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Benutzername: Julia


Bewertungen

Insgesamt 16 Bewertungen
12
Bewertung vom 04.11.2020
Wild like a River / Kanada Bd.1
Mohn, Kira

Wild like a River / Kanada Bd.1


ausgezeichnet

In „Wild like a River“ geht es um Haven, die als Tochter eines Rangers in einem kanadischen Nationalpark lebt. In der Natur und der Nähe von „ihren“ Tieren fühlt sie sich total wohl – im Gegensatz zu anderen Menschen. In deren Umgebung weiß sie nie, wie sie sich ver- oder unterhalten soll. Doch dann begegnet sie dem Studenten Jackson, der einen Campingurlaub in der Natur verbringen will und nach einem ersten, unglücklichen Zusammentreffen bittet er Haven, ihm ihre Welt zu zeigen. Endlich scheint es jemanden zu geben, der sie zu verstehen scheint und ihre Erlebnisse mit ihr teilen kann. Doch Jackson kann nicht für immer da bleiben sondern muss bald wieder zurück in die Stadt und seine eigene Welt – und dann tauchen auf einmal noch Dinge aus Havens Vergangenheit auf, die ihre Welt auf den Kopf zu stellen scheinen.
Erst mal finde ich das Cover und die gesamte Aufmachung des Buchs echt hübsch und gelungen und ziemlich passend zur Geschichte.
Diese hat mir wirklich gut gefallen. Die Protagonisten waren toll und insbesondere in Haven konnte ich mich ziemlich gut hineinversetzen. Aber auch Jackson hat es mir echt angetan. Die beiden passen toll zusammen und ihre Beziehung wirkt auf mich total stimmig und keinesfalls übertrieben problematisch gemacht oder unlogisch. Havens Leben ist mal eine ganz andere Sache als man sonst von New Adult Romanen gewohnt ist und hat mir vielleicht auch gerade deswegen umso besser gefallen. Auch die Nebenfiguren fand ich gelungen und bin daher sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Super schön waren zum einen die Landschafts- und Naturbeschreibungen und die damit einhergehenden Empfindungen sowohl von Haven aus, die sich dort absolut zuhause fühlt, als auch von Jacksons Sicht aus, der erst im Laufe des Buchs dessen Bedeutung erkennt. Zum anderen waren auch die Gefühle der Figuren und zwischen ihnen wunderschön formuliert und kamen toll rüber.
Meine einzige minimale Kritik ist, dass ich teilweise das Gefühl hatte, dass es mit Havens Weltfremdheit beinahe etwas zu weit ging und, dass dies vielleicht etwas überspitzt wirkte. Ansonsten aber eine super gelungene und gefühlvolle Geschichte, die ich nur weiterempfehlen und ans Herz legen kann. Tolle Protagonisten und ein klasse Setting machen diese Geschichte zu etwas ganz Besonderem.

Bewertung vom 02.09.2020
Haunted Deal - Perfekt für Immer (eBook, ePUB)
Dade, Ayla

Haunted Deal - Perfekt für Immer (eBook, ePUB)


