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books and phobia
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Halle

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Insgesamt 250 Bewertungen
Bewertung vom 24.05.2022
Der Joker
Tynion, James;March, Guillem;Rosenberg, Matthew

Der Joker


ausgezeichnet

Über den Joker und seine Scherze konnte ich bereits in zahlreichen Comics so einiges lesen. Was ich bisher aber noch nie hatte, war einmal die Jagd des Jokers aus der Sicht von Jim Gordon. Dieser ist mittlerweile Ex-Cop, kann aber den Joker und sein grauenhaftes Lachen nicht vergessen. Als ihm dann ein lukratives Angebot gemacht wird, nimmt er dieses zwar an, aber zweifelt trotzdem stark daran.

Ich startete in diesen Band ohne vorher den „Joker War“ gelesen zu haben. Das Wichtigste erklärte mir das Vorwort von Christian Endres, sodass ich wenigstens ein wenig wusste, wie es zu all dem kam. Jetzt im Nachhinein werde ich den Joker War aber auf jeden Fall nachholen, denn tatsächlich machte mich die Handlung dieses Bandes mächtig neugierig darauf.

Immerhin ging es hier darum, dass diesmal wirklich jeder hinter dem Joker her war, welcher währenddessen ein wenig Urlaub machte. Im Vordergrund stand dabei Jim Gordon, welcher wie oben bereits erwähnt ebenfalls hinter ihm her ist. Doch auch im Hintergrund spielte sich so einiges ab, denn verschiedenste Gruppierungen taten alles, um den Joker ebenfalls in die Hände zu bekommen. Was schließlich nicht fehlen durfte, war natürlich der Joker selbst. Somit ergab sich ein interessantes Katz und Maus-Spiel, das spannend, aber auch emotional war.

Inhaltlich möchte ich nicht wirklich viel verraten, da die Handlung eigentlich durchsetzt ist von Geschichten und Erlebnissen. Doch zur Optik möchte ich noch einiges loswerden, da diese mich so richtig begeistern konnte. Egal ob Jim Gordon, Batman oder Barbara Gordon, das Figurendesign sagte mir wirklich zu. Richtig interessant fand ich dabei auch den Joker, da dieser mal so richtig irre wirkte. Doch nicht nur die Figuren überzeugten, sondern auch die Detailvielfalt und das gut umgesetzte Setting. Deswegen freue ich mich auch schon auf die Fortsetzung, und weil der Band mit einem Cliffhanger endete.

Fazit:

Das war wirklich mal was anderes. Statt Batman oder Schurken wie dem Joker über die Schulter zu schauen, ging es hier diesmal vor allem um Jim Gordon und die Auseinandersetzung mit dem Thema „Joker“. Trotz fehlenden Wissens konnte mich der rasante und blutige Band begeistern, besonders da er eben doch eine gelungene Abwechslung bot.

Bewertung vom 19.05.2022
Deadpool Paperback 5 - Von der Wiege bis zur Biege (eBook, PDF)
Kelly, Joe

Deadpool Paperback 5 - Von der Wiege bis zur Biege (eBook, PDF)


sehr gut

Während mir Deadpool mittlerweile sehr wohlbekannt ist, muss ich gestehen, dass ich mit Elsa Bloodstone bisher eher wenig zutun hatte. Für den Band sollte „Civil War 2“ gelesen sein und der vorherige Sammelband von Deadpool. Zusammen mit diesen Infos kann es auch schon zu den Bone Beasts losgehen.

Zu den was? Zu den Bone Beasts. Allesfressende Wesen, die wirklich alles von einem verputzen, um damit ihre Königin zu nähren. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mit den schwarzen Kugeln mit Mund etwas überfordert war, da ich sie nicht kannte und es auch keine genaue Beschreibung gab. Sie wollten wohl aber etwas mit Elsas infizierter Hand zutun haben, aber so ganz konnte ich das leider nicht rauslesen.

