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Benutzername: LenaThur
Wohnort: Meersburg
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Bewertungen

Insgesamt 20 Bewertungen
12
Bewertung vom 27.05.2020
Der erste Federstrich / Das Buch der gelöschten Wörter Bd.1
Garner, Mary E.

Der erste Federstrich / Das Buch der gelöschten Wörter Bd.1


sehr gut

Optik: Das Cover gefällt mir sehr gut, vor allem da die Reihe richtig schön erkennbar ist.

Schreibstil: Es ist schön leicht zu lesen. Ich habe rein gar nichts zu bemängeln.

Figuren: Zu Beginn war ich ein wirklich großer Fan von Hope. Endlich mal eine Heldin die nicht das Klischee der jungen, wunderschönen Powerfrau. Sie ist eine taffe Frau, die aber auch schon einiges erlebt hat. Schade fand ich allerdings, dass sie sich stellenweise zu einem mannstollen Pubertier entwickelt hat, ich hoffe das legt sich in Teil zwei wieder. Die anderen Figuren finde ich wirklich sehr gut ausgewählt. Natürlich haben wir auch in diesem Buch einige Klischeecharaktere aber das muss man in diesem Genre einfach erwarten. Die Auswahl der literarischen Figuren gefällt mir aber wirklich gut.

Handlung: Stellenweise hat es sich ein bisschen gezogen. Im Großen und Ganzen war es aber doch recht spannend. Das Ende hat ordentlich Fragen aufgeworfen und ich bin wirklich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Fazit: Das Buch gefällt mir wirklich gut und ich fiebere bereits Band zwei entgegen. Es ist leicht zu lesen, spannend und unterhaltsam. Alles in allem eine wirklich tolle Lektüre.

Bewertung vom 27.02.2020
Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung / Sophia Bd.1
Bomann, Corina

Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung / Sophia Bd.1


sehr gut

Optik: Das Buch Cover ist ganz hübsch. Passt auf jeden Fall zum Inhalt.

Sprache: Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Man kann das Buch wunderbar in einem Rutsch durchlesen, was gut ist, da die Handlung einen wirklich am Ball hält. Die Zeit wird sehr schön beschrieben, ohne sie zu romantisieren.

Figuren: Das Buch strotzt nur so von starken weiblichen Charakteren. Neben der Protagonistin gibt es sehr viele wirklich beeindruckende Frauen. Teilweise sehr subtil, teilweise wird man von ihrer Persönlichkeit einfach umgehauen. Die Männer kommen in dem Buch nicht sonderlich gut weg. Einerseits ist die Darstellung der Genderrollen sehr passend für die damalige Zeit, andererseits ist es teilweise aber auch etwas arg pauschalisierend.

Handlung: Die Geschichte ist wirklich spannend. Sophia muss immer neue Hürden erklimmen. Trotzdem meistert sie es wirklich gut. Der Spannungsbogen wird schön gehalten und durch den kleinen Cliffhanger am Ende fördert natürlich den Wunsch nach Band zwei.

Fazit: Das Buch gefällt mir wirklich sehr gut. Es spiegelt die damalige Zeit erstaunlich gut wieder. Zumal diese für meinen Geschmack häufig zu arg romantisiert wird. Besonders gut gefällt mir das auch einige realhistorische Figuren eingebaut wurden. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, vor allem wer an Büchern mit starken Frauen Freude hat, wird in diesem Buch gute Unterhaltung finden. Ich bin wirklich schon sehr gespannt auf den zweiten Teil.

Bewertung vom 18.02.2020
Die Fesseln des Bösen, 8 Audio-CDs
Grangé, Jean-Christophe

