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Benutzername: Bücherfreundin
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Bewertungen

Insgesamt 223 Bewertungen
Bewertung vom 25.07.2021
Die Verlorenen
Beckett, Simon

Die Verlorenen


sehr gut

Vor 10 Jahren änderte sich das Leben des Polizisten Jonah Collay schlagartig, als sein kleiner zehnjähriger Sohn auf dem Spielplatz entführt und ermordet wird Mit seiner eigenen Schuld, dass er eingeschlafen war und seinen Sohn nicht beschützen zu können, kann er nur schwer leben. daran zerbricht u. a. seine Ehe, er verliert seinen Polizistenjob und auch der Kontakt zu seinem ehemalig besten Freund Gavin bricht ab.

Umso überraschter ist Jonah, als Gavin plötzlich nach 10 Jahren verzweifelt anruft und ihn um Hilfe bittet. Näheres soll Jonah bei einem nächtlichen Treffen in einer Lagerhalle erfahren. Als er jedoch ankommt, findet er seinen Freund nur tot auf und neben ihn 3 weitere Leichen und eine halbtote junge Frau, die aber auch nicht mehr viel sagen kann.

Schnell wird Jonah als Verdächtiger von den aktuellen Ermittlern ausgemacht und so wird es ihm sehr schwer gemacht auf eigene Faust zu ermitteln. Er gibt trotzdem nicht auf und versucht unbeirrt den Grund für Gavins mysterösen Anruf herauszubekommen. Nach und nach muss er erkennen, dass die Lösung des Falles wohl bereits in der Vergangenheit von vor 10 Jahren liegt und das die Entführung seines Sohnes nicht zu zufällig war, wie bisher angenommen.

Simon Beckett ist mit "Die Verlorenen" ein neuer spannender Reihenauftakt um den Polizisten Jonah Collay gelungen. Ich freue mich auf weitere Fälle mit dem unkonventionellen Polizisten, der einem hoffentlich weitere spannende Lesezeit beschert.

Bewertung vom 21.07.2021
Still into you / Moonflower Bay Bd.1
Holiday, Jenny

Still into you / Moonflower Bay Bd.1


ausgezeichnet

Wegen ihres Liebeskummers verließ die junge Eve Abott den Ort ihrer Jugend und ihre Großtante und kehrte bisher nie dahin zurück. Nach dem plötzlichen Tod ihrer Tante erbt Eve das kleine heruntergekommene Hotel von ihr und bekommt als Auflage es mindestens ein Jahr zu behalten.

Nach dem ersten Schock entscheidet sich Eve das Hotel zunächst zu renovieren. Mit Hilfe des Dorfpolizisten und ihre ehemalige Jugendliebe Jake sowie vielen fleißigen Nachbarn gehen die ersten Arbeit auch recht schnell über die Bühne.

Doch die Bewohner von Moonflower Bay wollen Eve unbedingt in ihrem Ort behalten und schnell flammen auch die alten Gefühle zwischen Eve und Jake wieder auf.

Kann Eve ihren Gefühlen wirklich trauen und gibt es vielleicht eine gemeinsame Zukunft mit Jake in der Kleinstadt oder ist es für Eves Seelenleben besser das Hotel so schnell wie mmöglich wieder zu verkaufen?

Jenny Holiday ist mit "Still into you" ein romantische Liebesgeschichte gelungen, die einen in die fiktive Kleinstadt Moonflower Bay entführt. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, so dass man fast das Gefühl hat mittendrin dabei zu sein.
Mit "Someone like you" erscheint im August 2021 ein weiterer Band aus Moonflower Bay, auf welches ich mich schon freue.

Bewertung vom 21.07.2021
Siehst du, wie sie sterben? (Thriller)
Schwarz, Gunnar

Siehst du, wie sie sterben? (Thriller)


ausgezeichnet

Die Psychologin und Expertin für Serienmörder Frieda Rubens wird von ihrem Exfreund und Polizist Marc Wittmann bei einer grausamen Mordserie zu Rate gezogen. Bisher wurden 3 tote Prostituierte auf grausame Art und Weise und immer mit besonderen Symbolen gefunden. Die Polizei tappt zunächst im Dunkeln.

Erst Frieda Rubens findet eine erste Spur und erkennt ein besonderes grausames Muster hinter der Art und Weise und dem Tatzeitpunkt. Kann sie den Mörder rechtzeitig finden und aufhalten oder wird es noch weitere Opfer geben?

