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Benutzername: Jackiistz
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Bewertungen

Insgesamt 24 Bewertungen
Bewertung vom 24.06.2020
Die nach den Sternen greifen / Das Grand Hotel Bd.1
Benedikt, Caren

Die nach den Sternen greifen / Das Grand Hotel Bd.1


ausgezeichnet

Im Buch „Das Grande Hotel – Die nach den Sternen greifen“ von Caren Benedikt, geht es um eine Hoteliersfamilie in Binz und Berlin. Die von Presows führen prunkvolle Hotels, die ihren Urlaubern alle Wünsche erfüllen. Luxus, Partys, Varietés, alles was das Herz begehrt.

Das Buch spielt im Jahre 1924 und versprüht auch genau diesen Charme. Die Familie von Presow mit ihren Mitgliedern Bernadette, Josephine, Alexander mit seiner Frau und seinen Zwillingen und Constantin führt seit vielen Jahren ihre Hotels sehr erfolgreich. Bernadette und ihr ältester Sohn Alexander das Grande Hotel in Binz und Constantin das Astor in Berlin. Um an den Erfolg dieser Hotels zu kommen, war jedoch schon einiges nötig. Auch unschöne Dinge mussten erledigt werden, damit die von Prewsos soweit kommen konnten, wie sie es heute sind. Besonders der Sohn Constantin, der das Oberhaupt des Berliner Rings ist, schreckt vor gar nichts zurück um sich und seine Familie zu schützen. So kommt es schon vor, dass Schutzgelderpresser verschwinden und mit einer Kugel im Kopf aus dem Meer gefischt werden. Constantin ist skrupellos und auch seine Mutter Bernadette geht sehr weit um ihr Hotel voranzubringen. Im Buch geht es genau darum zu erklären, was die Familie alles tut um ihren Willen zu bekommen und auch wie sich die einzelnen Charaktere im Buch nach und nach entwickeln. Eine Entwicklung ist bei so ziemlich jeder Figur deutlich zu spüren. Auch ein Geheimnis scheint die ganze Familie zu umgeben. Dieses soll jedoch niemals ans Licht kommen und so versucht Bernadette auch hier die Kontrolle zu haben. Man darf also sehr gespannt auf Band Nr. 2 sein!

Alexander von Prewso und seine Schwester Josephine sind etwas anders. Alexander hält Anteile am Grande Hotel und arbeitet für seine Mutter. Josephine studierte in Paris Kunst. Als sie von ihrem Aufenthalt dort zurückkommt, möchte sie nur noch fort aus Binz und rein nach Berlin zu ihrem Bruder. Bernadette lässt sie allem Anschein nach gerne ziehen und schickt sie nach Berlin um dort ihre Kunst ausleben zu können. Bernadette habe ich als starke, selbstsichere Frau kennengelernt, die von ihren Angestellten sogar gefürchtet wird. Sie wirkt kühl, hat allerdings auch ihre Momente im Buch in denen sie einem richtig herzlich und mitfühlend erscheint. Josephine wirkt zu Anfang des Buches sehr kindisch und dickköpfig. Sie macht im Laufe des Buches jedoch eine Wandlung durch und kommt als reife Frau zurück nach Binz. Alexander ist mir hier gar nicht sympathisch geworden. Er ist eher die Marionette von Bernadette und hat nicht wirklich etwas zu sagen. Er versucht zwar ab und an sich durchzusetzen, das gelingt ihm jedoch nicht. Constantin ist ein unberechenbarer Mann, mit dem man es sich nicht verscherzen möchte. In Berlin kontrolliert er alles. Sein Hotel, seine Angestellten, die Mädchen die für ihn arbeiten und auch das Drogengeschäft. Im Hotel Astor passieren interessante Dinge, die auch mal sehr gefährlich werden können. Spannung ist hier auf jeden Fall vorprogrammiert. Auch Josie erlebt in Berlin allerhand und lernt das Leben so kennen, wie sie es vorher nicht kannte. Wichtig zu erwähnen ist auch Marie Reidel. Sie ist ein Zimmermädchen im Grande Hotel und eine gute Freundin von Josie. Maries Mutter arbeitete schon im Hotel bevor sie starb und Marie führt ihre Arbeit dort weiter. Ihr Vater ist Trinker und sie muss sich mit um ihre kleine Schwester kümmern. Bis auch Maries Leben eine bedeutsame Wendung nimmt und sie sich einmal um 180° dreht. Auch Maries Geschichte scheint noch sehr spannend zu werden und ich kann es kaum erwarten den zweiten Teil zu lesen.

