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Benutzername: books and phobia
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Bewertungen

Insgesamt 71 Bewertungen
Bewertung vom 30.04.2021
Invincible Bd.4
Kirkman, Robert

Invincible Bd.4


ausgezeichnet

Auch wenn dies der mittlerweile 4. Sammelband der „Invincible“-Geschichten war, zeigte sich hier schnell, das von einem Ende noch lange keine Rede sein kann. Als mittlerweile eingefleischter Fan der Comics freute ich mich auf den erneuten Ausflug in die Reihe, ohne zu ahnen, das dies wohl der bisher emotionalste Teil werden würde.

Denn der Band stand neben den wirklich harten Kämpfen im Zeichen der Liebe und was sie so alles mit sich bringt. Klingt vielleicht schnulzig, aber war es nicht, denn sonst wäre dies wohl mein absoluter Hass-Band geworden. Es ging mehr darum was uns eine Beziehung wert ist, was wir bereit sind dafür zutun und ob wir dem anderen damit vielleicht nur schaden. Denn ganz ehrlich? Als Superheld ist man immerhin den größten Gefahren ausgesetzt und zudem auch noch regelmäßig unterwegs. So empfand ich die Szenen wirklich nicht als unangenehm oder lästig, sondern erfreute mich an Ihnen da sie zum Nachdenken anregten.

Aber jetzt genug von Liebe, Gefühlen und Herzschmerz, denn wie oben bereits gesagt gab es auch wieder reichlich Kämpfe zu bestaunen. Bei 12 Einzelgeschichten dürfte dies die wenigsten überraschen. Viele davon konnte man bereits in der Kurzbeschreibung erlesen und selbst war ich schon gespannt wie ein Flitzebogen. Womit ich nicht gerechnet hatte war die hohe Anzahl an unschuldigen Opfern, welche den Band dadurch noch emotionaler machten.

Bei den ganzen Kämpfen, der romantischen Ader und den vielen Verlusten blieb leider nur eines auf der Strecke und das war stellenweise der Humor. Allein Amanda aka Monster Girl und Oliver sorgten für ein wenig Unterhaltung. Da sie aber nur wenige Auftritte hatten, hatte man es nicht nur mit dem emotionalsten Band bis dato zutun, sondern auch den ernstesten. Klar, dies muss auch mal sein, da hier wirklich üble Sachen passieren. Aber gerade den Humor aus den ersten beiden Bänden hätte ich doch gerne wieder.

Doch genug rumgepflaumt, denn wenn mich etwas glücklich machte, dann waren es die Illustrationen. Ich liebe den Zeichenstil einfach, da er je nach Situation mit den Details spielt, aber uns stets an der Gefühlswelt unserer geliebten Charaktere teilhaben lässt. Und dann ist da auch noch alles so herrlich farbintensiv, dass man regelmäßig absolut geflasht davon ist, was man gerade sieht. Aber hey, es lohnt sich einfach.

Ja, dieser Band war nicht nur sehr emotional, sondern hatte noch mehr Kämpfe als in den Bänden davor. Klingt gut und war es auch. Mir allein fehlte aber trotzdem ein wenig der Humor, denn der war in den vorherigen Bänden deutlich präsenter. Spaß hatte ich aber trotzdem am Band da hier Superhelden und ihr Bezug zu Liebe und Freundschaft mal ganz neu ins Licht gerückt wurde. Band 5 ich erwarte dich und freue mich auf dich!

Bewertung vom 29.04.2021
EXIT - Das Buch: Die Klinik der Schatten
Brand, Inka; Brand, Markus; Maybach, Anna

EXIT - Das Buch: Die Klinik der Schatten


weniger gut

Die Freude war groß, denn es ging in mein 2. Exit-Buch. Ich wollte den Büchern noch einmal eine Chance geben, denn mein erster Ausflug ließ mich etwas ratlos zurück. Somit entschied ich mich auch für ein Buch mit dem Level „Einsteiger“. Ich hatte so die Hoffnung, besser in die Reihe zu finden. Also ab in die Klinik der Schatten!

