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Buchwerkstadt

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Insgesamt 52 Bewertungen
Bewertung vom 17.08.2022
Die Rabenprinzessin
Burgis, Stephanie

Die Rabenprinzessin


sehr gut

„Die Rabenprinzessin“ von Stephanie Burgis ist wieder eins der Bücher, das mir zuflüsterte, unbedingt in die Buchseiten einzutauchen, um mich mit Cordelia auf eine spannende, magische Fantasyreise zu begeben…
Die Geschichte beginnt in einem verzauberten Wald. Dort lebt Cordelia mit ihren Geschwistern und ihrer Mutter in einer Burg gut versteckt, denn einer der Drillinge – Cordelia, Rosalind und Gideon – ist der Erbe des Rabenthrons. Cordelia leidet unter diesem eingesperrt sein, auch wenn sie fernab von dem Krieg, der seit Jahrzehnten schon im Königreich herrscht, ein friedvolles Leben führt. Als die Fürsten des Reiches eines Tages die Burg belagern, gelingt den Drillingen die Flucht, doch ihre Mutter und ihr älterer Bruder Connall wurden von Soldaten verschleppt. Die Geschwister machen sich auf eine abenteuerliche und gefährliche Reise, um ihre Familie zu retten, doch dafür müssen sie die Rabenkrone finden, die seit dem Bruch Leid und Elend über das Land gebracht hat. Ob es ihnen gelingt, ihre Familie und damit auch das Land zu retten?
Meine Meinung: Keine Frage, das Buch liest sich wie ein Märchen, was natürlich an der Geschichte selbst liegt, und es verschafft zu Beginn etwas Wohliges. Ab der Gefangenschaft der Mutter und Connall beginnt das Rätsel: Welche magischen Fähigkeiten besitzen die Geschwister? Warum hält die Mutter die Geschwister versteckt? Welches Geheimnis verbirgt sie vor den Dreien? Interessant wird die Geschichte erst, als die Großmutter der Drillinge ins Spiel kommt, ab hier nimmt sie etwas Fahrt auf, aber es kommen auch immer mehr Fragen auf, die auch die Geschwister beschäftigen. Leider ließ meine Begeisterung im Laufe der Zeit etwas nach. Immer wieder musste ich mir die Geschichte wie ein Puzzlestück zusammensetzen. Das Magiesystem der Geschwister war irgendwie verzwickt. Wer kann was und wie arg sind diese ausgeprägt? Wie hängen diese zusammen? Hier hätte ich mir viel mehr Information gewünscht, um die Verbindung untereinander besser zu verstehen. Es hätte auch die Geschichte meiner Meinung nach von Anfang an interessanter gemacht. Es wurde ein Spannungsfaden aufgebaut, der eher zur Unzufriedenheit beim Lesen führte. Diese Klarheit hat mir deutlich gefehlt. Leider fand ich auch das Ende nicht so gut umgesetzt. Das Gefühl, das Buch mit einem positiven Seufzen zuzuklappen, war leider nicht gegeben. Eher der Gedanke…“hm, okay, dann ist es halt so“. Was also wie ein Märchen begann, endete leider eher meinerseits emotionslos. Schade, weil die Grundidee sehr gut ist.
Auch hätte ich gerne mehr über Connall erfahren, wer war sein Vater, welche Fähigkeiten besitzt er. Das hat mir leider auch gefehlt, aber vielleicht gibt es noch einen Band 2 und wir erfahren dort mehr.
Zu Beginn des Buches hätte mir noch eine Karte um Setting gefallen, anhand der hervorgeht, wo sich die Geschwister im Wald gerade aufhalten, wo steht die Burg, wo die Großmutter, wo die Rabenkrone, wo wird die Mutter gefangen gehalten etc.. Vielleicht reichte meine Fantasie nicht aus, aber für mich war das eher ein Labyrinth, in dem man sich im Kreise dreht.
Aber genug kritisiert, denn das Buch hatte auch durchaus seine schönen Seiten: Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr gut und die Protagonisten waren mir sehr sehr sympathisch. Die Dialoge unter den Geschwistern fand ich sehr lebendig als auch authentisch. Jeder, der Geschwister hat, erkennt sich hierin wieder. Die Drillinge sind so unterschiedlich und jeder auf seine Weise einzigartig, mutig, tapfer, kämpferisch, fürsorglich. Ganz klar, dass diese für Seele, Liebe und Kraft stehen. Die Fähigkeit von Cordelia, sich in Tiere verwandeln zu können, ist natürlich sehr bedeutsam und erklärt auch das wunderschöne von Cover von Bente Schlick illustriert. Es zeigt Cordelia und die Tiere, in die sie sich im Laufe der Geschichte verwandelt. Wunderschön! Das Cover ist wirklich traumhaft schön.
Am Ende des Buches gibt es noch ein „Raben-Prinzessinen-Quiz“, hier kannst du verschiedene Fragen

Bewertung vom 08.07.2022
Sieben Kinder - eine Welt
Lamothe, Matt

Sieben Kinder - eine Welt


ausgezeichnet

Sieben Kinder, eine Welt. Die Rede ist von Romeo aus Italien, Kei aus Japan, Daphine aus Uganda, Oleg aus Russland, Ribaldo aus Peru, Ananya aus Indien und Kian aus dem Iran. Sie alle lieben auf verschiedenen Kontinenten, leben in unterschiedlicher Weise und haben doch eins gemeinsam: EINE WELT!