„Das Grande Hotel – Die nach den Sternen greifen“ ist wirklich sehr gut geschrieben. Man kommt schnell durch und auch die Spannung verliert sich in keiner Sekunde des Buches. Die verschiedenen Protagonisten erleben alle ihre ganz eigenen Geschichten, die immer wieder in den Hotels zusammenlaufen. Ich kann das Buch wirklich nur sehr empfehlen und fiebere dem zweiten Teil

Bewertung vom 07.02.2020
Es beginnt / Beastmode Bd.1
Wekwerth, Rainer

Es beginnt / Beastmode Bd.1


sehr gut

Das Buch „Beast Mode – Es beginnt“ von Rainer Wekwerth handelt von fünf Jugendlichen, die alle besondere und sehr außergewöhnliche Fähigkeiten haben. Jeder ist auf seine Weiße besonders und einzigartig, jeder hat mit sich und seinem Leben irgendein Problem. Sie scheinen so unterschiedlich, haben jedoch eine Gemeinsamkeit. Sie sollen die Welt und somit die gesamte Menschheit retten. Dafür werden sie auf eine geheimnisvolle Mission durch ein Energiefeld geschickt, welches kein anderer Mensch bisher lebend wieder verlassen hat.

Die fünf Jugendlichen sind Amanda, eine Jahrtausende alte Götting, Damon, ein vor hunderten vor Jahren beschworener Dämon, Jenny, halb Mensch, halb Kampfmaschine, Wilbur, ein Junge, der von oben bis unten mit seltsamen Runen tätowiert ist und die Zeit für ein paar Sekunden anhalten kann und Malcom, einem Jungen, dem man seine Fähigkeit auf den ersten Blick nicht ansieht. Er hat jedoch die Gabe in gefährliche Situationen hineinzugeraten, ohne dabei ernsthaft verletzt zu werden oder sogar umzukommen. Zu Anfang möchte sich die Gruppe nicht wirklich mit sich und der Mission nicht auseinandersetzen. Doch schnell merken die fünf, dass sie ohne einander nicht auskommen werden und sich brauchen, um die Mission abzuschließen und somit die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren. Sie sind alle so verschieden, wie es nur sein kann. Doch ziehen sie nicht alle an einem Strang, ändern sich die Vergangenheit, die Gegenwart und auch die Zukunft. Zeit spielt hier eine wichtige Rolle und die Zeit spielt auch gegen die Jugendlichen. Die Zeit ist allerdings nicht die einzige Gefahr. Auch andere haben sich schon aufgemacht um die Zeit zu verändern und somit die Welt aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ob es den fünf „Helden“ vor dem Feind gelingen wird, die Welt zu retten?

Mich hat das Cover des Buches von vorneherein schon super neugierig gemacht. Und auch der Klappentext hörte sich sehr spannend an. Der Schreibstil ist einfach zu lesen und auch die Tatsache, dass die Kapitel alle recht kurzgehalten sind, hat mir gut gefallen. So kam man schnell von einem zum anderen Kapitel. Auch wurde dieses Buch nicht nur aus einer Sichtweise geschrieben. Man bekommt von jedem der fünf Jugendlichen einen guten Eindruck. Man erfährt einiges über deren Gefühle und deren Geschichten, die sie geprägt haben und aus ihnen gemacht haben, was sie heute sind. Allerdings bleiben zu Anfang auch noch viele Fragen, die auch zum Ende des Buches hin noch nicht aufgelöst wurden. Da diese Geschichte jedoch mehrere Teile hat, schätze ich, dass wir nach und nach erfahren werden, wie die fünf zu ihren Fähigkeiten kamen und wie sie dann doch alle zusammenpassen. Leider hatte ich nach den ersten 100 Seiten gar keine Lust mehr weiterzulesen, da sich die Geschichte am Anfang doch sehr gezogen hat und sehr, sehr lange in ein und derselben Zeit gespielt hat. Deshalb bekommt dieses Buch von mir nur 4 von 5 Sternen. Zum Ende des Buches hin jedoch kam noch einmal so richtig Spannung auf und ich war fast schon ein wenig traurig, dass „Beast Mode – Es beginnt“ zu Ende ist. Ich bin nun auf jeden Fall sehr gespannt auf den zweiten Teil, der im August dieses Jahres erscheinen wird. Die letzten fünfzig Seiten des Buches haben auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht.

Bewertung vom 05.11.2019
Dear Evan Hansen
Emmich, Val; Levenson, Steven; Pasek, Benj; Paul, Justin

Dear Evan Hansen


ausgezeichnet

Das Buch „Dear Evan Hanson“ von Emmich, Val; Levenson, Steven; Pasek, Benj; Paul, Justinist auch die Vorlage für ein preisgekröntes Musical und aus diesem Grund macht es mich recht neugierig auf den Inhalt. Bisher habe ich noch kein Buch gelesen, welches auch als Musical aufgeführt wird.

