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Benutzername: Line82
Wohnort: Oberelsbach
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Bewertungen

Insgesamt 23 Bewertungen
Bewertung vom 01.08.2019
Die Gärten von Monte Spina
Scriverius, Henrike

Die Gärten von Monte Spina


ausgezeichnet

Der Roman erzählt aus der Sichtweise der dreißigjährigen Toni, dessen Mann ganz plötzlich verstarb. Toni ist Gärtnerin und liebt ihre Arbeit. Eines Tages bekommt sie das Angebot, auf einer einsamen Insel als Gärtnerin zu arbeiten. Toni wagt den Neuanfang, der nicht ganz einfach ist. Auf der Insel im Atlantik hielten es ihre Vorgänger nur einige Wochen aus, die Insel hat außer Einsamkeit und Stille nichts zu bieten. Was ist auf dieser Insel los? Toni packt die Neugierde.

Die Geschichte hat mich von Anfang an in seine Fänge gezogen. Toni ist mir sofort ans Herz gewachsen und ich war mitten in der Thematik drin. Neugierde, Fassungslosigkeit, Wut, Spannung und etwas Herzschmerz führen durch den leicht zu lesenden Roman. Die Autorin beschreibt gekonnt die einzelnen Plätze uns Szenen für genaue Vorstellungen, regt zum Nachdenken und Innehalten an – was mir besonders gefällt. Der Chef der Insel ist etwas speziell, hat für mich ein bisschen was von Shades of Grey, aber das macht den Roman gerade interessant. Eine undurchschaubare Person mit vielen Fassetten. Klar entspricht das nicht unbedingt der Realität, aber dafür ist es ja ein Roman.
Gelungene Cover und Kapitelgestaltung.

Für mich ein gelungenes Debüt, das mit einer nichtalltäglichen Geschichte punktet.

Bewertung vom 23.07.2019
Love to share - Liebe ist die halbe Miete
O'Leary, Beth

Love to share - Liebe ist die halbe Miete


ausgezeichnet

So crazy und voll wie das Cover ist auch diese Geschichte. Ein Roman, der nur so beim Lesen flutschte. Farbenfroh, bunt, interessant – bei diesem Cover muss man einfach Lesen um was es geht.

Der Roman ist aus zwei verschiedenen Sichtweisen geschrieben. Leon, eher kurz angebunden, mit Angst vor Veränderungen und einem Job als Pfleger auf der Palliativstation. Die zweite Person ist Tiffy, eine ehr quirlige, aufgeweckte Person, die bei einem Verlag arbeitet. So unterschiedlich wie die beiden sind, so unterschiedlich sind auch die Schreibstile der Kapitel, die immer jeweils mit dem Namen der Person versehen sind, aus dessen Sichtweise gerade erzählt wird. Leon, ehr kurz angebunden, Tiffy eher ausschweifender. Flüssiges Lesen kein Problem. Tiffy zieht bei Leon mit in die Einzimmerwohnung ein. Das Abkommen – sie sind nie gleichzeitig in der Wohnung, die Kommunikation erfolgt per Post-it´s. Die Idee hat mir super gefallen und hat die Geschichte sehr spannend und interessant gemacht.

Das Buch ist einfach top, es hat mich von Anfang an gefesselt, die Personen mit ihren Freunden gleich angesprochen und mitgenommen auf die Reise durch die Geschichte. Zeitweise wollte ich das Buch gar nicht mehr weglegen. Gerade das letzte Drittel musste ich am Stück lesen – hab richtig mitgefühlt.

Gefühlvoll, spannend und ereignisreich.

Bewertung vom 05.06.2019
Trau dich doch
Berg, Ellen

Trau dich doch


ausgezeichnet

Kurzweiliger, humorvoller Roman rund ums Thema Hochzeit

Amelie, wird von ihrem Mann verlassen und startet das Projekt – Hochzeitsplanerin. Doch bei ihren Hochzeiten scheint der Wurm drinnen zu sein. Der Bräutigam kann vor lauter Alkohol nicht stehen, bei der nächsten Hochzeit fällt der Strom aus. Es scheint nicht so zu funktionieren. Auch ihr neues Leben ist Amelie noch fremd.

Das Cover gefällt mir wie immer bei Ellen Berg sehr gut. Durchgängig der gleiche Stil, sodass man schon von Weitem in einer Buchhandlung erkennt, von wem dieses Buch ist. Ein Lob an die Grafikabteilung.
Ellen Berg hat dieses Buch mit sehr viel Liebe zum Detail geschrieben. Es gibt sehr viele Protagonisten, die mir es am Anfang etwas schwer gemacht haben. Doch nach einigen Kapiteln ist man voll drin im Geschehen und hat sich von den vielen Personen schon ein Bild gemacht. Personen, die verschiedener nicht sein könnten, wie im echten Leben. Manuel der Zauberer, hat mich angeregt, die Personen, mit denen ich täglich zu tun habe mal genauer zu betrachten -was auf keinen Fall schaden kann - denn man glaubt es kaum, aber man erkennt wirklich einiges.