Schließlich passiert ein 4. grausamer Mord, der nicht in die bisherige Serie zu passen scheint. Doch genau das ist der Plan des Mörders, der mit seinen Opfern ein grausames Spiel mit insbesondere Frieda Rubens spielen will.

Nach und nach erkennt kommen die beiden dem Täter immer näher, auch wenn die Zusammenarbeit nicht immer reibungslos zwischen Frieda und Marc verläuft.

Gunnar Schwarz ist mit "Siehst Du wie sie sterben?" ein gelungener Serienauftakt gelungen, der nichts für schwache Nerven ist. Der Schreibstil ist fesselnd und es gibt einige überraschende Wendungen, die zu Beginn nicht abzusehen sind.

Werden Frieda und Marc den Mörder noch rechtzeitig enttarnen können oder kann er sein grausames Spiel bis zum bitteren Ende durchziehen?

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und es fast in einem Rutsch durchgelesen. Ich freue mich auf weitere Fälle mit den beiden ungewöhnlichen Hauptpersonen und es gibt ja am Ende des Buches sowas wie einen Ausblick auf ein neuen möglichen Fall.

Bewertung vom 18.07.2021
GIRL A
Dean, Abigail

GIRL A


weniger gut

Abigail Dean beschreibt in ihrem Debütroman die Lebensgeschichte der jungen Anwältin Alexandra "Lex" Gracie, die eine fürchterliche Kindheit zusammen mit ihren 6 Geschwistern erleben musste. Alle Kinder werden in jungen Jahren von ihren Eltern im Haus gefeselt und eingesperrt und nur durch einen glücklichen Zufall gelingt es Lex zu fliehen und dadurch ihre Geschwister aus dem Alptraum zu befreien.

Alle Kinder kommen in unterschiedliche Adoptionsfamilien und so verlieren sie sich mit den Jahren aus den Augen. Durch den plötzlichen Tod der Mutter im Gefängnis wird Lex und ihre Geschwister wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontriert.

Die Mutter hat all ihren Kindern das Haus ihrer (grausamen) Kindheit hinterlassen und Lex soll sich als Testamentsvollstreckerin um das Erbe kümmern. Da sie eine Begegnungsstätte für misshandelte Kinder daraus machen möchte, braucht sie die Zustimmung aller Kinder und Lex nimmt nach und nach zu jedem wieder Kontakt auf.

Auch wenn Lex die Hauptperson der Geschichte ist, dreht sich jedes Kapitel um ein anderes Kind und das Wiedersehen zwischen Lex und dem Geschwister.
Es wird nicht nur die aktuelle Lebenssituation beleuchtet, sondern es gibt auch einen ständigen Wechsel in die Vergangenheit der Kindheit.

Vom Klappentext habe ich mir eine spannende und sicherlich auch nicht immer einfache Geschichte erhofft, aber bei der Umsetzung traten zu viele Schwächen auf. Die Geschichte konnte mich nie wirklich fesselnd und mitreissen, sondern ich habe mich ziemlich durchquälen müssen. Besonders den ständgen Wechsel zwischen Kindheit und Gegenwart fand ich immer anstrengender, denn man musste sehr aufpassen, in welcher "Zeitebene" man sich gerade befand. Dies störte für mich auch sehr den Lesefluss, so dass ich der Geschichte keinen wirklcihen "durchgehenden" roten Faden gab.

Auch wenn es nur meine subjektive persönliche Meinung ist, war das Buch für mich eine Enttäuschung und ich kann keine Leseempfehlung geben.

Bewertung vom 11.07.2021
Wenn es uns gegeben hätte
Weiß, Josefine

Wenn es uns gegeben hätte


ausgezeichnet

"Wenn es uns gegeben hätte" erzählt die Liebesgeschichte von Ela und Timo, die sich nach Jahren zufällig wiedertreffen. Vor vielen Jahren waren sie beide beste Freunde, doch Ela traute sich damals nicht ihre Gefühle offen zu zugeben. Schließlich ging Timo als junger Fotograf nach Amerika und aus den beiden wurde damals kein Paar.

Als sie sich zufällig auf der Straße wiedertreffen, kommen schnell die alten Gefühle wieder hoch und dieses Mal gibt Ela ihren Gefühlen nach. Endlich könnten sie richtig glücklich sein, doch das Schicksal schlägt gnadenlos nach kurzer Zeit zu.

