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Benutzername: butterfly304


Bewertungen

Insgesamt 10 Bewertungen
Bewertung vom 28.06.2018
The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?
Finn, A. J.

The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?


ausgezeichnet

Anna Fox lebt allein. Ihr schönes großes Haus in New York wirkt einsam und leer. Trotzdem verlässt sie nach einem traumatischen Erlebnis ihre vier Wände nicht mehr. Anna verbringt ihre Tage damit mit Fremden online zu chatten, zu viel zu trinken - und ihre Nachbarn durchs Fenster zu beobachten. Bis eines Tages die Russels ins Haus gegenüber einziehen - Vater, Mutter und Sohn. Bei dem Anblick vermisst Anna mehr denn je ihr früheres Leben, vor allem, als die neue Nachbarin sie besucht. Kurze Zeit später wird sie Zeugin eines brutalen Überfalls. Sie will helfen. Doch sie traut sich nach wie vor nicht, das Haus zu verlassen. Die Panik holt sie ein. Ihr wird schwarz vor Augen. Als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht, will ihr niemand glauben. Angeblich ist nichts passiert...

Anna ist Psychologin und selbst in Therapie. Sie leidet unter Agoraphobie und ist dadurch sehr einsam. Sie wird als eine Person beschrieben, welcher man Respekt und Mitgefühl schenkt. Ihre Familie und ihr Alltag sind auseinander gebrochen. Sie hat kaum noch Halt in ihrem Leben. Nach dem Überfall, den Anna beobachtet hat, scheint alles gegen sie gestellt zu sein. Niemand glaubt ihr. Als Leser will man Anna ihre Geschichte glauben, aber trotzdem zweifelt man an ihrem Zustand. Man weiß nicht, was der Wahrheit entspricht.
A. J. Finn hat den Roman aus Annas Perspektive nieder geschrieben. Man erfährt nur ihre Variante des Vorfalls. Diese Erzählform bringt nochmal zusätzlich Spannung. Man ist beim Lesen hautnah dabei. Man kann Annas Launen nachempfinden. Man versucht sie zu verstehen, ihrer Gewohnheiten nachzuvollziehen. Durch die Perspektive einer einzelnen Person kann man ihre Einsamkeit verstärkter spüren.
Beim Lesen ahnt man nicht, was noch passieren kann und was das Ende bringt. Das Buch ist wie ein Tagebuch aufgebaut. Auf ein Datum folgen jeweils einige Kapitel, die die Ereignisse des Tages und Annas Gedanken darstellen. Mann weiß somit immer nur das, was Anna macht, sieht oder meint zu sehen. Ihr Lebensstil wird durch diese Tagebuchschreibweise klarer. Nach und nach lernt man auch Annas Familie und ihre Vergangenheit kennen.

Das Lesen hat mir wirklich eine riesige Freude bereitet. Ich war mir am Anfang schon unsicher, ob die Geschichte Spannung bringt. Ich wurde aber sehr schnell überzeugt. Ich hatte wirklich Spaß beim Lesen und immer wieder entfuhr mir ein "Wow". Auch wenn man es nicht meint, die Wendungen sind unvorhersagbar. Jedes Mal, wenn man meint zu wissen, wie es ausgeht, führ der Autor einen an der Nase vorbei. Man ist in der Geschichte hautnah dabei. Manche Ahnungen werden bestätigt - aber nie exakt so, wie man meint...
Ich habe das Buch mit einem Lächeln zugeklappt. Ich kann es nur weiter empfehlen. Die Geschichte ist spannend, interessant, unvorhersagbar und einzigartig. Es hat mir auch sehr gefallen, dass man eine Phobie näher kennen lernen konnte und auch die Vorgehensweisen eines Psychologen gezeigt bekommen hat. Alles war von vorne bis hinten stimmig. Ich habe absolut nichts auszusetzen. Ich bin wirklich einfach nur begeistert. Für meinen Geschmack war dies ein wahrhaft tolles Buch, was ich gerne weiter empfehle!

Bewertung vom 02.02.2018
Der Fall Kallmann
Nesser, Håkan

Der Fall Kallmann


sehr gut

Die Person Eugen Kallmann scheint ein Mysterium durch und durch zu sein. In dem Roman werden alle Geheimnisse einer Kleinstadt aufgewühlt. Figuren, die sich eigentlich kaum miteinander verbinden lassen, sind auf unterschiedlichste Art und Weisen miteinander verwoben. Sachen werden aufgedeckt, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hätte. Spannend und alltäglich.

