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Ann-Katrin
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Enger

Bewertungen

Insgesamt 57 Bewertungen
Bewertung vom 05.10.2022
Blutige Stufen / Detective Robert Hunter Bd.12
Carter, Chris

Blutige Stufen / Detective Robert Hunter Bd.12


ausgezeichnet

Bei „Blutige Stufen“ handelt es sich um den zwölften Fall für Robert Hunter und seinen Partner Carlos Garcia der Ultra Violent Crimes Unit des LAPD. Da es sich bei den einzelnen Bänden um abgeschlossene Fälle handelt, ist es nicht notwendig die anderen Bücher zu kennen.
Auch bei diesem Fall bekommen sie es wieder mit einem perfiden Serienkiller zu tun. Die beiden Ermittler sind sympathisch und kompetent in ihrem Beruf. Ich begleite die beiden sehr gern bei ihrer Verbrecherjagd.

Ich bin sehr gut in die Geschichte hinein gekommen. Sie zog mich wie immer schnell in ihren Bann und fesselte mich.
Ich mag Chris Carters Schreib- und Erzählstil sehr. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und lässt sich flott lesen. Er beherrscht den Spannungsaufbau und –erhalt wie kaum ein zweiter. Geschickt baut er an den Kapitelenden immer wieder Cliffhanger ein, die dafür sorgen, dass man das Buch zwischenzeitlich gar nicht aus der Hand legen mag. Das Buch war zu keiner Sekunde langweilig. Immer wieder gab es Spannungsspitzen. Der Autor hat eine toll konstruierte, logisch aufgebaute Geschichte mit einem schlüssigen Ende geschaffen. Die Handlung war für mich absolut nicht vorherzusehen.

Ich bin ein großer Fan der Reihe um Robert Hunter und Carlos Garcia. Auch dieser Band konnte mich wieder begeistern. Es handelt sich um einen sehr spannenden, aber, wie von Carter gewohnt, auch recht brutalen Thriller mit einer packenden Handlung, die den Leser zu fesseln vermag. Jedem nicht zu zartbesaiteten Thrillerfan kann ich diese Reihe nur wärmstens ans Herz legen.

Bewertung vom 15.09.2022
Die Filiale
Etzold, Veit

Die Filiale


gut

Als großer Fan der Clara-Vidalis-Reihe von Veit Etzold kam ich natürlich an diesem Buch nicht vorbei. In „Die Filiale“ geht es um die Bankmitarbeiterin Laura Jacobs, die eine Kündigung für den Mietvertrag ihres der Bank gehörenden Zuhauses erhält. Laura möchte die Kündigung nicht so einfach hinnehmen, stößt auf Ungereimtheiten und gerät sogar in Gefahr.

Die Geschichte beginnt mit einem Banküberfall auf die Filiale, in der Laura Jacobs arbeitet. Auch wenn das erstmal spannend klingt, empfand ich dies nicht so. Dieser Vorfall führt allerdings dazu, dass man recht schnell ein gutes Bild von Laura Jacobs erhält. Bei ihr handelt es sich um eine sympathische Protagonistin, die glaubhaft wirkt und mit der ich gerne mitgefiebert habe.

Anhand des Klappentexts hatte ich ein wenig mehr Spannung erwartet. Es gab sehr viele Einblicke ins Finanzwesen, die wichtig für die Geschichte und auch nicht unbedingt uninteressant waren, die aber dafür sorgten, dass über weite Strecken nicht so richtig Spannung aufkam.

Alles in allem handelt es sich bei „Die Filiale“ um einen eher mittelmäßigen Thriller. Das Buch ließ sich aufgrund kurzer Kapitel schnell lesen und ich habe mich auch nicht gelangweilt, dennoch hatte ich mir ein wenig mehr Spannung und Thrill erhofft.

Auf dem Buchrücken wird das Buch als erster Band einer großen Thriller-Reihe um Laura Jacobs angekündigt. Einerseits bin ich neugierig, was Laura noch so erwartet, andererseits konnte mich dieses Buch nicht zu 100% überzeugen. Ich weiß noch nicht, ob ich den Folgeband lesen möchte.

