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Benutzername: CanYouSeeMe
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Bewertungen

Insgesamt 56 Bewertungen
Bewertung vom 04.11.2018
Das Vogelhaus
Eva, Meijer

Das Vogelhaus


sehr gut

Mit diesem Buch ist es der Autorin Eva Meijer gelungen einen authentischen Blick auf das Leben von Len Howard, die mir bis zu diesem Buch nicht bekannt war, zu geben.
Der Schreibstil konnte mich ab der ersten Seite mitziehen und war frisch und angenehm zu lesen. Die Sprache ist passig zur Geschehenszeit.
Die Handlung läuft bis auf eine Vorblende am Anfang des Buches chronologisch, als Leser wächst man so mit Len auf und begleitet sie durch ihr Leben. So lernt man Len in all ihren Facetten kennen, auch wenn ich einige Handlungen als sehr oberflächlich und schnell abgehandelt empfunden habe.
Zwischendurch gibt es immer wieder Kapitel, die mit Sternchen betitelt sind. Diese Kapitel widmen sich der Beziehung zwischen Len und einer Meise.
Die zweite Hälfte des Buches fand ich eingängiger und spannender, leider blieb einiges für mich zu oberflächlich, ich hätte mir mehr Tiefe in der Handlungserzählung gewünscht.
Insgesamt ist "Das Vogelhaus" jedoch ein durchaus lesenswertes Buch, das mir einige angenehme Stunden bereitet hat.

Bewertung vom 04.11.2018
Scharfstellung
Melzer, Heike

Scharfstellung


weniger gut

'Scharfstellung' von Heike Melzer verspricht ein Buch, das sich tabulos der heutigen Sexualität mit all ihren Facetten widmet. Die inhaltliche Aufarbeitung ist sehr faktenlastig, ich hätte mir öfter auflockernd Beispiele gewünscht. Ja, es ist ein Sachbuch - dennoch ginge es auch weitaus weniger staubig und ermüdend. Insgesamt werden viele Themen angesprochen, was durchaus interessant ist. Leider blieben die Ausführungen dabei oft oberflächlich - ich hätte mir mehr inhaltliche Tiefe und dafür ein geringeres Themenspektrum gewünscht. Qualität vor Quantität.
Schade, denn die Thematik hat durchaus Potential ein spannendes Sachbuch zu füllen - hier ist es der Autorin leider nicht so recht gelungen.

Bewertung vom 15.10.2018
Königskinder
Capus, Alex

Königskinder


gut

Der Schreibstil des Autors ist extrem angenehm zu lesen und durchaus eigen. Das verleiht der Story einen ganz eigenen Charme. Ich finde, dass der Autor die Handlungsstränge um Tina/Max und Jakob/Marie sehr gut miteinander verwoben hat. Sie haben gut miteinander harmoniert und die Erzählung wirkte insgesamt sehr echt.
Für mich hat jedoch ein wenig Tiefe gefehlt. Es schien mir alles relativ belanglos und oberflächlich zu sein, wodurch zu keinem der Charaktere eine Bindung aufbauen konnte. Daher hat mich die Story auf emotionaler Ebene nicht erreicht.
Insgesamt ist die Geschichte wirklich nett zu lesen, nachhaltig begeistern konnte sie mich aber nicht.

Bewertung vom 07.10.2018
Mit der Faust in die Welt schlagen
Rietzschel, Lukas

Mit der Faust in die Welt schlagen


sehr gut

Sprachlich konnte mich dieser Roman gleich von der ersten Seite ab begeistern. Der Schreibstil ist eindringlich und direkt, konnte mich trotz seiner Knappheit gut in das Geschehen hineinversetzen.
Die beiden Brüder waren durch den Erzählstil gleichzeitig nah und doch seltsam distanziert, was gerade beim Fortschreiten der Handlung Spannung aufbauen konnte.
Zum Inhalt bin ich eher zwiegespalten, ich habe wahrscheinlich mehr erhofft. Ich empfinde die Perspektive als sehr nüchtern, was der Story einen extrem interessanten Standpunkt verschafft. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass einige Zusammenhänge, und v.a. die Radikalisierung (bzw. die Schritte dazu) in zu weiten Sprüngen erzählt wurden. So habe ich für mich den fortschreitenden Prozess gar nicht richtig wahrnehmen können,sondern habe mich am Ende des Buches gefragt, warum genau es denn nun dazu kam...
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, ich fand es eindringlich und packend. Dennoch konnte es dem Hype in meinen Augen nicht gerecht werden.

