Benutzername: liebedeinbuch
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Bewertungen

Insgesamt 45 Bewertungen
Bewertung vom 14.10.2017
Paris / Seven Nights Bd.1
Grey, Jeanette

Paris / Seven Nights Bd.1


sehr gut

Meine Meinung: Die Geschichte von den zwei Hauptcharakteren Rylan und Kate erzählt die Autorin aus der dritten Perspektive. Man kann zum Glück trotzdem komplett in die Köpfe der beiden eintauchen. Alle Gefühle und Gedanken werden dem Leser offenbart. Leider sind manche Formulierungen etwas unglücklich, da man sie eher in der Ich-Perspektive erwarten würde und zuerst manchmal der Eindruck entstand die Personen redet von sich selber in der dritten Person. Der Ich-Erzähler wäre für diesen Roman schöner gewesen.

Die Protagonisten lernt man in der Geschichte sehr gut kennen. Anfangs halten sich beide, auch in ihren Gedanken, sehr bedeckt, denn beide haben eine schwierige Vergangenheit. Doch nach und nach bekommt man einen tieferen Einblick in ihre Gefühle und ihre Vorgeschichte.
Kate ist Kunststudentin und sucht in Paris nach einer Inspiration für ihre Kunst, um auch ihr Vertrauen in ihr Talent zu stärken. Ihr Leben lang haben ihr Männer eingeredet sie sei nicht gut genug und Kate ist geplagt von Ängsten, wenig Selbstbewusstsein und -vertrauen. Ständig hat sie die negative Stimme ihres Vaters im Kopf … bis Rylan auftaucht.
Rylan hat eine ähnlich schlechte Beziehung zu seinem Vater, die ihn ebenso stark geprägt hat. Er hat alles für seinen Vater und dessen Wünsche aufgeopfert, nur um von ihm betrogen und belogen zu werden. Er flüchtet nach Paris, baut eine Mauer um sich auf und lässt niemanden mehr an sich heran … bis Kate auftaucht.

Beide Charaktere bringen einander gegenseitig sehr viel bei. Rylan hilft Kate Selbstvertrauen aufzubauen und selbstbewusst zu denken und zu handeln. Kate wiederum schafft es durch Rylans Mauer zu dringen und sie langsam aber sicher einzureißen. Sie lässt ihn die Vergangenheit mit ganz anderen Augen sehen. Beide bringen das jeweils Beste im anderen zum Vorscheinen und machen eine tolle charakterlicher Weiterentwicklung durch. Die Verbindung zwischen den beiden war sehr stark zu fühlen.
Von Anfang an haben die Funken zwischen Rylan und Kate nur so gesprüht. Diese spürbare Chemie, die die Autorin schon ab den ersten Kapiteln aufgebaut bekommt, ist einfach faszinierend. Und mit ihr sind die erotischen Szenen gleich noch ein bisschen besser. Die Geschichte bietet sinnliche, romantische Erotik vom Feinsten. Viele Autoren können sich hier noch etwas abgucken!

Das Setting der Buches sollte auch nicht unerwähnt bleiben, denn es spielt vor einer unglaublichen Kulisse. Paris - Die Stadt der Liebe. Aber konnte die Autorin den Charme und Faszination der Stadt richtig einfangen und auch (sinnvoll) in die Geschichte einbinden? Ja definitiv. Jeanette Grey ist es gelungen eine perfekte Mischung zwischen erotischen Szenen und Stadterkundung zu finden. Sie entführt den Leser/ die Leserin ins romantische Paris und weckt den Wunsch die Stadt (wieder) zu bereisen.

Das einzige Thema, mit dem ich persönlich nicht ganz so viel anfangen konnten, war die Kunst. Viele Gespräche zwischen Rylan und Kate drehen sich um ihre Kunst oder Kunstwerke zum Beispiel in Museen. Besonders durch Kate wird viel in ihre Kunstwerke reininterpretiert und damit konnte ich bereits in der Schule nichts anfangen. Dieses Kunstverständnis fehlt mir einfach, aber trotzdem kann ich den Wert der Thematik Kunst für den Plot deutlich erkennen und finde es daher in Ordnung, dass sie so viel Beachtung findet.

Fazit: "Seven Nights - Paris" ist ein wirklich sinnlicher Roman. Besonders zu Beginn sprühen die Funken zwischen den zwei Hauptcharakteren nur so. Zum Ende hin flacht die Geschichte etwas ab, aber mir hat das Buch trotzdem sehr gut gefallen. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 12.10.2017
Harter Fall Weiche Landung (Die Gravity Reihe, #2) (eBook, ePUB)
Bowen, Sarina

