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Benutzername: Bücherhausen
Wohnort: Falkensee
Über mich:


Bewertungen

Insgesamt 17 Bewertungen
12
Bewertung vom 08.06.2020
Never Let Me Down
Bowen, Sarina

Never Let Me Down


gut

Die Autorin Sarina Bowen konnte mich zuvor mit ihrer "The Ivy Years Reihe", sowie der "True North" Reihe überzeugen. Sie schreibt Young Adult Romane mit tiefgründigen Themen, verpackt in einer schönen Liebesgeschichte. Nun ist ihr neuer Roman erschienen. In "Never let me down" geht es um ein junges Mädchens, welches ihre Mutter verliert, ihren berühmten Vater kennenlernt und ein neues Leben beginnt.

Die Autorin:
Sarina Bowen studierte Wirtschaftswissenschaften in Yale. Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie in Hanover, New Hampshire. Ihre True North Reihe sowie die The Ivy Years Reihe feierte bereits große Erfolge und wurde von Lesern wie Bloggern hoch gelobt.

Kritik und Fazit:
Das Cover des Buches ist recht hübsch gehalten. Wir sehen dort durchscheinende Blätter in Rosa-, Lila- und Pfirsichfarben. Der Titel ist sehr massiv in der Mitte platziert. Das alles hat nichts mit dem Inhalt zu tun, ist einfach hübsch anzusehen. Ich persönlich mag ja passende Cover zum Buchinhalt lieber. In einer Buchhandlung hätte ich wohl nicht aufgrund des Covers nach dem Buch gegriffen, sondern einzig wegen der Autorin.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und man kann der Story von der ersten Seite an folgen. Die ganze Geschichte ist aus Rachels Sicht geschildert und geht gleich sehr emotional los, denn Rachel trifft zum ersten Mal auf ihren leiblichen Vater.

Alles in allem hat mich das Buch leider nicht ansatzweise so überzeugen können, wir Sarina Bowens bisherige Romane. Ich war sogar ziemlich enttäuscht, denn die Charaktere blieben mir bis zum Ende hin fern. Rachels bester Freund Ezra beispielsweise, der eine wichtige Stütze in ihrer Vergangenheit gewesen war, bekam viel zu wenig Raum und wurde mir durch eine sehr übergriffige Szene absolut unsympathisch. Auch hat die Autorin diese Szene meiner Meinung nach nicht ausreichend bearbeitet. Es kommt hier „fast“ zu einem sexuellen Übergriff, aber das Ganze wird danach kaum noch thematisiert. Das empfinde ich bei einen Roman für junge Leser äußerst unpassend, da es ein falsches Bild auf die eigene Sexualität werfen kann. Ich finde, da hat ein Autor auch eine gewisse Verantwortung zu tragen.

Auch die Ereignisse um Rachels Dad waren mir zu überstürzt, oftmals nicht wirklich glaubwürdig, oder einfach nicht genug verarbeitet. Beide führen zu wenige klärende Gespräche, sodass auch am Schluss nicht alle Fragen ausreichend beantwortet, oftmals nur Andeutungen gemacht wurden, bei welchen wieder viel Spielraum für Spekulationen bleibt. Rachel findet zwar im Verlauf der Geschichte ihren Weg und der Leser bekommt einen groben Eindruck der Ereignisse vor Rachels Geburt, dennoch bleibt mir alles viel zu vage.

Auch die Beziehung zwischen Rachel und Jake ist zu unbestimmt und irgendwie oberflächlich. Was zunächst sehr vielversprechend durch den Austausch einiger Mails und Telefonate beginnt, trat dann auf der Stelle. Mir fehlten Dialoge, es hatte sich doch die meiste Zeit alles in Rachens Kopf abgespielt und war somit zu einseitig. Rachel macht kaum eine Wandlung durch. Sie weiß zwar theoretisch, was sie wie tun sollte, bleibt aber bis zum Ende hin eher verschlossen.

Somit kommt "Never let me down" nicht an die Qualität heran, die ich bisher von Sarina Bowen gewohnt war. Die Geschichte war zu oberflächlich, die Charaktere blieben zu blass und die Handlung trat oft auf der Stelle. Die Wendungen in der Geschichte sind eher seicht und Rachels Handlungsweise war mir oft unverständlich. Schade, denn Potenzial hätte die Geschichte durchaus gehabt, es wurde aber leider nicht ausgeschöpft.

