Dirk Bernemann
Dirk Bernemann wollte schon immer Bücher schreiben, also schrieb er, seit er es konnte, beginnend mit ungefähr 7 Jahren. Er schreibt Bücher voller Geschichten und Gedichte.
Kundenbewertungen
Das Buch "Ich hab die Unschuld kotzen sehen I und II" von Dirk Bernemann ist ein 256 Seiten langes Softcover vom Heyne Verlag Hardcore Reihe.
Dirk Bernemann hat hier ein Pulp Fiction Buch geschrieben mit unterschiedlichen Stories, die alle miteinander verbunden sind. Es sind krasse Geschichten die das Leben schreib...
Das Buch "Ich hab die Unschuld kotzen sehen I und II" von Dirk Bernemann ist ein 256 Seiten langes Softcover vom Heyne Verlag Hardcore Reihe.
Dirk Bernemann hat hier ein Pulp Fiction Buch geschrieben mit unterschiedlichen Stories, die alle miteinander verbunden sind. Es sind krasse Geschichten die das Leben schreibt. Seite für Seite erleben wir die Dummheit der Menschen und Extremschicksale von Mensch und Tier in unglaublich blutvollen Wortkreationen.
Dieses Buch ist ein Pulp Fiction mit harter, derber Sprache und krassen Stories, die keinen Kalt lassen. Obwohl ich ziemlich abgehärtet bin was das elendige Leben und seine Schicksale und Ungerechtigkeiten angeht, musste ich bei ein paar Szenen, die sehr detailliert geschildert werden, doch schlucken. Das Buch berührt, schockiert, regt zum Nachdenken und Umdenken an. Teil 2 fand ich noch härter als Teil 1, aber beide Teile sind sehr individuell, speziell und auf ihre Art und Weise genial.
Fazit: Ein Pulp Fiction in derber, harter Sprache, der berührt, aufrüttelt, bewegt und zum Nachdenken und Umdenken anregt! Nichts für schwache Nerven! Absolut individuell, speziell und lesenswert!
Das interessante an dem Buch ist der Gemütszustand des Protagonisten. Stefan Kalk ist 55, Angestellter und seine Freundin hat ihn vor 6 Monaten verlassen. Klar ist er in einer Art Midlife-crisis.
Kalk ruht eigentlich ziemlich in sich, weiß aber dennoch nicht, was er mit seinem Leben machen soll, und unter der Obe...
Das interessante an dem Buch ist der Gemütszustand des Protagonisten. Stefan Kalk ist 55, Angestellter und seine Freundin hat ihn vor 6 Monaten verlassen. Klar ist er in einer Art Midlife-crisis.
Kalk ruht eigentlich ziemlich in sich, weiß aber dennoch nicht, was er mit seinem Leben machen soll, und unter der Oberfläche fängt es an zu brodeln.
Das spiegelt sich zum Teil im Leben seines guten Freundes Försters, der Lehrer ist und ebenfalls von seiner Frau verlassen wurde.
Kalk fährt in den Urlaub nach Holland an den Strand.
Dann kommt ein Moment, in dem Kalk im Meer einen Jungen vor dem Ertrinken rettet.
Ein kurzer Moment der Euphorie, doch die Mittelmäßigkeit seines Lebens und seine misanthropische Weltanschauung kann das auf Dauer nicht verdrängen.
Der Stil des Autors ist genau und präzise und zeichnet sich außerdem durch eine gute Lesbarkeit aus.
Dieses Buch ist das was den Menschen gefehlt hat. Eine andere Sicht der Dinge. Einfach genial!
2 von 5 finden diese Rezension hilfreich
Gut gemachtes Psychogramm;
Die Geschichte des Stefan Kalk hat mich fasziniert und unterhalten, obwohl sein Leben eigentlich ereignislos und langweilig ist. Sein Aufenthalt in DEM Urlaubsort seiner Kindheit wird so nachvollziehbar und intelligent beschrieben, man kann sich Kalk als Exemplar des alten, weißen Mannes ri...
Gut gemachtes Psychogramm;
Die Geschichte des Stefan Kalk hat mich fasziniert und unterhalten, obwohl sein Leben eigentlich ereignislos und langweilig ist. Sein Aufenthalt in DEM Urlaubsort seiner Kindheit wird so nachvollziehbar und intelligent beschrieben, man kann sich Kalk als Exemplar des alten, weißen Mannes richtig gut vorstellen. Seine Unzufriedenheit, Einsamkeit und soziale Unbeholfenheit scheinen nicht nur bei ihm durch, sondern auch bei seinem Freund, der ihn kurz besuchen kommt. Das Buch wird aus der Perspektive Kalks geschrieben und so blickt man mit Kalks Augen auf einen weiteren alten, weißen Mann. Parallel dazu beobachtet man ebenso Kalks Entwicklung während dieses Urlaubs, der überraschende Höhen und Tiefen zu bieten hat. Sein bisheriges Leben und seinen Alltag reflektiert er in Erinnerungen, so dass man als Leser glaubt, alles über ihn zu wissen. Die Figur ist von großer psychologischer Tiefe und man kann jeden Gedanken und jede Handlung gut nachvollziehen. Mir war Kalk nicht unsympathisch, aber ein bisschen Mitleid hatte ich streckenweise auch mit ihm. Das Ende ist überraschend, aber nicht unglaubwürdig. Man fragt sich unweigerlich, wie viele Kalks neben uns her leben, von deren Lebenssituation wir nichts ahnen. Der Schreibstil ist einwandfrei und hat mir sehr gut gefallen. Es war mein erstes Buch von Dirk Bernemann, aber sicher nicht das letzte.