Gleich vorab muss ich sagen, dass dieses Buch wirklich viel Text hatte. Um so trauriger, denn so fanden gerade einmal nur 10 Rätsel ins Buch. Dies fand ich bei 140 Seiten wirklich etwas wenig. Hier wäre die doppelte Anzahl locker drin gewesen. Doch auch dann hätten die Rätsel funktionieren müssen, was sie leider nicht taten. Oftmals wusste ich genau was von mir verlangte, aber die Einbindung war so miserabel, dass ich oftmals einfach verzweifelte. Wer sich dann übrigens an die Hinweise oder gar den Lösungen zuwenden muss, der hat gleich den nächsten Spaß in Form der Rubbelfelder. Und mit Spaß meine ich nicht, dass sie unterhaltsam wären oder manchmal gar wirklich helfen könnten, sondern das ihr euren Staubsauger gleich neben euch stellen könnt. Die Rubbelreste sind nämlich nicht nur verdammt hartnäckig, sondern lösen sich immer mal wieder gerne aus dem Codex-Heft. Hier sollte man wirklich nach einer Alternative suchen.

Die Geschichte des Buches dürfte Geschmackssache sein, aber man sollte nicht allzu viel erwarten. Die Story war eher flach und hatte nur wenig Tiefe, aber immerhin ab und an interessante Wendungen. Wirklich meckern möchte ich hier nicht, denn mit über 30 bin ich nicht unbedingt die Zielgruppe für das Buch.

Wer übrigens Probleme damit hat, etwas aus Büchern zu schneiden, dürfte hier auch ein kleines Problem haben, da dies unweigerlich nötig ist. Außer man scannt, wie ich, die nötigen Abschnitte ein und druckt sie sich aus. Natürlich nur für den Eigengebrauch. Bis auf ein Rätsel, konnte ich das Buch so erhalten. Denn ganz ehrlich? Wer stellt sich ein nicht mehr benutzbares Rätsel-Buch ins Regal? So habe ich die Möglichkeit mit Kindern aus dem Freundeskreis das ein oder andere Rätsel zu lösen. Was ich wirklich schöner finde, zumal das Buch mit 16 € einen ganz schönen Preis hat.
So interessant und spannend das Buch auch klang, am Ende war ich doch irgendwie arg enttäuscht. Neben der etwas mauen und nicht wirklich fesselnden Story, gab es Rätsel, welche man zwar verstand, aber die manchmal einfach nicht gut umgesetzt und so schnell zum eigentlichen Hindernis wurden. Wirklich schade, zumal der Preis für das eigentlich nur einmal nutzbare Buch, wirklich immens war.

Bewertung vom 28.04.2021
Deadpool - Neustart
Young, Skottie;Schwartz, Dana;Brown, Reilly

Deadpool - Neustart


gut

Endlich ging es wieder zu Deadpool und seinen doch sehr schrägen Abenteuern. Doch zuerst gab es eine Hiobsbotschaft der nicht so tollen Art. Als begeisterte Leserin der Vorworte in Comics staunte ich nämlich nicht schlecht als da stand, da dies erstmal der letzte Band der Sammelband-Reihe wäre. Für mich schon ein echter Schlag, denn innerlich hatte ich mich nach den 2 genialen Vorgängern, auf viel mehr Deadpool gefreut. Tja, das wird wohl erstmal nichts. Doch es gab da noch ein anderes Problem.

Um es kurz zu machen, dieser Deadpool-Band war flach und teils wirklich unlustig. Da halfen selbst seine crazy Aufzüge nicht, denn der Comic hatte ein Problem und das hieß Tiefe. Ich war es trotz der abstrusesten Geschichten gewohnt, dass ich Handlungen bekam, die von vorne bis hinten durchdacht waren und mich selbst als Neuling in Deadpools Welt gut zurechtfinden ließen. Tja, das war hier plötzlich weg. Ich stolperte von einer Story in die Nächste und hatte sichtlich Probleme mich zurechtzufinden. Besonders belastend war da die Tatsache, dass plötzlich Charaktere auftauchten, die nicht erklärt wurden, aber anscheinend zur festen Ausstattung der Deadpool-Welt gehörten.

