Benutzer
Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Nele22
Wohnort: 
Brandenburg

Bewertungen

Insgesamt 53 Bewertungen
Bewertung vom 19.10.2022
Ein Alman feiert selten allein
Atmaca, Aylin

Ein Alman feiert selten allein


sehr gut

In diesem unterhaltsamen ersten Buch der jungen Autorin Aylin Atmaca erfährt der Leser aus der Sicht der jungen Elif, einer Tochter türkischer Gastarbeiter, was es heißt eine typische deutsche Weihnacht zu feiern.
Schon lange hat sie sich gewünscht einmal wirklich daran teilzunehmen.
Aber es kommt, wie es meistens ist, anders als erwartet und vorgestellt.
Die Eltern ihres Freundes Jonas haben zum Fest eingeladen.
Schon Monate vorher beginnen die Vorbereitungen der zukünftigen Schwiegermutter in Form von WhatsApp-Gruppe, Einladungskarte und vielem mehr. Dies hat mich schon herzhaft zum Lachen gebracht. Diese detaillierte Planung ist für die Protagonistin beängstigend und befremdend.
Der Schreibstil ist flüssig und in humorvoller Sprache verfasst. Hier trifft man auf Vorurteile beiderseits sowie Klischees, die hier gern und manchmal auch etwas überzogen bedient werden. Die Geschichte hat sich sehr gut gelesen und regt zum Nachdenken an in Bezug auf mehr Toleranz anderen Kulturen gegenüber. Ich kann diese Lektüre gern weiter empfehlen.

Bewertung vom 26.09.2022
Was ich nie gesagt habe / Gretchen Bd.2
Abel, Susanne

Was ich nie gesagt habe / Gretchen Bd.2


ausgezeichnet

Ich habe mich sehr gefreut, dass es eine Fortsetzung von Susanne Abels
„Stay away from Gretchen“ gibt. Dieses Buch hat mir so gefallen, dass ich unbedingt den Nachfolgeband lesen musste.
Das Cover ist sehr schön und ähnlich gestaltet, wie der Vorgänger, deshalb hat es einen Wiedererkennungseffekt und gefällt mir.
Die Familiengeschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Sohn der dementen Greta, Tom Moderath, ein bekannter Fernsehmoderator. Dieser erfährt von seinem Halbbruder Henk aus Holland. Die beiden machen sich auf eine Reise in die Vergangenheit, um mehr über ihren gemeinsamen Vater Konrad zu erfahren.
In der zweiten Erzählebene wird die Lebensgeschichte von Konrad, dem Ehemann von Greta, erzählt.
Die Schreibweise ist sehr angenehm, empathisch und interessant. Ich habe viele interessante historische Details erfahren, von denen ich vorher nichts wusste. Die Autorin schreibt spannend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Sehr gern empfehle ich dieses Werk jedem, der seine Freude an Familiengeschichte mit Tiefgang und geschichtlichen Informationen hat.

Bewertung vom 26.09.2022
Violeta
Allende, Isabel

Violeta


ausgezeichnet

Ich habe mich sehr gefreut, das neue Werk der chilenischen Erfolgsautorin Isabel Allende lesen zu können. Im Buch „Violeta“erfährt der Leser die Lebensgeschichte der Protagonistin. Diese wird von ihr in einem Brief aus der Ich-Perspektive an ihren Enkel Camilo erzählt.
Camilo erfährt von ihrem bewegten Leben, 1920 geboren als einziges Mädchen neben 4 Brüdern. Sie berichtet über einschneidende Erlebnisse in ihrem bewegten Leben, Verluste, verschiedene Lieben, Unterdrückung, Verbrechen.
Der Schreibstil ist, wie bereits von ihren vorherigen Werken bekannt spannend, interessant und mitreißend erzählt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es war nie langweilig und uninteressant, da auch historische Begebenheiten mit eingewoben wurden. Die Hauptprotagonistin ist eine starke und emanzipierte Frau.
Das Cover ist wunderschön und hat mich gleich angesprochen.
Ich kann das Werk der chilenischen Frauenrechtlerin und Autorin sehr gern weiter empfehlen.

