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Benutzername: Lesetiger
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Bewertungen

Insgesamt 24 Bewertungen
Bewertung vom 15.09.2019
Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2
Raabe, Marc

Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2


gut

Im Februar 2019 wird in Berlin bei der Eröffnung der Berlinale vor laufender Kamera ein Snuff- Film gezeigt. Die Tochter des regierenden Bürgermeisters wird im Aufzug brutal ermordet. Oder hat sie nur gut geschauspielert?
Sita Johann und Tom Babylon sollen diesen mysteriösen Fall lösen. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig und es kommt immer wieder zu neuen Wendungen. Der Prolog war sehr spannend und zog mich sofort in die Geschichte hinein. Die Spannung ging beim Lesen immer wieder verloren. Schade. Die Charaktere werden gut beschrieben, beide Ermittler wirken authentisch. Im Thriller werden 2 Erzählstränge beschrieben. Der 1. Strang erzählt die Story im hier und jetzt. Der 2. Strang erzählt die Geschichte von Sita Johann, deren Leben nicht immer leicht war. Beide Stränge fließen irgendwann zusammen.
Im großen und ganzen ein unterhaltsamer Thriller. Der Schreibstil von Marc Raabe liest sich ganz gut. Allerdings finde ich manche Passagen zu langatmig, wodurch beim Lesen manchmal Langeweile aufkommt.

Bewertung vom 26.08.2019
Der Kastanienmann
Sveistrup, Søren

Der Kastanienmann


ausgezeichnet

Sören Sveistrup ist es gelungen einen spannenden Thriller zu schreiben, der mir viele Stunden spannende Unterhaltung bescherte.
Die Tochter der Politikerin Rosa Hartung verschwindet spurlos. Ihre Leiche wird nie gefunden. Ein junger Mann gesteht den Mord, und er wird verurteilt. Doch es gibt Ungereimtheiten.
Ein Jahr später geschehen Morde an jungen Frauen, in denen ein Kastanienmännchen eine Rolle spielen. An den Kastanienmännchen befinden sich die Fingerabdrücke des verschwundenen Mädchens. Das ganze ist sehr mysteriös.
Die Ermittler Hess und Thulin machen sich auf die Suche nach dem Mörder und stoßen immer wieder auf neue Spuren , die die Ermittlungen in eine andere Richtung lenken. Und man darf gespannt sein, wie der Thriller endet.
Der Schreibstil von Sören Sveistrup lässt sich super gut lesen. Durch Wendungen im Geschehen blieb die Spannung während des Lesens konstant. Die Charaktere wurden gut beschrieben besonders der Sonderermittler Hess war mir mit seinen Eigenarten und Querdenken sehr sympathisch. Ein Buch was sich wirklich zu lesen lohnt.

Bewertung vom 14.07.2019
Harz
Riel, Ane

Harz


ausgezeichnet

Die Geschichte von Liv ging mir unter die Haut.
Liv lebt mit ihrer Familie auf einer Insel. Die Eltern sind sehr eigenartig und meiden den Kontakt zu den anderen Bewohnern. Als Liv sechs Jahre alt ist, und eigentlich zur Schule muss, erklären sie ihre Eltern für tot, da sie nicht möchten, das Liv Kontakt zur Aussenwelt hat. Aus Angst ihre Tochter zu verlieren wird Liv von ihren Eltern auf dem Hof gefangen gehalten.
Das Schicksal von Liv hat mich sehr betroffen gemacht. Durch die detaillierte Beschreibungen konnte ich gut mitfühlen, was Liv erlebt hat. Eine grausame Geschichte !
Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben, ich konnte sie mir gut vorstellen.
Der Schreibstil von Ane Riel liest sich flüssig und die Spannung ist während der ganzen Story zu finden. Die Autorin schreibt sehr detailliert und die Geschichte hat mich sehr gefesselt. Die Auszeichnung mit dem skandinavischen Krimipreis hat sich Ane Riel jedenfalls verdient.