In dem Buch „Sieben Kinder, eine Welt. Komm ich zeig dir, wie ich lebe“ von Matt Lamothe geht es genau darum: Auf 56 bunt illustrierten Seiten bekommt man Einblick in das unterschiedliche Leben der Kinder. Egal, ob es dabei um das Frühstück, der Schulweg, die Schuluniform, die Hausarbeit oder einen gemeinsamen Abend mit der Familie geht, so unterschiedlich sich der Alltag der sieben Kinder auch gestaltet, so verschieden ihre Bett ist, in dem sie schlafen, oder ihr Essen, dass sie im Kreise der Familie zu sich nehmen, so leben sie doch auf dem gleichen Planten und schauen abends allesamt in den gleichen Nachthimmel – so endet zumindest das Buch und das hat mir gefallen, weil es doch zeigt, dass wir alle aus etwas gemeinsam haben.

Meine Meinung: Das Buch finde ich sehr hübsch und farbenfroh – ebenfalls vom Autor - illustriert. Es hat auf manchen Seiten schon fast einen Wimmelbuch-Charakter, weshalb das Buch sich auch hervorragend für die kleinen Bücherfreunde zum Vorlesen eignet, aber auch für Leseanfänger keine große Herausforderung darstellt, da die Sätze allesamt kurzgehalten sind. Das Buch lebt wirklich von seiner Vielfalt – zum Anschauen, Staunen und Erleben. Ein bisschen finde ich es schade, dass z. B. bei „Aufgaben im Haus“ im Iran ein Junge gezeigt wird, der nur auf die kleine Schwester aufpasst, in Indien dann das Mädchen die Wäsche aufhängt. Ich hätte es super gefunden, wenn das Leben von Jungen und Mädchen gleichermaßen dargestellt werden, um die Unterschiede der Geschlechter in verschiedenen Ländern nochmal zu verdeutlichen.

Am Ende des Buches findet man nochmal ein Glossar, welches z. B. die Worte aus dem Buch, die uns nicht so geläufig sind, nochmal erklärt und natürlich stellt sich auch der Autor noch einmal vor, um auch etwas über ihn zu erfahren.

Das Buch ist recht groß (auch hier erinnert es wieder an das Wimmelbuch) und ist sehr wertig. Gerade auch die kleine Weltkarte zu Beginn des Buches zeigt, wo die Kinder überall auf der Welt leben. Erschieden ist es im Edel Kids Book Verlag.

Fazit: Besser kann man einem Kind die unterschiedlichen Lebensweisen der Kinder auf unserem Planeten nicht erklären. Ich bin begeistert und hoffe, diese auch so weitergeben konnte.

Bewertung vom 22.03.2022
Die weiße Wölfin / Das geheime Leben der Tiere - Wald Bd.1
Walder, Vanessa

Die weiße Wölfin / Das geheime Leben der Tiere - Wald Bd.1


ausgezeichnet

Die Geschichte der „weißen Wölfin“ beginnt in einer Nacht, an dem ein heftiger Sturm durch das Flusstal tobt, wie ihn keiner der Wölfe je erlebt hat und in der zur gleichen Zeit fünf Wolfswelpen geboren werden. Der letzte und kleinste Welpe ist FÜNF und SIE hat ein Ziel: Sie möchte die allergrößte Jägerin werden und obendrein noch Rudelführerin. Doch bis es soweit ist, muss Fünf einige Lektionen lernen und erfährt durch ihr Rudel was es bedeutet, Schutz zu bieten, mutig zu sein, auf die Jagd zu gehen und für das Rudel zu sorgen. An ihrer Seite ist stets der Rabe Raak. Denn beide wissen: Nur als Team ist man stark und clever genug, um sich einer Welt voller Abenteuer und Bedrohungen zu stellen.

Wenn Vanessa Walder ein Buch schreibt, dann mit vollen Einsatz. Und dies beweist sie mit dieser neuen Buchreihe „Das geheime Leben der Tiere (Wald, Band 1) Die weiße Wölfin“ wieder einmal mehr. Schon nach den ersten Seiten merkt man, dieses Buch beinhaltet etwas Besonderes, nämlich ganz viel Wissen und Herzblut. Die Geschichte ist in vier Abschnitte unterteilt und startet mit der Wolfs-Lektion „Leben lernen“. Wie die Überschrift schon erahnen lässt, erlebt man hier zunächst die Geburt der fünf kleinen Wolfswelpen. Aber wer kennt schon die Gedanken eines ganzen Wolfsrudels dazu? Wer hat welche Aufgabe? Vanessa hat die Antwort, nämlich in Form eines kleinen weißen „Maulwurfs“, ähm….einer jungen Wölfin namens FÜNF. Eine kleine Kämpferin, die schon früh ihren Platz in Rudel kennt (oder auch erst kennenlernen muss). Im zweiten Kapitel „Kenne deinen Platz“ wird der jungen Fünf klar, wie wichtig der Familienzusammenhalt eines Wolfrudels ist, wie hart sie für ihr Fressen kämpfen müssen. "Ihr Kopf war längst übervoll und musste all die neuen Erkenntnisse erstmal verdauen". (S. 71) Genauso erging es mir auch nach diesem Abschnitt und war erstaunt, wieviel ich bisher schon in diesem Buch über die Wölfe erfahren hatte.

