Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: www.selectionbooks.blogspot.de
Wohnort: Ratingen
Über mich: Ich bin 31 Jahre alt und verrückt nach Büchern. Lesen ist meine absolute Leidenschaft. So entstand die Idee zu diesem Blog. Ich hoffe, dass ich viele interessierte Leser, Blogger und Autoren kennenlerne.
Danksagungen: 6 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 207 Bewertungen
Bewertung vom 25.04.2018
Die Rebellinnen / Iron Flowers Bd.1
Banghart, Tracy

Die Rebellinnen / Iron Flowers Bd.1


sehr gut

"Iron Flowers - Die Rebellinnen" stammt aus der Feder von Tracy Banghart und wird als neue Serie für alle „Selection“ Fans beworben. Zwei starke Schwestern in der Hauptrolle, Spannung und ein aufregendes Setting, das alles klingt nach einem vielversprechenden Reihenauftakt. Insgesamt konnte die Autorin mich gut abholen und auch die Handlung ist fesselnd, wobei ich die Kapitel aus Serinas Sicht ganz klar bevorzugt habe.

Die Schwestern Serina und Nomi leben im Land Viridia, in dem Frauen kaum Rechte haben. Nur wenigen Frauen bietet sich jemals die Chance auf ein besseres Leben. Sorglosigkeit und Luxus sind Mangelware, doch für die schönsten Frauen des Landes gibt es Hoffnung. Sie können vom Regenten zur Grace auserwählt werden. Graces sind schön, gehorsam und vor allem unterwürfig. Serina wird seit Jahren auf ein Leben als Grace vorbereitet und malt sich am Tag der Auswahl gute Chancen aus. Nomi begleitet ihre Schwester als Zofe, doch der große Traum entpuppt sich als wahrer Albtraum. Serina und Noemi werden voneinander getrennt und müssen sich ihrem Schicksal stellen.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, da man zu Beginn tatsächlich an „Selection“ denken muss. Insgesamt haben die Reihen aber wenig gemeinsam, da sich „Iron Flowers“ recht schnell in eine andere Richtung entwickelt und auch um einiges düsterer und grausamer wird. Am Anfang war mir Nomi mit ihrer ungestümen und wilden Art lieber, aber Serina konnte schnell aufholen. Ihre Entwicklung ist der Autorin wahnsinnig gut gelungen. Man kann einfach nicht anders, als mit Serina mitzufühlen. Ihre Geschichte ist spannend, voller überraschender Wendungen und hat mich nicht mehr losgelassen. Nomi hingegen kam mir mit voranschreitender Handlung immer kindlicher und teilweise recht naiv vor. Mit ihr konnte ich leider nicht so viel anfangen. Daher mochte ich die Kapitel aus Serinas Sicht natürlich wesentlich lieber. Der Schreibstil von Tracy Banghart ist wundervoll flüssig und detailliert. Ich hatte direkt Bilder im Kopf. Besonders das Setting der Insel hat mir sehr gut gefallen. Der Autorin gelingt es perfekt, die dort vorherrschende Grausamkeit darzustellen und beim Leser die verschiedensten Emotionen zu wecken. Gerade das Setting habe ich als sehr erfrischend empfunden, denn Geschichten, die ausschließlich in Palästen spielen, gab es in letzter Zeit schon genug. Daher hat mir die Teilung der Geschichte in zwei Handlungsstränge sehr gut gefallen. Der Leser begleitet abwechselnd Serina und Nomi, die sich unterschiedlichen Herausforderungen stellen müssen. Serinas Geschichte konnte mich richtig begeistern. Ich hätte sie gerne noch länger begleitet. Mit Nomi hingegen konnte ich nicht richtig warm werden, sodass ich die Kapitel aus ihrer Sicht nicht ganz so spannend fand. Während Nomi zu Beginn eine kleine Rebellin ist, die auch mal gegen das Gesetzt verstößt, ist Serina die perfekte Anwärterin zur Grace: wunderschön, gehorsam und unterwürfig. Doch das Schicksal zwingt die Mädchen schnell dazu, neue Wege zu gehen. Nomi hält sich zwar tapfer, macht in meinen Augen aber keine große Entwicklung nach vorne. Serina hingegen passt sich der neuen Situation perfekt an und begeistert mit ihrem Mut und Ideenreichtum. Leider bleiben der Thronfolger Malachi und sein Bruder Asa recht blass, was sich hoffentlich im zweiten Band ändert. Die Geschichte gipfelt in einem spannenden Finale mit einem fiesen Cliffhanger. Band zwei muss also gelesen werden!