Bewertung vom 06.02.2020
Someone Else / Someone Bd.2
Kneidl, Laura

Someone Else / Someone Bd.2


sehr gut

In den letzten Monaten bin ich ein Fan von Laura Kneidl geworden. Vor allem mit ihrer Reihe "Berühre mich. Nicht / Verliere mich. Nicht" hat sie sich in mein Herz geschlichen. Beide Bücher waren ein wunderbares Leseerlebnis, welches das Herz berührt. Ihre neuste Someone-Reihe musste ich natürlich auch dringend lesen. "Someone-New" berührte mich wieder, von "Someone-Else" möchte ich euch heute berichten.

Die Autorin:

Laura Kneidl (geboren 1990 in Erlangen) hatte schon früh Interesse an allem Rund ums Schreiben. 2009 begann sie mit der Arbeit an ihrem ersten Roman und wurde dabei von Fantasy-Romanen inspiriert. Seither bestimmen Bücher ihr Leben. Beim Carlsen Verlag erschienen von ihr Kinder- bzw. Jugendbücher, wie zum Beispiel Light & Darkness.

Kritik und Fazit:

Das Cover ist dem des ersten Teils sehr ähnlich. Lediglich die Farbnuancen unterscheiden sich. Es ist hübsch anzusehen, hat aber nichts mit dem Buch zu tun und lässt keine weiteren Rückschlüsse auf die Handlung ziehen.

Wie bei der Autorin zu erwarten war, wird man sofort in die Geschichte gesaugt und ich habe mich gefreut die alt bekannten Charaktere aus Someone New wieder zu treffen.

Cassie war mir bereits sehr sympathisch und ist es weiterhin geblieben. Es war spannend, in ihre Gedanken abzutauchen auch wenn ich sie nicht immer nachvollziehen konnte. Aber ich bin auch schon ein Stückchen älter als Cassie. Leider bliebt Auri neben ihr etwas blass. Er ist zwar auch sympathisch, aber irgendwie blieb er eher am Rande der Geschichte. Vielleicht wäre hier ein Perspektivwechsel zwischen Cassie und Auri spannend gewesen. Laura Kneidl schrieb allerdings den gesamten Roman aus Sicht Cassies.

Neben der Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten Cassie und Auri kommen auch in diesem Roman wieder ernstere Themen zur Sprache. So geht es um Rassismus, Ausgrenzung, Darstellung in der Social Media Welt, körperliche und seelische Krankheiten. Das ist ganz typisch für die Romane der Autorin. Allerdings hatte ich hier das Gefühl, dass zu viele Themen aufeinander treffen und somit nicht gänzlich ausgearbeitet werden konnten. Somit bleiben auch die Charaktere leider etwas blass und oberflächlich, vor allem Auri.

Auch für mich wichtig erscheinende Szenen, wie die SciFaCon und die Hochzeit von Auris Mutter, wurden zu knapp abgehandelt, was ich sehr schade fand. Der große Knall am Ende war für mich auch etwas an den Haaren herbei gezogen.

Das Buch hat mich zwar gut unterhalten, allerdings bin ich doch etwas enttäuscht, da die Tiefe, die man sonst von Laura Kneidl kennt, diesmal leider auf der Strecke blieb.

Bewertung vom 10.12.2019
Kleines Klammeräffchen Aurelia! Lauf doch mal alleine!
Flechsig, Dorothea

Kleines Klammeräffchen Aurelia! Lauf doch mal alleine!


ausgezeichnet

Meine Kinder sind alle große Fans der Aurelia Bücher und auch ich finde die Themen absolut passend.
Im ersten Band ist Aurelia schmutzig und möchte sich nicht waschen. Das Problem kennen wir zwar nicht, da meine Kinder kleine Wasserratten sind, dennoch war es sehr interessant, zu erfahren, wie sich die verschiedenen Tiere waschen.
Als kleine Nachteule wollte Aurelia dann nicht schlafen gehen und diese Situation kennen wir Eltern nur zu gut, haben wir selbst eine kleine Nachteule zu Hause. Auch hier war es spannend zu sehen, wie die unterschiedlichen Tiere schlafen und es machte meinen Kindern Spaß, die verschiedenen Positionen auszuprobieren.

Aurelia ist ein neugieriges und selbstbewusstes Mädchen, welches die Welt um sich mit Händen und Füßen entdecken will. Ganz nebenbei schafft sie es dann sogar noch, dem Ziel der Wanderung ein großes Stück näher zu kommen und wird am Ende von ihrem Vater noch belohnt.

Der Text ist wieder kurz und präzise gehalten, sodass auch Leseanfänger ihren kleinen Geschwistern dieses Buch vorlesen können. In Verbindung mit den Zeichnungen entsteht eine mitreißenden kleine Geschichte.