In dem Roman „Dear Evan Hanson“ geht es um Evan Hanson, einen jungen Menschen mit ganz eigenen Problemen, die er Tag für Tag zu bewältigen versucht. Er lebt zwar, aber nicht richtig. In der Schule wird er kaum beachtet und Freunde hat er auch keine. Evan besucht mehr oder weniger regelmäßig einen Psychologen auf, der ihm eine Methode beigebracht hat, mit der er sich täglich selbst aufmuntern soll. Er soll sich jeden Tag selbst einen Brief schreiben, adressiert an Evan Hanson und erklären, warum dies ein guter Tag werden könnte. Der 17jährige Teenager findet diese Methode alles andere als hilfreich, schreibt aber auch seiner Mutter zuliebe jeden Tag weiter. Evans Leben scheint sich aufgrund dieser Briefe schlagartig zu ändern, denn durch ein äußerst seltsames Zusammentreffen mit Connor, einem ebenfalls unbeliebten Mitschüler, bewirkt einer seiner Briefe etwas, was in die völlig falsche Richtung geht. Connor begeht Selbstmord, behält Evans zuletzt geschriebenen Brief davor jedoch für sich. Connors Eltern finden diesen Brief nach seinem Ableben und denken anhand der Begrüßung „Dear Evan Hanson…“, dass es sich hierbei um einen Abschiedsbrief an Connors letzten und einzigen Freund handelt. Da auch Connor nie wirklich Freunde hatte und auch sonst nicht gerade offen gegenüber seinen Eltern, klammern diese sich an seinen „Freund“ Evan und an die Hoffnung darauf, mehr über ihren verstorbenen Sohn zu erfahren. Dinge, die er ihnen so vielleicht nie erzählt hätte. Wie er im Umgang mit seinem „Freund“ war, was er alles in seiner Freizeit unternommen hat. Während Connors Eltern Feuer und Flamme sind Evan quasi zu einem Familienmitglied zu machen, ist Connors Schwester Zoe skeptisch und glaubt nicht so wirklich an die Freundschaft der beiden Jungs. Und um allem noch die Krone aufzusetzen, ist Evan schon seit Ewigkeiten unsterblich in Zoe verliebt. Er steht also im Konflikt mit sich selbst die Sache frühzeitig aufzuklären und Connors Familie beizubringen, dass alles nur ein Missverständnis ist oder mitzuspielen und sich als Connors einzigen Freund auszugeben. Er weiß natürlich, dass dies ein Fehler ist, doch er möchte Connors Familie auch helfen und ihnen mit der Lüge ein besseres Gefühl geben. Zoe findet auch immer mehr Vertrauen zu Evan und hört ihm gerne zu, wenn er über seine gemeinsame Zeit mit Connor berichtet. Was aus einer vermeintlich „kleinen“ Lüge alles entstehen kann, erfahrt ihr in dem Buch „Dear Evan Hanson“, denn es ist ein Paradebeispiel dafür. Die Sache scheint aus dem Ruder zu laufen und droht mehrfach aufzufliegen. Wie Evan am Ende mit dieser Lüge lebt und ob und wie er sie offenbart, möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten.

Was ich euch allerdings sagen kann ist, dass mich dieses Buch vom ersten Moment gefesselt hat. Damit hätte ich persönlich nicht gerechnet, da es eigentlich nicht die Art von Buch ist, in der ich regelrecht versinke. Jedoch hatte ich diesen spannenden Roman innerhalb von zwei Tagen gelesen gehabt. Auch wenn mir die meisten Personen eher unsympathisch waren, wie beispielsweise Evan selbst, der einfach nicht die Wahrheit sagen kann, hat mir der Roman echt gut gefallen, da man regelrecht mit Evan mitgefiebert hat und sich ständig fragte, wie die Sache denn jetzt ausgehen mag. Das Buch ist in einer recht jugendlichen Sprache geschrieben, weshalb es für mich auch relativ leicht zu lesen war.

Bewertung vom 11.07.2019
Das Erbe
Sandberg, Ellen

Das Erbe


ausgezeichnet

In dem Roman „Das Erbe“ von Ellen Sandberg, geht es um die Frage das Richtige zu tun oder an sich selbst und somit ein sorgloses Leben zu wählen. Außerdem kommen Gier, Neid und Hass zum Vorschein, die erscheckender nicht sein könnten.

Mona Lang lebt mit ihrem Langzeitfreund Bernd in Berlin, als sie die erfreuliche Nachricht eines Erbes erreicht. Zunächst ist sie verwundert, warum ausgerechnet ihre entfernte Verwandte Klara ihr etwas hinterlassen möchte. Schnell erinnert sie sich an die letzte Begegnung mit ihrer Großtante auf dem 70. Geburtstag ihres Vaters. Die beiden Frauen haben sich gut verstanden und lange gequatscht. Ob dies allerdings für das alleinige Erbe ausreicht? Es scheint so, denn als Mona in München dem Steuerberater von Klara gegenübersitzt, erfährt sie, dass sie die alleinige Erbin ist und ihre Familie keinen Cent von dem vorhandenen Geld sehen wird. Da ist Ärger vorprogrammiert, denn Mona kommt mit ihren Eltern und den beiden Geschwistern Julian und Heike sowieso nicht so gut aus. Als sich dann noch herausstellt, was Mona alles erbt und dass dazu ein sehr altes Herrenhaus in München, das Schwanenhaus, gehört, dreht sich ihr allein schon von der Vorstellung mit ihrer Familie konfrontiert zu werden, der Magen um. Lange lassen die auch nicht auf sich warten und versuchen Mona etwas vom Erbe abspenstig zu machen. Mona jedoch genießt ihr neues, sorgenfreies Leben und lässt sich zunächst einmal nicht beirren. Das einzige, was ihr zu schaffen macht, ist die Aussage von Klara, die in ihrem Testament meinte, dass Mona schon das richtige tun würde. Auch ihre Mutter wirft ihr etwas an den Kopf, mit dem sie nicht so wirklich klarkommt. Das Erbe würde ihr kein Glück bringen. Es scheint mehr hinter diesen Aussagen zu stecken und da Mona Mona ist und dieser Sache auf den Grund gehen möchte, kommt schnell eine alte, grausame Geschichte ans Tageslicht. Denn das Erbe des Schwanenhauses ist nun wirklich kein großes Glück. Es gehörte in der Vergangenheit nämlich einem jüdischen Ehepaar und deren Tochter Mirjam, den Roths. Als Hitler jedoch an die Macht kam, wollten die Roths noch schnell aus Deutschland verschwinden und haben ihr Haus Klaras Familie, den Hackers verkauft. Nun ranken sich Mythem um den Verkauf des Hauses und ob damals alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Mona geht der Geschichte der Roths und auch der Familie Hacker auf den Grund. Dabei kommt so einiges ans Tageslicht und sie scheint längst nicht mehr die einzige zu sein, die etwas vom großen Kuchen des Erbes abhaben möchte.

