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misspider

Bewertungen

Insgesamt 731 Bewertungen
Bewertung vom 26.11.2025
Ahonen, Jussi-Pekka

Belzebubs 2


ausgezeichnet

Der ganz alltägliche Wahnsinn macht auch vor den härtesten Black Metal Rockern nicht halt, und so muss sich vor allem Sloth mit Alltag und Familie herumschlagen und nebenbei seine Band am Laufen halten. Aber auch seine Frau, die Kinder und die restlichen Bandmitglieder bekommen wieder ihren Anteil in dieser absolut lesenswerten Fortsetzung. Voll aus dem Leben, nur in schwarz.

Bewertung vom 25.11.2025
Knüwer, Thomas

Das Haus in dem Gudelia stirbt


ausgezeichnet

Das Buch fängt langsam an, und erst nach und nach erschließt sich die gesamte Tragweite des Geschehens, . Im Wechsel aus Rückblenden auf zwei Zeitebenen mit der Gegenwart, in der eine Flutkatastrophe den Ort heimsucht, in dem Gudelia wohnt, erfahren wir häppchenweise, welche tragische Vergangenheit Gudelia bis in die Gegenwart verfolgt und wieso sie selbst angesichts der nassen Gefahr so stur an ihrem Haus festhält. Dabei wird man auch immer wieder geschickt in die Irre geführt: Anfangs glaubt man noch, die Flut selbst sei die große Gefahr, dann macht Gudelia eine grausige Beobachtung, die das Augenmerk auf eine ganze andere Geschichte lenkt. Aber das ist noch längst nicht alles, denn die Handlung schlägt Haken wie ein Hase auf der Flucht, bis schließlich alle Puzzleteile die schreckliche Wahrheit ans Licht bringen, die in einem furiosen Finale endet. Gudelias pragmatische Haltung und ihr sachlicher Ton wirken dabei oft fehl am Platz, gleichzeitig aber wie ein Schutzschild der ihr hilft die Ereignisse durchzustehen und mit den Folgen zu leben. Ich liebe Krimis, die nicht nach bekanntem Schema ablaufen und die es tatsächlich noch schaffen mich bis zum Ende immer wieder zu überraschen, und dieses Buch gehört eindeutig an die Spitze dieser Kategorie. Fazit: unbedingt lesen!

Bewertung vom 25.11.2025
Diem, Stefanie

24 Dates To Fall In Love


gut

Die Idee des Buches hat mir unglaublich gut gefallen: ein Adventskalender mit 24 Dates, um neuen Schwung in die Beziehung zu bringen. Nur Pech, wenn sich der Freund kurz vorher aus dem Staub macht. Doch so kommt es, dass Romy den Adventskalender mit ihrem neuen Kollegen Oliver "abarbeiten" muss, nachdem die Kollegen ihr eine finanzielle Belohnung in Aussicht gestellt haben, die sie gut gebrauchen kann.

Den Anfang fand ich leider sehr holprig, kitschig und voller Klischees. Auch dass Romy Oliver am liebsten sofort flachlegen will, obwohl sie andererseits gerade erst getrennt wurde, war nicht überzeugend und für meinen Geschmack zu überstürzt. Ebenso wenig wie das Liebe-auf-den-ersten-Blick Gehabe von Oliver. Überhaupt war mir Romy zu naiv, zu unsicher, zu unreif. Der Rest des Buches dreht sich natürlich nur noch darum, auf welcher Seite die beiden sich dann wirklich näher kommen und ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Drama, Streit und Versöhnung inklusive.

Fazit: der Adventskalender mit den Dates war eine wunderschöne Idee, die Umsetzung gerade am Anfang war mir allerdings zu holprig und Schema-F, und es war mir insgesamt zu viel gedankliches Geschmachte dabei, was heutzutage - auch gerade im YA-Bereich, in dem die Autorin und das Buch wohl anzusiedeln sind - leider dazuzugehören scheint. Aber für die Weihnachtszeit eine nette Auszeit.

Bewertung vom 24.11.2025
Greifenstein, Gina

Liebeskummer & Lametta


sehr gut

Genau das richtige Buch, um die Weihnachtszeit einzuläuten! Für mich hat hier alles gepasst, vor allem dass die Handlung so greifbar und bodenständig war und nicht in irgendwelchen abgehobenen Locations und mit stylischen Leuten in Top-Berufen spielte wie so viele andere Weihnachtsromanzen, die eine (durchaus schöne, aber eben doch nur) Traumwelt schaffen. Die Personen, die Probleme wirkten sehr nahbar und real, und so konnte ich mich voll auf die Geschichte einlassen, die gefühlt in der Nachbarschaft neben gespielt hat. Gut gefallen hat mir auch, dass die Romanze(n) nicht in den Vordergrund gestellt wurden, sondern sich ganz nebenbei entwickelten. Fazit: kitschiger Titel für einen wunderbar weihnachtlichen und herzlichen Wohlfühlroman.

