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Benutzername: Nele22
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Bewertungen

Insgesamt 27 Bewertungen
Bewertung vom 10.03.2019
An den Ufern der Seine
Poirier, Agnès

An den Ufern der Seine


sehr gut

Das Buch „An den Ufern der Seine“ geschrieben von Agnes Poirier ist ein Sachbuch über die schwierige Zeit der Künstler während und einige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg in Paris. Der Leser erfährt von den Ängsten der pariser Künstler unter den deutschen Besatzern im Land, viele fliehen, wer die schwierige Zeit überlebt, versucht nach dem Krieg wieder in der Stadt an der Seine Fuß zu fassen. Entgegen meiner Vermutung, ein nicht so leicht zu lesendes Sachbuch mit vielen Fakten und Namen zu lesen, hat es die Autorin wunderbar geschafft, den Leser mit auf eine Zeitreise durch die Pariser Künstlerszene zu nehmen mit ihrem flüssigen Schreibstil ohne langatmig zu werden. Positiv zu erwähnen ist auch die hervorragende Recherche der Autorin. Also ein Buch, dass speziell Interessierten für Kunst, Literatur und Paris zu empfehlen ist.

Bewertung vom 06.03.2019
Lago Mortale
Conti, Giulia

Lago Mortale


gut

Lago Mortale ist der erste Roman von Guilia Conti, einer deutschen Reiseautorin.
Der Halbitaliener Simon Strasser, ein ehemaliger Polizeireporter aus Deutschland lebt seit einigen Jahren am schönen Lago d‘Orta.
Durch Zufall findet er die Leiche vom jungen Marco, einem Sohn aus der einflussreichen Familie Zanetti, auf einer Yacht. Sein Interesse ist geweckt und er versucht auf eigene Faust und zum Ärger der leitenden Ermittlerin Carla Moretti, Ermittlungen anzustellen.
Der Schreibstil ist einfach und leicht zu lesen, es ist der Autorin gelungen, dem Leser das italienische Leben sowie die wunderschöne Landschaft sehr anschaulich nahe zu bringen.
Als spannenden Krimi würde ich das Buch nicht bezeichnen, denn der Spannungsbogen wurde nicht wirklich aufgebaut. Für Italienliebhaber ist es eine schöne seichte Urlaubslektüre, die Lust auf einen Aufenthalt in diesem schönen Land macht.

Bewertung vom 15.02.2019
Die Leben danach
Pierce, Thomas

Die Leben danach


gut

Das Buch „Die Leben danach“ von Thomas Pierce beginnt ziemlich spannend. Der 33 jährige Kreditberater Jim Byrd, ein unauffälliger Durchschnittstyp, erleidet ganz plötzlich einen Herzstillstand und ist kurzzeitig klinisch tot.
Zu seiner Überraschung erlebt er aber keine Nahtoderfahrung. Das irritiert ihn sehr. Mit seiner Jugendliebe Annie forscht er nach Geistern und sie beschäftigen sich mit seltsamen Sachen, wie Hologrammen, seltsamen Kirchen und es wird sich gefragt, was nach dem Tod kommt.
Der Schreibstil des Autors ist manchmal witzig, locker und leicht zu lesen. Trotzdem waren mir die wechselnden Zeitsprünge und Szenenwechsel im Roman und das Geisergeschwurbel zu anstrengend. Leider hat das Buch nicht meinen Erwartungen getroffen. Das Cover ist sehr schön und der Titel passt originell zum Thema.

Bewertung vom 16.12.2018
Vielleicht tanzen wir morgen
Hogan, Ruth

Vielleicht tanzen wir morgen


ausgezeichnet

Im Buch von Ruth Hogan „Vielleicht tanzen wir morgen“ geht es hauptsächlich um die Bewältigung von Trauer. Es handelt vor allem um Mascha und Sally. Mascha hat vor vielen Jahren ihren Sohn durch einen Unfall verloren und Sally ist eine Obdachlose. Beide treffen sich oft auf dem Friedhof und lernen sich näher kennen. Sie schafft es, Mascha aus ihrem Tief zu holen und wieder am Leben teilzunehmen zu lassen. Nebenher wird auch die Geschichte von der krebskranken Alice und ihrem Kind erzählt. Anfangs war mir der Zusammenhang zu Maschas Geschichte nicht klar, aber es klärt sich am Ende auf. Die Autorin hat eine wunderbare Art zu schreiben, sie verwendet viele Metaphern, schreibt sehr emotional poetisch und berührend. Für mich war das Buch ein besonderes Lesehighlight mit Tiefgang und ich kann das wunderbare Buch nur wärmstens weiter empfehlen.

Bewertung vom 07.12.2018
Sowas kann auch nur mir passieren
McFarlane, Mhairi

Sowas kann auch nur mir passieren


ausgezeichnet

Das ist nicht das erste Buch der Autorin Mhairi McFarlane, welches ich gelesen habe. Und es hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil. Er ist von emotional, leicht, bissig und vor allem humorvoll alles dabei.
Es wird die Geschichte von Georgina erzählt, sie erlebt viele Pechsträhnen, wie zum Beispiel, verliert sie ihren Job, ihr Freund betrügt sie. Mit ihrer Mitbewohnerin liegt sie oft im Streit. Ebenso mit ihrem Stiefvater.
Trotz oder gerade wegen ihrer Unzulänglichkeiten ist einem die Protagonistin sehr sympathisch und man fiebert und leidet mit ihr. Obwohl sie schon über 30 Jahre alt ist, hat sie noch nicht ihren richtigen Weg im Leben gefunden. Wie immer in den Romanen der Autorin McFarlane gibt es eine Liebesgeschichte mit einem Happyend. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, es ist eine leichte und vergnügliche Lektüre.

