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Benutzername: Sheena01
Danksagungen: 5 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 80 Bewertungen
Bewertung vom 10.02.2021
Das Eismonster
Walliams, David

Das Eismonster


gut

Vorsicht, ich habe hier ein Mammut – und ich werde es benutzen!

Inhalt & Handlung:
Die Geschichte spielt im ausgehenden 19. Jahrhundert, wo das 10jährige Waisenmädchen Elsie aus einem Waisenhaus flüchtet, um fortan auf Londons Straße zu leben. Der Zufall will es, dass sie vom Fund eines eingefrorenen Wollmammuts erfährt, das im Londoner Naturhistorischen Museum ausgestellt werden soll. Ihr Interesse ist geweckt und sie schleicht sich heimlich in das Museum wo sie vollkommen fasziniert ist von dem Urzeittier. Elsie macht Bekanntschaft mit einem verrückten Professor und der Putzfrau Uschi, mit deren Hilfe sie das Mammut wieder zum Leben erwecken kann. Dadurch beginnt für Elsie ein unglaubliches Abenteuer

Schreibstil:
David Walliams schreibt hier eine sehr fantasievolle Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft, die zu Herzen geht. Dabei erzählt er mit viel Wortwitz, bedient sich dabei aber eines recht gewöhnungsbedürftigen Humors. Die Charaktere werden zum Teil so überzeichnet dargestellt, dass dies nur ganz kleine Kinder lustig finden. Das Buch ist ab 9 Jahren gedacht.

Charaktere:
Elsie ist ein Kind mit dem Herzen am rechten Fleck. Obwohl sie bisher eine grauenvolle Kindheit hatte, hat sie eine sehr positive Lebenseinstellung und entwickelt für andere Wesen, die es im Leben noch schlimmer getroffen haben als sie, sehr viel Mitgefühl. Sie ist einfallsreich und zudem sehr mutig. Die anderen Charaktere sind zum Teil extrem überzeichnet dargestellt, ihre Bösartigkeit hervorzuheben.

Cover:
Ein kindgerecht gestaltetes Mammut mit einer fröhlichen Elsie am Rücken lacht einem am Cover entgegen, ich finde es sowohl von der Aufmachung als auch von der Farbgebung her äußerst gelungen!

Autor:
David Walliams wurde in Surrey, Großbritannien geboren, er ist hierzulande weniger als Autor bekannt sondern vielmehr als Jurymitglied der britischen Castingshow „Britain’s Got Talent“ oder als Schauspieler und Comedian. Hier ist er besonders der Fangemeinde der bitterbösen Serie “Little Britain“ ein Begriff.

Meinung & persönliche Kritikpunkte:
Gleich vorweg, was mir an diesem Buch besonders gut gefällt, ist hier seine klare Botschaft der Bedeutung von Freundschaft ohne Wenn und Aber. Obwohl Elsie noch ein Kind ist, vermag sie viel zu bewirken, einzig weil sie sich in den Kopf gesetzt hat, dem Wollmammut Wolli zu helfen. Das Buch selbst ist mit unzähligen Zeichnungen versehen, welche die Geschichte auflockern und kleinere Kinder, denen die Geschichte vorgelesen wird begeistern wird. Hier komme ich jedoch auch gleich zu einem Kritikpunkt, denn ich finde die Geschichte inhaltlich gesehen durchaus auch für jüngeres Publikum geeignet als jenes am Buch von neun Jahren empfohlene Alter. Gut, diese Kinder werden vermutlich den Wortwitz zum Teil nicht verstehen, aber auch Kinder von neuen Jahren verstehen diesen wahrscheinlich nicht. Ausserdem wird selbst diese Altersgruppe mit Wörtern wie „liviert“ oder „Amöbe“ ein wenig überfordert sein, allerdings werden diese über den kindlichen Humor über „Pupse“ und „Kackhaufen“ sich nicht mehr so amüsieren können wie kleinere Kinder (im schlimmsten Fall sogar bereits davon gelangweilt sein), der etwas überstrapaziert wird. Das gestaltet eine eindeutige Zuordnung dieses Buches zu einer bestimmten Alterskategorie sehr schwierig!
Im Laufe des Buches werden zudem sowohl unterschiedliche Schriftarten als auch unterschiedliche Schriftgrößen verwendet, vermutlich um damit unterschiedliche Emotionen auch optisch besser zum Ausdruck zu bringen. Das erschwert aber gerade für Erstleser das Lesen ungemein!

Fazit:
Eine fantasievolle Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft!