Harter Fall Weiche Landung (Die Gravity Reihe, #2) (eBook, ePUB)


sehr gut

Kurzbeschreibung: Bad Boy Hank „Teufelskerl“ Lazarus hatte alles: eine wunderschöne Freundin, eine Karriere als Freestyle Snowboarder und einen Platz im US Olympiateam. Doch vor neun Monaten wachte er nach einem schlimmen Unfall in der Halfpipe in einem Krankenhaus auf, unfähig seine Beine zu bewegen. Jetzt ist er wieder dort gelandet, ein weiteres Mal gegen seinen Willen. Denn obwohl seine Familie ihn dazu drängt, eine neue, innovative Behandlung zu versuchen, therapiert sich Hank lieber selbst – mit Unmengen Tequila.
Ärztin Dr. Callie Anders hat den Mut, das Herz eines Patienten mit einem tausend Volt Stromstoß neu zu starten, aber bei ihrem eigenen Herzen ist sie nicht so tapfer. Dem neuen Klinikpatienten verrät sie nicht, dass sich die beiden bereits vor seinem Unfall getroffen haben, eine Begegnung, an die er sich nicht mehr erinnert. Selbst als sich zwischen ihnen eine Freundschaft entwickelt, gesteht sie sich nicht ein, dass sie es bereut seine Einladung zum Abendessen ausgeschlagen zu haben oder dass ihr Herz jedes Mal höher schlägt, wenn diese tätowierten Schultern durch den Eingang des Therapiezentrums rollen.
Ein weiterer Winter in Vermont steht bevor und Hank braucht eine helfende Hand, die ihn unter der Lawine von Enttäuschungen hervorholt. Wenn Callie doch nur mutig genug wäre, die Herausforderung anzunehmen.

Lieblingszitat: "Sein altes Leben war immer da und wartete hinter seinen Augenlidern, um ihn zu erinnern, was er alles verloren hatte." (Seite 131)

Meine Meinung: "Harter Fall Weiche Landung" ist bereits mein drittes Buch von Sarina Bowen. Und auch dieses Mal hat mich die Autorin mit ihrem Schreibstil, dem Charme ihrer Charaktere und ihrem Witz überzeugen können. Man kommt sehr locker leicht durch die Geschichte. Man hat gerade erst angefangen und schwups ist die Geschichte auch schon wieder zu Ende.
Wie bei vielen New Adult Büchern üblich, wird auch hier der Perspektivenwechsel zwischen den beiden Hauptcharakteren eingesetzt. Wobei es mir so vorkam, als würde der Anteil von Callies Perspektive deutlich überwiegen. Ich hätte mir also mehr Hank gewünscht. Generell hätte das Buch aber auch gerne an die 100 Seiten mehr umfassen können.

Beide Charaktere waren mir sehr sympathisch. Callie ist eine junge Ärztin, die viel für ihren Job aufgibt. Sie hat eine starke Persönlichkeit, aber doch kommen zu oft Zweifel an sich selber bei ihr hoch. Besonders in der Liebe musste sie vorher sehr viel einstecken.
Aber auch Hank hat eingesteckt. Nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Sie beide brauchen jemand der sie aufbaut und für sie da ist. Sie ergänzen sich perfekt und geben ein wirklich süßes Paar ab.
Es hat mich außerdem sehr gefreut die Hauptcharakere aus dem ersten Band Dane und Willow wiederzutreffen und ein wenig mehr über den weitere Verlauf ihrer Beziehung zu erfahren.

Sarina Bowen schafft es in diesem Roman wiedermal die perfekte Mischung zwischen Romantik und Erotik zu finden. Sowohl die Szenen, in denen Callie und Hank intimer werden, als auch die Szenen, in denen über ihre Gefühle, ihre Ängst und ihre Hoffnungen gesprochen wird, haben mir sehr gefallen. Es gab auch manche Szenen in der Geschichte die mich sehr berührt haben und in denen ich ein paar Tränen nicht unterdrücken konnte.

Leider war mir das Buch etwas zu kurz. Über manche Sachen beziehungsweise Handlungen und auch über die Charaktere hätte ich gerne mehr erfahren. Besonders das Ende kam mir ein wenig zu abrupt. Es wurde schnell ins "1 Jahr später" gesprungen, obwohl die "richtige" Geschichte für mich noch keinen vernünftigen Abschluss hatte. Da das Buch sehr kurz ist, hätte es hier durchaus mehr sein dürfen.

Fazit: Auch der zweite Teil der Gravity Reihe bietet eine schöne, unterhaltsame, etwas romantische und etwas sinnliche Geschichte. Ich kann sie jedem, der gerne New Adult liest empfehlen. Von mir gibt es 4 Sterne.

Bewertung vom 05.10.2017
Alexandria & Tristan / Fair game Bd.3
Murphy, Monica

Alexandria & Tristan / Fair game Bd.3


gut

An diese Reihe gehe ich seit dem ersten Band immer etwas skeptisch heran. Was allerdings nur gut für das Buch sein kann, da es einen eindeutig nicht aus den Socken haut, noch ein literarisches Highlight ist.

Mit dem Schreibstil der Autorin war ich bisher immer sehr zufrieden. Der für New Adult typische Perspektivenwechsel zwischen den Hauptcharakteren plus Ich-Perspektive ist für mich immer eine gute Wahl. Allerdings spricht die Autorin die Leser selten, aber an manchen Stellen direkt an. Das wird mir egal in welchem Buch niemals gefallen. Ich als Leserin möchte vollkommen in die fiktive Geschichte eintauchen und nicht auf einmal dadurch in die Realität zurückgeworfen werden.

