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Wie hat sich die Gebärkultur in Deutschland seit den 1960er Jahren verändert? Vor welche Herausforderungen sehen sich Hebammen heute angesichts der zunehmenden Medikalisierung und Technisierung der Geburt gestellt? Um diesen und weiteren Fragen nachzugehen, lässt Marita Metz-Becker Hebammen aus drei Generationen zu Wort kommen. In den narrativen Interviews werden lebensgeschichtliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Hebammengenerationen deutlich. Die Autorin betrachtet die Aussagen dabei nicht nur in ihrer individuellen Dimension, sondern in ihrem sozialen, historischen und…mehr

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Produktbeschreibung
Wie hat sich die Gebärkultur in Deutschland seit den 1960er Jahren verändert? Vor welche Herausforderungen sehen sich Hebammen heute angesichts der zunehmenden Medikalisierung und Technisierung der Geburt gestellt? Um diesen und weiteren Fragen nachzugehen, lässt Marita Metz-Becker Hebammen aus drei Generationen zu Wort kommen. In den narrativen Interviews werden lebensgeschichtliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Hebammengenerationen deutlich. Die Autorin betrachtet die Aussagen dabei nicht nur in ihrer individuellen Dimension, sondern in ihrem sozialen, historischen und kulturellen Kontext. So wird neben dem Wandel des Hebammenberufs auch jener von Geburt und Gebären veranschaulicht. Dabei zeigt sich, dass die Hebammen die moderne Geburtsmedizin nicht nur als Fortschritt begreifen, sondern durchaus kritisch diskutieren und auch deren gesamtgesellschaftliche Auswirkungen im Blick haben. Sie fühlen sich ihrem Berufsethos verpflichtet und plädieren für eine neue Kultur des Gebärens, bei der die Menschlichkeit im Vordergrund steht und nicht der Rotstift der Gesundheitspolitik.

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Rezensionen
»Die Autorin ist eine ausgewiesene Kulturhistorikerin, die sich immer wieder Frauenthemen, insbesondere der Hebammenkunst, widmet. Die Auszüge aus Erzählungen von Hebammen des frühen 19. Jahrhunderts bis hin zu Hebammen, die heute arbeiten, bringen der Leserin und dem Leser diese Zeitspannen zum Greifen nah. [...] Wer sich für eine lebhafte Geschichte des Hebammenwesens interessiert, dem sei dieses Buch sehr empfohlen.« Anita Ruchti Dällenbach, Obstetrica 12/2021 »Gerade in den narrativen Interviews liegt die Stärke der Arbeit. Die Protagonistinnen kommen selbst zu Wort und bekommen mit diesem Werk Gehör verschafft, da ansonsten ihre deutlichen Forderungen meist ungehört bleiben. Sichtbar wird nicht nur, wie vielfältig die Arbeit der Hebamme ist, sondern auch, wie wichtig eine gute Hebammenarbeit, damit einhergehend auch eine gesunde Gebärkultur für unsere Gesellschaft ist.« Sarah Griwatz, Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 71,2021 »Die Tätigkeit Hebamme gilt als einer der ältesten Frauenberufe. Die Kulturwissenschaftlerin Dr. Marita Metz-Becker hat zum Wandel des Hebammenberufs in Deutschland ein umfassendes Buch publiziert (...) Ein wichtiger Teil des Buches sind die mit Hebammen geführten Interviews, aus denen ihre Lebensgeschichte und ihre Erinnerungen an die Ausbildung und den Berufsalltag erfahrbar werden.« Barbara Obermüller, Mathilde, September/Oktober 2021 (173) »In dem Buch von Metz-Becker wird die individuelle Erfahrung der Hebammen in ihren sozialen, historischen und kulturellen Kontext gestellt. So wird neben dem Wandel des Hebammenberufs auch der Wandel von Geburt und Gebären deutlich. Hebammen sehen die moderne Geburtsmedizin durchaus kritisch. Sie fühlen sich ihrem Berufsethos verpflichtet und plädieren für eine neue Kultur des Gebärens, bei der die Menschlichkeit im Vordergrund steht und nicht der Rotstift der Gesundheitspolitik.« Dagmar Klein, Gießener Allgemeine, 24. Juni 2021 »Die Methode der Oral History passt gut zu diesem Forschungssegment. Dieses Buch zeigt, dass Hebammen und ihre Verbände die klinische Geburt kritisch sehen und sich eine Umkehr der aktuellen gesundheitspolitischen Verhältnisse wünschen. Insofern ist das Buch auch als Forderungskatalog zu lesen, wo repräsentativ einige Hebammen zu Wort kommen. Die Angst vor dem Aussterben ihres Berufes und/oder Nachwuchssorgen schimmern durch die Interviews.« Michael Lausberg, Scharf links. Die 'neue' linke online Zeitung, 23. Mai 2021 »Interviews mit Hebammen aus drei Generationen sind der Hauptbestandteil des Buchs. Ausführlich hat Marita Metz-Becker dazu mit den Frauen über ihren Beruf geredet. Diese Gespräche stellt sie in einen sozialen, historischen und kulturellen Gesamtzusammenhang.« Manfred Hitzeroth, Oberhessische Presse, 23. April 2021 »Das Werk kann als eine Hommage an den Hebammenberuf bezeichnet werden und gilt jeder Hebamme in Deutschland, die derzeit noch ihren erlernten Beruf ausübt, und selbstverständlich den früher tätigen Hebammen [...] Es handelt sich um ein äußerst empfehlenswertes Buch, basierend auf empirisch erhobenem Datenmaterial inklusive Literaturanalyse bezüglich des Hebammenberufes der letzten 200 Jahre (S. 15). Besonders lesenswert ist dieses Werk sowohl für am Berufsstand Interessierte als auch für Schwangere, für Mütter und Väter, für Politiker und Medienvertreter sowie für alle, die sich für Menschlichkeit und Menschenwürde, besonders unter der Geburt, fernab von ökonomischen und politischen Interessen, stark machen.« Christina Maiwald, Socialnet.de am 6. Januar 2022…mehr