Ganz klar, dass die kleine Rebellin Fünf schon früh wusste, was sie werden möchte. Das wird in „Erkenne deinen Platz“ noch einmal umso deutlicher. Das Jagen, das Überleben, aber auch das Anschließen an andere Wolfrudel wird hier deutlich. Wie gut, dass Fünf immer ihren Freund, den Raben „Raak“ an ihrer Seite hat. Und nein, das ist keine Fantasie-Freundschaft der Autorin, auch hier hat sie gut recherchiert, denn eine Freundschaft zwischen Wölfen und Raben gibt es wirklich. Warum beide voneinander profitieren, liest du am besten selbst nach! Du wirst erstaunt sein. Kapitel vier „Leben lehren“ war für mich am Emotionalsten. Freunde, Spannung, Abenteuer… lies es selbst, du wirst begeistern sein.

Während ich am Leben von Fünf teilnahm und die Geschichte, die Ereignisse auf mich als Leserin nur so herunterprasselten, dachte ich oftmals, Vanessa kann nur eine „Gestaltenwandlerin“ sein, um dieses Wissen so detailgetreu wiederzugeben. Ganz so ist es natürlich nicht! ;) Die Autorin hat einfach nur eine exzellente Recherchearbeit geleistet und in Zusammenarbeit mit Forschern und Experten den Wölfen eine Stimme, ein Herz gegeben. Vielleicht ist das Buch sogar eine kleine Hommage an She-Wolf, die einmal im Yellostone Nationalpark gelebt hat.

Wie eingangs schon erwähnt, spiegelt das Buch das Leben der Wölfe wieder, und bei Raubtieren sind Themen wie der Tod von Tieren / Beutejagd etc. unumgänglich, aber Vanessa weiß, wie man Kinderbücher schreibt, das hat sie in der Vergangenheit mehrmals bewiesen und hat auch mit diesem Buch wieder einfühlsam gezeigt, wie man Kinder „auf solche Themen“ behutsam vorbereitet. Wo Vanessa draufsteht, ist Vanessa drin: Leidenschaft, Emotionen, Recherche und ganz viel Herzblut. Und natürlich kommt der „Waldersche Humor“ nicht zu kurz, dafür sorgt Raak! ;)

Aber das beste Kinderbuch lebt nun auch einmal von seinen Illustrationen und hier kommt Simona Ceccarelli ins Spiel. Sie setzt dem Buch das goldene Krönchen auf und verleiht Fünf und ihrem Rudel ein Gesicht! Das Cover ist einfach umwerfend schön und loc

Bewertung vom 01.03.2022
Das Geheimnis der Klabauterkönigin / Inna Inseling Bd.1
Scharmacher-Schreiber, Kristina

Das Geheimnis der Klabauterkönigin / Inna Inseling Bd.1


ausgezeichnet

Hast du schon einmal von den Inselingen und dem Ort Muschelsande gehört? Dann wird es aber allerhöchste Zeit. Denn dort lebt das Inseling-Mädchen Inna. Am liebsten fliegt sie mit ihrer Möwe über die Insel. Gemeinsam mit ihrer Familie und Freunden kümmert sie sich seit Generationen um die lauten, riesigen Menschen, die auf der Insel Urlaub machen. Doch zunächst müssen sie dafür eine Prüfung ablegen und das gefällt Inna gar nicht, denn sie hat Angst vor den riesigen Menschen. Als dann noch ein Sturm aufzieht, ahnt Inna, dass die alte Klabauterkönigin dahinterstecken könnte. Hilfesuchend wendet sich Inna ausgerechnet an den verträumten Menschenjunge Mo. Ob sie den Sturm bändigen und die Insel retten können?