Dies ist auch mein einziger Kritikpunkt, denn so richtig kam ich einfach nicht in die Story. Im Grunde verstand wieso, weshalb und warum man dies oder jenes tat. Aber mir fehlte einfach der Ansatz, um komplett dahinter zu steigen.

Spaß hatte ich aber trotzdem, denn hey, wir haben es hier immer noch mit einem Deadpool-Comic zutun. Schräge Sprüche und megalustige Momente sind da förmlich vorprogrammiert. Jedoch muss ich sagen, dass der kleine Landhai Jeff Deadpool und Elsa ganz schön die Show stahl. Ich finde den kleinen Kerl einfach zu goldig und musste schon arg lachen, als Deadpool dem kleinen Hai ein Messer zur Verteidigung in den Mund steckte. Einem Hai mit unglaublichen scharfen Zähnen!!!!

Während der Inhalt mich gleichzeitig überforderte und amüsierte, wurde ich natürlich von Zeichnungen begleitet, welche allesamt echt gut waren. Allgemein muss ich sagen, dass ich bisher noch keinen Deadpool hatte, der mich nicht auch optisch ansprach. In dem Sinne war ich hier echt zufrieden.

Fazit:

Optisch war dieser Band wieder einmal eine Wucht, jedoch konnte mich die Story nicht so ganz mitreißen, da ich hin und wieder etwas auf dem Schlauch stand. Trotzdem werde ich Deadpool weiterverfolgen, denn die schrägen Abenteuer möchte ich mir nicht entgehen lassen.

Bewertung vom 14.05.2022
Dein Bücherregal verrät dich
Snider, Grant

Dein Bücherregal verrät dich


gut

Ein Comicbuch für Menschen, die Bücher lieben? Das schrie ja regelrecht nach mir. Angefixt durch andere Leserinnen, die sich die One-Page-Comics ansahen und begeistert waren, wollte nun auch ich wissen, ob dieses Buch wirklich Buchliebende durchschaut.

Zuallerst verzauberte mich aber die Aufmachung und ganz besonders das Cover, welches ein kleines Fenster hat, dass im Inneren wieder einen ganz anderen Sinn hat. Solche kleine Spielereien faszinieren mich einfach immer, da sie einfach zeigen, wie kreativ ein Buch sein kann.

Schließlich machte ich mich auf die Reise durch das Comicbuch und man ganz ehrlich sagen, dass ich etwas anderes erwartet hatte. Aufgrund der Kurzbeschreibung und des Buchtitels ging ich davon aus, dass diese Comics die Momente zeigen, welche man als Leser erlebt. Doch weit gefehlt, denn der größte Teil war aus der Sicht eines/-r Autors/-in. Von Bildern über den Schreibblock eines Autors bis hin zur Ode an den eigenen verlorenen Stift, fand man reichlich Thematiken, die zwar stellenweise echt witzig waren, mich als Leserin ohne Hang zum Schreiben aber eher wenig packten.

Zum Glück gab es zwischendurch auch Comics, die mir aus der Seele sprachen. Von einer Auswahl möglicher Lesezeichen, über die verschiedenen Lesetypen bis hin zu den unterschiedlichsten Interpretationen eines Endes konnte man mich hier wirklich abholen, zumal auch hier der Zeichenstil simpel, aber effektiv war. Ich hätte mir tatsächlich gewünscht, dass der Autor 2 Bücher auf den Markt gebracht hätte, eines mit Comics für Leser und eines für Autoren. Wer beides ist, müsste zwar so 2 Bücher kaufen, aber man hätte beide Thematiken unterschiedlich voneinander vereint. So bin ich doch ein wenig enttäuscht und fühle mich von der Kurzbeschreibung irgendwie getäuscht.

Fazit:

Nach den vielen begeisterten Stimmen muss ich sagen, dass ich einfach etwas anderes erwartet habe. Nämlich nicht die Bücherliebe aus der Sicht eines Autors, sondern die von uns Lesern. Zwar gab es zu Letzterem auch einige Comics, aber ich hatte mir mehr davon erhofft. In Sachen Kreativität und Einfallsreichtum kann man dem Band jedoch nichts vorhalten, denn trotz simpler Zeichnungen schaffte man es, die Momente genau auf den Punkt zu bringen und dabei eine Menge Witz einzubauen.