Die Thematiken waren weitreichend. Abgesehen von der Fall Kallmann lernt man unterschiedliche schöne und traurige Geschichten kennen. Es geht in dem Buch um Liebe, Freundschaft, Familie, Zusammenhalt, Verluste... Der Inhalt ist weit gefächert, aber trotzdem hängt alles zusammen. Es gibt Parallelen und Schnittpunkte, die man sich auf den ersten Blick überhaupt nicht ausmalen konnte.

Der Stil war 100%ig passend gewählt. Der Perspektivenwechsel, der auf der einen Seite die Figuren viel besser darstellen und charakterisieren und auf der anderen Seite die Beziehungen und Gefühle verständlicher und anschaulicher darstellen konnte.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gefallen. Es war zwar ein langes Buch, aber keinerlei anstrengend oder nervenzerrend. Im Gegenteil hat man sich gerne in die Kleinstadt eingelesen und dort für einige Augenblicke verweilt. Aus meiner Sicht nur zu empfehlen.

Bewertung vom 26.10.2017
Sonntags in Trondheim / Die Lügenhaus-Serie Bd.4
Ragde, Anne B.

Sonntags in Trondheim / Die Lügenhaus-Serie Bd.4


sehr gut

Der Roman "Sonntags in Trondheim" erzählt die ungewöhnliche Geschichte der Familie Neshows, bei denen sich an einem Sonntagmorgen eine erstaunliche familiäre Entwicklung in Gang setzt. Es ist die Geschichte zweier Brüder, einer Nichte und dem Alten Neshow, die sich auseinandergelebt haben und inzwischen weit verstreut voneinander wohnen. Nur noch der mittlerweile heruntergekommene und verlassene Schweinezüchterhof erinnert an die Gemeinsame Zeit der Familie Neshows. Der einst florierende Schweinezüchterhof in Trondheim wird vom Bestattungsunternehmer Margido inzwischen nur noch als Sarglager genutzt. Mit äusserster religiöser Hingabe, widmet er sich seinem Bestattungsunternehmen und tröstet sich mit Saunabesuchen über seine Personalprobleme hinweg. Sein exzentrischer und schwuler Bruder Erlend, ist Schaufensterdekorateur, und wohnt glücklich verheiratet mit seinem übergewichtigen Lebensgefährten Kumme in Kopenhagen. Dieser erleidet einen Herzinfarkt, und Erlend gerät ins Grübeln wie er mit seine drei Kinder die sie mit einem lesbischen Paar haben zurecht kommen soll. Sein anderer Bruder war verstorben und der Alte geniest seinen Ruhestand und letzten Tage, mit lesen von Kriegsbüchern im Heim. Margidos Nichte Torunn jedoch, vergeudet ihre Zeit mit einem Mann, der Schlittenhunde züchtet, sie betrügt und sie schon länger nicht mehr glücklich macht. Sie beschliesst ihn zu Verlassen und macht sich an einem Sonntagmorgen auf den Weg nach Trondheim. Sie ahnt nicht, das sie mit ihrem unerwarteten Besuch bei Margido, eine ganz erstaunliche familiäre Entwicklungen in Gang setzt, die alles Verändert. Die Geschichte beginnt mit dem Alten, der sein Dasein und Ruhestand mit lesen von Kriegsbüchern in einem Altersheim geniest. Nach und nach lernt man auch die anderen außergewöhnlichen, speziellen und in ihrem Wesen sehr unterschiedlichen Charaktere und Familienmitglieder der Familie Neshows kennen, die einen in ihren Bann ziehen und mit ins dunkel Norwegen nehmen. Durch den angenehmen und tollen Schreibstil der Autorin, durchlebt und leidet man regelrecht mit der ungewöhnlichen Familie, und gelangt sehr flüssig durch die Geschichte. Dabei herscht konstant eine gleichbleibende Spannung die sich durch die Geschichte hindurchzieht und mich immer weiter in die Familiengeschichte und deren Entwicklung eintauchen hat lassen. Zwar habe ich die ersten Bänder der Lügenhaus-Serie nicht gelesen und bin quasi erst mit dem letzten Band in die Familiengeschichte der Neshows eingestiegen, doch hat mir zum Inhalt und Entwicklung den vorherigen Bänder nichts gefehlt. Denn jedes der Bänder ist in sich geschlossen und kann unabhängig voneinander gelesen werden. Mit einem nüchternen und unglaublichen Witz fängt die Autorin das Leben ein und erschafft dadurch einen aussergewöhnliche Familiengeschichte die viele Fragen aufwirft. Blut ist einfach immer noch dicker als Wasser. Ein faszinierender Roman, spannend und angenehm mitreisend geschrieben