Unerwartet düster und spannend: Mit „Iron Flowers – Die Rebellinnen“ hat Tracy Banghart einen vielversprechenden Reihenauftakt geschaffen. Trotz kleiner Schwächen kann die Autorin mit einer spannenden Handlung und starken Protagonisten begeistern. Von mir gibt es vier Sterne und eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 12.04.2018
Wenn die Nacht Träume regnet
Hüberli, Mirjam H.

Wenn die Nacht Träume regnet


ausgezeichnet

Habt ihr Lust auf einen wunderschönen Liebesroman, der das Herz berührt und euch nicht mehr loslässt? Dann müsst ihr unbedingt "Wenn die Nacht Träume regnet" von Mirjam H. Hüberli lesen!

Da ich das Buch und die Autorin nicht kannte, hatte ich keine großen Erwartungen. Mirjam H. Hüberli lässt eine richtig tolle Wohlfühlatmosphäre enrstehen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, sodass man sehr schnell in die Geschichte hineinfindet. Chloe und Davis sind unglaublich liebenswert und man begleitet sie gerne auf ihrem Weg. Vieles lässt sich voraussehen, aber es gibt immer wieder kleine Überraschungen und es sind die Emotionen, die das Buch zu einem richtigen Leseerlebnis machen. Denn die Liebe zwischen Chloe und Davis ist zerbrechlich, voller Höhen und Tiefen. Die romantischen Szenen wurden ganz zauberhaft mit viel Gefühl zu Papier gebracht. Auf der einen Seite ist die Geschichte wunderschön, doch auch Taschentücher dürfen beim Lesen nicht fehlen. "Wenn die Nacht Träume regnet" von Mirjam H. Hüberli ist eine wunderschöne Liebesgeschichte, die das Herz berührt. Die Geschichte ist intensiv, berührend und romantisch - eine richtige Achterbahnfahrt der Gefühle, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Bewertung vom 11.04.2018
Das dunkle Herz
Hainer, Lukas

Das dunkle Herz


gut

Auf „Das dunkle Herz“ von Lukas Hainer war ich wahnsinnig gespannt, da der Klappentext mich auf Anhieb angesprochen hatte. Leider konnte das Buch meinen Erwartungen nicht gerecht werden. Insgesamt fehlte mir der rote Faden. Alles wirkt recht wirr und die wichtigsten Informationen werden dem Leser vorenthalten. Zudem weist der Mittelteil einige Längen auf, wodurch ich mich richtig durch das Buch durchbeißen musste.

Gerade eben saß Anna noch im Gedenkgottesdienst für ihren verschwundenen Bruder, um in der nächsten Sekunde in einer Wüste zu erwachen. Abgesehen davon, dass sie keine Ahnung hat, wie sie dorthin gelangt ist, fühlt sich alles falsch an. Da ihr Handy keinen Empfang bekommt, hat Anna keine Möglichkeit ihre Eltern anzurufen oder jemanden um Hilfe zu bitten. Zum Glück trifft sie auf Nick und macht sich mit ihm gemeinsam auf die Suche nach Antworten. Doch die beiden sind nicht die einzigen, die plötzlich in dieser merkwürdigen Welt erwacht sind. Schon bald beginnen die Menschen sich gegenseitig zu bekämpfen. Anna hingegen schöpft Hoffnung, denn sie findet Hinweise, die darauf hindeuten, dass sich ihr Bruder ebenfalls an diesem Ort befunden hat.

