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Über mich: Ich bin 31 Jahre alt und verrückt nach Büchern. Lesen ist meine absolute Leidenschaft. So entstand die Idee zu diesem Blog. Ich hoffe, dass ich viele interessierte Leser, Blogger und Autoren kennenlerne.
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Bewertungen

Insgesamt 186 Bewertungen
Bewertung vom 18.01.2018
Celaenas Geschichte 1-5 - Throne of Glass
Maas, Sarah J.

Celaenas Geschichte 1-5 - Throne of Glass


ausgezeichnet

Nachdem ich mich in die Reihe „Das Reich der Sieben Höfe“ von Sarah J. Maas verliebt hatte, musste ich unbedingt mehr von der Autorin lesen. Der Klappentext von „Throne of Glass“ hörte sich fantastisch an und so zogen die bisher erschienenen vier Bände bei mir ein. Wie es der Zufall so wollte, wurde genau zu dem Zeitpunkt „Celaenas Geschichte“ vom dtv Verlag angekündigt. Daher bin ich mit dieser Vorgeschichte zu der „Throne of Glass“ Reihe in das neue Jahr gestartet. Und was soll ich sagen: Ich bin absolut begeistert von Celaenas Badass Charakter und dem Schreibstil der Autorin.

Celaena ist jung und schön, doch genau dieser Umstand täuscht über ihr wahres Wesen hinweg, denn sie ist die berüchtigtste Assassinin der Welt. Celaena ist sich dessen sehr gut bewusst, was sich stark auf ihren Charakter niederschlägt. Sie ist vorlaut, impulsiv, arrogant und sehr verwöhnt. Schöne Kleidung und Luxusartikel spielen eine größere Rolle als Emotionen oder zwischenmenschliche Beziehungen. Zudem besteht ihr Lebensinhalt aus dem Töten von Menschen im Auftrag der Gilde. Normalerweise mag ich diese Art von Charakter überhaupt nicht, aber bei Celaena ist es der Autorin gelungen, dass dem Leser die junge Frau trotz ihres unmöglichen Verhaltens ans Herz wächst. Ich musste oft über Celaena lachen, wenn sie wieder jemandem eiskalt vor den Kopf gestoßen hat und ihre Gedankengänge sind teilweise wirklich sehr unterhaltsam. Celaenas Entwicklung im Laufe der Handlung ist Sarah J. Maas hervorragend gelungen. Insgesamt sind die Charaktere sehr durchdacht und detailliert ausgearbeitet worden. Alle haben ihre Ecken und Kanten und bleiben dadurch im Kopf. Interessant ist auch die Verwischung zwischen Gut und Böse. Es gibt keinen einzigen perfekten Protagonisten. Jeder hat entweder eine dunkle Seite, Geheimnisse oder unschöne Charakterzüge. Auf diese Weise wirken die Protagonisten sehr authentisch, wie aus dem echten Leben geholt.

Auch der Schreibstil von Sarah J. Maas konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. Beim Lesen entstehen direkt Bilder im Kopf und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. „Celaenas Geschichte“ beinhaltet insgesamt fünf Novellen, die alle aneinander anknüpfen. Dadurch hat man das Gefühl, ein normales Buch zu lesen und keine Novellen. Ich bin absolut begeistert und habe direkt im Anschluss an das Buch mit dem ersten Teil der „Thron of Glass“ Reihe begonnen, der unmittelbar an das Ende der letzten Novelle anschließt. Sarah J. Maas zählt nun offiziell zu meinen Lieblingsautoren.

„Celaenas Geschichte“ ist ein Muss für alle „Throne of Glass“ Fans oder Leser, die es noch werden wollen. Diese Vorgeschichte ist perfekt zum Einstieg in die Reihe geeignet. Wer Badass Charakter mag, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Die Autorin punktet mit einem wunderbar bildhaften Schreibstil und starken Charakteren. Von mir gibt es fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 05.01.2018
Wintersong
Jae-Jones, S.

Wintersong


ausgezeichnet

Wenn das alte Jahr endet, wandelt der Erlkönig auf der Erde, um sich eine Braut zu suchen. Denn nur die Lebensenergie einer Sterblichen kann die Unterwelt nähren und dem Erlkönig die Kraft geben, den Winter zu vertreiben. Liesl wächst mit den alten Legenden über den Erlkönig auf, doch niemals hätte sie gedacht, dass sie ihn eines Tages selber treffen würde. Es heißt, der Erlkönig trifft seine Wahl nur unter den schönsten Frauen und ausgerechnet Liesls Schwester erregt seine Aufmerksamkeit. Als der Erlkönig sie entführt, gibt es nur einen Ausweg: Liesl muss den Weg in die Unterwelt finden und den Erlkönig anstelle ihrer Schwester heiraten. Doch um ihre Schwester zu retten, müsste Liesl alles aufgeben und mit ihrem eigenen Leben bezahlen.