Die einzelnen Szenen sind wunderbar in eine angenehme Kapitellänge verpackt, gespickt mit ganz viel Humor und dem Drang zum Weiterlesen – man will ja wissen, wie es mit den Leuten so weitergeht.

Bewertung vom 03.05.2019
Herzkur
Greve, Julia

Herzkur


ausgezeichnet

Kuralltag pur – genial geschrieben

Verena, verheiratet und Mutter von zwei wundervollen Töchtern wird plötzlich von ihrem Mann im Stich gelassen. Er möchte eine „Auszeit“ und nimmt einen Job im Ausland an. Verena steht nun alleine mit ihren Mädels da. Schnell wächst ihr alles über den Kopf und sie ist am Ende. Ihre Mutter schlägt eine Mutter-Kind-Kur vor. Doch Verena ist nicht begeistert. Doch sie nimmt den Vorschlag an und begibt sie auf die Reise. Bei der Zuganreise werden all ihre Vorurteile schon bestätigt, als sie einige Mütter mit ihren Kindern auf den Bahnsteigen trifft. Angekommen im Haus gibt es jedoch einen Lichtblick, an ihrem Tisch sitzt unter anderem Vater Jan mit seiner Tochter.

Julia Greve ist in ihrem Buch „Herzkur“ den Vorurteilen der Menschen auf der Spur. Auch ich habe mich immer mal wieder erwischt, Ansichten mit Verena zu teilen. Im Laufe des Buches wurde mir immer mehr klar, dass uns Vorurteile ganz schön im Weg stehen können – siehe Verena.
Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet, die roten Luftballons stechen hervor und lassen auf eine Romanze auf einer Insel schließen – dies ist auch so. Doch ich muss gestehen, erst am Ende habe ich erkannt, dass sich vor dem Meer zwei Personen befinden. Sehr gut gemacht.
So schnell wie bei diesem Buch war ich schon lange nicht mehr durch. Ich bin immer noch ganz geflasht von der Geschichte. Einfach zu lesen, fesselnd, romantisch, aufregend und ein Ende, dass mich zu Tränen rührte. Ich war so in die Geschichte eingetaucht, dass ich mir von jeder Person und Situation ein genaues Bild machen konnte, dies gelang nur durch die gekonnt detaillierten Beschreibungen der Autorin.

Fazit: Dieses Buch muss man gelesen haben.

Bewertung vom 24.04.2019
Sommertage auf Capri (eBook, ePUB)
Gregorio, Roberta

Sommertage auf Capri (eBook, ePUB)


gut

Velia lebt in Neapel und führt mit ihrem Freund Niklas eine Fernbeziehung. Ständig pendelt sie von Deutschland nach Italien, einen Job nach dem anderen kann sie nicht halten, kann sich keine eigene Wohnung leisten und wohnt bei ihren Eltern. Nun hat sie es satt – doch wie soll es weitergehen? Da erhält sie ein Jobangebot auf Capri.

Ein leuchtendes Cover mit einer toller Urlaubslandschaft weckte bei mir die Lust auf den Roman. Sommer, Sonne, Liebe.

Roberta Gregorio erzählt eine einfache Geschichte, die sich den größten Teil auf Capri abspielt. Velia nimmt ihr neues Jobangebot an und somit nimmt ihr Leben einen neuen Lauf. Der Roman lässt sich super angenehm lesen – war in kurzer Zeit durch, jedoch hätte ich mir gewünscht, dass die einzelnen Passagen mehr ausgeschmückt werden. Zu keiner Zeit des Romans entsteht bei mir Urlaubsfeeling. Ein Bild von Capri ist bei mir nicht entstanden. Die Beschreibungen der einzelnen Szenen sind mir viel zu kurz und spartanisch, da hätte ich mir mehr gewünscht. Es geht von einer Situation in die nächste, hier hätte man ruhig mehr ausschmücken können um den Leser besser mitzunehmen. Auch die Personen sind mir zu wenig beschrieben. Die Geschichte an sich hat mir super gut gefallen. Ein leicht zu lesender Roman. Tolles Ende, das mir jedoch zu schnell ging

Bewertung vom 15.04.2019
Mit James auf Sylt
Thesenfitz, Claudia

Mit James auf Sylt


sehr gut

Ein ganz besonderer Auftrag

Jana hat gerade ihren Job und Freund verloren, da wird sie von ihrer Schwester beauftragt, deren Hund im Ferienhaus auf Sylt zu sitten. Jana – die Hunde hasst – macht sich mit ihrem neuen männlichen Begleiter auf die Reise. James macht es Jana nicht leicht – begebt euch mit Jana auf ein 2-monatiges Abenteuer in Sylt. Wird sich Jana an ihren neuen Begleiter gewöhnen?