Bewertung vom 07.10.2018
Die Gesichter
Rachman, Tom

Die Gesichter


gut

Mit einer einzigen beiläufigen Bemerkung wischt Bear Bavinsky jede Hoffnung seines Lieblingssohnes Pinch beiseite, auch nur halb so viel Talent zu haben wie er. Desillusioniert zieht es Pinch raus in die Welt, in Kanada versucht er sich an einer Biografie über Bear, als Italienischlehrer in London hat er es fast geschafft zu vergessen, dass auch er einmal Großes vorhatte. Seine wahre Begabung findet er schließlich doch noch, und er schmiedet einen schier unmöglichen Plan, nicht nur sein eigenes Leuchten zu entfalten, sondern auch das Andenken seines Vaters zu retten.

Die Handlung zieht sich über das gesamte Leben von Pinch. Man lernt ihn als kleinen Jungen kennen und begleitet ihn, mit einigen zeitlichen Sprüngen, durch sein gesamtes Leben. Richtig fesseln konnte mich das Buch aber nicht. Die Erzählungen plätscherten teilweise so vor sich hin, scheinbar ohne jegliches Ziel. Mit Pinch selbst (und auch mit seinem Vater Bear) bin ich nicht so recht warm geworden.
Pinch als Protagonist war mir ein wenig zu farblos (im Gegensatz zu dem wirklich tollen Cover des Buches). Ich konnte seine Persönlichkeit nicht ganz greifen und so war es mir ab spätestens der Hälfte des Buches auch egal, wie es mit ihm weiter geht.
Dennoch habe ich das Buch zu Ende gelesen. Insgesamt hatte das Buch ein gewisses Etwas, das ich nicht gut in Worte fassen kann, das mich am Ball hat bleiben lassen.

Bewertung vom 31.07.2018
Familie und andere Trostpreise
McDonagh, Martine

Familie und andere Trostpreise


gut

‚Familie und andere Trostpreise‘ ist ein Roman der Autorin Martine McDonagh. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und locker, vornehmlich umgangssprachlich. Die Story erfahren wir aus Briefen, die Protagonist Sonny direkt an seine Mutter schreibt. Eine interessante Perspektive, die jedoch so ausschweifend erzählt, dass ich oft vergessen habe, dass sich die Erzählung eigentlich an die Mutter und nicht direkt an den Leser richtet.
Die Handlung plätschert eher vor sich hin, es gibt keine großartigen Wendungen oder unvorhergesehene Ereignisse. Ich fand die Story teilweise sehr zäh, was auch am Charakter von Sonny liegen kann. Dieser ist ein ehereigenwilliger Protagonist, der leider nur durch seine SOTD-Vorliebe und seine Neurosen definiert wird. Schade, denn hier gäbe es großes Potential für einen angenehmen und vielschichtigen Protagonisten. SOTD oder auch Shaun of the Dead ist ein Film, den ich persönlich nicht kenne. Daher konnte ich auch mit den zahlreichen Anspielungen auf Szenen nichts anfangen. Etwas weniger hätte hier auch gereicht.
Insgesamt ein solides Buch, das mich jedoch nicht vom Hocker reißen konnte. Story und Charaktere sind leider ein wenig zu oberflächlich geblieben für meinen Geschmack.

Bewertung vom 31.07.2018
Wo ist Norden
Handke, Barbara

Wo ist Norden


weniger gut

Das Buch ‚Wo ist Norden‘ der Autorin Barbara Handke konnte meinen Geschmack leider gar nicht treffen. Ich hatte arge Probleme, in die Story hineinzufinden und konnte mit keinem der Charaktere so richtig warm werden. Der Schreibstil liest sich an sich gut, war jedoch nicht in der Lage mein Kopfkino zum Leben zu erwecken. Der von mir erdachte historische Roman kam irgendwie nicht recht durch – langwierige Beschreibungen eines Hausumbaus konnten mich nicht packen.
Nach den ersten, für mich extrem zähen, 80 Seiten habe ich das Buch für eine Weile weggelegt. Seitdem kann ich mich nicht überwinden es erneut mit ihm zu probieren – es hängt immer noch der öde und langweilige Nachgeschmack des Buches in der Luft. Ich werde dem Roman definitiv nochmal eine Chance geben. Zur jetzigen Zeit kommen das Buch und ich jedoch nicht zusammen – es packt mich nicht und kann mir kein Interesse am beschriebenen Handlungsverlauf entlocken.

