Sebastian Klein
Hörbuch-Download MP3
Toxisch Reich (MP3-Download)
Warum extremer Reichtum unsere Demokratie gefährdet Ungekürzte Lesung. 329 Min.
Sprecher: Schalle, Arvid
PAYBACK Punkte
4 °P sammeln!
Ein leidenschaftlicher Appell gegen extremen Reichtum – und für eine gerechtere Gesellschaft. Sebastian Klein zeigt, wie gefährlich Ungleichheit für unsere Demokratie ist, warum sie soziale Spannungen verschärft, den Klimawandel befeuert – und wie wir mit mehr Steuergerechtigkeit gegensteuern können.
Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, D ausgeliefert werden.
Sebastian Klein ist Psychologe, Unternehmer und Autor. Er gründete unter anderem Blinkist und Neue Narrative. Als er durch den Verkauf von Blinkist über Nacht zum Multimillionär wurde, entschied er, einen Großteil seines Vermögens aufzugeben und gemeinnützig zu widmen. Im Mai 2023 ging ein Beitrag dazu in den sozialen Medien viral und erreichte über zwei Millionen Menschen, es folgten zahlreiche Medienauftritte. Im Magazin Neue Narrative erscheint seit 2017 seine Kolumne 'Milliarden vs. Milliardäre', in der es um Vermögen und Ungleichheit geht.
Produktdetails
- Verlag: Kollo Media
- Erscheinungstermin: 15. April 2025
- Sprache: Deutsch
- ISBN-13: 9783000825156
- Artikelnr.: 73876872
»Eine schlüssige Analyse und praktische Anleitung dafür, wie wir eine starke Demokratie erhalten können – die in zahlreichen Ländern Europas wegen der analysierten Probleme bereits beschädigt wurde.«
Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension
Rezensent Rudolf Walther scheint Sebastian Kleins Diagnosen in diesem Buch zuzustimmen, die dahinterstehenden Analysen überzeugen ihn freilich nicht. Klein wuchs in nicht allzu wohlhabenden Verhältnissen auf. Durch den Verkauf der Buchzusammenfassungs-App "Blinkist" wurde er mehr oder weniger über Nacht zum Multimilliönär und investierte in der Folge einen Großteil seines Vermögens in soziale Projekte. In diesem Buch entwickelt er entlang seiner eigenen Biografie die These, dass der Reichtum in der Gesellschaft zu ungleich verteilt ist, was vor allem an der steuerlichen Bevorzugung bereits bestehenden Vermögens liegt. Die Kritik an dieser Situation leuchtet Walther ein, aber wie Klein und dessen Co-Autorin zur Bekämpfung des Übels auf basisdemokratische Reformen setzen, wirkt auf ihn "politisch eher ahnungslos und ohnmächtig". Statt dessen hätte sich der Kritiker gern etwas mehr marxistische Kritik am Wachstumsparadigma gewünscht.
© Perlentaucher Medien GmbH
© Perlentaucher Medien GmbH
»[Sebastian Kleins] Analysen zerlegen die liberale Lebenslüge, dass Leistung und Fleiß allein Erfolg erzeugen. [...] Überhaupt zeigt das Buch seine Stärken besonders dort, wo es sich anschaut, welche Wirklichkeit durch Framing und Begriffe erzeugt wird. Erfrischend wirkt auch, sich überhaupt wieder um die soziale Frage als Kernproblem der Ungleichheit zu scheren und den Einfluss milliardenschwerer »Philanthropen« zu attackieren, auch wenn sie Bill Gates heißen.« Oliver Uschmann, Galore »Die Verbindung von persönlichen Erfahrungen mit fundierten sozioökonomischen Analysen macht "Toxisch reich" zu einem überzeugenden Plädoyer für mehr Verteilungsgerechtigkeit.« David Kreitz, socialnet
Broschiertes Buch
Norbert Bolz schrieb, dass man Bücher, die gendern, ungelesen vergessen könne. Ich machte hier eine Ausnahme, weil ich sehen wollte, wie ein studierter Psychologe und Unternehmensgründer extremen Reichtum einschätzt. Zudem war er in einem Bereich tätig, der mich als …
Mehr
Norbert Bolz schrieb, dass man Bücher, die gendern, ungelesen vergessen könne. Ich machte hier eine Ausnahme, weil ich sehen wollte, wie ein studierter Psychologe und Unternehmensgründer extremen Reichtum einschätzt. Zudem war er in einem Bereich tätig, der mich als Buchliebhaber besonders interessiert. Seine Firma Blinkist war/ist ein Metoo zu Getabstract, beide bieten Buchzusammenfassungen gegen Entgelt an. Meines Erachtens lernt man daraus gar nichts, das soll hier aber keine Rolle spielen.
Man kann vielen Punkten von Sebastian Klein durchaus zustimmen. Zum Beispiel, wenn es um die Ausgestaltung unseres Rechtssystems geht. Tatsächlich können sich nicht alle Menschen Anwälte leisten, deren Schriftsätze bei Staatsanwälten und Richtern durchaus Eindruck machen, sie also Vorsicht walten lassen. Ärmere Menschen, die meinen ohne Anwälte auszukommen, werden hingegen schnell abgebügelt.