Bewertung vom 07.09.2020
Die verstummte Frau / Georgia Bd.8
Slaughter, Karin

Die verstummte Frau / Georgia Bd.8


sehr gut

Als Will Trent in Atlanta, Georgia, im Staatsgefängnis Ermittlungen nachgeht, behauptet einer der Insassen, dass ihm Taten vorgeworfen werden, die er gar nicht begangen habe. Ein aktueller ungeklärter Fall einer brutal attackierten und zu Sterben zurückgelassenen Frau gleicht genau der Tat von damals. Will beginnt in der Vergangenheit zu suchen um diesen ersten Fall und somit wohlmöglich auch den aktuellen Fall zu lösen und einem erbarmungslosen Killer das Handwerk zu legen. Seine Partnerin Sara Linton ermittelt an seiner Seite.

Bei „Die verstummte Frau“ handelt es sich um den achten Band der Georgia Serie um Special Agent Will Trent und Rechtsmedizinerin Sara Linton. Es handelt sich zwar um einen abgeschlossenen Fall, dennoch würde ich aufgrund der Verbindungen zur Grant-County-Reihe der Autorin nicht empfehlen, dieses Buch ohne Vorkenntnisse zu lesen. Die Geschichte spielt nämlich auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart ermittelt Will Trent. Aufgrund der Ähnlichkeiten zu einem Fall vor acht Jahren gibt es immer wieder Textpassagen, in denen aus dieser Zeit und von den Ermittlungen von Sara Lintons inzwischen verstorbenen Mann Jeffrey Tolliver berichtet wird. Zum besseren Verständnis sollte man, meiner Meinung nach, ein wenig vertraut mit dem Privatleben von Sara sein.

Sara und Will sind sympathische Protagonisten, die im Privaten zwar häufig so ihre Probleme haben, beruflich aber äußerst kompetent auf ihren jeweiligen Gebieten sind und sich toll ergänzen.

Da es zunächst verstärkt um Wills und Saras Beziehung geht und die Behauptung eines Häftlings gewisse Taten nicht begangen zu haben auch nicht ungewöhnlich ist und somit nicht übermäßig für Spannung sorgt, braucht die Geschichte ein wenig um in Fahrt zu kommen. Als die Ermittlungen dann aber richtig in Gang kommen, wird es schnell spannend. Diese Spannung wird kontinuierlich gesteigert und findet ihren Höhepunkt im für mich nicht vorhersehbaren Finale.

Ich bin ein großer Fan der Bücher von Karin Slaughter, besonders der Gorgia Serie um Sara Linton und Will Trent. Bei „Die verstummte Frau“ handelt es sich um eine gelungene Fortsetzung dieser Reihe. Nachdem die Handlung erst einmal richtig Fahrt aufgenommen hatte, wurde es schnell extrem spannend. Die Ermittlungen fesselten mich und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Ich freue mich schon jetzt auf einen weiteren Fall für Sara und Will, die zu meinen Lieblingsermittlern zählen.

Bewertung vom 05.05.2020
Blutgott / Clara Vidalis Bd.7
Etzold, Veit

Blutgott / Clara Vidalis Bd.7


gut

In einem ICE wird ein in einem Abteil allein sitzendes Mädchen auf brutalste Weise von einer Gruppe Jugendlicher ermordet. Auch wenn sich dieser Fall nicht in Berlin ereignete, wird Clara Vidalis vom LKA Berlin zu dem Fall hinzugezogen. Es bleibt nicht bei diesem einen von Minderjährigen verübten Mord. Die kindlichen Killer-Kommandos schlagen in ganz Deutschland zu. Clara glaub nicht, dass diese Morde zufällig geschehen. Außerdem kann sie nicht glauben, dass die Jugendlichen auf eigene Faust handelten. Sie vermutet, dass jemand im Hintergrund die Strippen zieht.

Bei „Blutgott“ handelt es sich um den siebten Fall für Patho-Psychologin Clara Vidalis und ihr Team vom LKA Berlin. Da es sich jeweils um abgeschlossene Fälle handelt, können die Bücher auch ohne Vorkenntnisse der Vorgänger gelesen werden.

Clara Vidalis ist eine sympathische Ermittlerin, die ich in den vorangegangenen Bänden, die ich, bis auf einen, alle kenne, immer als sehr kompetent und sehr gut in ihrem Job empfunden habe. In diesem Band macht sie ihre Arbeit zwar nicht unbedingt schlecht, aber sie ist mir ein wenig zu blass und zu passiv. Auch die Arbeit des kompletten Teams und der Polizei im Allgemeinen überzeugt in diesem Buch nicht.