sehr gut

In „Haunted Deal – Perfekt für immer“ geht es um Madison und Oliver, die zusammen an der NYU studieren. Madison ist von Oliver abhängig, da sie von ihm ihr Ritalin kauft, welches sie benötigt um ihr Studium zu schaffen. Aus Angst, dass dies jedoch bekannt wird, meidet sie ihn in der Öffentlichkeit und will auf keinen Fall, dass sie miteinander in Verbindung gebracht werden. Oliver hat ganz andere Probleme – seit langer Zeit ist er Mitglied der „Fünf Familien“, einer Mafia aus New York, doch so langsam wird ihm das Ganze etwas heiß. Für seinen nächsten Auftrag braucht er zudem Zugriff auf das Plaza Hotel, aus welchem seine Mutter, die etwas vermutet, droht ihn hinauszuwerfen, wenn er nicht vernünftiger wird. Eine Fake-Freundin muss her – und wer wäre geeigneter, als Madison, die er leicht erpressen kann…
Zunächst haben mir die beiden Hauptfiguren sehr gut gefallen. Beide stehen vor ihren eigenen großen Problemen und vergessen darüber dennoch nicht, weshalb sie all das überhaupt machen. In Madison und ihre Ritalin-Sucht konnte ich mich sehr schnell einfinden und ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehen. Noch leichter fiel es mir aber fast bei Oliver, der zwar oftmals nicht ganz logisch oder sinnvoll aber dafür meist recht gut nachvollziehbar handelt.
Sehr gut gefallen hat mir auch, wie aus den widersprüchlichen Gefühlen zueinander mit der Zeit und eher ungewollt und unbewusst immer mehr wurde. Recht gut gefallen hat mir auch, wie tief die Nebenfiguren ausgearbeitet waren.
Thematisch haben mir insbesondere die Probleme der Protagonisten sehr gut gefallen, sie waren tiefsinnig und nicht zu oberflächlich sondern für meinen Geschmack eigentlich genau richtig.
Langweilig wurde es in diesem Buch auch nie, dafür wurde es für meinen Geschmack insbesondere zum Ende hin ein paar Mal fast etwas viel des Guten – die Ereignisse wurde recht rasant und neue Figuren, Schauplätze und so weiter meiner Meinung nach etwas schnell und knapp eingeführt. Bis auf das Ende konnte ich aber der Geschichte soweit gut folgen und es ließ sich auch alles ziemlich angenehm lesen.
„Haunted Deal – Perfekt für immer“ ist die passende gefühlvolle und berührende Liebesgeschichte für alle, die es auch mal ein bisschen spannender und gefährlicher mögen und, die mit rasanten Platzwechseln gut zurechtkommen.

Bewertung vom 25.07.2020
Lovely Mistake / Bedford-Reihe Bd.2
Stankewitz, Sarah

Lovely Mistake / Bedford-Reihe Bd.2


ausgezeichnet

Eine wunderschöne und sehr tief berührende Geschichte rund um das Leben - und das Sterben lassen, um Gefühle, Vertrauen, und Liebe, Hoffnung und Wünsche, Träume, Verantwortung, um das Um-such-selbst-kümmern und um das Um-andere-kümmern.
"Lovely Mistake" ist ein durchwegs würdige Fortsetzung des tollen Romans "Perfectly Broken". Die Figuren kannte man bereits aus diesem schon und sie wurden sehr passend und ihnen typisch wieder aufgenommen und somit die Geschichte von Molly und Troy sehr authentisch und gefühlvoll erzählt. Die Gefühle und Gedanken und die Zweifeln die ein Mensch in sich trägt wurden wieder wunderschön aufgefasst und realistisch wiedergegeben.
Molly fand ich bereits im ersten Band eine beeindruckende Persönlichkeit und jetzt die Möglichkeit bekommen zu haben, noch tiefer hinter ihre Fassade zu blicken, hat mir sehr gut gefallen und wie den Vorgänger empfehle ich es sehr gerne weiter.

Bewertung vom 01.06.2020
Wrong Number, Right Guy / College Love Bd.1
Hunter, Teagan