Die Fesseln des Bösen, 8 Audio-CDs


schlecht

DIeses Buch ist wirklich schockierend und zumindest für mich einfach nicht gut. Der Autor hat scheinbar das Ziel so viele Superlative wie möglich in das Buch einzubauen. Noch schockierender und abstoßender zu sein als alles andere auf dem Buchmarkt. Das ist ihm auf jeden Fall gelungen. Dadurch das ich das Hörbuch gehört habe, hatte ich leider nicht die Möglichkeit irgendetwas zu überfliegen, sondern war gezwungen mir den gesamten Inhalt anzutun. Wer Probleme mit sexueller Gewalt, Vergewaltigungen, Sadismus und Masochismus keinerlei Probleme hat, findet in diesem Buch sicherlich gute Unterhaltung. Eigentlich bin ich was das angeht nicht sonderlich empfindlich, dachte ich zumindest, denn bei diesem Buch ist mir teilweise einfach schlecht geworden. Ich finde es vom Verlag auch recht unverantwortlich, dass die Hauptthematik, die Hardcore-Pornosscene, weder im Klappentext noch in der Hör-, bzw. Leseprobe, mit keinem Wort erwähnt wird. Ich könnte mir vorstellen, dass das Buch für Menschen mit einem gewissen Hintergrund extrem belastet sein kann, daher finde ich sollte es zumindest in irgendeiner Weise auftauchen. Die Handlung und die Figuren konnten mich leider auch nicht mit dem Buch versöhnen. Alle Figuren sind irgendwie merkwürdig und auch nicht sehr detailliert ausgearbeitet. Auch hier bedient sich der Autor dem Anspruch jeden noch schlimmer darzustellen als den nächsten. Ebenso die Handlung erschien mir einfach zu weit ab von jeglicher Realität. Unter keinen Umständen wäre jemand wie Corso länger als zwei Wochen im Amt.

Leider bekommt das Buch daher nur einen Stern von mir, wobei ich mir siche bin, dass es viele Menschen gibt, die Gefallen an diesem Buch finden werden, für mich persönlich war es einfach nichts.

Bewertung vom 03.02.2020
Das Gerücht
Kara, Lesley

Das Gerücht


sehr gut

Optik: Das Cover trifft genau die Stimmung des Buches. Kleinstattleben mit scheinbaren Geheimnissen.

Sprache/Schreibstil: Das Buch ist leicht zu lesen, unterhaltsam aber nicht zu kompliziert. Schön fand ich die Zwischenepisoden aus der Sicht der Täterin.

Figuren: Die Figuren sind keine neue Erfindung, aber alle recht schön ausgearbeitet. Vor allem die Hauptcharaktere hat die Autorin sehr detailreich formuliert.

Handlung: Das Buch zeigt wirklich sehr schön auf, wie schnell Gerüchte sich aufbauschen und unaufhaltsam größer und gefährlicher werden. Der Spannungsbogen des Werkes ist ganz gut, es zieht sich nicht so sehr, dass es einem langweilig wird, geht aber auch nicht so schnell, dass man nicht mehr hinterher kommt. Der Plottwist hat mir gut gefallen.

Fazit: Im Großen und Ganzen ein sehr unterhaltsames Buch, dass für einen gemütlichen Regentag wirklich sehr gut geeignet ist.

Bewertung vom 23.01.2020
Die nach den Sternen greifen / Das Grand Hotel Bd.1
Benedikt, Caren

Die nach den Sternen greifen / Das Grand Hotel Bd.1


sehr gut

Optik: Das Cover ist unspektakulär aber schön. Wir haben ein wunderschönes Hotel am Strand unter strahlend blauem Sternenhimmel. Es gibt einem auf jeden Fall eine schöne Vorlage für das Hotel um welches es in diesem Buch geht.

Sprache: Die Sprache und der Schreibstil sind sehr angenehm. Es lässt sich entspannt lesen und ist nicht zu kompliziert. Je nachdem welche Figur gerade den Protagonisten darstellt ändert sich auch die Sprache. So etwas gefällt mir immer gut. Die Aufteilung der Kapitel in Abschnitte aus der Sicht einer Figur ist einerseits ganz interessant, da man wirklich viele Personen genauer kennenlernt und sich nicht wie sonst nur auf einige wenige Protagonisten konzentriert. Andererseits ist es vor allem zu Beginn etwas viel Information aus einmal. Aber gerade für eine Buchreihe ist es eine tolle Möglichkeit so viele Figuren wie möglich einzubringen.

Figuren: Dieses Buch hat wirklich sehr viel Personal. Neben der Familie die im Zentrum der Handlung steht, werden auch noch sehr viele ihrer Angestellten und Bekannten sehr genau betrachtet. Dafür dass es so viele Figuren sind, sind sie erstaunlich gut ausgearbeitet. Es gibt nur hier und da kleine Schwächen. Durch die vielen Figuren bietet sich natürlich auch ein sehr großes Handlungspotential für die folgenden Bände. Was die Charaktere angeht, haben wir alles vertreten, was man für ein gutes Drama braucht. Träumer, Geschäftsleute, starke und schwache Frauen und Männer, Charmeure, Raufbolde und und und. Das Personal ist meiner Meinung nach tatsächlich sehr gelungen aufgestellt.