Bewertung vom 10.02.2021
Der Mädchenwald
Lloyd, Sam

Der Mädchenwald


ausgezeichnet

Spannend, jedoch einige inhaltliche Schwächen

Schreibstil:
Der Thriller ist sehr düster gehalten, die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt, einerseits aus der Sicht von Elissa, was in der dritten Person erzählt wird, dann wieder aus Eliahs Sicht als Ich-Erzähler. Darüber hinaus wird in objektiver Weise über die Suche nach dem Mädchen berichtet. Durch geschickte Wendungen, die Lloyd der Geschichte verpasst, wird die Spannung sehr hoch gehalten, teilweise wird man als Leser darüber im Unklaren gelassen, was Realität und was Fiktion ist, was dem Ganzen noch zusätzlich einen interessanten Aspekt verleiht.

Charaktere:
Trotz ihres jungen Alters verfügt Elissa über ein großes Maß an analytischem Denken, was sicherlich ihrer großen Leidenschaft, dem Schachspiel, geschuldet ist. In ihrer Gefangenschaft schafft sie es, sich die Phasen vor und während ihrer Entführung minutiös in Erinnerung zu rufen, um nach Hinweisen auf die Identität des Entführers und dessen Beweggründe zu suchen. Während ihrer Gefangenschaft erscheint sie trotz aller Strapazen erstaunlich abgebrüht und tritt wohlüberlegt auf. Aus der Figur des Eliah wird man als Leser anfangs nicht recht schlau, einerseits wirkt er ein wenig zurückgeblieben, zumal er nicht mal über grundlegendes Wissen über Handys und Internet verfügt. Andererseits legt er verstörende Handlungsweisen an den Tag, die man vorerst nicht einzuschätzen vermag.

Cover:
Das Coverbild wirkt düster und geheimnisvoll, der leuchtende Schriftzug des Titels hebt sich fast schon drohend davon ab.

Autor:
Sam Lloyd wuchs in Hapshire; Großbritannien auf und lebt mittlerweile mit seiner Familie in Surrey. Mit „Der Mädchenwald“ gibt er sein Debüt als Thriller-Autor.

Sprecher:
Hier sind gleich zwei Sprecher am Werk: zum einen Tanja Geke, und zum anderen Gerrit Schmidt-Foß, ein kleiner Geniestreich, wie ich finde, denn dadurch werden die unterschiedlichen Perspektiven noch besser herausgearbeitet, als es ein einzelner Sprecher könnte. Auch die Tatsache, dass beide Sprecher gleichzeitig Schauspieler sind, kommt diesem Hörbuch zugute: es bekommt dadurch eine unglaubliche Lebendigkeit, hier sei besonders die Leistung von Gerrit Schmidt-Foß hervorgehoben, der dadurch den Leser phänomenal in die Irre zu führen vermag. Wodurch, darauf möchte ich hier nicht näher eingehen, um die Geschichte nicht zu spoilern.

Meinung:
Dieser Thriller ist mit Sicherheit eines der spannendsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, wobei es anfangs ein wenig dauert, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt. Dann jedoch geht es Schlag auf Schlag, und genau dann, wenn man sich vor der vermeintlichen Lösung des Falles konfrontiert sieht, wartet der Autor mit ungewöhnlichen Wendungen auf. Die Örtlichkeiten werden sehr trist und bedrohlich beschrieben, wobei sicherlich auch die Art und Weise, wie der Täter stimmlich dargestellt wird, seinen Beitrag zu dieser beklemmenden Atmosphäre beiträgt.
Elissa beeindruckt in ihrem jungen Alter durch unglaublich analytisches Denken, wobei ich mir trotzdem nicht vorstellen kann, dass eine Dreizehnjährige dermaßen berechnend-vorausschauend und beherrscht agieren kann, wie sie es hier tut. Aus Elijah wird man nicht so recht schlau: ist er wirklich retardiert, oder gibt er es nur vor, um Unannehmlichkeiten geschickt zu umgehen? Daraus resultierend lässt er sich anfangs doch recht schwer einschätzen.

Persönliche Kritikpunkte:
So spannend das Buch auch ist, es beinhaltet auch etliche Punkte, die schwer nachzuvollziehen sind, und die ein wenig an den Haaren herbeigezogen scheinen: da soll etwa eine Person, die noch nie zuvor ein Handy bedient hat, plötzlich problemlos damit umgehen können und zudem auch noch Telefonnummern auswendig wissen, was auf mich sehr konstruiert wirkt.
Es hätte dem Buch auch nicht geschadet, wenn es die Darstellung weniger blutrünstig und brutal ausgefallen wäre-

Fazit:
Mit kleinen Schwächen ein durchaus spannendes Thriller-Debüt des Autors!