Ich persönlich finde, dass sich der Roman sehr gut lesen lässt. Es ist auch schön etwas über die damalige Zeit im 2. Weltkrieg zu erfahren und wie eine jüdische Familie um ihren ganzen Besitz und schließlich ihr Leben gebracht wurde. Für mich eine grausame Vorstellung. Nicht jeder von uns hätte so intensiv geforscht, wie es Mona in diesem Fall getan hat. Sie hat nicht lockergelassen und wollte alles aufdecken, was der Familie Roth damals wiederfahren ist. Mona war es jedoch wichtig dies zu tun. Eigentlich ist dies nicht die Art von Buch, die ich für gewöhnlich lese und spannend finde. Das Buch ist aber bis zum Ende hin super spannend geworden und hatte noch so ein paar Überraschungen auf Lager. Am Ende ist es auch für Mona gut ausgegangen und sie hat ihren Frieden gefunden. Genauso wie Klara, die zu Lebzeiten nicht in der Lage war eine Auflösung des Falles zu geben. Das Buch vereint so viele, menschliche Verhaltensweisen und zeigt uns wieder einmal, wie grausam, gierig und egoistisch Menschen sein können, wenn es um Geld geht.

Bewertung vom 07.05.2019
Ich werde fliegen
Czapnik, Dana

Ich werde fliegen


gut

Der Roman „Ich werde fliegen“ von Dana Czapnik ist ein Buch über ein junges Mädchen namens Lucy Adler, die mit ihrer Familie in New York lebt. Sie ist jung, intelligent und sehr sportlich. Sie liebt es Basketball zu spielen und das am liebsten mit ihrem besten Freund Percy. Seit sie denken kann, ist sie in Percy verliebt, der hat bisher ihre Liebe jedoch nicht erwidert. Er sieht sie nur als einen seiner Kumpel und geht (nach Lucys Meinung) immer mit den falschen Mädchen aus. Ihm zu sagen, dass sie in ihn verliebt ist, würde sie sich aber niemals trauen. Auch bei ihren Mitschülern kann sie nicht wirklich glänzen, außer eben beim Basketball. Der Sport ist quasi ihr Leben und auf diesen baut sie auch ihre Zukunft auf. Begehrt sind jedoch immer nur die „schönen, oberflächlichen“ Mädchen. Sie beginnt sich zu fragen, warum sie so gar nicht in diese Welt hineinpasst. Dabei ist sie ein sehr interessantes Mädchen, was viel über das Erwachsenwerden und über das Bild der Frau nachdenkt. Beeinflusst wird sie da außerdem noch von ihrer Cousine Violet und deren Mitbewohnerin. Ihre Gedanken sind tiefgründig und oftmals philosophiert sie viel. Sie glaubt an das Gute in der Welt und auch das Gute in den Menschen. Dennoch wird sie in manchen Lebenslagen bitter enttäuscht und muss feststellen, dass das Leben doch nicht immer so schön oder fair ist, wie man es sich wünscht.

Lucy ist so ganz anders, als ich es in meiner Jungend war, weshalb ich mich leider nicht wirklich mit ihr identifizieren kann. Ich finde es aber schön, auch mal die Sichtweiße eines anderen Teenagers zu sehen und wie dieser seine Jungend in der Schule erlebt hat. Was mir leider gar nicht an dem Buch gefällt ist, wie es teilweiße geschrieben war. Es fallen sehr viele Begriffe aus dem Basketball, die ich gar nicht kannte und die mich dann eben auch ein wenig langweilten. Außerdem finden über das ganze Buch verteilt viele Aufzählungen statt, die es für mein Dafürhalten nicht gebraucht hätte. Dennoch war das Buch recht gutgeschrieben und flüssig zu lesen. Ich hatte es innerhalb von wenigen Tagen durch. Dass mir das Buch nicht gefallen hat, liegt wohl zum großen Teil daran, dass viele Begriffe verwendet wurden, die ich nicht kannte. Sowohl die Begriffe aus dem Sport Basketball, als auch bestimmte Orte, die sich in New York befinden. Auch die Geschichte an sich ist nicht wirklich mein Ding gewesen. Meiner Meinung nach ist dies jedoch Geschmackssache und da ich im Anschluss an das Buch noch eine Weile über Lucy und ihr Leben nachdenken musste, bekommt dieser Titel von mir drei von fünf Sternen.

