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Benutzername: Bücherfreundin
Wohnort: Leipzig
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Bewertungen

Insgesamt 128 Bewertungen
Bewertung vom 18.11.2018
Der Klang eines Augenblicks
Dakota, Kate

Der Klang eines Augenblicks


sehr gut

Die junge Britt kommt nach fast 20 Jahren zurück auf die irische Insel Fanad, wo sie als Kind mit ihren Eltern häufig Urlaub gemacht hat. Allerdings kam ihr Vater bei einem tragischen Unfall ums Leben und seit dem sind sie und ihre Mutter nie mehr auf die Insel zurückgekehrt.

Nun glaubt Britt, dass ihr Vater nicht durch ein Unfall ums Leben kam, sondern einer Verschwörung um das nationale Heiligtum "Books of Kells" zum Opfer gefallen ist. Sie versucht nun Beweise für ihre These zu finden. Dabei trifft sie auf den sexy Declan, der ihr nach anfänglichen Zweifeln bei ihren Vorhaben hilft. Allerdings hat er mit seinen eigenen Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen, den er fühlt sich noch immer schuldig an dem Unfall seiner Frau. Doch es bleibt nicht aus, dass sich Britt und Declan immer stärker zueinander hingezogen fühlen.
Wird Britt das Rätsel um den Tod ihres Vaters lösen können und ihr persönliches Glück in Irland finden?

Kate Dakotas Roman "Der Klang eines Augenblicks" war für mich der erste Roman der Autorin. Von der Grundidee fand ich die Geschichte sehr interessant, aber bei der Umsetzung gab es für mich einige Schwächen. Die Geschichte um den Tod ihres Vaters rückte für mich zu oft in den Hintergrund, denn es drehte sich zu viel um die beginnende Liebesgeschichte der beiden. Dadurch ging mir ein wenig die Spannung verloren, denn an manchen Stellen war es mir einfach zu viel. Auch das Declan mit seinen Schuldgefühlen zu kämpfen hat, stand zu stark im Vordergrund.

Es war ein netter durchschnittlicher Liebesroman für zwischendurch, der für mich aber keinen größeren bleibenden Eindruck hinterlassen wird.

Bewertung vom 18.11.2018
Royal Christmas
Felbermayr, Daniela

Royal Christmas


ausgezeichnet

Die Societyreporterin Eden bekommt den Auftrag über die bevorstehende Verlobung eines englischen Prinzen zu berichten. Allerdings steht die Anreise unter keinen guten Stern, denn zum einen geht ihr Koffer verloren und zum anderen bekommt sie nur ein Mietauto, welches immer mal wieder Aussetzer hat.

Diese Aussetzer führt auch dazu, dass Eden von einem gut aussehenden Fremden aus dem Auto gerettet wird. Später entpuppt sich ihr Retter als der älteste Sohn des englischen Prinzenpaares. Eden bekommt die Möglichkeit die Weihnachtstage mit der adeligen Familie zu verbringen und erfährt somit aus erster Hand von der bevorstehenden Verlobung des zweiten Prinzensohnes. Wird Eden nun den gewünschten Artikel schreiben oder bekommt sie durch die Weihnachtsstimmung doch noch Skrupel?

"Royal Xmas - ein Prinz zu Weihnachten" ist eine gefühlvolle Liebesgeschichte, die dazu einlädt sich gemütlich auf der Couch mit einem leckeren Tee niederzulassen. Zwar ist die Geschichte recht vorhersehbar, aber trotzdem lädt sie auch zum träumen und entspannen ein. Wer schon jetzt in Weihnachtsstimmung kommen möchte, kann ich das Buch empfehlen und allen anderen auch.

Bewertung vom 18.11.2018
Kampfsterne
Hennig von Lange, Alexa

Kampfsterne


gut

Alexa Hennig von Lange erzählt in Ihrem neusten Roman "Kampfsterne" von dem Vorstadtleben dreier Familien in den 80ger Jahren.

Das Buch handelt an einen ganz normalen Tag der Familien, die alle zusammen in der Nachbarschaft einer kleinen Vorstadt zusammenleben. Es wird abwechselnd aus Sicht der einzeln Familienmitglieder erzählt, wie sie die Situation aus ihrere eigenen Perspektive so wahrnehmen. Dadurch das der Leser zu Beginn immer sieht, aus welcher Sicht gerade geschrieben wird, sind die vielen Perspektiv Wechsel nicht stören, sondern runden das scheinbar so idyllische und perfekte Leben ab. Allerdings haben die einzelnen Familien auch so mit ihren Ängsten, Sorgen und Schwierigkeiten zu kämpfen und auch das Thema häusliche Gewalt wird hier thematisiert.

Besonders das das Leben auch immer mal wieder aus Sicht von unterschiedlich alten Kindern geschildert wird, zeigt sehr deutlich, dass Kinder häufig viel mehr von ihrem Umfeld mitbekommen, als Eltern das so glauben.

Der Autorin ist eine gute Familienmomentaufnahme der 80ger Jahre gelungen, die mit kleineren "Anpassungen" ohne weiteres noch heute Gültigkeit hätte.