Bewertung vom 02.02.2021
Aller guten Dinge sind zwei
McFarlane, Mhairi

Aller guten Dinge sind zwei


ausgezeichnet

Jede Trennung ist zugleich ein Neuanfang

Inhalt & Handlung:
Nach jahrelanger Beziehung mit ihrer großen Liebe Dan, zerplatzt der Traum der 36jährigen Laurie vom perfekten Familienglück, als Dan ihr plötzlich eröffnet, dass er in dieser Beziehung nicht mehr glücklich ist und sich eingeengt fühlt. Das Ganze trifft Laurie umso härter, da Dan, der immer gegen Kinder war, sich bald in Beziehung mit seiner neuen Flamme befindet, die zu allem Überfluss auch alsbald von ihm schwanger wird. Noch dazu arbeiten sie und Dan nach wie vor in derselben Anwaltskanzlei.
Als Laurie kurze Zeit später ausgerechnet mit dem Womanizer Jamie, welcher ebenfalls in jener Anwaltskanzlei arbeitet, in einem Aufzug steckenbleibt, muss sie durch ein Gespräch, das sich aufgrund dieser misslichen Lage zwangsläufig ergibt, feststellen, dass Jamie trotz seines Rufes als Weiberheld ein sehr netter Typ ist. Die beiden verstehen sich so gut, dass sie, um dem Gerede am Arbeitsplatz Herr zu werden, einen Pakt schließen: sie wollen bis Ende des Jahres ein Liebespaar mimen, um einerseits Lauries ehemaligen Partner zu zeigen, dass auch Laurie kein Kind von Traurigkeit ist, und andererseits, erhofft sich Jamie von dieser Pseudo-Beziehung einen Karrieresprung, indem er innerhalb der Kollegenschaft seinen Ruf als Womanizer abzulegen und durch einen soliden Lebenswandel zu punkten. Ein einfaches Unterfangen, wenn da nicht plötzlich anderweitige Gefühle im Spiel wären!

Schreibstil:
In einfühlsamer Weise beschreibt Mhairi McFarlane die unterschiedlichen Phasen, die die Protagonistin Laurie durchlebt, als Leser kann man den Schmerz und die Verzweiflung Lauries sehr gut nachempfinden, so berührend sind die Beschreibungen. Zugleich schafft es die Autorin jedoch auch, durch wirklich witzige Darstellungen und Slapstick, den Leser nicht nur zu amüsieren, sondern phasenweise wirklich laut auflachen zu lassen.

Charaktere:
Die Protagonistin Laurie muss man einfach gernhaben, in einer Arbeitswelt voller Zicken und Machos muss sie sich stets behaupten, und ist schon allein durch ihre dunkle Hautfarbe immer wieder mit alltäglichem Rassismus zu kämpfen. Trotzdem nimmt sie das Leben mit Humor, und steht mit beiden Beinen voll im Leben. Dass sie von ihrem langjährigen Partner so kalt abserviert wird, und sie darunter wirklich leidet, bringt ihr zusätzliche Sympathiepunkte.

Cover:
Das Cover mit seinen vielen Blubberblasen wirkt fröhlich und unterstreicht die positive Ausstrahlung des Buches.

Autorin:
Die schottische Autorin Mhairi McFarlane wurde 1976 in Falkirk geboren und arbeitete als Journalistin und Bloggerin. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Nottingham und kann mittlerweile auf eine Reihe von Bestsellerromanen verweisen.

Meinung:
Ich muss sagen, ich habe mich von diesem Buch bestens unterhalten gefühlt, viele Dinge wurden mit einem gehörigen Schuss an britischem Humor sehr lustig, jedoch sehr treffend, dargestellt. Die chaotische Laurie wuchs mir sofort ans Herz, sodass ich richtiggehend mit ihr mitfühlte. Ich mag die Lockerheit, welche während des ganzen Buches über vorherrschte, gepaart mit diesem wunderbaren Humor, ist es ein wirklich erfrischend zu lesender Liebesroman.

Persönliche Kritikpunkte:
So gelungen die Beschreibungen der einzelnen Charaktere im Buch sind, muss man doch sagen, dass sich die Erzählung sehr vieler Stereotype bedient: Da gibt es die Zicken, die sich über alles und jeden lästern genauso wie Machos mit ihren typischen frauenfeindlichen Bemerkungen. Viele wichtige Themen, wie sexueller Missbrauch oder Frauenrechte werden zwar gestreift, bleiben aber ein wenig oberflächlich und werden nicht weiter verfolgt.

Fazit:
Ein etwas anderes Buch über die Verarbeitung einer verflossenen Liebe.

Bewertung vom 05.01.2021
Baskische Tragödie / Luc Verlain Bd.4 (MP3-Download)
Oetker, Alexander

Baskische Tragödie / Luc Verlain Bd.4 (MP3-Download)


gut

Mittelmäßig, da unglaubwürdig

Inhalt & Handlung:
An den Stränden des Aquitaine werden plötzlich Unmengen von Paketen reinsten Kokains angespült. Ein kleiner Junge, der davonprobiert, fällt ins Koma. Commissaire Luc Verlain wird mit der Ermittlungsarbeit in diesem Fall betraut, gerät jedoch bald selbst in Verdacht, Teil des hier in großem Stil aufgezogenen Drogenschmuggels zu sein, zudem wird ihm ein Mord unterstellt, Er wird verhaftet, jedoch kurz darauf von einem offenbar korrupten Ermittler namens Schneider wieder freigelassen. Nun beginnt ein Katz und Maus-Spiel, bei dem Luc klar wird, dass jemand an ihm Rache nehmen will, der über sehr viel Einfluss verfügt.