Bewertung vom 11.05.2022
Tomie Deluxe
Ito, Junji

Tomie Deluxe


sehr gut

Nachdem ich bereits vor geraumer Zeit die Real-Verfilmung von Tomie gesehen hatte und hier ehrlich gesagt überhaupt nichts verstand, freute ich mich nun, die Original-Geschichten der dunkelhaarigen Schönheit mit dem Leberfleck unter dem Auge zu lesen und ihr Wesen besser zu erkunden.

Dafür durfte man als Erstes in die Tomie-Geschichte eintauchen, mit welcher Junji Ito sogar einen Preis gewann. Wer bereits Bände des Autors kennt, der dürfte hier vom Zeichenstil überrascht sein, da dieser noch deutlich krakeliger war. Jedoch erkannte man hier bereits den besonderen Look, welchen er seinen Charakteren gab. Aus meiner Sicht ein interessanter Einblick in die Entwicklung seiner Horror-Mangas

Doch zurück zu Tomie und ihren 20 Geschichten, in welchen sie jedes Mal getötet wird. Das hübsche Mädchen mit den langen glatten Haaren zieht nämlich Männer magisch an und macht sie gehörig. Jedoch werden die Männer stets so liebeskrank, dass ihr einziger Wunsch darin besteht Tomie zu töten. Doch Tomie ist unsterblich und solange ein Teil ihres Körpers weiter existiert, wird sie immer wieder zurückkommen.

Einen interessanten Faktor spielen hier natürlich auch Frauen, denn auch die möchten Tomie loswerden. Was sie aber auch möchten, ist ihre Schönheit. Doch genau wie bei den Geschehnissen mit den Männern, dürfen auch die jüngeren Mädchen erschreckende Verwandlungen bei sich und bei Tomie miterleben. Ich fand dies wirklich spannend, auch wenn ich hier zwischendurch wirklich mal Pausen brauchte, da der Manga selbst ein ordentliches Gewicht hatte und weil das erneute Töten von Tomie sich eben wirklich dauerhaft fortgesetzt hatte.

Dabei ging Junji Ito wieder wirklich mit vielen kreativen, aber auch teils auch heftigen Ideen heran. Was für mich aber fehlte, war die Erklärung wer oder was Tomie nun eigentlich ist. Dies enttäuschte mich schon sehr, da Tomie´s Charakter eigentlich sehr speziell war und ich gerne gewusst hätte, was es ihr ermöglicht wieder aufzuerstehen. Da half auch nicht das interessante Nachwort des Autors.

Fazit:

Hatte ich mir mehr erhofft? Um ehrlich zu sein, ja. Auch wenn mich die Erlebnisse packten, enttäuschte es mich doch sehr, dass man Tomies Herkunft völlig im Dunkeln ließ. Wem das aber nichts ausmacht und ein bisschen Horror und Splatter ganz gut abkann, der wird hier vollkommen zufrieden sein.

Bewertung vom 05.05.2022
Enola Holmes (Comic). Band 4
Blasco, Serena

Enola Holmes (Comic). Band 4


ausgezeichnet

Enola Holmes lässt mich nicht los. Egal ob als Buch oder Comic, die kleine Schwester von Sherlock und Mycroft konnte mich bisher mit jeder weiteren Geschichte faszinieren. Um so gespannter war ich natürlich, wie man den Fall des geheimnisvollen Fächers umsetzte und ob er auch diesmal für Nichtleser des Buches zugänglich war.

