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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Inge H.
Wohnort: Lemwerder
Über mich: ich bin ein vielleser von guter Lektüre
Danksagungen: 7 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 386 Bewertungen
Bewertung vom 21.03.2019
1793
Natt och Dag, Niklas

1793


sehr gut

Der schwedische Schriftsteller Niklas Natt och Dag hat mit seinem Debütroman „1793“ einen historischen Kriminalroman geschrieben. Nach einem etwas scheren Einstieg wird es sehr spannend,
Der Schauplatz ist Stockholm im Jahr 1793. Diese Zeit ist brutal, da gibt es Verstümmelungen, Vergewaltigungen.

Es wird eine Leiche gefunden, die chirurgisch verstümmelt wurde. Der Kriegsveteran Jean Michael Cardell, hat im Krieg seinen Arm verloren und hat einen Holzarm. Der Jurist Cecil Winge ist bei der Polizei für besondere Verbrechen zuständig, allerdings gibt es hier ja nur solche Verbrechen. Die Beiden ermitteln.
Der Autor unterteilt den Roman in Winter, Sommer, Herbst und Frühling. Wir Leser erleben eine brutale Atmosphäre. Wir werden Zeugen, wie der Henker arbeitet. Besonders deprimierend ist die Situationen der Frauen. Dann wird das Verstümmeln eines Menschen genau beschrieben. Die Obrigkeit ist korrupt.

Der Krimi ist spannend und gut geschrieben, aber er ist nichts für schwache Nerven.

Bewertung vom 20.03.2019
Weil es Liebe ist
Lauren, Christina

Weil es Liebe ist


sehr gut

Spritzig
Die Autorin Christina Lauren schreibt spritzig und interessant.
Ihr neuester Liebesroman „Weil es Liebe ist“ bringt uns in die USA.
Holland jobt als T-Shirtverkäuferin in der Musikerszene, ihr Onkel leitet ein Orchester. Sie verliebt sich in den Straßenmusiker Calvin, der keine Greenkarte besitzt.
Hollands Onkel braucht einen neuen Musiker, Calvin würde gut passen, da überredet sie Calvin zu einer Scheinehe. Es beginnt eine Luebesgeschichte, aber sie traut Calvin nicht richtig, meint er es ernst? Calvin ist eine etwas undurchsichtige Person, die im Roman nicht so gut ausgearbeitet ist. Holland ist als eine engagierte liebenswerte Person angelegt.
Solche Romane gibt es viele, aber uch lese sie immer mal wieder gern.
Die Autorin hat diese Geschichte mit Schwung und flüssig geschrieben.

Bewertung vom 20.03.2019
Der Rosengarten am Meer
Jacobsen, Nele

Der Rosengarten am Meer


ausgezeichnet

Der Roman „Der Rosengarten am Meer“ von der Autorin Nele Jacobsen wird in zwei Zeitebenen erzählt.

Isabel ist Landschaftsarchitektin, sie hat bis jetzt mit ihrem Mann zusammen eine Firma betrieben. Als ihr Mann sich trennt, muss sie sich neu orientieren. An der Ostsee baut der Künstler Alex ein Gutshaus wieder auf. Für den Rosengarten, den es früher gab, stellt er Isabel ein. Der soll so authentisch wie möglich werden. Für Isabel ist das eine schöne Herausforderung. Bei der Recherche findet sie, das der Rosengarten eine Kopie einer berühmten Rosengräfin in der Tschechoslowakei.

Die Rosengräfin hat wirklich gelebt und in 1920er Jahren allein ein berühmtes Rosarium aufgebaut. Die Autorin hat ihr eine Liebesgeschichte angedichtet und das ist die zweite Ebene. Zwischen den beiden Geschichten geht es hin und her, wird aber gut mit den Überschriften abgegrenzt.

Dieser Roman macht Spaß, die Künstler WG ist witzig mit ernsten Momenten und das Leben der Rosenzüchterin ist berührend.

Bewertung vom 20.03.2019
Bella Ciao
Romagnolo, Raffaella

Bella Ciao


ausgezeichnet

Italienische Zeitgeschichte
Die italienische Schriftstellerin Raffaella Romagnolo hat mit ihrem Roman „Bella Ciao“ einen intensiven bewegenden Roman geschrieben.