Schreibstil:
Alexander Oetker vermag die Schönheiten der Region rund um Bordeaux in unnachahmlicher Weise in einem spannenden Kriminalroman zu verpacken – Seine Erzählungen sind geprägt von genauen Beschreibungen der örtlichen Gegebenheiten zudem zeigt er dabei profunde Kenntnisse der regionalen Küche, welche er immer wieder in die Erzählung einfließen lässt.

Charaktere:
In Band Vier dieser Serie ist Commissaire Luc Verlain mittlerweile in einer festen Beziehung zu seiner ehemaligen beruflichen Partnerin Anouk, die nun auch ein Kind von ihm erwartet. Der Commissaire, den man in seinen bisherigen Fällen als integren Ermittler kennengelernt hatte, scheint jetzt komplett gewandelt und zu einem „Bad Boy“ mutiert zu sein: Er verschwindet, ohne seine schwangere Lebenspartnerin über den genauen Grund dafür zu informieren und scheint es auch mit den Gesetzen nicht mehr so genau zu nehmen.

Cover:
Ein Cover, wie man es von dieser Serie gewohnt ist: ein ausdrucksstarkes Landschaftsbild fängt die Schönheiten der Gegend ein und gibt einen kleinen Vorgeschmack darauf, was einen in den unzähligen Beschreibungen der Region erwartet.

Autor:
Alexander Oetker lebte und arbeitete vier Jahre als Korrespondent für RTL und n-tv in Paris. Dabei wurde er Kenner der französischen Gesellschaft. Mittlerweile lebt er in Berlin, wo er als politischer Korrespondent arbeitet. Seine Liebe zu Frankreich, speziell zu der Region um Bordeaux ist ihm aber bis heute geblieben, daher spielen auch viele seiner Werke dort.

Sprecher:
Wie bereits in "Château Mort" oder „Winteraustern“ wurde auch hier Frank Arnold als Sprecher ausgewählt. Durch Variation seiner Stimmlage haucht den einzelnen Charakteren Leben ein, dadurch sind für den Hörer die einzelnen Personen gut zu unterscheiden. Seine ruhige Art zu lesen, verleiht auch diesem Hörbuch ein ganz besonderes Flair.

Meinung:
So begeistert ich von den Vorgängerbänden „Winteraustern“ oder auch „Chateau Mort“ aus dieser Serie war, muss ich hier leider sagen, dass mich dieser band ein wenig enttäuscht hat. Der Beginn ist zwar sehr turbulent, wirkt auf mich jedoch gleichzeitig ein wenig zu dick aufgetragen und daher unglaubwürdig. Mag sein, dass man die Motivation dahinter erst ganz am Ende der Geschichte versteht, wenn sich die einzelnen Puzzleteile zu einem Ganzen zusammenfügen, und sich das Geheimnis um den Widersacher löst, trotzdem bleiben einige Ungereimtheiten bestehen. Zudem ist die Geschichte sehr stark an Dürrenmatts „Der Richter und sein Henker“ angelehnt, selbst das darin vorkommende legendäre Essgelage eines Kommissar Bärlachs mit Tschanz findet sich hier in abgewandelter Form wieder. Auch das Ende dieses Werks wirkt einen Tick zu bemüht und für einen Alexander Oetker ungewohnt schmalzig.
Wie auch in den vorangegangenen Büchern positiv hervorzuheben, sind auch hier die unzähligen, wunderschönen Landschaftsbeschreibungen und jene der zahlreichen lukullischen Genüsse, die ein Hörbuch dieser Serie unvergleichlich machen!

Fazit:
Ein zwar phasenweise spannender, jedoch im Vergleich zu den Vorgängern dieser Serie leider nur mittelmäßiger Krimi!

Bewertung vom 07.12.2020
Das Think Like a Monk-Prinzip
Shetty, Jay

Das Think Like a Monk-Prinzip


ausgezeichnet

Schritt für Schritt zum inneren Selbst

Inhalt & Handlung:
Jay Shetty war in seinem jungen Leben bereits Teil zweier Welten, die unterschiedlicher nicht sein können: der des beinharten Managements und der spirituellen Welt im indischen Aschram. Diese Erfahrungen und Erkenntnisse möchte er hier mitteilen.

Schreibstil:
Das Ganze ist sehr klar und verständlich geschrieben, in sehr unaufdringlichem Stil gibt Shetty Tipps, wie man oft auch nur mit Kleinigkeiten, erstaunliche Wirkungen erzielen kann, und man seine Sichtweise auf so manche Dinge ins Positive verändern kann, um durch einen anderen Blickwinkel ein entspannteres Umgehen mit einer unangenehmen Situation zu bekommen. Das Ganze wird dabei in drei Abschnitte gegliedert: Loslassen, Wachsen und Geben. An vielen Punkten sind zahlreiche Übungen angegeben, die der Festigung und Vertiefung dienen.