Bewertung vom 30.06.2019
R.I.P. / Kommissar Huldar Bd.3
Sigurdardóttir, Yrsa

R.I.P. / Kommissar Huldar Bd.3


ausgezeichnet

Ich habe schon mehrere Bücher von Yrsa Sigurdardóttir gelesen, und wurde auch bei diesem nicht enttäuscht.
Dies ist der dritte Fall für Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja.
2 Jugendliche werden brutal ermordet. Ihr Mörder verbreitet seine Taten und den qualvollen Tod der beiden über Snapchat. Ihre Freunde müssen mit ansehen , wie sie sterben.
Dann wird ein weiterer Junge vermisst. Wie hängen diese Fälle zusammen ?Können Kommissar Huldar und sein Team den Jungen noch rechtzeitig retten ? Es bleibt spannend wie alles zusammen hängt.
Durch den Mord an Stella wird man gleich zu Beginn in die Geschichte hinein gezogen. Man erlebt hautnah mit, welch qualvollen Tod sie sterben muss. Die Spannung ist direkt da und zieht sich durch das ganze Buch . Neue Wendungen und Details erhöhen immer wieder den Spannungsbogen.
Yrsa Sigurdardóttir greift in ihrem Buch ein aktuelles Thema auf. Digitale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Leider ist auch Mobbing häufig zu finden. Beides zusammen kann wie in diesem Thriller sehr brutal werden.
Die Charaktere sind gut beschrieben .Die Autorin hat einen fesselnden Schreibstil, der sich sehr gut lesen lässt. Manche brutale Beschreibungen sind allerdings nichts für schwache Nerven .
Yrsa Sigurdardóttir schafft es in ihren Büchern immer wieder dem Leser spannende Lesestunden zu bescheren.

Dieses Buch ist ein klares Must have für alle Thriller Fans.

Bewertung vom 12.05.2019
Zehn Stunden tot / Fabian Risk Bd.4
Ahnhem, Stefan

Zehn Stunden tot / Fabian Risk Bd.4


weniger gut

Der Autor Stefan Ahnhem, das Cover und der Klappentext haben mich neugierig auf das Buch gemacht. Am liebsten lese ich skandinavische Thriller, doch bei diesem wurde ich enttäuscht.
In Schweden treibt ein perfider Mörder sein Unwesen. Die Suche nach ihm gestaltet sich sehr schwierig, denn er hinterlässt keine Spuren. Zudem wählt er seine Opfer, die Tatwaffe und auch den Tatort mit Hilfe von Würfeln zufällig aus.
Kommissar Fabian Risk möchte den Fall unbedingt lösen und den Mörder fassen.
Meine Meinung:
Mir fiel es sehr schwer in die Geschichte hinein zu kommen. Die verschiedenen Handlungsstränge machten es mir nicht leicht dabei. Der Schreibstil von Stefan Ahnhem hat mir nicht gefallen, er ist eher verwirrend.
Die Charaktere waren meiner Meinung nach nicht so gut heraus gearbeitet worden.
Viele Fragen blieben offen, ebenso das Ende. Was mir nicht so gut gefiel. Stellenweise habe ich mich durch das Buch geschleppt, doch ich habe es zu Ende gelesen.