„Wintersong“ ist der erste Band einer Dilogie von S. Jae Jones. Die Geschichte rund um den Erlkönig spielt in einem kleinen Dorf in Bayern. Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen Schreibstils sehr leicht gefallen. Da ich Märchen liebe, war ich vor dem Lesen schon Feuer und Flamme für das Buch. Gerade die ungewöhnliche Umsetzung konnte bei mir punkten, wodurch das Buch auch lange im Kopf bleibt. Liesl ist alles andere als eine perfekte Protagonistin ist. Für ihre Familie opfert sie sich komplett auf und man könnte meinen, dass sie ein völlig selbstloser Mensch mit einem reinen Herzen ist. Doch unter ihrer Oberfläche brodelt es und in der Unterwelt zeigt sie recht schnell ein anderes Gesicht. Zwar bleibt sie vom Kern her ein sympathisches Mädchen mit einem großen Herzen, doch ab und an bricht alles aus ihr hinaus. Ein oder zwei Szenen haben mich besonders nachdenklich gemacht, da Liesl recht grausam handelt und man damit einfach nicht gerechnet hatte. Manche Dinge scheinen auf den ersten Blick keinen Sinn zu ergeben. So liebt sie ihre Schwester zum Beispiel von ganzem Herzen und würde alles für sie tun, doch bei der Suche lässt Liesl sich wochenlang Zeit. Zeit, in der ihre Schwester sterben könnte. Nach und nach setzen sich aber alle Puzzleteile zusammen und man kann Liesls Handeln besser nachvollziehen. Insgesamt ist die Geschichte sehr traurig. Man kann die Einsamkeit und die Verzweiflung von Liesl beim Lesen richtig mitfühlen. Das Erzähltempo ist vorwiegend sehr ruhig. Der Fokus der Geschichte liegt weniger auf actionreichen und spannenden Szenen, sondern mehr auf den Emotionen. Liebe, Einsamkeit und Angst begleiten den Leser fortwährend. Das Buch ist insgesamt unglaublich atmosphärisch und zieht den Leser dadurch tief ins Geschehen. Ich liebe die düstere Atmosphäre und die vielen kleinen Details, die den Leser zum Nachdenken bringen. Man muss sich aber darauf einlassen können, dass das Buch hauptsächlich von Emotionen lebt und beim Lesen eine gewisse Schwermütigkeit entsteht. Ansonsten könnte man die Geschichte als langatmig empfinden. Zum Ende hin wird es temporeicher und spannender. Ehrlich gesagt wusste ich vor dem Lesen nicht, dass es sich um eine Dilogie handelt und war vom Ende etwas überrascht. Es bleiben viele Fragen offen, die sich aber hoffentlich im zweiten Band klären. „Wintersong“ ist insgesamt recht speziell und mit Sicherheit ein Buch, an dem sich die Geister scheiden werden. Ich persönlich bin von diesem ungewöhnlich umgesetzten Buch absolut begeistert und freue mich schon auf den zweiten Band.

Fazit: Märchenhaft, düster und faszinierend: „Wintersong“ von S. Jae Jones ist ein sehr spezielles Jugendbuch, das die Geister scheiden wird. Für mich persönlich ist der erste Band der Dilogie ein richtiges Highlight. Das Buch ist unglaublich atmosphärisch und düster. Die Geschichte lebt weniger von der Handlung, sondern mehr von den Emotionen, die beim Lesen entstehen. Wer auf der Suche nach etwas Besonderen ist und es gerne düster mag, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.

Bewertung vom 27.12.2017
Constellation - Gegen alle Sterne
Gray, Claudia

Constellation - Gegen alle Sterne


sehr gut

Da ich Science Fiction Jugendbücher liebe, musste ich „Constellation – Gegen alle Sterne“ von Claudia Gray auf jeden Fall lesen. Die Autorin konnte mich immer wieder mit dem Verlauf der Handlung überraschen und vor allem die Darstellung von Abel fand ich sehr erfrischend.