Die Illustrationen untermalen ganz toll die einzelnen Tiere und deren Gangarten. Außerdem strotzen sie nur so vor Farbe und Freude. Aurelia scheint ein wenig größer geworden zu sein (was vielleicht am Wechsel der Illustratorin für dieses Buch liegt), aber genau das empfand ich wirklich toll, denn so wird auch Aurelia langsam größer und auch die Kinder sehen, dass manche Dinge sich ändern, wenn man größer oder älter wird.
Wie gewohnt sind die Bilder großflächig, farbenfroh und lebendig gezeichnet zudem finden sich immer wieder kleine Details, die einem Suchbild ähneln. Denn oft verstecken sich kleine unscheinbare Tierchen hinter den großen, um die es gerade eigentlich geht.

Mit dem kleinen Klammeräffchen zog wieder ein wunderbares Buch der Autorin Dorothea Flechsig bei uns zu Hause ein. Denn unser kleiner Sohnemann will auch ständig getragen werden, was mit knapp 20kg Körpergewicht langsam aber wirklich zu schwer ist. So fanden wir uns alle in der Geschichte um Aurelia, die zu müde zum Laufen ist, wieder.
Eine klare Leseempfehlung also von meinen Kindern und mir!

Bewertung vom 15.10.2019
Happy End - und dann? / Cinder & Ella Bd.2
Oram, Kelly

Happy End - und dann? / Cinder & Ella Bd.2


sehr gut

Eine unterhaltsame aber weniger ergreifende Fortsetzung der Geschichte von Cinder & Ella.
Nachdem ich vor ein paar Monate den ersten Teil der Geschichte von "Cinder & Ella" gelesen habe und tief berührt war, wollte ich natürlich wissen, wie es mit den beiden weiter geht und war sehr neugierig auf die Fortsetzung "Cinder & Ella – Happy End – und dann?", welche direkt an den ersten Band anknüpft. Ich habe mich recht gut unterhalten gefühlt, aber leider konnte mich die Handlung nicht so überzeugen, wie es bei dem ersten Teil der Fall war.

Ich habe sehr gut in die Lektüre hinein gefunden und fand es sehr gut, dass alle wichtigen Charaktere aus dem ersten Band "Cinder & Ella" nochmals eine kleine Einführung durch ihre Auftritte bekommen haben.

Es war sehr schön, mitzuerleben, wie Brian und Ella miteinander umgehen. Einerseits sind sie sich wahnsinnig vertraut, da sie sich schon so lange kennen. Andererseits lernen sie sich jetzt erst richtig, von Angesicht zu Angesicht kennen.

Ich finde Ellas Zurückhaltung sehr authentisch und ich kann mir vorstellen, dass es ihr unheimlich schwer fällt, sich berühren zu lassen, wo sie doch selbst mit ihrem vernarbten Körper so hadert. Sie ist mutig und stark, aber auch das hat Grenzen und das bringt die Autorin wunderbar rüber.

Gleich zu Beginn der Handlung gibt es allerdings eine Szene, die mich nicht überzeugen konnte. Sie wirkte leider etwas konstruiert, um auf ein großes Problem der Beziehung aufmerksam zu machen: Ella ist nun ein Promi und muss sich mit der Öffentlichkeit auseinander setzen. Die erwähnte Szene öffnet Ella die Augen und zeigt ihr, dass ihr Leben nun grundlegend verändert ist, da sie als Freundin eines Prominenten nun auf Schritt und Tritt unter Beobachtung steht. So kommt es dazu, dass ihr Unfall und die Folgen in der Öffentlichkeit breit getreten wird. Jeder scheint sich ein Urteil über sie zu bilden, was sie enorm unter Druck setzt.

Die Beziehung zwischen Ella und ihrem Vater ist auch ein wichtiges Thema der Geschichte. Der Konflikt zwischen den beiden wird aber meiner Meinung nach leider viel zu einfach gelöst wird. Es ist so viel zwischen den beiden vorgefallen und das kann eigentlich nicht so einfach beiseite geschoben werden. Das ist für mich absolut Hollywood Happy End und muss eigentlich nicht sein. Ich hatte während des Lesens schon befürchtet, dass sich der Vater so leicht aus der Affäre ziehen könnte. Wieso muss das aber so sein? Das Leben ist nicht immer ein Ponyhof und ich finde Ella kommt auch sehr gut ohne ihren Vater zurecht. Wenn es auf ein neutrales Verhältnis in dem man sich „Hallo“ und „Tschüss“ sagt herausgekommen wäre, der Zwillinge zuliebe, dann wäre es für mich viel authentischer gewesen.