Wrong Number, Right Guy / College Love Bd.1


ausgezeichnet

In "Wrong Number, Right Guy" geht es um Delia, die von einer unbekannten Nummer eine Nachricht erhält und den Absender zunächst für ihren Bruder hält. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass es doch jemand anders ist. Zach und Delia schreiben sich dennoch weiter, flirten und lachen gemeinsam am Telefon und mit der Zeit fühlen sie sich immer mehr zueinander hingezogen, dabei kennen sie sich doch gar nicht...
Dieses Buch hat zunächst absolut durch die innovative Idee mit der falschen Nummer gepunktet. Das war von Anfang an super interessant und hat sich dann mit der Zeit immer weiter in Richtung Romanze entwickelt, was ich sehr süß und sehr gelungen fand.
Weitere Pluspunkte gab es von mir dann für die super witzigen Chats und Gespräche zwischen den beiden, bei denen man einfach mitlachen musste.
Außerdem fand ich die beiden Protagonisten echt toll und besonders gut gefallen hat mir auch der lockere Umgang von Delia zu ihrem Exfreund, die weiterhin befreundet sind und sich gegenseitig helfen, obwohl sie sich auseinander gelebt haben.
Auch echt schön fand ich, wie authentisch und realistisch mit den aufkommenden Problemen umgegangen wird. Sie werden nicht unglaubwürdig breitgetreten sondern "endlich mal" sinnvoll und "erwachsen" behandelt, eine Sache die mir bei anderen Büchern aus diesem Genre doch immer mal wieder auf die Nerven geht.
Das einzige Manko für mich, war die Länge - bzw. eben die fehlende Länge - der Geschichte. Durch die vielen Chats und die super lockere Stimmung im Großteil der Geschichte konnte ich das Buch (leider) super schnell beenden und musste mich viel zu früh schon von den zweien verabschieden - obwohl ich sie und ihren Humor echt gern hatte.
Davon abgesehen aber eine rundum gelungene, witzige, realitätsnahe und vielleicht mal etwas andere Liebesgeschichte, die ich persönlich recht außergewöhnlich und wirklich empfehlenswert fand.

Bewertung vom 16.05.2020
Crazy in Love / Weston High Bd.1
Winter, Emma

Crazy in Love / Weston High Bd.1


ausgezeichnet

In „Crazy in love“ geht es um Sasha, die um ihrem Traum – ein Studium an der Yale University - näher zu kommen, weit weg von ihrer Mutter und besten Freundin zu ihrer Tante mit Familie zieht um eine private Highschool zu besuchen. Leider kann sie mit ihren neuen – reichen und arroganten – Mitschülern nicht viel anfangen. Doch dann kreuzt der beliebteste von ihnen immer wieder ihren Weg…
Das Cover ist mal wieder echt gut gelungen und sieht klasse aus und auch der Titel passt insgesamt eigentlich echt gut zum Inhalt. Der Schreibstil war super flüssig und angenehm und die Geschichte ließ sich super locker lesen. Es sowohl richtig witzige als auch sehr emotionale und dramatische Szenen und insgesamt hat alles echt gut harmoniert.
Die Protagonistin – Sasha – war mir bereits auf den ersten Seiten sehr sympathisch, insbesondere ihre „Marotte“ – bei Nervosität die Buchstaben von Wörtern zu zählen – fand ich super süß. Aber auch ihr Umgang mit anderen Menschen – sowohl den „positiven“ zu ihrer Mutter, besten Freundin,… als auch den eher „negativen“ zu einem anderen Teil der Familie und ein paar Mitschülern – wirkte auf mich sehr realistisch. Außerdem hat sie einen leichten Suchtfaktor zu Cupcakes, Kaffee und Listen.
Der Protagonist Ben war ebenso sympathisch – auch wenn am Anfang nur aus seiner Sicht heraus – und ich mochte ihn mit der Zeit immer mehr. Durch passende Fehler wirkten beide auf mich sehr authentisch und ihr Verhältnis zueinander wurde wirklich schön ausgearbeitet.
Ebenso gelungen waren die Nebenfiguren – alle hatten viel Tiefe und handelten eigentlich immer – für ihre Verhältnisse – passend und angebracht.
Thematisch wurde es mal wieder ein bisschen College-Geschichten-Klischeemäßig, aber dies auf eine sehr gelungene Weise ausgearbeitet. Hier und da hätte ich mir eventuell noch einen Ticken mehr Tiefe gewünscht – aber gerade die Gedankengänge der beiden Hauptfiguren waren oft doch sehr tiefsinnig – aber insgesamt war die Geschichte super ausgeglichen, es gab einen gesunden Spannungsbogen und die Story war wirklich angenehm.
Letztendlich kann ich nur nochmal betonen, dass mir dieses Buch wirklich gut gefallen hat und ich ganz ganz dringend die Fortsetzung lesen möchte.