Cover:
Für mich strahlt schon allein dieses Cover sehr viel positive Energie aus, ich kann mir jedoch durchaus auch vorstellen, dass es auf andere Leser zu einnehmend wirkt und einfach „zuviel des Guten“ ist.

Autor:
Nach der Absolvierung der Business School mit einer vielversprechenden Zukunft brach Jay Shetty seinen Karriereweg ab und reiste nach Indien ins Aschram, wo er die nächsten drei Jahre seines Lebens als Mönch verbrachte. Er fand hier seine innere Berufung und kehrte wieder in den Westen zurück, um seine Erfahrungen als Mönch und sein Wissen an andere weiterzugeben. Man fühlt sich gut unterhalten, denn das Ganze wird mit netten Anekdoten aufgelockert.

Meinung:
Was mir hier besonders positiv ins Auge gestochen ist, ist die besondere Leichtigkeit, die in diesem Werk vorherrscht. Shetty will den Leser nicht mit erhobenem Zeigefinger belehren, sondern Wege aufzeigen, die man gehen kann, aber nicht zwingend muss, um Erfüllung in seinem Leben zu finden. So findet mit Sicherheit jeder in diesem Buch irgendetwas, das er für seinen weiteren Lebensweg mitnehmen kann.

Persönliche Kritikpunkte:
Obwohl mir das Buch sehr gut gefallen hat, gab es trotzdem einige Punkte, die mich ein wenig störten: so wiederholten sich etliche Dinge im Laufe des Buches. Zusätzlich vermisste ich eine klare Strukturierung: ein Inhaltsverzeichnis, über das man auch im Nachhinein Dinge schnell wiederfinden kann, wäre wünschenswert gewesen.
Zudem finde ich, dass Shetty ein wenig zu Effekthascherei neigt, denn wirklich neue oder bahnbrechende Erkenntnisse fand man in diesem Buch vergeblich. Daran erkennt man doch ein wenig die Prägung durch seine Business-Ausbildung: das Werk möchte schließlich möglichst gewinnbringend an den Mann/die Frau gebracht werden…

Fazit:
Es schadet nie, sich ein wenig mit seinem inneren Selbst zu beschäftigen, dieses Buch bildet dazu eine gute Einstiegshilfe!

Bewertung vom 30.10.2020
Bluthölle / Detective Robert Hunter Bd.11( 2 MP3-CDs)
Carter, Chris

Bluthölle / Detective Robert Hunter Bd.11( 2 MP3-CDs)


ausgezeichnet

Nervenzerfetzend!

Schreibstil:
An Chris Carters Art, die Dinge akribisch genau zu beschreiben, erkennt man, dass er selbst vom Fach ist, war er doch nach seinem Studium der forensischen Psychologie jahrelang Berater der Staatsanwaltschaft! Dieser Aspekt lässt sich in vielen Details des Buches erkennen, sie verleiht dem Fall besondere Authentizität. Das Buch ist aus mehreren Perspektiven heraus erzählt: mal wird das Geschehen aus der Sicht des Täters berichtet, mal aus jener der Ermittler, mal aus dem Blickwinkel der Taschendiebin Angela. Das Wissen um die Gedankenwelt des Einzelnen verleiht dem Buch zusätzlichen Reiz. Der Spannungsbogen, der bereits von Beginn an aufgebaut wird, reicht bis zum Schluss, und steigert sich bis ins Unerträgliche. Ein wirklich sensationell packendes, gut durchdachtes Werk!

Charaktere:
Hunter zeichnet sich durch überdurchschnittliche Intelligenz aus, er hat daher auch seine Ausbildung in rasantem Tempo absolviert. Er verfügt über die Fähigkeit, die komplexesten Zusammenhänge mit Leichtigkeit zu erfassen. Durch sein profundes Wissen in Kriminalistik und seine immense Erfahrung im Umgang mit den abartigsten Individuen unserer Zeit ist er hartgesotten und durch kaum etwas zu erschüttern. Daneben verfügt er auch über ein großes Maß an Empathie. Diese Kombination macht den Großteil seines Ermittlungs-Erfolges aus. Trotzdem ist er kein Übermensch und macht Fehler, was ihn unglaublich sympathisch und vor allem authentisch macht!

Cover:
Dieses Cover fügt sich gut in die Reihe der bisherigen Bücher von Chris Carter ein, man erkennt auf den ersten Blick, dass man hier ein Buch dieses Autors in Händen hält: Sowohl Titel als auch Autorenname heben sich – auch farblich- stark vom düster gehaltenen, blutbefleckten Hintergrund ab.