Der Einstieg in das Buch ist mir durch den einfachen Schreibstil des Autors sehr leicht gefallen. Zu Beginn wirkt die Geschichte vielversprechend. Der Einstieg wurde geschickt gewählt und es gibt kein unnötiges Drumherum. Schon nach kurzer Zeit landet Anna in der anderen Welt und es wird spannend. Leider verpufft die Spannung relativ schnell wieder. Zum einen hat mir der Fantasyanteil gefehlt, denn die komplette Handlung dreht sich nur um Kämpfe zwischen den verschiedenen Gruppen und Machtspiele untereinander. Zum anderen habe ich einen roten Faden vermisst, der den Weg zum dunklen Herzen weist. Die Handlung drehte sich einfach sehr lange im Kreis, ohne dass irgendetwas sonderlich Spannendes passiert oder man erkennen kann, in welche Richtung sich das Geschehen weiterentwickelt. Und dann ist es ganz plötzlich da: Das dunkle Herz. Die Spannung steigt – und verpufft direkt wieder. Denn der Leser erfährt so gut wie nichts über das dunkle Herz. Nur so viel, dass die Handlung halbwegs Sinn ergibt. Mir war alles viel zu einfach, zu grau, zu fantasielos. Man hätte aus der Idee wirklich viel machen können, aber das Potenzial der Geschichte wurde nicht genutzt. Das Ende weist darauf hin, dass eventuell noch ein Folgeband erscheinen könnte.

Fazit: Grau und fantasielos: „Das dunkle Herz“ von Lukas Hainer bietet einiges an Potenzial, das aber leider ungenutzt bleibt. Durch das Fehlen eines roten Fadens und die Längen im Mittelteil fällt es schwer, an der Geschichte dranzubleiben. Insgesamt dreht sich die Handlung lange im Kreis und der Fantasyanteil wird extrem gering gehalten, denn über das dunkle Herz wird der Leser buchstäblich im Dunkeln gelassen.

Bewertung vom 10.04.2018
Der Zorn der Gerechten / Scythe Bd.2
Shusterman, Neal

Der Zorn der Gerechten / Scythe Bd.2


ausgezeichnet

Bereits der Reihenauftakt „Scythe – Hüter des Todes“ von Neal Shusterman hatte mir unglaublich gut gefallen. Auch in diesem zweiten Band punktet der Autor wieder mit jeder Menge Spannung, Action und überraschenden Wendungen. Viele Verstrickungen sorgen für eine komplexe Handlung, die zum Nachdenken anregt.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen Schreibstils von Neal Shusterman sehr leicht gefallen. Im Gegensatz zum ersten Band gibt es in dieser Fortsetzung keine Auszüge mehr aus anderen Scythe-Tagebüchern. Stattdessen bekommt der Leser viele kurze Einblicke in die Gedanken des Thunderheads. Diesen Ansatz finde ich grandios, denn neben Citra und Rowan ist der Thunderhead der mit Abstand interessanteste Protagonist. Obwohl wir hier von einem digitalen Wissenspool sprechen, der sich aus einer Cloud entwickelt hat, wirkt der Thunderhead doch menschlicher als so mancher Hüter des Todes. Der Thunderhead steht über allem und lenkt das Leben der Menschheit. Er löst auf der ganzen Welt technische Probleme, verhindert Konflikte, Probleme und Kriege, sorgt für ausreichend Wasser, Nahrung und Beschäftigung der Menschen. Nebenbei hört er sich noch die Probleme von jedem einzelnen an, denn fast jeder Mensch kann mit ihm sprechen. Eigentlich würde der Thunderhead das Paradies auf Erden schaffen, wäre da nicht das Scythetum. Denn eines hat der Thunderhead nicht: Die Macht über den Tod. Doch nicht nur das, er hat nicht mal den kleinsten Einfluss auf das Scythetum und deren Mitglieder. Der Thunderhead muss sich aufgrund seiner Programmierung immer an alle Regeln halten, aber mit seiner Superintelligenz fällt dem Thunderhead natürlich einiges ein, um sein eigenes System auszutricksen. Für seine Mission wählt der Thunderhead Greyson Tolliver aus, der mit ihm in der Vergangenheit besonders eng verbunden war. Greysons Leben gerät durch das Eingreifen des Thunderhead komplett aus den Fugen, aber dem Thunderhead bleibt einfach keine andere Wahl, wenn er die Menschheit weiterhin schützen möchte.