Bewertung vom 18.11.2018
Wie ich fälschte, log und Gutes tat
Klupp, Thomas

Wie ich fälschte, log und Gutes tat


ausgezeichnet

Thomas Klupp erzählt in seinem neuen Roman „Wie ich fälschte, log und Gutes tat“ von Benni und seinen Freunden. Sie besuchen das Keplergymnasium und der Leser begleitet die pubertierenden Jugendlichen ein Schulhalbjahr lang. Der 16 jährige Benni schreibt ab, fälscht Unterschriften, denn er steht stets unter Leistungsdruck. Er kommt aus guten Verhältnissen und will es seinen Eltern immer recht machen. Doch bald droht alles aufzufliegen.
Es macht einfach Spaß, den witzigen Roman zu lesen, der Autor hat eine lockere jugendliche Sprache gewählt. Oftmals kann der Leser herzlich lachen.
Das Buch ist gespickt mit Sarkasmus und feiner Ironie, es ist genau das Richtige für Fans der humorvollem und vorlauten Literatur. Es ist auf alle Fälle weiter zuempfehlen, für mich ein absolutes Lesehighlight.

Bewertung vom 18.11.2018
Gangsterblues
Bausch, Joe

Gangsterblues


sehr gut

Der Autor Joe Bausch ist ein leitender Regierungsmedizinaldirektor in der Jugendvollzugsanstalt Werl. In seinem neuestes Buch „ Gangsterblues“ erzählt er in 12 kurzen interessanten Geschichten, Begebenheiten über Täter und Opfer, die er im Laufe seiner Arbeit erlebt hat und die ihm diese anvertraut haben. Der Leser erfährt Einblicke in die Gedanken, Wünsche und Seelenqualen der Inhaftierten. Die Storys sind spannend, heftig, traurig und überraschend zugleich.
Mit bewundernswerter Menschlichkeit und professioneller Distanz zu den erzählenden Insassen schafft es Joe Bausch den Leser zu fesseln. Der Schreibstil des Autors ist klar, sachlich und leicht zu lesen. Von der ersten Geschichte an, ist der Leser gefesselt.

Bewertung vom 18.11.2018
Hippie
Coelho, Paulo

Hippie


gut

Der neue Roman vom brasilianischem Bestsellerautor Paulo Coelho „Hippie“ beruht auf autobiografische Erlebnisse. Wir erfahren in einer bewegenden Liebesgeschichte die Erlebnisse des jungen Hippies Paulo.
Im Jahr 1970 beginnt eine inspirierende Reise von Amsterdam nach Nepal. Zusammen mit Karla und anderen Mitstreitern macht er sich auf zu einer mehrwöchigen Reise. Auf der Suche nach Freiheit, dem Sinn des Lebens und freier Liebe. Unvoreingenommen und nicht klischeebehaftet erfährt der Leser viel über das Leben und die Träume und Wünsche der Hippies.
Die Erlebnisse schildert der Autor in der dritten Person. So kann man sich sehr gut in alle Protagonisten hineinversetzen. Mit seinem unnachahmlichen lebendigem Schreibstil hat er seine Empfindungen und Gefühle aufgezeichnet. Besonders hervorzuheben ist auch das farbenfrohe Cover, das sehr untypisch ist für den Diogenes Verlag. Es vermittelt wunderbar bildhaft das Lebensgefühl der damaligen Zeit.

Bewertung vom 18.11.2018
Ich hab's auch nicht immer leicht mit mir
Vogd, Anne

Ich hab's auch nicht immer leicht mit mir


gut

Die Kabarettistin Anne Vogd hat mit 51 Jahren einen Neuanfang gewagt und das Buch „ Ich hab‘s nicht immer leicht mit mir“ geschrieben. Sie hat eine sehr lockeren und witzigen Schreibstil, welcher immer wieder Lacher bringt. Sie versucht auf humorvolle Art dem Leser zu vermitteln, das Leben mit seinen Tücken und aufgelegten Zwängen leichter zu nehmen. Warum sollte man immer jeden Trend mitmachen? Ihr Motto ist, einfach mal die Konsequenzen ertragen und mehr Spannung und Abenteuer zu wagen. Auch kann man viele Themen sehr gut nachvollziehen. Die Autorin vermittelt dem Leser eine Art Gelassenheit und macht Lust, das Leben nicht zu ernst zu nehmen. Ein lesenswertes Buch, welches man in einem Rutsch durchlesen kann.

Bewertung vom 18.11.2018
Manhattan Beach
Egan, Jennifer

Manhattan Beach


sehr gut

Im neuen Buch „ Manhattan Beach“ der amerikanischen Schriftstellerin Jennifer Egan geht es um die selbstbewusste junge Frau Anna Kerrington mit einem starkem Charakter. Wir haben das Jahr 1942 in Amerika und sie verdient sich den Unterhalt für ihre Mutter und ihre kranke jüngere Schwester in einer Werft für Kriegsschiffe. Ihr größter Wunsch, ist es Berufstaucherin zu werden, Zugleich sucht sie nach ihrem aus dem Leben verschwundenen Vater, der ihr immer noch sehr fehlt.
Die Geschichte wird in drei Erzählsträngen erzählt, aus der Sicht der Protagonistin Anna, ihres Vaters und des kriminellen Dexter Styles.
Das Buch ist eine Geschichte der Emanzipation und gibt einen Einblick in die Rolle der Frau im Zweiten Weltkrieg.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und man hat den Eindruck in New York der 30iger und 40iger Jahre zu leben. Es ist ein sprachlich anspruchsvoller Roman, den ich gern weiter empfehlen kann.