Hach, wie schön. Schon wenn man in die ersten Buchseiten von Inna Inseling eintaucht, fühlt man die frische Brise des Meeres, den tosenden Wind, der die Wellen mit einer Schaumkrone an den Strand spült und mittendrin die kleinen Inselinge, die den Menschen bei der ein oder anderen Arbeit unter die Arme greifen: Mal verscheuchen sie hungrige Möwen und retten somit dein leckeres Fischbrötchen, mal helfen sie, einen verlorenen Gegenstand wiederzufinden. Ja, so Inselinge sind schon sehr hilfreich. Nur für den Menschen eigentlich nicht sichtbar. Nicht so für den schüchternen und manchmal unbeholfenen Jungen Mo. Er hört die zarte Stimme von Inna, die für ihre Prüfung ausgerechnet den Bauernhof der Mommsens aufsuchen muss. Schon oft hat er von den Inselingen gehört, hielt es aber nur für ein Märchen. Inna ist zunächst gar nicht begeistert, dass sie von einem Menschenjungen entdeckt wurde. Das ändert sich jedoch, als sie von den Plänen erfährt, dass auf Muschelsande ein Hotelkomplex gebaut werden soll. Hilfesuchend wendet sie sich ausgerechnet an Mo und eine schöne Freundschaft beginnt.

Die Idee der Autorin Kristina Scharmacher-Schreiber mit den kleinen Winzlingen ist vielleicht nicht neu – man kennt ja auch die Borger oder die Wichtel – aber sie ist unglaublich schön, weil das Setting so atemberaubend beeindruckend geschildert wird. Die Autorin beschreibt die Natur, die Landschaft und das tosende Meer mit einer kindgerechten Sprachgewalt, dass einem schon gedanklich der Sand an den Fußspitzen kitzelt und man sofort Urlaubsfeeling verspürt. Die Idee mit der Klabauterkönigin ist ebenfalls gut durchdacht und zeigt einmal mehr, wie wichtig der Erhalt von Flora und Fauna – und natürlich Inselinge – ist. Mo und Inna passen gut zusammen: beide ermutigen sich gegenseitig und überwinden ihre Angst. Für die jüngeren Leserinnen und Leser wirklich ein kleines Mutmach-Buch.

Unterstrichen wird diese wunderschöne Geschichte durch die tollen Illustrationen von Malin Hörl, die man nicht nur auf dem Cover, sondern auch im Buch zahlreich wiederfindet und zum Träumen einladen.

Schön ist auch die Bastelidee mit dem Muschelschachspiel, da macht das Muschelsammeln am Strand nochmal so viel Spaß!

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende, denn es warten noch viele Abenteuer. Und so freuen wir uns auf jeden Fall auf eine Fortsetzung. Wann diese beim Coppenrath Verlag erscheint, steht derzeit nicht fest.

Fazit: Ein gelungener Auftakt für kleine und große Inselfreunde!

Bewertung vom 08.02.2022
Grenzfall - Ihr Schrei in der Nacht / Jahn und Krammer ermitteln Bd.2
Schneider, Anna

Grenzfall - Ihr Schrei in der Nacht / Jahn und Krammer ermitteln Bd.2


sehr gut

Heftige Schneefälle bringen über Nacht in der Grenzregion Karwendel alles zum Erliegen. Mitten im Chaos verschwinden fünf junge Menschen: In der Jachenau eine junge Frau auf dem Weg zu ihrem Elternhaus, in einem Studentenwohnheim in Innsbruck zwei Studentinnen. Als während der Ermittlungen zwei weitere Vermisstenmeldungen bei der Polizei eingehen, wird klar, dass es einen Zusammenhang gibt. Alexa Jahn und Bernhard Krammer haben alle Mühe, unter den erschwerten Bedingungen grenzübergreifend zusammenarbeiten und Bernhard Krammer beschleicht das ungute Gefühl, dass das Verschwinden der Personen mit einem alten Fall zusammenhängen könnte…als dann auch noch eine Leiche gefunden wird, ist klar: Für das deutsch-österreichische Ermittlerteam Alexa Jahn und Bernhard Krammer tickt die Zeit, denn der Mörder ist skrupellos….
Meine Meinung: Das Buch „GRENZFALL – Ihr Schrei in der Nacht“ der Autorin Anna Schneider ist bereits der zweite Band der Grenzfall-Reihe. Mir ist der Einstieg zunächst leichtgefallen. Auf dem Inneneinband werden die beiden Ermittler Alexa Jahn (Deutschland) und Bernhard Krammer (Österreich) kurz beschrieben. Das gefiel mir sehr gut und verschafft Neueinsteigern einen kleinen Überblick. Auch finde ich die Karte des Grenzgebiets sehr gut und zeigt via kleinen Fähnchen, wo die einzelnen Fälle der jeweiligen Buchbände spielen.
Die Ermittlerteams selbst fand ich ebenfalls auf Anhieb sympathisch, auch wenn sie sich von der Charakteristik doch sehr unterscheiden, was natürlich am Ende die Zusammenarbeit auch wieder spannend macht. Ich könnte mich auch nicht entscheiden, für wen ich mehr sympathisiere. Alexa Jahn (ehrgeizig, bekannt für Alleingänge) und ihr Kollege Florian Huber arbeiten noch nicht so lange miteinander und müssen noch zusammenwachsen. Anders ist es bei Krammer und seiner jungen Kollegin Roza Szabo. Die beiden sind ein eingespieltes Team und spornen sich immer wieder an, nicht aufzugeben, glauben an den anderen und lassen – wenn sie an einem Fall arbeiten - einfach nicht locker. Beide sind ehrgeizig, aber auf einer gesunden Basis. Es macht wirklich Spaß zu lesen, wie jeder auf seiner „Grenzseite“ ermittelt. In Band 1 erfährt die Ermittlerin Alexa, dass Krammer ihr Vater ist. Diese Nebenszene wird in Band 2 weitergeführt. Hier bleibt es auf jeden Fall spannend, wie beide mit der neuen Situation umgehen, ob es eher hinderlich oder förderlich für die kommenden Ermittlungen sein wird. Mir gefielen auch die Nebenrollen in diesem Buch: Line ist Psychologin und die Freundin von Alexa. Von ihr erhoffe ich mir in den weiteren Bänden noch mehr. Konstantin (Alexas Date aus Band 1) kommt auch eher selten vor, doch schauen wir mal, wie sich die Geschichte der beiden entwickelt. Selbst die Pensionsinhaberin, Frau Messener, fand ich total lieb.
Das Buch besticht durch sein tolles Setting: Die Autorin schafft es, uns Landschaft, Schneegestöber, die Berge – ja, die gesamte Atmosphäre gut zu beschreiben. Auch wenn das Gebiet eigentlich eher zum entspannten Verweilen einlädt, jagt es einen doch einen kleinen Schauer über den Rücken, wenn sie von düsteren Gestalten mit Maske schreibt, die nachts mal so durchs Fenster schauen oder von Schneeverwehungen, tiefer Dunkelheit, dumpfen Schreien in der Nacht. Auch bei der Beschreibung der Morde zeigt sie keinen Skrupel: Der oder die Täter gehen wirklich gewaltvoll vor und scheuen vor nichts zurück. Da wird’s einem manchmal echt übel.
Die Geschichte liest sich gut, abwechselnd werden die Ermittlungsfortschritte auf deutscher und österreichischen Seite geschildert, und hin und wieder blicken wir in einer Szene in die Köpfe der Entführungsopfer. Auch wenn ich im Großen und Ganzen mit dem Stil der Autorin zufrieden bin, hatte ich ab der Mitte es Buches das Gefühl, mir geht selbst die Luft aus, und es muss jetzt mal was Spannendes passieren. Die Ermittler dümpeln vor sich hin, und man fragt sich, wann treffen Jahn und Krammer endlich zusammen? Zum Ende hin geht’s dann rasant zu: Es