Bewertung vom 10.11.2018
Die fehlende Stunde
Golch, Dinah Marte

Die fehlende Stunde


gut

"Die letzte Stunde" von Dinah Marte Golch ist der 2. Fall mit dem Kommissar Siggi Kamm und der Psychologin Behrens. Er handelt um das Verschwínden von 2 Kindern und der Täter scheint recht schnell gefunden zu sein. Aber ist er auch wirklich der richtige oder gibt es noch weitere Verdächtigte?

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, die in kurzen Abschnitten abwechselnd im Vordergrund stehen. Auch die Familienverhältnisse, die nicht ganz eindeutig scheinen, spielen eine nicht unerhebliche Rolle. Darüber hinaus gibt es auch noch die Beziehung zwischen Kamm und Behrens, die Teil des Buches ist.

Man merkt dem Krimi deutlich an, dass die Autorin sonst erfolgreich Drehbücher schreibt. Als Roman konnte mich der Fall nicht wirklich überzeugen und auch das Ende kam ziemlich überzeugen. Irgendwie waren es mir zu viele Handlungsstränge. Sicherlich hätte der Krimi als Fernsehfilm mehr überzeugen können, aber so war er leider nicht wirklich was für mich.

Bewertung vom 10.11.2018
Die Jawa-Bande
Schulze, Eveline

Die Jawa-Bande


ausgezeichnet

Eveyln Schulze beschreibt in Ihrem Buch "Die Jawa Bande" 3 ganz unterschiedliche authentische Kriminalfälle aus Görlitz aus verschiedenen Jahrzehnten.

Die Bandbreite der Fälle gehen von Gruppenvergewaltigung, Mord bis zu Bandenkriminalität. Evelin Schulze legt hier bereits das 7.Buch über echte Kriminalfälle aus ihrer Heimatstadt vor. Man merkt beim Lesen, dass sie sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und sehr ausführlich recherchiert hat. Die Fälle werden aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt, so dass man einen guten Einblick in die Fälle bekommt.

Für Leser, die gerne authentische Fälle lesen, kann ich eine uneingeschränkte Empfehlung geben. Der einzige klitzekleine Minuspunkt wäre, dass das Buch mit 3 Fällen und insgesamt 219 Seiten etwas dünn ausfällt. Ich hätte gerne mehr davon gehabt.

Bewertung vom 06.11.2018
Die Tote im Wannsee / Kommissar Wolf Heller Bd.1
Kellerhoff, Lutz W.

Die Tote im Wannsee / Kommissar Wolf Heller Bd.1


gut

Das Autorentrio Lutz, Wilhelm und Kellerhoff thematisiert in ihrem Roman "Die Tote im Wannsee" Berlin in Zeiten der Studentenbewegung von 1968. Kommissar Wolf Heller soll den Mord an einer jungen Frau aufklären, die im Wannsee tot aufgefunden wird.

Doch schnell scheint der Täter gefunden sein und Hellers Chef versucht den jungen Kommissar von weiteren Ermittlungen abzuhalten. Welche (politischen) Beweggründe hat sein Chef, die Ermittlungen so schnell wie möglich zu beenden?

Die drei Autoren schaffen es neben dem Kriminalfall auch die besondere politische Situation des geteilten Berlins zu Zeiten der Studentenunruhen und dem erst vor kurzem stattgefundenen Mord an Benno Ohnesog sehr realistisch darzustellen. Man bekommt ein recht gutes Gefühl von der damaligen Zeit vermittelt, die sich auch in aufgeheizten Ost-West Problematik widerspiegeln.

Allerdings gab es für mich auch so manche Längen in der (Kriminal-)geschichte und es fehlte mir insgesamt ein wenig die Spannung in der Geschichte. So empfand ich insgesamt das Buch nur als Mittelmaß.

Bewertung vom 31.10.2018
Es beginnt mit einem Blick / Redwood Love Bd.1
Moran, Kelly

Es beginnt mit einem Blick / Redwood Love Bd.1


ausgezeichnet

Die junge Avery kommt nach ihrer Scheidung mit ihr kleinen Tochter Hailey in die Kleinstadt Redwood und lernt schnell die Tierarztbrüder Cade, Flynn und Dran kennen.

Das erste Treffen zwischen Avery und Cade verläuft alles andere als nett, doch der Tierarzt ist gleich begeistert von der jungen Frau. Er versucht alles um seinen ersten schlechten Eindruck geradezurücken. Hilfe bekommet er durch seine Tante, die ihren Job als Empfangsdame aufgeben will. So bekommt Avery unverhofft zu einem Jobangebot und es dauert nicht allzu lange bis die sich sehr herzlich in der Kleinstadt aufgenommen fühlt. Auch ihre Tochter Hailey lebt dich recht schnell ein, auch wenn sie als Autistin Probleme mit fremden Leuten und Umgebungen hat. Doch Cade schafft es mit seiner einfühlsamen Art nicht nur Hailey Herz zu erobern, sondern auch Avery kann ihm nicht lange widerstehen.

