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Benutzername: Pip
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Bewertungen

Insgesamt 108 Bewertungen
Bewertung vom 13.10.2019
Der Verein der Linkshänder
Nesser, Hakan

Der Verein der Linkshänder


gut

Für mich war der Erzählstil durchwachsen. Gefallen hat mir der trockene Humor und die philosophischen Betrachtungen von Van Veeteren und seiner Frau die immer wieder in das Geschehen einflossen.
Da das Buch in mehreren Zeit-Ebenen spielt ist das erste Drittel der Vergangenheit die in verschiedenen Jahren spielt gewidmet. Man kann als Leser die Entwicklung der verschiedenen Personen verfolgen.
Im Anschluss folgen die Ermittlungen in der Gegenwart. Diese waren für mich etwas langatmig, es ging streckenweise die Spannung verloren.
Man musste sehr aufmerksam lesen um nicht den Faden zu verlieren, erleichtert hat das, dass die Kapitelüberschriften mit Jahreszahlen und Ortsangaben versehen waren.

Bewertung vom 13.10.2019
Alles, was wir sind
Prescott, Lara

Alles, was wir sind


sehr gut

Dr. Schiwago, ich möchte meinen jeder kennt ihn. Wahrscheinlich ist die große Liebesgeschichte zwischen Juri und Lara bei jedem in Erinnerung geblieben. Aber der Roman ist auch eine Kritik an die damalige Sowjetunion. Boris Pasternak durfte das Buch in seiner Heimat nicht veröffentlichen, es wurde heraus geschmuggelt und dann als erstes in Italien veröffentlicht.
Dies ist eine teils biographische Geschichte dieses Buchs.
Es ist auch ein Ausschnitt aus der Geschichte von Boris und seiner Geliebten Olga und die Geschichte des amerikanischen Geheimdienst die dieses Buch als Mittel im Kalten Krieg verwendet haben.
Das Buch wechselt zwischen der Sowjetunion und USA hin und her. Bei den Russen hat man das Gefühl man hat die Einzelheiten über das herrschende Klima der Bespitzelung und Angst in vielen Büchern gelesen. Bei den Amerikanern sieht man die jungen Frauen in Filmausschnitten aus den fünfziger Jahren im Kopfkino.
Dieser Wechsel ist heftig, wie von kalt nach heiß. Das macht das Lesen anspruchsvoll. Auch wird vieles nicht ausgesprochen, man muss auch zwischen den Zeilen lesen.

Bewertung vom 12.10.2019
Matilda und das Geheimnis der Buchwandler / Pages & Co. Bd.1
James, Anna

Matilda und das Geheimnis der Buchwandler / Pages & Co. Bd.1


sehr gut

Meinung
Als Vielleser hat mir das Buch gut gefallen, ich hatte sofort eine Vorstellung davon in welche Bücher ich hinein schlüpfen möchte.
Es war sehr spannend und lebensnah geschrieben, sehr sensibel wird auf die Probleme und Gedanken der Kinder eingegangen.
Die Seiten sind wunderschön gestaltet, jedesmal wenn etwas Spannendes passiert purzeln die Buchstaben aus der Zeile.
Das Buch erinnert etwas an Tintenherz von Cornelie Funke.
Ein kleines Manko war für mich, dass die erwähnten Bücher die wenigsten Kinder heute kennen und Jane Austen oder Conan Doyle keine Autoren für junge Leser sind. Daher war es etwas umständlich diese Bücher zu erklären.
Im Nachsatz werden die Bücher noch einmal erwähnt und kurz erklärt, vielleicht findet der eine oder andere junge Leser Interesse an den vorgestellten Büchern.

Bewertung vom 06.10.2019
Wisting und der Tag der Vermissten / William Wisting Bd.1
Horst, Jørn Lier