Nehmen wir das Fazit gleich vorweg, denn ja, dieser Comic dürfte einfach nur begeistern. Und dies lag an mehreren Umständen. Zuerst wäre hier einmal die Handlung selbst, in welcher man diesmal bereits bekannte Charaktere wiederfand. Wer den Fall der linkshändigen Lady gelesen hat, dem dürfte Lady Cecile nämlich gewiss noch etwas sagen. Dazu kam, dass der Comic, wieder die Codes in der Geschichte aufschlüsselte und man wieder etwas zum Thema Geheimsprache lernte. Dies fand ich als Leserin des Buches besonders in Hinsicht auf die Fächersprache toll, denn diese wurde mir im zu wenig angesprochen.

Wie man es mittlerweile bei Bänden mit Enola Holmes kennen dürfte, zeigte auch dieser wieder, wie schwer bzw. wie anstrengend es war eine Frau im viktorianischen Zeitalter zu sein. Egal ob Teeparty oder schreckliche Mode, man erhält hier einen kleinen Einblick in die Welt der High Soceity. Dies bezog sich übrigens auch auf das Thema Heiraten.

Ja, dass dieser Band platzte vor Themen fast über, aber da alles Stück für Stück präsentiert wurde und man vieles am Ende in Ruhe nachlesen kann, konnte ich mich einfach nur daran erfreuen. Dies lag natürlich auch wieder am wunderbaren Zeichenstil von Serena Blasco. Ihre Version von Enola und deren Erlebnissen ist jedes Mal wieder ein Highlight, da sie mit viel Liebe zum Detail an die Geschichten heranging. Auch diesmal genoss ich die wunderschönen Aquarellbilder, welche dazu auch noch das Buch wundervoll umsetzten.

Fazit:

Und wieder einmal hat es Serena Blasco geschafft, mich mit ihrer Comicadaption zu begeistern. Die tolle Umsetzung des Buches, zusammen mit dem Aspekt, dass auch Nichtleser sehr gut in die Geschichte finden dürften, wurde wieder einmal von ihren wunderschönen Zeichnungen abgerundet. Einfach nur eine echte Empfehlung meinerseits.

Bewertung vom 03.05.2022
Space Bastards
Peterson, Eric;Aubrey, Joe;Robertson, Darick

Space Bastards


ausgezeichnet

David Proton hat es nicht leicht. Erst verliert er seinen Job, von denen es so oder so schon wenige gibt, dann verlässt ihn seine Freundin und die eigene Familie will ihn auch nicht aufnehmen. Nach einer verzweifelten Jobsuche voller Ablehnungen sieht er nur noch eine Chance, den intergalaktischen Paketdienst. Der soll zwar nur was für die ganz harten Kerne sein, aber man kann es ja auch mal probieren. Was er dann erlebt, hätte er wohl nicht erwartet.

Doch nicht nur Davids Arbeitssuche sind ein wichtiger Faktor im ersten Band der Space Bastards, sondern auch der intergalaktische Paketservice an sich. Man lernt ihn und seine Entstehungsgeschichte kennen. Dazu gehört auch der Chef des Ladens, welcher eigentlich von nichts eine Ahnung hat, aber gerade damit ein unglaublicher Unterhaltungsfaktor war.

Wie Cover und Kurzbeschreibung schon aufzeigen, erlebt man hier einen wilden Trip durchs Weltall der mit Drogen, Alkohol und viel Gewalt gespickt ist. Ja, hier geht es ziemlich rau zu, aber ich muss sagen, ich hatte hier eine Menge Spaß. Die krassen Charaktere, die coolen Sprüche und allgemein die coolen Ideen, welche in diesen Band flossen, machte das Ganze einfach zu etwas Besonderem. Und wem das noch nicht genug ist, der dürfte mit der 6. Geschichte im Band eine der wohl heftigsten Geschichten erleben. Und das meine ich nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch.


Hier muss ich sagen, dass ich sehr froh bin, dass die anderen 5 Abschnitte einen harmloseren Zeichenstil hatten. Dieser entsprach dem auf dem Cover, was ich ziemlich cool fand. Allgemein passte er gut zur Handlung, da die ganze Gewalt und die verrückten Charaktere toll zur Geltung brachte. Selbst schnelle Abfolgen von Geschehnissen waren gut getroffen, sodass selbst die übelste Verfolgungsjagd zum Eyecatcher wurde.