Im dritten Teil der Fair Game Reihe dreht es sich diesmal um den dritten Jungen der Clique Tristan. In den ersten zwei Bänden konnte man ihn schon kennenlernen und er hat sich nicht gerade sympathisch gemacht. Alexandria selbst beschreibt ihn am Anfang sehr passend so: "Er ist ein oberflächlicher Angeber. Herzlos und wie eine Maschine, hält ständig Ausschau nach seinem nächsten Opfer." (Seite 178)
Und besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Tristan ist lächerlich eingebildet. Natürlich durchläuft auch er eine charakterliche Veränderung in der Geschichte und er war mir am Ende nicht mehr unsympathisch, aber ans Herz ist er mir definitiv auch nicht gewachsen. Vor allem da mir die Veränderung zu schnell ging und zu viel war. Ohne die letzten Kapitel wäre die Geschichte realistischer gewesen.
Alexandria, genannt Alex, ist genau das Gegenteil von Tristan. Nett, höflich, beinah unscheinbar. Doch auch ihre Familie war einst reich und ab und zu blitzt doch ihre reiche Überheblichkeit hervor. Doch Alexandrias Eltern haben ihre Investoren betrogen, haben all ihr Geld verloren und sind im Gefängnis gelandet. Alexandria muss sich jetzt alleine durchschlagen und versucht ihre Vergangenheit vor jedem zu verstecken, was ich ihr nicht verübeln kann. Und doch bin ich auch mit ihr nicht richtig warm geworden, sie hatte mir einfach zu wenig charakterliche Tiefe.

Vom Plot kann man ebenfalls nichts neues oder aufregendes erwarten. Es ist ein ruhige und nette Liebesgeschichte, am Ende rutscht sie mir für das Genre sogar etwas zu sehr ins Kitschige ab. Das Buch hat mich nicht umgehauen oder mitgerissen, aber trotzdem hat es mich gut unterhalten. Man darf nur nicht zu viel von der Geschichte erwarten. Die erotischen Szenen haben mir auch gut gefallen, auch wenn sie mir zum Ende hin etwas zu viele waren. Sie waren sehr sinnlich beschrieben. Manche Wörter habe ich persönlich als unerotisch und unreif empfunden, aber jeder wie er mag.

Fazit: Es gab Stellen, da mochte ich das Buch sehr gerne und Stellen, an denen ich es nicht so gerne mochte. Insgesamt konnte mich dieses New Adult Geschichte nicht umhauen, aber sie konnte mich unterhalten. Nur mit der Sprache und an manchen stellen mit den Schreibstil war ich etwas unzufrieden. Von mir gibt es daher 3,5 Sterne.

Bewertung vom 24.09.2017
Du bist mein Feuer
Ronin, Isabelle

Du bist mein Feuer


weniger gut

Die Geschichte aus diesem Buch wurde schon vor dieser Veröffentlichung bekannt. Auf Wattpad hatte die Geschichte Millionen Leser. Bei soviel Hype und Euphorie und dem vielversprechenden Klappentext kann das Buch ja nur gut werden, dachte ich. Und wurde daher sehr enttäuscht.

Schon mit dem Schreibstil und der Erzählperspektive wurde ich nicht warm. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, was prinzipiell etwas sehr gutes ist. Allerdings springen die nachfolgenden Erzähler teilweise mehrere Minuten oder Stunden zurück, was es erschwert der Geschichte richtig zu folgen. Das mag funktionieren, wenn die Kapitel nach und nach gelesen werden, aber nicht bei einer fortlaufenden Geschichte. Man merkt hier wie ich finde deutlich, dass die Autorin keine große Schreiberfahrung hat. Insgesamt zieht sich die Geschichte sehr hin und ich musste mich teilweise dazu zwingen weiterzulesen.

Auch die Charaktere sind mir nicht sympathisch geworden. Zwar nicht direkt unsympathisch, aber des Öfteren nervig. Veronica (oder Red), die Protagonistin, ist unglaublich unselbstbewusst und unsicher. Obwohl Caleb nie auch nur irgendetwas ansatzweise gegen sie gesagt oder getan hat, denkt sie ständig schlechtes von ihm, ist unfreundlich oder distanziert und merkt dann oft im Nachhinein wie dämlich das war und heult deswegen rum.
Caleb war mir da schon weitaus sympathischer. Er ist nett, aufmerksam, fürsorglich und trägt "seine" Red auf den Händen. Er ist der Typ Mann, den sich viele Frauen wünschen. Manchmal war mir seine Verliebtheit allerdings ein wenig zu viel und zu übertrieben, besonders da sich die beiden erst sehr kurz kennen.
Am schlimmsten war allerdings Veronicas beste Freundin Cam. Sie bringt in einer Tour Sätze wie "Er ist geil wie ein Einhorn in der Brunft" heraus oder beleidigt ihre Freundinnen "liebevoll" als Arschloch. Das Buch verliert bei Szenen mit Cam gehört an Niveau, denn auch Veronica verhält sich in ihrer Gegenwart ähnlich bescheuert. An diesen Stellen hätte ich das Buch gerne gegen die Wand geklatscht.