Timo sein transplantierten Herz wird von seinem Körper abgestoßen und er wird von Tag zu Tag schwächer. Zwar versuchen die beiden die Zeit so intensiv wie möglich zu nutzen, aber viel Zeit bleibt ihnen nicht. Nur eine erneute Transplantation könnte Timos Leben retten. Ela steht in dieser schweren Zeit jederzeit an Timos Seite und versucht das Beste aus der Situation zu machen. Auch wenn es ihr nicht leicht fällt, schafft es Timo nach und nach ihr zu zeigen, dass in allererster Linie sie alleine für ihr Glück zuständig ist. Sie muss ihr Leben selber in die Hand und darf es nicht von anderen abhängig machen.

Ela fällt es sehr schwer die Erkenntnisse zu akzeptieren und umzusetzen, aber mit Timos Konsequenz und Optimus gelingt es ihr nach und nach.

Leider gibt es hier kein Happy End, aber es passt sehr gut in die Geschichte. Sie soll einen klar machen, dass man zum einen jeden Augenblick genießen soll, denn man weiß nie wann es zu Ende geht und zum anderen es gibt immer ein "Licht am Ende" des Tunnels und das man viel mehr Kraft hat etwas durchzustehen oder zu ändern als man zunächst glaubt.

Josephine Weiß hat es mit ihrem Debütroman geschafft, ein emotionales Buch vorzulegen, welches einen teilweise traurig, aber auch hoffnungsvoll zurücklässt. Es ist kein gewöhnlicher Liebesroman mit einem vorhersehbaren glücklichen Ende, trotzdem brachte er mich an manchen Stellen zum Nachdenken und vermittelte mir das Gefühl "Genieße jeden Augenblick und schiebe möglichst nichts auf morgen, denn es kann schneller vorbei sein als man denkt!"

Bewertung vom 27.06.2021
Pension Herzschmerz
Below, Christin-Marie

Pension Herzschmerz


ausgezeichnet

Lou und ihre beiden besten Freundinnen Anna und Kim halten fest zusammen und so ist es für Lou selbstverständlich Anna bei ihrem Liebeskummer zu unterstützen.
Darüber hinaus hat sich die 3 im Bunde Kim auch noch auf Norderney den Fuß gebrochen, so dass die beiden anderen sich sofort auf den Weg zur Nordseeinsel machen.

Schnell stellt sich heruas, dass auch Kim an gebrochenen Herzen leidet und Lous eifersüchtiger Freund hat sich ebenfalls von ihr getrennt. So kommen die 3 Frauen in einer Weinlaune auf die Idee eine kleine Pension zu eröffnen, die sich an alle mit Herzschmerz wendet und für die sie ein besonderes Angebot machen wollen.

Die passende Location ergibt sich auch schnell, denn die alte Eigentümerin überlegt ihr Hotel abzugeben. Doch die Sache hat einen kleinen Haken. Lou, Anna und Kim haben 1 Woche Zeit 3 Insulaner als Fürsprecher für ihre Idee zu begeistern.

Die passenden Kandidaten scheinen recht schnell gefunden zu sein, aber so einfach ist es dann doch nicht. Schließlich bekommen die 3 Frauen Hilfe von unerwarteter Seite und auch das eigene Herzklopfen kommt nicht zu kurz.
Besonders der junge Bürgermeister hilft nicht nur auf der Suche nach Fürsprechern...

Christin-Marie Berlow hat mit "Pension Herzschmerz" einen lockeren Roman um eine ungewöhnliche Frauenfreundschaft vorgelegt. Es ist in nahezu allen Lebenssiutationen überlebenswichtig sich auf gute Freunde verlassen zu können, dann kann auch eine (scheinbare) Niederlage zu einem guten Neuanfang führen.

Mir hat die Geschichte um die 3 Frauen sehr gut gefallen und ich habe mitgefiebert, ob sie sich ihren Traum erfüllen können oder nicht. Es ist ein Gute- Laune-Sommerbuch, welches Urlaubsfeeling versprüht. Ich würde mir eine Fortsetzung wünschen, denn ich würde gerne mehr von der Insel lesen und es gibt sicherlich so einige Höhen und Tiefen mit der Pension Herzschmerz zu überstehen. Vielelicht wäre es eine Idee an die Autorin....

