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"Was sind wir Menschen doch? Ein Wohnhaus grimmer Schmerzen, / Ein Ball des falschen Glücks, ein Irrlicht dieser Zeit." Diese Sätze aus einem Gedicht von Andreas Gryphius könnten als Motto vor dem neuen Erzählband Leopold Federmairs stehen. Ins Licht ist ein genau komponierter Erzählzyklus, dessen Geschichten um acht verschiedene Zimmer kreisen, in denen sich Tragödien und Erlösungen, Gespräche und Geheimnisse, Liebesgeschichten und subtile Verführungen abspielen. Das Treiben beginnt in der Provinz und die höchst unterschiedlichen Figuren eint ihr Drang, sich Welt zu erschließen. Dabei ecken…mehr

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Produktbeschreibung
"Was sind wir Menschen doch? Ein Wohnhaus grimmer Schmerzen, / Ein Ball des falschen Glücks, ein Irrlicht dieser Zeit." Diese Sätze aus einem Gedicht von Andreas Gryphius könnten als Motto vor dem neuen Erzählband Leopold Federmairs stehen. Ins Licht ist ein genau komponierter Erzählzyklus, dessen Geschichten um acht verschiedene Zimmer kreisen, in denen sich Tragödien und Erlösungen, Gespräche und Geheimnisse, Liebesgeschichten und subtile Verführungen abspielen. Das Treiben beginnt in der Provinz und die höchst unterschiedlichen Figuren eint ihr Drang, sich Welt zu erschließen. Dabei ecken sie an, sind hilfreich oder bleiben Betrachter. Der vielgestaltige Erzähler führt uns in manch eine Weltstadt, an deren Ränder und weiter, in die Freiräume der Phantasie. Dabei kann es zu überraschenden Spiegelungen kommen, die verdeckte Zusammenhänge zeigen. Federmairs Fiktionsräume gestalten unter der Hand ein Panorama dieser Zeit, mit einem weiten Rückgriff ins 20. Jahrhundert mit seinen Kriegen und Gemetzeln. Angelpunkt des Buchs könnte die Erzählung Zimmer sein, in der ein alter Schauspieler von seinen Kriegserlebnissen erzählt. So dunkel einzelne Geschichten sein mögen, sie werden doch getrieben von einem Schimmer der Zuversicht. Die Menschen des neuen Jahrhunderts könnten sich wie der Schauspieler und sein jeweiliger Feind als freundliche Doppelgänger ineinander erkennen.

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Autorenporträt
Leopold Federmair, geboren 1957 in Oberösterreich, besuchte das Gymnasium Kremsmünster und Wels und studierte anschließend Germanistik, Publizistik und Geschichte an der Universität Salzburg. Er ist als Schriftsteller, Essayist, Kritiker und Übersetzer tätig (Übersetzungen aus dem Französischen, Spanischen und Italienischen, u.a. Werke von Michel Houellebecq, José Emilio Pacheco, Francis Ponge). 2012 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung. Leopold Federmair lebt in Hiroshima, wo er an der Universität Deutsch unterrichtet. Im Otto Müller Verlag erschienen: Adalbert Stifter und die Freuden der Bigotterie (2005), Ein Fisch geht an Land (2006), Ein Büro in La Boca (2009), Erinnerung an das, was wir nicht waren (2010), Die Ufer des Flusses (2012), Das rote Sofa (2013), Die Wandlungen des Prinzen Genji (2014)