Bewertung vom 31.07.2017
Die Überfahrt
Strandberg, Mats

Die Überfahrt


ausgezeichnet

"Die Überfahrt" ist Horrorroman, der viel Blut und Gemetzel mit Spannung vermischt. Die Ereignisse auf dem Schiff werden aber nur den wahren Horror-Fans wirklich gefallen. Meiner Meinung nach ist der Roman empfehlenswert, jedoch nicht für jeden Leser geeignet.

Mats Strandberg beschreibt seine Figuren, deren Verhalten und die Geschehnisse auf dem Schiff sehr genau und mit viel Liebe zum Detail. Dadurch wirkt alles sehr bildhaft und realer. Jedoch empfindet man an gewissen Stellen Gänsehaut und auch leichten Ekel, was aber gut ins Genre passt.
Strandberg schreibt aus unterschiedlichen Perspektiven, wodurch man viel über das Leben der Personen erfährt. Die Charaktere werden nicht alle im guten Licht dargestellt, weshalb man nicht für alle Sympathie empfindet. Trotzdem leidet man oft beim lesen mit und man hofft und fiebert mit ihnen bis zum Ende mit.
Am Anfang ist die Spannung eher langsam und schleppend angestiegen, doch sobald das Grauen losgeht, kommt es nicht zu kurz.
Inhaltlich handelt es sich um einen Vampirroman, bei dem die Vampire wie uralte Blutsauger dargestellt werden, die leicht an Zombies erinnern. Die Passagiere sind auf dem Schiff gefangen und kämpfen um ihr Leben.

Blutdurst, Gewalt und Überlebenskampf gemischt mit Freundschaft, Liebe und Trauer.

Ich persönlich hab mir von dem Roman fesseln lassen und war fasziniert. Ich kann das Buch wirklich weiter empfehlen. Es ist großes Kino - jedoch wirklich nur für Horror-Fans.

Bewertung vom 07.05.2017
Heute leben wir
Pirotte, Emmanuelle

Heute leben wir


sehr gut

Emmanuelle Pirotte, hat mich mit ihrem Debütroman total verzaubert, genauso wie ihre kleine Protagonistin Renée. Beim Lesen sah ich immer ihre großen, wissenden, dunklen Augen vor mir. Jede einzelne Figur kam authentisch rüber. Dabei wurden die Charakterzüge sehr deutlich und die Personen wirkten lebendig. Man konnte sich super hineinlesen und auch hineinfühlen!

Ihr Sprach-und Schreibstil ist sehr flüssig und auch der historische Hintergrund ist sehr gut herausgearbeitet. Der Spannungsaufbau ist enorm hoch und die Geschichte war bis zum Schluss sehr fesselnd. Die Erzählweise ist sehr real und bildhaft.
Insgesamt geht die Handlung einem unter die Haut und treibt einige Gedanken auf... Eine unvergessliche Geschichte!

Dieser Roman ist meiner Meinung nach einfach wunderschön! Emanuelle Pirotte verpackt hier alles, was für mich ein gutes Buch ausmacht: interessante und lebendige Charaktere und eine spannende, sowie rührende Geschichte. Pirottes Schreibstil ist sehr schön. Das Buch las sich schnell und angenehm und die Autorin überzeugte mit ihrer Art!

Bewertung vom 05.02.2017
Was alles war
Mingels, Annette

Was alles war


sehr gut

Der Roman beschreibt ein sehr interessantes Thema: Familie - wir alle haben eine. Die eine ist groß, die andere klein, in der Welt verstreut, glücklich, hasserfüllt, individuell .... Keine Familie ist gleich. Ich fand es schön, in Susas Welt abzutauchen und ihren Alltag mitzuverfolgen. Sie durchlebt eine Situation, die uns nicht allen bekannt ist. Sie geht auf Abenteuerreise -auf eine Erfahrungsjagd, bei der sie ihre Familie kennen lernt. Dabei spielen die Gefühle genauso eine große Rolle, wie die Gene. Vom Inhalt her, hat mir "Was alles war" super gefallen. Ich finde es toll, dass es eine alltägliche Situation ist. Man lernt interessante Persönlichkeiten kennen, die alle wirklich individuell und komplex sind und zusammen eine einzigartige Mischung ergeben.
Die Thematik ist auch sehr aktuell - die Familie, mit der Rollenverteilung Vater, Mutter und Kinder, ist von vielen neuen abgelöst worden. Familie ist weit mehr als nur eine Zweckgemeinschaft und bring so viel mit sich.