27.05.2011
In diesem Buch wird einem einfach radikal die rosarote Brille runtergerissen. Der Autor prügelt einem knallhart die Realität ein. Dieses Buch ist grandiös,zeigt die Welt ohne den tollen Schein, mit dem wir sie kennen. Er erzählt uns von Sex und Gegensex, den Krieg und von unsere arroganten, abstößenden Gesellscha...
In diesem Buch wird einem einfach radikal die rosarote Brille runtergerissen. Der Autor prügelt einem knallhart die Realität ein. Dieses Buch ist grandiös,zeigt die Welt ohne den tollen Schein, mit dem wir sie kennen. Er erzählt uns von Sex und Gegensex, den Krieg und von unsere arroganten, abstößenden Gesellschaft. Einfach knallhart und abstoßend. Man sollte keine Angst vor Körperflüssigkeiten haben. Ein klasse Zitat. Wir zertrümmern unsere Welt und versuchen aus ihren Trümmern etwas neues zu schaffen. Vollgestopft mir Kraftausdrücken und der Realität repräsentiert es einfach unsere Gesellschaft, unsere Realität und unsere Welt die wir zerstören.
Dieses Buch war einfach perfekt.Knallhart und abstoßend aber einfach realitätsnah. Sensible Menschen sollten die Finger von diesem Buch lassen. Zwar ein dünnes Buch, aber das Geld rentiert sich.
Dieses Buch war einfach perfekt.Knallhart und abstoßend aber einfach realitätsnah. Sensible Menschen sollten die Finger von diesem Buch lassen. Zwar ein dünnes Buch, aber das Geld rentiert sich.
4 von 6 finden diese Rezension hilfreich
Ist aufjedenfall ein muss für jede leseratte!!!
0 von 3 finden diese Rezension hilfreich
Ein Buch, das jeden Leser fesselt. Im Text werden viele Fremdwörter verwendet. Das Buch handelt von verschiedenen Personen, die über ihr Leben berichten.
EMPFEHLENSWERT!
1 von 3 finden diese Rezension hilfreich
07.09.2010
Auf dem ersten Blick ist es nur ein kleines blondes Püppchen, welches den Einband schmückt. Unschuldig. Doch auf dem zweiten Blick erinnert der starre Blick schon fast an "Chucky - die Mörderpuppe". Die Aufmachung des Sammelbands von Dirk Bernemann erregt schon fast so viel Aufmerksamkeit wie der Titel: "Ich hab die...
Auf dem ersten Blick ist es nur ein kleines blondes Püppchen, welches den Einband schmückt. Unschuldig. Doch auf dem zweiten Blick erinnert der starre Blick schon fast an "Chucky - die Mörderpuppe". Die Aufmachung des Sammelbands von Dirk Bernemann erregt schon fast so viel Aufmerksamkeit wie der Titel: "Ich hab die Unschuld kotzen sehen." Auch der Inhalt der Kurzgeschichten und Geschichten ist nicht weniger brisant. Die Protagonisten leben alle in ihrer eigenen Trümmerwelt zwischen Alkohol, Sex, Gewalt und Drogen. Für Romantiker und Leute, die an das Gute im Menschen glauben, ist dies definitiv das Falsche Buch.
Doch lohnt sich der Blick hinter die Fassade dieses Buches trotzdem? Gekonnt verknüpft Bernemann die einzelnen Schicksale zu einem Gesamtwerk. Jedem Erzählabschnitt folgt eine neue Episode aus dem Leben einer Randperson. Verschiedene Ich-Erzähler berichten somit aus ihrer Existenz. Es sind bemitleidenswerte, desillusionierte Personen. Die Illusionslosigkeit ihrer Lage wird durch hochfrequentierte Verwendung von Vulgärsprache verdeutlicht. Die Sätze sind meistens sehr kurz und mit heftigen Worten geschrieben und kommen daher recht intensiv rüber. Der Ausdruck "Ficken" kommt sicher in kaum einem weiteren Buch so oft vor. Leider scheint diese Art des Erzählerns zu gewollt schockierend. Statt einer sarkastischen, unaufdringlichen Gesellschaftskritik erwartet den Leser der missglückte Versuch "Kunst" schaffen zu wollen.
Doch lohnt sich der Blick hinter die Fassade dieses Buches trotzdem? Gekonnt verknüpft Bernemann die einzelnen Schicksale zu einem Gesamtwerk. Jedem Erzählabschnitt folgt eine neue Episode aus dem Leben einer Randperson. Verschiedene Ich-Erzähler berichten somit aus ihrer Existenz. Es sind bemitleidenswerte, desillusionierte Personen. Die Illusionslosigkeit ihrer Lage wird durch hochfrequentierte Verwendung von Vulgärsprache verdeutlicht. Die Sätze sind meistens sehr kurz und mit heftigen Worten geschrieben und kommen daher recht intensiv rüber. Der Ausdruck "Ficken" kommt sicher in kaum einem weiteren Buch so oft vor. Leider scheint diese Art des Erzählerns zu gewollt schockierend. Statt einer sarkastischen, unaufdringlichen Gesellschaftskritik erwartet den Leser der missglückte Versuch "Kunst" schaffen zu wollen.
5 von 6 finden diese Rezension hilfreich