Wisting und der Tag der Vermissten / William Wisting Bd.1


sehr gut

Der Krimi war sehr gut, trotzdem bin ich hin und her gerissen. An einer Stelle erklärt Wisting dem Verdächtigen das er als Polizist noch nie einen rein bösen Menschen begegnet ist, hier ist es so, dass es bei den Ermittlern auch nicht rein Gute gibt. Ein bisschen handeln sie noch der Methode "Der Zweck heiligt die Mittel". Es wird manipuliert und recherchiert, die Polizei weiß wer der Täter ist, es geht nur noch um das wie und warum.
Das Buch ist nicht blutig oder hart, eigentlich nur Gespräche und moderne Technik, wir Leser sind gezwungen als Zuschauer uns eine Meinung zu bilden, am liebsten hätte ich das Buch während des Lesens mit jemanden diskutiert der es gleichzeitig liest.
Der Schreibstil ist kurz und prägnant, ein leichtes Lesen verstärkt durch die sehr kurzen Kapitel.
Ein ganz anderer Krimi, eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 03.10.2019
Sterbekammer / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.3
Fölck, Romy

Sterbekammer / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.3


ausgezeichnet

Es ist der dritte Krimi mit Frida und Bjarne alle drei haben die Hauptpersonen, spannende Fälle und eine Überraschung gemeinsam.
Die Überraschung hat es in sich. Der Fall ist klar, eine vor langer Zeit entführte Frau, jetzt findet man Spuren von ihr., die üblichen Verdächtigen, der Leser rät mit, erfährt winzig kleine Spuren, ein anderer Fall ist auch noch da, dann am Schluss der Höhepunkt, ein Aha Erlebnis, darauf wäre ich nie gekommen, aber absolut klar, deutlich und verständlich einfach toll.
Das Drum Herum zu dem Fall ist genauso passend, eine schöne Landschaft, die die meisten zu mindestens von Bildern kennen, ein sympathisches Ermittlerpaar und die dazu passenden Kollegen.
Das Privatleben der beiden passt wunderbar da hinein. Vor allem nicht zuviel und nicht zuwenig.
( In anderen Krimis arbeiten die Ermittler 48 Stunden am Tag, oder machen nichts anderes wie Trinken, Essen und Beziehungen gegen die Wand fahren ). Das ist etwa übertrieben aber es kommt mir manchmal so vor. Daher empfinde ich es in dieser Serie einfach gut, das es normale Menschen sind mit normalen Problemen die auch das Berufliche beeinflussen können.
Es sind die gefühlt Kleinigkeiten die diesen Krimi so besonders machen z. B.: eine hungrige Katze führt zu der versteckten Kammer.
Man kann den Krimi lesen ohne die Vorgänger zu kennen, die wichtigsten Merkmale über das Privatleben werden in Nebensätzen noch einmal erwähnt. Aber für den der sie nicht kennt, dieses Buch macht hungrig auf mehr.
Daher freue ich mich auf den nächsten Herbst wenn wie angekündigt der vierte Band erscheint.

Bewertung vom 29.09.2019
Brudermahl
Grandt, Guido

Brudermahl


weniger gut

Ich mochte dieses Buch nicht. Auf das Thema hatte ich mich gefreut, Freimaurer haben etwas Geheimnisvolles und gehören eigentlich zu den Guten, bisher.
Diese Geschichte klang für mich wie eine Verschwörungstheorie und wie ein Schulaufsatz.
Teilweise wirre Gedanken, zu viele Adjektive und Erklärungen zu den Freimaurern die eigentlich nicht allgemein bekannt sein dürften, die Frage ist: sind diese Erklärungen echt oder erfunden.
Die handelnden Personen wirkten unreif oder handelten derartig kurzsichtig, dass sich das mit dem Rest ihres Profils nicht gut verband.

Bewertung vom 27.09.2019
Der Untergang der Könige
Lyons, Jenn

Der Untergang der Könige


sehr gut

Das Buch ist gewaltig, egal wie man es betrachtet. Über 800 Seiten, unzählige wichtige Protagonisten, Magie, Grausamkeit und Geschichte.
Kihrin sitzt im Gefängnis und vor seiner Zelle als Wächter ein Ungeheuer. "Erzähl mir eine Geschichte" sagt es und Kihrin erzählt.
Im Wechsel mit dem Ungeheuer wird seine Lebensgeschichte erzählt. Immer abwechselnd berichtet mal Kihrin, mal das Ungeheuer denn es frisst Erinnerungen und kennt daher die Geschichte genauso gut.
Es ist eigenartig diese Art zu lesen, denn die Zeitenwechsel sind keine Rückblenden auf vergangene Jahre wie es eigentlich sonst geschrieben wird, sondern jeder erzählt als ob sein Teil der Geschichte gerade erst passiert ist. Das Ungeheuer erzählt die Kindheit und Jugend des Jungen. Der Junge die Gegenwart . Dazu gibt es einen Berichterstatter.
Die Fantasy Geschichte ist kompliziert, spannend, aufregend und noch lange nicht zu Ende.
Von Anfang an war das Buch interessant, kaum gab es eine Atempause, es ging Schlag auf Schlag, man braucht ein gutes Gedächtnis um mit den vielen Personen und ihren Fähigkeiten Schritt zu halten, ein Vorteil das man es vor Spannung kaum aus der Hand legen kann.
Wenn die Autorin diesen anspruchsvollen Schreibstil durchhalten kann, dann freue ich mich auf die nächsten Bände.