Um ihren Planeten Genesis zu retten, ist Noemi bereit ihr eigenes Leben zu geben. Die Offensive zur Rettung ihres Planeten steht kurz bevor, doch während der Probemission läuft alles schief. Noemis beste Freundin wird schwer verletzt und nur ein altes Raumschiff befindet sich in nächster Nähe. Dort angekommen trifft Noemi überraschend auf Abel, einen Mech (Roboter), der auf menschlicher DNA basiert und mit einer absolut perfekten künstlichen Intelligenz ausgestattet ist. Da Noemi der ranghöchste Commander an Bord ist, muss Abel ihr gehorchen, denn seine Programmierung zwingt ihn dazu. Abel könnte die Lösung zur Rettung von Genesis sein, allerdings müsste er sterben, um den sinnlosen Tod weiterer Kameraden von Noemi zu verhindern. Doch im Laufe der Zeit erkennt Noemi die schreckliche Wahrheit: Abel sieht nicht nur aus wie ein Mensch, sondern er fühlt auch wie ein Mensch. Noemi muss sich die Frage stellen, wie weit sie gehen würde. Sie selbst ist bereit für Genesis zu sterben, doch darf sie diese Entscheidung auch für Abel treffen?

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen und lockeren Schreibstils von Claudia Gray sehr leicht gefallen. Man taucht direkt in die Welt von Noemi ab und verfolgt gespannt die Entwicklung zwischen ihr und Abel. Noemi ist eine sehr liebenswerte Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt. Sie punktet mit viel Mut und ihrer Bereitschaft sich zum Wohl ihrer Liebsten zu opfern. Zudem ist Noemi die geborene Kämpferin und gibt niemals auf. Auch Abel hat mir gut gefallen. Die Autorin hat ein gutes Maß gefunden, um dem Leser seine menschliche und seine technische Seite näherzubringen. Gerade seine Gedanken oder Sprüche zaubern dem Leser immer wieder ein Lächeln ins Gesicht, denn er ist in seiner Denkweise sehr analytisch und trocken. Dadurch ist er wesentlich direkter und taktloser, als es ein Mensch wäre. Gerade aus diesem Grund fand ich ihn besonders sympathisch und erfrischend. Auch seine Entwicklung im Laufe der Handlung ist der Autorin hervorragend gelungen. Obwohl eigentlich immer etwas passiert, kam mir das Erzähltempo langsam vor. Die Handlung besteht aus einem regelmäßigen Wechsel zwischen spannenden und sehr ruhigen Szenen. Die Entwicklung zwischen Abel und Noemi nimmt einen großen Teil des Buches ein, was ich in diesem Fall aber ansprechend fand, weil Abel nicht zu menschlich ist und man immer wieder vor Augen geführt bekommt, dass er wirklich eine Maschine ist. Das Ende hat mich überrascht, denn ich hatte etwas vollkommen anderes erwartet. So ganz zufrieden bin ich mit dem Ende nicht, aber zum Glück ist das Buch ja kein Einzelband und in der Fortsetzung kann sich noch so einiges entwickeln.

Fazit: „Constellation – Gegen alle Sterne“ von Claudia Gray ist ein spannender Reihen-Auftakt für alle jugendlichen Fans von Weltraumabenteuern. Der Charakter des Mechs (Roboter) Abel wurde sehr gut ausgearbeitet und auch seine Entwicklung ist authentisch. Die Geschichte ist gerade durch den Umstand sehr ansprechend, dass Abel wirklich wie eine Maschine denkt und handelt. Neben unvorhersehbaren Wendungen sorgt gerade die Entwicklung von Abel für Spannung.

Bewertung vom 18.12.2017
Rebellious Hearts. Lovestory für dich (Mysterious Metropolitan Love 3) (eBook, ePUB)
Nisse, Sarah

Rebellious Hearts. Lovestory für dich (Mysterious Metropolitan Love 3) (eBook, ePUB)


sehr gut

Da Sarah Nisse mich bereits mit ihren Fantasyromanen „Dunkelherz“ und „Schmetterlingsblau“ begeistern konnte, war ich sehr gespannt auf ihren neuen Jugend-Thriller. Die Idee des interaktiven Games BrotherHood hatte mir auf Anhieb gefallen und auch die Umsetzung ist gut gelungen.