Zwischendrin gibt es aber auch immer wieder schöne Szenen, die beispielsweise Brian als liebevollen Menschen darstellen und zeigen, dass auch ihm durch seine fehlende Kindheit viele Dinge entgangen sind, er aber dennoch seine kindliche Ader behalten hat.

Zum Ende hin hatte ich den Eindruck, dass alle Stränge nur noch schnell ins Lot gebracht werden mussten. Ganz besonders gestört hat mich, wie bereits erwähnt, die Versöhnung mit dem Vater.
Die gesamte Story hält leider nicht ganz das, was laut Klappentext versprochen wurde. Brians Arbeit als Schauspieler, und Ellas Leben in der Schule kommen so gut wie gar nicht vor. Brian und Ella versuchen lediglich gemeinsam einen Lebensweg zu finden. Brian muss lernen, Ella genug Freiraum zu gewähren. Während Ella weiter daran arbeitet, ihren Körper zu akzeptieren, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und ihre Bedingungen zu stellen.
So konnte mich also das Buch nicht so stark überzeugen, wie das beim ersten Teil der Fall war. Einerseits hat es sich für mich locker und flüssig gelesen und ich war auch nicht gelangweilt, andererseits hätte ich mir das ein oder andere Detail aus dem normalen Alltag noch gewünscht.

Bewertung vom 29.07.2019
Die Saphirtochter
Jefferies, Dinah

Die Saphirtochter


weniger gut

Eine dahinplätschernde Liebesgeschichte.

Ich habe bei einer Leserunde zu diesem Buch mitgemacht und muss ehrlich sagen, dass ich wohl keine Rezension schreiben würde, wäre da nicht die Leserunde.
Bücher sind Geschmacksache und ich vergebe nur ungern wenig Sterne, aber so ist eben das Spiel mit den Leserunden.

Ich habe mich durch das komplette Buch mehr oder weniger durchgequält und hätte vermutlich schon nach dem ersten Drittel das Handtuch geworfen und das Buch zur Seite gelegt., wenn ich nicht an der Leserunde teilgenommen hätte.

Bis zum Schluss bleiben mir die Charaktere zu fern. Louisa leidet unter dem Betrug ihres verstorbenen Mannes, aber die Emotionen kommen nicht zu mir durch.

In der Mitte nimmt das Buch etwas mehr Fahrt auf, aber alles bleibt weiterhin blass und fern,
Auch die Story schleppt sich für meinen Geschmack eher so dahin. Dabei kommen viele Fragen und Unklarheiten auf.
Was hat Eliot noch alles verbrochen?
Wer hat den armen Hund getötet?
Wird es noch mehr unangenehmen Besuch geben?
Aber all die Dinge werden immer nur kurz angerissen, dass ich mich wundere, wie Louisa damit so schnell fertig werden kann. Geklärt wird leider auch nicht alles.

Ich glaube dem Roman hätte es gut getan, aus der ich-Perspektive geschrieben worden zu sein. Dann wären die Gefühle von Louisa für mich sicherlich greifbarer gewesen.

Auch der Schreibstil ist mir immer wieder zu gekünstelt oder aufgesetzt. Manchmal wiederum auch holprig. Eher nebensächliche Dinge werden da ausschweifend geschildert, während die wichtigen Themen nur angerissen werden.

Bis zum Ende bleibt leider das Gefühl der Distanz bestehen. Die Idee der Geschichte ist gut, aber die Umsetzung reißt mich leider nicht sonderlich mit.
Das Buch konnte mich absolut nicht abholen und hat mich leider in keiner Weise überzeugt. Es wirkt auf mich wie ein grober Entwurf einer sonst eigentlich vielversprechenden Geschichte. Es ist irgendwie unfertig.

Es überrascht mich sehr, dass so ein unfertiges Buch und dann von solch einem etablierten Verlag den Weg durch das Lektorat gefunden hat.

Bewertung vom 06.05.2019
Up all night Bd.1
Dawson, April

Up all night Bd.1


sehr gut

Eine unterhaltsame Liebesgeschichte

Die Leseprobe zu "Up All Night" von April Dawson war vielversprechend, spritzig und witzig. Taylor eine der Hauptprotagonisten hat einen wirklich schlechten Tag: sie verliert ihren Job, ihr heißgeliebtes Auto wird gestohlen und dann erwischt sie ihren Freund auch noch mit einer anderen Frau im Bett. Klar, sie muss weg und braucht eine neue Bleibe. Da taucht ihr bester Freund aus der Kindheit auf, der ihr Hilfe anbietet. Eigentlich hat sie allen Männern abgeschworen, doch Daniel ist homosexuell und somit keine Gefahr, oder?