Bewertung vom 14.02.2019
Mein Jahr mit Dir
Whelan, Julia

Mein Jahr mit Dir


gut

In dem Roman „Mein Jahr mit Dir“ von Julia Whelan geht es um die junge Ella, die ihr Leben von klein auf fest geplant hat. Sie wusste schon als kleines Kind, dass sie unbedingt nach Oxford zum Studieren gehen wollte. Außerdem hat sie eine große Karriere in der Politik geplant, die sie auch sicher zu erreichen scheint. Ella ist ziemlich erfolgreich, zielstrebig und fokussiert. Trotz einer unfassbar guten Stelle in Amerika, möchte sie trotzdem nach England gehen und ein Jahr in Oxford verbringen. In Ellas Leben gibt es nur sie und ihre Mutter. Ihren Vater hat sie als kleines Kind durch einen Unfall verloren. Einen festen Freund oder eine richtige Beziehung interessiert sie nicht. Sie möchte nur ihre Ziele verfolgen. Da sie auch nie geplant hatte, eine feste Beziehung zu führen, kommt ihr der Gedanke erst gar nicht sich mal so richtig zu verlieben. Die Rechnung hat sie allerdings ohne die Liebe selbst gemacht. Denn aus einem One-Night-Stand wird schnell eine heiße Affäre. Und dann kommen auch noch Gefühle ins Spiel, mit denen Ella nie gerechnet hätte. Ihre Affäre mit Jamie Davenport, der zu allem Überfluss auch noch einen ihrer Kurse leitet, sind beide nur unter der Bedingung eingegangen, dass es bei einer Affäre ohne Gefühle bleibt. Aber sowohl Jamie, als auch Ella entwickeln mit der Zeit mehr füreinander. Doch eine richtige Beziehung möchte Jamie nicht führen und das hat einen geheimnisvollen und sehr traurigen Grund. Jamie ist unheilbar krank. Genau wie sei Bruder Oliver, erkrankte er an einer sehr aggressiven Form von Krebs und hat kaum Überlebenschancen. Ella weiß von alledem nichts und glaubt, dass Jamie sie hintergeht oder einfach nichts mehr von ihr wissen möchte. Als sie es erfährt, bricht eine Welt für sie zusammen und das erste Mal in ihrem Leben muss sie eine richtige Entscheidung treffen. Entscheidet sie sich für die Liebe zu Jamie und steht ihm bei seinem schweren Kampf bei oder fährt sie im Juni, nach ihrem Jahr in Oxford wieder zurück nach Amerika und tritt dort ihren Traumjob an? Die Entscheidung fällt ihr nicht leicht, denn bisher gab es für Ella ja nur die Entscheidung zur Karriere. Doch mit Jamie ist nun alles anders…

Ich finde, dass das Buch sehr gut geschrieben ist. Der Text ist flüssig und ich hatte es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Ab und an bin ich über Fachbegriffe aus der englischen Literatur gestolpert, aber ich finde, dass diese Begriffe ganz eindeutig in das Buch hinein gehören. Leider finde ich, dass alles ein wenig vorhersehbar geschrieben ist. Man konnte sich direkt denken, was als nächstes passiert und wie die einzelnen Personen zueinander finden werden. Neben den Hauptdarstellern Jamie und Ella, gibt es außerdem noch den toten Bruder Oliver, Ellas Mutter, Jamies Eltern Antonia und William, Ellas neue Freunden aus Oxford, Maggie, Charlie und Tom. Außerdem spielt eine gewisse Cecilia eine Rolle in dem Buch. Sie ist mit Jamie und seiner Familie vertraut. Ich persönlich finde, dass Maggie, Charlie und Tom im Buch genug beschrieben werden. Cecilia kommt, meiner Meinung nach, allerdings zu kurz. Man erfährt zwar, was sie mit Jamies Familie zu tun hat, allerdings hätte man ihre Rolle in dieser Geschichte noch weiter ausführen können. Insgesamt ist mir die Geschichte etwas emotionslos geschrieben und da man eben so ziemlich alles vorhersehen kann, auch etwas langweilig.

Das Ende des Buches werde ich euch jetzt nicht verraten. Ich kann euch nur so viel sagen, dass Ella eine Entscheidung getroffen hat. Wie es mit ihrem Leben und ihrem Träumen weitergeht, erfährt man allerdings nicht so wirklich.