Bewertung vom 11.05.2020
Love factually / Knitting in the City Bd.1 (eBook, ePUB)
Reid, Penny

Love factually / Knitting in the City Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

In "Love Factually" geht es um die etwas spezielle Janie. Das Buch beginnt an dem Tag, an dem sie nicht nur herausgefunden hat, dass ihr Freund sie betrogen hat, und sie somit keine Wohnung mehr hat, sondern sie verliert gleichzeitig auch ihren Job. Und dann läuft ihr noch der attraktive Quinn Sullivan - einer der Wachmänner der Firma - über den Weg. Wie das Schicksal es will, bleibt es aber nicht bei dem einen mal und so kreuzen sich die Wege der zwei immer wieder, bis Quinn ihr schließlich ein nicht ausschlagbares Angebot macht. Ich fand den Schreibstil wirklich sehr gut und sehr flüssig zu lesen. Die ganze Geschichte war aus einem Guss und auf der einen Seite voll mit Emotionen, auf der anderen kam aber auch der Humor keinesfalls zu kurz. Ich wurde auf der ersten Seite in den Bann der Geschichte gezogen und so blieb es bis zum Ende. Ich habe mit den beiden Protagonisten mitgehofft, mitgefiebert, mitgelacht und manchmal auch einfach nur den Kopf über sie geschüttelt. Die Protagonistin Janie war mir von Anfang an super sympathisch. Sie hat eine etwas außergewöhnliche Art, mit schwierigen Dingen umzugehen und neigt dann dazu, ihr "Wikipedia-Wissen", das oft sehr lustig und teilweise auch ziemlich interessant war, zu Tage kommen zu lassen. Auf mich wirkte sie recht clever aber teilweise ein bisschen - aber auf eine positive Art - naiv und leichtgläubig. Ein paar Mal stand sie einfach auf dem Schlauch und es viel ihr oft unheimlich schwer, das Offensichtliche zu erkennen. Dadurch habe ich sie aber noch mehr ins Herz geschlossen. Quinn, die männliche Hauptfigur, ist sehr gut gelungen. Auch er war mir von Anfang an sympathisch und ich habe ihn schnell ins Herz geschlossen. Dennoch wirkt er gerade zu Beginn auf eine interessante Art etwas undurchschaubar, je näher man ihn kennengelernt hat, desto mehr mochte ich ihn aber auch. Genial fand ich auch die super gut und sehr tiefgründigen Nebenfiguren - allen voran die Mädels aus Janies Strickclub und ihre Kollegen bei der Arbeit. Thematisch bietet der Roman nicht so viel Außergewöhnliches, eine Romanze am Arbeitsplatz gibt es ja doch häufiger mal, aber dieser hat sich durch seine außergewöhnliche und bemerkenswert liebenswürdige Protagonistin, sowie die tollen Nebenfiguren deutlich von den anderen abgehoben. Insgesamt fand ich "Love Factually" vom Titel, übers Cover und den Schreibstil bis hin zu den absolut authentischen und herzlichen Figuren super süß und sehr gelungen. Es war eine tolle, auf den ersten Blick, leichte Geschichte mit trotzdem ausreichend Tiefgang und von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 03.05.2020
Ray und Grace
Kastner, Annika