Handlung: Die Handlung erinnert mich stark an Serien wie „Downton Abbey“. Geld, Macht, Status, Skandale, Geheimnisse, Intrigen, Gewalt, Sex, Drogen. Alles ist vertreten um die Geschichte so richtig spannend und dramatisch zu machen. Natürlich stellenweise etwas übertrieben, aber das macht es nicht unbedingt schlechter. Ein bisschen ist es wie ein spanisches Drama, einfach ein bisschen überspitzt. Wir befinden uns in den 20ern und betrachten das Leben einer reichen Familie im Hotelgeschäft. Direkt nach dem ersten Weltkrieg ist alles noch etwas unruhig, aber die Familie hat sich einen Namen gemacht. Es gibt jede Menge Drama sowohl in der Familie, als auch in ihrem Umfeld. Mit den vielen verschiedenen Figuren gehen natürlich auch diverse Handlungsstränge einher. Trotzdem zieht sich auch ein roter Faden durch das Werk, der hoffentlich auch in den Folgebänden weiterläuft. Das Ende lässt auf jeden Fall auf jede Menge weitere dramatische Ereignisse um die Familie von Plesow.

Fazit: Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Es ließ sich entspannt lesen, ohne mich so sehr zu fesseln, dass es mich von der Arbeit abgehalten hätte. Trotzdem war es sehr spannend und unterhaltsam. Wer Erzählungen aus den 20ern oder allgemein Dramen liebt, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen denn es bietet einfach alles was es für ein gutes Drama braucht.

Bewertung vom 18.01.2020
Die Blume der Finsternis / Shadowscent Bd.1 (MP3-Download)
Freestone, P. M.

Die Blume der Finsternis / Shadowscent Bd.1 (MP3-Download)


gut

Optik: Das Cover ist hübsch. Wirklich tolle Farben. Über den Inhalt sagt es nicht wirklich was aus, aber das ist ja auch nicht unbedingt notwendig.

Schreibstil/Sprache: Die Sprache ist leicht verständlich ohne große Höhen und Tiefen. Wer Interesse an der Hörbuchvariante hat, dem kann ich sagen, dass die weibliche Stimme sehr gut zur Protagonistin passt. Der männliche Leser hat zwar eine sehr angenehme Stimme, passt aber meiner Meinung nach nicht sehr gut zu dem Protagonisten. Was mich dabei allerdings massiv gestört hat, dass beide Sprecher Worte teilweise falsch aussprechen. Eine weitere Besonderheit ist, dass sich die Autorin bemüht hat Schimpfworte und Flüche zu erfinden die in diese Welt passen. Leider haben die mich ziemlich genervt, es hat immer wieder den Fluss gestört.

Figuren: Am Anfang werden einem eine ziemlich große Menge Figuren vorgestellt, sodass man sich erst mal zurechtfinden muss. Die beiden Protagonisten haben beide ihre positiven und negativen Seiten. Rakel finde ich ziemlich anstrengend, obwohl sie ein wirklich interessanter Charakter ist hat sie mich leider häufig mehr genervt als fasziniert. Sie ist eine verwirrende Mischung aus einem „Bauerntrampel“ und einer ambitionierten jungen Frau. Ash gefällt mir deutlich besser, wobei er für mein Empfinden stellenweise etwas zu melodramatisch ist. Die beiden funktionieren als Team besser als getrennt, wobei auch die Beziehung der beiden manchmal etwas gewollt wirkt. So als hätte die Autorin unbedingt aus einer Freundschaft eine Liebesbeziehung machen wollen.

Handlung: Am Anfang der Handlung war ich stellenweise recht verwirrt. Ich glaube einen großen Anteil daran trägt der Klappentext. Denn dieser Beschreibt nur den zweiten Teil der Handlung, dadurch wirkt der komplette erste Teil wie ein Prolog. Es dauert wirklich lange bis sich die Protagonisten überhaupt begegnen. Als es dann endlich so weit ist nimmt die Handlung tatsächlich etwas Fahrt auf, aber leider nur im Mittelteil. Der Showdown ist extrem langatmig. Klar sollte es den zwei nicht zu leicht Fallen den Prinzen zu retten, aber zum Schluss hatte ich echt das gefühlt es ist künstlich in die Länge gezogen. Natürlich haben wir am Ende noch eine Art Cliffhanger, damit auch jeder auf den Zweitenteil gespannt ist.

