der Wanderlust anfangen die sie immer wieder von ihren liebsten wegzog. Im Laufe des Buches konnte man ihre Unruhe zwar besser verstehen, aber plausibel war sie mir nicht wirklich. Auch das sie ungern Hilfe angenommen hat. Auch ihr Mann Neil ist eine sehr ungewöhnliche Person wer kommt denn auf die Idee eine völlig Fremde zu heiraten die man in vier Wochen gerade mal 4 oder 5 mal gesehen hat? Das war mir dann doch zu viel. 

Die Autorin hat für meinen Geschmack zu viele Genre in ein Buch verstrickt. Es ist eine Mischung aus Abenteuer, Liebe, Krimi und wissenschaftlichen sowie Informationen aus dem Tierreich die in einen Zeit in der Zukunft verfrachtet wurde. Mir persönlich hätte es gefallen wenn es etwas weniger gewesen wäre. Denn so hat man das Gefühl ein Potpourri in Buchform zu haben.

Bewertung vom 17.06.2020
Die Farben der Schönheit - Sophias Träume / Sophia Bd.2
Bomann, Corina

Die Farben der Schönheit - Sophias Träume / Sophia Bd.2


ausgezeichnet

Die Farben der Schönheit – Sophias Träume ist der zweite Teil einer Trilogie aus der Feder von Corina Bomann. Ich habe vor einiger Zeit schon den ersten Teil Sophias Hoffnung gelesen und habe mich sehr auf den zweiten Teil gefreut. 

Sophia reist, aufgrund eines anonymen Briefes nach Paris. Jemand behauptet das ihr Sohn der angeblich bei der Geburt verstarb doch noch leben würde. Sophia macht sich auf die Suche nach Antworten. Doch sie findet keine und überlässt die Suche einem Detektiv. Als sie wieder in New York ist fasst sie sich ein Herz und stellt sich bei der Elizabeth Arden vor und bekommt so die einmalige Chance in der Schönheitsbranche ganz weit zu kommen. 

Dank des guten und leichten Schreibstil bin ich wieder gut in das Buch reingekommen. Da ich den ersten Teil noch nicht vor all zu langer Zeit gelesen hatte, war mir noch einiges sehr präsent. Und es fühlte sich einfach wie weiter lesen in einem Buch an. 

Frau Bomann hat hier eine sehr sympathische Protagonistin erfunden die authentisch und lebendig wirkt. Man fühlt mit ihr mit und möchte ihr am liebsten helfen. Sehr schön fand ich auch das sie sich im Laufe des Buches weiter entwickelt und auch für ihre Meinung einsteht. Man merkt das sie reifer und selbstbewusster wurde. 

Wer aber glaubt das es hier nur um Kosmetik, Puder, Cremes und co geht ist auf der falschen Spur. Frau Bomann erzählt auf spannende Art von dem Börsencrash sowie der Machtergreifung Hitlers in Deutschland. Es werden also wichtige und zeitlich historische Details mit eingeflochten die der Geschichte an sich noch mehr Lebendigkeit gibt. 

Die Autorin schafft es in bildlicher Sprache den Leser an dem Buch zu fesseln und für den drittel Teil Spannung aufzubauen. So möchte man am liebsten gleich zum dritten Teil über gehen. Aber noch heißt es geduldig sein, denn der kommt erst im Herbst raus.

Bewertung vom 28.04.2020
Ostseegruft / Pia Korittki Bd.15
Almstädt, Eva

Ostseegruft / Pia Korittki Bd.15


sehr gut

Ostseegruft von Eva Almstädt ist der fünfzehnte Fall für die Ermittlerin Pia Korittki. Alle Bänder der Reihe sind in sich abgeschlossen und könne somit gut separat gelesen werden. Ich habe bisher einige Bücher der Reihe gelesen aber bei weiten noch nicht alle. Ich kann diese Reihe sehr empfehlen.