Giulia Masca besucht 1946 Piemont. Sie will den Ort besuchen, in dem sie geboren und aufgewachsen ist. Sie waren zwar arm aber voller Zukunftsplänen. In dieser Geschichte geht es um zwei Freundinnen Giulia und Anita , die sich trennen, weil die Liebe zu Pietro dazwischen kommt.
Es ist ein typische italienische Atmosphäre.
Guilia wandert nach Amerika aus, da bekommt sie ihren Sohn und heiratet einen netten Mann.
Wir dürfen beide Familien begleiten.
Es geht sprunghaft zwischen den Zeiten und Personen hin und her.
Für Guilia hat sich die Heimat sehr verändert aber es lagen ja 2 Weltkriege dazwischen. Ihr Sohn begleitet sie und es wird mal ehrlich miteinander geredet.
Die Figuren in diesem Roman sind stark.

Raffaella Romagnolo schreibt ergreifend und intensiv.
Man erlebt den Unterschied der Personen aus Italien und Amerikaner.Es ist eine manchmal traurige tolle Lektüre.

Bewertung vom 15.03.2019
Der Horizont der Freiheit
Thorn, Ines

Der Horizont der Freiheit


ausgezeichnet

Die Autorin Ines Thorn ist für mich ein Garant für gute historische Romane.

Der Roman „Der Horizont der Freiheit“ zeigt die revolutionäre Atmosphäre von 1848 in Frankfurt.
In der Paulskirche tagt die Nationalversammlung und Frankfurt ist in Aufruhr.
Wilhelmine Pfaff wird gerade Witwe und muss sehen wie sie ihre Druckerei weiter führt. Sie hat nicht viel mit der Politik am Hut, aber ihre Freundin Henriette
Zobel um so mehr, sie kämpft für mehr Rechte der Frauen und der Meinungsfreiheit.
Der Verleger Joseph Rüten und sein Geschäftspartner haben Probleme, sie dürfen nicht alles drucken was sie wollten. Dann werden auch noch zwei Delegierte ermordet. Ines Thorn fasst die Stimmung perfekt ein.

Dieser Roman ist politisch korrekt und es sind einige Personen dabei, die wirklich integriert waren. Joseph Rütten und Henriette Zobel gehören zu den historischen Personen.
Wir erleben wieder ein eindrucksvolles Stück Zeitgeschichte. Mit starken Figuren.

Bewertung vom 15.03.2019
Mara
Wondratschek, Wolf

Mara


sehr gut

Der Roman „Mara“ von dem Schriftsteller Wolf Wondratschek ist das erste Buch das ich aus seiner Feder gelesen habe.

Das Cello Mara, einer Stradivari, ist der Protagonist des Romans. Das ist eine witzige Idee.
Mara Geburtsjahr 1711 wurde nach dem Cellisten Giovanni Mara benannt.
Das berühmte Cello Mara erzählt mit bewegenden Worten von seiner Reise durch die Zeiten.
Anfangs wird von seinem Vater Antonio Stradivari erzählt, dann von seinen wechselnden Besitzern. Außerdem erfahren wir von den Empfindungen eines Cellos.

Es hat Spaß gemacht von Mara zu lesen. Es ist ein eindrucksvolles Werk von Wolf Wondratschek. Eine wunderbare Prosa. Empfehlenswert.

Bewertung vom 15.03.2019
Der Wald
Leyshon, Nell

Der Wald


ausgezeichnet

Nell Leyshon hat einen wunderbaren intensiven Schreibstil.
Ich habe schon ihren Roman Die Farbe von Milch verschlungen. Der neue Roman „Der Wald“ ist wieder eine Wucht.
Der Roman behandelt das Leben einer Mutter und ihres Sohnes.
Es beginnt mit der pflegebedürftigen Sofia in England.
Dann geht es zurück in den zweiten Weltkrieg nach Polen. Der kleine Pawel erlebt in Warschau die Besetzung.
Die Großmutter ist Ärztin, weil sie einen Engländer behandelt hat wird sie abgeholt. Der Vater versteckt Pawel und dessen Mutter Zofia im Wald.
Für Zofia ist es am schwersten, sie ist es nicht gewohnt zu kochen und die vielen Fragen ihres Sohnes zu beantworten. Vor dem Krieg hatte sie ein Kindermädchen und eine Köchin.
Dann ist Zofia plötzluch 58 Jahre alt. Dann gibt es noch einen Zeitsprung.