Nicht nur die Verbindung zwischen diesen "besten Freundinnen" konnte ich einfach nicht sehen, sondern auch die Verbindung zwischen Veronica und Caleb war sehr fadenscheinig. Die Liebesgeschichte entwickelt sich einfach viel zu schnell, um auch nur irgendwie Tiefgang zu bekommen. Er sieht sie, er ist verliebt, quasi direkt. Emotionale Tiefe Fehlanzeige. Nur den erotischen Szenen zwischen den beiden konnte ich etwas abgewinnen. Wobei ich weder die Beschreibung jemanden "aufzuessen" noch die Bezeichnung "Liebe machen" sinnlich oder im letzteren Fall passend für dieses Genre fand.

Ich hatte wirklich oft den Wunsch das Buch aus der Hand zu legen. An manchen Stellen zog sich die Geschichte dermaßen hin, so dass ich einfach nur gelangweilt war. Der Plot besitzt zwar neben den gängigen Klischees durchaus unverhersehbare Elemente und gerade zum Ende hin wird definitiv Spannung aufgebaut. Aber bei über 500 Seiten reicht eine Spannung auf den letzten 50 Seiten definitiv nicht aus.

Fazit: Ich habe mich wirklich durch dieses Buch durchquälen müssen. Weder die Charaktere noch der Plot konnten mich überzeugen. Es war wirklich enttäuschend. Daher gibt es von mir nur 2 Sterne.

Bewertung vom 24.09.2017
Das Herz des Verräters / Die Chroniken der Verbliebenen Bd.2
Pearson, Mary E.

Das Herz des Verräters / Die Chroniken der Verbliebenen Bd.2


sehr gut

Obwohl der erste Teil "Der Kuss der Lüge" ohne Cliffhanger geendet hat, war ich mehr als gespannt auf diesen zweiten Teil. Ich hatte zwar etwas anderes erwartet, aber wurde definitiv nicht enttäuscht.

Der Schreibstil von Mary E. Pearson hat mich von Anfang an wieder in seinen Bann gezogen. Man kommt mit einer spielenden Leichtigkeit durch die Geschichte und in eineinhalb Tagen hatte ich das Buch bereits schon wieder beendet, da ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Erzählt wird wieder aus der Perspektive von Lia, Kaden, Rafe und ab und zu kommt auch Lias Freundin Pauline zu Wort. Letztere Perspektive fand ich meist ziemlich nervig und überflüssig. Diese Informationen hätte man bestimmt auch in anderer Form unterbringen können. Ansonsten erging es mir wie im ersten Band, dass ich gerne viel öfter die Perspektive von Kaden oder Rafe gelesen hätte.

Besonders Kaden würde ich gerne noch besser kennenlernen. Man lernt zwar mehr über ihn und seine Vergangenheit, aber ich wäre gerne mehr in seine eigene Gefühlswelt eingetaucht. Man spürt oft seine innere Zerrissenheit. Er steht zwischen zwei Welten und kann sich weder für die eine noch die andere richtig entscheiden. Obwohl er doch "der Verräter" ist, ist er mir in diesem Band mehr ans Herz gewachsen, denn er ist nicht nur der Attentäter, sondern eigentlich so viel mehr.
Über Rafe, den Prinzen, erfährt man dagegen viel zu wenig und es wird auch seltener auf ihn eingegangen. Er bleibt ein Fremder, was ich sehr schade finde. Trotz allem opfert er sehr viel für Lia und verdient damit mindestens meinen größten Respekt.
Lia bleibt die starke, eigensinnige Persönlichkeit, die man schon im ersten Teil kennengelernt hat. In ihrem Herz und ihrem Kopf herrscht ein Gefühlswirrwar: Trauer, Liebe, Verzweiflung, Mitleid, Wut, Angst, Mut, Misstrauen, Hoffnung. Nie konnte ich ihre Reaktion vorausahnen, aber so viel sei gesagt, sie hat mich ein ums andere Mal beeindruckt.

Wie schon erwähnt hatte ich mir den weiteren Verlauf, nach dem Lia, Rafe und Kaden in Venda angekommen sind, ganz anders vorgestellt. Ich kann leider nicht genauer darauf eingehen ohne zu spoilern. Langweilig wird es auf jeden Fall nicht.
Emotional gesehen ist dieser Teil nicht so berührend und ergreifend. Auf die (Dreiecks-)Liebesgeschichte wird nur am Rande eingegangen und es gibt keinen so spektakulären Tod wie den von Walther, Lias Bruder. Der Fokus wird mehr auf die Spannung gelegt. Es gibt allerlei Intrigen und Geheimnisse. Keinen der Charaktere außer Lia kann man so wirklich durchschauen. Besonders Kaden bleibt mir ein Rätsel. Dadurch kommt es aber auch ständig zu Handlungen, die ich so nicht erwartet hätte. Trotzdem gab es mir insgesamt zu wenig Action. Lia und Rafe sind sehr lange in Venda, ohne dass die Handlung wirklich vorankommt, obwohl viel passiert. Das Ende lässt uns Leser genauso ungewiss zurück wie im ersten Teil. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Geschichte um Lia im dritten Teil (der im Deutschen leider auf Teil 3 und 4 aufgesplittet wird) weiterentwickeln wird.