Ja, man merkt, in gewissen Punkten war ich todunglücklich mit dem Band. Zum Glück gab es aber da noch die Ideen zu den Storys und natürlich die Optik selbst. Ersteres war nämlich das, an dass ich mich durchweg klammerte. Denn ja, es gab wieder crazy Storys und ja, sie waren schon beeindruckend. Denn ganz ehrlich! Wer würde einfach mal so darauf kommen Trolle in einen „Herr der Ringe“-Park zu stecken, damit sie nicht sinnloserweise um ein komplett verwüstetet Land kämpfen müssen? Da ist volle Verpflegung, ein bisschen Besucher erschrecken und hier und da ein Selfie, doch ein echt cooler Tausch.

Ebenso begeistern konnte mich natürlich die Optik, welche sich aber auch mit den Bänden nicht verändert hatte. Doch warum sollte sie auch, wenn sie den Wahnsinn von Wade wunderschön hervorheben? Von daher konnte ich hier nur glücklich sein. Schade nur das dies nicht für die Sprüche und die Länge der Geschichten zutraf. Er schrie förmlich nach „letzter Band“ und das ist glaube nie ein gutes Zeichen.

Dieser Band wollte bei mir einfach nicht zünden. Ja, es gab ein paar witzige Sprüche, ein paar coole Ideen und natürlich war die Optik ganz meins, aber trotz allem schrie er mich förmlich an, das er der letzte Teil ist. Es fehlte einfach an Tiefgang, wodurch die Storys nicht nur sehr kurz waren, sondern auch ihren Pfiff verloren. Wirklich schade. Deadpool werde ich aber trotzdem nicht den Rücken kehren, denn dafür hat sich der Söldner, mir zu sehr ins Herz gebrannt.

Bewertung vom 27.04.2021
7 Detektive: Martin Bec - Fenster zum Hof
Hanna, Herik

7 Detektive: Martin Bec - Fenster zum Hof


ausgezeichnet

Mit Martin Bec ging es für mich in den 4.Band der „7 Detektive“-Reihe und damit auch in einen Krimi-Comic, der glatt aus der Feder von Agatha Christie stammen könnte. Denn ja, es war spannend, aber auch sehr überraschend.

Also ab ins Buch !

Hier ging es dann auch schon ratzfatz in den Fall hinein. Zusammen mit Martin tauchten wir am Ort des Geschehens auf und wurden nicht nur von einer weiblichen Toten begrüßt, sondern auch von einer Doppelseite, welche das gesamte Wohnhaus mit all ihren Bewohnern zeigte. Ich war überwältigt, denn innerhalb von 4 Seiten hatte ich einen gesamten Fall samt Zeugen. Nicht schlecht!

Wie man es sich denken konnte ging die Polizeiarbeit dann aber erst richtig los. Und da gab es einiges aufzudecken, da hier doch eine Menge faul war. Dies sollte sich später auch bestätigen und führte dazu, das die Auflösung des Falles nicht nur mit einem „Ach der wars!“ abgehandelt werden konnte. Hier stand viel mehr auf dem Spiel und genau das machte diesen Band der Reihe nochmal um einiges interessanter als z.B. seinen Vorgänger.

Die Story hatte also einiges zu bieten. Doch wie stand es um die Illustrationen? Die konnten sich genau so sehen lassen. Ich war nur verwundert, dass im Band die Frauen stets sehr große Augen hatte und die Männer eher so aussahen als würden sie sie die ganze Zeit zusammen kneifen. Ok, wenn sie überrascht waren, wurden auch bei ihnen die Augen aufgerissen, aber eben nicht so stark wie bei den Damen. Dies irritierte mich etwas. Ansonsten konnte ich aber wenig meckern, denn in Sachen Flair und Atmosphäre konnte man mich einfach packen. An den Umgebungen konnte ich mich teils einfach nicht satt sehen, denn hier gab es einfach so viele liebevolle Details.

Martin Bec und sein Fall konnten mich als begeisterte Krimi-Leserin einfach nur begeistern. Nicht nur dass man hier wirklich das Gefühl bekam, ein Mitglied der Polizeitruppe zu sein, man durfte dies auch noch in einer Welt erleben, die mit Liebe zum Detail erstellt wurde. Atmosphäre wurde hier wirklich groß geschrieben!