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Bewertung vom 31.10.2018
Hybris / Lene Jensen & Michael Sander Bd.4
Jacobsen, Steffen

Hybris / Lene Jensen & Michael Sander Bd.4


ausgezeichnet

Das Buch „Hybris“ von Steffen Jacobsen ist ein spannender Krimi, der sich um die beiden Hauptrollen Lene Jensen und ihren Mann Michael Sander dreht. Die beiden sind verheiratet, ihrer Ehe steht jedoch kurz vor dem Aus, da Michael einen folgeschweren Fehler begangen hat. Lene arbeitet als Kommissarin und Michael ist ein privater Ermittler. Beide sind in ihrem Job mehr als gut. Durch das Verschwinden einer jungen, erfolgreichen Musikerin und das Auffinden einer jungen Frauenleiche, haben die beiden aber immer wieder gewisse Berührungspunkte, an denen sich ihre beiden Fälle kreuzen. Eine junge Frau wird tot aufgefunden. In ihre Haut hat sie sich kurz vor ihrem Tod ihr Geburtsdatum geritzt. Das Kuriose ist, dass sie wenige Monate zuvor auch noch ein Kind geboren hat. Von dem Kind keine Spur. Lene Jensen wird mit dem Fall beauftragt und nähert sich langsam aber sicher einem reichen, größenwahnsinnigen Geschäftsmann, den auch Michael sehr gut kennt. Michael wird unterdessen von einem jungen Mann aufgesucht, der mehr als verzweifelt ist. Seine Freundin, eine berühmte Musikerin, ist seit Monaten spurlos verschwunden. Michael möchte den Fall erst gar nicht annehmen, da sich bisher jeder daran die Zähne ausgebissen hat. Letztendlich tut ihm der junge, verzweifelte Mann aber so leid, dass er es doch tut. Auch ihn führen die Spur der Entführten zu dem reichen Geschäftsmann und seiner eigene Insel. Im Laufe des Buches ahnt man, was die beiden Fälle miteinander zu tun haben. Man möchte es aber gar nicht glauben, da diese Geschichte nach dem Werk eines Wahnsinnigen klingt. Nachdem Michael und Lene beide den Zusammenhang zu einer Kinderwunschklinik festgestellt haben, geht alles ganz schnell und man weiß, welche kranke Idee der Milliardär hatte. Sowohl Michael, als auch Lene geraten dabei in Gefahr und müssen selbst um ihr eigenes Leben bangen. Dabei merken sie allerdings, wie nahe sie sich noch stehen und wie groß ihre Gefühle zueinander eigentlich sind. Werden die beiden überleben? Wird Lene ihrem Mann verzeihen? Und die wohl wichtigste Frage, die sich auch ein wenig durch das gesamte Buch zieht, gibt es sogenannte „Einhörner“? Quasi Übermenschen, deren Gene einfach nur perfekt sind?

Ich finde den Inhalt des Buches sehr spannend und hatte es auch kaum aus der Hand legen können. Es war bei mir super schnell durchgelesen gewesen und ich kann es echten Krimi-Fans nur empfehlen. Bisher hatte ich noch kein Buch von Steffen Jacobsen gelesen, werde aber auf diesen Autor in Zukunft mal ein Auge haben und mir auch seine bisherigen Werke mal genauer ansehen. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Man bekommt vom Erzähler immer mal wieder Einblicke in die verschiedenen Charaktere und mir wurde dabei nicht langweilig. Die Geschichte an sich ist auch sehr interessant, da ich bisher noch nichts Vergleichbares gelesen habe. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für dieses Buch!

Bewertung vom 16.08.2018
Nacht über Tanger
Mangan, Christine

Nacht über Tanger


sehr gut

„Nacht über Tanger“ von Christine Mangan ist ein Roman, der gut zu lesen war und mich in so manchen Situationen sprachlos gemacht hat. Dabei geht es um die Geschichte von Alice Shipley im Jahre 1956, die versucht in Marokko ihrer Vergangenheit zu entfliehen. Leider gelingt ihr dies nicht.

Alice stammt aus England und hat in ihrer Vergangenheit schon viele Schicksalsschläge erlebt. Als sie noch ganz klein war, sind ihre Eltern ums Leben gekommen und sie wurde letztendlich von ihrer Tante Maude großgezogen. Sie ist ein adrettes, reiches Mädchen, welches aber doch sehr mit dem Tod ihrer Eltern kämpfen muss. Im Internat lernt sie Lucy Mason kennen. Lucy wird zu ihrer einzigen und besten Freundin. Sie teilen alles miteinander und schmieden wilde Zukunftspläne. Bis eines Tages ein schrecklicher Unfall passiert, der alles ändert. Alice verliert wieder einen geliebten Menschen und kommt von dem Gedanken einfach nicht los, dass Lucy etwas damit zu tun haben könnte. Ein ganzes Jahr denkt Alice nicht an Lucy und lernt einen Mann namens John kennen. Mit ihm zieht sie nach Tanger in Marokko. John geht dort total auf, aber für Alice wird Tanger nie ihre Heimat. Trotzdem ist sie zufrieden und hat sich mit diesem Leben abgefunden.

Eines Tages steht jedoch eine alte Bekannte vor der Tür: Lucy. Sie möchte an die schöne Zeit anknüpfen und die Freundschaft zwischen Alice und sich wieder aufleben lassen. Alice lässt sich, zu Anfang doch widerwillig, darauf ein und bekommt von Lucys Plänen nichts mit. Die hat nur eins im Sinn und das ist nichts Gutes. Leider ist das Ende nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Ein bisschen mehr Gerechtigkeit wäre nett gewesen, aber die Realität ist ja manchmal auch nicht nett ;).