Autor:
Chris Carter wurde als Sohn italienischer Einwanderer in Brasilia geboren, nach seinem Schulabschluss nimmt er das Studium der forensischen Psychologie in Michigan auf, um danach als Kriminalpsychologe die Staatsanwaltschaft zu unterstützen. Aus dieser Zeit schöpft er einen Großteil seiner Inspiration für seine späteren Werke als Autor. Nach seiner Tätigkeit als Kriminalpsychologe widmete er sich seiner Gitarristenkarriere, die ihn nach London verschlug. Hier begann er auch zu schreiben, und lebt dort auch heute noch als Vollzeit –Autor.

Sprecher:
Uve Teschner studierte in Potsdam Musik mit Schwerpunkt Gitarre und Gesang, zusätzlich arbeitet er seit über einem Jahrzehnt als freiberuflicher Sprecher und hat sich vor allem mit seinen Lesungen von Thrillern und Krimis einen Namen gemacht.

Meinung:
Für mich ist dieser Thriller ein Highlight des vergangenen Jahres, ich habe bei einem Hörbuch selten so mitgefiebert wie bei diesem, die Spannung war nahezu unerträglich! Was ich zudem bemerkenswert finde, ist, dass Chris Carter es trotz aller Abartigkeiten, die der Täter bei der Durchführung seiner Taten an den Tag legt, schafft, dass man als Leser*in am Schluss trotz allem noch Mitgefühl und ein gewisses Maß an Verständnis für ihn aufbringen kann und man letztlich nur noch Groll auf die Gesellschaft hegt, die den Täter zu dem Monster gemacht hat, das er ist. Dies noch weiter auszuführen, würde jedoch mit einem Spoilern der Geschichte einhergehen, deswegen möchte ich davon absehen! Soviel sei jedoch gesagt: dieses Buch lässt keinen kalt und lässt einen auch noch danach noch über unsere Gesellschaft nachdenken!
Uve Teschner als Sprecher mag anfangs zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig sein, mit seinem kühlen Vortragsstil passt er jedoch optimal, denn durch ihn wirkt Hunter noch authentischer!
Chris Carter versteht nicht nur sein Handwerk als Forensiker und Autor, er ist Meister seines Faches! So schafft er es mühelos, seine Leser mit seiner aufwühlenden Art zu Schreiben über lange Strecken zu fesseln und mitzureißen!

Fazit:
Nervenkitzel pur – nichts für zartbesaitete Gemüter!

Bewertung vom 14.10.2020
Der Corona-Effekt - Zwischen Shutdown und Neubeginn: Was wir jetzt über uns lernen können (eBook, ePUB)
Eichel, Christine

Der Corona-Effekt - Zwischen Shutdown und Neubeginn: Was wir jetzt über uns lernen können (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ist die Pandemie denn schon vorbei?

Inhalt & Handlung:
Christine Eichel setzt sich in diesem Sachbuch mit verschiedenen Punkten des Thema Corona auseinander: den unterschiedlichen Methoden der Menschen, sich mit dem Lockdown zu arrangieren, dessen Auswirkungen auf das Leben der Menschen und der damit verbundenen Sichtweise auf das Leben, und bis zu einem gewissen Grad der Auswirkungen des Lockdowns.

Schreibstil:
Der Stil ist leicht und flüssig zu lesen, phasenweise sehr amüsant, phasenweise regt es auch zum Nachdenken an.

Cover:
Das Cover ist recht schlicht gehalten, trotzdem fällt es in der Riege der Sachbücher durch seine ungewöhnliche Farbgebung auf.

Autorin:
Christine Eichel hat in Hamburg Literatur- und Musikwissenschaft bzw. Philosophie studiert. Sie arbeitete als Fernsehregisseurin, Moderatorin, aber auch als Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg bzw. Gastprofessorin an der Universität der Künste Berlin.
Sie arbeitet derzeit als Publizistin und Autorin in Berlin.

Meinung/Persönliche Kritikpunkte:
Ich fand die Ausführungen darüber, wie Menschen sich während des Coronabedingten Lockdowns verhielten doch recht amüsant zu lesen, teilweise fühlte ich mich selbst ein wenig ertappt, Obwohl ich für meinen Teil, kann allerdings nicht behaupten, dass mir in dieser Phase langweilig wurde, da ich mit Arbeit als Schlüsselkraft, Homeschooling, und Haushalt nicht unbedingt allzu langweilig wurde. Trotzdem waren einige Aspekte in Bezug auf die Verhaltensweisen mancher Menschen enthalten, die erschreckend sind und die sehr zum Nachdenken anregen.
Dieses für ein Sachbuch doch recht schmale Büchlein erschien kurz nach dem ersten(?) Lockdown der Corona-Pandemie. Zu diesem Zeitpunkt bereits erste Mutmaßungen über die Auswirkungen anstellen zu wollen bzw. überhaupt zu können, fand ich ein wenig befremdlich, wenn nicht sogar ein wenig anmaßend. Denn zu diesem Zeitpunkt war noch keine Rede von einem Ende der Pandemie, geschweige denn von einer zweiten Welle. Warum man ein Buch dermaßen früh auf den Markt bringt, zu einem Zeitpunkt, der noch keine wirklichen Schlüsse zulässt, entzieht sich meinem Verständnis.