Der Roman besticht durch die Gedanken Sofia und Pawels. Viele Entscheidungen haben ihren Anfang in ihrem Vergangenheit.

Nell Leyshon hat diese Geschichte mit Bravour komponiert. Die Fragen und Antworten, die Entscheidungen und das Nachgeben der Protagonisten sind perfekt eingebunden.

Diesen Roman kann ich nur empfehlen.

Bewertung vom 15.03.2019
Madame Piaf und das Lied der Liebe
Marly, Michelle

Madame Piaf und das Lied der Liebe


sehr gut

Die Autorin Michelle Marly ist ein Pseudonym von Micaela Jary, von der habe ich schon Romane gelesen.


Der Roman „Madame Piaf und das Lied der Liebe“ zeigt das Leben der berühnten Edith Piad, dem Spatz von Paris. Die Autorin hat alles weitgehend authentisch beschrieben.

Der Roman fängt 1944 in Paris, nach dem Abzug der Deutschen, an. Wir erfahren wie viele berühmte Sänger, der Kollaboration angeklagt werden. Edith Piaf hat auch in Deutschland gesungen. Sie und die anderen konnten sich verteidigen, das sie für die französischen Gefangenen gesungen haben, um mit dem Feld zu helfen.
Edith Piaf war eine eigenwillige Frau, die sich schnell und viel verliebz. Das liegt wohl an ihrer Kindheit, als Tochter eines Straßenmusikers.
Man erfährt von den Anfängen einiger bekannter Franzosen. Edith war die erste Liebe von Ives Montanf.

Es ist der Autorin sehr gut gelungen den Werdegang, die Höhen und Tiefen, dieser weltbekannten Chansonsängerin zu beschreiben. Deren Gesang und ihre Lieder sind unvergessen. Es ist schön, sie wieder ins Gespräch zu bringen.

Bewertung vom 13.03.2019
Der Honigbus
May, Meredith

Der Honigbus


ausgezeichnet

Die Journalistin und Autorin Meredith May schreibt in ihrem Roman „Der Honigbus“ ihre eigene Kindheit.
Nach der Scheidung zieht die Mutter mit Meredith und Matthias zu ihrer Mutter. Die Mutter ist nicht schlecht, aber unfähig.
Der Großvater ist der einzige Halt für die beiden Kinder. Durch die Lebenslektionen seiner Bienen bringt er ihnen die Rettung. Er zeigt ihnen wie die Natur sich hilft und wie auch sie sich helfen können.
Meredith hilft ihrem Großvater mit den Bienenkörben und dem Herstellen des Honigs. In seinem alten lHonigbus fährt er von Korb zu Korb sammelt den Honig und schleudert ihn und gibt in Gläser. Zusammen mit den Kindern werden sie ein Team.

Die Autorin erfährt erst als sie mit dem Studium anfängt warum ihre Mutter so ist wie sie ist und auch deren Mutter leidet an einem Trauma. Man kann nur froh sein, das der Großvater so ein liebenswerter Mann war.
Dieses Buch ist ein eindrucksvolles Werk. Ich war darin gefangen und habe Merediths Leben miterlebt.
Ein starker Roman.

Bewertung vom 10.03.2019
Sag dem Abenteuer, ich komme
Rieck, Lea

Sag dem Abenteuer, ich komme


ausgezeichnet

Eine spannende Tour
Lea Rieck schreibt mit angenehmen Schwung.
Sag de, Abenteuer, ich komme, ist ein verlockender Reisebericht mit dem Motorrad. Sie wollte einfach nur frei sein. In ihrem Job fühlt sie sich nicht ausgefüllt, also fährt sie mit ihrem Motorrad Cleo um die Welt.
In der Türkei sieht sie den Militärputsch. Dann gerät sie in einen Heuschreckenschwarm.
Sie trifft Gleichgesinnte und sie fahren eine Zeit in einer Gruppe.
Lea Rieck lässt uns die Reise mitmachen. Ich fahre in Gedanken gerne mit. Man erfährt viel von den Ländern und Bewohnern. Die Fotos im Buch gefallen mir.
Erst am Schluss wird das Buch ein Sachbuch. Da erklärt die Autorin, was man alles für so eine Reise braucht. Bis dahin war es für mich ein spannender Roman.
Ich fahre kein Motorrad und werde ich auch nie, aber mit Lea Riecks erfrischender spritziger Art ist das Buch einfach toll.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.