Ray und Grace


ausgezeichnet

In „Ray & Grace“ geht es einerseits um die Cheerleaderin Grace, deren Leben – inklusive Ehemann – schon von ihren Eltern für sie durchgeplant ist, und die bisher keine Chance sah, diesen oder ihrem – ausgewählten – Freund Liam zu entfliehen. Aber dann bietet Liam einem Bekannten ein eher unmoralisches Angebot an, eines das dieser nutzt um dem Mädchen, dass ihm seit er sie das erste Mal gesehen hat, mächtig den Kopf verdreht hat, endlich näher zu kommen – Ray, der die andere Seite des Buchs erzählt, lebt das typische Leben eines Studenten und Footballers, bis ihm Grace über den Weg läuft… dumm nur, dass sie schon vergeben ist – und das an einen Teamkollegen, und den größten Idioten der rumläuft. Liams Angebot kann und will Ray nicht ablehnen, da er doch dadurch endlich die Chance erhält, von der er solange geträumt hat und, da er mit Hilfe von Grace seine Lüge gegenüber seiner Familie aufrechterhalten kann.
Dieses Buch habe ich an einem Nachmittag verschlungen und war danach so unglaublich traurig, schon durch zu sein, dass der Titel Highlight wohl nicht annähernd wiederspiegeln kann, wie gut ich es fand. Ein Highlight war es aber für mich – insbesondere, da es mich – im absolut positiven Sinne – auf alle möglichen Arten überrascht und berührt hat. Für mich war es eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich – gerade in diesem Setting – bisher lesen durfte.
Der Schreibstil war echt schön. Es gab sehr viele tiefe Gedankengänge von Seiten der beiden Hauptfiguren und zudem tolle Beschreibungen der Geschehnisse. Ich konnte mich direkt wunderbar in die beiden Hauptfiguren hineinversetzten. Das Buch ist ganz konsequent abwechselnd – je Kapitel – aus Sicht von Grace und Ray geschrieben und die Wechsel kommen immer genau dann, wenn ich mir grade gewünscht habe, zu wissen, was der andere grade denkt.
Die Figuren waren mir auf Anhieb super sympathisch. Da gab es Grace, die eigentlich ihren Eltern am liebsten alles Recht machen möchte, auf der anderen Seite aber auch einen ersten Ansturm von Rebellion in sich führt und endlich ihr Leben selber leben möchte. Sie ist so authentisch und süß und teilweise auch ein bisschen naiv, das ich sie zwischendurch am liebsten selber in den Arm genommen hätte. Unterstützt wird sie von den Zwillingen, James und Ella, die eigentlich das genaue Gegenteil von ihr sind und sie dennoch – wie Freunde eben – stets unterstützen und ihr grade in Bezug auf ihre Eltern sehr helfen. Dann gibt es noch Ray, der für mich eindeutiges BookBoyFriend-Potential hat. Er ist einerseits fast wie ein wundervoller Märchenprinz, der alles tut, um sein Mädchen endlich für sich zu haben, andererseits finde ich ihn auch verdammt realitätsnah. Ich glaube er ist einer meiner absoluten Lieblingsprotagonisten. An seiner Seite steht sein Footballteam – und insbesondere seine WG-Mitbewohner – und seine super tolle Familie. Auf der anderen Seite gibt es dann auch noch die nicht so netten Figuren, Grace‘ Freund und ihre Eltern, die Grace nur als einen Weg zum Ziel sehen, und natürlich fehlen auch die typischen Collegemädchen nicht.
Was dieses Buch jedoch hauptsächlich – neben den tollen Figuren – für mich so außergewöhnlich gemacht hat, war die Geschichte insgesamt. Ich habe eigentlich mit einer typischen College-Geschichte gerechnet – Cheerleader und Footballer und ein bisschen Drama drum herum – aber dann hat mich dieses Buch vollkommen aus den Socken gehauen. Die Liebesgeschichte schien mir total authentisch – trotz „Märchenprinz“^^ und außerdem hat mich diese Geschichte noch an einen wunderschönen Ort entführt, womit ich auch keinesfalls gerechnet habe. Spannung kommt das ein oder andere Mal auch echt auf und natürlich herzzereißende Gefühle von Anfang bis Ende. Insgesamt eine echte Herzensgeschichte die ich so einfach nur absolut weiterempfehlen kann.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.04.2020
LUCE
Hallmann, Doreen