Manon ist die Tochter eines einflussreichen Politikers und muss sich eigentlich um nichts Sorgen machen. Doch ihr Leben erscheint nur auf den ersten Blick perfekt. Überstrenge Eltern und ein absolut furchtbarer Bruder machen ihr Leben teilweise zur Hölle. Zudem ist Manon antriebslos, nichts kann sie richtig begeistern und auch ihre schulischen Leistungen werden immer schlechter. Schnell drohen ihre Eltern mit der Abschiebung in ein Internat. Ihr einziger Ausweg ist der neue Nachhilfelehrer David, der urplötzlich in ihr Leben getreten ist. Zeitgleich erscheint auf ihrem Handy eine neue App: BrotherHood. Diese lockt mit fantastischen Gewinnen und nichts scheint unmöglich zu sein. Doch die Missionen, die Manon erfüllen soll, werden immer merkwürdiger und zielen auf bestimmte Personen ab, denen sie schaden soll. Schon bald gibt es die ersten Verletzten und Manon muss sich fragen, wem sie noch vertrauen kann und wie weit sie bereit ist zu gehen.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des lockeren und angenehmen Schreibstils von Sarah Nisse sehr leicht gefallen. Manon ist ein typischer Teenager: starsinnig, rebellisch und wankelmütig. Ich konnte mich sehr schnell in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen. Auch ihr Nachhilfelehrer David ist mir schnell ans Herz gewachsen. Er lebt in einer der heruntergekommenen Vorstädte von Paris und hat kaum Chancen, sein Leben positiv zu verändern. Dabei wünscht er nichts sehnlicher, als zur Schule gehen zu können und anschließend zu studieren. Auch für seine kleine Schwester wünscht er sich eine richtige Perspektive. Doch die Armut der Familie zwingt David dazu, arbeiten zu gehen, anstatt eine Schule zu besuchen. Davids Kapitel haben mir besonders gut gefallen, da man richtig die Hoffnungslosigkeit und die Verzweiflung spürt. Zudem gibt Sarah Nisse das Leben in der Pariser Vorstadt sehr realitätsnah wieder, was den Leser zum Nachdenken bringt. Die Idee mit der App hat mir richtig gut gefallen und der politische Hintergrund war sehr interessant. Mein einziger Kritikpunkt ist die Erfüllung der Missionen. Manon spielt immer weiter und geht dabei über so manche moralische Grenze. Da sie eigentlich ein liebes Mädchen ist, hätte ich erwartet, dass sie mehr hin- und hergerissen ist und nicht ganz so leichtfertig mitspielt. Die Umsetzung hat mir insgesamt aber sehr gut gefallen und ich war viel zu schnell am Ende angelangt. Mein persönliches Highlight von Sarah Nisse wird zwar „Dunkelherz“ bleiben, aber auch „Rebellious Hearts“ konnte mich überzeugen. Von mir gibt es vier Sterne und ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.

Fazit: „Rebellious Hearts – Lovestory für dich“ von Sarah Nisse ist ein gelungener Mix aus Liebesgeschichte und Jugend-Thriller. Die Idee mit der App und dem Spiel BrotherHood macht neugierig und auch die Umsetzung ist lesenswert. Besonders interessant ist der politische Hintergrund, der zum Nachdenken anregt.

Bewertung vom 12.12.2017
Kiss of Fay
Lacroix, Maria M.

Kiss of Fay


ausgezeichnet

Nachdem Maria M. Lacroix mich schon mit „Secrets - Das Geheimnis der Feentochter“ begeistern konnte, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Im zweiten Band „Kiss of Fay“ wird die Geschichte von Nessyas Freundin Emma erzählt, die in den Sid verschleppt wurde. Dieser Mittelband kann definitiv mit dem Reihen-Auftakt mithalten. Düster und spannend geschrieben konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Emmas Leben ist seit der Entführung durch Fay-Prinzen Uisdean ein riesiger Trümmerhaufen. Nessya und Cathal konnten Emma zwar in die Welt der Menschen zurückbringen, doch die furchtbaren Erlebnisse im Sid haben tiefe Narben in Emmas Seele gerissen. Der Fay-Prinz hat nicht nur ihre Lebensfreude geraubt, sondern sich mehrfach an Emma vergangen. Nachdem sie gegen ihr Trauma angekämpft hat, kennt Emma nur noch einen Gedanken: blutige Rache. Der Fay-Prinz muss sterben und Emmas Plan ist es, ihn eigenhändig umzubringen. Doch für ihren Plan benötigt sie Verbündete. Ausgerechnet Tadhg, der ehemalige Gott des Todes, bietet ihr einen Deal an. Doch kann Emma ihm vertrauen?