Bewertung vom 24.11.2025
Meyer, Kai

Das Antiquariat am alten Friedhof


sehr gut

Dies ist der vierte Band aus der Feder von Kai Meyer, der rund um das Graphische Viertel in Leipzig spielt. Und auch wenn man die Bücher unabhängig voneinander lesen kann, hat es doch auf jeden Fall einen Mehrwert wenn man sie in Folge liest - Personen, die wieder dabei sind, Orte oder Ereignisse, auf die, wenn vielleicht auch nur als Nebenschauplatz, Bezug genommen wird. So habe ich mich sehr gefreut, Cornelius Frey erneut begegnen zu dürfen, auch wenn ich mir insgeheim eine grössere Rolle für ihn gewünscht hätte. Aber auch die Geschichte um die Freunde, die sich regelmässig zum Gedankenaustausch und Bücherklau treffen und schliesslich nach einer folgenreichen Nacht und in den Kriegswirren getrennter Wege gehen, hat mich zu fesseln gewusst. Die Mischung aus historischem Roman mit Krimi-Anteilen, alles eingebettet in einen literarischen Hintergrund, ist einfach perfekt ausbalanciert. Ein wenig überrascht hat mich der geradezu humorvolle Einstieg, aber auch im Verlauf des Buches blitzen immer wieder feine Kommentare vor allem in den Dialogen auf, die die überwiegend dramatische Schwere der Handlung und durchaus heftigen Schicksalsschläge etwas auflockern. Für mich eine gelungene Fortsetzung und ein absolut lesenswerter Roman.

Bewertung vom 19.11.2025
Martin, Andrea

Die wundersame Weihnachtsbande


ausgezeichnet

Die Geschichte ist einfach traumhaft schön, und die Illustrationen machen diesen Adventskalender zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die noch nicht ganz fertigen Kuscheltiere, von den anderen abfällig Schmuddeltiere genannt, machen sich auf die Suche nach dem Spielzeugmacher Salamander, der sie doch eigentlich in dieser letzten Nacht vor Weihnachten noch rechtzeitig fertigstellen wollte. Jedem der Kuscheltiere fehlt noch etwas - dem Fuchs der Mund, der Eule das Ohr, der Katze die Augen, der Schnecke die Nähte und dem Walross die Füllung - aber dafür ergänzen sie sich alle zusammen zu einem einfallsreichen und hilfsbereiten Team. Auf ihrer Suche begegnen sie freundlichen Tieren wie dem Eichhörnchen, aber auch Gefahren wie die Krähe lauern auf sie. Doch davon lässt sich diese bunte Weihnachtsbande nicht unterkriegen und verfolgt weiter unbeirrt ihre Mission, denn schließlich wollen auch sie an Weihnachten als Geschenk zu einem, ihrem, Kind kommen. Besonders gefallen haben mir die sehr menschlichen Eigenschaften der Tiere, die sie so sympathisch und liebenswert machen. Und es ist immer auch ein feiner Humor dabei, der beim Lesen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wie die Geschichte ausgeht wird hier natürlich nicht verraten, aber was wäre eine gute Weihnachtsgeschichte ohne ein magisches Ende? Fazit: unbedingt lesen und verzaubern lassen!

Bewertung vom 17.11.2025
Kohlhaas, Daniel

Je tiefer der Wald


sehr gut

Eigentlich bin ich nicht so ein großer Fan von psychologischen Thrillern, aber die Kurzbeschreibung an diesem Buch hat mich neugierig gemacht. Und schon nach kürzester Zeit hat mich die Geschichte total gefesselt und ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Auch wenn einige Wendungen nicht ganz glaubwürdig wirken und vor allem die Polizei mehrfach unfähig erscheinen lässt, wurde die Spannung konstant hochgehalten und meine Vermutungen wurden ein ums andere Mal über den Haufen geworfen, weil der Autor äußerst geschickt falsche Fährten legt und in die Irre führt. Am besten hat mir die Figur des Psychologen Vinzenz Reker gefallen, der das Mädchen Leni betreut und versucht sie zum Sprechen zu bringen, um die Umstände ihres Verschwindens vor zehn Jahren herauszufinden und wie sie jetzt plötzlich wieder auftauchen konnte. Dabei hat Lenis Wohl für ihn immer höchste Priorität, während alle anderen Beteiligten manchmal zu sehr auf ihr eigenes Schicksal und ihre eigenen Wünsche fixiert waren. Die Mutter Julia reagierte mehrfach leicht hysterisch, was aber angesichts der Situation nicht verwunderlich war. Auch ihre eigene Kindheit blitzte immer wieder durch und lieferte plausible Erklärungen für ihr Verhalten sowohl in der Vergangenheit als auch der Gegenwart. Der Vater Sebastian wirkte wie ein wandelndes Pulverfass, war in seiner Verzweiflung für mich aber absolut überzeugend. Der neue Partner der Mutter, machte auf mich einen fast übergriffigen, unangenehm einnehmenden Eindruck und wirkte daher von Anfang an dubios und teils auch verdächtig. Gelungen fand ich die Konstellation aus Vinzenz, seiner "Fahrerin", die fast wie eine Privatdetektivin Ermittlungsarbeiten für ihn übernahm, und der Ermittlerin, die zwischen Staatsanwalt, Eltern und Vinzenz immer wieder vermitteln musste. Hier gab es auch fast humorvolle Momente in den Dialogen, die die vorherrschende Anspannung etwas auflockerten. Die Auflösung war schlüssig und schockierend, aber letztlich nicht wirklich überraschend, da dieser Handlungsstrang zuletzt immer mehr Raum einnahm und somit die Bedeutung vorwegnahm. Insgesamt hat mir dieser Thriller ausgesprochen gut gefallen, zeigt er doch dass es immer noch neue Ideen abseits der ausgetretenen Pfade im Bereich Psycho-Thriller gibt. Einer Fortsetzung, in der vor allem Vinzenz wieder in Erscheinung tritt, wäre ich nicht abgeneigt.