LUCE


sehr gut

In „Luce – Liebe und magische Welten“ geht es um die 18-jährige Luce, die nach einer außergewöhnlichen Party von einem Monster angegriffen und dabei von dem gutaussehenden Jason gerettet wird. Jason und seine Schwester nehmen Luce mit in ihr ungewöhnliches Zuhause und Luce lernt eine Welt voller Magie und Abenteuer kennen und muss sich schließlich auf eine gefährliche Reise begeben. Wenn da nur nicht ihre verwirrenden Gefühle für Jason und ihren besten Freund Jules wären, über die sie sich noch klar werden muss.
In „Luce“ erschafft die Autorin neue Welten in der unseren und lässt uns recht tief in eine außergewöhnliche Art der Magie eintauchen. Es gibt spezielle Kreaturen – manche „Standard“ und andere auch außergewöhnlicher. Die Ideen finde ich an sich ziemlich gelungen und mit viel Potential aber an manchen Stellen hätte ich mir noch mehr Erklärungen und eine noch tiefere Einführung in diese „neuen Welten“ gewünscht. Nicht alles kam auf Anhieb ganz klar bei mir rüber. Nichtdestotrotz finde ich den Fantasyteil im Großen und Ganzen ganz gut gelungen und in den wichtigsten Aspekten auch recht verständlich geschildert.
Zu diesen Fantasy-Aspekten kommt die Liebesgeschichte – bzw. die erste Liebe für die Protagonistin überhaupt – und die damit einhergehenden Unsicherheiten und Gefühle werden gut thematisiert. Insgesamt tauchen wir in das Leben von Grade-Erwachsenen ein und all die typischen Probleme werden meiner Meinung nach gut angesprochen und klar gemacht. Unsicherheiten in Bezug auf die eigenen Gefühle, Freundschaft, Zuneigung und Liebe, Verantwortung, die Familie und das Bedürfnis diese zu schützen, das Verlangen mehr über die eigene Herkunft zu erfahren und vieles mehr kommt gelungen zur Ansprache.
Die Protagonistin Luce war mir in weiten Teilen recht sympathisch, nur ab und an gingen mir ihre Unentschlossenheit – grade in Bezug auf ihre Gefühlswelt – ein bisschen auf die Nerven. Ansonsten konnte ich mich aber recht gut in sie hineinversetzen. Auch Jason und Jules fand ich gut gelungen, toll fand ich es, wie die Gefühle der Jungs angesprochen wurden. Meine Lieblingsfigur war die Schwester von Jason, Mel, die sich mir von der ersten Seite auf der sie vorkam an, direkt ins Herz geschlichen hat. Ein bisschen chaotisch, nie um einen guten Spruch verlegen, extrem neugierig und insgesamt einfach liebeswert, ist sie einfach klasse gelungen.
Den Schreibstil fand ich auf den ersten Seiten ein bisschen schwierig, da es ein Allwissender Erzähler ist, der aus der 3. Person erzählt und recht häufig seine „personale Sichtweise“ wechselt. Nach einigen Seiten kann man sich aber gut hinein finden und mir hat es ausgesprochen gut gefallen, die Sichten der verschiedensten Figuren kennen zu lernen.
Insgesamt ist „Luce“ für mich ein gelungener Auftakt in die Reihe. Die Figuren und ihre Gefühle fand ich klasse geschildert und die Ideen für die Fantasywelt super interessant. Gefehlt hat mir jedoch eine ein bisschen bessere Einführung in diese und hier und da hätten mir ein paar mehr Erklärungen nicht geschadet. Dennoch finde ich, dass es sich lohnt „Luce“ zu lesen und von mir gibt es eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 08.04.2020
Raidase
Corell, Kate

Raidase


ausgezeichnet

„Raidase – James und Grace“ ist der zweiter Teil der Reihe und in diesem geht es um James, den organisierten Manager der Band Raidase, der seinem Onkel einen Gefallen schuldet und deshalb die etwas chaotische aber sehr liebenswürdige Grace, bei sich einziehen lässt. Dieselbe Grace, die ihm vor einigen Jahren so viele bedeutet und die er doch alleine gelassen hat… und Grace? Ihr Herz schlägt noch immer für James – aber er spielt doch inzwischen in einer komplett anderen Liga oder nicht?

„Raidase – James und Grace“ war ein tolles Buch. Super liebenswürdige Protagonisten konnten mich von der ersten Seite an in ihrem Bann ziehen. Ergänzt wurden sie durch die – fast noch besseren – Nebenfiguren wie das gutmütige Monster, das mit Grace einzieht und James Ordnung durcheinander bringt, die Jungs aus der Band, die wir hier zum Glück wieder treffen dürfen – und natürlich ihre Freunde und ein bisschen Feenstaub weht auch durch die Geschichte :D Hinzu kamen natürlich klasse Themen wie das Backen, das Selbstvertrauen, die Freundschaft und Liebe und natürlich eine starke und ein bisschen verrückte Frau, die sich gut gegen ihre etwas garstigen Mitmenschen zur Wehr setzt.