Fazit: "Das Herz des Verräters" ist eine gelungene Fortsetzung, die mir auch insgesamt sehr gut gefallen hat. Allerdings wenn man im Nachhinein auf das Geschehene zurückblickt, ist nicht wirklich viel passiert. Und ich denke genau diese mitreißende und actionreichere Handlung ist das, was mir fehlt, um mich richtig begeistern zu können. Von mir gibt es daher 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 08.09.2017
Sehnsucht / Love is war Bd.2
Lilley, R. K.

Sehnsucht / Love is war Bd.2


sehr gut

Kurzbeschreibung: Wir fühlten uns vereint ... nun hat er es wieder getan. Mich verwüstet. Mich verbrannt. Mich gebrochen. Mir Luft gegeben, nur um mich atemlos zurückzulassen. Aber etwas hat sich verändert. Etwas, das mich sowohl erschüttert als auch in Erregung versetzt. Etwas, das mich vollkommen zerstört. Etwas, das mich wieder heilt.

Lieblingszitat: "Man lernt mehr über den anderen, wenn man gegeneinander ankämpft, als wenn man sich liebt. Manche Dinge lernt man bloß im Krieg." (Seite 362)

Meine Meinung: Der erste Band hat uns Lesern mit einem gewaltigen Cliffhanger zurückgelassen. Es war ein recht vorhersehbarer Cliffhanger und meine Vermutungen haben sich im zweiten Teil auch bestätigt. Aber dadurch war ich kein bisschen weniger gespannt, auf diese Geschichte und ihre Auflösung.

Der Schreibstil war genauso toll wie in "Love is War -​ Verlangen". R. K. Lilley reißt einen in dieses Geschichte hinein. Man ist wirklich gefesselt, taucht vollkommen in das Buch ein und muss einfach weiterlesen bis es zu Ende ist. Ich habe das Buch ungern aus der Hand gelegt.
Neu waren hier die Erzählperspektive aus Dantes Sicht. Diese hat mir wirklich gut gefallen. Nachdem sein Geheimnis auch für die Leser gelüftet war, konnte man dadurch viel besser seine Gefühle und Beweggründe nachvollziehen.

Der Fokus liegt in diesem Teil insgesamt weniger auf dem Hass, sondern auf der Liebe. Und dadurch konnte ich auch die Charaktere noch ein wenig lieber gewinnen. Man lernt durch die neue Erzählperspektive auch Dante viel besser kennen und lieben. Scarlett und Dante können einem einfach nur leid tun. Sie haben beide unglaublich viel im Leben ertragen müssen. Traurige, tragische Schicksale, die einem nahegehen.

Wir haben in der Story erneut den Wechsel zwischen der Erzählung von Damals und Heute. Und ich muss sagen, dass mich die Damals-Parts zwischendurch sehr gestört haben. Nicht, dass ich diese Geschichte nicht spannend fand, aber der Heute-Part hat mich viel mehr interessiert und "Damals" hat da einfach gestört. Die Anteile kamen mir auch deutlich höher vor.
Am Anfang kommt die Geschichte auch etwas schleppend in Gang. Es wird viel drumherum erzählt. So werden beispielsweise Beziehungen von Scarletts Freunden angedeutet, aber in der weiteren Geschichte nie wieder aufgegriffen. Aber nachdem sich Scarlett und Dante einige Male wiedergesehen haben, kommt die Geschichte zum Glück richtig in Gang.
Es gibt sogar einen kleinen Spannungsaufbau. Es dreht sich viel um das Geheimnis von Dante. Und obwohl beide Charaktere dieses Geheimnis kennen, dauert es sehr lange bis auch die Leser es erfahren. Es bleibt aber auf einem niedrigen Spannungsniveau, da es teilweise sehr vorhersehbar war, bereits am Ende des ersten Bandes wusste man wenigstens etwas Bescheid.

Die Gefühle in der Geschichte werden wahnsinnig gut übertrage. Man wird von Scarletts und Dantes Geschichte mitgerissen (nicht nur durch den Schreibstil). Und fühlt bei allen Ereignissen tief mit. Besonders das Ende und der Epilog konnten mich wirklich berühren. Ich konnte sogar ein paar Tränen nicht verhindern. Es ist rührend, aber ohne dabei kitschig zu werden. Denn diese Geschichte ist alles andere als kitschig. Es ist wahr. Es ist tragisch. Es ist einmalig.

Fazit: Die Meinungen bei diesem Buch gehen weit auseinander, aber ich finde, dass "Love is War - Sehnsucht" eine sehr schöne, leidenschaftliche und mitreißende Geschichte ist. Der zweite Band steht dem ersten in nichts nach. Ein kleiner Abzug gibt es für die langatmigeren Damals-Parts. Von mir gibt es vier Sterne. Schade, dass die Reihe mit diesem Band abgeschlossen ist.

Bewertung vom 08.09.2017
Der Kuss der Lüge / Die Chroniken der Verbliebenen Bd.1
Pearson, Mary E.