Bewertung vom 04.01.2022
Projektplanung
Ljung, Dr. Lennart;Jansson, Dr. Tomas

Projektplanung


sehr gut

Der schwedische Projektmanagement-Klassiker „PROJEKTPLANUNG“ der Autoren Dr. Tomas Jansson und Dr. Lennart Ljung schenkt uns zu Beginn eine kleine Einführung in das Projektmanagement.

Im ersten Teil geht es um die Projektumgebung (hier z. B. die Rolle in Projekten, betriebliche Arbeitsform, Entscheidungen, Phasen etc. )

Im zweiten Teil wird ausführlich auf das Projektmanagement eingegangen und Themen wie z. B. Analysieren von Projektideen, Einleiten der Projektplanung und –durchführung bis hin zum Abschluss erläutert.

Im dritten Teil geht’s es dann um die Projektplanung. Hier wird z. B. die Stakeholder-Analyse erklärt, die Anforderungsanalyse, Ergebnisse und Ziele, Strategien, Strukturplan, Ressourcen und Zeiteinschätzung, Budget, Organisation, Kommunikation und vieles mehr.

Man sieht anhand der ausführlichen Erläuterungen, dass Projektmanagement wirklich einer ausführlichen Planung bedarf. In diesem Buch lernt man also aus einer anfänglichen Idee einen fertigen Projektplan zu entwickeln, welche Maßnahmen ergriffen und berücksichtigt werden müssen, damit das Projekt aus zu einem erfolgreichen Abschluss kommt.

Das Buch ist mit 498 Seiten sehr umfangreich und eignet sich auch hervorragend als Lehrbuch. Erschienen ist das Buch bei "Bad Projekt".

Da ich in der Baubranche tätig bin, ist das Buch ein tolles Nachschlagewerk und kann es daher sehr empfehlen. Gerade durch das Index-und Sachregister kann man viele Begriffe direkt nachschlagen. Aufgrund der vielen Texten (und verhältniswenig Darstellungen) braucht man schon eine Weile, bis man das Buch durchgelesen hat, aber es lohnt sich.

Bewertung vom 04.01.2022
Karma Food Currys
Raihmann, Adi;Raihmann, Simone

Karma Food Currys


sehr gut

In vielen Küchen wird – neben deutsch - oftmals italienisch oder chinesisch gekocht. Doch wie wäre es mal mit indisch? Was hat diese Küche so zu bieten? Sehr viel.

In ihrem zweiten Kochbuch Karma Food Currys nehmen uns die Autoren Simone und Adi Raihmann mit auf einen Abenteuertrip durch die Welt der besten original-indischen Currys von allen Himmelsrichtungen, denn alle Regionen kochen unterschiedlich und man erhält Einblick in die verschiedenen Kulturen.