Fazit:
Ein Buch, das man in späteren Jahren sicherlich gerne mal zur Hand nimmt, um die Zeit des Lockdowns Revue passieren zu lassen, mehr aber auch nicht!

Bewertung vom 07.08.2020
Wings of Silver. Die Rache einer Frau ist schön und brutal / Golden Cage Bd.2 (MP3-Download)
Läckberg, Camilla

Wings of Silver. Die Rache einer Frau ist schön und brutal / Golden Cage Bd.2 (MP3-Download)


ausgezeichnet

Gnadenlos

Charaktere:
Im Mittelpunkt der Betrachtung steht natürlich Faye, die heute so taffe Frau, die schon in jungen Jahren mit massiver Gewalt konfrontiert war und sie sie zu dem Menschen gemacht hat, die sie heute ist: die brutale Erziehung durch ihren Vater, der die ganze Familie sowohl physisch als auch psychisch terrorisierte, aber auch und sexuelle Übergriffe standen in ihrer Jugend an der Tagesordung. Auf diese Weise lernte sie mit Gewalt umzugehen und ihre Gefühle zu unterdrücken. Dass sie aber in derselben Weise abstumpfte und lernte, über Leichen zu gehen, um ihre Ziele zu erreichen, liegt auf der Hand. Aber so unbarmherzig sie im Geschäftsalltag und im Speziellen im Umgang mit Männern ist, so kämpferisch ist sie auch, wenn es darum geht, ihre Lieben zu verteidigen.

Cover:
Das Cover schafft es, die gesamte Geschichte in einem Bild darzustellen, dank seiner zurückhaltenden Farbgebung wirkt es sehr ausdruckstark und ist sehr schön anzusehen.

Autorin:
Camilla Läckberg ist eine sehr populäre und erfolgreiche, schwedische Kriminalschriftstellerin, deren Bücher zumeist in Fjällbacka handeln, woher die Autorin stammt. Mit ihrem Unternehmen „Invest In Her“ fördert sie Projekte junger Frauen. Camilla Läckberg lebt mit ihrer Patchworkfamilie in Stockholm.

Meinung & persönliche Kritikpunkte:
Die Geschichte ist zwar gegen Ende hin extrem spannend, trotzdem ist es weit davon entfernt, von mir die gesamte Punkteanzahl bei der Bewertung zu bekommen. Dies liegt in erster Linie an der Figur der Protagonistin Faye: auch wenn man in ihre schreckliche Kindheit kennt, und weiß, was sie bereits in jungen Jahren erdulden musste, wird sie einem im Laufe der Geschichte immer unsympathischer, weil sie mit einer unheimlich kriminellen Energie ihre Ziele zu erreichen versucht, und dabei ohne mit der Wimper zu zucken, Existenzen zerstört und als Kollateralschaden hinnimmt. Auch wenn sie ihren Exmann permanent als Psychopathen hinstellt, steht sie diesem um nichts nach, und man fragt sich an mehreren Stellen, wer hier nun tatsächlich der/die Verrückte ist.
Für mich ist diese Figur der Faye einfach extrem unglaubwürdig, denn sowohl ihr taffes Vorgehen, als Jugendliche, erst ohne jegliches Selbstvertrauen, agiert da sie überall nur Missbrauch und Gewalt erfährt und plötzlich zum Vamp mutiert, der auch vor Mord nicht zurückschreckt. Auch als Erwachsene ist Faye zwar sehr scharfsinnig und lässt sich so schnell nicht hinters Licht führen, doch gleichzeitig tritt sie in Liebesdingen als leichtgläubiges Naivchen auf, für mich passt dies nicht zusammen.
Allgemein, ist dieses Buch sehr klischeehaft aufgebaut, Männer werden hier aus Prinzip nur als triebgesteuerte Wesen dargestellt, die nur ein weibliches Wesen ansehen zu brauchen um bereits vor Lust zu geifern…Und dass Faye und ihre Freundinnen alle so wohlgeformt und vom Aussehen göttinnengleich sein sollen, der die Männerwelt per se zu Füßen liegt ist einfach zu viel des Guten.
Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass hier viel zu viel Augenmerk auf diverse sexuelle Ausführungen gelegt wird. Wenn ich mich dafür interessiere, greife ich gleich zu einem Erotikroman, aber ich möchte damit nicht permanent zwangsbelästigt werden, wenn ich einen Thriller lese…

Sprecherin:
Von Vera Teltz als Sprecherin bin ich, ehrlich gestanden, sehr enttäuscht, mit einer unglaublichen Beharrlichkeit werden viele der Namen völlig falsch ausgesprochen – ich weiß nicht, ob sie hier ein Pseudo-Schwedisch imitieren will, oder was dafür der Grund ist. Aber so wie sie hier etwa den Namen Faye ausspricht, existiert er in keiner Sprache… Diese konsequent falsche Aussprache ist einfach nur nervend und verdirbt einem den Hörbuch-Genuss!