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des lockeren Schreibstils von Maria M. Lacroix sehr leicht gefallen. Neben ihrer angenehmen Schreibweise punktet die Autorin zudem mit witzigen Ideen, wie einem Auftritt von Robert Pattinson in der Geschichte. Es gibt immer wieder zwischendurch Anspielungen auf verschiedene Bücher und Filme, was mich zum Schmunzeln gebracht hat. Die Atmosphäre der Geschichte ist eigentlich düster und bedrückend, aber Maria M. Lacroix gelingt es trotzdem, den Leser immer wieder zum Lachen zu bringen. Obwohl die Handlung teilweise sehr brutal ist, hat die Autorin ein gutes Mittelmaß gefunden. Die düstere Atmosphäre wird immer wieder durch witzige, romantische oder erotische Szenen aufgelockert. Wie bereits im ersten Band, knistert es auch in der Fortsetzung gewaltig. Die Handlung ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend, da die Autorin den Leser immer wieder mit ihren Ideen überrascht oder unvorhersehbare Wendungen einbaut. Besonders gut gefällt mir die Welt der Fay. Es ist weniger das Setting, als die Kultur der Fay. Maria M. Lacroix hat eine Welt voller fremder Gebräuche und Regeln erschaffen, die für Menschen teilweise recht skurril sind, für die Fay aber eine gewisse Logik mit sich bringen. Auch die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet. Emma ist eine wirklich tolle Protagonistin, die ich dank ihres kriegerischen und mutigen Art direkt ins Herz geschlossen habe. Insgesamt stimmt bei diesem Buch einfach alles. Starke Charaktere und eine spannende Handlung lassen das Leserherz höherschlagen.

Fazit: Düster, spannend und magisch: „Kiss of Fay§“ von Maria M. Lacroix ist ein starker Mittelband der Reihe „Das Geheimnis der Feentochter“. Der Reihen-Auftakt hatte mir bereits sehr vielversprechend, aber die Fortsetzung wurde perfekt umgesetzt. Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung. Ich danke der Autorin für diese wundervolle Reise in das Land der Fay und freue mich schon darauf, im dritten Band wieder in dieser Welt versinken zu können.

Bewertung vom 11.12.2017
Die Magie der Bücher (eBook, ePUB)
Losbohm, Nadja

Die Magie der Bücher (eBook, ePUB)


sehr gut

Da ich durch unseren Umzug kaum Zeit zum Lesen hatte, passte „Die Magie der Bücher“ von Nadja Losbohm perfekt in meinen Zeitplan. Das eBook umfasst 54 Seiten mit Kurzgeschichten zum Thema Bücher und Magie.

Da ich durch unseren Umzug kaum Zeit zum Lesen hatte, passte „Die Magie der Bücher“ von Nadja Losbohm perfekt in meinen Zeitplan. Das eBook umfasst 54 Seiten mit Kurzgeschichten zum Thema Bücher und Magie. Der Einstieg in die erste Kurzgeschichte ist mir sehr leicht gefallen. Der Sprachstil wird sehr locker und flapsig gehalten, wobei der Leser häufiger angesprochen wird. Daher und ausgehend vom Alter der Protagonisten würde ich die erste Geschichte eher einer jüngeren Zielgruppe ab 10 Jahren zuordnen. Da ich Kinderbücher unglaublich gerne mag, war ich auf Anhieb verzaubert. Die erste und zugleich längste Geschichte hat mir am besten gefallen. Alle weiteren Geschichten punkten mit einem lockeren Schreibstil und sind perfekt für alle Leser geeignet, die Geschichten über Bücher lieben. Manche Geschichten hätten durchaus etwas länger sein dürfen, aber das ist Geschmackssache. Wer Kurzgeschichten mag und an den Zauber von Büchern glaubt, sollte sich „Die Magie der Bücher“ genauer anschauen.

Fazit: Das eBook "Die Magie der Bücher" von Nadja Losbohm ist perfekt geeignet für die Vorweihnachtszeit. Wenn man wenig Zeit zum Lesen hat, kann man sich zwischendurch in einer Wolldecke einkuscheln, heiße Schokolade trinken und in einer der Kurzgeschichten versinken.

Bewertung vom 06.12.2017
Die Blutkönigin / Die Königinnen von Renthia Bd.1
Durst, Sarah B.

Die Blutkönigin / Die Königinnen von Renthia Bd.1


ausgezeichnet

Das Buch „Die Blutkönigin“ von Sarah Beth Durst war mir durch das schlichte helle Cover mit den roten Akzenten aufgefallen. Auch der Klappentext hörte sich vielversprechend an und hat mich magisch angezogen. Da ich die Autorin bisher nicht kannte, bin ich ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und wurde positiv überrascht. Sarah Beth Durst schreibt mit viel Liebe zum Detail und punktet mit einer düsteren Welt, starken Charakteren und einer originellen Umsetzung.