Ich konnte das Buch sehr gut lesen und habe mich auch total in die Geschichte hineinversetzten können. Leider ist mir keiner der Charaktere sympathisch geworden. Alice ist sehr sensibel und lässt sich alles gefallen. Das ist der Grund, warum mir dieser Charakter nicht gefällt. Sie kämpft nicht und lässt alles einfach so mit sich machen. Als sie dann zum Ende des Buches hin anfängt zu kämpfen, ist es leider schon zu spät. Ihr Mann John überträgt für mich auch keine Sympathie. Er ist eingebildet, hochnäsig und nutzt Alice in meinen Augen nur aus. Lucy ist ein Mensch, dem ich selbst nie im Leben begegnen wollte. Sie ist böse und hat eindeutige, psychische Probleme. An vielen Stellen im Buch dachte ich mir, dass das doch jetzt nicht wahr sein kann. Warum passiert das? Wo bleibt die Gerechtigkeit? Wie kann ein Mensch mit so etwas durchkommen? Ich war entsetzt und schockiert über die Gerissenheit von Lucy und wie sie sich durch ihr Leben mogelt. Die Ungerechtigkeit in diesem Buch ist deutlich zu spüren und das finde ich sehr gut. Wenn ein Buch solche Gefühle in mir auslöst, hat der Autor (in diesem Fall die Autorin) alles richtig gemacht.

Gut finde ich auch, dass man das Buch mit 368 Seiten sehr schnell durch bekommt. Es lässt sich leicht lesen und die Geschichte wird nicht durch unnötige und sinnlose Texte in die Länge gezogen. Die Geschichte ist klar strukturiert. Ich kann das Buch „Nacht über Tanger“ weiterempfehlen.

Bewertung vom 08.06.2018
Wahrheit gegen Wahrheit
Cleveland, Karen

Wahrheit gegen Wahrheit


sehr gut

In der Geschichte „Wahrheit Gegen Wahrheit“ geht es um eine Spionageabwehr-Analystin der CIA, Vivian Miller, die in ihrem Beruf nur ein Ziel hat: Russische Spione in den USA zu entlarven. Für diesen Job hat sie ziemlich viel aufgegeben und unter anderem ihre vier Kinder schwer vernachlässigt. Sie ist gut in ihrem Job, leider wohl zu gut, wie sich schon ziemlich am Anfang heraus stellt. Denn sie findet auf dem Rechner eines russischen Agentenbetreuers fünf Fotos von sogenannten „Schläfern“. Eines lässt ihr jedoch den Atem stocken und bringt sie in eine Situation, aus welcher sie unmöglich alleine herauskommen kann. Mit einem Mal stellt sich ihre Welt komplett auf den Kopf und sie weiß nicht, ob ihre Familie jemals wieder die sein kann, die sie vor nicht allzu langer Zeit war. Kann sie ihrem Mann nach dem Fund auf dem Rechner des Agentenbetreuers noch trauen? Ist er der perfekte Lügner? Mit diesen und ähnlichen Fragen quält Vivian sich durch das komplette Buch. Und als sie Matt, ihren Mann, mit ihrem Fund noch konfrontiert, scheint das Chaos perfekt zu sein. Denn er ist nicht unwissend und auf gar keinen Fall überrascht über ihren Fund auf dem Rechner von Juri, dem Agentenbetreuer. Aber was hat Matt mit Juri und den Russen zu tun? Arbeitet er vielleicht für sie? Gehören sie zu seiner Familie? Alles Fragen, auf die Vivian vor dem Fund der Fotos definitiv mit „nein“ geantwortet hätte. Nun ist sie sich aber nicht mehr so sicher…

Sie ist immer wieder hin und hergerissen und kann sich nicht wirklich entscheiden, wie sie nun weiter vorgehen möchte. Meiner Meinung nach ist sie sehr naiv und das nicht nur in ihrer aussichtslosen Lage. Nein, auch in ihrer Vergangenheit, über die man einiges im Buch erfährt, lässt sie sich zu leicht von Matt beeinflussen und ändert ihre Meinung zu Gunsten seiner Meinung. Deshalb ist für mich auch völlig klar, warum sie immer weiter in die Geschichte mitreingezogen wird und sich keine Hilfe von ihren Kollegen und den Behörden sucht. Sie denkt, dass es immer noch einen anderen Ausweg geben kann. Dass ihr Mann der ist, den sie seit über zehn Jahren kennt und mit dem sie vier Kinder hat. Und auch wenn sie immer kurz davor ist die Wahrheit zu erkennen, vertraut sie Matt und wirft ihre Sorgen über Bord.