Der Thunderhead ist Staat, Regierung und Gesetzesgeber in einem, doch im Gegensatz den Menschen handelt er immer ausschließlich zum Wohl der Menschheit. Dem Thunderhead steht dafür das gesamte Wissen der Menschheit zur Verfügung, doch er eignet sich von den Menschen nicht nur das reine Wissen an. Auch Gefühle wie Wut und Trauer sind ihm nicht fremd. Die Darstellung des Thunderhead ist Neal Shusterman absolut perfekt gelungen. Normalerweise bereitet der Gedanke an eine Maschine, die die Welt regiert, jedem Menschen Angst. Doch der Thunderhead bewirkt das komplette Gegenteil. Man wünscht sich fast schon, dass es so etwas auch in unserer Welt geben würde. Doch Neal Shusterman ist ja ein Meister der Überraschungen und so bleibt abzuwarten, ob der Thunderhead nicht doch noch größere Schwachpunkte hat. Einen weiteren Pluspunkt gibt es für die weiterhin fehlende Liebesgeschichte. Liebe spielt im Moment eine sehr untergeordnete Rolle. In dieser Hinsicht wirken die Charaktere recht kühl. Denn in Zeiten von Angst und Schrecken im Scythetum bleibt für Gefühle kaum Zeit. Insgesamt ist die Handlung sehr spannend. Es geht Schlag auf Schlag und es passiert einfach immer etwas. Neal Shusterman überrascht immer wieder mit unvorhersehbaren Wendungen und Schockmomenten. Die Handlung wird durch viele verschiedene Verstrickungen immer komplexer. Trotz der hohen Seitenzahl lässt sich das Buch relativ s

Bewertung vom 06.04.2018
Die Grimm-Chroniken. Band 03. Der Schlafende Tod
Shepherd, Maya

Die Grimm-Chroniken. Band 03. Der Schlafende Tod


ausgezeichnet

Maya Shepherd konnte mich bereits mit die ersten beiden Bände der „Grimm Chroniken“ begeistern. Die Autorin zählt zu meinen absoluten Lieblingsautoren und so musste ich natürlich auch den dritten Band schnellstmöglich lesen. Die Spannung der Serie steigert sich von Band zu Band und nach wie vor tappt der Leser im Dunkeln. Ist Schneewittchen wirklich ein blutrünstiges Monster oder ist es vielleicht doch ihre Mutter, vor der man sich in Acht nehmen muss?

In diesem Band macht Will den ersten Schritt seiner Mission, Schneewittchen zu töten. Dies kann nur in ihrem Traum geschehen und so betritt Will die Traumwelt der dunkelhaarigen Schönheit. Doch diese ist so ganz anders als erwartet. Vergangenheit und Gegenwart beginnen sich zu vermischen, als Will im Traum Einblick in verschiedene Szenen aus Schneewittchens Kindheit bekommt. Dabei erfährt er nicht nur viel über das Mädchen, das er töten soll, sondern auch über ihre Mutter Mary, die Apfelprinzessin.

Wie bereits in den ersten beiden Bänden punktet Maya Shepherd auch in dieser Fortsetzung mit ihrem wunderbar flüssigen Schreibstil, der den Leser sofort in ihrer Geschichte versinken lässt. Es wird zunehmend spannender, da man in diesem Band einen tieferen Einblick in das Leben von Schneewittchen und Mary bekommt. Unweigerlich stellt man sich die Frage, wer von beiden nun das Monster ist oder wie es überhaupt soweit kommen konnte. Immerhin tötet Schneewittchen Menschen, um ihr Blut zu trinken. Aber auch Mary ist nicht ganz unschuldig, da an ihren Händen augenscheinlich ebenfalls Blut klebt. Nicht zu vergessen Wills Vater, der panische Angst vor einer Königin hat, die nach seinem Herz trachtet. Die Atmosphäre des Geschichte ist durchweg düster und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Besonders jetzt, da die Charaktere immer greifbarer werden, kann ich es kaum erwarten zu erfahren, wer wirklich der Bösewicht der Geschichte ist. Schneewittchen hat innerhalb kürzester Zeit mein Herz erobert und ich hoffe so sehr, dass sie nicht das blutrünstige Monster ist, für das sie alle halten. Da ich Märchen liebe, ist diese Reihe für mich etwas ganz besonderes und ich würde mir wünschen, dass es später eine Gesamtausgabe als Hardcover gibt. Dank der wundervollen Cover von Jaqueline Kropmanns stehen alle bisher erschienenen Taschenbücher in meinem Regal, aber ein dickes Hardcover mit Illustrationen hätte schon was!

