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Benutzername: knappenpower


Bewertungen

Insgesamt 14 Bewertungen
12
Bewertung vom 10.10.2019
Sterbekammer / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.3 (eBook, ePUB)
Fölck, Romy

Sterbekammer / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.3 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

In einer abgelegenen Deichmühle wird die Leiche eines alten Mannes gefunden, der als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt war. Unter der Küche entdecken die Ermittler eine Kammer, die scheinbar als Gefängnis gedient hat. Fridas älterer Kollege Bjarne Haverkorn erinnert sich an eine junge Frau, die vor Jahren spurlos in der Marsch verschwand. Wurde diese Frau in dem Gefängnis gefangen gehalten? Und war der alte Mann der Entführer?

Frida und Bjarne sind back. Und wer die beiden kennt, freut sich auf das Wiedersehen. Aber auch für alle, die bislang Frida nicht kennengelernt haben, die aber spannende Regio-Krimis und authentische Ermittler lieben ist der Krimi ein unbedingtes must-have.
Dieses Buch vereint alles, was Regio-Krimi-Fans liegen:

* ganz viel ländlich-nordische Atmosphäre

* ganz viel Privatleben der Ermittler und

* ganz viel Spannung.

Es ist nicht zwingend erforderlich, die Vorgängerbände zu lesen, auch wenn ich zu den Lesern gehöre, die grundsätzlich „in Reihe“ lesen. Aber das, was man aus der Vergangenheit wissen muss, wird im laufe des Buches erwähnt.

Der Fall ist diesmal - zumindest für mich - sehr hart. Feinfühlige Leser mit ganz viel Kopfkino werden sicherlich an einigen Stellen schlucken müssen, zumal einige Kapitel aus der Sicht der Frau in dem Kellergefängnis geschrieben sind. Aber es ist nicht so krass, dass man das Buch in die Ecke werfen möchte. Der Fall geht einem einfach nur total unter die Haut. Man ist „dabei“ und fiebert mit, ob es die damals verschwundene Frau ist und ob sie vll. sogar noch lebt oder ob es sich um eine ganz andere Frau handelt.

Ich gehöre ja zu den „Frida-Fans“ und mir haben die ersten beiden Teile schon sehr gut gefallen. Aber der 3. Teil toppt die beiden Vorgänger noch. Von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung für Leser, die Regio-Krimis lieben und auch Wert auf die private Seite der Ermittler legen. Und da die private Seite wieder eine große Rolle spielt finde ich, dass man, um sich ganz auf die Hauptpersonen einlassen und sich in sie hineinversetzen zu können, die Reihenfolge einhalten sollte.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.09.2019
Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle. (eBook, ePUB)
Strobel, Arno

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle. (eBook, ePUB)


sehr gut

Fünf Tage ohne Handy. Ohne Internet. Offline.
Raus aus dem digitalen Stress, einfach nicht erreichbar sein. Digital Detox. So das Vorhaben einer Gruppe junger Leute, die dazu in ein ehemaliges Bergsteigerhotel auf den Watzmann in 2000 Metern Höhe reist. Und das geht - natürlich - nicht gut. Die Gruppe, bestehend aus 11 Leuten, wird schnell reduziert.

Abgeschieden und mit einem Irren unter sich abgeschnitten von der Welt. Das ist sicherlich schon vielfach in Büchern thematisiert worden. Ich denke da als erstes an Shining von Stephen King (was auch die Hauptperson Jenny denkt, als sie das Hotel zum ersten Mal sieht) oder an Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek. Aber „Offline“ ist irgendwie anders. Es hat mich mehr gepackt und ich war mehr drin in dem Buch. Ich kann es nicht besser beschreiben. Ich habe angefangen und konnte einfach nicht aufhören. 200 Seiten ab nachmittags …. meine Nacht war sehr kurz.

Der Schreibstil ist - wie immer bei Arno Strobel - sehr flüssig. Die Kapitel waren kurz und knackig, so dass erst gar keine Langatmigkeit entstanden ist.
Die Charaktere sind gut beschreiben und man kann ohne Probleme sein Kopfkino einsetzen. Leider, muss man an manchen Stellen sagen, an denen die Opfer beschrieben werden.