Bewertung vom 26.04.2021
The Walking Dead (Die Zombiejäger)

The Walking Dead (Die Zombiejäger)


sehr gut

Auch wenn ich nur die Serie zu „The Walking Dead“ gesehen habe, war mein Interesse sofort geweckt, als ich das Puzzle zur Comic-Vorlage sah. Ja, die Comics habe ich auch jetzt noch nicht gelesen, aber dies wird sich auf jeden Fall noch ändern. Jetzt freute ich mich erstmal auf das Puzzle.

Mit seinen 1000 Teilen war es nicht unbedingt das größte Puzzle, aber bot mit dem gelben Himmel und den blutigen Zombie-Resten am Boden für ein paar knifflige Momente. Die Wahl des Motivs fand ich trotz allem gut, da es nicht nur wichtige Charaktere der Reihe zeigte, sondern auch gleich mal klarstellte, dass sie schon wirklich viele Zombies in den wohlverdienten, aber auch endgültigen Tod schickten. Manche wissen das ja nicht.

Auch bei diesem Puzzle möchte ich jedoch 2 Anmerkungen loswerden. Denn wie auch bei dem Invincible-Puzzle, hätte ich mich sehr über ein Poster in Größe des Puzzles-Kartons gewünscht. Denn ganz ehrlich, wer sich die Puzzles holt ist auch Comic-Fan und schätzt es dann vielleicht eher, sich das Poster an die Wand zu hängen, als das Puzzle. Zumindest geht es mir so, da Puzzle gerne mehrfach lege. Der zweite wichtige Punkt waren für mich die Schriftzüge der einzelnen Comic-Reihen, welche zwar auf dem Karton abgelichtet waren, aber nicht auf dem Puzzle. Dies dürfte zwar Geschmackssache sein, aber ich würde die Puzzles mit den Schriftzügen viel fetziger finden.

Doch kommen wir noch zu etwas Gutem und das ist die Qualität. Diese ist wirklich gut, da sich die Teile nahtlos miteinander verbinden lassen und so auch gelegt sehr stabil sind. Dies trifft auch auf den Druck an sich zu, welcher nicht pixelig ist und mit einer hohen Farbtiefe glänzen kann. Aus meiner Sicht immer ein wichtiger Punkt, denn wer will schon ein grobkörniges Bild.

Bewertung vom 26.04.2021
Hi Score Girl Bd.4
Oshikiri, Rensuke

Hi Score Girl Bd.4


ausgezeichnet

Vom Kind zum Teenager schien die Devise dieses Teiles der Reihe zu sein, denn wo wir in Band 1 noch ganz klar eher kindliche Charaktere hatten, waren es nun Teenager mit einem Hang zum jungen Erwachsenen. Doch dies störte mich kaum, da man nicht nur den Videospiel-Aspekt weiter beleuchtete, sondern ganz klar zeigte wie verwirrend und aufreibend diese Zeit sein kann. Dazu muss man ja sagen, das es in Japan spielt.

Ich war auf jeden Fall gespannt wie ein Flitzebogen, womit mich die Reihe diesmal überraschen würde. Kurz und knapp gesagt, mit viel Drama und Emotionen. Was jetzt vielleicht abwertend klingt, aber überhaupt nicht so gemeint ist. Man merkte eben, dass die Charaktere gewachsen sind und das ihre Meinung und ihr Verlangen endlich selbst entscheiden zu dürfen, überhand nehmen. Doch haben wir uns nicht ebenfalls so gefühlt? Da ich den Band als Erwachsene lese, sehe ich die Dinge nochmal anders als junge Leser und empfinde z.B. den Gefühls-Wirrwarr realistischer als in so manchen Romantik-Schinken.

Trotz des ganzen Dramas verlor der Band aber nicht an Humor. Dies lag nicht nur daran, das der Autor unglaublich gute Gesichtszüge zaubern kann, sondern auch daran, dass Videospielfiguren mal eben als Ratgeber dienen. Wer hat z.B. nicht schon mal Guile aus Street Fighter um Hilfe gebeten?