Fazit: Der Auftakt zu dieser neuen Fantasy-Reihe konnte mich leider nicht zu hundert Prozent überzeugen. An manchen Stellen war es mir zu erzwungen. Den Ansatz fand ich eigentlich sehr spannend. Das mit den Gerüchen ist schon sehr interessant, aber leider wurde das immer wieder von der recht langsam verlaufenden Handlung überdeckt. Zur seichten Unterhaltung würde ich das Buch nicht empfehlen, dafür baut sich die Spannung einfach zu schleppend auf. Große Fantasy-Fans haben aber sicherlich Freude daran.

Bewertung vom 18.01.2020
Die Blume der Finsternis / Shadowscent Bd.1
Freestone, P. M.

Die Blume der Finsternis / Shadowscent Bd.1


gut

Optik: Das Cover ist hübsch. Wirklich tolle Farben. Über den Inhalt sagt es nicht wirklich was aus, aber das ist ja auch nicht unbedingt notwendig.

Schreibstil/Sprache: Die Sprache ist leicht verständlich ohne große Höhen und Tiefen. Wer Interesse an der Hörbuchvariante hat, dem kann ich sagen, dass die weibliche Stimme sehr gut zur Protagonistin passt. Der männliche Leser hat zwar eine sehr angenehme Stimme, passt aber meiner Meinung nach nicht sehr gut zu dem Protagonisten. Was mich dabei allerdings massiv gestört hat, dass beide Sprecher Worte teilweise falsch aussprechen. Eine weitere Besonderheit ist, dass sich die Autorin bemüht hat Schimpfworte und Flüche zu erfinden die in diese Welt passen. Leider haben die mich ziemlich genervt, es hat immer wieder den Fluss gestört.

Figuren: Am Anfang werden einem eine ziemlich große Menge Figuren vorgestellt, sodass man sich erst mal zurechtfinden muss. Die beiden Protagonisten haben beide ihre positiven und negativen Seiten. Rakel finde ich ziemlich anstrengend, obwohl sie ein wirklich interessanter Charakter ist hat sie mich leider häufig mehr genervt als fasziniert. Sie ist eine verwirrende Mischung aus einem „Bauerntrampel“ und einer ambitionierten jungen Frau. Ash gefällt mir deutlich besser, wobei er für mein Empfinden stellenweise etwas zu melodramatisch ist. Die beiden funktionieren als Team besser als getrennt, wobei auch die Beziehung der beiden manchmal etwas gewollt wirkt. So als hätte die Autorin unbedingt aus einer Freundschaft eine Liebesbeziehung machen wollen.

Handlung: Am Anfang der Handlung war ich stellenweise recht verwirrt. Ich glaube einen großen Anteil daran trägt der Klappentext. Denn dieser Beschreibt nur den zweiten Teil der Handlung, dadurch wirkt der komplette erste Teil wie ein Prolog. Es dauert wirklich lange bis sich die Protagonisten überhaupt begegnen. Als es dann endlich so weit ist nimmt die Handlung tatsächlich etwas Fahrt auf, aber leider nur im Mittelteil. Der Showdown ist extrem langatmig. Klar sollte es den zwei nicht zu leicht Fallen den Prinzen zu retten, aber zum Schluss hatte ich echt das gefühlt es ist künstlich in die Länge gezogen. Natürlich haben wir am Ende noch eine Art Cliffhanger, damit auch jeder auf den Zweitenteil gespannt ist.

Fazit: Der Auftakt zu dieser neuen Fantasy-Reihe konnte mich leider nicht zu hundert Prozent überzeugen. An manchen Stellen war es mir zu erzwungen. Den Ansatz fand ich eigentlich sehr spannend. Das mit den Gerüchen ist schon sehr interessant, aber leider wurde das immer wieder von der recht langsam verlaufenden Handlung überdeckt. Zur seichten Unterhaltung würde ich das Buch nicht empfehlen, dafür baut sich die Spannung einfach zu schleppend auf. Große Fantasy-Fans haben aber sicherlich Freude daran.

Bewertung vom 26.11.2019
Das tödliche Wort / Die unsichtbare Bibliothek Bd.5
Cogman, Genevieve

Das tödliche Wort / Die unsichtbare Bibliothek Bd.5


sehr gut

Optik/Haptik: Ich finde die Cover dieser Reihe allgemein sehr schön. Sie sind alle recht ähnlich, daher kann man die Reihe als Ganzes gut erkennen. Dieser Band ist lila und zeigt Paris.