Fazit: "Die Grimm Chroniken" gehen in die dritte Runde: Mit "Der schlafende Tod" ist Maya Shepherd ein spannender dritter Band gelungen, der seine Vorgänger übertrifft. Die Charaktere werden immer greifbarer und der Autorin gelingt es perfekt Spannung aufzubauen. Märchenfans sollten sich diese Reihe nicht entgehen lassen!

Bewertung vom 04.04.2018
Sterne und Schwerter / Das Reich der sieben Höfe Bd.3
Maas, Sarah J.

Sterne und Schwerter / Das Reich der sieben Höfe Bd.3


sehr gut

Sarah J. Maas konnte mich bereits mit den ersten beiden Bänden der Reihe "Das Reich der sieben Höfe" begeistern. Umso gespannter war ich auf das große Finale. Auch in diesem Band punktet die Autorin wieder mit einem fantastischen Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen. Trotz kleiner Längen im Mittelteil ist das Finale grandios geworden und nimmt den Leser ein letztes Mal mit auf eine abenteuerliche Reise in das Land der Fae.

Durch Tamlins Verrat steht das Schicksal von ganz Prythian auf dem Spiel. Um das Land der Fae und die Menschen zu retten, muss Feyre sich auf ein gefährliches Doppelspiel einlassen. Niemand darf erfahren, dass sie die Seelengefährtin von Rhysand ist. Um die zu retten, die sie liebt, muss Feyre an den Frühlingshof zurückkehren - an die Seite von Tamlin, der sich mit dem König von Hybern verbündet hat. Doch nicht einmal Feyre ahnt, wie groß das Opfer sein wird, das das Spiel um die Macht von ihr fordern wird.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des fantastischen Schreibstils von Sarah J. Maas sehr leicht gefallen. Man kann nicht anders, als sofort wieder in der Geschichte zu versinken. Die Autorin lässt schon auf den ersten Seiten Bilder im Kopf entstehen und man hat schon fast das Gefühl, selbst ein Teil der Geschichte zu sein und an Feyres Seite an den Frühlingshof zurückzukehren. Das erste Drittel des Buches ist durchs Feyres gefährliches Doppelspiel absout spannend und fesselnd. Man wartet die ganze Zeit darauf, dass sie einen Fehler macht oder Tamlin ihr Geheimnis entdeckt. Das zweite Drittel des Buches spielt am Hof der Nacht. In diesem Mittelteil gibt es leider kleine Längen und die Geschichte zieht sich etwas. Vieles dreht sich um politische Intrigen, Machtspiele und Kriegsstrategien sowie die Vorbereitung auf den Kampf. Das letzte Drittel des Buches hat es dafür in sich. Sarah J. Maas wartet mit jeder Menge Action, Spannung und überraschenden Wendungen auf. Ich wollte das Buch keine Sekunde mehr aus der Hand legen und doch konnte ich am Ende nicht anders, als traurig die Seiten zu zählen. Denn obwohl ich unbedingt wissen wollte, wie das große Finale endet, wollte ich das Buch dennoch nicht beenden. Denn das bedeutet den Abschied von Feyre, Rhys und vielen anderen Charakteren, die man eigentlich noch nicht verlassen möchte. Eigentlich bin ich kein Fan von Reihen, die mehr als drei Bände umfassen, aber bei dieser Reihe fällt das Abschied nehmen unglaublich schwer. Daher hoffe ich, dass der Zusatzband "A Court of Frost and Starlight", der im Mai 2018 erscheint, auch noch übersetzt wird.

Fazit: Mit "Das Reich der sieben Höfe - Sterne und Schwerter" hat Sarah J. Maas ein grandioses Finale geschaffen. Trotz kleiner Längen im Mittelteil überzeugt auch dieser Band und lässt das Leserherz dank jeder Menge Action, Spannung und überraschenden Wendungen höherschlagen. Falls ihr es noch nicht getan habt: Lest diese Reihe unbedingt!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.03.2018
Jägerseele / Tess Carlisle Bd.1
Schuhmacher, Nicole

Jägerseele / Tess Carlisle Bd.1


ausgezeichnet

"Jägerseele" von Nicole Schuhmacher hatte ich bereits seit einiger Zeit im Blick. Allerdings war ich nicht sicher, ob das Buch was für mich ist. Jetzt frage ich mich: Warum habe ich es nicht schon viel früher gelesen? Die Autorin punktet mit ausgefallenen Charakteren, einer starken Hauptprotagonistin und jeder Menge Humor.