Arno Strobel hat irgendwann man gefragt, warum die Leute so emotional reagieren, wenn in einem Buch Tiere getötet werden. Der überwiegende Teil der Antworten war so, wie ich auch geantwortet hätte: Tiere - und auch Babys oder kleine Kinder - sind hilflose Wesen und sollen nicht leiden oder sterben. Erwachsene Menschen ja -- kein Problem. Ich lese ja einen Krimi und weiß, dass dabei natürlich auch getötet wird. Nachdem ich Offline gelesen habe, muss ich meine Meinung relativieren. Die Schilderung, was mit den Opfern gemacht wird, ging mir größtenteils derbe unter die Haut.

Einzig das Ende hat mich nicht ganz so überzeugt wie sonst. Ich konnte zwar durch den Prolog ahnen, worauf es hinausläuft, aber durch einen (unbeabsichtigten?) Logik-Fehler im Buch bin ich immer wieder kurz von meiner Meinung abgewichen. Auch hätte ich mir einen anderen Täter gewünscht, was das Ende für mich evtl. stimmiger gemacht hätte, was aber evtl. auch meinem fehlenden Hintergrundwissen geschuldet sein kann.

Alles in allem ist es von mir eine klare Leseempfehlung für nicht so zart besaitete Leser.

Bewertung vom 14.09.2019
ATME!
Merchant, Judith

ATME!


sehr gut

Du traust mir. Sie traut dir. Ich traue niemandem.
Das trifft es auf den Punkt.

Kurzinhalt:
Nile hat endlich ihre große Liebe gefunden: Ben. Doch plötzlich verschwindet Ben spurlos. Und niemand will Nile bei der Suche helfen. Bis auf eine – seine Frau. Ihre ärgste Feindin.

Meine Meinung:
Ich war noch nie zu zwiegespalten bei einer Rezession, da ich nicht wirklich weiß, ob ich das Buch lieben oder hassen soll.

Nile, die Hauptperson, aus deren Blickwinkel – und durch deren Gedanken - das Buch hauptsächlich erzählt wird, tut einem zu Anfang wirklich leid. Sie probiert ihr Hochzeitskleid an und als sie aus der Umkleidekabine kommt, ist ihr Zukünftiger verschwunden. Sie sucht ihn verzweifelt und – fast - keiner will ihr helfen.

Aber je weiter man liest, desto mehr fragt man sich: Hat Nele „einen Knall“? Ist alles, was sie sagt und vor allem denkt, für bare Münze zu nehmen? Oder hat sie psychische Probleme? Wer sagt – oder eher denkt – hier die Wahrheit? Auf wessen Seite soll sich man sich als Leser schlagen? Eigentlich war ich – wider besseren Wissens – immer auf Niles Seite. Aber ob das so richtig war?

Viel zu der Geschichte kann man eigentlich nicht schreiben, ohne zu viel zu verraten, außer dass Nile wirklich sehr speziell ist und hiermit evtl. nicht jeder klar kommt. Selbst mir , die ich auf Niles Seite war, waren ihre sich sehr oft wiederholenden Gedankengänge ab und an einfach zu viel.

Fazit:
Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten und verleiten dazu, unbedingt weiterlesen zu wollen.

Die Geschichte ist an sich war nichts besonderes, aber packend geschrieben.

Lediglich für das – in meinen Augen – für mich enttäuschenden Ende gibt es einen Punktabzug. Ich hatte wirklich auf eine Überraschung gehofft.

Bewertung vom 26.08.2019
Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2 (eBook, ePUB)
Raabe, Marc

Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Extrem gut gelungene und spannende Fortsetzung

Tom, Sita und Bene sind zurück. Und wie.
Auf der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale wird ein Snuff-Film gezeigt, Opfer ist die Tochter des regierenden Bürgermeisters. Die alte SoKo Dom übernimmt auf Wunsch des Bürgermeisters die Ermittlungen. Alle sind wieder dabei und die alte Befindlichkeiten teilweise noch nicht ausgeräumt.