Im zarten Alter von zehn Jahren wird Daleina Augenzeugin einer furchtbaren Tragödie. Ihr Dorf wird von Elementargeistern überfallen, die ein Blutbad hinterlassen. Bis auf Daleinas Familie wird das komplette Dorf ausgelöscht. Im Angesicht des Todes gelingt es Daleina, die Geister zu beeinflussen und ihre Familie zu retten. Im Königreich Renthia gibt es nur wenige Frauen mit dieser Gabe. Jede einzelne von ihnen kann sich an einer Akademie bewerben, wo sie zu Thronanwärterinnen ausgebildet werden. Denn nur eine Königin mit der Gabe hat die Macht, die Geister in ganz Renthia unter Kontrolle zu halten. Daleina beschließt diesen Weg einzuschlagen und einer Akademie beizutreten. Ihr geht es nicht darum, Königin zu werden, sondern den Menschen zu helfen. Doch der Weg zur Krone ist lang und schwer. Nicht wenige der Anwärterinnen sterben bereits in jungen Jahren.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des tollen Schreibstils von Sarah Beth Durst sehr leicht gefallen. Sie arbeitet mit unglaublich vielen kleinen Details und lässt dadurch sofort Bilder im Kopf entstehen. Man hat alles direkt vor den Augen und kann einfach nicht anders, als in der Geschichte zu versinken. Der Leser begleitet Daleina über viele Jahre hinweg und im Laufe der Zeit erfährt man immer mehr über das Königreich und die Elementargeister. Die Charaktere wurden alle mit viel Herzblut erschaffen. Sie sind greifbar und authentisch. Selbst die Nebencharaktere verfügen über mehr Tiefe als in vielen anderen Büchern. Daleina ist eine eher untypische Protagonistin, da sie über keine besonderen Fähigkeiten verfügt. Sie kann zwar Geister beeinflussen, doch ihre Gabe ist nur sehr schwach ausgeprägt. Dieses Defizit macht Daleina durch jede Menge Mut und Eifer wieder wett. Sie gibt einfach nie auf und kämpft dafür, auf ihrem langen und steinigen Weg Schritt für Schritt voranzukommen. Gerade aus diesem Grund habe ich sie von Anfang an ins Herz geschlossen. Auch die anderen Charaktere werden sehr gut dargestellt, wie Daleinas Mentor Meister Ven und ihre Freundinnen an der Akademie. Ein weiterer Pluspunkt ist die fehlende Romantik. Liebe und Gefühle sind Randthemen, die nicht vertieft werden. Im Fokus der Geschichte steht ganz klar der Kampf gegen die Elementargeister. Diesen Umstand fand ich mehr als erfrischend. Das Erzähltempo ist größtenteils eher ruhig, doch die Autorin konnte mich trotzdem von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Viele überraschende Wendungen sorgen für unterschwellige Spannung und ich wollte zu jeder Zeit wissen, wie es mit Daleina weitergeht. Das Ende ist in sich abgeschlossen und es gibt keinen fiesen Cliffhanger. Sowohl die Idee, als auch die Umsetzung konnten mich auf ganzer Linie begeistern und ich bin gespannt auf den zweiten Band von „Die Königinnen von Renthia“.

Fazit: „Die Blutkönigin“ von Sarah Beth Durst ist ein überzeugender Reihen-Auftakt, der mit viel Liebe zum Detail positiv überraschen kann. Starke Charaktere, ein düsterer Weltenentwurf und eine perfekte Umsetzung lassen das Leserherz höherschlagen.

Bewertung vom 04.12.2017
Tochter des dunklen Waldes
Seck, Katharina

Tochter des dunklen Waldes


sehr gut

Nachdem die Autorin Katharina Seck mich schon mit ihrem Debüt „Die silberne Königin“ begeistern konnte, ist ihr neuer Fantasyroman „Tochter des dunklen Waldes“ direkt auf meiner Wunschliste gelandet. Auch das neue Buch besticht durch seinen märchenhaften Charakter und einen poetischen Schreibstil.