Die Handlung beginnt sofort spannend und interessant. Beim Lesen des Prologs lief mir direkt ein Schauer den Rücken hinunter. Die Geschichte startet dann direkt mit dem brutalen Mord im Zug.
Leider konnte die zu Beginn aufgebaute Spannung leider nicht über den gesamten Handlungsverlauf aufrechterhalten werden. Vielleicht war ich auch nicht mehr voll dabei, da mich die Thematik der kindlichen Killer ein wenig abgeschreckt hat. Dies war für mich zwar etwas Neues, aber überzeugen konnte mich diese Idee oder deren Umsetzung leider nicht. Alles wirkte ein wenig weit hergeholt.
Das Ende kam sehr überraschend. Die Geschichte wirkte wie abgehackt. Auch die „Auflösung“ gefiel mir nicht.

Eigentlich bin ich ein großer Fan der Reihe um Clara Vidalis. „Blutgott“ konnte mich bei Weitem nicht so sehr überzeugen, wie die vorherigen Bände. Es fehlte mir teilweise an Spannung. Die Handlung wirkte oft weit hergeholt, übertreiben und etwas konstruiert. Das kann Veit Etzold auf jeden Fall besser. Ich hoffe, dass mich der nächste Fall für Clara Vidalis wieder mehr begeistern kann.

Bewertung vom 14.04.2020
Die Frauen von Richmond Castle
Rees, Tracy

Die Frauen von Richmond Castle


gut

Das Buch „Die Frauen von Richmond Castle“ handelt von drei Frauen in den 1920er Jahren in England. Die wohlhabende Ishbel Christina Camberwell, genannt Blue, lebt wohlbehütet in einem Townhouse in Richmond. Die junge, mittellose Delphine ist auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann, trifft auf Blue und wird von der Familie Camberwell bereitwillig aufgenommen. Blue und sie werden enge Freundinnen. Dann ist da noch Midge, Blues Stiefmutter, die etwas zu verbergen scheint.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Sichten der drei Frauen erzählt, wobei die jeweiligen Anteile unterschiedlich groß sind.
Blue und Delphine waren sympathische Protagonistinnen, die beide in irgendeiner Form ihr Päckchen zu tragen haben. In beide konnte ich mich ganz gut hineinversetzen, ihre Situation nachempfinden und mit ihnen fühlen. Die Charaktere waren im Allgemeinen aber deutlich schwächer als in den vorangegangen Büchern der Autorin. Mit Midge, die ebenfalls etwas mit sich herum trägt, bin ich während des gesamten Handlungsverlaufs nicht so richtig warm geworden, sodass mir das Hineinversetzen in sie sehr schwer fiel. Ihr Charakter war noch einmal flacher als die der anderen beiden Frauen.

Tracy Rees Schreib- und Erzählstil gefallen mir im Großen und Ganzen sehr gut. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und lässt sich flott lesen. Die Autorin hat die Umstände, die zur damaligen Zeit herrschten, gut und glaubhaft dargestellt. Ich habe mich gut in die Zeit des 19. Jahrhunderts hineinversetzt gefühlt. Einzig die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere hat mir diesmal nicht so gut gefallen. Diese waren durchweg etwas blass.

Alles in allem handelt es sich bei „Die Frauen von Richmond Castle“ um einen unterhaltsamen Roman. Ich bin gut in die Geschichte hinein gekommen. Die Handlung war ansprechend. Allerdings konnte mich dieses Buch nicht so sehr überzeugen, wie zum Beispiel „Die Reise der Amy Snow“ oder „Die Sonnenschwestern“. Sowohl die Handlung, als auch die Charaktere dieses Buches konnten da nicht ganz mithalten. Dennoch habe ich dieses Buch gerne gelesen. Ich hoffe aber, dass Tracy Rees bei ihrem nächsten Roman wieder an die Leistung der ersten drei herankommen kann.