Dann geht es Schlag auf Schlag:
Bei der Sichtung des Filmes erkennt Tom den Tatort und auch, dass die am Tatort angebrachte Zahl
-19- vom Täter stammen muss. Wieder eine Zahl. Und was hat die Zahl diesmal zu bedeuten?
Sita erkennt zu ihrem Entsetzen, dass über die Zahl 19 eine Verbindung zwischen ihr und dem Opfer besteht; diese Zahl hat in ihrer Jugend eine besondere - schreckliche - Rolle gespielt.
Bei der Überprüfung der Videoaufnahmen der Gäste entdeckt Tom ein Mädchen, dass seiner Schwester Vi unheimlich ähnlich sieht. Wer ist diese Mädchen? Und wer der alte Mann, der bei ihr ist?
Und es verschwinden weitere Mädchen …… alle aus dem weiteren Umfeld des Bürgermeisters. Warum mauern die Prominenten? Was haben sie zu verbergen?

Marc Raabe versteht es wieder einmal, mich als Leser in seinen Bann zu ziehen. Erneut spielt sich die ganze Geschichte innerhalb weniger Tage ab, was für eine entsprechend rasante Handlung sorgt.
Erneut wird die Vergangenheit mit einbezogen …. diesmal geht es um Sitas schreckliche Erlebnisse in ihrer Jugend. Diese Erlebnisse verquickt der Autor geschickt mit der Gegenwart und wer die handelnden Personen mag wird über die Wendungen begeistert sein. Ich bin es auf jeden Fall zu 100% und es ist schrecklich, dass ich jetzt wieder 1 Jahr auf die Fortsetzung warten muss, zumal der Fall an sich natürlich ohne offene Fragen aufgelöst wird, Toms persönlichen offenen Punkten aber erneut offen bleiben.

Der Autor gibt zwischendurch immer wieder Hinweise auf den ersten Fall „Schlüssel 17“ und Toms Vergangenheit. Ich würde aber empfehlen, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um die Gefühle und Handlungsweisen von Tom zu verstehen bzw. nachvollziehen zu können. So zeigt z.B. Tom Sita seine Garage: Ein immenser Vertrauensbeweis, den man evtl. aber nur verstehen kann, wenn man Toms Vergangenheit ausführlich kennt.

Bewertung vom 05.08.2019
Der Tote vom Elbhang / Svea Kopetzki Bd.1
Küpper, Anke

Der Tote vom Elbhang / Svea Kopetzki Bd.1


sehr gut

Ein besonderer Fund präsentiert sich Svea Kopetzki und ihrem Team vom Morddezernat Hamburg: Menschenknochen, sorgsam gesäubert und in Fell eingewickelt. Auf dem Grundstück eines kiffenden Hausbesitzers, dessen Immobilie von einem dubiosen Immobilienhai ersteigert wird, dem die Polizei bislang nichts nachweisen konnte. Und plötzlich will der Hausbesitzer seine Schulden bezahlen können.

Das Ermittlerteam ist äußerst sympathisch: Svea, die der Liebe wegen vom Pott in die Hamburger High Society wechselt, jetzt wieder Single ist und durch den Fall die „normalen“ Seiten von Hamburg kennen lernt. Tamme, der Familienmensch, der seine Jugendliebe geheiratet hat und jetzt vor einer schweren Entscheidung steht. Und Franziska, das Küken mit dem Hang zur Psychologie, die ihre Kollegen therapieren möchte.

Der Tote vom Elbhang ist der erste Krimi der Autorin. Aber man merkt aber sofort, dass es ist nicht ihre erste Veröffentlichung ist. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, die handelnden Personen sind sehr gut beschrieben, man hat sie sofort „vor Augen“ und kann sich sehr gut sowohl in den Fall als auch in deren private Probleme hineinversetzen. Die Geschichte ist schlüssig und teilweise gespickt mit Humor und coolen Sprüchen.

