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Benutzername: sofie
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Bewertungen

Insgesamt 66 Bewertungen
Bewertung vom 02.10.2016
Büchermorde - Mordsbücher
Kniesche, Thomas

Büchermorde - Mordsbücher


sehr gut

In sieben Kapiteln befasst sich Thomas Kniesche in „Büchermorde – Mordsbücher“ mit allen Fragen rund um das Thema – wie der Titel schon sagt – Bücher und Morde. Es geht um bibliophile Ermittler, mordende Bibliothekare, das Buch als Waffe und die Bibliothek als Tatort. Dabei werden häufige Motive in Krimis – wie eben zum Beispiel die Leiche in der Bibliothek – vorgestellt und historisch eingeordnet.
Das kleine Büchlein (144 Seiten mit Anhang und vielen kleinen Abbildungen) ist schnell gelesen und man erfährt dabei doch einiges. Vor allem aber lernt man viele Bücher bzw. Krimis kennen, die sich um andere Bücher drehen. Mir waren es manchmal ein bisschen zu viele Nacherzählungen von Handlungen, ich hätte mir etwas mehr Analyse gewünscht. Am besten gefiel mir daher auch das Kapitel „Postmoderne Bücherkrimis: Wenn Fiktion und Realität verschmelzen“.
Der Stil ist sachlich, aber trotzdem unterhaltsam und im Anhang findet man alle bibliografischen Angaben zu den vorgestellten Büchern.
Insgesamt ist „Büchermorde – Mordsbücher“ ein schönes Geschenk für Buch- und Krimiliebhaber. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

Bewertung vom 15.04.2016
Alles ist relativ und anything goes
Higgs, John

Alles ist relativ und anything goes


ausgezeichnet

„Zugegeben, Ulysses wird nicht oft mit Grand Theft Auto verglichen, aber ich glaube, wer mit beidem vertraut ist, dürfte mit dem Vergleich einverstanden sein.“ S. 58
„Alles ist relativ und anything goes“ hält auf jeden Fall, was der Untertitel verspricht, nämlich ein unterhaltsame Reise durch das 20. Jahrhundert. Der Autor erklärt im Vorwort, dass er versuchen will, dass 21. Jahrhundert besser zu verstehen, indem er sich das vorangegangene Jahrhundert genauer ansieht. Und ich finde, das ist ihm ziemlich gut gelungen.
Die einzelnen Kapitel sind immer einem bestimmten Thema gewidmet, trotzdem zieht sich durch das ganze Buch ein roter Faden und immer wieder werden Fakten aus den vorherigen Kapiteln herangezogen und fügen sich so zu einem großen Ganzen. Der Schreibstil ist sehr unterhaltsam, es gibt viele witzige und skurrile Anekdoten. Trotzdem wird durchaus auch Wissen vermittelt. Gut gefallen hat mir auch, dass das Buch nicht so anglozentrisch ist, obwohl John Higgs Brite ist. Das stört mich zum Beispiel immer ein bisschen bei den Büchern von Bill Bryson, mit denen sich dieses Buch ganz gut vergleichen lässt.
Positiv hervorzuheben ist auch die Gestaltung des Buches: hochwertiges Papier und jedes Kapitel beginnt mit einem passenden Foto.
Insgesamt also ein runde Sache. 5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 11.04.2016
Diese Fremdheit in mir
Pamuk, Orhan