Lilah wohnt in dem beschaulichen Dorf Grünweite, das direkt an den Morgenwald angrenzt. Zahlreiche Legenden und Geschichten ranken sich um den Wald, die von Magie und Ungeheuern erzählen. Die Menschen nennen den Morgenwald daher nur den dunklen Wald und betrachten ihn mit Angst, Misstrauen und Hass. Eines Tages wird am Waldrand die Leiche einer unbekannten Frau gefunden und die alten Geschichten sind plötzlich wieder präsent. Genau zu diesem Zeitpunkt verschwindet Dorean, der Lilah sehr am Herzen liegt. Niemals würde Lilah Dorean seinem Schicksal überlassen und so folgt sie ihm in den Morgenwald. Doch diese Entscheidung wird ihr Leben für immer verändern.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, da ich den Schreibstil der Autorin liebe. In meinen Augen hat sie sich in diesem Buch im Vergleich zu ihrem Debüt nochmal gesteigert. Der Schreibstil ist poetisch, bildhaft und regelrecht betörend, dadurch aber auch anspruchsvoller und weitab vom Mainstream. Mir persönlich hat das unglaublich gut gefallen. Katharina Seck hat mir beim Lesen wundervolle Bilder in den Kopf gezaubert und man kann sich in den Beschreibungen des Morgenwaldes regelrecht verlieren. Die von der Autorin erschaffene Atmosphäre ist auf der einen Seite düster und gefährlich, auf der anderen Seite aber auch magisch, geheimnisvoll und absolut faszinierend. Kurzum: Ich bin begeistert. Zu Beginn der einzelnen Kapitel kommt ein geheimnisvoller Erzähler zu Wort, wodurch Spannung aufgebaut wird. Insgesamt liegt der Fokus der Geschichte stark auf dem Setting und der Atmosphäre des Buches. Das Tempo der Geschichte ist eher ruhig und das Buch kommt ohne viele actionreiche Szenen aus. Durch viele bildhaften Beschreibungen wird das Prinzip „show, don't tell“ kaum angewendet. Die Geschichte wird mehr erzählt und es gibt im Vergleich zu anderen Fantasyromanen wenig Dialoge. Dadurch entsteht ein märchenhafter Charakter, der mich sehr angesprochen hat. Auf der anderen Seite entfernt sich Katharina Seck dadurch auch weit vom Mainstream und es wird sicherlich auch Leser geben, die genau das nicht mögen. Ich würde das Buch Lesern ans Herz legen, die einen poetischen, ausschweifenden Schreibstil schätzen und auch ruhige Geschichten mögen, in denen der Fokus auf der Atmosphäre der Story liegt. Die Umsetzung ist zum Teil vorhersehbar, punktet aber auch mit einigen Überraschenden Wendungen. Das Ende hingegen ist rasant und auch ein klein wenig zu kurz. Es bleiben einige Fragen offen, sodass auf jeden Fall Potenzial für einen zweiten Band vorhanden ist. Trotz kleiner Schwächen konnte Katharina Seck mich auch mit diesem Buch begeistern. Man spürt beim Lesen richtig die Magie der Welt rund um den dunklen Wald und ich konnte von den zauberhaften Beschreibungen des Settings nicht genug bekommen.

Fazit: Der Fantasyroman „Tochter des dunklen Waldes“ von Katharina Seck punktet mit einem poetischen Schreibstil, der eine regelrecht betörende Wirkung hat. Der Fokus der Geschichte liegt mehr auf dem Setting und der Atmosphäre des Buches, als auf der Handlung oder Dialogen. Daher kann ich das Buch allen Lesern ans Herz legen, die auf der Suche nach etwas Besonderem sind, das weitab vom Mainstream liegt. Wer sich von einem wunderschönen und bildgewaltigen Schreibstil verzaubern lassen möchte und atmosphärische Settings liebt, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.

Bewertung vom 23.11.2017
Ewiglich unvergessen / Bookless Bd.3
Woolf, Marah

Ewiglich unvergessen / Bookless Bd.3


ausgezeichnet

Mit „BookLess – Ewiglich unvergessen“ ist Marah Woolf ein temporeicher Finalband gelungen, der sich unglaublich schnell lesen lässt. Überraschende Wendungen sorgen für Spannung und die Handlung wird rasant vorangetrieben.

Im Kampf für den Erhalt der Bücher musste Lucy in der Vergangenheit bereits ihr Leben auf Spiel setzen. Doch nun hat Nathans Großvater eine Lösung gefunden, die ganz in seinem Sinne ist. Mit Hilfe von einem speziellen Gift löscht er Lucys Gedächtnis und übergibt sie dem Geheimbundmitglied Beaufort. Lucy erwacht nach dem Anschlag in dem Glauben, die Verlobte des viel älteren Mannes zu sein. Zwar fühlt sie sich nicht wohl und findet Beaufort abstoßend, doch jeder im Haushalt unterstützt den Verrat und lässt Lucy so an die Illusion von Nathans Großvater glauben. Auch Nathan gerät in große Schwierigkeiten, kann aber Lucys Freunde gerade noch rechtzeitig alarmieren. Doch Lucy gerät immer tiefer in den Abgrund des Verrats, denn sie wird tagtäglich mit Gift gefügig gemacht.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen und lockeren Schreibstils von Marah Woolf sehr leicht gefallen. Die Geschichte knüpft nahtlos an den zweiten Band an, den ich vor kurzer Zeit gelesen hatte. Daher konnte ich mich von Anfang an gut orientieren. Wie bereits in den ersten beiden Bänden wird der Schreibstil passend zur jungen Zielgruppe recht einfach gehalten und punktet mit einem jugendlichen Touch. Dadurch lässt sich das Buch unglaublich schnell lesen. Man fliegt förmlich durch die Seiten. Die Handlung ist durchweg spannend und temporeich, wodurch das Buch bis zur letzten Seite spannend bleibt. Überraschende Wendungen sorgen für unterhaltsamen und kurzweiligen Lesespaß. Das Ende ist zwar vorhersehbar, was mich aber nicht gestört hat. Es war mir nur ganz zum Schluss ein klein wenig zu viel des Guten. Ich mag es nicht so gerne kitschig und das Ende driftet in diese Richtung ab. Allerdings handelt es sich bei BookLess auch um ein Jugendbuch, weshalb ich darüber hinwegsehen kann. Insgesamt hat mir der finale Band sehr gut gefallen und ich würde die Reihe vor allem jüngeren Leserinnen ans Herz legen.