Schreibstil/Sprache: Der Schreibstil von Genevieve Cogman, bzw. dessen Übersetzung, hat mir schon immer gefallen, sie hat eine tolle Art die einzelnen Dinge und Figuren zu beschreiben. Stellenweise ist es ein klein bisschen langatmig aber nicht so sehr, dass das Buch langweilig würde.

Figuren: Viele der Figuren sind ja bereits aus den vorherigen Bänden bekannt. Allerdings tauchen auch einige neue Charaktere. Besonders hat es mir Mu Dan angetan, aber auch die Blutgräfin gefällt mir sehr gut. Ich finde wirklich schön, wie die Autorin verschiedene historische und literarische Figuren mit einbaut. Vor allem bei den Elfen ist das natürlich wirklich sehr amüsant. Ob es nun Kardinal Richelieu, Madam LaLaurie oder die klassische grimmsche Prinzessin ist, es wirkt einfach wunderbar amüsant auf den Leser. Irene stand dieses Mal ja wirklich in der Mitte eines großen Chaos. Ich finde aus der Ermittlergruppe an sich hätte man noch ein bisschen mehr machen können. Ich finde es hätte etwas mehr Auseinandersetzung zwischen Silver und Mu Dan geben sollen. Das hatte am Anfang ein bisschen mehr Amüsement versprochen als es dann tatsächlich der Fall war.

Handlung: Es startet mal wieder mit einem rasanten Auftritt Irenes. Ich fand leider ein bisschen schade, dass darauf im Buch wieder keinen Bezug genommen wurde. Die Handlung an sich hat etwas langsam gestartet. Es hat relativ lang gedauert bis die ganze Situation erklärt war. Was mir gut gefallen hat, ist dass es immer wieder Überraschungen gab und man eben nicht schon ab der Hälfte des Buches wusste wer der Bösewicht war. Vor allem die mittlere Phase in der Irene einfach nur zwischen den einzelnen politischen Parteien hing hat mir gut gefallen. Gleichzeitig muss sie sich auch noch auf die Blutgräfin konzentrieren. Der Showdown schlussendlich hat dann ja nochmal einiges an Spannung aufgebaut, jedes Mal wenn man dachte jetzt haben wir die komplette Lösung kam nochmals ne Schippe drauf. Was mich jedes Mal wieder irritiert, ist dass Irene zwar immer wieder ausgelaugt wird von der Sprache aber nie wirklich daran scheitert. Am Ende sind dann alle losen Fäden zusammengelaufen. Außerdem bietet es natürlich auch einiges an Potential für den nächsten Band.

Fazit: Das Buch hat mich auf jeden Fall gut unterhalten. Obwohl ich den vierten Band nicht gelesen hatte, hatte ich kein Problem mich in die Handlung einzufinden. Trotz der Anlaufschwierigkeiten war das Buch sehr spannend. Ich bin wirklich gespannt wie es dann im nächsten Band weitergeht. Das Buch empfehle ich wirklich gerne, ich denke auch jemand der mit dieser Reihe nicht vertraut ist, kann mit diesem Band einsteigen, wobei es den Lesespaß sicher verbessert wenn man die einzelnen Figuren schon kennt.

Bewertung vom 17.11.2019
Alte Sorten
Arenz, Ewald

Alte Sorten


ausgezeichnet

Optik/Haptik: Das Buch hat mir schon bevor ich die erste Seite aufgeschlagen habe wirklich gut gefallen. Das Cover ist wirklich schön, obwohl es so schlicht gehalten ist. Außerdem fühlt sich das Hardcover wirklich toll an, denn im Gegensatz zum Druck ist der Grundstoff rau gehalten.

Schreibstil/Sprache: Der Schreibstil von Ewald Arenz hat mich direkt gefangen genommen. Er verwendet sehr viele, mitunter ungewöhnliche Adjektive. Dadurch sieht man die Handlung beinahe vor Augen. Die ganze Szenerie ist beschrieben wie ein wunderbares Gemälde. Ich konnte mir zu jeder Zeit vorstellen wie alles aussieht und den Geschmack der Birnen hatte ich wirklich fast auf der Zunge. Die Sprache ist war etwas anspruchsvoller, aber gerade das gefällt mir daran besonders gut.