Tess lebt in New Orleans Seite an Seite mit Vampiren, Zwergen und anderen magischen Wesen. Als sie mal wieder pleite ist, muss die Kopfgeldjägerin einen unliebsamen Job annehmen. Robert Coleman ist reich und schön - und er hat ein Problem. Zudem erweist er sich als äußerst hartnäckig, obwohl Tess ihn immer wieder abweist. Notgedrungen nimmt Tess seinen Auftrag schließlich an, obwohl sie Coleman nicht ausstehen kann. Doch was dann folgt, hätte selbst Tess nicht erwartet, die als Kopfgeldjägerin schon so einiges gesehen hat. Wie konnte aus dem Problem eines Multimillionärs gleich das Ende der Welt werden?

Dank des angenehm lockeren Schreibstils von Nicole Schuhmacher ist mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen. Zu Beginn lernt man erstmal Tessa und ihr alltägliches Leben kennen. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt hatte die Autorin mich fest an der Angel, denn Tess ist einfach eine richtig geniale Protagonistin. Erfrischenderweise hat sie keine Superkräfte und muss sich bei der Ganovenjagt allerlei Tricks einfallen lassen. Zudem ist sie nicht auf den Kopf gefallen und ich liebe ihre sarkastische Art. Humor in Büchern und ich - das ist in der Regel keine gute Kombination. Oft trifft der Autor nicht meinen Humor oder im Laufe des Buches kommt mir vieles erzwungen und überspitzt vor. Kurzum, ich bin fast immer genervt, wenn es um Humor in Büchern geht. "Jägerseele" ist in dieser Hinsicht eine Ausnahme. In diesem Fall war mein Freund dezent genervt, weil ich immer wieder - für ihn völlig unverständlich - laut lachen musste. Tess ist wirklich unglaublich. Abgesehen davon, dass sie eine Kopfgeldjägerin in einer magischen Welt ist, wirkt sie völlig normal. Sympatischerweise hat sie jede Menge Macken und schert sich auch nicht darum, was andere von ihr denken. Auch die anderen Charaktere sind sehr einprägsam und unterhaltsam. Ein weiterer Pluspunkt ist das Fehlen einer Liebesgeschichte. Nicole Schuhmacher beweist, dass es tatsächlich auch ohne großes Gefühlskino funktioniert, den Leser zu fesseln. Am Ende der Geschichte wartet kein fieser Cliffhanger auf den Leser, wodurch das Buch problemlos als Einzelband gelesen werden kann. Da ich selten beim Lesen so viel gelacht habe, bin ich absolut begeistert und warte gespannt auf den zweiten Band der Reihe.

Fazit: Witzig, chaotisch und erfrischend anders: "Jägerseele" von Nicole Schuhmacher punktet mit ausgefallenen Charakteren, einer starken Hauptprotagonistin und jeder Menge Humor. Tess ist als Charakter grandios und wenn ihr erfahren wollt, wie Wichtel, Vampire, ein Minihausschwein und Werwölfe zusammenpassen, solltet ihr das Buch unbedingt lesen.

Bewertung vom 13.03.2018
Medusas Fluch
Thomsen, Emily

Medusas Fluch


sehr gut

Mit „Medusas Fluch“ von Emily Thomsen ist im Drachenmond Verlag wieder ein Buch erschienen, das mich magisch angezogen hat. Das Cover von Marie Graßhoff sieht einfach fantastisch aus und auch der Klappentext konnte auf Anhieb meine Neugierde wecken. Die Idee der Geschichte ist wirklich grandios und wurde gut umgesetzt, lediglich die Liebesgeschichte war nicht mein Fall.