Allerdings wurde für mich an einigen Stellen zu viel „weglektoriert“. Obwohl das Buch mit 336 Seiten nicht kurz ist fehlt an einigen Stellen die Schilderung der Kommunikation zwischen den Ermittlern. Tamme findet z.B. etwas heraus und ein paar Seiten weiter weiß Svea davon, ohne dass der Informationsaustausch erwähnt wurde. Natürlich tauschen sich Ermittler laufend aus. Keine Frage. Aber für mich hätte es mit 2-3 Sätzen erwähnt werden sollen. Zum einen können sich Ereignisse auch überschneiden und zum anderen muss der eine ja nicht unbedingt zwingend dem anderen immer alles sofort erzählen können/wollen. Da hängt man als Leser teilweise etwas in der Luft, was den aktuellen Kenntnisstand der Ermittler angeht.

Aber ansonsten ist es eine unbedingte Leseempfehlung für Krimifans, auch neben der Ermittlungsarbeit auch die privaten Verstrickungen bei den Kommissaren lieben.

Bewertung vom 26.07.2019
Im Wald der Wölfe / Jan Römer Bd.4
Geschke, Linus

Im Wald der Wölfe / Jan Römer Bd.4


sehr gut

Jan Römer, Journalist mit der Vorliebe für „ungelöste Kriminalfälle“, braucht eine Pause. Weit ab „vom Schuss“, mitten im Thüringer Wald mit kaum vorhandenem Handynetz und ohne Internet will er aus- und entspannen. So dachte er zumindest. Denn plötzlich nachts steht eine blutüberströmte Frau, die sich Hannah nennt, vor ihm und erzählt ihm die Geschichte vom „Wald der Wölfe“.

Über Jahrzehnte wurden da, wo Jan ausspannen wollte, immer wieder Frauen ermordet und mit einem Wolfsbild auf der Stirn gebrandmarkt. Vor drei Jahren wurde erstmals ein Mann, ebenfalls mit einer Wolfsmarkierung, gefunden. Am nächsten Morgen ist Hannah verschwunden, ohne dass Jan nochmals mit ihr reden kann. Es bleibt natürlich nicht aus … Jans Neugier ist geweckt und vorbei ist es mit der Ruhe.

Jan bittet Mütze, Hannah für ihn zu finden, da alle Angaben von ihr - wie Jan vor Ort festgestellt hat - nicht der Wahrheit entsprechen. Nach anfänglicher Skepsis wittert auch Mütze eine gute Story und fährt, nachdem Jan ihr davon erzählt hat, dass er verfolgt und gejagt wurde, voller Sorge zusammen mit Arslan und seiner neuen Freundin Lena ebenfalls in den Thüringer Wald. Das Dream-Team ist wieder unterwegs, ergänzt um Lena, die ein Psychologiestudium absolviert und daher ebenfalls zur Klärung des Falles beitragen kann.

Wie immer ist der Hintergrund zu dem Buch sehr ausführlich recherchiert worden. Die Geschichte der DDR mit Vertuschung und Totschweigen, der Stasi und deren Druck auf die Menschen und das oft duckmäuserische Verhalten aus Angst vor Repressalien sowie das Verhalten derer, die die Macht hatten und sich von der DDR beim absehbaren Ende „eine großes Stück vom Kuchen abgeschnitten haben“.

Der Autor arbeitet diesmal mit wechselnden Perspektiven. Da ist auf der einen Seite das Team um Jan und auf der anderen Seite der Wolf, über den in Rückblenden sehr viel geschrieben / erklärt wird. Für mich persönlich war es bis zu 2/3tel des Buches einfach zu viel Wolf und zu wenig Jan. Aber das ist natürlich eine rein subjektive Meinung.

Das Finale war so ganz und gar nicht „typisch Jan“. Es wurde zum Ende unheimlich aufregend und anders spannend, als man es von den Jan-Römer-Büchern gewohnt ist. Ich bin sehr traurig, dass es das - vorerst? - letzte Jan-Römer-Buch ist.