Figuren: Sally und Liss sind beides sehr komplizierte Charaktere, die jeweils auf eine weniger gute Zeit zurückblicken. Dadurch wird ihr ganzes Leben beeinflusst. Sally befindet sich scheinbar noch mitten drin in ihrer ganz persönlichen Hölle und ist fest entschlossen alles und jeden zu hassen. Auch bei Liss ist sofort klar, dass sie ein ihrem Leben einiges durchleiden musste, aber sie hat sich augenscheinlich damit abgefunden und lebt in einem mehr oder weniger festgefahrenen Alltag vor sich hin. Als sich die beiden nun begegnen passen sie einfach gut zusammen. Liss ist die erste, die Sally nicht behandelt wie die anderen Erwachsenen. Und Liss wird von Sally im Prinzip gezwungen aus ihrem gewohnten Trott auszubrechen. Einerseits verstehen sich die beiden ganz gut, andererseits knallt es auch immer wieder. Beide Frauen sind so unglaublich gut ausgestaltet, dass ich das Gefühl hatte die beiden wirklich zu kennen.

Handlung: Das Buch hat mich wirklich so gefesselt, dass ich deshalb beinahe vergessen habe zu Arbeit zu gehen. Es ist einfach so gut geschrieben, ich habe mit beiden Frauen mitgelitten. Obwohl ich keiner der beiden Altersgruppen angehöre, konnte ich mich in beide wahnsinnig gut hineinversetzen. Das Ende gefällt mir besonders gut, es ist nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen, aber es ist einfach gut.

Fazit: Normalerweise bin ich wirklich kein Mensch der in Lobeshymnen ausbricht, aber dieses Buch hat es geschafft, dass ich meinen Mitbewohnern durch meine Schwärmerei tatsächlich auf die Nerven gegangen bin. Ich habe schon lange kein Buch mehr in der Hand gehalten, das mich so sehr gefesselt hat. Es ist direkt unter die Top Ten meiner Lieblingsbücher gewandert. Wenn ich könnte würde ich auch mehr als fünf Sterne geben, aber da das nicht möglich ist bleibt es leider bei den fünf.

Bewertung vom 17.11.2019
Das Mädchen im Eis / The Fourth Monkey Bd.2
Barker, J. D.

Das Mädchen im Eis / The Fourth Monkey Bd.2


ausgezeichnet

Optik/Haptik: Das Buch sieht toll aus, verrät aber nicht sehr viel über den Inhalt. Es hat eine Oberfläche mit Struktur wodurch sich das Buch auch sehr gut anfühlt.

Schreibstil/Sprache: Wie schon in Band 1 ist die Sprache unglaublich fesselnd. Durch die ständigen Sprünge zwischen den einzelnen Figuren wird immer mehr Spannung aufgebaut, wenn man gerade ein interessantes Detail erfahren hat, kann man sich sicher sein, dass es erst mal einen Szenenwechsel gibt.

Figuren: Zusätzlich zu den Figuren aus Band eins haben wir einige neue Charaktere dazubekommen. Es gefällt mir sehr gut wie diese aufgebaut wurden. Um Sam mache ich mir langsam wirklich Sorgen, er lässt sich von Bishop immer weiter in den Abgrund ziehen. Ich hoffe wirklich dass es in irgendeiner Weise gut für ihn ausgeht. Den zweiten Antagonisten finde ich sehr spannend. Irgendwie tut er mir ein bisschen leid. Auch die beiden Frauen mit denen sich Sam rumschlagen muss gefallen mir gut, vor allem Sara war mir von Anfang an suspekt.

Handlung: Wie schon in Band eins ist es einfach unglaublich spannend. Einerseits hatte ich das Bedürfnis das Buch in einem Rutsch durchzulesen, andererseits wollte ich es in eine Ecke werfen und mir selber ein Happy End ausdenken, weil mir klar war, dass es einfach nicht besser wird. Ich finde sehr schön, dass wir am Ende erfahren wie die ganzen „Bösewichte“ zusammenhängen. Und natürlich wird der Leser zum Schluss mit genug neuen Informationen gefüttert, damit er sich direkt nach der Fortsetzung sehnt. Auf die muss ich jetzt leider noch ein bisschen harren. Aber ich kann es wirklich kaum erwarten endlich den Showdown zu erleben.

Fazit: Schon Band eins hat mir wirklich sehr gut gefallen und dieser hat mich noch mehr gefesselt. Sie sind auf jeden Fall zwei meiner Lieblingsthriller. Es ist einfach echt verstörend. Jedes mal wenn man denkt irgendwas entwickelt sich positiv wird es einfach noch schlimmer. Anson Bishop ist meiner Meinung nach einer der am besten ausgearbeiteten „Bösewichte“ der zeitgenössischen Literatur. Ich warte jetzt schon ganz sehnsüchtig auf den nächsten Band.

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