Die Autorin:
April Dawson ist eine bekennende Buchliebhaberin und somit war der Weg nicht weit, eigene Romane zu schreiben. Zunächst veröffentlichte sie einzelne Kapitel über diverse Online-Plattformen. Nachdem ihre Leserschaft sich begeistert dazu äußerte, schrieb sie Verlage an. April Dawson ist Mutter zweier Kinder und wohnt mit ihnen und ihrem Mann in Österreich auf dem Land.

Kritik und Fazit:
Das Cover des Buches hat mich direkt angesprochen. Die Sonnenstrahlen, die über die Skyline scheinen und die Farben in diverses Lilatönen harmonieren sehr gut miteinander. Außerdem verrät es nicht zu viel über den Inhalt des Buches.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Man findet sofort in die Geschichte hinein und lässt sich davontragen, sodass die Seiten nur so dahin fliegen.

Die Geschichte ist unterhaltsam aus zwei Perspektiven erzählt. Taylor, auch Tae genannt, schildert ihr Leben, ihre Gedanken und ihre Gefühle. Im Kontrast dazu kommt Daniel, auch Dan genannt, zu Wort. Er muss mit seiner Lüge Tae gegenüber fertig werden und sich dadurch ziemlich stark zurück nehmen. Irgend wann hat er sich so sehr in seiner Lüge verstrickt, dass er nicht mehr weiß, wie er sich daraus befreien kann. Die Autorin hat mit Daniel einen wunderbaren Charakter geschaffen, der es verdient hat, geliebt zu werden. Er wird mir wohl am ehesten im Gedächtnis bleiben.
Das Knistern zwischen Tae und Dan ist ganz deutlich zu spüren. Dennoch finde ich sehr gut, dass Tae nicht von einem Mann zum Nächsten übergeht, sondern, dass Zeit vergeht um die alte Beziehung zu verarbeiten und offen für eine neue zu sein.
Normalerweise folgt in diesem Genre gerne dann der ganz große, dramatische, oft zu überspitzte Knall, indem die vorherige Lüge versehentlich zu Tage kommt. Einer der Protagonisten zieht sich dann zurück und nach langem Hin und Her findet das Paar dann doch zueinander. April Dawson hat zwar das gleiche Konstrukt gewählt, aber zum Glück nicht zu viel Dramatik und Tränen zum Ausdruck gebracht. Die somit nicht zu Ausladende Darstellung der Leidensfähigkeit verliebter Menschen hat mir gut gefallen.

Eine tiefgängige Botschaft hat die Geschichte zwar nicht, aber alles in Allem ist das Buch eine unterhaltsame, schöne und leichte Lektüre gewesen. Ich hatte Spaß, der Geschichte zu folge. Im Herbst erscheint der zweite Teil der Reihe und befasst sich mit Addy, einer der Nebenfiguren aus "Up All Night".

Bewertung vom 02.05.2019
Sandor - Der geheime Schwarm, 1 Audio-CD
Flechsig, Dorothea

Sandor - Der geheime Schwarm, 1 Audio-CD


ausgezeichnet

Wenn Kinder sich für die Natur stark machen!
Jendrik und Sandor setzen sich diesmal mit einem ganz brandaktuellen Thema auseinander: dem Insektensterben.

Dorothea Flechsig (geboren 1968 in Oberfranken) schreibt bereits seit Jahren Geschichten für Kinder und ist Autorin verschiedener Buchreihen wie "Petronella Glückschuh", "Sandor", "Pünktchen" und "Aurelia".

Gelesen wird das Hörbuch von Nicolas Alexander Böll. Er ist ein deutscher Schauspieler, Synchron- und Hörbuchsprecher. Er las bereits die ersten drei Hörspiele der Sandor Reihe. Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme Berühmtheiten wie Joaquin Phoenix, William Baldwin.

Jendrik findet eine tote Fledermaus. Da er Angst hat, es könnte ein Tierhasser unterwegs sein, lässt er die Fledermaus vom Tierarzt untersuchen. Dieser vermutet, dass das arme Tier verhungert ist und auch Sandor berichtet, dass es immer weniger Insekten zu fressen gibt. Gemeinsam mit seinen tierischen wie menschlichen Freunden macht sich Jendrik auf die Suche nach den verschwundenen Insekten und deckt dabei aktuelle Missstände in der Landwirtschaft auf. Doch es gibt immer zwei Seiten einer Geschichte.