Das Buch an sich ist sehr spannend geschrieben. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive, also Vivians Sicht. So erfährt man eine Menge über die Person selbst und auch ihre Familie. Die weiteren, genannten Personen im Buch neben Vivian, Matt und Juri sind die vier Kinder Luke, Ella, Caleb und Chase. Außerdem lernt man Vivians Eltern kennen und auch einige ihrer Kollegen. Zum Beispiel ihren Mentor Peter und ihren engsten Kollegen und Freund Omar. Ich muss gestehen, dass mich keiner der Charaktere gepackt hat. Vivian und Matt waren mir einfach nicht sympathisch und alle anderen Figuren waren für mich nicht greifbar, da man nicht allzu viel über sie erfahren hat. Der Schreibstil aus der Ich-Perspektive ist jedoch gut gelungen. Die Kapitel sind nicht sehr lang und sind durch den Erzählstil schnell durchgelesen. Jedes Kapitel endet recht spannend und man kann das Buch eigentlich nicht aus der Hand legen, da man wissen möchte, wie es mit Vivian und dieser verzwickten Situation weiter geht. Das Ende des Buches war für mich keine große Überraschung, da sich eine solche Geschichte eigentlich schon das ganze Buch über angebahnt hat. Es könnte sicherlich eine Fortsetzung des Buches geben, da das Ende offen ist. Im Großen und Ganzen ist „Wahrheit Gegen Wahrheit“ kein schlechtes Buch. Es ist recht spannend und gut und schnell zu lesen. Die Personen haben mir nur einfach nicht gefallen. Die Geschichte an sich ist aber sehr gut und lässt sich bestimmt auch prima verfilmen.

Bewertung vom 08.03.2018
Was bleibt, sind wir
Santopolo, Jill

Was bleibt, sind wir


ausgezeichnet

In dem Roman „Was bleibt sind wir“ von Jill Santopolo geht es um die Liebe zweier junger Menschen, die sich am 11. September 2001 kennen und lieben lernen. Dieser Tag prägt die beiden besonders, da sie die Tragödie des 11. Septembers zusammen erleben und somit für immer miteinander verbunden sind. Ihre Liebe ist etwas ganz Besonderes und die beiden scheinen in ihr regelrecht zu ertrinken. Es geht um Lucy und Gabe, die seit diesem Tag nicht mehr ohne einander können, sich gegenseitig respektieren und die Wünsche des anderem akzeptieren. Diese Liebe scheint perfekt zu sein, bis Gabe eines Tages beschließt sein Leben in einem fernen Land, weit weg von Lucy weiterzuführen. Seine Berufung treibt ihn dort hin und er lässt Lucy die Wahl. Soll sie hier alles aufgeben, mit ihrer großen Liebe ins Ausland ziehen, ihre eigenen Träume somit begraben oder bleibt sie in New York, lebt hier ihren Traum als Produzentin einer Kinderserie und führt ein erfolgreiches Leben ohne Gabe? Sie entscheidet sich für ihren Traum und die Karriere und so verlieren sich die beiden aus den Augen. Lucy kommt nur schwer mit der Trennung klar und glaubt nicht so recht daran, noch einmal die große Liebe zu finden. Doch es kommt manchmal anders als man denkt und so lernt sie einen charmanten Mann kennen, den sie sogar heiratet und mit dem sie dann auch zwei Kinder bekommt. Ihr Leben scheint perfekt, doch Gabe tritt immer wieder in ihr Leben und ihre Wege kreuzen sich. Gabe hat, genau wie Lucy auch, nie aufgehört sie zu lieben. Was soll man also tun, wenn die große Liebe so nah und doch so fern ist? Wenn sie einen anderen Mann geheiratet hat und eine ganze Familie mit im Spiel ist?

Das Buch hat mich von Anfang an gepackt. Auch wenn mich das Cover, der Titel des Buches und auch der Klappentext nicht so recht überzeugen konnten. Geschrieben ist die Geschichte aus der Perspektive von Lucy, die sie gerade aktuell erzählt. Sie richtet die das Geschriebene direkt an Gabe. Nur an ihn und sonst niemand anderen. Sie fragt Gabe auch oft etwas und möchte von ihm wissen, wie er in ihrer Situation gehandelt hätte. Aber wird sie die Antworten von Gaber jemals bekommen? Wird sie ihm die Chance geben, ihr eine Antwort auf all ihre Fragen zu geben? Die Kapitel sind recht kurz gehalten, was mir gut gefallen hat. So endete ein Kapitel immer recht spannend und man wollte gleich weiterlesen. Man spürt die Emotion im Buch und fühlt mit Lucy mit. Weniger gut gefallen hat mit der Charakter von Gabe. Er war für mich immer der kalte, auf sich selbst bezogene Gabe. Seine Rolle in dem Buch gefiel mir so gar nicht und ich konnte nie richtig verstehen, was Lucy eigentlich an ihm findet.

Das Buch „Was bleibt sind wir“ hatte ich innerhalb weniger Tage komplett durchgelesen. Die Emotionen kamen deutlich herüber und als ich das Buch fertig gelesen hatte, musste ich erst einmal einen Moment schlucken und es ein wenig sacken lassen. Denn das Ende ist doch anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich kann euch so viel schon einmal verraten, es wird nochmals sehr emotional.

Auch wenn ich die Liebe zwischen Lucy und Gabe nicht verstehen kann, finde ich doch, dass dieses Buch sehr lesenswert ist. Mir gefallen der Schreibstil und die Gefühle, die in diesem Buch stecken sehr. Ich kann diesem Buch auf jeden Fall empfehlen und sicher können die, die schon einmal unter großem Liebeskummer gelitten haben, sich in Lucys Lage gut hineinversetzten.