Claudia Thesenfitz entführte mich mit diesem Roman in Urlaubsstimmung. Eine einfache Ausgangslage und ein eher ungewöhnlicher Auftrag. Der Roman ist super leicht und entspannt zu lesen. Der Hund steht hier im Mittelpunkt der Geschichte, gepaart mit ganz vielen Tipps zur Hundehaltung, die aber in keiner Weise überhandnehmen. Für mich als Nichthundefachfrau war es trotzdem sehr interessant hier genaueres zum Thema „Hund“ zu erfahren. Die Autorin macht deutlich, dass der Hund ein sehr angenehmer und hilfreicher Begleiter sein kann. Insgesamt kam mir in diesem Roman, der mit ganz viel Liebe und Humor ausgestallt ist, die Spannung etwas zur kurz.

Bewertung vom 30.03.2019
Wo mein Herz schlägt (eBook, ePUB)
Bloom, Rose

Wo mein Herz schlägt (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ein gefühlvoller Roman, den die Autorin Rose Bloom aus der Sichtweise der zwei Hauptprotagonisten Claire und Grant geschrieben hat. Die einzelnen Kapitel sind recht kurz gehalten und jeweils mit dem Namen versehen, von dem gerade die Geschichte erzählt wird. Für mich ging das Buch viel zu schnell zu Ende, da mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat. Kurze Sätze, viel Spannung, Reibereien, Humor und auch traurige Szenen wechseln sich gefühlvoll und interessant geschrieben immer wieder ab.

Grant, der nach dem Tod seines Bruders die Pension seiner Eltern auf einer wenig bewohnten Insel übernimmt, bekommt plötzlich eine junge Frau als Gast. Diese versucht aus dem ruppigen Grant einen liebevollen und engagierten Gastgeber zu machen. Als eines Tages in der Pension ein Wasserschaden entsteht, nimmt Grant Claire mit in sein Cottage. Dort verbringen sie beide Tür an Tür die Tage. Der Leser und Claire vergessen dabei den Grund, warum sie überhaupt die Insel bereiste. Man fühlt direkt die einzelnen Tage mit und lebt wie eingeschlossen in der Geschichte die Tage und Situationen mit. Alles scheint perfekt, bis zum Tag der Neueröffnung der Pension.

Ein wundervoller Roman, gespickt mit vielen Passagen, die zum Nachdenken anregen. Hier der Satz, der mich besonders ergriffen hat: „Manchmal sieht man das Offensichtlich erst, wenn jemand anders einen drauf stößt.“

Bewertung vom 25.02.2019
Das kleine Hotel an der Küste
Laureano, Carla

Das kleine Hotel an der Küste


ausgezeichnet

Andrea Sullivan, Unternehmensberaterin aus New York, bekommt einen Auftrag in Schottland von ihrem Chef. Auf diesen hat sie eigentlich gar keine Lust, doch nach einem vermasselten letzten Auftrag, muss sie diese Reise antreten. Als sie nach Schottland reist, lernt sie ihren Klienten James MCDonald, einen Fernsehkoch kennen. Dieser hat ein altes Haus an der Küste geerbt und möchte mit ihrer Hilfe dieses Haus zu einem Hotel umbauen. Andrea macht sich an die Arbeit und lernt dabei Schottland und auch James näher kennen.

Bei diesem Cover musste ich einfach bei der Leserunde mitmachen. Dieses wirkte auf mich sehr entspannend und romantisch.

Schon die Leseprobe hat mich in den Bann der Geschichte gezogen und so ging es auch beim Lesen der nachfolgenden Kapitel weiter. Beide Hauptprotagonisten sind sehr gut beschrieben, eingebettet in eine tolle Umgebung und einer kleinen Story "rund um das Hotel". Andrea, die Karrierefrau, zielstrebig, erfolgsorientiert mit wenig Freizeit. James dagegen eher in sich gekehrt, Fernsehstar und viel unterwegs.