Bewertung vom 29.01.2020
Knochengrab / Sayer Altair Bd.2
Cooper, Ellison

Knochengrab / Sayer Altair Bd.2


ausgezeichnet

In einem Nationalpark spürt ein Polizeihund bei einem Spaziergang zufällig eine Grube auf, in der menschliche Knochen verstreut liegen. Das Alter der Knochen wird auf fast 20 Jahre datiert. FBI-Agentin Sayer Altair wird mit den Ermittlungen in diesem Fall betraut. Kurz darauf finden sie und ihr Team zwei weitere, nur wenige Tage alte Leiche. Die Brisanz des Falles nimmt zu. Wird es Sayer gelingen, den Killer zu stoppen, bevor es möglicherweise weitere Opfer gibt?

Bei „Knochengrab“ handelt es sich um den zweiten Band um FBI Special Agent Sayer Altair. Da es sich um einen abgeschlossenen Fall handelt, kann das Buch auch gelesen werden ohne den Vorgänger „Todeskäfig“ zu kennen. Da es aber immer wieder Andeutungen gibt, die sich auf den vorherigen Fall und dessen Auswirkungen auf das FBI und auf die Ermittler Sayer und Ezra beziehen, ist es vielleicht schon sinnvoll diesen zu kennen, um die Umstände vollumfänglich zu verstehen.

Nach einem traumatischen Fall mit diversen Verletzungen gerade erst wieder hergestellt, wird Special Agent Sayer Altair mit dem Fall der Grube voller Knochen betraut. Sayer ist eine Ermittlerin mit Ecken und Kanten, die es mit dem Protokoll nicht immer so genau nimmt. Sie ist ein interessanter und sympathischer Charakter und übt ihren Beruf mit viel Kompetenz aus.

Die Geschichte beginnt mit dem Auffinden des Knochengrabs direkt spannend. Diese direkt zu Beginn aufgebaute Spannung bleibt während des gesamten Handlungsverlaufs erhalten und kann zwischendrin immer noch mal wieder gesteigert werden. Immer wieder gab es Cliffhanger und überraschende Wendungen, die es mir unmöglich machten, das Buch aus der Hand zu legen. Die Auflösung am Ende war für mich keinesfalls vorhersehbar.

Der Schreib- und der Erzählstil von Ellison Cooper haben mir wieder sehr gefallen. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und lässt sich flott lesen. Den Spannungsaufbau und –erhalt beherrscht die Autorin perfekt. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die eher kurzen Kapitel sorgen zusätzlich für Tempo. Die Handlung ist logisch aufgebaut und das Ende schlüssig.

Der erste Band der Reihe, „Todeskäfig“ , hat mich regelrecht begeistert. Gespannt wartete ich auf einen Nachfolger und meine Erwartungen waren dementsprechend hoch. „Knochengrab“ konnte diesen in vollem Umfang gerecht werden. Es handelt sich auch bei diesem Buch um einen rundum gelungenen Thriller, der mich, wie sein Vorgänger, total überzeugt und sehr gut unterhalten hat. Die Geschichte ist spannend, mitreißend und hat mich regelrecht gefesselt. Ich habe das Buch innerhalb kurzer Zeit beendet, weil ich es zwischenzeitlich einfach nicht aus der Hand legen konnte. Ich hoffe sehr auf weitere Fälle für Sayer Altair und freue mich sehr darauf.

Bewertung vom 27.09.2019
Geblendet / Jenny Aaron Bd.3
Pflüger, Andreas

Geblendet / Jenny Aaron Bd.3


sehr gut

Jenny Aaron ist eine Polizistin, die trotz ihrer Blindheit überragende Fähigkeiten besitzt. Oft musste sie über Leben und Tod entscheiden und hat nie gezögert. Doch nun steckt sie in einem Zwiespalt. Sie hat die Möglichkeit durch eine Therapie ihr Augenlicht wiederzuerlangen. Doch die Spezialeinheit, für die sie arbeitet, wird bedroht. Was ist wichtiger: Ihr Sehvermögen oder die Rettung ihrer Abteilung?

Bei „Geblendet“ handelt es sich um den dritten und letzten Fall für Jenny Aaron. Für das bessere Verständnis sollte man, meiner Ansicht nach, die beiden Vorgänger „Endgültig“ und „Niemals“ vorher auf jeden Fall gelesen haben.