Bewertung vom 01.05.2019
Das Haus meiner Eltern hat viele Räume
Ott, Ursula

Das Haus meiner Eltern hat viele Räume


ausgezeichnet

Ursula Ott greift in ihrem Buch " Das Haus meiner Eltern hat viele Räume" ein sehr emotionales Thema auf. Mit dem Ausräumen des Elternhauses und mit der neuen Unterbringung der eigenen Eltern werden viele Menschen im Laufe ihres Lebens konfrontiert. Ursula Ott ist es gelungen einen tollen Ratgeber zu schreiben. Er handelt vom Loslassen, Ausräumen und um Erinnerungsstücke.
In Erzählform erleben wir mit, wie Frau Ott das Haus ihrer Kindheit leert und ihrer Mutter eine neue Heimat gibt. Da ich im gleichen Alter bin wie Frau Ott, und auch eine Mutter von 80 Jahren habe, die noch alleine in unserem großen Haus wohnt, konnte ich mich gut in ihre Situation hinein versetzen.
Viele Überlegungen konnte ich auch auf mich selbst beziehen. Das Buch weckt viele Erinnerungen an die Kindheit und gibt viele Denkanstöße zum Thema.
Der Schreibstil ist humorvoll und spritzig . Es macht Freude dieses Buch zu lesen, obwohl es ein ernstes Thema ist.
Gut gefallen hat mir auch das ABC des Aussortierens. Was mache ich z. B. mit den Dias, wohin mit Mamas Pelzmantel, was passiert mit den Münzen usw.
Am Ende gibt's noch Literaturtipps zum Thema, die hilfreich sein können.
Alles in allem ein tolles Buch, das sich zu lesen lohnt.

Bewertung vom 01.05.2019
Die Geschichte der schweigenden Frauen
Shah, Bina

Die Geschichte der schweigenden Frauen


sehr gut

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es sieht aus, wie ein Ausschnitt aus einem alten Gemälde. Toll gemacht! Das Buch ist sehr schön gestaltet. Es handelt sich um ein flexibles Hardcover Buch mit praktischem Lesebändchen. Die Farbe schwarz überwiegt bei der Ausgestaltung. So gibt es z.B. arabische Schriftzeichen, und die Seitenzahlen sind nochmal extra schwarz markiert.
Greencity ist die Hauptstadt und Metropole von Südwestasien. Gleichberechtigung ist in Greencity ein Fremdwort, hier haben nur die Männer und die Obrigkeit das sagen. Wer sich widersetzt, wird getötet. Um den Erhalt der Menschheit zu sichern muss jede Frau 3 Gatten gleichzeitig haben, um so den Nachwuchs zu sichern. Frauen dienen also nur als Gebärmaschinen und haben auch keine eigene Meinung zu haben. Doch es gibt auch Frauen, die sich widersetzen und in den Untergrund gehen. Sabine ist eine Frau aus dem Untergrund, sie lebt mit anderen Gefährtinnen in der Panah, einem geheimen Zufluchtsort. Doch nachts treffen sie Kunden und bieten illegal ihre Dienste an.
Dabei geht es um Sex ohne Intimität.
Die Geschichte der schweigenden Frauen hat mich sehr fasziniert und nachdenklich gemacht.
Der Schreibstil von Bina Shah lässt sich sehr gut lesen. Durch ihre bildhafte Sprache konnte ich mir alles gut vorstellen.
Allerdings hätte sie die Charaktere besser herausarbeiten können .
Die Spannung war durchgängig im ganzen Buch zu finden, durch die ganzen Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen.

Bewertung vom 09.03.2019
Liebende
Ho-seung, Jeong

Liebende


ausgezeichnet

Das farbenfrohe Cover hat mich sofort angesprochen.
Die bunte, harmonische Farbgebung passt hervorragend zum Titel es Buches.
Das Lesebändchen und der Schutzumschlag finde ich sehr praktisch. Das Buch ist handlich und hat leider nur 127 Seiten. Echte Eyecatcher sind die Illustrationen von Gisela Goppel, die passend zur Geschichte ausgewählt wurden.
Erzählt wird die Liebesgeschichte zweier Karpfen, die als Windspiele in einem Tempel in Korea hängen. Es ist Liebe auf den ersten Blick . Doch wie im richtigen Leben verliert auch ihre Liebe mit den Jahren an Kraft und beide trennen sich. Blauperlenauge begibt sich auf eine Reise ins Ungewisse ,um seine wirkliche Bestimmung zu finden. Auf seinem abenteuerlichen Weg lernt er dadurch einiges dazu.
Ich finde, das Buch ist wie ein kleiner Leitfaden zum Retten der Liebe.
Nach kurzem Einlesen war ich sofort in der Geschichte drin.
Jeong Ho-seung benutzt eine sehr bildhafte und poetische Sprache, die leicht zu lesen ist. Das Buch ist gespickt mit Lebensweisheiten aus dem asiatischen Raum, die mich zum nachdenken anregten. Der Schreibstil wirkt irgendwie beruhigend.
Die Geschichte der beiden Karpfen hat mir sehr gut gefallen, ich fand sie sehr berührend und konnte mich darin wieder finden.
Als Geschenk für liebe Menschen ist das Buch bestens geeignet.