Der Schreibstil hat mich zunächst überrascht und war ungewohnt, doch schon nach den ersten Seiten habe ich mich in die Art und Weise, wie die Autorin schreibt, verliebt. Es entsteht eine schöne Atmosphäre, man fühlt sich mit Susa verbunden und ist mitten drin dabei. Dadurch, dass Gefühle und Gedanken und nicht durch Satzzeichen hervorgehoben sind, ist man beim Lesen der Protagonistin viel näher.

Insgesamt hat das Buch einen super Eindruck hinterlassen. Vor allem in den kalten Wintertagen habe ich damit schöne Abende vor dem Kamin verbracht. Die Thematik war meiner Meinung nach super - jedoch eventuell nicht für alle überzeugend. Der Roman ist eher zurückhaltend wenns um Spannung geht, was den einen oder anderen weniger reizen könnte. Für gemütliche Momente ideal zum Tee und Kuscheldecke.

Bewertung vom 08.11.2016
Loney
Hurley, Andrew M.

Loney


gut

Das Cover des Buches ist wunderschön und passt unheimlich gut zu dem Inhalt. Ich fand, dass es einen schaurigen Eindruck hinterlassen hat und deswegen so passend gewählt wurde. Denn auch der Roman an sich blieb mit einem düsteren Gefühl zurück.

Der Schreibstil ist sehr faszinierend und detailreich; man kann sich wunderbar die Natur vorstellen. Der Strand, die Gebäude, alles wird so genau beschrieben, dass man das Gefühl bekommt, selbst an diesen Orten gewesen zu sein. Auch die Personen scheint man zu kennen, da diese ebenfalls in der Beschreibung nicht zu kurz kommen. Man lernt die Charakterzüge kennen, weiß, wie sie sich in welcher Situation verhalten werden und empfindet Sympatie zu dem ein oder anderen.

Bezogen auf die Handlung muss ich sagen, dass ich den Roman zunächst weniger spannend fand. Es ging schleppend voran. Jedoch war die Atmosphäre für mich das gewisse etwas, was mich zum weiterlesen antrieb. Es ist ab der ersten Seite sehr düster gehalten. Nach und nach wurde es auch spannender und ich wollte gegen Ende gar nicht mehr das Buch zur Seite legen. Hurley hat ein außergewöhnlich verzwicktes Netz aus Spannung und Dunkelheit aufgebaut, dass es einen auch nach dem Ende des Romans nicht gänzlich aus den Schlingen gelassen hat.
Es handelt von einer Familie, die streng-religiös ist. Einer der beiden Söhne spricht nicht, was als eine Prüfung Gottes angesehen wird. Die Familie reist regelmäßig nach Coldbarrow, um dort Gottes Nähe zu erfahren. Für die beiden Jungs wird diese Pilgerfahrt jedoch zu einer furchterregenden Abenteuerreise, die ein faszinierend unglaubliches Ende nimmt.

Ich muss zugeben, dass mir der Inhalt sehr gefallen hat und ich das ganze Gesamtpaket von Personen und Orten super gewählt finde. Jedoch hat für mich das gewisse etwas gefehlt... Ich würde es trotzdem an alle weiterempfehlen, die aus Leidenschaft lesen und es lieben, sich in Bücher hineinzuleben. Diese Leser werden garantiert eine wunderbare Reise erleben!

Bewertung vom 11.10.2016
Beim Leben meiner Schwester
Picoult, Jodi

Beim Leben meiner Schwester


ausgezeichnet

Eine tragische Geschichte, in der es nicht nur um das krebskranke Mädchen geht... Kate steht hier mit ihrer Leukämie zwar stets im Vordergrund, doch der Roman erzählt uns viel mehr: Es geht um die Eltern, die alles erdenkliche für ihre kranke Tochter tun würden, um die Geschwister, um den Bruder, der mit Gesetzesbrüchen die Aufmerksamkeit der Eltern auf sich lenken möchte, um die Schwester, die nun ihre Eltern verklagt, damit sie selbst über ihren Körper entscheiden darf. Aber eigentlich geht es um viel mehr....