Auch der vierte Teil der Reihe bietet wieder einige Abenteuer und Spannung. Das Cover hebt sich mit seinem hellen Grün farblich von den bisher eher dunkel gehaltenen Bucheinbänden ab. Das passt so aber sehr gut zur Thematik des Buches. Schließlich geht es um die Natur und das Leben.
Der Titelsong ist mitreißend und eingängig. Ein Ohrwurms wird hier garantiert.
Nicolas Andreas Böll liest den Text spannend und flüssig vor. Seine Stimme ist dabei angenehm und die Betonung passend zu dem, was gerade passiert. Lediglich die Stimmen der Lehrer waren etwas befremdlich für mich.
Die Geschichte geht gleich ereignisreich los, da Jendrik Sandor vermisst. Denn normalerweise wird er von ihm morgens zuverlässig geweckt, doch diesmal ist weit und breit keine Spur von ihm zu finden. Auf der Suche nach ihm findet er dann auch noch eine tote Fledermaus und seine Sorgen werden immer größer.
Warum muss eine Fledermaus verhungern? Wo sind all die Insekten hin? Was passiert, wenn die Insekten weiter sterben?
Sicherlich ist jedem beispielsweise schon aufgefallen, wie sauber eine Autoscheibe inzwischen auch nach einer langen Autofahrt bleibt. Wo man sich früher über das ewige Reinigen der Insektenrückstände geärgert hat, sollte man sich nun aber nicht freuen. Insekten, so lästig, wie sie einem erscheinen mögen, sind ein wichtiger Bestandteil unserer Natur. Das haben auch die Kinder, die sich seit einiger Zeit zu den viel diskutierten Freitagsdemos während der Schulzeit einfinden, erkannt.
Aber woran liegt es, dass die Insekten immer weniger werden? Das wollen Jendrik und seine Freunde herausfinden. Und Sandor hat schon eine Idee, wo sie suchen müssen. So schleichen sie sich zum Bauern in der Nähe und finden dort Gift in großen Behältern. Das wollen sie nicht ungestraft durchgehen lassen und so machen sie darauf aufmerksam.
Positiv zu erwähnen ist hier, dass nicht einfach auf dem Landwirt herum gehackt wird, der mit seinem Gift die Natur zerstören würde. Auch der Landwirt kommt zu Wort und macht deutlich, dass er dazu gezwungen ist, eine große und dabei günstige Ernte zu erzielen, da der Verbraucher in der Regel nicht bereit ist, höhere Preise zu bezahlen. Das hier ein Umdenken in der Gesellschaft notwendig ist, wird ganz deutlich.
Außerdem gibt es noch Tipps, wie man den Insekten einen besseren Lebensraum schaffen kann. Denn eins ist klar, nur schimpfen reicht nicht. Man muss selbst aktiv werden, zum Beispiel in Form von Blühwiesen, Hecken, Biogärten hinter dem Haus oder einem Bienenstock im Garten.
Dorothea Flechsig ist es gelungen ein hochaktuelles Thema für Kinder zugänglich zu machen. "Sandor – Der geheime Schwarm" gehört in jedes Kinderzimmer, denn es ist so wichtig, dass wir umdenken, und dass auch unsere Kinder lernen, warum sie die Natur wertschätzen müssen und was sie tun können, um sie zu erhalten.

Bewertung vom 16.04.2019
Sandor
Flechsig, Dorothea

Sandor


ausgezeichnet

SPANNUNG RUND UM EINE KLEINE FLEDERMAUS UND SEINEN BESTEN MENSCHENFREUND

Nachdem wir so begeistert "Petronella Glückschuh" Band 2 und Band 3 von Dorothea Flechsig gelesen haben, wurde es Zeit, sich einmal der "Sandor" Reihe zu widmen. Hier steht ein Junge als Hauptprotagonist im Mittelpunkt der Geschichte. Er wird von einer liebevollen, sprechenden Fledermaus begleitet und beide erleben einige Abenteuer. Auch in dieser Buchreihe wird Wert darauf gelegt, Wissen gut verpackt und kindgerecht zu vermitteln. So ist natürlich die Rede von Fledermäusen im Allgemeinen (Band 1) und Sandors Heimat Transsilvanien (Band 2). Zusätzlich wird thematisiert, wie wertvoll der Beruf des Kinderpsychologen ist (Band 3). Uns haben die drei bisher erschienenen Bände absolut überzeugt.