Bewertung vom 28.02.2019
Liebes Kind
Hausmann, Romy

Liebes Kind


ausgezeichnet

Das Cover ist auffallend schlicht gestaltet und passt perfekt zu diesem spannenden Thriller von Romy Hausmann.
Der Klappentext hält was er verspricht. Romy Hausmann ist mit diesem Buch ein emotionaler und spannender Thriller gelungen.
Die Vermisstenanzeige einer Studentin, die nach einer Party spurlos verschwunden ist macht den Anfang in der Geschichte.
Direkt im Anschluss wird man direkt in die Geschichte hinein gezogen und lernt eine verängstigte Frau kennen, die scheinbar von ihrem Mann misshandelt wurde.
Mitten im Wald hält ein Mann, eine junge Frau und deren Kinder über Jahre gefangen. Sie werden von der Aussenwelt abgeschottet und er bestimmt den genauen Tagesablauf. Es ist "seine Familie", die er beschützen muss. Ich dachte mir was für ein kranker Mensch ist das denn und was ist seine Intuition ? Eines Tages gelingt der Mutter und den Kindern die Flucht aus ihrer Gefangenschaft . Durch einen Unfall landen sie im Krankenhaus und man kümmert sich um sie. Das Buch ist in einzelne Kapitel aufgeteilt und jeder Protagonist erzählt seine Sichtweise in der Ich-Form.
Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Besonders Hannah ging mir mit ihren Eigenarten sehr nah. Ihre altkluge Art war mir sympathisch. Die Spannung war im ganzen Buch auf hohem Niveau. Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen.
Wirklich furchteinflößend fand ich den Gedanken in dieser Hütte über Jahre gefangen zu sein.
Auf das Ende der Geschichte darf man sehr gespannt sein.
Ich kann dieses spannende Buch wirklich jedem empfehlen der mal was anderes lesen möchte. Wirklich toll gemacht !!!

Bewertung vom 04.02.2019
Allee unserer Träume
Gerold, Ulrike; Hänel, Wolfram

Allee unserer Träume


sehr gut

Erzählt wird die Lebensgeschichte von Ilse in der Nachkriegszeit. Für Ilse steht schon früh fest, das sie Architektin werden möchten. Sie erlebt viele Turbulenzen und man bekommt Einblicke in die Nachkriegswirren und das geteilte Berlin.
Als nach dem Krieg das völlig zerstörte Berlin wieder aufgebaut werden soll, gewinnt Ilse einen Wettbewerb zum Bau einer Prachtstraße samt Arbeiterwohnungen mit einer List. Als junge Architektin hätte sie ansonsten keine Chance gehabt das ihre Ideen verwirklicht werden. Ilse hat Kampfgeist und muss ihn immer wieder einsetzen, denn die Männerwelt ist zu dieser Zeit sehr dominant.
Im gesamten Buch wird Ilse als mutige Frau dargestellt. Sie stellt sich großen Herausforderungen und schreckt auch vor Verbotenem nicht zurück.
Interessant finde ich den historischen Hintergrund zur Karl Marx Allee.
Es gibt nur wenige Charaktere und diese sind gut beschrieben. Ilse war mir sehr symphytisch.
Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Ilse. Die einzelnen Kapitel spielen in der Vor- und Nachkriegszeit, was mich Anfangs etwas verwirrt hat.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich würde es weiter empfehlen. Hier wird deutsche Geschichte in einem Roman erzählt um eine besonders mutige Frau.