Es gibt viele schöne Momente in diesem Buch, jedoch auch viele Situationen, die zum Nachdenken anregen. Das ausgewogene Verhältnis hat mir sehr gut gefallen. Zur keiner Zeit des Buches kommt Langeweile auf, die Autorin schafft es, mich ständig an das Buch zu fesseln.

Immer wieder kommt es vor, dass Andrea und James in Situationen geraten, in denen sie beide überfordert sind. Sei es beim Zusammentreffen mit Ian, dem Bruder von James oder auch das Zusammentreffen von Andrea mit James Schwester und dessen Tochter. In diesen Passagen macht die Autorin immer wieder neugierig auf Hintergründe der Beiden. Man selbst fühlt in diesem Moment voll mit und überlegt, was da wohl vorgefallen sein könnte.


Alles in allem ein toller Roman, eingebettet in eine wunderschöne Landschaft mit vielen emotionalen Momenten und unvorhersehbaren Szenen.

Bewertung vom 25.11.2018
Dein Bild für immer
Hanel, Julia

Dein Bild für immer


ausgezeichnet

Sophie trauert um ihre große Liebe Maximilian. Als sie nach der Beerdigung nach Hause kommt, findet sie in ihrem Briefkasten Flugtickets nach Bali. Diese hatte ihr Verlobter als Überraschung für sie als Hochzeitsreise gebucht. Doch nun ist sie alleine - was soll sie tun. Sophie entscheidet sich für den Schritt, die Reise anzutreten und trifft im Flugzeug auf Niklas, einen jungen Fotographen. Auf Bali treffen die beiden sich wieder und beginnen gemeinsam die Insel zu bereisen. An jedem Ort, den sie mit Maximilian besuchen wollte, hinterlässt Sophie ein Bild von ihm. Während sie Abschied von Maximilian nimmt, kommt sie Niklas immer näher. Doch ist sie dazu bereit?


Eine emotionale Reise beginnt. Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt, hat mich mit auf die Reise nach Bali genommen, mir wunderschöne Orte beschrieben. Die Erzählweise der Geschichte ist so gut, dass man sich sofort in Sophie und Niklas hineinversetzen kann. Auch die Umgebung hat man sofort vor Augen. Es ist ein ständiges Auf und Ab. Mal hat man das Gefühl Sophie ist total verzweifelt, dann wiederum geht es ihr wieder glänzend. Wie im echten Leben. Die Autorin macht in diesem Buch aufmerksam darauf, dass hinter jeder Person auch eine Fassade der Traurigkeit stecken kann. Sie schreibt von Schicksalsschlägen und auch schönen Momenten, in denen sich beide wieder ein Stück Hoffnung und Freude erkämpfen. Gut gefallen hat mir die Szene mit dem Sonnenbrand und dem Schwimmen im Meer. Humorvoll, jedoch auch herzergreifen und berührend.


Fazit: Loslassen, kämpfen nach vorne Blicken, ein emotionales Buch, das Mut macht.

Bewertung vom 29.08.2018
I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich
Leuchtenberg, Cleo

I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich


sehr gut

(0)

Lilly, eine Schauspielschülerin bekommt nach einer Aufführung das Angebot als Synchronsprecherin für einen Film zu arbeiten. Dort trifft sie auf Ben, der etwas anders als alle anderen Jungs ist. Ben lebt nicht mehr bei seinen Eltern und hat es ziemlich schwer im Leben. Lilly, aus behütetem Haus mit zugesagtem Freund der Eltern hat es nicht leicht ihr eigenes Leben zu führen. Ihre Eltern wollen sie ganz schön lenken, bis Lilly eines Tages eine Entscheidung trifft.

Das Cover ist sehr schön gestaltet. Schlicht, nur mit Schriftzügen, diese jedoch sehr hochwertig in 3D aufgearbeitet.

Der Roman von Cleo Leuchtenberg hat mir sehr gut gefallen, wobei ich sagen muss, dass es mir anfangs etwas zu wenig an Spannung gab. Die ausführlichen Beschreibungen der Szenen im Synchronstudio schienen mir teilweise sehr langatmig. Dennoch gab es für mich immer wieder Anlass an der Geschichte zu bleiben, denn Ben mit seinem Schicksal und Lilly mit ihren überbehüteten reichen Eltern sind mir ans Herz gewachsen. Beide Leben geben einen Einblick für die Jugendlichen, wie es in Familien ablaufen kann. Die Situationen regen zum Nachdenken an. Die Szenen im Studio haben mir sehr gut gefallen. Sie waren so exakt beschrieben, dass man sich ein genaues Bild vom Ablauf und der Arbeit eines Synchronsprechers machen konnte.

Ein tolles Jugendbuch, das auch mir als Erwachsene super gefallen hat.