
© Foto Sessner / Piper Verlag
Gaby Hauptmann
Gaby Hauptmann, geboren 1957 in Trossingen, lebt als freie Journalistin und Autorin in Allensbach am Bodensee. Ihre Romane »Suche impotenten Mann fürs Leben«, »Nur ein toter Mann ist ein guter Mann«, »Die Lüge im Bett«, »Eine Handvoll Männlichkeit«, »Die Meute der Erben«, »Ein Liebhaber zuviel ist noch zuwenig«, »Fünf-Sterne-Kerle inklusive«, »Hengstparade«, »Yachtfieber«, »Ran an den Mann«, »Nicht schon wieder al dente« und »Rückflug zu verschenken« sind Bestseller und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und erfolgreich verfilmt. Außerdem erschienen die Erzählungsbände »Frauenhand auf Männerpo« und »Das Glück mit den Männern«, ihr ganz persönliches Buch »Mehr davon. Vom Leben und der Lust am Leben«, das Kinderbuch »Rocky der Racker« und die mehrbändigen Jugendbuchreihen »Alexa, die Amazone« sowie die »Kaya«-Reiterbücher.
Kundenbewertungen
09.04.2024
Ein Leben um 1913
Anna ist 13 und muss von zuhause fort, vielleicht für immer. 1913 reist sie in die Schweiz, arbeitet in einem Hotel. Fleißig und willig bewältigt sie alle Anforderungen lernt sogar bedeutende Personen kennen und kämpft mutig um ein besseres Leben. Und dann war da auch noch August …
Gaby Hauptm...
Ein Leben um 1913
Anna ist 13 und muss von zuhause fort, vielleicht für immer. 1913 reist sie in die Schweiz, arbeitet in einem Hotel. Fleißig und willig bewältigt sie alle Anforderungen lernt sogar bedeutende Personen kennen und kämpft mutig um ein besseres Leben. Und dann war da auch noch August …
Gaby Hauptmann beschreibt sehr anschaulich die Zeit um 1913 und später, sie lässt den Leser an Annas Leben teilhaben. Das ist interessant und erlebnisreich. Einige zeitgeschichtliche Ereignisse runden die Erzählung ab. Liest sich gut und lässt eine spannende Fortsetzung erwarten.
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. An manchen Stellen in den 380 Seiten manchmal etwas langatmig, aber nicht wirklich gelangweilt.
Das Cover im überwiegend blauen Ton wie das Meer, das hübsche Häuschen im Hintergrund mit dem Raatsdach landestypisch für die Ostsee und Fahrrad, mit dem man überall ankommt wie ...
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. An manchen Stellen in den 380 Seiten manchmal etwas langatmig, aber nicht wirklich gelangweilt.
Das Cover im überwiegend blauen Ton wie das Meer, das hübsche Häuschen im Hintergrund mit dem Raatsdach landestypisch für die Ostsee und Fahrrad, mit dem man überall ankommt wie die Protagonistin. Um was es geht verrät das Cover nicht, somit bleibt die Geschichte im ersten Moment noch spannend.
Maike wohnt in Timmendorfer Strand in einem Familienhäuschen, nach der Scheidung leider allein. Töpfert gern, verdient aber damit nicht so viel um in Saus und Braus zu leben. Aber schöne Häuser sprechen viele Leute an, auch Makler.
Nun nimmt die Geschichte ihren Lauf... Geld ist Macht. Was ist Maike wichtiger... Das Elternhaus zu behalten, oder das Geld.... Schwere Entscheidung, wenn man in der Krise steckt. Schritte zu wagen, die man später nicht bereuen möchte.
Wie bei jedem...., glaube ich. Gute Ratschläge, enge Verhältnisse in der Nachbarschaft, das kann helfen. Manches ist gar nicht so einfach, wie entscheidet Maike?
Lesen Sie selbst. 4 Sterne, eine Leseempfehlung auch an die, die nicht in Timmendorfer Strand waren und gerne mal Meerlift schnuppern möchten.
1 von 1 finden diese Rezension hilfreich
11.03.2024
Als 13jähriges Mädchen kommt die aufgeweckte, wissbegierige Anna nach Steckborn in die Schweiz, wo sie im Gasthof Krone zu arbeiten beginnt. Mit ihrer fröhlichen, lebensfrohen Art knüpft sie schnell Kontakte, lernt zügig alle Fertigkeiten und bringt sich gern ein. Dennoch gibt es auch so manche Situationen, die ih...
Als 13jähriges Mädchen kommt die aufgeweckte, wissbegierige Anna nach Steckborn in die Schweiz, wo sie im Gasthof Krone zu arbeiten beginnt. Mit ihrer fröhlichen, lebensfrohen Art knüpft sie schnell Kontakte, lernt zügig alle Fertigkeiten und bringt sich gern ein. Dennoch gibt es auch so manche Situationen, die ihr zeigen, wie es jungen Frauen in der von Männer dominierten Welt ergeht und wovor sie sich hüten muss. Auch der erste Weltkrieg geht nicht spurlos an ihnen und auch ihren Familien vorbei.