Dieser Fall ist für Pia Korittki sehr persönlich. Auf der Beerdigung ihrer Freundin Kirsten taucht ein unbekannter Mann auf und sagt dass der Tod von Kirsten kein Unfall war. Pia wird misstrauisch was die Todesursache ihrer Freundin ist und beginnt nachzuforschen. Schon bald stößt sie auf Ungereimtheiten.

Wie ich es von Eva Almstädt gewöhnt bin, bin ich wieder sehr gut in das Buch rein gekommen. Der Schreibstil ist flüssig und lebendig. Man hat das Gefühl mit Pia mit zu ermitteln. Frau Almstädt bedient sich einer Sprache die Orte, Personen und Geschehnisse sehr plastisch schildern so das man sich mühelos auf das Buch einstellen kann. Die Seiten fliegen nur so dahin. Dazu kommt dass der Fall anfangs den Eindruck vermittelt keiner zu sein aber im Laufe des Buches und der ersten Kapitel schon spannend wird und man sich als Leser unvermittelt fragt was hinter allem steckt.

Wie in jedem Buch lernt man hier auch wieder etwas aus dem Privatleben von Pia kennen. Diese Nebenhandlungen sind sehr gut eingeflochten und nehmen nur einen geringen, aber sehr sympathischen Platz in dem Buch ein. So wird Pia noch lebendiger und man merkt schnell das es für einen Ermittler nicht einfach ist Beruf und Privatleben unter einen Hut zu bekommen.

Wie gewohnt konnte man bis zum Ende miträtseln, mit ermitteln und mitfiebern. Auch war mir diesmal bis zum Schluß nicht ganz klar wer der Täter ist. Aber es wurde plausibel dargestellt und erklärt. Auch wenn für mich die Auflösung und der Grund für Kirsten tot etwas unbefriedigend ist. Auch bleiben für mich noch ein paar Punkte offen die ich gerne etwas ausführlicher geklärt gehabt hätte. Aber das ist nur mein persönlicher Eindruck.

Das Buch hat sich schnell lesen lassen, hat mir viele schöne, spannende Lesestunden beschert. Ich bin immer wieder begeistert von den Ostseekrimis von Eva Almstädt und kann sie nur weiterempfehlen. Es lohnt sich wenn man gerne Regionale, spannende Krimis liest die unerwartete Wendungen haben und sympathische Ermittler. Ich freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin.

Bewertung vom 11.03.2020
Der Gin des Lebens
Henn, Carsten Sebastian

Der Gin des Lebens


ausgezeichnet

Der Gin des Lebens von Carsten Sebastian Henn fällt durch das Cover auf und ist für mich stimmig und passend. Ein wirklicher Eyecatcher, auch der Titel ist passend gewählt und beides macht Lust auf das Buch und auf einen Gin.

Bene ist am Boden und da öffnet er eine von seinem Vater selbstgebrannten Gin. Dieser hatte Bene die Flasche geschenkt kurz bevor er gestorben ist. Der Gin ist so einzigartig das Bene mehr über den Gin wissen will und dafür nach Plymouth reist. Dort trifft er auf Cathy. Mit ihrem Vater hat Benes Vater an dem Gin gearbeitet. Beide machen sich zusammen auf der Suche nach dem perfekten Gin. Dabei läuft aber nicht alles rund.

Es ist zwar als Kriminalroman deklariert für mich ist es eher ein Potpourri oder ein Gin. Denn es gibt viele „Botanicals“ und somit von allem etwas, Familiengeheimise, Kulinarisches, Liebe und auch ein bisschen Krimi. Dazu kommen viele sehr interessante Infos zur Herstellung und allgemeinere Hinweise zum Gin. Am Ende des Buches gibt es auch noch einige Rezepte mit Gin. Die Mischung hat es zu einem kurzweiligen und gut lesbaren Buch gemacht.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht hat Humor und ist abwechslungsreich. Gerade durch einige Rückblicke oder die grauen Seiten mit den Hinweisen was man alles über Gin wissen muss machen es leicht das Buch zu lesen. Auch die etwas skurrilen aber doch sympathischen Protagonisten lockern das Buch auf.