Diese Fremdheit in mir


ausgezeichnet

Orhan Pamuk erzählt in dem Roman „Diese Fremdheit in mir“ die Lebensgeschichte des Bozaverkäufers Mevlut. Wie viele junge Männer oder vielmehr noch Jugendliche folgt Mevlut seinem Vater vom Dorf nach Istanbul. Sie bauen sich illegal ein kleines Haus und verkaufen gemeinsam in den Straßen Joghurt und Boza, ein traditionelles Getränk. Auch der Bruder seines Vaters und dessen Söhne leben in Istanbul. Auf einer Hochzeit verliebt sich Mevlut und beginnt dem Mädchen Briefe zu schreiben...
„Diese Fremdheit in mir“ ist aber nicht nur die Geschichte Mevluts, sondern eigentlich die Geschichte zweier Familien. Vor allem aber ist es auch eine Geschichte Istanbuls. Die Handlung des Romans reicht über 50 Jahre und in dieser Zeit wächst und wächst die Stadt immer weiter. Immer mehr Menschen aus allen Landesteilen der Türkei kommen in die große Stadt, um ihr Schicksal zu suchen. Sie alle wollen es zu etwas bringen, es entstehen Konflikte, die Korruption blüht und Familienbande halten zusammen oder auch nicht. Und der Bozaverkäufer Mevlut ist stiller, manchmal auch teilhabender Beobachter des Ganzen.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Besonders die Art des Erzählens fand ich toll. Manchmal hat es fast etwas von einem Märchen und immer wieder gesellen sich zum Erzähler die Figuren der Handlung und erzählen ihre Sicht der Dinge. So als würden sie alle zusammensitzen und nun dem Leser diese Geschichte näher bringen. Ich habe außerdem einiges über die türkische Zeitgeschichte erfahren, was ich sehr interessant fand. Mevlut sitzt oft zwischen allen Stühlen und Fronten und so bekommt man einen sehr großen Überblick über die verschiedenen Bewegungen.
Sicher nicht mein letzter Roman des Autors und 5 von 5 Punkten!

Bewertung vom 23.03.2016
Die Ernte des Bösen / Cormoran Strike Bd.3
Galbraith, Robert

Die Ernte des Bösen / Cormoran Strike Bd.3


gut

Im dritten Fall von Cormoran Strike und Robin Ellacott wird es persönlich. Robin bekommt ein abgeschnittenes Frauenbein zugeschickt und Strike ist sich sicher, dass der Schlüssel zur Lösung des Falls in seiner Vergangenheit liegt. Und wieder einmal müssen die beiden auch gegen die Polizei arbeiten.
Ich kannte aus der Reihe bisher nur den ersten Teil, der mir sehr gut gefallen hat. Im Vergleich dazu flacht dieser dritte Teil leider meiner Meinung nach etwas ab. Am Anfang fand ich besonders den etwas detaillierteren Blick in Strikes Vergangenheit sehr interessant. Er war auch schon im ersten Buch der spannendste Charakter und hier erhält man einen noch besseren Einblick. Auch über Robin erfährt man noch so einiges.
Ich finde aber man hätte für die Geschichte keine 600 Seiten benötigt. Zwischendrin gibt es doch einige Längen, in denen es im Fall nicht so richtig voran geht und nicht sehr viel passiert. Ich habe prinzipiell nichts gegen langsame Krimis, aber das hier hätte man doch straffen können. Außerdem nehmen mir die privaten Probleme, besonders von Robin mit ihrem Verlobten Mathew, viel zu viel Raum ein. Und dann wird der Konflikt zum Schluss noch nicht mal richtig aufgelöst.
Den ersten Roman hatte ich noch im englischen Original gelesen, diesen nun in der Übersetzung. Diese schien mir an manchen Stellen doch etwas holprig und man liest leider an einigen Stellen noch das Englische durch.
Insgesamt also eine durchaus nette Geschichte und für Fans von Strike und Robin sicher sehr interessant. Als einzelnes Buch konnte es mich allerdings nicht vom Hocker reißen, daher 3 von 5 Sternen.