Klar ist es wie reine Liebesgeschichte, doch die Bewohner von Redwood haben auch so ihre Problemchen. Für gemütliche Lesestunden auf der Couch und zum entspannen kann ich den 1. Teil der Trilogie nur empfehlen. Ich freue mich schon auf die weiteren Teile, in denen wir die beiden anderen Brüder auf ihrer Weg zum Liebesglück begleiten dürfen.

Bewertung vom 20.10.2018
Helle Tage, helle Nächte
Baier, Hiltrud

Helle Tage, helle Nächte


sehr gut

In dem Roman "Helle Tage - helle Nächte" von Hiltrud Baier bekommt Frederike von ihrer krebskranken Tante Anna den Auftrag einen wichtigen Brief zu einem gewissen Petter Svakko persönlich zu bringen. Sie wundert sich zwar über den ungewöhnlichen Wunsch, aber macht sich doch auf den Weg in den einsamen Norden.

Der Roman wird abwechselnd aus Sicht von Anna und Frederike erzählt. So erfährt der Leser nach und nach die Lebensgeschichte von Anna, besonders an ihre Kindheit mit einer samischen Mutter erinnert sie sich sehr deutlich. Nach und nach erfährt man auch mehr über die Beziehung zu Petter und die Beweggründe für den Brief.

Auch über Frederike erfährt man so einiges. Als sie endlich in der Einsamkeit von Lappland ankommt, wird sie zunächst von Petter tagelang alleine in einer Berghütte gelassen. Er muss zu einem Notfall mit Tieren und so bekommt Frederike ungeplant ausführlich Gelegenheit und Zeit über ihr bisheriges Leben nachzudenken. Unbeabsichtigt kommen doch einige Gemeinsamkeiten der beiden Frauen zu Tage, die doch sehr unterschiedliche Lebenswege hatten.

Das Buch hat mir gut gefallen und regt auch bei so manchen Stellen an über sein eigenes Leben nachzudenken. Welche "Lebenslüge" trägt man selber mit sich rum und ist es nicht manchmal besser sich für andere zu öffnen, anstelle sich immer in sein Schneckenhaus zurückzuziehen?

Bewertung vom 29.09.2018
Die letzte Terroristin
Georgi, André

Die letzte Terroristin


gut

"Die letzte Terroristin" von Andre Georgi erzählt die Geschichte der dritten RAF-Generation, die einen Anschlag auf den Treuhandchef planen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht einer RAF-Terroristin und einem BKA Beamten erzählt, der versucht das Attentat in letzter Sekunde zu verhindern. Darüber hinaus gibt es noch die Assistentin des Treuhandchefs, die sich als Spitzel der RAF entpuppt.

Eigentlich hatte ich mir einen tieferen Einblick in die RAF Strukturen erwartet, denn schließlich gehört diese zur jüngeren deutschen Vergangenheit der letzten 40 Jahre. Allerdings wurde ich mit der Geschichte nicht wirklich warm und musste mich zum Ende hin ziemlich durch quälen. Mir hat auch irgendwie die Spannung gefehlt, so dass ich persönlich dieses Mal keine Leseempfehlung geben kann.

Bewertung vom 07.09.2018
Wir sehen uns im Sommer
Hellberg, Åsa

Wir sehen uns im Sommer


sehr gut

Die drei Freundinnen Susanne, Meggan und Rebecka erfüllen in "Wir sehen uns im Sommer" den letzten Wunsch ihrer toten Freundin Sonja. Als diese vor mittlerweile 7 Jahren verstorben ist, hat sie eine Anwaltskanzlei beauftragt, ihren drei Freundinnen 10 verschiedene Briefe nach und nach zu kommen zu lassen. Die drei Frauen sollen dabei immer ein wenig von Sonjas Asche an verschiedenen Orten verstreuen.

Die 10 Briefe führen die drei auf eine Reise um die Welt, wobei es alles Orte sind, zu denen Sonja in ihren Leben eine ganz besondere Beziehung hatte. Sie erfahren, dabei viel von Sonjas Lebensgeschichte, wovon ihnen einiges bisher noch nicht bekannt war.

Aber die Reise ist nicht nur eine Abschiedstour für Sonja, sondern Susanne, Meggan und Rebecka erfahren und überdenken ihr eigenes Leben ebenso. Alle drei leben in unterschiedlichen Ländern und scheinen ein glückliches Leben zu haben. Nach und nach müssen alle drei erkennen, dass dies nicht so ganz der Wahrheit entspricht. Um dies zu ändern, müssen sie sich auf sich selber besinnen und begreifen, dass sie alles erreichen können, wenn sie nur selber an sich glauben.

Asa Hellberg ist es in ihrem neusten Roman wieder einmal gelungen, starke Frauen über 50 zu zeigen, die beweisen, dass es nie zu spät für einen neuen Lebensweg ist. Das Wichtigste ist, das man sich selbst treu bleibt und das Glück in die eigene Hand nimmt.