Das Kochbuch erklärt zunächst einmal das für Indien bekannte Dabba-Prinzip: Das ausgeklügelte Logistik-System sorgt in Indien täglich dafür, dass über 200.000 Lunchboxen (Dabbas) per Fahrrad geliefert werden. Wahnsinn! Inhalt der schimmernden Behälter: mit Liebe zubereitetes Curry. Finde ich gut, könnte man bei uns auch mal einführen.

Unter der Rubrik „Mama knows best“ erhalten wir einen Einblick zur Familie des Autors. Da Indien für eine ayurvedische Küche bekannt ist, werden noch unterschiedliche Basics erklärt, was ich sehr interessant fand.

Und dann geht’s auch schon zu den unterschiedlichen Rezepten der Regionen. Hier bekommt man ein vielfältiges Angebot: Von feurig bis mild oder aromatisch – auch wenn diese erstmal befremdlich klingen: Dal Makhani (aus dem Norden), Kadhi Pakora (aus dem Osten), Paneer Bhurji (aus dem Westen), Kottu (aus dem Süden). Das Beste ist: Alle Gerichte sind vegetarisch / vegan und ayurvedisch.

Die Rezepte sind soweit leicht nachzukochen, sofern man alle Gewürze hat. Asafoetida (auch Teufeldreck genannt) ist fast in allen indischen Gerichten, jedoch habe ich dieses Gewürz bisher noch nicht bekommen. Wir mussten dann z.B. beim Langen-Bohnen-Curry entsprechend improvisieren. Es schmeckte dennoch köstlich. Was ebenfalls bei allen indischen Gerichten nicht fehlen darf ist Hingabe, Zuversicht, Dankbarkeit und Respekt vor der Natur. Das Ergebnis: Good Karma. Ich denke, diese Zutaten solle nie in einem Gericht fehlen! J

Schön sind auch die zahlreichen bunten Illustrationen (typisch indisch), die den Charme des Landes wiederspiegelt. Toll sind auch die Tipps für die selbstgemachte Curry-Paste. Der Autor schenkt dem Thema Curry, wie der Name des Kochbuchs ja auch schon verspricht, ein eigenes Kapitel. Da ich selbst gerne Curry mag, fand ich den Überblick sehr interessant.

Zum Schluss gibt uns das Autorenteam noch 10 indische Weisheiten mit auf dem Weg wie z. B. „Es gibt nur eine Zeit, in der es wesentlich ist aufzuwachen. Diese Zeit endet jetzt". Und auch die kulinarische Reise in diesem Kochbuch ist danach zu Ende. Namaste!

Zum Cover des Kochbuches kann ich nur sagen: Wow! Man sieht ein Fahrrad mit den Dabbas. Ich mag eigentlich so bunte schrille Farben nicht, aber es passt zur Kultur. Und diese Freude ist ansteckend. Es macht einfach Spaß durch dieses Kochbuch zu blättern, jede Seite hat eine andere Farbe und doch ist es harmonisch. Eine schöne Idee! Erschienen ist das Kochbuch im Brandstätter Verlag!

Fazit: Die Gerichte schmecken sehr gut, sind leicht zu kochen, auch wenn man bei der Zutatenliste vorher alles einkaufen sollte. Wer sich mit der indisch-ayurvedischen Küche vertraut machen möchte, ist hier bestens bedient. Näher kann man einem die indische Küche und Kultur nicht bringen.

Bewertung vom 04.01.2022
Der Glanz der Hoffnung / New Hope Bd.2
Bloom, Rose

Der Glanz der Hoffnung / New Hope Bd.2


sehr gut

Das Buch NEW HOPE – Der Glanz der Hoffnung der Autorin Rose Bloom habe ich zwischen den Jahren gelesen und war so für mich als ein Wohlfühl-Buch mit Kuscheldecke und Kerzenschein. Denn allein die erste Zeile des Klappentextes katapultierten mich an einen Ort, der eine wunderschöne Atmosphäre versprüht und den ich im Laufe der Geschichte noch lieben lernte:

Grüne Wälder, der blau schimmernde See und himmlische Ruhe. Der Ranger Graham Campbell ist sehr naturverbunden und lebt glücklich und zurückgezogen in seiner Blockhütte am Rande von New Hope mitten in den Bergen an einem idyllischen See. Eines Tages zieht neben ihm in das leerstehende Ferienhaus die Liz ein, die scheinbar noch mehr Wert auf ihre Privatsphäre legt als er selbst. Als er sich vorstellen möchte, knallt sie ihm die Tür vor der Nase zu. Er ist zunächst irritiert, dennoch reizt ihn diese junge hübsche Frau. Was Graham nicht weiß: Liz ist durch ein dramatisches Ereignis in ihrem Leben verstummt. Nach einer Weilt entsteht zwischen Graham und Liz eine liebevolle Verbindung, denn auch er hat mit einem tragischen Verlust zu kämpfen….