Leider hatte man als Leser aufgrund zweier Logik-Fehler keine Möglichkeit, den Täter zu erraten. Das hat mich, nachdem der Täter enttarnt war, doch sehr gestört. Aus diesem Grunde gibt es - obwohl ich mich wie immer sehr gut unterhalten habe - nur 4 statt der eigentlich verdienten 5 Sterne.

Bewertung vom 23.07.2019
Johanns Küche
Lafer, Johann

Johanns Küche


ausgezeichnet

Endlich ein Kochbuch für die Hausfrau

Es gibt ja unzählig viele Kochbücher von berühmten Köchen bzw. Fernsehköchen und sehr viele dieser Kochbücher sind mit Sicherheit richtig gut. Aber …… ich habe noch kein „Fernseh“Kochbuch gelesen, das ohne - für die normale Hausfrau - exotische Zutaten wie Goji-Beeren oder so was auskommt.

Dies ist hier nicht der Fall. Das, was ich mir bis jetzt näher angeschaut bzw. nachgekocht habe, kommt mit den Zutaten aus, die man entweder sowieso im Küchenschrank hat oder schnell mal nebenan einkaufen kann. Nichts muss erst umständlich im Internet gesucht und bestellt werden.

Ich habe bis jetzt leider erst 3 Gerichte nachkochen können (Schweinebauch mit Coleslwa, Hähnchen aus dem Ofen mit Gewürzreis, Apfelkuchen mit Walnusskernstreusel), aber diese Gerichte habe sogar ich als nicht so geübte Köchin hinbekommen.

Daumen hoch, Herr Lafer.

Bewertung vom 23.07.2019
Küstenstill
Haller, Elias

Küstenstill


sehr gut

Ein neuer Ort und ein neues Team:
Ein ehemaliger BKA-Beamter, Hardy Finkel, mit Geheimnissen, der in seine Heimat zur „normalen“ Kripo zurückkehrt. Seine neue Partnerin, Greta Silber, eine taffe Kommissarin mit Erfolg im Beruf und Pleiten im Privatleben.

Gleich am ersten Arbeitstag, noch bevor die beiden neuen Partner sich so richtig „beschnuppern“ konnten, taucht in den sozialen Medien ein Bild einer bestialisch zugerichteten Frau auf. Die dazugehörige Leiche wird ziemlich schnell gefunden, doch es stellt sich ebenso schnell heraus, dass es nicht die Leiche auf dem geposteten Bild sein kann, obwohl fast alle Merkmale und auch der Tathergang identisch sind. Die Kommissare suchen fieberhaft nach der „richtigen“ Leiche. Diese wird gefunden, aber es bleibt nicht die Letzte. Bei den Leichen tauchen Puzzleteile auf, die nach und nach einen bestimmten Ort darstellen und es kristallisiert sich heraus, dass es hier um eine ganz persönliche Sache geht.

Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Es ist keine „schwere Kost“ und überfordert einen nicht, aber durch die Verwirrungen und Verwicklungen der Geschichte langweilt es auch nicht. Im Gegenteil. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und wollte unbedingt wissen, wer der „Böse“ ist. Leider hat der Autor mich sehr aufs Glatteis geführt und bis fast zum Ende hatte ich zwar eine Ahnung, warum das ganze passiert, aber nicht, wer hinter den ganzen Morden steckt. Dafür müsste ich eigentlich einen zusätzlichen Stern abziehen *g*

Bewertung vom 30.06.2019
Die One-Pot-Challenge
Kintrup, Martin; Schocke, Sarah; Schumann, Sandra; Schreiner, Jumbo

Die One-Pot-Challenge


sehr gut

Für Leute, denen der Schweiß ausbricht, wenn es in Topf und Pfanne gleichzeitig kocht
Für mich als Neu-Köchin sind One-Pot-Gerichte einfach ideal. Ich muss mir keine Gedanken machen, wann ich was für wie lange in welchen Topf / welche Pfanne lege. Der Angstschweiß wird also erheblich reduziert.