„Ich heiße Sandor. Sandor wird übrigens mit S geschrieben und darf auch wie ein Sch ausgesprochen werden. Ich bin ein großer Abendsegler, geboren in Transsilvanien und habe einen Knick in meinem linken Ohr.“ (Sandor – Fledermaus mit Köpfchen, Seite 27)

Jendrik und Sandor reisen mit dem Flugzeug von Rumänien zurück nach Deutschland. Bereits dieser Flug bringt einige Aufregung mit sich und zurück zu Hause gibt es für Jendrik einige Neuigkeiten zu verkraften. In der Schule gibt es einen neuen Lehrer, Jendriks Vater kommt überraschend zu Besuch und die Eltern stellen ihn vor eine schwierige Entscheidung. Doch zum Glück steht ihm Sandor zur Seite, der nicht nur Jendrik bei seinen Problemen hilft, sondern gleich auch noch den Erwachsenen, die auch hin und wieder einen Denkanstoß brauchen.

Der dritte Band der Reihe kommt etwas ruhiger daher, als die ersten beiden. So war meine Tochter ganz überrascht, als das Buch schon zu Ende war. Das liegt daran, dass der Fokus auf der Gefühlsebene liegt. Denn Jendrik muss sich nicht nur zwischen seinen geschiedenen Eltern entscheiden, auch seine Freundin Lilly fühlt sich von ihm zurückgesetzt.
Ich könnte mir vorstellen, dass dem ein oder anderen Leser missfällt, das gewisse Regeln missachtet werden. Doch was wäre ein Leben, wenn man nicht hin und wider und vor allem für eine wirklich gute Tat ein wenig schummelt?
Den dritten Band habe ich mir versehentlich als Taschenbuch besorgt. Hier sind die Illustrationen schwarz-weiß und das übliche Lesebändchen entfällt. Den dritten Band illustrierte Katrin Inzinger, die einen etwas feineren und filigraneren Stil hat. Lediglich die Covergrafik wurde von Christian Puille gestaltet.

"Sandor – Not macht erfinderisch" nimmt einen ruhigeren Verlauf, hat aber durchaus auch spannende Elemente. Im Mittelpunkt steht das seelische Befinden der Protagonisten. Hierzu wird im Anhang der Beruf das Psychologen näher erklärt.

Am 15. April 2019 erscheint der vierte Teil "Sandor – Der geheime Schwarm" zunächst als Hörspiel, im Herbst dann auch als Printausgabe. Wir freuen uns darauf.

Bewertung vom 16.04.2019
Sandor 02. Abenteuer in Transsilvanien
Flechsig, Dorothea

Sandor 02. Abenteuer in Transsilvanien


ausgezeichnet

SPANNUNG RUND UM EINE KLEINE FLEDERMAUS UND SEINEN BESTEN MENSCHENFREUND

Nachdem wir so begeistert "Petronella Glückschuh" Band 2 und Band 3 von Dorothea Flechsig gelesen haben, wurde es Zeit, sich einmal der "Sandor" Reihe zu widmen. Hier steht ein Junge als Hauptprotagonist im Mittelpunkt der Geschichte. Er wird von einer liebevollen, sprechenden Fledermaus begleitet und beide erleben einige Abenteuer. Auch in dieser Buchreihe wird Wert darauf gelegt, Wissen gut verpackt und kindgerecht zu vermitteln. So ist natürlich die Rede von Fledermäusen im Allgemeinen (Band 1) und Sandors Heimat Transsilvanien (Band 2). Zusätzlich wird thematisiert, wie wertvoll der Beruf des Kinderpsychologen ist (Band 3). Uns haben die drei bisher erschienenen Bände absolut überzeugt.

„Ich heiße Sandor. Sandor wird übrigens mit S geschrieben und darf auch wie ein Sch ausgesprochen werden. Ich bin ein großer Abendsegler, geboren in Transsilvanien und habe einen Knick in meinem linken Ohr.“ (Sandor – Fledermaus mit Köpfchen, Seite 27)

Nachdem Jendrik und Sandor im ersten Teil der Reihe einen Schatz gefunden haben, unternehmen sie mit Jendriks Mutter, seinem Bruder und seinem Kinderpsychologen eine Reise. Bezahlt wird das alles vom Finderlohn. Natürlich geht es nach Transsilvanien, der Heimat Sandors. Auch dort erleben die beiden ein spannendes Abenteuer, denn sie verfolgen einen Dieb durch alte Burgen und dunkle Wälder. Doch können sie ihn stellen?