Richtigen Punkten steht allerdings ein großes Dilemma dieses Buches entgegen. Es schiebt nahezu alle Probleme unserer Gesellschaft auf Superreiche, die u.a. Gesetze nach ihrem Gusto durchdrücken könnten und z.B. bei der Erbschaftssteuer als Bremser wirken. Sogar das kann sein und müsste näher beleuchtet werden.
Falsch ist aber trotzdem die generelle Linie, die z.B. unterstellt, dass Superreiche nicht mehr wertschöpfend tätig seien, sondern nur noch Geld in großen Mengen hin und her spekulieren. Aber bei weitem nicht alle verhalten sich so. In dem Buch über die Quants von Herrn Jungbluth wird z.B. deutlich, dass bestehendes Vermögen in Start ups etc. investiert wird, man also im weitesten Sinne unternehmerisch tätig ist, sich also nicht nur auf Trader/Vermögensberater etc. verlässt.
Sebastian Klein war Teil der selbst ernannten Wirtschaftselite, die sich Unternehmensberater nennt und wollte nach dem Studium der Psychologie dort erfolgreich werden. Aber er langweilte sich bald ob des Egoismus und der Geldgier und strebte nach einem eigenen Startup Erfolg. Anfänglich verkauft er erfolglos eine altbekannte Idee, kühlende Halsbänder, danach entwickelt er ein Forum für Buchzusammenfassungen. Er bewundert neidvoll jene Startups, die genug Geld hatten für ihre Ideen, z.B. durch Erbe, und es ruhiger angehen lassen konnten. Hat er je untersucht, ob seine Ausgangslage ihn mehr motiviert hat als andere, die einfach Geld ausgeben konnten?
Wolfgang Grupp meint, dass Unternehmer, die sich einen Unternehmensberater holen, in gewisser Weise versagen. Er meint, wenn ein Fremder (also ein Berater) sofort erkennt, was im Unternehmen falsch läuft, dann sollte eigentlich der Chef selbst den Platz räumen, weil er es nicht erkannt hat. Deshalb lässt er keine Berater in sein Unternehmen, weil er als Inhaber selbst die Entscheidungen treffen und die Firma vollständig überblicken will. Für ihn ist es mithin ein Zeichen von Schwäche, wenn man einen Berater braucht, um die richtigen Entscheidungen zu finden. Nach den Ausführungen von Herrn Klein über das Beratungswesen kann ich dieser Sichtweise nur zustimmen, ohne allerdings die Notwendigkeit von externen Beratern gänzlich zu verdammen. Es macht oft sehr viel Sinn, über Berater, die ja andere Firmen kennen, dieses Wissen einfließen zu lassen, um interne Blindheit zu vermeiden.
„Gleichheit führt zu Wachstum“, hörte Sebastian Klein in einem Interview von Ulrike Hermann, die für Deutschland in der aktuellen Lage eine Kriegswirtschaft nach dem Vorbild Englands befürwortet. Sie möchte damit den notwendigen Rückbau in eine naturverträgliche Welt erreichen. Herr Klein zitiert den für ihn bedeutenden Ökonomen Fratzscher mehrfach, der bei mir eher dafür bekannt ist, dass nahezu keine seiner Voraussagen eintrafen.
Dieses Buch bewegt sich an den Grenzlinien zwischen Kapitalismus bzw. der Marktwirtschaft und dem Sozialismus, also einer Staatswirtschaft. Man könnte auch sagen Privatwirtschaft versus Gemeinwohlwirtschaft. Aber auch die Privatwirtschaft dient dem Gemeinwohl, weil sie individuelle Leistung und Freude am Schaffen für andere verbindet. Sie ist keine Erfindung (wie der Sozialismus), sondern die Idealform für menschliches Wirtschaften. Man sollte hier redlicher und eben nicht mit Schlagworten agieren. Wenn wir als Konsens die soziale Marktwirtschaft betrachten, dann geht es darum, die möglichen Nachteile beider Systeme zu glätten und in eine humane Umsetzung zu überführen.
Meine Sichtweise umschreibt Nicolás Gómez Dávila so: "Keine soziale Klasse hat die anderen unverschämter ausgebeutet als die, die sich heute selbst Staat nennt.“ Sieht man zudem, dass staatliche Leistungen/Projekte meist doppelt so teuer sind als Private, muss einem bei einer aktuellen Staatsquote von über 50% Angst und Bange werden. Es empfiehlt sich hier das Buch von Hayek: „Der Weg zur Knechtschaft“. Ich jedenfalls möchte nicht durch sozialistische Vorgaben dominiert werden, sondern nach Regeln des Anstandes und des Mitgefühls agieren können, genau jene Inhalte, die Ludwig Erhard so unnachahmlich vorgegeben hat.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Andere Kunden interessierten sich für