Als sie ihr Herz an August verliert und sie gemeinsam das Wagnis des heruntergekommenen Gasthauses „Hirschen“ am Ufer des Bodensees eingehen, merken sie, wie viele Hürden sie überwinden müssen. Nicht nur die Wirtschaftskrise, sondern auch Neid und Missgunst machen ihnen das Leben schwer…
Anna durch ihre Jugend bis zu ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter zu verfolgen hat richtig Spaß gemacht. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und sagt frei heraus, was sie denkt und fühlt. Aber das auf so eine liebenswerte und sympathische Weise, auch wenn sie oft etwas naiv wirkt. Doch schnell merkt man, was hinter dieser kleinen, aber klugen Person steckt und wie sie für das kämpft, was ihr am Herzen liegt und sich auch für andere einsetzt. Ihr Einfallsreichtum und Raffinesse sorgen dafür, dass sie sich zu einer mutigen Frau entwickelt, die sich trotz aller Anfeindungen nicht unterkriegen lässt und trotz Rückschlägen immer wieder aufsteht.
Sanft und gefühlvoll verbunden mit gut platzierten humorvollen Einlagen erzählt die Autorin die Lebensgeschichte von Anna. Dabei wird man auf eine historische Zeitreise, beginnend in der Schweiz bis zum Bodensee, mitgenommen. Lebensträume verwirklichen, auch wenn man dafür Umwege, Ängste und Sorgen in Kauf nehmen und so manchen Verlust erleben muss.
Interessanterweise gab es Anna samt Familie wirklich, ebenso wie verschiedene Örtlichkeiten, nur die Rahmengeschichte wurde hier und da von der Autorin der Zeit, den damaligen Sitten und Gebräuchen angepasst und nach eigenem Ermessen interpretiert und endet mit einem kleinen Cliffhanger.
Es ist bislang mein erstes Buch der Autorin, aber definitiv nicht mein letztes. Durch die Sprecherin Christiane Marx, die mit ihrer angenehmen Erzählstimme Stimmung und Personen perfekt eingefangen und rübergebracht hat, hatte ich ein richtig schönes Hör- und Leseerlebnis und freue mich schon auf die Fortsetzung des Romans.
1 von 1 finden diese Rezension hilfreich
06.09.2024
Es ist die Geschichte der Familie Ruggli und der Kampf um den Erhalt des „Hirschen“. So heißt die kleine Wirtschaft in Horn am Bodensee, in der man auch Zimmer mieten kann. Nach dem ersten Weltkrieg gekauft, zwischendurch abgebrannt, wieder aufgebaut und nun nach dem 2. Weltkrieg soll das Geschäft wieder erblühe...
Es ist die Geschichte der Familie Ruggli und der Kampf um den Erhalt des „Hirschen“. So heißt die kleine Wirtschaft in Horn am Bodensee, in der man auch Zimmer mieten kann. Nach dem ersten Weltkrieg gekauft, zwischendurch abgebrannt, wieder aufgebaut und nun nach dem 2. Weltkrieg soll das Geschäft wieder erblühen. Doch dann stirbt, viel zu früh, Anna, die Wirtin. Ihr Mann August holt seine große, verwitwete Tochter Maria wieder ins Elternhaus zurück.
Der Leser kann erleben, wie Maria, die bereits als Kind früh im Geschäft, in der Landwirtschaft und bei der Hausarbeit mit anpacken musste, sich dieser Aufgabe versucht zu stellen. Versucht deshalb, weil Maria recht schnell merkt wie die vielen Aufgaben sie fordern, manchmal auch überfordern. Wie hat ihre Mutter all das geschafft? Da nutzen Maria ihre schwärmerischen Gefühle die sie gegenüber Horst, dem Maler, empfindet wenig diesen Aufgaben gerecht zu werden. So trifft sie eine Entscheidung gegen das Herz und mit dem Verstand.
Es hat Spaß gemacht, die Sorgen und Nöte beim Lesen mit Maria zu teilen und mitzuerleben, wie sie ihr Leben in die Hand nimmt. Gefallen hat mir als Figur auch ihr Vater. Dieser Endfünfziger, der immer neue Ideen für die Geschäftserweiterung und Umsatzsteigerung entwickelt, der sich den Intrigen seines Erzfeindes, Fried Bertschinger, entgegenstellt und auch für einen schelmischen Scherz immer zu haben ist.
Für mich waren das unterhaltsame, kurzweilige Lesestunden. Darum gibt’s von mir auch 4 Lese-Sterne.
Eigentlich gefallen mir die Bücher von Gaby Hauptmann total gut. Die Geschichte so an sich ist schön, allerdings habe ich mir mit dem Buch sehr schwergetan. Mir hat es etwas an Spannung und „Pfiff“ gefehlt. Von Gaby Hauptmann bin ich was anderes gewohnt.