Fazit:
Ein an sich spannender Thriller, der durch eine schlechte Hörbuchfassung sehr beeinträchtigt wird!

Bewertung vom 03.08.2020
Sauer macht listig, 1 Audio-CD, 1 MP3
Ziegler, Christine

Sauer macht listig, 1 Audio-CD, 1 MP3


sehr gut

Unterschätze niemals eine betrogene Ehefrau

Inhalt & Handlung:
Elenor hat für ihre Liebe zu Paul bisher im Leben sehr zurückgesteckt, und ihr nahezu abgeschlossenes Architekturstudium abgebrochen, als sie mit ihrem ersten gemeinsamen Kind schwanger wurde. Nach dem dritten Kind ist sie zum willigen Hausmütterchen mutiert, während Paul mit seiner eigenen Firma Karriere gemacht hat. Als er ihr eines Tages eröffnet, dass er eine Affäre hat, bricht für die betrogene Elenor eine Welt zusammen, zumal Paul keine Reue zeigt, im Gegenteil, er möchte weitermachen, wie bisher! In ihrer Wut wirft sie ihn aus dem Haus, plündert das gemeinsame Konto, reicht die Scheidung ein und sinnt auf Rache.

Schreibstil:
Christine Ziegler schreibt mit viel Witz und Charme über ein eher trauriges Thema aus der Sicht Elenors.

Charaktere:
Elenor ist in ihrer Ehe mit Paul nicht unzufrieden, und glaubt, eine Vorzeigeehe zu führen. Daher fällt sie aus allen Wolken, als ihr Paul im ehelichen Bett eröffnet, eine Affäre mit einer halb so alten Studentin zu haben. Für Elenor ist dies ein Verrat an ihr und ihrer jahrelangen Loyalität zu ihm, sie verlässt ihn kurzerhand. Sie macht in diesem Buch sämtliche Phasen einer Trennung durch, von Wut und Rachegelüsten, Frustration, Verzweiflung, Stagnation aber auch Hoffnung und Lebensfreude und fast schließlich neuen Mut, ihr Leben wieder nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben.
Sie erfährt in dieser Zeit sehr viel unerwartete Hilfe, zugleich wird sie aber auch von Menschen, die sie bislang zu ihren engsten Vertrauten gezählt hatte, bitter enttäuscht.

Cover:
Das zitronenlastige, fröhliche Cover steht symbolhaft für das Buch und verbreitet schon beim Anblick gute Laune!

Autorin:
Christine Ziegler wuchs in Garmisch-Partenkirchenauf, und studierte Restaurierungswissenschaften. Danach arbeitete sie in diversen Museen. Sie lebt heute mit ihrer Familie im Großraum Münchens.

Sprecherin:
Ich finde Christina Puciata als Sprecherin ausgesprochen gut gewählt! Sie hat eine sehr angenehme Stimme, welche einen leicht trotzig wirkenden Touch hat. Dies wirkt für die Figur der betrogenen Ehefrau sehr authentisch!

Meinung:
Ich habe dieses Hörbuch über eine betrogene Ehefrau, die plötzlich vor den Scherben ihres Lebens steht und gezwungen ist, wieder von Grund auf neu zu starten, sehr genossen. Die einzelnen Phasen ihrer Selbstfindung und den mehr oder weniger erfolgreichen Versuchen, ihre Lebensziele doch noch zu erreichen, wirkten glaubhaft und waren für den Leser mit ihren Höhen und Tiefen durchaus nachvollziehbar. Ich finde den trockenen Humor, mit dem Elenor ans Werk geht unglaublich witzig, die Beschreibungen sind so treffend, dass einem beim Hören vor Lachen die Tränen kommen.

Persönliche Kritikpunkte:
Obwohl ich das Hörbuch sehr genossen habe, muss ich auch sagen, dass es teilweise auch unötige Längen aufweist (etwa in der Phase, kurz nachdem Elenor in die WG gezogen war und auf ihrem Selbstfindungstrip sich selbst verliert – mag sein, dass dies ein beabsichtigtes Stilmittel der Autorin war, für mich war diese Passage zu schleppend. Auch die Feier am Ende zog sich ein wenig!

Fazit:
Alles in allem ein wirklich amüsantes Hörbuch, das einen vor Augen führt, dass es nie zu spät dafür ist, einen Neuanfang zu wagen!