Bewertung vom 05.03.2016
Neringa
Moster, Stefan

Neringa


ausgezeichnet

"Sollte sich mein Enkelkind auf die Spuren meiner Arbeit begeben, würde es nirgendwo etwas finden, weil die digitale Entwicklung darüber hinweggegangen sein würde. Das Pflaster, das mein Großvater vor der Christuskirche gelegt hatte, würde dasselbe Enkelkind hingegen noch betrachten können.“ (S. 56)
„Neringa oder die andere Art der Heimkehr“ von Stefan Moster ist ein Roman über eine Reise in die Vergangenheit. Ausgelöst durch einen Film im Kino begibt sich der Ich-Erzähler in seine eigenen Vergangenheit und in die seines Großvaters. Gleichzeitig bringt ihn eine junge Frau dazu, auch die Gegenwart wieder stärker wahrzunehmen.
Besonders sprachlich hat mir der Roman sehr gut gefallen, da sitzt jedes Wort und keines ist zu viel. Auch die Komposition ist toll, der Wechsel zwischen Gegenwart, Vergangenheit und (vielleicht) konstruierter Vergangenheit lässt die Charaktere in verschiedenen Blickwinkeln erscheinen. Und auch die Beschreibungen der Orte haben mich sehr beeindruckt und direkt etwas Fernweh ausgelöst.
Das Buch kreist um Themen wie Identität, Heimat, Herkunft. Was bedeutet Identität in einer Welt, in der wir ständig an anderen Orten und in anderen Ländern leben? Welchen Wert hat Heimat noch? Und vor allem wie beeinflusst uns unsere eigenen Vergangenheit, aber eben auch die unserer Vorfahren?
Wenn ich etwas an „Neringa“ bemängeln müsste, dann wäre es nur die Liebesgeschichte, die auf mich irgendwie nicht ganz glaubwürdig wirkte. Insgesamt habe ich das Buch aber regelrecht verschlungen und werde sicher bald noch mehr von Stefan Moster lesen. 5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 21.02.2016
Im Himmel gibt es Coca-Cola
Nichol, Christina

Im Himmel gibt es Coca-Cola


ausgezeichnet

"Aber wie ist es möglich, eingehend über die Lösung der Probleme unseres Landes nachzudenken, wenn wir stattdessen immer nur über Elektrizität nachdenken?" (S. 106)
Georgien, im Jahr vor der sogenannten „Rosenrevolution“. Der Held und Ich-Erzähler der Geschichte ist Slims Achmed Makaschwili, ein Anwalt im Meeresministerium von Batumi am Schwarzen Meer. Slims versucht seinen Platz in der Gesellschaft zu finden, macht sich viele Gedanken über sein Heimatland und träumt gleichzeitig von einer Auswanderung nach Amerika. Aber hauptsächlich wartet er darauf, dass der Strom wiederkommt. Der Originaltitel (und wie ich finde auch passendere Titel) heißt dementsprechend auch „Waiting for the electricity“.
Die Autorin, Christina Nichol, ist Amerikanerin und kennt den Georgien und den Kaukasus von Arbeiten für NGOs. Im Normalfall bin ich immer etwas skeptisch, wenn ein „westlicher“ Autor über Osteuropa schreibt, denn oft wirkt das dann etwas herablassend. Doch das ist in diesem Roman überhaupt nicht der Fall, ganz im Gegenteil zeichnet die Autorin ein sehr liebevolles Bild eines Landes zwischen Ost und West. Und dabei kritisiert sie durchaus die georgische Gesellschaft, gleichzeitig zeigt sie aber auch die Probleme ihres eigenen Landes.
Der Roman hat sehr viel Witz, macht gleichzeitig aber auch sehr neugierig auf Georgien und seine Geschichte. Ich habe zumindest während des Lesens immer mal wieder etwas nachgeschlagen. Die Geschichte an sich entwickelt sich eher langsam und es gibt durchaus auch einige Längen. Mich persönlich hat das allerdings weniger gestört, ich mag es, wenn sich ein Buch Zeit für seine Figuren und ihre Entwicklung lässt. Von mir gibt es eine Empfehlung und 5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 09.02.2016
Das Mädchen mit dem Fingerhut
Köhlmeier, Michael