Der Kuss der Lüge / Die Chroniken der Verbliebenen Bd.1


sehr gut

Liebelingszitat: "Nächte wie diese. Sie leben fort und fort und überdauern sogar den Mond, weil sie aus etwas anderem gemacht sind. Etwas, das so ruhig wie ein Herzschlag und so mitreißend wie der Wind ist. Für mich würde der heutige Abend ewig dauern." (Seite 317)

Meine Meinung: "Kuss der Lüge" ist eines der Bücher, das 2017 einen riesigen Hype auslöste. Insgesamt finde ich den Hype gerechtfertigt, auch wenn ich ein paar Kritikpunkte habe. Aber oft ist es bei mir so, dass erste Teil von Trilogien keine fünf Herzen erreichen.

Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Er zieht einen in die Geschichte hinein und lässt einen das Buch wahnsinnig schnell verschlingen. Gerade zum Ende hin konnte ich gar nicht mehr gestoppt werden.
Erzählt wird hauptsächlich aus drei Perspektiven: Lia alias Prinzessin Arabella, Rafe und Kaden. Der Wechsel und die Erzählungen aus der Sicht der zwei Männer haben mir gut gefallen. Allerdings fallen die Parts von Lia deutlich länger aus und oft wollte ich unbedingt wissen, was Rafe oder Kaden denkt und habe am Ende auch noch die Perspektive des genau anderen bekommen. Es war zum Verrücktwerden. Aber es hat mich auch noch mehr angetrieben weiterzulesen.

Die Protaganistin Lia war mir sofort sympathisch. Sie lebte bisher als Prinzessin Arabella Celestine Idris Jezelina, Erste Tochter des Hauses Morrighan. Doch als sie verheiratet werden soll, um zwei Königreiche zu vereinen, flieht sie. Sie beginnt ein neues Leben als Lia, das Schankmädchen in Terravin. Leider wird ihr aber schon bald bewusst, dass sie ihrem Schicksal und ihrer Position nicht entkommen kann. Doch trotz allem ist sie eine unglaublich starke Persönlichkeit. Sie geht ihren eigenen Weg und ist den Leuten, die ihr am Herzen liegen, treu ergeben.
Dann gibt es noch die zwei männlichen Protagonisten. Den Prinz, der nach Lias Flucht aufbrach, um sie zu suchen. Und der Attentäter, der aufbrach, um sie zu töten. Kaden und Rafe - doch wer ist wer? Diese Frage wird dem Leser lange vorenthalten. Dadurch rätselt man aber auch automatisch mehr mit. Anfangs war ich sehr verwirrt. Dann war ich mir sicher herausgefunden zu haben, wer die beiden in Wirklichkeit sind. Nur um bei der Auflösung total verwirrt dazustehen, denn es war genau andersrum. Ehrlich gesagt war danach meine Lesefreude etwas gedämpft, aber die Autorin kann ja nichts dafür, dass ich mich so in die Irre führen lassen habe.

Das Buch beginnt mit der erwähnten Flucht von Lia, gemeinsam mit einer der Angestellten und ihrer Freundin Pauline. Pauline ist Lia treu ergeben und auch sie hat einen Weg in mein Herz gefunden. Leider allerdings gestaltet sich der Anfang bishin zur Ankunft im vermeintlich sicheren Ort Terravin sehr schleppend. Trotz der Tatsache, dass die beiden Frauen sich auf der Flucht befinden, wird wenig Spannung aufgebaut. Erst mit dem Eintreffen von Rafe und Kaden kommt etwas mehr Leben in die Geschichte.
Und damit auch mehr Handlung, mehr Herzschmerz (wir haben es hier schließlich mit einer Dreiecksgeschichte zu tun) und mehr Spannung. Trotzdem hätte ich mir insgesamt ein höheres Spannungsniveau gewünscht. Auf einen Cliffhanger verzichtet die Autorin ebenfalls. Und dennoch musste ich den zweiten Teil direkt zur Hand nehmen. Hut ab davor.

Fazit: "Der Kuss der Lüge" bietet einen Geschichte die einen fesselt, die einen bewegt, die einen zu Tränen rührt. Leider brauchte sie aber auch ordentlich Anlauf, um in Schwung zu kommen und um Spannung aufzubauen. Von mir gibt es vier Sterne und ich bin schon sehr sehr gespannt auf den zweiten Teil.

Bewertung vom 08.09.2017
Rock my Heart / The last ones to know Bd.1
Shaw, Jamie

Rock my Heart / The last ones to know Bd.1


ausgezeichnet

Kurzbeschreibung: Feiern, tanzen – einfach Spaß haben! Das ist der Plan von Rowan Michaels und ihrer Freundin Dee, als sie zu einem Konzert der Band The Last Ones to Know in den angesagtesten Club der Stadt gehen. Was Rowan allerdings gründlich die Laune versaut, ist ihr Freund Brady, den sie dort mit einer anderen Frau beim Knutschen sieht. Noch vor Beginn des Konzertes flüchtet sie nach draußen, und trifft dort auf Adam Everest, den absolut heißen, verdammt attraktiven Sänger der Band. Sie lässt sich zu einem Kuss hinreißen – zu einem Kuss, der nicht nur ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird …

Meine Meinung: Dieses Buch und allgemein diese Reihe werden momentan in den Himmel gelobt. Und ich kann mich diesen Lobeyhymnen wirklich nur anschließen.