Bewertung vom 26.04.2021
Hi Score Girl Bd.3
Oshikiri, Rensuke

Hi Score Girl Bd.3


ausgezeichnet

Hätte es diese Reihe nicht schon in meiner Jugend geben können? Mit dem 3.Band der Reihe zeigte man nämlich nicht nur wie verwirrend und schwer die erste Liebe sein kann, sondern das unser Leben voller Überraschungen steckt. Klingt vielleicht hochtrabend, aber genau dies beinhaltete die Story diesmal.

Leider verriet die Kurzbeschreibung wirklich schon sehr viel, hielt aber zum Glück wenigstens noch ein paar Dinge für den Leser geheim. Die werde ich natürlich auch nicht verraten! Wie aber bereits angedeutet wurde, geht es mit Haruo und Akira langsam voran. Allerdings auf eine Art, die ich unglaublich zu schätzen weiß. Das Thema erste Liebe wird hier nicht einfach klischeehaft angegangen, sondern eben mal auf ungewöhnliche Art und Weise. Immerhin geht es Akira, Haruo und noch ein paar anderen Charakteren auch um die Leidenschaft zu Videospielen.

Ich liebe diese Mischung einfach. Besonders da in diesem Manga einfach mal die Geschichte der Videospiele erklärt wird und man zudem kleinere Hinweise zu Spielkonsolen erhält. Ich fand es z.B. sehr unterhaltsam als im Band gezeigt wurde wie teuer ein eigener Automat wäre. Klar es ist unnützes Wissen, aber eben welches das überrascht und hin und wieder zu unterhaltsamen Szenen führt.

Der Zeichenstil ist selbstverständlich derselbe geblieben. Alles andere hätte ich auch nicht hingenommen, denn ich liebe das Design der Figuren. Die sehr runden Köpfe haben aus meiner Sicht eben etwas sehr Markantes. Deswegen freue ich mich auch jetzt schon auf die folgenden Bände, denn die Serie zum Anime ist schon lange durchgesehen. Heißt, ich will unbedingt wissen wie es weiter geht.

Bewertung vom 24.04.2021
Schloss der Tiere. Band 2
Dorison, Xavier

Schloss der Tiere. Band 2


ausgezeichnet

Wenn mich eines beeindruckte dann der erste Band aus der „Schloss der Tiere“-Reihe. Die etwas umgeänderte Version von „Farm der Tiere“ war optisch und inhaltlich einfach eine Wucht und zeichnete sich durch Charaktere aus, die man lieben, aber auch hassen konnte. Nun ging es in den Nachfolger und würde ich ganz klar untertreiben, wenn ich sagen würde, dass ich mächtig gespannt war, was auf dem Hof alles passieren würde.

Also schnell rein ins Buch!

Kurz und knapp, ich war einfach nur begeistert. Wobei dies fast schon die falschen Worte wären, da der Band ja mehr schockierte, als unterhielt. Sagen wir es so, er schaffte es sozialkritische Themen gekonnt in Szene zu setzen. Immerhin ging es hier, wie auch in Orwells Werk darum, zu zeigen wie eine Diktatur aussieht. Und das schafften die Künstler mit Bravour.


Die Hauptrolle übernahm dabei auch diesmal wieder Miss B, welche neben ihrer unermüdlichen Kraft auch ein wahrer Hoffnungsspender war. Auf sie hörten die anderen Tiere, auch wenn ein paar dem Druck der Situation nicht gewachsen waren. Richtig interessant wurde es aber diesmal durch vermehrten Einblicke in das Leben des Stieres Silvio, welcher auf Kosten der Tiere lebt. Denn da die Tiere ja rebellieren müssen sie auf Annehmlichkeiten verzichten und das führte zu Situationen, in denen ich nur den Kopf schütteln konnte. Hier waren Wut und Hass meine regelmäßigen Begleiter.