Die Handlung zog mich schnell in ihren Bann und fesselte mich. Es wird früh Spannung aufgebaut, die über den gesamten Handlungsverlauf erhalten bleibt und sogar immer mal wieder gesteigert wird.

Ich kenne die Protagonistin Jenny Aaron bereits aus den beiden Vorgängern. Sie ist mir immer noch sympathisch. Sich als Sehende in eine Blinde hineinzuversetzen war nicht immer leicht, dennoch gelang es mir ganz gut. Jenny beeindruckt mich nach wie vor sehr. Sie ist eine Kämpferin und scheut keine körperliche Auseinandersetzung, obwohl sie als Blinde vermeintlich unterlegen ist. Dass sie in privaten Momenten auch mal Schwäche zeigt, macht sie sehr menschlich.

Ich mag Andreas Pflügers Schreib- und Erzählstil sehr. Die Geschichte ist flüssig und spannend geschrieben, so dass man nur so durch die Seiten fliegt. Die Idee einer blinden Polizistin finde ich nach wie vor toll und auch in diesem Buch wurde dies wieder toll umgesetzt. Der Autor beschreibt Jenny Aarons Welt so umfassend, dass ich mich als Leser gut in diese, für mich völlig fremde, Welt einfinden konnte. Für diese Beschreibungen hat Andreas Pflüger tolle Recherchearbeit geleistet.

Ich gehe nur sehr selten auf die Cover von Büchern ein, aber dies find ich sehr gelungen. Es ähnelt dem von „Endgültig“ und „Niemals“ sehr, sodass ein Wiedererkennungswert gegeben ist. Toll finde, ich dass der Titel auch in Blindenschrift auf dem Cover zu finden ist. Der schwarze Schnitt ist zwar ein toller Hingucker, leider kleben die Seiten durch die Färbung jedoch häufig zusammen, was ich persönlich ein wenig nervig fand.

Auch wenn mir „Endgültig“ und „Niemals“ noch einen kleinen Tick besser gefallen haben, fand ich „Geblendet“ trotzdem sehr gut. Auch bei diesem Buch handelt es sich wieder um einen tollen, spannenden Thriller mit einer gut durchdachten, packenden Handlung und um einem gelungenen Abschluss der Trilogie um Jenny Aaron

Bewertung vom 04.06.2019
Auris / Jula Ansorge Bd.1
Kliesch, Vincent

Auris / Jula Ansorge Bd.1


sehr gut

Matthias Hegel ist ein akustischer Profiler. Er ist der beste auf seinem Gebiet und mit seiner Hilfe konnten zahlreiche Kriminelle überführt werden. Nun sitzt der renommierte Professor wegen Mordes selbst in Haft, eines Mordes, den er selbst gestanden hat.
Die junge True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge wird auf Hegels Fall aufmerksam und hat ernste Zweifel an dessen Schuld. Sie will einen Justizirrtum aufklären und Hegel aus dem Gefängnis holen. Mit den Recherchen in Hegels Fall bringt sie jedoch nicht nur sich selbst, sondern auch den Menschen, der ihr am wichtigsten ist, in Gefahr.

Als Leser ist man sofort mitten im Geschehen. Jula ist eine interessante, sympathische und überzeugende Protagonistin, mit der ich schnell und gerne mitgefiebert habe. Rasch wird Spannung aufgebaut, die auch konstant erhalten und zwischendurch immer mal wieder gesteigert wird.

Der Schreib- und der Erzählstil von Vincent Kliesch haben mir gut gefallen. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und lässt sich flott lesen. Die Handlung ist logisch aufgebaut und in sich schlüssig. Der Einfluss von Sebastian Fitzek, einem meiner Lieblingsautoren, ist auch deutlich zu erkennen.

Als großer Fitzek-Fan war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Meine hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die Idee eine True-Crime-Podcasterin zur Ermittlerin zu machen hat mir sehr gefallen. Das war originell und mal etwas ganz Anderes und Neues. Die Handlung zog mich schnell in ihren Bann, fesselte mich und überzeugte auf ganzer Linie. Spannung war durchweg vorhanden. Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen und ich bin, nicht nur aufgrund des Cliffhangers am Ende, sehr gespannt auf den zweiten Band der Reihe um Podcasterin Julia Ansorge.