Das Mädchen mit dem Fingerhut


gut

„Das Mädchen mit dem Fingerhut“ von Michael Köhlmeier ist eher kein Roman, sondern mit seinen 140 Seiten und recht großer Schrift mehr eine Erzählung, die man auch bequem an einem Nachmittag lesen kann.
Es geht um ein junges Mädchen, der Leser erfährt weder ihren Namen, noch ihr genaues Alter, das vermutlich als Flüchtling in ein westeuropäisches Land kommt, dessen Sprache sie nicht spricht. Zunächst ist sie mit einem Mann zusammen, den sie Onkel nennt, der sie jedoch bald verlässt. Dann kommt sie in ein Heim und schließt sich dort zwei Jungen an, mit denen sie sich ab sofort durchschlägt.
Der Schreibstil ist geprägt von kurzen, schnörkellosen Hauptsätzen, die am Anfang gut die Ratlosigkeit und das Verlorensein des Mädchens zeigen. Mit der Zeit wird dieser Stil aber dann doch recht anstrengend zu lesen, da vor allem Emotionen darüber nicht wirklich transportiert werden.
So ganz konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Es ist nicht schlecht, aber wenn ich jemandem erklären müsste, warum er gerade dieses Buch lesen sollte, würde mir nicht viel einfallen. Die Geschichte ist sicher interessant und im Moment auch sehr relevant, bringt aber auch keine neuen Gedanken zu dieser Thematik. Und bei der Kürze der Geschichte finde ich 18.90 Euro für ein Hardcover tatsächlich auch ziemlich teuer. 3 von 5 Sternen von mir.

Bewertung vom 04.01.2016
Baba Dunjas letzte Liebe
Bronsky, Alina

Baba Dunjas letzte Liebe


ausgezeichnet

„Was ich in Tschernowo niemals gegen fließend Wasser und eine Telefonleitung eintauschen würde, ist die Sache mit der Zeit. Bei uns gibt es keine Zeit. Es gibt keine Fristen und keine Termine. Im Grunde sind unsere täglichen Abläufe eine Art Spiel. Wir stellen nach, was Menschen normalerweise tun.“ (S. 107)
Ich wollte schon lange einen Roman von Alina Bronsky lesen, jetzt ist ihr aktueller Roman „Baba Dunjas letzte Liebe“ mein erstes Buch der Autorin. Und es hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich etwas überrascht war, wie kurz es ist.
Es geht um Baba Dunja, die nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl (im Roman immer nur „nach dem Reaktor“ genannt, der Name Tschernobyl wird gar nicht genannt) einfach zurück in ihr altes Haus in der sogenannten „Todeszone“ zieht. Und ihr Beispiel macht Schule und weitere Menschen kehren zurück oder ziehen extra in dieses Gebiet.
Baba Dunja ist ein sehr interessanter Charakter und sie wird von der Autorin liebevoll beschrieben. Die anderen Bewohner sehen sie als eine Art Anführerin der Gruppe, und das ist sie natürlich auch, aber sie möchte diese Rolle nicht annehmen.
Auch die anderen Bewohner des Dorfes sind besondere Persönlichkeiten und bekommen genug Raum in dem kurzen Roman. Von der Geschichte selbst möchte ich gar nicht zu viel verraten, aber es ist durchaus auch spannend. Nur das Ende war mir doch etwas zu vage, da hätte ich noch mehr erwartet. 5 von 5 Sternen!