Allerdings gibt es einige Handlungen die für mich sehr unüberlegt und spontan sind und somit immer automatisch eine Katastrophe hinter sich herzieht. Auch finde ich das Bene und Cathy oft sehr blauäugig und naiv an ihre Sache gehen. Auch das Ende war mir zu schnell abgehandelt und zu lasch. Es hätte hier ruhig noch etwas mehr Aufklärung geben dürfen.

Auch unter dem Aspekt das es ein Krimi sein sollte ist es doch etwas enttäuschend. Denn Spannung und der Krimianteil kam erst im letzten viertel des Buches und da überschlug es sich plötzlich. Alles ist wohldosiert und ausbalanciert, aber es hätte für mich doch etwas mehr Krimi sein dürfen.

Wenn man aber alles zusammen nimmt ist es wie ein gut abgestimmter Gin. Auch wenn er an mancher Stelle etwas schwächelt macht er es durch Humor und einer guten Geschichte weg. Es ist ein nettes humorvolles Buch mit viel Gin Wissen und wenig Krimi.

Bewertung vom 29.01.2020
Das verschwundene Mädchen / Cold Case Bd.1
Frennstedt, Tina

Das verschwundene Mädchen / Cold Case Bd.1


weniger gut

Cold Case Das verschwundene Mädchen von Tina Frennstedt ist der erste Teil einer neuen Reihe die sich mit Cold Case Fällen beschäftigt. Ich finde Cold Case Fälle sehr spannend und auch interessant wie man solche Fälle später noch aufklären kann. Gerade wenn eine lange Zeit verstrichen ist können Zeugen verstorben sein, Erinnerungen nicht mehr so gut, aus Vermutungen werden Fakten und manchmal gibt es auch schlechte Polizeiarbeit. Da die Wahrheit raus zu finden ist nicht immer leicht. 

In dem vorliegenden Buch wird nicht nur ein Cold Case Fall untersucht. Im Jahr 2002 verschwand die 19 Jährige Annika spurlos. Die Ermittlerin Tess Hjalmarsson und ihr Team haben den Fall wieder aufgenommen. Erschwerend kommt hinzu das ein Serienvergewaltiger und Mörder sein Unwesen treibt. Dieser war vor Jahren schon in Dänemark aktiv nun ist er Schweden. Und es gibt scheinbar einen Zusammenhang zu Annikas verschwinden.  

Im Prinzip war es für mich klar dass dieses Buch kein wirklicher Thriller sein kann sondern eher ein spannender Krimi. Aber leider war ich von der Spannung doch sehr enttäuscht. Der Anfang war spannend und temporeich geschrieben, dies ebbte aber immer mehr ab. 

Auch fand ich die Ermittlungsarbeit langweilig, flach und halbherzig. An beiden Fällen wurde immer ein bisschen rum gestochert, aber es kam nie was wirkliches zu Tage. Es wurde sich viel an Kleinigkeiten und unwichtigen Nebensächlichkeiten sowie am privat Leben der Ermittler aufgehalten. Es ist zwar schön ein gewissen Hintergrundwissen über die Ermittler zu haben, aber hier war es eindeutig zu viel des guten. So wurde sich sehr lange, ausgiebig und immer wieder über die Homosexualität der Kommissarin ausgelassen. Sowie über ihre aktuelle und vergangene Beziehung über ihre Eltern etc. Alles war unwichtig und brachte für die beiden Fälle überhaupt nichts. 

Ich habe mich durch das Buch durchgequält und habe es immer wieder gut weglegen können. Nach dem ersten drittel dachte ich es kann noch besser werden. Nach der Hälfte habe ich die Hoffnung zusehends verloren und es wurde auch nicht besser. Wenn ich das Buch nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen hätte, hätte ich es abgebrochen und nicht zu Ende gelesen.