Fazit:

Der Auftakt dieser Reihe machte einfach nur Spaß. Wäre schräge Charaktere mag und eine irre Welt voller Gewalt und Sexbots erleben möchte, ist hier genau richtig. Ich freue mich jetzt schon auf den Nachfolger, welcher hoffentlich genauso unterhaltsam ist.

Bewertung vom 30.04.2022
Der Mann, der die Welt erfand
Rodolphe

Der Mann, der die Welt erfand


sehr gut

„Der Mann, der die Welt verband“ machte mich nicht nur vom Titel her neugierig, sondern auch vom Cover und der Kurzbeschreibung. Zwar war mir das Thema fremde Materie schon öfter vorgekommen, aber ich hoffte einfach, dass man dies neu verpackte.

Tja dies tat man auf jeden Fall, jedoch nicht so wie ich es mir gewünscht hätte. Mir persönlich fehlten einfach die Informationen zu der Materie. Denn statt sie näher zu beleuchten schob man sie regelrecht in den Hintergrund und nahm die Auswirkungen, welche sie auf Captain John Bowman hatten, nach vorne. Schon schade, besonders da man hier wirklich eine interessant verknüpfte Geschichte erzählte.

So, mein einziger Kritikpunkt ist damit abgehakt und wir können zu den positiveren Elementen des Bandes. Hier wäre natürlich zuerst die Geschichte, welche zwar sehr ruhig ist, aber einen trotzdem enorm fesselte. Da man erst so nach und nach erfuhr, was mit John passierte und warum er so wichtig ist, blieb John eben immer interessant. Dies schaffte man z.B. auch mit Einblicken in seine Albträume. Erzählerisch hatte man mich somit total gefangen, zumal man der SciFi-Story, auch eine Thriller-Note beimischte.

Ebenso gelungen empfand ich die Zeichnungen. Diese waren zwar gerade bei Gesichtern nicht allzu detailliert, aber sie brachten trotzdem mehr als genug Gefühle rüber. Schade fand ich nur, dass man den Körper von Charlene sehr oft nackt zeigte, aber John nie. Mir geht es dabei eher um Gerechtigkeit als den Wunsch ein männliches Glied zu sehen. Wenn man schon offen mit Körpermerkmalen umgeht, dann bitte nicht einseitig. Ansonsten waren die Zeichnungen durchweg gut. Man konnte sich alles lebhaft vorstellen. Mein besonderes Lob erhält hier auch das Ende. Es überraschte mich persönlich nicht, aber es sorgte dafür, dass ich diesen Band auf jeden Fall noch lange im Gedächtnis behalten werde.

Fazit:

Mischt man SciFi mit einer Prise Thriller und kombiniert dies dann mit den Bildern von Bertrand Marchal, kommt zumindest aus meiner Sicht eine Geschichte dabei heraus, die überrascht und fesselt, obwohl sie sehr ruhig ist. Da mir aber ein paar Aspekte in der Handlung fehlten, schrammte es leicht am Highlight-Titel vorbei.

Bewertung vom 01.04.2022
Metro 2033 (Comic). Band 4 (von 4)
Glukhovsky, Dmitry;Nuyten, Peter

Metro 2033 (Comic). Band 4 (von 4)


sehr gut

Mit „Tanz mit dem Tod“ gab es nun die vierte und letzte Comic-Adaption des Bestsellers Metro 2033. Da das Lesen des Buches und die Zeitspanne zwischen den Comics etwas länger her war, genehmigte ich mir vor diesem Band, noch einmal seine 3 Vorgänger. Allgemein empfehle ich diese Reihe wirklich beim ersten Band zu beginnen, da man sonst Schwierigkeiten hat in die Story zu finden.