Das Buch selbst hat mich mehr als angesprochen. Der Clou: Man nehme eine Zutat (z.B. Nudeln) --- 3 Köche zaubern mit weiteren – unterschiedlichen – Zutaten ein Gericht, wobei der erste nur eine Pfanne, der zweite nur einen Topf und der dritte nur ein Blech nutzen darf --- bewertet werden die Gerichte dann von Jumbo Schneider ….. er kennt sich damit ja aus *grins*.

Jedes Gericht beginnt mit einer Kurzbeschreibung der Hauptzutat und Kommentaren der Köche zu ihrem Gericht. Es folgt die bebilderte Beschreibung der 3 Varianten und endet mit Jumbos Kommentaren zu dem 3 Gerichten.

Der einzige Nachteil ist: Es sind zwar größtenteils „normale“ Hauptzutaten wie Nudeln, (Süß-)Kartoffeln, Reis, Paprika u.ä. vorgegeben worden, die weiteren Zutaten der einzelnen Köche dann teilweise aber schon weniger normal (z.B. Goji-Beeren) und auch die Zusammenstellung sind – für dem Alltag gesehen – gewöhnungsbedürftig (Pilzstrudel mit Cranberry oder Kartoffelsalat mit Mango).
Aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden. Auf jeden Fall ist das Buch einen Blick und auch ein Nachkochen wert.

Bewertung vom 30.06.2019
Auris / Jula Ansorge Bd.1 (eBook, ePUB)
Kliesch, Vincent

Auris / Jula Ansorge Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Eine vor Jahren geborene Idee von Sebastian Fitzek ---- 3 Jahre harte Arbeit von Vincent Kliesch --- du wirst das Buch lieben.

Eine hochspannende Story, die fesselt und dich zwingt, das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen. Und das Ende ---- als hätte es Fitzek selbst geschrieben. Mega fies und zum „Autorwürgen“.

Da ist Jula, eine junge Journalistin und Podcasterin, die vor einigen Jahren ein Trauma erlebt hat. Sie wurde vergewaltigt und der Vergewaltiger soll ihr Bruder gewesen sein, der sich in seiner Untersuchungshaft erhängt hat. Aber Jula weigert sich, das zu glauben und fängt an, sich mit Justizirrtümern zu beschäftigen und diese zu veröffentlichen. Dabei stößt sie auf Matthias Hegel, einen genialen forensischen Phonetiker – genannt „Auris“, der für einen Mord an einer Obdachlosen zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Irgendetwas kommt Jula an seinem Fall seltsam vor; sie glaubt nicht daran, dass Matthias schuldig ist, obwohl dieser den Mord gestanden hat. Sie beginnt mit ihren Recherchen, obwohl sich Matthias weigert, ihr ein Interview zu geben und sie später sogar ausdrücklich warnt, ihre Recherchen fortzusetzen. Jula hält sich nicht daran und löst damit furchtbare Ereignissen in Gang.

Man fliegt durch dieses Buch. Die Geschichte ist extrem gut durchdacht, die Charaktere sind – je nach Rolle - lebendig und überaus plastisch (sympathisch oder eher nicht) dargestellt. Man fiebert und bangt mit Jula und begleitet sie von einer Extremsituation zur nächsten. Die Geschichte ist voller überraschender Wendungen und man muss wirklich aufpassen, um dem Faden nicht zu verlieren, zumal der Autor auf unnötige Ausschmückungen gänzlich verzichtet.

Wer ist schuldig – wer ist unschuldig?
Wer sagt die Wahrheit – wer lügt?
Wer ist der Täter – wer ist das Opfer?
Was ist Wahrheit – was ist Fiktion?

Fragen über Fragen, die auch am Ende nicht vollständig aufgelöst werden. Du hast das Buch in der Hand ….. es ist zu Ende und du denkst: Das darf nicht wahr sein. GsD gibt es schon eine Leseprobe von „Aurelia“, der Fortsetzung. 3 Jahre Wartezeit, die ich nicht überleben würde, wird es also wohl nicht geben g.
Uneingeschränkte Leseempfehlung für alle Leser, die auch mit wenig Blut auskommen.

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