Bewertung vom 20.06.2021
Die Wahrheit der Dinge
Thiele, Markus

Die Wahrheit der Dinge


ausgezeichnet

Frank Petersen, ein Richter aus Leidenschaft, muss sich plötzlich mit seinem eigenen Selbstbild und der Frage nach Gerechtigkeit und Selbstgefälligkeit im Justizsystem auseinandersetzen.

Nach jahrelanger Berufserfahrung werden auf einmal mehrere seiner Urteile vom BGH überprüft und er fängt an zu zweifeln, ob er wirklich immer gerecht und ohne Vorurteile geurteilt hat.

Auslöser ist die bevorstehende Freilassung der verurteilten Mörderin Corinna Maier, die vor 4 Jahren Selbstjustiz in seinem Gerichtssaal bei dem Mörder ihres Sohnes geübt hat.

Die Geschichte wird auf 2 Zeitebenen erzählt - zum einen in der Gegenwart und zum anderen Anfang der 90 ger Jahren, wo Corinna Maiers Geschichte ihren Anfang nimmt.

Markus Thiele, selber Strafverteidiger, verknüpft gekonnt die fiktive Geschichte mit zwei echten Kriminalfällen. Zum einen dreht sich viel um die Geschichte von Marianne Bachmeier, die 1981 im Lübecker Gerichtssaal Selbstjustiz beging. Zum Anderen wird der rechtsradikale Mord von Eberswalde von 1990 an Amadeu Kiowa thematisiert.

Er schafft es gekonnt beides miteinander so verknüpfen, dass man sich (auch mit dem Hintergrundwissen der beiden tatsächlichen Taten) gut in die Gefühlslage der beiden Hauptpersonen reinversetzen kann. Man fängt an, darüber nachzudenken, ob wirklich jedes Gerichtsurteil gerecht gefällt wird bzw. werden kann. Denn lässt sich Gerechtigkeit wirklich immer an den Buchstaben des Gesetzes festmachen oder hat man bei seinem Bauchgefühl nicht doch manchmal ein anderes Empfinden?

Es ist zwar kein echtes True Crime Buch, aber es kommt dem Genre ziemlich nah und kommt durch das echte Fachwissen des Autors auch sehr authentisch rüber.

Bewertung vom 20.06.2021
Der Himmel ist hier weiter als anderswo
Pauling, Valerie

Der Himmel ist hier weiter als anderswo


sehr gut

Die junge Geigerin Felicitas braucht für sich und ihre 4 Kinder nach dem Herztod ihres Mannes vor vier Jahren dringend einen Neubeginn, und so beschliesst sie recht spontan einen alten Gasthof im Alten Land zu kaufen und sich dort eine neue Heimat aufzubauen. In ihrer alten Heimat Hannover hat sie nicht nur ihren Job verloren, sondern sie muss auch ihre Wohnung wegen Eigenbedarf räumen.

In der neuen Umgebung versucht Felicitas auf unterschiedliche Art und Weise den Lebensunterhalt für ihre kleine Familie zu bestreiten, doch die Dorfgemeinschaft macht es ihr nicht immer leicht. Schließlich wachsen ihr die Kosten für den alten Gasthof, der immer mehr baufällig wird, fast über den Kopf. Doch Felicitas will nicht schon wieder aufgeben und kämpft sich so langsam aus der Trauer um ihren Mann raus. Schließlich gibt es noch den netten Nachbar, der ihr nicht nur bei der Reparatur des Gasthauses helfend zur Seite steht.

Nach und nach begreift sie, dass auch die Kinder sehr unter dem Verlust ihres Vaters leiden und dass sie es nur gemeinsam als Familie im Alten Land das Trauma überwinden können.

Valerie Pauling beschreibt in ihrem Buch "Der Himmel ist hier weiter als anderswo" sehr einfühlsam und bildhaft den langen Weg zurück aus der Trauer um einen geliebten Menschen. Es dauert eine recht lange Zeit, bis so eine Wunde anfangen kann zu heilen, aber irgendwie muss das "neue" Leben ohne den geliebten Menschen weitergehen. Gleichzeitig schafft es Valerie Pauling einen Mut zu geben, dass manchmal ein kompletter Neuanfang sehr hilfreich sein kann, auch wenn dieser nicht immer geradlinig und ohne Stolperscheine verläuft. Aber es lohnt sich, sich durchzukämpfen. Es war für mich ein Mutmachbuch, welches einen fesselt und sich sehr gut und locker lesen lässt.