Bewertung vom 25.09.2019
Abenteuer Geschmack!
Lege, Sebastian

Abenteuer Geschmack!


sehr gut

das Cover ist eine Farbexplosion und weckt große Erwartungen in Verbindung mit dem Titel und Klappentext.
Als Leser wird man nicht enttäuscht. Als erstes erklärt die Autorin das man mit allen Sinnen schmeckt, unterstützt von sehr schönen spannenden Fotos liest man die Texte und erinnert sich an den Satz "Auch das Auge isst mit" aber nicht nur das Auge auch die Nase und das Ohr.
Die Rezepte mit denen sie ihre Erkenntnisse untermauert sind nicht Null Acht Fünfzehn sondern manchmal sehr außergewöhnlich mit nicht alltäglichen Zutaten. Kein Problem, es ist alles leicht in den meisten Supermärkten erhältlich und wenn man sich noch nicht so richtig traut, ist da ein sehr leckeres Rezept für eine bunte Erbsensuppe, köstlich. Oder für diese Jahreszeit die Kürbis- und Kartoffelrezepte.
Ich liebe Kochbücher, mal hier ein Rezept mal da eins. Dieses Kochbuch sticht hervor, denn es ist nicht nur das abwechslungsreiche Kochen ein Thema sondern warum wir essen wie wir essen und warum ein frisches Brötchen besser schmeckt wie ein altbackenes, denn es ist das Gleiche nur etwas älter, aber es fehlt das Geräusch wenn man hinein beißt. Dieses neue Wissen gefällt mir sehr gut.

Bewertung vom 22.09.2019
Sal
Kitson, Mick

Sal


gut

Dieses Buch ist eine Beschreibung eines Survival Abenteuers und die Geschichte von ungeheuer viel Mut und Schwesterliebe.
Am besten hat mir die Sprache die der Autor verwendet hat gefallen. So sprechen Jugendliche/Kinder und es liest sich in keinem Satz aufgesetzt, ausgedacht oder von oben herab, sondern authentisch.
Auch die Zeit im Wald klingt glaubhaft und echt. Die Verzweiflung hat der Älteren die Kraft gegeben dieses Abenteuer zu bestehen. Ihr mangelndes Vertrauen in Erwachsene wird sie wohl bis auf wenige Ausnahmen nie verlieren.

Bewertung vom 21.09.2019
Totenland / Inspektor Jens Druwe Bd.1
Jensen, Michael

Totenland / Inspektor Jens Druwe Bd.1


ausgezeichnet

ein neuer Autor, eigentlich Arzt und Therapeut, vielleicht kommt daher diese Empathie die er seinen Lesern mitgibt.
Er verwendet Wörter die der eine oder andere nachschlagen muss, dazu Gedichtzeilen von teilweise heute unbekannten Dichtern, aber alles trifft ins Schwarze
Er gibt Opfern ein fiktives Gesicht um es uns leichter zu machen das Grauen zu sehen und Mitleid für die Opfer und Abscheu für die Täter zu empfinden. Denn wie er selber schreibt ist ein Schicksal das wir einer Person zu ordnen können besser zu verarbeiten als abstrakte Zahlen.
Wir werden mit dem Trauma von Kriegsverletzten, KZ Häftlingen, versteckten Juden und Flüchtlingen konfrontiert alles fiktive Personen aber ihr Schicksal geht uns nahe.
Das Buch hat sein Ziel erreicht, gleichzeitig ist es ein sehr spannender Krimi der gut unterhält obwohl man ab der Mitte den Mörder kennt. Die besondere Situation zum Ende des zweiten Weltkrieg macht es , dass es bis zum Ende sehr spannend bleibt.