Das Unglück nimmt seinen Lauf, als Medusa sich in einen Mann verliebt, mit dem ihre Mutter Gaia nicht einverstanden ist. Um ein gemeinsames Leben mit diesem Mann zu verhindern, verflucht Gaia ihre Tochter. Jeder Mann, den Medusa liebt, wird zu Stein erstarren, wenn seine Liebe nicht groß genug ist. Verstört und entsetzt flieht Medusa in die Menschenwelt, um dort ein abgeschiedenes Leben zu führen. Viele Jahrhunderte später lebt Medusa unter dem Namen Marie in der Menschenwelt, wo sie auf den geheimnisvollen Jendrik trifft, der sie von der ersten Sekunde an fasziniert. Doch auch sein Leben wäre in Gefahr, sollte Medusas Fluch erneut erwachen.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen Schreibstils von Emily Thomsen sehr leicht gefallen. Durch den einfachen Schreibstil und die relativ geringe Seitenanzahl lässt sich das Buch sehr schnell lesen. Die Idee der Autorin hat mir unglaublich gut gefallen. Die Geschichte gliedert sich in zwei verschiedene Handlungsstränge. Auf der einen Seite erhält der Leser einen Einblick in Medusas Leben an der Seite ihrer Schwestern und ihrer Mutter, auf der anderen Seite begleitet man Madusa als Marie ein paar Jahrhunderte später in der Menschenwelt. Besonders die Rückblicke auf ihr Leben in der Welt der Götter haben mir sehr gut gefallen. Im Prinzip hätte dieses Buch das Potenzial für ein Highlightbuch gehabt, wäre es ein wenig mehr ausgearbeitet worden. Ein paar Seiten mehr hätten dem Leser einen tieferen Einblick geben können und auch die Charaktere hätten dadurch etwas besser dargestellt werden können. Am deutlichsten kommt dieser Umstand bei der Liebesgeschichte zum Tragen, denn diese wirkt sehr überhastet. Alles geht furchtbar schnell und so richtig konnte ich nicht nachvollziehen, wieso sich Marie in Jendrik verliebt hat, zumal er recht aufdringlich ist. Abgesehen von der Liebesgeschichte konnte die Autorin mich jedoch begeistern. Die Idee ist wirklich klasse und ich hoffe darauf, dass der zweite Band um einiges umfangreicher wird.

Fazit: Die Idee hinter „Medusas Fluch“ von Emily Thomsen ist wirklich klasse und auch die Umsetzung kann überzeugen. Lediglich die Liebesgeschichte wirkt überhastet und nicht ganz nachvollziehbar. Dafür bietet die Geschichte noch einiges an Potenzial für den zweiten Band, der hoffentlich um einiges umfangreicher wird.

Bewertung vom 04.03.2018
Eine Krone aus Herz und Asche
Labas, Laura

Eine Krone aus Herz und Asche


ausgezeichnet

Da ich die ersten beiden Bände, "Ein Käfig aus Rache und Blut" und "Ein Thron aus Knochen und Schatten", schon in kürzester Zeit verschlungen hatte, war ich wahnsinnig gespannt auf das große Finale. Alleine schon der Titel „Eine Krone aus Herz und Asche“ verursacht Gänsehaut. Laura Labas punktet in diesem abschließenden Band mit einer rasanten und actionreichen Handlung voller überraschender Wendungen.

Nach ihrem Sturz durch das Portal landet Alison in der Dämonenwelt. Verletzt und angeschlagen gerät sie schnell in das Netz der Hexenkönigin Morrigan, die erst kurze Zeit vorher wieder ihren Thron aus Knochen und Schatten bestiegen hat. Nur ein gefährlicher Handel mit Morrigan rettet Alison für den Moment das Leben. Während Alison immer noch gegen den furchtbaren Schmerz durch Gareths Verrat kämpft, muss sie einen Weg finden, Morrigan zu entkommen. Sollte Alison versagen, wäre die Erde dem Untergang geweiht.