Bewertung vom 20.06.2021
Nasses Grab (Zwischen Mord und Ostsee, Küstenkrimi 1)
Herzberg, Thomas

Nasses Grab (Zwischen Mord und Ostsee, Küstenkrimi 1)


sehr gut

Thomas Herzberg hat mit "Zwischen Mord und Ostsee - Nasses Grab" den ersten Fall um das Ermittlerduo Ina Drews und Jörn Appel vorgelegt.

Jörn ist der Exmann von Inas Schwester, der erst vor kurzen nach Flensburg zurückgekehrt ist und müssen sich nun beruflich zusammenrauffen. Ihr erster gemeinsamer Fall scheint recht einfach zu sein, doch sie bekommen mächtig Druck von oben den Fall schnellstmögich aufzuklären.

Eines Tages taucht die stark entstellte Leiche eines jungen Mannes auf, der auf einem Fischkutter gearbeitet hatte. Doch seine Mitmatrosen schweigen sich eisern aus und behaupten steif und fest, dass sie ihn noch am Morgen lebend gesehen haben. Doch die beiden Ermittler geben nicht auf und graben immer mehr Ungereimtheiten aus und kommen nicht nur einem großangelegenen Schmugglerring auf die Spur, sondern können auch Menschenhandel verhindern.

Thomas Herzberg schafft einen soliden Küstenkrimi mit überraschenden Wendungen, der u. a. mit sympathischen Ermittlern punkten kann, die sich auch erst auf privater Ebene wieder zusammenrauffen müssen. Somit steht nicht nur der Fall im Vordergrund, sondern auch das Privatleben der Ermittler spielt eine gewisse Rolle. Somit gibt es noch Potential für die Weiterentwicklung des Ermittlersduos in weiteren Bänden der Serie.

Für Fans von soliden Küstenkrimis mit einem "ausbaufähigen" Ermittlerduo kann ich eine Leseempfehlung geben, wer allerdings einen sehr spannenden und evtl. auch blutigen Krimi bevorzugt, wird hierbei eher enttäuscht sein.

Bewertung vom 13.06.2021
Wie Träume im Sommerwind
Herzog, Katharina

Wie Träume im Sommerwind


sehr gut

In "Wie Träume im Sommerwind" kehrt Emilia nach dem schweren Autounfall ihrer Schwester Claire auf den heimischen Rosenhof auf Usedom zurück. Sie war vor einigen Jahren vor der Enge der Insel nach Paris geflüchtet, wo sie sich ihren Traum einer Parfümkarriere erfüllen wollte. Doch mittlerweise ist sie gescheitert und traut sich nicht mehr nach Hause.

Doch Claires Unfall ändert alles und Emilia kehrt sofort nach Hause zurück. Dort muss sie erkennen, dass sich manches in den letzten Jahren geändert hat. Nicht nur, dass die Ehe ihrer Eltern vor dem Aus steht, sondern auch um die familäre Rosenzucht sieht es eher schlecht aus. Zufällig findet Emilia ein Bild mit einer wunderschönen Rose aus England bei Claire und findet raus, dass ihre Schwester vor hatte nach England zu fliegen.

Zusammen mit ihrer jungen Nichte und ihrem Jugendfreund Josh begibt sich Emilia auf Spurensuche nach der geheimnisvollen Rose. Gleichzeitig decken die 3 ein langegehütetes Geheimnis von Claire auf, welche vor 15 Jahren einen Sommer in England verbracht hatte.

Schafft es Emilia den Rosenhof ihrer Eltern zu retten und wird sie selber ihr Lebensglück doch noch finden - sei es in Paris , in England oder doch auf Usedom.

Katharina Herzog erzählt eine locker leichte Sommerlektüre auf 2 Zeitebenen, so dass man super in die Geschichte von Emilia aber auch Claire eintauchen kann. Sie lädt zum Träumen ein und versetzt die Leser in Urlaubsstimmung.
Es war mein 1. Roman der Autorin und ich fühlte mich sehr gut unterhalten, denn durch die leichte und blidhafte Sprache hatte ich des öfteren das Gefühl mich selber gerade auf Usedom oder in England zu befinden.