Bewertung vom 15.07.2018
Naturnahes Kochen - einfach, gut, gesund
Seitz, Erwin

Naturnahes Kochen - einfach, gut, gesund


sehr gut

Dieses Buch ist viel mehr als ein Kochbuch, das den momentanen Trend der saisonalen und regionalen Küche aufgreift. Es bietet eine sehr umfangreiche Warenkunde, die in meinen Augen viel interessanter und spannender ist als der Rezeptteil des Buches.
Die Rezepte sind simpel, teilweise aber mit eher gehobeneren Zutaten, die für meinen studentischen Geldbeutel wenig erschwinglich sind. Im gesamten bieten sie jedoch tolle Anregungen für leicht abgewandelte Eigenkreationen. Die Rezepte, die ich 1:1 nachgekocht habe, haben mir gut geschmeckt und waren nicht zu aufwändig in der Zubereitung. Die Schritte waren verständlich geschildert.
Das Buch wird für mich jedoch eher ein kleiner Faktenbegleiter werden, denn die Infos rund um die Zutaten sind sehr ausführlich und verständlich dargestellt.
Begleitet sind Rezepte und Warenkunde von sehr hochwertigen Bildern, die mir die Lust aufs Kochen nur verstärken konnten.

Bewertung vom 15.07.2018
Sehnsucht / Dream Maker Bd.1
Carlan, Audrey

Sehnsucht / Dream Maker Bd.1


sehr gut

Ich habe bereits die ‚Calendar-Girl‘ Reihe der Autorin gelesen und habe in diesem Buch eine ähnliche Handlung erwartet. Diese Erwartung wurde voll erfüllt. Meiner Meinung nach ist ‚Dream Maker‘ das gleiche Konzept, nur mit männlichen Protagonisten.
Meine Anforderungen an das Buch waren eher gering, ich habe eine seichte Story mit viel Erotik und eher direkten Beschreibungen erwartet – und genau das bekommen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, die erotischen Beschreibungen sind zum Teil eher derb und generell sehr direkt. Das muss man mögen.
Die Charaktere werden insgesamt eher oberflächlich beschrieben, tiefergehend wird man die Protagonisten wahrscheinlich erst in den Folgebänden kennen lernen. So meine Vermutung.
Insgesamt habe ich mit dem Buch das erhalten, was ich erwartet habe: eine schnelle und leichte Lektüre, die ich lesen kann ohne meinen Kopf groß anstrengen zu müssen. Wer eine tiefgehende Story sucht wird mit diesem Buch keine Freude haben.

Bewertung vom 21.05.2018
Zu nah / Frankie Sheehan Bd.1
Kiernan, Olivia

Zu nah / Frankie Sheehan Bd.1


gut

‚Zu nah‘ ist das erste Buch, dass ich von der Autorin Olivia Kiernan gelesen habe. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist eingängig und passt gut zu den Charakteren.
Protagonistin Frankie Sheehan ist eine solide Hauptfigur. Lädierte Kommissar/innen scheinen in letzter Zeit arg in Mode gekommen zu sein. Ich habe schon lange keinen Thriller mehr gelesen, in dem der/die Protagonist/in keinen Knacks weg hatte. So auch in diesem Buch. Insgesamt konnte mich Frankie nicht großartig vom Hocker hauen, sie ist jedoch insgesamt facettenreich dargestellt. Sie ist mir durchaus sympathisch und ihre Art ist durchaus authentisch. Wahrscheinlich bin ich das Bild des angeknackten Protagonisten überdrüssig, so dass ich nur bedingt Begeisterung aufbringen konnte. Die Nebencharaktere sind insgesamt realistisch dargestellt, hier geht die Autorin jedoch nicht über das Mindestmaß an nötigen Informationen hinaus.
Die Handlung hatte für mich ihre Höhen und Tiefen. Einige Stellen habe ich als langatmig und wenig spannend erlebt, andere waren dann schon eher spannend. Den richtig großen „Thrill“ habe ich in diesem Buch jedoch nicht gefunden. Für mich waren ganze Handlungsstränge vorhersehbar und daher nur minder spannend. Insgesamt ist die Handlung jedoch um ein interessantes Thema aufgebaut, so dass ich gern am Ball geblieben bin und trotz Vorhersehbarkeit das Interesse nicht verloren habe.
Insgesamt konnte mich ‚Zu nach‘ nur mäßig überzeugen. Es ist ein solider Thriller, den ich sehr schnell durchgelesen habe und der mir einige nette Stunden beschert hat. Die ganz große Spannung ist hier jedoch nicht zu finden.