Den Schreibstil fand ich super. Man kommt total gut durch die Geschichte. Und die Charaktere waren total sympathisch. Mit allen Bandmitglieder sowie Rowan und Dee wäre ich gerne befreundet. Aber von allen war Mike mein Favorit. Er ist so knuffig, ich freue mich schon total auf seinen eigene Teil "Rock my dreams".

Ungewöhnlich für einen New Adult Roman war ich wahnsinnig gespannt zwischendurch. Man wird total auf die Folter gespannt, bis sich Rowan und Adam endlich wiedersehen. Jede Seite habe ich voller Vorfreude umgeblättert und musste dann doch noch länger warten. Es war zum Verrückt werden. Aber dann treffen sie sich endlich wieder und die Geschichte kommt erst so richtig ins Rollen. Klar der Plot ist vorhersehbar, aber ich hatte trotzdem unglaublichen Spaß dabei die Geschichte zu lesen.
Besonders das Bandleben fand ich total toll. Ich würde jederzeit mit Rowan tauschen. Es klang einfach unglaublich cool, wie sie mit den Jungs auf Tour gefahren ist. Im Tourbus schlafen, mit den Jungs rumalbern, backstage das Konzert anhören. Dieses Setting war einsame spitze!
Die Liebesgeschichte ansich hat mir auch gefallen. Sie war sehr süß und vor allem war sie glaubhaft, da sie sich langsam entwickelt. Aber selbst die "Beziehung" zu Rowans Ex-Freund Brandy hat mich irgendwie gefesselt. Obwohl er natürlich ein Arsch ist. Bei Szenen mit Adam bin ich dagegen weggeschmachtet. Spätestens der Epilog hat mich zerstört, so rührend war er.

Fazit Ich würde liebend gerne mit Rowan tauschen. Die Atmosphäre, die bei diesem Buch geschaffen wurde, fand ich wahnsinnig toll. Ich würde liebend gerne mit den Jungs auf Tour fahren! Von mir gibt es begeisterte 5 Sterne.

Bewertung vom 31.08.2017
Die Endlichkeit des Augenblicks
Koch, Jessica

Die Endlichkeit des Augenblicks


sehr gut

Kurzbeschreibung: «Wenn du zwei Menschen zur gleichen Zeit liebst, dann entscheide dich immer für den zweiten, denn er hätte niemals dein Herz erobert, wenn der erste der Richtige gewesen wäre.» (Johnny Depp)
Was aber, wenn du beide zur gleichen Zeit kennenlernst? Was, wenn es zwei Menschen sind, die eine große Last mit sich tragen? Eine Last, die sie wie ein unsichtbares Band miteinander verbindet? Wenn dein Herz dich zu beiden zieht, wen würdest du wählen? Denjenigen mit den körperlichen oder denjenigen mit den seelischen Wunden? Würdest du dich überhaupt entscheiden, wenn du wüsstest, welche endgültigen Konsequenzen deine Wahl mit sich bringt?

Lieblingszitat: "Habt stets Mut, ihr selbst zu sein. Es gibt immer jemanden, der euch dafür liebt." (Seite 205)

Meine Meinung: Der Schreib- beziehungsweise Erzählstil in dieser Geschichte war etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt drei Erzählperspektiven aus der Sicht von Sam, Bastian und Josh. Bei Sam ist aus der Ich-Perspektive erzählt. Allerdings erzählt die Autorin bei Basti und Josh in der dritten Person. Dieser Wechsel ist ein wenig irrtierend, besonders am Anfang. Natürlich gewöhnt man sich nach einer Weile dadran, aber ein durchgängiger Stil wäre definitiv schöner gewesen. Ich hätte mir dabei die Ich-Perspektive gewünscht, da dadurch bestimmt noch mehr Tiefgang hätte erreicht werde können.

Keiner dieser drei Hauptcharaktere ist fehlerfrei. Jeder hat seinen ganz eigenen Schicksalsschlag zu verkraften. Bastian ist seit einem Unfall querschnittsgelähmt. Und Josh gibt sich seit dem die Schuld dafür, versinkt tief in Depressionen. Sam und ihre Familie wurden früh von ihrem Vater verlassen. Alle drei Leben verändern sich für immer als Sam in das Leben von Josh und Basti trifft. Doch ich kann auch nach dem Ende nicht sagen, ob es wirklich eine positive Veränderung ist. Ihr gemeinsamer Weg ist zwar geprägt von Liebe und Freundschaft. Aber auch von Verrat, Schmerz und die drei verletzten sich abwechselnd immer wieder gegenseitig. Diese Dreiecksbeziehung war äußerst verquer. Nicht unbedingt die Tatsache, dass sich Sam in beide verliebt. Sondern wie es zu dieser Tatsache kommt. Es werden für mich persönliche falsche Werte für Freundschaft und Beziehungen vermittelt. Sam handelt mir außerdem zu impulsiv und manche Handlungen waren für mich einfach nicht nachvollziehbar und vorallem vermeidbar.