Hat man das, durfte man sich auch diesmal wieder über eine tolle Zusammenfassung des letzten Buchabschnittes freuen. Als Leserin des Buches war ich einfach erstaunt, wie Peter Nuyten es schaffte, die eigentlich sehr komplexe Geschichte, mit nur wenigen Seiten gut zu präsentieren. Doch er schaffte es, auch wenn man natürlich nicht alle Themen bis ins kleinste Detail angehen konnte. Ich würde daher sagen, dass dieser Comic, wenn er einem gefällt, regelrecht zum Buch lockt, um hier schließlich alle Details zu erfahren.

Über die Handlungen und Geschehnisse möchte ich nicht wirklich etwas verraten. Dies liegt vor allem daran, dass es sehr viele sind und weil sie eben auf den Vorgängern aufbauen. Einzig das Ende überrumpelte mich etwas, da ich dieses nicht mehr so genau im Kopf hatte. Hier blieb mir nichts anderes übrig, als einen Blick ins Buch zu werfen, da es eben doch zu kryptisch gehalten war.

Da wir nun den einzigen kritischen Punkt abgehakt haben, möchte ich noch die Qualität des Bandes positiv hervorheben. Sowohl das Cover, als auch die Zeichnungen und Artworks am Ende, waren wie in den Vorgängern in einem gleichbleibenden tollen Stil. Man braucht nicht immer Steigerung, manchmal reicht es auch einfach, den Content durchweg zu halten und damit Neuleser und Kenner der Bücher in diese fantastische düstere Dystopie eintauchen zu lassen. Zum Beispiel in dem man hin und wieder die Original russische Sprache einbaute oder Stationen oder vergangene Geschehnisse zu erklären.

Fazit:

Auch diesmal verblüffte mich Peter Nuyten wieder damit, wie er die komplexe Handlung von Metro 2033 so gut zusammenfasste und sie dazu auch noch mit Bildern unterlegte, welche die Stimmung und Atmosphäre der Moskauer Metro perfekt einfingen. Ich persönlich würde mich freuen, wenn auch die anderen 2 Bücher solche Umsetzungen bekommen würden.

Bewertung vom 29.03.2022
Im nächsten Leben wird alles besser
Rath, Hans

Im nächsten Leben wird alles besser


ausgezeichnet

Im Rahmen einer Wanderbuch-Aktion kam ich in den Genuss meines ersten Buches von Hans Rath. Schon die Kurzbeschreibung sagte mir hierbei zu, da man anscheinend gleichzeitig Arnold Kahl kennenlernen sollte und in einen Mix aus Dystopie und Science-Fiction-Roman eintauchen konnte.

Am Ende traf dies sogar zu und entpuppte sich als unterhaltsames, aber auch sehr zum Nachdenken anregendes Buch, das eine Zukunft präsentiert, die bekannt, aber doch anders war. Schade war hier nur, dass man bereits viele Aspekte der Geschichte in der Kurzbeschreibung verbraten hatte. Denn gerade die virtuelle Welt Times Beach hätte ein überraschendes Thema im Buch sein können. Spannend war sie trotzdem, aber mir hätte sie wahrscheinlich noch besser gefallen, wenn ich nicht davon gewusst hätte.

Im Mittelpunkt der Geschichte stand, neben der Welt selbst, Arnold Kahl, welcher sich plötzlich nicht mehr an die letzten 25 Jahre seines Lebens erinnern kann und nun in einer futuristischen Welt aufwachte, in der er nicht nur viel älter ist, sondern auch noch einen Roboter namens Gustav als Helfer hat. Und ganz ehrlich? Dieses Gespann war mir einfach sympathisch. Während man sich mit Arnold lauter Fragen über die Welt stellte, gab Gustav die Antworten ohne etwas auszulassen. Es machte einfach Spaß alles zu erkunden und genau wie Arnold neu zu entdecken.