Fazit: „BookLess – Ewiglich unvergessen“ von Marah Woolf ist ein gelungener Finalband, der mit jeder Menge Tempo und Spannung punktet. Gerade für jüngere Leserinnen bietet diese Reihe ein unterhaltsames und kurzweiliges Lesevergnügen.

Bewertung vom 22.11.2017
Strikers Fall
Leuders, Susanne

Strikers Fall


ausgezeichnet

Da mir der Jugend-Thriller „Angels Fall“ von Susanne Leuders gut gefallen hatte, war ich gespannt auf ein neues Buch mit Angel und Striker in der Hauptrolle. „Strikers Fall“ punktet mit einer mitreißenden Geschichte über Freundschaft, Liebe und Verrat. Ich würde diesen zweiten Band durch das Alter der Protagonisten und die Geschehnisse nicht mehr im Jugendbereich ansiedeln, was mir persönlich sehr zugesagt hat.

Einige Jahre sind vergangen, seitdem Amelie und Striker sich zuletzt gesehen haben. Während Amelie nie den Kontakt zu Striker gesucht hat, konnte Striker die Vergangenheit nicht loslassen. Viele Jahre lang schreibt er Amelie über einen neuen Angel Account, doch obwohl sie immer noch an ihn denken muss, antwortet sie ihm nie. Amelie hat ihre Vergangenheit hinter sich gelassen und versucht sie zu verdrängen. Mittlerweile arbeitet sie bei der Mordkommission und übernimmt mit ihrem Kollegen Tom ihren ersten großen Fall. Am Tatort angekommen, bricht die Vergangenheit über sie herein, denn sie erkennt nicht nur den Tatort wieder, sondern auch den Toten.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen und flüssigen Schreibstils von Susanne Leuders sehr leicht gefallen. Ich bin direkt in der Geschichte versunken und habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen. Striker und Amelie sind erwachsen geworden und gerade Amelie wirkt sehr vernünftig. Sie ist quasi das komplette Gegenteil der Amelie aus dem ersten Band. Mir hat diese Entwicklung ihres Charakters sehr gut gefallen, denn ich hätte nicht gedacht, dass sie ihr Leben wieder in den Griff bekommt. Durch Rückblenden in Form von Amelies Gedankengängen wird man immer wieder an Ereignisse aus „Angels Fall“ erinnert. Den ersten Band sollte man gelesen haben, da man sonst vieles nicht komplett nachvollziehen kann. Wer nicht so viel Wert auf Hintergrundinformationen legt, kann „Strikers Fall“ aber auch als Einzelband lesen. Wie in „Angels Fall“ steht auch in diesem Buch das Setting im Hintergrund. Die Geschichte dreht sich mehr um die Emotionen und Ängste von Amelie und Striker. Die Gefühlsebene wird kombiniert mit spannenden Thriller-Elementen. Das Spiel, das einst schon Amelies Bruder tötete, scheint ein neues Level erreicht zu haben und in Amelies Bezirk häufen sich die Toten. Die Verknüpfung von alt und neu ist Susanne Leuders sehr gut gelungen und auch spannungsmäßig kann das Buch punkten. Die Geschichte ist absolut mitreißend und man kann das Buch kaum noch aus der Hand legen. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Fazit: Spannender Thriller über Freundschaft, Liebe und Verrat: „Strikers Fall“ von Susanne Leuders ist eine spannende Fortsetzung des Jugend-Thrillers „Angels Fall“, kann aber durchaus auch als Einzelband gelesen werden. Das Buch punktet mit einer mitreißenden Geschichte und jeder Menge Spannung.