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.11.2015
Der Büro-Ninja (eBook, ePUB)
Berge, Lars

Der Büro-Ninja (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

„Normalerweise hätte Gunnar Liden […] einen beträchtlichen Teil seiner Arbeitszeit verwendet, um dem Personal eine Lektion über sein Lieblingsthema zu halten: Helm Techs Verhaltensregeln und Codex einschließlich des sogenannten Helm-Tech-Geistes – ein Firmenkult, den externe Berater künstlich erschaffen hatten und der bei näherem Hinsehen auffällige Gemeinsamkeiten mit dem Faschismus aufwies.“ (S. 195)
„Der Büro-Ninja“ ist ein wunderbar skurriler Roman über die heutige Arbeitswelt. Es geht um Jens Jansen (ich vermute das ist die schwedische Version von Thomas Müller), ein absoluter Durchschnittsmensch, der aus allem aussteigt. Er geht aber nicht in die Wildnis, sondern taucht in seinem Großraumbüro in einer Abstellkammer unter. Er verschwindet einfach und macht nicht mehr mit.
Das klingt absurd, aber so pointiert wie Lars Berge die typischen Bürocharaktere darstellt, wirkt der Mann, der sich einen Ninja-Anzug anzieht und in der Abstellkammer lebt, plötzlich wie der vernünftigste Mitarbeiter in der Firma. Denn Helm Tech hat alles – von der ehrgeizigen Karrieristin, die von den Männern übersehen wird bis hin zum externen Unternehmensberater, der anhand von pseudoasiatischen Weisheiten versucht die Moral zu stärken.
Der Humor ist zum Teil bitterböse und tiefschwarz, eine tolle Satire und Gesellschaftskritik. Aber auch die erzählte Geschichte ist spannend. Besonders haben mir die Kapitelüberschriften gefallen: es sind jeweils englische Werbeslogans verschiedenster Firmen, die mehr oder weniger zum Kapitelinhalt passen.
Für mich ein absolut gelungenes Romandebüt, ich warte auf jeden Fall auf weitere Werke von Lars Berge. 5 von 5 Sternen!

Bewertung vom 24.10.2015
Null bis unendlich
Gorelik, Lena

Null bis unendlich


ausgezeichnet

„Und dann der andere: Der Gefühle dachte und sie selbst im Kopf nur mit einer gehörigen Portion Zynismus ertrug. Der Einsamkeit nicht kannte, obwohl er die meiste Zeit seines Lebens alleine gewesen war. Der Hoffnung empfand, wenn Menschen ihn nach einer Stunde noch nicht langweilten.“ (S. 169)
Nachdem mich schon „Die Listensammlerin“ von Lena Gorelik restlos begeistert hatte, hab ich mich sehr auf „Null bis unendlich“ gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Mit ihrer klaren Sprache schafft es die Autorin wieder, einen völlig in die Geschichte einzusaugen und einem die beiden Protagonisten, Sanela und Nils Liebe, sehr nah zu bringen. Immer wieder hab ich mir besonders schöne Sätze herausgeschrieben oder einen Absatz mit Genuss noch einmal gelesen. Das hatte den Vorteil, dass ich so das Ende des Buchs noch ein wenig hinauszögern konnte, denn ich wollte nicht, dass es vorbei ist.
Worum geht es? Es ist die Geschichte zweier Außenseiter bzw. im zweiten Teil sind es schon drei Außenseiter. Sanela und Nils lernen sich mit 14 kennen, als sie als Flüchtlingskind aus dem zerfallenden Jugoslawien in seine Klasse kommt. Nils ist intelligenter als seine Klassenkameraden und die meisten langweilen ihn vor allem. Doch Sanela stellt für ihn eine Herausforderung dar.
Als Erwachsene treffen sich die beiden wieder und aus der ungewöhnlichen Freundschaft wird so etwas wie Liebe, aber eigentlich nicht wirklich. Der Roman ist auch alles andere als ein Liebesroman, denn Kitsch verachten sie alle beide. Sanela hat mittlerweile einen Sohn, Niels-Tito, und auch er ist kein gewöhnliches Kind.
Wie schon „Die Listensammlerin“ ist auch der neue Roman von Lena Gorelik kein Buch, das man zuklappt und denkt „das Leben ist schön“. Aber gerade das hat mir auch hier wieder sehr gefallen. Ein brillantes Buch, das von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung bekommt!