Bewertung vom 21.10.2021
Du hast mir gerade noch gefehlt
McFarlane, Mhairi

Du hast mir gerade noch gefehlt


ausgezeichnet

Die Bestsellerautorin Mhairi McFarlane hat mit ihrem neuen Roman „
„Du hast mir gerade noch gefehlt“ eine wunderbare Geschichte geschaffen.
Sie handelt von vier unzertrennlichen Freunden, Ed, Eve, Susie und Justin, die sich seit Schulzeiten schon kennen. Durch einen herben Schicksalsschlag ändert sich plötzlich alles.
Eve ist die Hauptprotagonistin neben Finlay, dem Bruder von Susan. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen, humorvoll aber auch sehr ergreifend.
Ich habe es in kürzester Zeit verschlungen. Die Geschichte ist fesselnd und durch ihre unvorhersehbaren Wendungen immer für Überraschungen gut. Sie handelt von Freundschaft, Liebe, Lüge, Enttäuschungen aber auch Hoffnung und eine großen Portion Humor.
Das Cover ist typisch für einen Roman der Autorin McFarlane, es ähnelt den der Vorgängern und hat dadurch einen Wiedererkennungseffekt. Es gefällt mir, da ich diese Art schon mit der Autorin verbinde.
Sehr gern gebe ich diesem Werk eine Leseempfehlung für jeden Leser, der keine oberflächliche Liebesgeschichte sucht.

Bewertung vom 03.10.2021
Wenn die Faust des Universums zuschlägt
Wimmer, Johannes

Wenn die Faust des Universums zuschlägt


ausgezeichnet

Der bekannte Fernseharzt und Moderator Dr. Johannes Wimmer erzählt in seinem neuen Werk „Wenn die Faust des Universums zuschlägt“ die traurige und äußerst emotionale Geschichte seiner kleinen Tochter Maxi. Sie ist mit nur 6 Monaten an einem extrem aggressiven Hirntumor erkrankt.
Der Autor beweist mit seiner Frau eine unwahrscheinliche Stärke, von der Diagnose bis letztendlich hin zur Beerdigung nimmt er den Leser mit auf diese unendlich traurige Schicksalsreise. Hier werden die Grenzen der modernen Medizin aufgezeigt. Es ist bewundernswert, wie die Eltern es dennoch schaffen, es ihrer geliebten Tochter in der letzten Zeit ihres kurzen Lebens noch so schön, wie möglich zu machen um auch noch viele gemeinsame innige Momente zu Hause genießen zu können. Der Schreibstil ist tagebuchähnlich aufgebaut, es liest sich sehr gut und ich habe es in einem Rutsch gelesen. Das bewegende Buch zeigt auf, die Zeit zu nutzen, die einem bleibt und trotzdem nach vorn zu schauen. Dieses ehrliche und sehr emotionale Buch kann ich bestens weiter empfehlen. Es hat mich sehr bewegt. Gern gebe ich ihm 5 Sterne.

Bewertung vom 02.09.2021
Die Zeit der Kirschen
Barreau, Nicolas

Die Zeit der Kirschen


gut

Dieses Buch ist die Fortsetzung des Romans „Das Lächeln der Frauen“.
Worin sich Auréli, eine junge Köchin und der Lektor André auf romantische Weise verlieben. Nun geht Ihre turbulente Geschichte weiter. Durch ein Versehen erhält Aurélis Restaurant einen Michelinstern. Die Freude ist riesig, hält aber nicht lange an, denn der wirkliche Besitzer, Jean-Marie Marronier stellt die Verwechslung klar. Die beiden kommen sich beruflich näher und das löst natürlich Verwirrung und Eifersucht bei André aus.
Die Charaktere sind sympathisch und charmant. Gefallen haben mir besonders die Nebencharaktere wie Andrés Freund Adam und Aurélis Freundin Bernadette. Besonders schön fand ich die Eindrücke über Monets Schaffen.
Der Schreibstil ist leicht und schnell zu lesen.
Das Cover gefällt mir gut, es hat französischen Charme.
Letztendlich fand ich das Buch nicht so gut, wie den Vorgänger. Es ist eine seichte Lektüre für zwischendurch, ein Liebesroman mit manchmal sehr konstruieren Ereignissen aber trotzdem unterhaltsam.