Optisch tat sich zum Vorgänger nichts, was ich auch sehr begrüßen kann, da die Tiere mit ihren menschlichen Zügen die Handlung wundervoll repräsentierten. Doch nicht nur die Tiere waren ein Hingucker, sondern auch die Landschaften oder Räume. Wer am Anfang die Tiere im Schnee arbeiten sieht, wird automatisch das Frösteln bekommen, da sowohl die Stimmung, als auch die Farben, genau dies widerspiegeln. Umgekehrt ist es eben eine pure Wohltat zu sehen, wenn die Tiere am Feuer sitzen und die Wärme genießen. Ja, hier handelt es sich nur um einen Comic, aber dies zu schaffen zeigt für mich wahre Kunst.

Wer „Farm der Tiere“ als Buch sehr schätzte, dürfte sich auch im zweiten Band von „Schloss der Tiere“ pudelwohl fühlen. Die abgeänderte Story machte das Ganze fast noch besser verständlich und schaffte es mit dem Zeichenstil von Félix Delep, die Tiere und ihre Umgebung zu etwas zu machen, das man bewundern kann. Ich freue mich jetzt schon den auf den Nachfolger, denn von Miss B und den anderen Tieren im Schloss kann ich nicht genug bekommen.

Bewertung vom 23.04.2021
Die Erfindung von Mittelerde
Garth, John

Die Erfindung von Mittelerde


gut

Bin ich ein riesengroßer Mittelerde-Fan? Ehrlich gesagt nicht. Dabei beziehe ich mich allerdings nur auf die Reise von Frodo, denn die Welt an sich fand ich einfach nur wunderschön und sehr Facettenreich. Da kam dieses Buch gerade rechtzeitig! Denn ich fand es schon sehr interessant woher Tolkien seine Ideen nahm, welche Landstriche ihn zu bestimmten Szenen Inspirierten oder wo sogar erst Ideen entstanden.Also ab ins Abenteuer, welches erst einmal mit einem sehr ernsten, aber auch sehr ehrlichen Vorwort punkten konnte. Der Autor gab hier nämlich ehrlich zu, dass dies nur seine Ansicht von Tolkiens Welt war und nicht die von allen. Dies nahm ich ehrlich gesagt sehr positiv auf, da er ja auch sagen können, da nur seine Theorie und Nachweise die einzig Wahren seien.

Somit war ich nur noch gespannter, denn ich hatte bisher kein weiteres Buch über Tolkiens Ideensuche gelesen und war somit gespannt, wo man mich überall hinführen würde. Kurz gesagt zu sehr vielen Orten. Besonders schön empfand ich dabei die Abschnitte über die Meere und Küsten, und über die Wasserwelten Mittelerdes denn die hätte man auch ja auch außer Acht lassen können. Doch nicht hier! Ich mochte diese Abschnitte sehr, denn ich selbst, hätte diese Aspekte wohl nicht beachtet. Zu einem mittlerweile gutem Sachbuch gehören natürlich auch Illustrationen. Und die hatte das Buch zu Genüge. Egal ob alte Karten oder Fotografien von Landstrichen, hier gab es wirklich eine Menge zu sehen. Zum Glück, denn der Autor richtete sich wirklich eher an Hardcore-Fans, als an Neuentdecker dieser Welt. Dies zeigte sich nicht nur in den unglaublich vielen Verweisen, sondern auch an den Texten selbst, welche wirklich sehr sachlich waren und somit auch eine ganz schöne Länge hatten. Man hatte es hier wirklich mit einem Sachbuch der alten Schule zutun, das möglichst viel Material unterbringen möchte. Ich hätte mich über eine lockere Erzählung eher gefreut, wo eben auch mal Fakten kurz und knapp zusammengetragen werden. So hätte man vielleicht Liebhaber der Filme eher dazu bekommen, vielleicht auch zu den Büchern zu greifen. So hatte ich aber ein wirkliches sehr steifes Buch vor mir, das zwar mit der inhaltlichen Vielfalt glänzen konnte, aber Leute wie mich, die die Filme nur gesehen haben, völlig überforderte.