Meine Meinung: Schon nach den ersten Seiten habe ich mich beim Lesen wohlgefühlt. NEW HOPE ist ein Ort, an dem man seine Zeit verbringen möchte. Die Charaktere waren allesamt so nett und zuvorkommend, dass man fast schon auf den Bösewicht gehofft hat, wenn man mal von den kleinen Nebenrollen des Sheriffs und Liz‘ Mutter absieht. Liz wird von den Bewohnern mit offenen Armen empfangen und gleich integriert. Sie muss ihr Stummsein nicht viel erklären, den Menschen ist es egal, sie lieben Liz so wie sie ist. Vor allem die Familie Campbell geht da mit guten Beispiel voran und lädt sie direkt zum Essen ein. Man möchte mit dieser Familie am liebsten mit am Tisch sitzen und mit Lake (Grahams Schwester) über Gott und die Welt reden oder sich mit Grahams kleinem Bruder Braxton einen witzigen Schlagabtausch geben. Die beiden Protagonisten Liz und Graham fand ich sehr sympathisch und harmonisch, auch wenn Graham am Anfang noch etwas mürrisch und zurückhaltend wirkt. Die Art, wie beide sich näherkommen, fand ich total süß geschildert und ich hätte mir gewünscht, dass sich diese schüchterne Verliebtheit noch ein paar Seiten hinzieht, denn diese hatte durchaus ihren Reiz. Die Idee, wie Liz mit Graham und den Bewohnern kommuniziert fand ich total schön und gerne hätte Liz ein bisschen stumm bleiben können, denn die Romantik zwischen Liz und Graham wurde ab der Mitte des Buches durch Erotik ausgetauscht - und ab diesem Zeitpunkt hat das Buch auch für mich etwas an seinem Charme verloren. Zudem wurden die Szenen immer mehr voraussehbar (was zu Beginn eigentlich schon der Fall war), aber ich habe immer wieder auf eine spannende Wende gehofft. Die Geschichte nahm nochmal etwas Fahrt auf, als sich Liz ihrer Vergangenheit in San Francisco stellt, aber auch hier wusste man schlussendlich, was folgen wird. Einzig das Geheimnis von Graham erfährt man erst am Ende.

Das Setting gefiel mir in diesem Buch am Besten. Ich mochte die Szenen, wenn Liz und Graham die Wälder gemeinsam für sich entdeckten, eine junge Bärenfamilie beobachteten, die „flinken Wiesel“ – allem voran Fynn - betreuten oder wenn Graham einfach nur in seinem See geschwommen ist. Auch fand ich die kleinen Lädchen so niedlich: Wer möchte nicht gerne im „Books & Cakes“ einen leckeren Schokoladenkuchen genießen oder mit Lake an einer kleinen Yoga-Stunde mit Ausblick auf die Berge teilnehmen? Die Bewohner waren alle so unglaublich nett, dass es schon fast unrealistisch erschien, aber dennoch fühlte ich mich in dieser Umgebung so wohl, dass ich das Buch gerne und in einem Rutsch gelesen habe, was auch letztendlich auf den schönen Schreibstil der Autorin zurückzuführen ist.

Das Cover ist ein absoluter Hingucker, schlicht in pastell-Rose und Gold gehalten, aber dennoch hübsch.

New Hope – Der Glanz der Hoffnung ist bereits Band 2 der New Hope Serie. Band 3 erscheint voraussetzlich im Mai 2022, w

Bewertung vom 16.12.2021
Kleiner Weihnachtsbaum
Cooper, Gary

Kleiner Weihnachtsbaum


ausgezeichnet

In dem Buch "Kleiner Weihnachtsbaum" von Gary Cooper geht es um einen kleinen Weihnachtsbaum, der sehr sich nichts sehnlicher wünscht als Freunde, denn er fühlt sich hoch oben auf einem Berg schrecklich einsam. Das ändert sich, als eines Tages der kleine Kai und seine große Schwester Klara im Wald ein Picknick machen und auf den kleinen Weihnachtsbaum treffen. Das Ende der Geschichte kann ich euch noch nicht verraten, aber es ist einfach unglaublich süß (und nicht vorhersehbar).

Meine Meinung: Ich kann euch das Buch nur empfehlen, nicht zuletzt wegen seiner wunderschönen Illustrationen auf jeder Seite. Für die ganz kleinen Bücherfreunde erzählt sich die Geschichte schon durch die Bilder und eignet sich daher hervorragend zum Vorlesen für Kinder ab 3 Jahre – aber auch Erstleser:innen haben ihre Freunde an dem tollen Buch. Ich selbst habe das Buch auch nach dem Lesen noch einmal durchgeblättert, weil die Geschichte von Autor Gary Cooper und die Illustrationen von Alla Churikova so zauberhaft schön sind. Positiv ist auch, dass das Buch, erschienen im Masselverlag, klimaneutral gedruckt ist! Das freut natürlich jeden Baum.

Das Buch hat der Autor ursprünglich für seine Kinder geschrieben, schön, dass er diese nun mit uns teilt.