Trotzdem konnte mich die Geschichte teilweise sehr berühren und mitreißen. Auch wenn ich nicht mit allen Handlungen einverstanden war. Der Plot besitzt genug Tiefgang damit ich meine teilweise Verwirrung, Unglauben oder Verständnislosigkeit vergessen konnte. Gerade zum Ende hin musste ich auch manchmal ein paar Tränen verdrücken.

Fazit: Dieses Buch konnte mich berühren, aber die Dreiecks-Geschichte fand ich doch etwas befremdlich. Es wurden außerdem für mich verquere Werte für Freundschaft und Beziehungen vermittelt. Daher gebe ich dieser Geschichte 3,5 Sterne. Sie ist aber trotzdem durchaus lesenswert.

Bewertung vom 28.08.2017
Verbotene Gefühle / Beautiful Liars Bd.1
McGee, Katharine

Verbotene Gefühle / Beautiful Liars Bd.1


sehr gut

Meine Meinung: Mir fiel der Einstieg in die Geschichte leidet nicht so leicht. Das lag allerdings keineswegs am Schreibstil, denn dieser war sehr angenehm. Es lag viel mehr an den neuen Begriffen aus dieser technisch fortgeschrittenen Zukunftswelt, die nicht großartig erläutert werden. Man wird ohne Vorwissen in die Geschichte geschmissen und am Anfang war ich doch manchmal etwas irritiert von diesen Begriffen.
Außerdem haben mich die vielen Erzählperspektiven am Anfang überfordert. Obwohl ich schon viele Bücher mit genauso vielen Perspektiven oder mehr gelesen habe. Ohne die Zusammenfassung im Schutzumschlag wäre ich wohl aufgeschmissen gewesen. Nach ungefähr 150 Seiten habe ich aber reingefunden und konnte den Rest der Geschichte geniesen.

Wir haben in diesem Buch fünf Hauptcharaktere und entsprechende Erzählperspektiven. Die überirdisch schöne Avery, die das oberste, das tausendste Stockwerk des Towers bewohnt. Doch obwohl alle sie verehren, kann sie doch das eine nicht haben, was sie am meisten begehrt. Ihren Adoptivbruder Atlas.
Ihre beste Freundin ist Leda. Sie handelt hinterlistig und manipulativ, tut alles um ihr Ziel zu erreichen. Und ihr Ziel ist niemand anderes als Atlas, der große Bruder ihrer besten Freundin Avery. Konflikt voraus!
Ihre gemeinsame Freundin Eris gehörte einst auch zum Kreis der Reichen, desto tiefer ist ihr Fall, als sie in den unteren Teil des Towers ziehen muss. Sie versucht dieses Geheimnis mit allen Mitteln vor ihren Freunden zu verstecken.
Rylin hingegen wohnt schon ihr ganzes Leben lang in den untersten Stockwerken des Towers. Bei einem Job kommt sie ihrem Arbeitgeber, dem wohlhabenden Cord näher. Und doch kann sie ihre Vergangenheit nicht ganz hintersich lassen.
Und zu guter Letzt Watt. Ein mittelloser, aber sehr talentieter Hacker. Ein Auftrag zieht ihn in die Welt der Reichen und Schönen. Doch die Gefahr dieses Welt hat auch er unterschätzt.
Ehrlich gesagt ist mir keiner dieser Charaktere wirklich ans Herz gewachsen. Man bleibt sehr distanziert vom Geschehen. Am beeindruckendsten war die charakterliche Weiterentwicklung von Eris. Avery war mit die liebste Protagonistin. Aber wen ich gar nicht leiden konnte, war Leda. Sie ist total der Psycho und echt gruselig.

Leda ist meiner Meinung nach auch der große Auslöser dieser Tragödie. Jeder dieser Charaktere hat große große Geheimnisse. Und alle diese Geheimnisse werden geschickt miteinander verwoben (man merkt hier wirklich die Verbindung der Autorin zur Serie "Pretty Little Liars") und sie werden nach und nach von anderen Charakteren aufgedeckt, aber nicht immer richtig inpretiert. Lügen und Missverständnisse führen am Ende zum großen Knall auf Averys Party. Einer der fünf Hauptcharaktere wird diesen Abend nicht überleben.
Obwohl diese Geschichte nur so vor Dramen strotzen, hat es mir ein wenig an Spannung gefehlt. An manchen Stellen zog es sich deshalb auch etwas in die Länge. An anderen Stellen war mir die Geschichte zu vorhersehbar. Es wirkt wie eine gigantische Einleitung und der Tod am Ende bringt erstmals Action in die Geschichte. Ich hoffe daher, dass es im zweiten Teil spannender weitergeht.

Fazit: Die Geheimnisse in dieser Geschichte werden wirklich außergewöhnlich geschickt miteinander verstrickt. Ich war gebannt von diesen Intrigen, aber doch war nicht genug Spannungfür mich vorhanden. Das Potenzial dieses Plots war viel größer, als die Umsetzung leisten kann. Daher gibt es von mir 3,5 Sterne für "Beautiful Liars".