Bewertung vom 17.11.2025
Borison, B. K.

Good Spirits


weniger gut

Leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen, dabei war die Kurzbeschreibung so überaus vielversprechend. Ich hatte mir ganz viel moderne Weihnachtsgeschichte ala Scrooge versprochen, aber die Handlung versandete immer wieder in langweiligen Schmacht- und Liebesszenen zwischen den beiden Protagonisten. Die Reisen in die Vergangenheit wirkten willkürlich eingestreut und so recht wollte das Geheimnis, weshalb Nolan ausgerechnet bei Harriet herumspuken musste, einfach nicht in die Gänge kommen. Selbst die dann doch noch erreichte Auflösung wirkte auf mich halbherzig, auch wenn sie dann doch schon lange vorhersehbar und durchaus schlüssig war. Irgendwie lag das Buch einfach überhaupt nicht auf meiner Wellenlänge, und vor allem Harriet fand ich ziemlich nervig. Über weite Strecken passierte einfach viel zu wenig. Am meisten hat mich geärgert, dass der Weihnachsklassiker so viel Potential geboten hätte, welches hier nur im Ansatz genutzt wurde, um dann doch wieder eine ziemlich banale Liebesgeschichte draus zu machen. Das ist meine persönliche Meinung zu dem Buch.

Bewertung vom 12.11.2025
Pannen, Kai

Weihnachtsspinnerei


ausgezeichnet

Da sind sie wieder: Karl-Heinz und Bisy präsentieren ein neues Abenteuer, und diesmal kehren sie gleich in doppelter Hinsicht zu den Wurzeln zurück: es gibt wieder eine Weihnachtsgeschichte, und diesmal erfahren wir etwas über die Kindheit unserer Krabbeltierhelden. Während Karl-Heinz sich als Netzhäkchen in einer Großfamilie behaupten muss, wird Bisy als Einzelfliege überbehütet und verwöhnt. Aber charakterlich haben die beiden auch jetzt schon das Herz auf dem rechten Fleck und sind unverkennbar und es gibt viele Wiedererkennungsmomente. Und so kommt es, dass sie sich Gedanken über Weihnachten bei der jeweils anderen Spezies machen und ob diese auch Geschenke bekommen. So startet das Weihnachtschaos, an dessen Ende zwei kleine große Helden wunderbar weihnachtliche Taten vollbracht haben. Das Buch verbreitet nicht nur Weihnachtsstimmung, sondern zeigt auf liebenswerte Art und Weise, dass es trotz vieler Unterschiede auch viele Gemeinsamkeiten gibt und Weihnachten mit der Familie eigentlich überall ähnlich chaotisch abläuft. Wie immer wird die Geschichte von wunderschön detailreichen Illustrationen begleitet, die uns einen Einblick in das Zuhause von Karl-Heinz und Bisy und ihren Familien geben. Eine tolle Ergänzung für alle alteingesessenen Fans oder ein wunderbarer Einstieg in die Reihe.

Bewertung vom 12.11.2025
Schnalke, Christian

Ich bin der beste Freund des Menschen


ausgezeichnet

Wer Bücher mag, wird dieses Buch lieben! Ich blättere es immer wieder durch und entdecke neue Details, die mich zum Schmunzeln oder Nachdenken bringen. Es gibt Illustrationen rund um das "Leben" von Büchern mit all ihren Höhen und Tiefen, Stärken und Schwächen sowie genial umgesetzte Anspielungen auf Literatur und Kunst. Man merkt jedem einzelnen Bild die Liebe zum Buch an, die Einfälle des Autors sind wirklich vielfältig und auf vielen Seiten erkenne ich auch mich bzw. mein Verhältnis zu Büchern wieder. Zu einigen der Motive hätte ich jetzt bitte gerne das passend bedruckte T-Shirt, außerdem gerne einen Kalender und nicht zu vergessen Postkarten, um bibliophile (und auch andere) Freunde damit zu beglücken. Ich bin restlos begeistert von diesem Buch der Bücher, das auf Anhieb einen festen Platz in meiner Bücherwelt eingenommen hat.