Bewertung vom 15.08.2021
Der Panzer des Hummers
Minor, Caroline Albertine

Der Panzer des Hummers


weniger gut

Der Roman von Caroline Albertine Minor mit seinem wundervollen Cover, hat mich sehr neugierig gemacht. Bücher aus dem Diogenes Verlag versprechen meistens ein Highlight.
Ich habe mir einen tiefgreifenden Roman versprochen mit einer interessanten Geschichte über Familie
Es handelt von drei Geschwistern, Sidsel, Ea und Niels, die sich nach dem Tod der Eltern entfremdet haben. Die Handlung spielt in Dänemark, woher auch die Autorin stammt.
Von Anfang an hatte ich Schwierigkeiten in die Handlung zu kommen, obwohl der Schreibstil leicht und flüssig zu lesen ist. Auch ist die Sprache angenehm und teils poetisch zu lesen. Mir fiel es schwer, die Zusammenhänge zu erkennen, deshalb hat mich das Buch leider nicht gefesselt und letztendlich ratlos zurück gelassen. Deshalb kann ich diesem Werk hier keine Leseempfehlung geben.

Bewertung vom 13.08.2021
Was fehlt dir
Nunez, Sigrid

Was fehlt dir


gut

Es ist der erste Roman, den ich von der Bekannten Autorin Sigrid Nunez gelesen habe. Da ihr vorheriges Werk sehr gelobt wurde, hatte ich große Erwartungen gehabt, die leider enttäuscht wurden.
Das Cover gefällt mir gut, es hat mich gleich angesprochen.
Das Buch beinhaltet eine Zusammenreihung an Kurzgeschichten, die von der Erzählerin in der Ich-Form erzählt werden. Sie handeln von Trauer, Glück und von viel Mitgefühl. Umrahmt werden diese von der Geschichte über deren beste Freundin, die an Krebs erkrankt ist und die diese um einen Gefallen gebeten hat.
Der Schreibstil ist modern und sachlich auch leicht zu lesen, die Autorin hat einen außergewöhnlichen Stil, ich konnte mich aber nicht gut mit dem Buch anfreunden, da mir oftmals unklar war, was die Autorin ausdrücken wollte. Ich konnte auch keine emotionale Bindung zu den Protagonisten aufbauen.
Als Roman ist das Buch eher nicht weiter zu empfehlen als Sammlung von Kurzgeschichten schon eher.

Bewertung vom 19.07.2021
Die Geschichte von Kat und Easy
Pásztor, Susann

Die Geschichte von Kat und Easy


sehr gut

Im neuen Buch der Autorin Susann Pásztor wird die Geschichte von Kat und Easy erzählt. Es sind zwei Freundinnen, die für eine kurze Zeit in ihrer Jugend unzertrennlich waren. Das ist aber schon einige Jahrzehnte her. Nach langer Zeit treffen sich beide auf Kreta wieder und arbeiten ihre Probleme und Gründe des Zerwürfnisses damals auf.
Die Story wird in zwei Zeitsträngen erzählt und zwar in der Vergangenheit, als die beiden ca. 16 Jahre waren und dann auf Kreta in der Gegenwart.
Mir hat der Erzählstil sehr gut gefallen und in die beiden Protagonisten konnte ich mich sehr gut hineinversetzen.
Das Buch zeigt uns, wie schnell durch Unausgesprochenes und Missverständnisse sich das Leben verändern kann und Freundschaften auf Eis gelegt werden.
Der berührende Roman hat mir großartig gefallen, es geht um Freundschaft, Gefühle, Verzeihen und Neubeginn. Ich kann das Buch wärmstens weiter empfehlen und es wird auch nicht das Letzte der Autorin für mich sein.

Bewertung vom 10.05.2021
Die Beichte einer Nacht
Philips, Marianne

Die Beichte einer Nacht


ausgezeichnet

Die niederländische Autorin Marianne Philips schrieb diesen Roman „Die Beichte einer Nacht“ schon 1930 und zusätzlich einige Novellen und noch weitere 5 Romane.
Sie war eine politisch aktive Frau und ihrer Zeit weit voraus.
Der Roman handelt von der Protagonistin Heleen, sie ist eine Patientin in einer Nervenheilanstalt. Während der Nacht erzählt sie einer Nachtschwester ihre ereignisreiche Lebensgeschichte. Diese handelt von einer Kindheit in Armut in einer großen Familie ihren gesellschaftlichen Aufstieg und ihrer besonderen Liebe zu Hannes.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, auch hat mich die Erzählung im Form eines Monologes sehr gut unterhalten. Die Protagonistin war mir sehr sympathisch und die Geschichte erfährt eine unerwartete Wendung zum Ende.
Diesen gar nicht altmodisch geschriebene Roman von einer brillanten Autorin kann ich mit bestem Gewissen weiter empfehlen.