Dieses Buch richtete sich wirklich eher an die Fans der Bücher, als an die der Filme. Wer einfach nur einmal sehen möchte, wo z.B. Hobbingen seine Wurzeln hat, der kämpft sich hier durch sehr sachliche Texte, die auch eine enorme Länge haben. Zum einfach mal reinschnuppern, also eher weniger geeignet. Fans der Bücher dürften hier allerdings voll auf ihre Kosten kommen, da wirklich alle Aspekte der Mittelerdes berücksichtigt werden, welche dann auch noch mit verschiedensten Illustrationen untermauert werden.

Bewertung vom 22.04.2021
Rückkehr der Sontaraner / Doctor Who Monster-Edition Bd.3
Dicks, Terrance

Rückkehr der Sontaraner / Doctor Who Monster-Edition Bd.3


ausgezeichnet

Nach den Daleks und den Cyberman ging es für mich nun zu den Sontaranern. Diese waren für mich bisher eher unbekannt, da sie auch in der Serie bisher nicht so oft vorkamen. Gut, das liegt aber wahrscheinlich auch daran, das ich noch bei Staffel 9 hänge. Doch mein Interesse war geweckt, immerhin handelte es sich hier um eine sehr kampfeslustige Rasse, welche aber auch wirklich sehr speziell aussah. Und sie nun einmal in voller Action zu erleben, wollte ich mir dann doch nicht entgehen lassen.

Um so überraschte war ich, wohin mich die Story führte. Denn egal, ob von den Sontaraner oder vom Doktor, ich las erstaunlich wenig von ihnen. Dies hing aber auch damit zusammen das die gesamte Handlung auf dem Krieg zwischen den Sontaranern und den Rutanern aufbaute. Hier ging es wirklich um das große Ganze und das führte mich eben auch an Orte, die nur ein kleiner Teil der Geschichte waren. Doch war dies schlecht? Iwo, denn es war ein wirklich unglaublicher Ausflug, der für Doctor Who-Fans völlig neue Einblicke bereithalten dürfte.

Wie schon erwähnt gab es in diesem Buch eben nicht nur die Sontaraner, Rutaner und den Doctor, sondern auch viele Gehilfen. Erstaunlich war hier, dass sie regelrecht zu Hauptcharakteren wurde, da sie große Abschnitte mit ihren Erkundungen ausfüllten. Auch dies war nicht schlecht, auch wenn ich mir zwischendurch ein wenig mehr Doktor gewünscht hätte. Trotzdem war es für mich schön, die Begleiter des 7.Doktors kennenzulernen, da ich erst ab dem 8. in die Serie einstieg. Egal ob Kurt oder Bernice, ich fand hier wirklich tolle Charaktere, die wirklich viel Witz mitbrachten.

Trotz allem war dies bisher der komplexeste Band, da hier wirklich viele Details und Szenarien zusammenliefen. Man sprang förmlich von einem Ort zum Anderen, was für mich als Geringkenner, teils wirklich anstrengend war. Ich rate daher Lesern, die wie ich nur wenig Wissen über Doctor Who haben, stets ein internetfähiges Gerät in der Nähe zu haben, um sich die fehlenden Informationen zu besorgen. Ohne dies wäre ich nämlich reichlich aufgeschmissen zu werden.

Spaß hatte ich aber trotzdem zu genüge, denn der Band bot nicht nur viele Orte und Charaktere, sondern auch die unterschiedlichsten Momente, in denen man nie wusste, was gleich passieren würde. Oder anders herum, gab es Szenen, in denen man wirklich nichts Interessantes erwartete und plötzlich etwas geschah. Für mich ein absolutes Highlight, denn so schaffte man neben den spannenden Momenten, auch hochgefährliche oder unfassbar lustige Szenarien. Egal ob Fan oder nicht, dieses Buch machte wirklich einfach nur Spaß.

Dieses Buch war von vorne bis hinten, nicht nur unglaublich spannend, sondern sorgte mit vielen überraschenden Wendungen auch dafür, dass man es nicht weglegen wollte. Für Nichtkenner des 7.Doktors dürften viele Charaktere zwar unbekannt sein, aber mit ein wenig Intersuche, dürfte man schnell die passenden Infos finden. Hat man die, kann es richtig losgehen, denn hier wartete einen nicht nur der Krieg von Sontaranern und Rutaner, sondern noch so einiges mehr.