Da ich den zweiten Band vor knapp einem Jahr gelesen hatte, musste ich mein Wissen erstmal etwas auffrischen und nochmal die letzten Seiten des Mittelbandes lesen, bevor ich mit dem dritten Band starten konnte. Durch den bildhaften Schreibstil von Laura Labas ist mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen. Man hat alles direkt vor den Augen und versinkt schnell in der Geschichte. Das Dämonenland konnte mich bereits im Mittelband faszinieren und dank vieler Details hatte ich direkt Bilder im Kopf. Zudem lässt die Autorin den Leser kaum zu Atem kommen. Ein Ereignis jagt das nächste. Actionreiche Szenen und überraschende Wendungen sorgen für jede Menge Spannung. Um das Buch perfekt zu machen, punktet Laura Labas auch in diesem Band wieder mit der Ausarbeitung ihrer Charaktere. Besonders Alisons Entwicklung wirkt sehr authentisch im Hinblick auf all die Rückschläge, die sie erlitten hat. Von der mutigen Kämpferin ist zu Beginn dieses Buches wenig übrig, denn Alison ist am Ende ihrer Kräfte angelangt. Gerade Alisons innere Zerrissenheit lässt den Leser nicht mehr los und sorgt für zusätzliche Spannung. Im Finale trifft man auf viele bekannte Charaktere, aber es kommen auch neue dazu. Lasst euch überraschen! Laura Labas hat sich so einiges einfallen lassen, um die Herzen ihrer Leser höherschlagen zu lassen. Falls ihr die Reihe noch nicht beendet habt, lest dieses Buch unbedingt!

Fazit: Mit "Eine Krone aus Herz und Asche" ist Laura Labas ein grandioser Abschluss ihrer Reihe gelungen. Actionreiche Szenen und überraschende Wendungen sorgen für viel Spannung. Starke Charaktere, ein bildgewaltiger Schreibstil und eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle lassen das Leserherz höherschlagen.

Bewertung vom 02.03.2018
Die Grimm-Chroniken. Band 02. Asche, Schnee und Blut
Shepherd, Maya

Die Grimm-Chroniken. Band 02. Asche, Schnee und Blut


ausgezeichnet

Schon der erste Band der „Grimm Chroniken“ konnte mich in seinen Bann ziehen. Ich liebe düstere Märchen uns so musste der zweite Band „Asche, Schnee und Blut“ so schnell wie möglich gelesen werden. Auch in dieser Fortsetzung beweist die Autorin Maya Shepherd wieder ihr Talent den Leser zu fesseln. Es geht spannend und düster weiter, wodurch ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Das wundervolle Cover stammt übrigens wieder von Jaqueline Kropmanns.

Will, Maggy und Joe haben die Nacht im Knusperhäuschen gut überstanden und machen sich auf den Weg zum Schloss Drachenfels. Auch Herr Rumpelstein lässt sich kurz blicken, bevor er plötzlich wieder verschwindet. Im Schloss Drachenfels angekommen wartet eine furchtbare Überraschung auf Will und seine Freunde. Das Schloss ist vollkommen verwaist, bis auf einen einzigen verletzten Mann. Für ihn kommt jede Hilfe zu spät, doch es reicht noch für eine letzte Warnung. Denn er behauptet, von Schneewittchen überfallen worden zu sein. Und eben diese schwarzhaarige Schönheit scheint Will zu kennen.

Auch in dieser Fortsetzung punktet die Autorin Maya Shepherd mit ihrem lockeren Schreibstil. Das Buch lässt sich dadurch sehr schnell lesen. Trotz der Kürze des Buches fehlt es nicht an detaillierten Beschreibungen. Man hat beim Lesen sofort Bilder im Kopf, die einen in der Geschichte versinken lassen. Die Geschichte knüpft nahtlos an den Reihen-Auftakt an und gliedert sich ebenfalls in zwei Handlungsstränge. Auf der einen Seite begleitet der Leser Will und seine Freunde in Winterberg. Der zweite Handlungsstrang spielt in der Vergangenheit und führt die Geschichte der Apfelprinzessin Mary fort. Märchen, Traum und Realität beginnen sich zu vermischen. Die Handlung ist rasant und spannend, wodurch man das Buch in einem Rutsch durchlesen möchte. Über allem hängt eine düstere Atmosphäre, die für Gänsehaut sorgt. Maya Shepherd gelingt es perfekt, Märchen und Realität miteinander zu verweben und daraus etwas Neues zu erschaffen. Ich danke Maya Shepherd für diese märchenhafte Reise und freue mich auf den nächsten Band!

Fazit: Spannend und düster: „Asche, Schnee und Blut“ ist eine gelungene Fortsetzung der neuen Buchserie „Die Grimm-Chroniken“. Lasst euch von Maya Shepherd in ihre düstere Märchenwelt entführen, in der nichts so ist wie es scheint oder wie wir es aus den Originalmärchen kennen.