Fazit: Dieses wunderschöne Kinderbuch berührt alle Kinderherzen und geben jedem Weihnachtsbaum bei uns zu Hause ein Leben!

Bewertung vom 23.11.2021
Mord am Watzmann
Leibrock, Felix

Mord am Watzmann


ausgezeichnet

Die wunderschöne naturbelassene Alpenlandschaft in Berchtesgaden hat es mir seit jeher angetan. So manch einer weiß um die Vielzahl von Sagen und Geschichten, die sich rund um den Watzmann seit jeher abgespielt haben. Und dann sind noch diese vielen Unfälle, bei denen die Wanderer und Bergsteiger in die Tiefe stürzen. Ausgerutscht oder unglücklich gestolpert? Oder wurde gar nachgeholfen und es war Mord?

Diese Frage muss sich auch der Polizeibergführer Simon Perlinger stellen: Das Ehepaar Wineke aus Lübeck begibt sich anlässlich ihrer Silberhochzeit auf eine Gratwanderung über den Watzmann. Ein Unwetter zieht auf – kurz danach stürzen sie unterhalb der Mittelspitze in den Tod. Für die örtliche Polizei steht schnell fest: Es war ein Unfall ohne Fremdeinwirkung. Doch Simons Instinkt – und einige Zeugenaussagen – sagen ihm das Gegenteil. Er beginnt auf eigene Faust zu recherchieren und stößt bei seinen Ermittlungen auf Hinweise und dunkle Geheimnisse, die „den Fall“ plötzlich in ein völlig anderes Licht rücken.
Schon der Titel des Buches „Mord am Watzmann“ des Autors Felix Leibrock lässt erahnen, dass es sich nicht um einen Unfall sondern um Mord handeln könnte. Der Protagonist und Ermittler, Simon Perlinger ist ein junger ehrgeiziger, aber auch durchaus sympathischer Polizeibergführer. Getrieben von seinem eigenen Kindheitstrauma beginn er auf eigne Faust zu ermitteln, wohlwissend, dass ihm das seinen Job kosten könnte, doch er fühlt sich den beiden Kindern des verunglückten Ehepaares, Alina und Malte, sehr verbunden. Zu Beginn des Buches stellt der Autor alle Personen vor, die in diesem Buch eine Rolle spielen, das finde ich generell sehr gut, da man ansonsten schnell den Überblick verlieren kann – wobei ich aber auch getrost ohne diese Übersicht ausgekommen wäre, da hier als Einführung in einzelnen Kapiteln auf alle Personen und deren Lebensumstände kurz eingegangen wird. Danach wird’s auch schon sehr spannend, denn spätestens nach dem Sturz des Ehepaares möchte man wissen? Was ist oben auf dem Watzmann passiert? Schnell merkt man: Verdächtig ist jeder, alle hätten ein Motiv. Der Autor schafft es wirklich, den Spannungsbogen bis zum Ende zu halten. Es geht dabei nicht nur selbst um den Unfallhergang selbst, sondern parallel auch um die Ereignisse, die sich in Simons Kindheit ereignet haben. Auch hier lohnt es sich, bis zum Schluss durchzuhalten, um zu erfahren, was Simon innerlich antreibt, hier privat zu ermitteln.

Ein bisschen Klischee wurde schon reingepackt, das Ehepaar ist politisch sehr bekannt und zudem Betreiber einer eigenen Reederei – da hat man es doch oft mit Neidern, Feinden und politischen Gegnern zu tun. Generell sind die Charaktere in diesem Buch sehr gut durchmischt, von intrigant, bis hinterlistig, fürsorgend, ehebrechend, skurril, ehrgeizig - man findet wirklich alles und das macht es so abwechslungsreich.
Dass das Setting unglaublich schön ist, steht außer Frage. Berchtesgaden ist immer eine Reise wert und mich wundert es, dass es nicht vielmehr Berchtesgaden-Krimis gibt – gut, dass der Autor mit diesem Krimi sein Debüt feiert und wir uns wohl noch über weitere Fälle rund um Berchtesgaden freuen können. Ein bisschen Lokalkolorit hat der Autor ebenfalls eingebaut, aber einziger Kritikpuntk: für mich hätte es sogar noch ein bisschen mehr sein können, hat das Alpenland doch noch so viel mehr zu bieten als den Watzmann. Eine Leiche mitten im Nationalpark, im Königssee oder in den Tiefen des Salzbergwerks. An Tatorten dürfte es nicht mangeln und darauf freue ich mich schon sehr. Schön finde ich, dass der Autor auch ein bisschen Berchtesgadener Geschichte mit einfließen lässt. Von mir aus darf es auch hier ein bisschen mehr sein. So ist doch der Großvater von Simon Historiker und hält vielleicht noch ein paar vergangene Ereignisse für uns bereit.
Der Autor hat zwar viele falsche Fährten gelegt, doch hatte ich nicht das Gefühl, dass die Story bewusst in die Länge gezogen wurde. Auch muss man wirklich bis z