Jodi Picoult schafft es eine unglaublich traurige, spannende und schöne Geschichte zu erzählen, in der es an nichts fehlt. Man erfährt die Hintergründe, die Umstände, die Gefühle... alles findet seinen richtigen Platz und wir zur richtigen Zeit dem Leser offenbart. Und genau dies macht es so spannend! Es geht nicht nur um den Prozess, dessen Ende man unbedingt erfahren möchte. Es geht auch um die Einzelheiten, die den Roman so tief bewegend und spannend machen, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Picoult hat mich von der ersten bis zur letzen Seite gefesselt und hat mich zum Lachen gebracht und gleich darauf mir aber Tränen in die Augen steigen lassen.

Bewertung vom 11.10.2016
Erlösung / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.3
Adler-Olsen, Jussi

Erlösung / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.3


ausgezeichnet

Carl Mork ermittelt wieder in einem sehr spannenden und interessanten Fall: Eine lang vergessene Flaschenpost, geschrieben mit Blut, ist der Auslöser für eine Jagd nach einem Entführer....
Die Handlung beginnt zunächst langsam und es dauert bis sich die Einzelheiten zu einem Gesamten ergeben. Am Anfang gibt es kaum Fortschritte in der Ermittlung, doch nachdem der Ball ins rollen geraten ist, kommt man als Leser kaum hinterher und ist mitgerissen auf der Jagd nach dem Entführer.

Der Inhalt ist unheimlich spannend. Ich finde es beeindruckend, wie Olsen die Geschichten, die zunächst parallel verlaufen und gar keine Gemeinsamkeiten oder Verbindungen aufweisen, auf die Art zusammen bringt, dass man sie am Ende nicht ohne diese Verbindung vorstellen kann. Abgesehen von der Haupthandlung, finde ich die Nebensächlichkeiten ebenfalls sehr interessant. Man fühlt sich als Leser wie ein Teil des Teams, denn man lernt nach und nach immer mehr über die einzelnen Personen. Diese Nebenhandlungen lassen noch mehr Einblicke in Morcks Welt zu. Dadurch wirkt die Handlung vielschichtiger. Der Leser ist noch gefesselter, da nicht nur der Fall gelöst werden muss, sondern auch andere Probleme geregelt werden müssen.

Somit schafft Olsen eine wunderbar chaotische Welt mit Personen, die einzigartig und unglaublich faszinierend sind. Es ist für mich ein Vergnügen gewesen, erneut in das Sonderdezernat Q eintauchen zu können. Es ist ein sehr spannender Roman, der unglaublich fesselnd ist.

Bewertung vom 27.08.2016
Verführt / Calendar Girl Bd.1
Carlan, Audrey

Verführt / Calendar Girl Bd.1


sehr gut

Mia ist eine wundervolle, vielseitige und liebenswerte Person, die man nach und nach besser kennen lernt und enger ins Herz schließt. Sie hat eine Menge durch gemacht und steckt jetzt in der Klemme: Sie braucht eine Menge Geld...
So kommt sie zu ihrem Job, der ihr Leben verändert. Als Leser ist man mitten drin – die Autorin schafft es, dass man sich komplett in Mia hinein versetzen kann. Beim Lesen hab ich mitgefühlt wie schon lange nicht mehr. Das Buch ist voll mit verschiedenen Gefühlen, mal hat man Pipi in den Augen, mal ein Grinsen im Gesicht – keine Emotion kommt zu kurz.
Was mich auch an dem Roman fesselt, ist die Hintergrundgeschichte – man bekommt die Erlebnisse in den jeweiligen Monaten sehr detailliert und genau beschrieben, jedoch ist es auch interessant, was drum herum passiert.... Natürlich wird auch Spannung aufgebaut und man fragt sich, wie es weiter gehen wird!

Meine einzige Kritik ist, dass das Ganze viel zu positiv wirkt. Wenn man beachtet, welche Umstände Mia in ihre Lage gebracht haben, ist sie sehr glücklich und genießt ihren Job in allen Maßen. Ich würde mehr von ihren Gedanken und Gefühlen wissen wollen.

Trotzdem bin ich sehr positiv überrascht – Man erhält genau das passende Maß an Romantik vermischt mit heißen Abenteuern, durch die uns unsere bezaubernde Mia begleitet. Es war ein interessantes Werk und ich freue mich wirklich auf die folgenden Teile...