Bewertung vom 29.04.2019
Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem / Golden Cage Bd.1
Läckberg, Camilla

Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem / Golden Cage Bd.1


weniger gut

Die Geschichte ist in drei Teile aufgeteilt und spielt auf unterschiedlichen Zeitebenen. Die Ereignisse der Gegenwart werden durch einen auktorialen Erzähler erzählt. Immer wieder gibt es Einschübe, in denen Faye in der Ich-Perspektive über ihre Vergangenheit berichtet.

Der Prolog, in dem angedeutet wird, dass Jack Julienne vermutlich getötet hat, ist spannend und macht neugierig auf die Geschichte. Diese wird dann aber sehr schnell sehr zäh und langatmig. Faye ging mir ziemlich schnell auf die Nerven. Ich konnte mit ihr überhaupt nichts anfangen. Sie war mir viel zu unterwürfig, gefallsüchtig und naiv. Ihr Verhalten war in meinen Augen nicht mehr mit ihrer Liebe zu Jack zu rechtfertigen. Dies zog sich durch den gesamten ersten Teil, immerhin 175 Seiten und somit fast die Hälfte des Buches. Im zweiten Teil wurde es besser und die Geschichte nahm ein wenig an Fahrt auf. Es war längst nicht mehr so langatmig, aber wirklich spannend leider auch nicht, auch nicht im dritten und letzten Teil.

Der Klappentext passt leider nicht zur Geschichte, beziehungsweise vermittelt dem potentiellen Leser ein völlig falsches Bild von dieser.

„Golden Cage“ von Camilla Läckberg konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Nachdem ich mich durch etwa die Hälfte der Geschichte gequält hatte, wurde es zwar besser, aber leider nicht gut. Die Geschichte ließ deutlich an Spannung vermissen und fesselte mich zu keinem Zeitpunkt. Dies war mein erstes Buch von Camilla Läckberg und wird vermutlich auch, zumindest vorerst, das letzte gewesen sein, besonders da mir ein Hörbuch ihrer Fjällbacka-Reihe mir auch schon nicht sonderlich gut gefallen hat.

Bewertung vom 30.03.2019
Schatten der Toten / Judith Kepler Bd.3
Herrmann, Elisabeth

Schatten der Toten / Judith Kepler Bd.3


weniger gut

Judith Keppler ist Tatortreinigerin. Nach Herzproblemen möchte ihr Chef, dass sie dessen Firma übernimmt. Sie könnte ein einfaches Leben haben, doch bei ihrem Vater handelt es sich um Bastide Larcan. Bei Larcan handelt es sich um einen ehemaligen Agenten im Kalten Krieg, der inzwischen abgetaucht ist und kriminellen Geschäften nachgeht. Judith hat keinen Kontakt zu ihrem Vater, doch die Vergangenheit holt sie nun ein.

Bei „Schatten der Toten“ handelt es sich um den finalen Band der Trilogie um die Tatortreinigerin Judith Keppler. Ich kenne die beiden Vorgängerbücher nicht, daher hat mir schon die eine oder andere Information zum Verständnis gefehlt. Dieses Buch sollte also nicht unbedingt ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Judith Keppler bin ich während des gesamten Handlungsverlaufs nicht richtig warm geworden, was vielleicht ebenfalls daran lag, dass ich die Vorgängerbücher nicht kenne. Über ihren Beruf als Tatortreinigerin erfährt man überhaupt nichts. Es geht einzig und allein um die Vergangenheit.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht so leicht. besonders am Anfang wird man mit vielen Personen und Ereignissen konfrontiert, so dass der Überblick schnell verloren geht. Die Personen konnte ich zwar irgendwann einigermaßen zuordnen, aber das machte die Handlung nicht weniger verwirrend. Es ging um Spionage, diverse Spione und Agenten, Verrat,… Das war leider wenig interessant und wurde mir schnell zu viel. Es gab keinen erkennbaren Spannungsbogen.

Das Buch „Schatten der Toten“ Elisabeth Hermann hat mir nicht sonderlich gut gefallen. Zum einen wird dies wohl daran liegen, dass ich die beiden Vorgänger nicht kenne, zum anderen fand ich die Ereignisse verwirrend und wenig interessant. So baute sich leider überhaupt keine Spannung auf. Mich konnte die Geschichte leider überhaupt nicht überzeugen.