Ja, Hans Rath konnte mich hier echt abholen, in dem er viele Fragen stellte, die man sich auch jetzt schon stellt. Angefangen, wie man mit Armen und Reichen umgeht, bis hin zu dem Umstand, inwieweit uns die Technik und besonders ihre ganzen Funktionen helfen. Ganz besonders fand ich aber das Ende, denn dieses zeigte schließlich, dass manche Dinge einfach passieren müssen, damit wir wieder zu den Menschen werden, der wir mal waren oder immer sein wollten.

Fazit:

Dies war mein erstes, aber garantiert nicht mein letztes Buch von Hans Rath. Sein locker flockiger Schreibstil im Zusammenspiel mit der interessanten Geschichte machte einfach Spaß, auch wenn man hin und wieder Momente hatte, die zum Nachdenken anregen. Ich bin begeistert.

Bewertung vom 23.03.2022
SPIDER-MAN VS. SINISTER SIX (eBook, ePUB)
Michelinie, David

SPIDER-MAN VS. SINISTER SIX (eBook, ePUB)


gut

Da war er also, mein erster Ausflug in die Welt der Sinister Six und ihrem Kampf gegen Spider-Man. Ich war mächtig gespannt, denn vor dem Comic wusste ich ehrlich gesagt nichts über die Sinister Six als Gruppe. Einzelne Charaktere waren mir natürlich bekannt, aber dass sich diese auch mal als richtige Gruppierung zusammen taten, war mir neu. Um so mehr freute ich mich jedoch auf den Band, denn dieser bot mir neben der Schurken-Gruppierung, auch eine Reise in die 60er-Jahre.

Da Doc Ock, Sandman, Electro, Mysterio, Vulture und Kraven es nie geschafft haben Spider-Man zu besiegen, versuchen sie es nun als Gruppe. Verständlich, denn auch als Bösewicht möchte man ja mal ein Erfolgserlebnis haben. Meine Spannung war groß, denn wer weiß was sie sich einfallen ließen. Doch schon bald musste ich merken, dass ich mit den Geschichten der 60er-Jahre nicht soviel anfangen konnte. Dies lag jedoch nicht am Zeichenstil, denn der zeigte eben wie Comics damals aussahen. Mich überraschte eher wie sich die Kämpfe abspielen und wann sich ein Gegner als geschlagen gab. Gerade letzteres ließ mich etwas fragend zurück, denn tatsächlich gab jeder der Sinister Six beim kleinsten Rückschlag auf. Von besiegt sein, konnte man hier auf jeden Fall nicht reden. Ich möchte diese Zeit nicht schlecht machen, warum auch, aber es irritierte mich einfach, dass man hier eben nicht bis zur Erschöpfung kämpfte und das Spider-Man unglaublich lange Dialoge mit sich selbst führte.

Man möge es mir deswegen auch nicht übel nehmen, dass ich die beiden Abschnitte zu „Wieder mal die Sinister Six“ deutlich interessanter fand. Dies lag nicht nur daran, dass Venom und Hobgoblin mit dabei waren, sondern dass sich die Kämpfe einfach etwas gewagter anfühlten.

Trotzdem würde ich den Band nicht unbedingt als Einsteiger-freundlich bezeichnen, da man zum einen natürlich die Charaktere kennen musste und zum anderen, mit Cliffhangern übersäht wurde, deren Fortführung man sich selbst suchen musste. Ein interessanter Einblick war es auf jeden Fall, aber ein Highlight jedoch nicht. Jedoch fände ich einen Film mit den Sinister Six eine interessante Sache, zumal viele Charaktere bereits dem breiten Kinopublikum vorgestellt wurden.

Fazit:

Für mich war dieser Band ein nostalgischer Trip in eine Comic-Epoche, bei der Kämpfe noch deutlich harmloser abliefen, als wir es heute gewohnt sind. Spannung kam aber bei mir leider nur wenig auf, da Spider-Mans ewig lange Selbst-Dialoge einfach zu viel waren, es reichlich Cliffhanger gab, die nicht aufgelöst wurden und die Action sich einfach zu sehr in Grenzen hielt. Interessant war es aber trotzdem.