Die Geschichte um Jendrik und Sandor lässt sich gewohnt flüssig lesen. Sie ist spannend und mitreißend. So haben wir sie auf einer längeren Autofahrt in einem Rutsch gelesen.
Besonders gelungen sind die Beschreibungen über das Leben in Rumänien, die Landschaft, sowie die historischen Gebäude. Man merkt Sandor die Freude an, seine Heimat vorzustellen. Dabei wird es für den kindlichen Leser aber nicht trocken und eintönig. Die Beschreibungen sind absolut altersgerecht und fügen sich harmonisch in die Geschichte ein.
Dass dann auch noch ein kleiner rumänischer Hundewelpe ins Spiel kam, freute uns umso mehr, da wir selbst gerade erst im letzten Jahr einen Hundewelpen aus Rumänien in unserer Familie aufgenommen haben.
Im Anhang geht es diesmal um Transsilvanien. Für alle, die noch mehr über die Heimat des Abendseglers erfahren wollen, bietet dieses Kapitel einige weitere Informationen, die über die Geschichte hinaus gehen.

Die Liebe zum Detail wird weiterhin durch die farbigen Illustrationen von Christian Puille und das Lesebändchen der Hardcover Ausgabe deutlich.
Auch der zweite Teil ging voller Spannung weiter und die Seiten flogen nur so dahin. Durch die Verfolgung des Diebes wurde eine Brücke zwischen den beiden Bänden geschaffen.

Bewertung vom 16.04.2019
Sandor - Fledermaus mit Köpfchen
Flechsig, Dorothea

Sandor - Fledermaus mit Köpfchen


ausgezeichnet

SPANNUNG RUND UM EINE KLEINE FLEDERMAUS UND SEINEN BESTEN MENSCHENFREUND

Nachdem wir so begeistert "Petronella Glückschuh" Band 2 und Band 3 von Dorothea Flechsig gelesen haben, wurde es Zeit, sich einmal der "Sandor" Reihe zu widmen. Hier steht ein Junge als Hauptprotagonist im Mittelpunkt der Geschichte. Er wird von einer liebevollen, sprechenden Fledermaus begleitet und beide erleben einige Abenteuer. Auch in dieser Buchreihe wird Wert darauf gelegt, Wissen gut verpackt und kindgerecht zu vermitteln. So ist natürlich die Rede von Fledermäusen im Allgemeinen (Band 1) und Sandors Heimat Transsilvanien (Band 2). Zusätzlich wird thematisiert, wie wertvoll der Beruf des Kinderpsychologen ist (Band 3). Uns haben die drei bisher erschienenen Bände absolut überzeugt.

„Ich heiße Sandor. Sandor wird übrigens mit S geschrieben und darf auch wie ein Sch ausgesprochen werden. Ich bin ein großer Abendsegler, geboren in Transsilvanien und habe einen Knick in meinem linken Ohr.“ (Sandor – Fledermaus mit Köpfchen, Seite 27)

Im ersten Teil der Reihe lernen sich der Junge Jendrik und die sprechende Fledermaus Sandor kennen. Denn Sandor wohnt in einem Rollokasten im Klassenzimmer, in dem Jendrik Unterricht hat.
Jendrik ist ein Einzelgänger und hat so seine Schwierigkeiten mit der Schule und den Klassenkameraden. So freundet er sich mit der kleinen Fledermaus Sandor an und die beiden lüften ein Geheimnis, denn sie wissen, wo ein Dieb seinen Schatz vergraben hat.

Wie bereits bei den "Petronella" Büchern gibt es auch hier einige farbige Illustrationen, die den Text humorvoll und passend begleiten.
Die Sprache ist klar und verständlich. Empfohlen ist das Buch ab 6 Jahren. Ich denke aber, dass es als Vorlesebuch auch bereits für jüngere Kinder geeignet ist. Durch die große Druckschrift können auch Erstleser dieses schlanke Büchlein zur Hand nehmen und darin schmökern. So wurde das Buch auch von der Stiftung Lesen empfohlen und das Hörspiel erhielt die Auszeichnung GRANDIOS des "Bücher-Magazins".
Im Anhang befindet sich noch ein Kapitel mit Informationen rund um Fledermäuse. So erfährt man beispielsweise wie viele Fledermausarten es weltweit gibt, wie groß die größte Art und wie klein die kleinste ist, wie sie sich orientieren, wie sie fliegen oder wie sie schlafen.

"Sandor – Fledermaus mit Köpfchen" ist der gelungene Auftakt eine spannenden und vielversprechenden Buchreihe, deren Autorin es sich zur Aufgabe gemacht hat, wichtige Themen rund um unsere Natur bereits den Kleinsten unter uns nahe zu bringen.

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