Den Schreibstil fand ich, wie auch im ersten Band schon, ziemlich klasse, aber insgesamt wirkte diese Geschichte auch deutlich ausgeglichener und „reifer“. Es gab in der ganzen Geschichte eine gewisse Spannung, super kombiniert mit dem richtigen Humor an den idealen Stellen aber immer ganu das richtige, harmonische Maß, und so verging die Zeit beim Lesen einfach wie im Flug.

Ich hatte super viel Spaß beim Lesen und mit den Figuren und freue mich enorm auf den nächsten Band der Raidase Reihe.

Bewertung vom 08.04.2020
Love Recipes - Verführung à la carte / Kitchen Love Bd.1
Meader, Kate

Love Recipes - Verführung à la carte / Kitchen Love Bd.1


gut

In „Love Recipes – Verführung à la Carte“ geht es um Lili DeLuca, die mit ihrer Familie ein Restaurant führt und für ihre Familie alles tun würde. Zu Beginn des Buches trifft sie auf den berühmten Fernsehkoch Jack, der seine nächste Kochshow in ihrem Restaurant filmen und dabei gegen ihren Vater antreten wird. Lili erhofft sich eine kurze und heiße Affäre mit Jack, doch dann kommt es anders als sie dachte. Der scheinbare Womanizer ist gar nicht so versessen auf eine schnelle Nacht… und dann gibt es da noch die Probleme mit der Kochshow.
Das Cover ist wirklich wunderschön geworden und ein echter Eyecatcher und auch die Innenklappen mit zwei Rezepten von Jack laden doch glatt zum Nachkochen ein und man merkt, dass hier jemand mit Herz bei der Sache war.
Das Buch hat mich dann leider trotzdem etwas enttäuscht. Zunächst der Schreibstil: Die Geschichte wurde in der dritten Person ml aus Lilis und mal aus Jacks Sicht geschildert – mit dem Problem, dass die aktuelle Sichtweise teilweise innerhalb eines Absatzes zu wechseln schien und man Abschnitte mehrfachst lesen musste um nachvollziehen zu können, um wessen Gedanken es sich handelt. Das war leider etwas nervig und nicht grade förderlich für den Lesefluss.
Außerdem hatte ich gerade in der erste Hälfte das Gefühl, dass sich neun von zehn Sätzen um das Thema Sex – in beliebigen Formen und in jedem Kontext – handelten. Sowohl Lili als auch Jack sahen den Großteil der Zeit nur das attraktive und sexuell anziehende äußere des anderen, jede Bemerkung wurde in diesen Kontext eingeordnet und nach kürzester Zeit wurde das ganze einfach nervig und albern – ich hatte das Gefühl, einen Haufen Fünftklässler vor mir zu haben. Dementsprechend fehlte mir auch die meiste Zeit die Tiefe. Emotional konnte mich das Buch maximal einmal ein klitzekleines bisschen berühren, alles andere war für mich absolut überflüssig. Der Kontext Kochen und Essen hätte auch etwas schöner ausgenutzt werden können. Ansonsten gab es noch das Thema Familie – das ist nicht ganz schlecht gelungen, aber für meinen Geschmack auch nicht wirklich realistisch – und das Thema des Selbstbewusstseins – das finde ich kam wirklich ganz gut rüber.
Figuren gab es super viele, gerade auf den ersten Seiten durfte man die ganze Großfamilie inklusive Cousins und Cousinen kennen lernen. Leider fand ich nur zu wenigen einen wirklichen Zugang und den meisten fehlte die Tiefe. Insgesamt waren mir die Figuren zu unspezifisch ausgearbeitet und in ihrem Handeln zu einseitig und unkritisch.
Insgesamt war „Love Recipes“ für mich ein nettes Buch für zwischendurch aber auf jeden Fall kein Mustread. Die Sichtwechsel erschwerten zu Beginn zwar den Fluss etwas aber insgesamt ist es wohl eine nette, kurzweilige Geschichte mit wenig Tiefe und Sex als klar im Vordergrund stehendem Thema.

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